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DIE BIBEL
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Schrift
DAS BUCH
JOSUA
Kapitel 1 -
12
Zurüstung für den Einzug in das verheißene
Land
Kapitel 1
Nachdem Mose, der Knecht des
HERRN, gestorben war, sprach der HERR zu Josua, dem Sohn Nuns,
Moses Diener:
Mein Knecht Mose ist
gestorben; so mach dich nun auf und zieh über den Jordan, du
und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Kindern
Israel, gegeben habe.
Jede Stätte, auf die eure
Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich
Mose zugesagt habe.
Von der Wüste bis zum
Libanon und von dem großen Strom Euphrat bis an das große
Meer gegen Sonnenuntergang, das ganze Land der Hethiter, soll
euer Gebiet sein.
Es soll dir niemand
widerstehen dein Leben lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, so
will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht verlassen noch
von dir weichen.
Sei getrost und unverzagt;
denn du sollst diesem Volk das Land austeilen, das ich ihnen zum
Erbe geben will, wie ich ihren Vätern geschworen habe.
Sei nur getrost und ganz
unverzagt, daß du hältst und tust in allen Dingen nach
dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht
davon, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du es recht
ausrichten kannst, wohin du auch gehst.
Und laß das Buch dieses
Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag
und Nacht, daß du hältst und tust in allen Dingen nach
dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen
Wegen gelingen, und du wirst es recht ausrichten.
Siehe, ich habe dir geboten, daß du getrost und
unverzagt seist. Laß dir nicht grauen und entsetze dich
nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun
wirst.
Da gebot Josua den
Amtleuten des Volks und sprach:
Geht durch das Lager und
gebietet dem Volk und sprecht: Schafft euch Vorrat; denn nach
drei Tagen werdet ihr hier über den Jordan gehen, daß
ihr hineinkommt und das Land einnehmt, das euch der HERR, euer
Gott, geben wird.
Und zu den Rubenitern,
Gaditern und dem halben Stamm Manasse sprach Josua:
Denkt an das Wort, das euch
Mose, der Knecht des HERRN, geboten hat: Der HERR, euer Gott, hat
euch zur Ruhe gebracht und euch dies Land gegeben.
Eure Frauen und Kinder und
euer Vieh laßt im Land bleiben, das euch Mose gegeben hat,
diesseits des Jordan. Ihr aber sollt, so viele von euch
streitbare Männer sind, vor euren Brüdern gerüstet
hinüberziehen und ihnen helfen,
bis der HERR eure Brüder
auch zur Ruhe bringt wie euch, daß auch sie einnehmen das
Land, das ihnen der HERR, euer Gott, geben wird. Dann sollt ihr
wieder zurückkehren in euer Land, das euch Mose, der Knecht
des HERRN, zum Besitz gegeben hat diesseits des Jordan, gegen den
Aufgang der Sonne.
Und sie antworteten Josua und
sprachen: Alles, was du uns geboten hast, das wollen wir tun, und
wo du uns hinsendest, da wollen wir hingehen.
Wie wir Mose gehorsam gewesen
sind, so wollen wir auch dir gehorsam sein; nur, daß der
HERR, dein Gott, mit dir sei, wie er mit Mose war!
Wer deinem Mund ungehorsam ist
und nicht gehorcht deinen Worten in allem, was du uns gebietest,
der soll sterben. Sei nur getrost und unverzagt!
Die Kundschafter in Jericho
Kapitel 2
Josua aber, der Sohn Nuns,
sandte von Schittim zwei Männer heimlich als Kundschafter
aus und sagte ihnen: Geht hin, seht das Land an, auch Jericho.
Die gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, die hieß
Rahab, und kehrten dort ein.
Da wurde dem König von
Jericho angesagt: Siehe, es sind in dieser Nacht Männer von
Israel hereingekommen, um das Land zu erkunden.
Da sandte der König von
Jericho zu Rahab und ließ ihr sagen: Gib die Männer
heraus, die zu dir in dein Haus gekommen sind; denn sie sind
gekommen, um das ganze Land zu erkunden.
Aber die Frau verbarg die
beiden Männer und sprach: Ja, es sind Männer zu mir
hereingekommen, aber ich wußte nicht, woher sie waren.
Und als man die Stadttore
zuschließen wollte, als es finster wurde, gingen sie
hinaus, und ich weiß nicht, wo sie hingegangen sind. Jagt
ihnen eilends nach, dann werdet ihr sie ergreifen.
Sie aber hatte sie auf das
Dach steigen lassen und unter den Flachsstengeln versteckt, die
sie auf dem Dach ausgebreitet hatte.
Die aber jagten den Männern
nach auf dem Wege zum Jordan bis an die Furten, und man schloß
das Tor zu, als die draußen waren, die ihnen nachjagten.
Und ehe die Männer sich
schlafen legten, stieg sie zu ihnen hinauf auf das Dach
und sprach zu ihnen: Ich weiß,
daß der HERR euch das Land gegeben hat; denn ein Schrecken
vor euch ist über uns gefallen, und alle Bewohner des Landes
sind vor euch feige geworden.
Denn wir haben gehört,
wie der HERR das Wasser im Schilfmeer ausgetrocknet hat vor euch
her, als ihr aus Ägypten zogt, und was ihr den beiden
Königen der Amoriter, Sihon und Og, jenseits des Jordan
getan habt, wie ihr an ihnen den Bann vollstreckt habt.
Und seitdem wir das gehört
haben, ist unser Herz verzagt, und es wagt keiner mehr vor euch
zu atmen; denn der HERR, euer Gott, ist Gott oben im Himmel und
unten auf Erden.
So schwört mir nun bei
dem HERRN, weil ich an euch Barmherzigkeit getan habe, daß
auch ihr an meines Vaters Hause Barmherzigkeit tut, und gebt mir
ein sicheres Zeichen,
daß ihr leben laßt
meinen Vater, meine Mutter, meine Brüder und meine
Schwestern und alles, was sie haben, und uns vom Tode errettet.
Die Männer sprachen zu
ihr: Tun wir nicht Barmherzigkeit und Treue an dir, wenn uns der
HERR das Land gibt, so wollen wir selbst des Todes sein, sofern
du unsere Sache nicht verrätst.
Da ließ Rahab sie an
einem Seil durchs Fenster hernieder; denn ihr Haus war an der
Stadtmauer, und sie wohnte an der Mauer.
Und sie sprach zu ihnen: Geht
auf das Gebirge, daß euch nicht begegnen, die euch
nachjagen, und verbergt euch dort drei Tage, bis die
zurückkommen, die euch nachjagen; danach geht eure Straße.
Die Männer aber sprachen
zu ihr: Wir wollen den Eid so einlösen, den du uns hast
schwören lassen:
Wenn wir ins Land kommen, so sollst du dies rote Seil in
das Fenster knüpfen, durch das du uns herniedergelassen
hast, und zu dir ins Haus versammeln deinen Vater, deine Mutter,
deine Brüder und deines Vaters ganzes Haus.
Und wer zur Tür deines Hauses herausgeht, dessen Blut
komme über ihn, aber wir seien unschuldig; doch das Blut
aller, die in deinem Hause sind, soll über uns kommen, wenn
Hand an sie gelegt wird.
Und wenn du etwas von dieser unserer Sache verrätst,
so sind wir des Eides los, den du uns hast schwören lassen.
Sie sprach: Es sei, wie ihr sagt! und ließ sie
gehen. Und sie gingen weg. Und sie knüpfte das rote Seil ins
Fenster.
Sie aber gingen weg und kamen aufs Gebirge und blieben
drei Tage dort, bis die zurückgekommen waren, die ihnen
nachjagten. Denn sie hatten sie gesucht auf allen Straßen
und doch nicht gefunden.
Da kehrten die beiden Männer um und gingen vom
Gebirge herab und setzten über und kamen zu Josua, dem Sohn
Nuns, und erzählten ihm alles, was ihnen begegnet war,
und sprachen zu Josua: Der HERR hat uns das ganze Land in
unsere Hände gegeben, und es sind auch alle Bewohner des
Landes vor uns feige geworden.
Israel geht durch den Jordan
Kapitel 3
Und Josua machte sich früh auf, und sie zogen aus
Schittim und kamen an den Jordan, er und alle Kinder Israel, und
blieben dort über Nacht, ehe sie hinüberzogen.
Nach drei Tagen aber gingen die Amtleute durchs Lager
und geboten dem Volk: Wenn ihr die Lade des Bundes des
HERRN, eures Gottes, seht und wie die Priester aus dem Stamm Levi
sie tragen, so brecht auf von eurem Ort und folgt ihr nach;
doch daß zwischen euch und ihr ein Abstand sei von
ungefähr zweitausend Ellen! Ihr sollt ihr nicht zu nahe
kommen. Aber ihr müßt ja wissen, auf welchem Wege ihr
gehen sollt; denn ihr seid den Weg bisher noch nicht gegangen.
Und Josua sprach zum Volk: Heiligt euch, denn morgen wird
der HERR Wunder unter euch tun.
Und zu den Priestern sprach er: Hebt die Bundeslade auf
und geht vor dem Volk her! Da hoben sie die Bundeslade auf und
gingen vor dem Volk her.
Und der HERR sprach zu Josua: Heute will ich anfangen,
dich groß zu machen vor ganz Israel, damit sie wissen: wie
ich mit Mose gewesen bin, so werde ich auch mit dir sein.
Und du gebiete den Priestern, die die Bundeslade tragen,
und sprich: Wenn ihr an das Wasser des Jordan herankommt, so
bleibt im Jordan stehen.
Und Josua sprach zu den Kindern Israel: Herzu! Hört
die Worte des HERRN, eures Gottes!
Daran sollt ihr merken, daß ein lebendiger Gott
unter euch ist und daß er vor euch vertreiben wird die
Kanaaniter, Hethiter, Hewiter, Perisiter, Girgasiter, Amoriter
und Jebusiter:
Siehe, die Lade des Bundes des Herrschers über alle
Welt wird vor euch hergehen in den Jordan.
So nehmt nun zwölf Männer aus den Stämmen
Israels, aus jedem Stamm einen.
Wenn dann die Fußsohlen der Priester, die die Lade
des HERRN, des Herrschers über alle Welt, tragen, in dem
Wasser des Jordan still stehen, so wird das Wasser des Jordan,
das von oben herabfließt, nicht weiter laufen, sondern
stehen bleiben wie ein einziger Wall.
Als nun das Volk aus seinen Zelten auszog, um durch den
Jordan zu gehen, und als die Priester die Bundeslade vor dem Volk
her trugen
und an den Jordan kamen und ihre Füße vorn ins
Wasser tauchten – der Jordan aber war die ganze Zeit der
Ernte über alle seine Ufer getreten -,
da stand das Wasser, das von oben herniederkam,
aufgerichtet wie ein einziger Wall, sehr fern, bei der Stadt
Adam,
die zur Seite von Zarethan liegt; aber das Wasser, das zum Meer
hinunterlief, zum Salzmeer, das nahm ab und floß ganz weg.
So ging das Volk hindurch gegenüber von Jericho.
Und die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN
trugen, standen still im Trockenen mitten im Jordan. Und ganz
Israel ging auf trockenem Boden hindurch, bis das ganze Volk über
den Jordan gekommen war.
Denksteine des Durchzugs
Kapitel 4
Als nun das Volk ganz über den Jordan gegangen war,
sprach der HERR zu Josua:
Nehmt euch aus dem Volk zwölf Männer, aus jedem
Stamm einen,
und gebietet ihnen: Hebt mitten aus dem Jordan zwölf
Steine auf von der Stelle, wo die Füße der Priester
still stehen, und bringt sie mit euch hinüber, und legt sie
in dem Lager nieder, wo ihr diese Nacht bleiben werdet.
Da rief Josua die zwölf Männer, die er bestellt
hatte aus Israel, aus jedem Stamm einen,
und sprach zu ihnen: Geht hinüber vor der Lade des
HERRN, eures Gottes, mitten in den Jordan, und ein jeder hebe
einen Stein auf seine Schulter, nach der Zahl der Stämme
Israels,
damit sie ein Zeichen seien unter euch. Wenn eure Kinder
später einmal fragen: Was bedeuten euch diese Steine?,
so sollt ihr ihnen sagen: Weil das Wasser des Jordan
weggeflossen ist vor der Lade des Bundes des HERRN, als sie durch
den Jordan ging, sollen diese Steine für Israel ein ewiges
Andenken sein.
Da taten die Kinder Israel, wie ihnen Josua geboten hatte,
und trugen zwölf Steine mitten aus dem Jordan, wie der HERR
zu Josua gesagt hatte, nach der Zahl der Stämme Israels, und
brachten sie mit sich hinüber in das Lager und legten sie
dort nieder.
Und Josua richtete zwölf Steine auf mitten im
Jordan, wo die Füße der Priester gestanden hatten, die
die Bundeslade trugen; diese sind noch dort bis auf den heutigen
Tag.
Die Priester aber, die die Lade trugen, standen
mitten im Jordan, bis alles ausgerichtet war, was der HERR dem
Josua geboten hatte, dem Volk zu sagen, genau wie Mose dem Josua
geboten hatte. Und das Volk ging eilends hinüber.
Als nun das Volk ganz hinübergegangen war, da ging
die Lade des HERRN auch hinüber und die Priester vor dem
Volk her.
Und die Rubeniter und Gaditer und der halbe Stamm Manasse
gingen gerüstet vor den Kindern Israel her, wie Mose zu
ihnen geredet hatte.
An vierzigtausend zum Krieg gerüstete Männer
gingen vor dem HERRN her zum Kampf ins Jordantal von Jericho.
An diesem Tage machte der HERR den Josua groß vor
ganz Israel. Und sie fürchteten ihn, wie sie Mose gefürchtet
hatten, sein Leben lang.
Und der HERR sprach zu Josua:
Gebiete den Priestern, die die Lade mit dem Gesetz tragen,
daß sie aus dem Jordan heraufsteigen.
Da gebot Josua den Priestern: Steigt herauf aus dem
Jordan!
Und als die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN
trugen, aus dem Jordan heraufstiegen und mit ihren Fußsohlen
aufs Trockene traten, kam das Wasser des Jordan wieder an seine
Stätte und floß wie vorher über alle seine Ufer.
Es war aber der zehnte Tag des ersten Monats, als das Volk
aus dem Jordan heraufstieg. Und sie lagerten sich in Gilgal,
östlich der Stadt Jericho.
Und die zwölf Steine, die sie aus dem Jordan genommen
hatten, richtete Josua auf in Gilgal
und sprach zu Israel: Wenn eure Kinder später einmal
ihre Väter fragen: Was bedeuten diese Steine?,
so sollt ihr ihnen kundtun und sagen: Israel ging auf
trockenem Boden durch den Jordan,
als der HERR, euer Gott, den Jordan vor euch austrocknete,
bis ihr hinübergegangen wart, wie der HERR, euer Gott, am
Schilfmeer getan hatte, das er vor uns austrocknete, bis wir
hindurchgegangen waren;
damit alle Völker auf Erden die Hand des HERRN
erkennen, wie mächtig sie ist, und den HERRN, euren Gott,
fürchten allezeit.
Kapitel 5
Als nun alle Könige der Amoriter, die jenseits
des Jordan nach Westen zu wohnten, und alle Könige der
Kanaaniter am Meer hörten, wie der HERR das Wasser des
Jordan ausgetrocknet hatte vor den Kindern Israel, bis sie
hinübergegangen waren, da verzagte ihr Herz, und es wagte
keiner mehr zu atmen vor Israel.
Beschneidung und Feier des Passe in Kanaan
Zu dieser Zeit sprach der HERR zu Josua: Mache dir
steinerne Messer und beschneide die Kinder Israel wie schon
früher.
Da machte sich Josua steinerne Messer und beschnitt die
Kinder Israel auf dem Hügel der Vorhäute.
Und das ist der Grund, warum Josua sie beschnitten hat:
das ganze Volk, das aus Ägypten gezogen war, die Männer,
alle Kriegsleute, waren unterwegs in der Wüste gestorben,
als sie aus Ägypten zogen.
Und das ganze Volk, das auszog, war beschnitten gewesen;
aber das ganze Volk, das unterwegs in der Wüste geboren war,
als sie aus Ägypten zogen, das war nicht beschnitten.
Denn die Kinder Israel wanderten vierzig Jahre in der
Wüste, bis es mit dem ganzen Volk, den Kriegsmännern,
die aus Ägypten gezogen waren, zu Ende gegangen war, weil
sie der Stimme des HERRN nicht gehorcht hatten; wie denn der HERR
ihnen geschworen hatte, sie sollten das Land nicht sehen, das der
HERR, wie er ihren Vätern geschworen hatte, uns geben
wollte, ein Land, darin Milch und Honig fließt.
Ihre Söhne, die er an ihrer Statt hatte aufwachsen
lassen, beschnitt Josua; denn sie waren noch unbeschnitten und
unterwegs nicht beschnitten worden.
Und als das ganze Volk beschnitten war, blieben sie an
ihrem Ort im Lager, bis sie genesen waren.
Und der HERR sprach zu Josua: Heute habe ich die Schande
Ägyptens von euch abgewälzt. Und diese Stätte
wurde Gilgal genannt bis auf diesen Tag.
Und als die Kinder Israel in Gilgal das Lager
aufgeschlagen hatten, hielten sie Passa am vierzehnten Tage des
Monats am Abend im Jordantal von Jericho
und aßen vom Getreide des Landes am Tag nach dem
Passa, nämlich ungesäuertes Brot und geröstete
Körner. An eben diesem Tage
hörte das Manna auf, weil sie jetzt vom Getreide des
Landes aßen, so daß Israel vom nächsten Tag an
kein Manna mehr hatte. Sie aßen schon von der Ernte des
Landes Kanaan in diesem Jahr.
Der Fürst über das Heer des Herrn erscheint dem
Josua
Und es begab sich, als Josua bei Jericho war, daß er
seine Augen aufhob und gewahr wurde, daß ein Mann ihm
gegenüberstand und ein bloßes Schwert in seiner Hand
hatte. Und Josua ging zu ihm und sprach zu ihm: Gehörst du
zu uns oder zu unsern Feinden?
Er sprach: Nein, sondern ich bin der Fürst über
das Heer des HERRN und bin jetzt gekommen. Da fiel Josua auf sein
Angesicht zur Erde nieder, betete an und sprach zu ihm: Was sagt
mein Herr seinem Knecht?
Und der Fürst über das Heer des HERRN sprach zu
Josua: Zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn die
Stätte, darauf du stehst, ist heilig. Und so tat Josua.
Jericho wird erobert und zerstört
Kapitel 6
Jericho aber war verschlossen und verwahrt vor den Kindern
Israel, so daß niemand heraus- oder hineinkommen konnte.
Aber der HERR sprach zu Josua: Sieh, ich habe Jericho samt
seinem König und seinen Kriegsleuten in deine Hand gegeben.
Laß alle Kriegsmänner rings um die Stadt
herumgehen einmal, und tu so sechs Tage lang.
Und laß sieben Priester sieben Posaunen tragen vor
der Lade her, und am siebenten Tage zieht siebenmal um die Stadt,
und laß die Priester die Posaunen blasen.
Und wenn man die Posaune bläst und es lange tönt,
so soll das ganze Kriegsvolk ein großes Kriegsgeschrei
erheben, wenn ihr den Schall der Posaune hört. Dann wird die
Stadtmauer einfallen, und das Kriegsvolk soll hinaufsteigen, ein
jeder stracks vor sich hin.
Da rief Josua, der Sohn Nuns, die Priester und
sprach zu ihnen: Bringt die Bundeslade, und sieben Priester
sollen sieben Posaunen tragen vor der Lade des HERRN.
Zum Volk aber sprach er: Geht hin und zieht um die Stadt;
und die Kriegsleute sollen vor der Lade des HERRN her gehen.
Als Josua das dem Volk gesagt hatte, trugen die sieben
Priester sieben Posaunen vor der Lade des HERRN her und gingen
und bliesen die Posaunen, und die Lade des Bundes des HERRN
folgte ihnen nach.
Und die Kriegsleute gingen vor den Priestern her, die die
Posaunen bliesen, und das übrige Volk folgte der Lade nach,
und man blies immerfort die Posaunen.
Josua aber gebot dem Kriegsvolk und sprach: Ihr sollt kein
Kriegsgeschrei erheben noch eure Stimmen hören lassen, noch
soll ein Wort aus eurem Munde gehen bis auf den Tag, an dem ich
zu euch sage: «Macht
ein Kriegsgeschrei!» Dann sollt ihr das Kriegsgeschrei
erheben.
So ließ er die Lade des HERRN rings um die Stadt
ziehen einmal, und sie kamen zurück in das Lager und
blieben darin über Nacht.
Und Josua machte sich früh am Morgen auf, und die
Priester trugen die Lade des HERRN.
So trugen die sieben Priester die sieben Posaunen vor der
Lade des HERRN her und bliesen immerfort die Posaunen; und die
Kriegsleute gingen vor ihnen her, und das übrige Volk folgte
der Lade des HERRN, und man blies immerfort die Posaunen.
Am zweiten Tage gingen sie auch einmal um die Stadt
und kamen zurück ins Lager. So taten sie sechs Tage.
Am siebenten Tage aber, als die Morgenröte aufging,
machten sie sich früh auf und zogen in derselben Weise
siebenmal um die Stadt; nur an diesem Tag zogen sie siebenmal um
die Stadt.
Und beim siebenten Mal, als die Priester die Posaunen
bliesen, sprach Josua zum Volk: Macht ein Kriegsgeschrei! Denn
der HERR hat euch die Stadt gegeben.
Aber diese Stadt und alles, was darin ist, soll dem Bann
des HERRN verfallen sein. Nur die Hure Rahab soll am Leben
bleiben und alle, die mit ihr im Hause sind; denn sie hat die
Boten verborgen, die wir aussandten.
Allein hütet euch vor dem Gebannten und laßt
euch nicht gelüsten, etwas von dem Gebannten zu nehmen und
das Lager Israels in Bann und Unglück zu bringen.
Aber alles Silber und Gold samt dem kupfernen und eisernen
Gerät soll dem HERRN geheiligt sein, daß es zum Schatz
des HERRN komme.
Da erhob das Volk ein Kriegsgeschrei, und man blies die
Posaunen. Und als das Volk den Hall der Posaunen hörte,
erhob es ein großes Kriegsgeschrei. Da fiel die Mauer um,
und das Volk stieg zur Stadt hinauf, ein jeder stracks vor sich
hin. So eroberten sie die Stadt
und vollstreckten den Bann an allem, was in der Stadt war,
mit der Schärfe des Schwerts, an Mann und Weib, jung und
alt, Rindern, Schafen und Eseln.
Aber Josua sprach zu den beiden Männern, die
das Land erkundet hatten: Geht in das Haus der Hure und führt
die Frau von da heraus mit allem, was sie hat, wie ihr es ihr
geschworen habt.
Da gingen die Männer, die Kundschafter, hinein und
führten Rahab heraus samt ihrem Vater und ihrer Mutter und
ihren Brüdern und alles, was sie hatte, und ihr ganzes
Geschlecht und brachten sie außerhalb des Lagers Israels
unter.
Aber die Stadt verbrannten sie mit Feuer und alles, was
darin war. Nur das Silber und Gold und die kupfernen und eisernen
Geräte taten sie zum Schatz in das Haus des HERRN.
Rahab aber, die Hure, samt dem Hause ihres Vaters und
alles, was sie hatte, ließ Josua leben. Und sie blieb in
Israel wohnen bis auf diesen Tag, weil sie die Boten verborgen
hatte, die Josua gesandt hatte, um Jericho auszukundschaften.
Zu dieser Zeit ließ Josua schwören:
Verflucht vor dem HERRN sei der Mann, der sich aufmacht und diese
Stadt Jericho wieder aufbaut! Wenn er ihren Grund legt, das koste
ihn seinen erstgeborenen Sohn, und wenn er ihre Tore setzt, das
koste ihn seinen jüngsten Sohn!
So war der HERR mit Josua, daß man ihn rühmte
im ganzen Lande.
Achans Diebstahl
Kapitel 7
Aber die Kinder Israel vergriffen sich an dem Gebannten;
denn Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes
Serachs, vom Stamm Juda, nahm etwas vom Gebannten. Da entbrannte
der Zorn des HERRN über die Kinder Israel.
Und Josua sandte Männer aus von Jericho nach
Ai, das bei Beth-Awen liegt östlich von Bethel, und sprach
zu ihnen: Geht hinauf und erkundet das Land. Und als sie
hinaufgegangen waren und Ai erkundet hatten,
kamen sie zu Josua zurück und sprachen zu ihm: Laß
nicht das ganze Kriegsvolk hinaufziehen, sondern etwa zwei- oder
dreitausend Mann sollen hinaufziehen und Ai schlagen, damit nicht
das ganze Volk sich dorthin bemühe; denn ihrer sind wenige.
So zogen hinauf vom Volk etwa dreitausend Mann; aber sie
flohen vor den Männern von Ai.
Und die Männer von Ai erschlugen von ihnen etwa
sechsunddreißig Mann; sie hatten sie nämlich von dem
Tor bis zu den Steinbrüchen gejagt und am Abhang erschlagen.
Da verzagte das Herz des Volks und ward zu Wasser.
Josua aber zerriß seine Kleider und fiel auf sein
Angesicht zur Erde vor der Lade des HERRN bis zum Abend samt den
Ältesten Israels, und sie warfen Staub auf ihr Haupt.
Und Josua sprach: Ach, Herr HERR, warum hast du dies Volk
über den Jordan geführt und gibst uns in die Hände
der Amoriter, um uns umzubringen? O daß wir doch jenseits
des Jordan geblieben wären!
Ach, Herr, was soll ich sagen, nachdem Israel seinen
Feinden den Rücken gekehrt hat?
Wenn das die Kanaaniter und alle Bewohner des Landes
hören, so werden sie uns umringen und unsern Namen ausrotten
von der Erde. Was willst du dann für deinen großen
Namen tun?
Da sprach der HERR zu Josua: Steh auf! Warum liegst
du da auf deinem Angesicht?
Israel hat sich versündigt, sie haben meinen Bund
übertreten, den ich ihnen geboten habe, und haben von dem
Gebannten genommen und gestohlen und haben's verheimlicht und zu
ihren Geräten gelegt.
Darum kann Israel nicht bestehen vor seinen Feinden,
sondern sie müssen ihren Feinden den Rücken kehren;
denn sie sind dem Bann verfallen. Ich werde hinfort nicht mit
euch sein, wenn ihr nicht das Gebannte aus eurer Mitte tilgt.
Steh auf, heilige das Volk und sprich: Heiligt euch auf
morgen! Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Es ist
Gebanntes in deiner Mitte, Israel; darum kannst du nicht bestehen
vor deinen Feinden, bis ihr das Gebannte von euch tut.
Und morgen früh sollt ihr herzutreten, ein Stamm nach
dem andern; und welchen Stamm der HERR treffen wird, der soll
herzutreten, ein Geschlecht nach dem andern; und welches
Geschlecht der HERR treffen wird, das soll herzutreten, ein Haus
nach dem andern; und welches Haus der HERR treffen wird, das soll
herzutreten, Mann für Mann.
Und wer so mit dem Gebannten angetroffen wird, den soll
man mit Feuer verbrennen mit allem, was er hat, weil er den Bund
des HERRN übertreten und einen Frevel in Israel begangen
hat.
Da machte sich Josua früh am Morgen auf und
ließ Israel herzutreten, einen Stamm nach dem andern; und
es wurde getroffen der Stamm Juda.
Und als er die Geschlechter Judas herzutreten ließ,
wurde getroffen das Geschlecht der Serachiter. Und als er das
Geschlecht der Serachiter herzutreten ließ, wurde Sabdi
getroffen.
Und als er sein Haus herzutreten ließ, Mann für
Mann, wurde getroffen Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis,
des Sohnes Serachs, aus dem Stamm Juda.
Und Josua sprach zu Achan: Mein Sohn, gib dem HERRN, dem
Gott Israels, die Ehre und bekenne es ihm und sage mir, was du
getan hast, und verhehle mir nichts.
Da antwortete Achan Josua und sprach: Wahrlich, ich habe
mich versündigt an dem HERRN, dem Gott Israels. So habe ich
getan:
Ich sah unter der Beute einen kostbaren babylonischen
Mantel und zweihundert Lot Silber und eine Stange von Gold,
fünfzig Lot schwer; danach gelüstete mich, und ich nahm
es. Und siehe, es ist verscharrt in der Erde in meinem Zelt und
das Silber darunter.
Da sandte Josua Boten hin, die liefen zum Zelt; und siehe,
es war verscharrt in seinem Zelt und das Silber darunter.
Und sie nahmen's aus dem Zelt und brachten's zu Josua und
zu allen Kindern Israel und legten's nieder vor dem HERRN.
Da nahmen Josua und ganz Israel mit ihm Achan, den Sohn
Serachs, samt dem Silber, dem Mantel und der Stange von Gold,
seine Söhne und Töchter, seine Rinder und Esel und
Schafe, sein Zelt und alles, was er hatte, und führten sie
hinauf ins Tal
Achor.
Und Josua sprach: Weil du uns betrübt hast, so
betrübe dich der HERR an diesem Tage. Und ganz Israel
steinigte ihn und verbrannte sie mit Feuer. Und als sie sie
gesteinigt hatten,
machten sie über ihm einen großen Steinhaufen;
der ist geblieben bis auf diesen Tag. So kehrte sich der HERR ab
von dem Grimm seines Zorns. Daher nennt man diesen Ort «Tal
Achor» bis auf diesen Tag.
Eroberung der Stadt Ai
Kapitel 8
Und der HERR sprach zu Josua: Fürchte dich nicht und
verzage nicht! Nimm mit dir das ganze Kriegsvolk und mache dich
auf und zieh hinauf nach Ai! Sieh, ich habe den König von Ai
samt seinem Volk in seiner Stadt und seinem Land in deine Hände
gegeben.
Und du sollst mit Ai und seinem König tun, wie du mit
Jericho und seinem König getan hast, nur daß ihr die
Beute und das Vieh unter euch teilen sollt. Lege einen Hinterhalt
hinter die Stadt!
Da machte sich Josua auf und das ganze Kriegsvolk, um nach
Ai hinaufzuziehen. Und Josua erwählte dreißigtausend
streitbare Männer und sandte sie aus bei Nacht
und gebot ihnen: Seht zu, ihr sollt der Hinterhalt sein
hinter der Stadt. Entfernt euch aber nicht allzu weit von der
Stadt und seid allesamt bereit!
Ich aber und das ganze Kriegsvolk, das bei mir ist, wollen
nahe an die Stadt heranrücken. Und wenn sie ausziehen uns
entgegen wie das erste Mal, so wollen wir vor ihnen fliehen,
damit sie uns nachjagen, bis wir sie von der Stadt
weglocken. Denn sie werden denken, wir fliehen vor ihnen wie das
erste Mal. Und wenn wir vor ihnen fliehen,
sollt ihr hervorbrechen aus dem Hinterhalt und die Stadt
einnehmen; denn der HERR, euer Gott, wird sie in eure Hände
geben.
Wenn ihr aber die Stadt eingenommen habt, so steckt sie
mit Feuer an und tut nach dem Wort des HERRN. Siehe, ich hab's
euch geboten.
So sandte sie Josua hin. Und sie zogen in den
Hinterhalt und lagerten sich zwischen Bethel und Ai, westlich von
Ai. Josua aber blieb die Nacht unter dem Volk
und machte sich früh am Morgen auf und ordnete das
Volk und zog hinauf mit den Ältesten Israels vor dem Volk
her nach Ai.
Und das ganze Kriegsvolk, das bei ihm war, zog hinauf, und
sie kamen nahe vor die Stadt und lagerten sich nördlich von
Ai, so daß nur ein Tal war zwischen ihnen und Ai.
Er hatte aber etwa fünftausend Mann genommen und in
den Hinterhalt gelegt zwischen Bethel und Ai westlich von der
Stadt.
Und sie stellten das Volk des ganzen Lagers, das nördlich
vor der Stadt war, so auf, daß sein Ende reichte bis
westlich von der Stadt. Und Josua zog hin in dieser Nacht mitten
in das Tal.
Als aber der König von Ai das sah, machten die
Männer der Stadt sich eilends früh auf und zogen aus an
einen bestimmten Ort nach dem Jordantal zu, um Israel zum Kampf
zu begegnen, er mit seinem ganzen Kriegsvolk. Denn er wußte
nicht, daß ihm ein Hinterhalt gelegt war auf der andern
Seite der Stadt.
Josua aber und ganz Israel stellten sich, als würden
sie vor ihnen geschlagen, und flohen auf dem Wege zur Wüste.
Da wurde das ganze Volk in der Stadt zusammengerufen, um
ihnen nachzujagen. Und sie jagten Josua nach und wurden von der
Stadt weggelockt,
so daß nicht ein Mann in Ai und Bethel
zurückblieb, der nicht ausgezogen wäre, um Israel
nachzujagen, und ließen die Stadt offen stehen und jagten
Israel nach.
Da sprach der HERR zu Josua: Strecke die Lanze in
deiner Hand aus auf Ai zu; denn ich will es in deine Hand geben.
Und als Josua die Lanze in seiner Hand gegen die Stadt
ausstreckte,
da brach der Hinterhalt eilends auf aus seinem Versteck,
und sie liefen, nachdem er seine Hand ausgestreckt hatte, und
kamen in die Stadt und nahmen sie ein und eilten und steckten sie
mit Feuer an.
Und die Männer von Ai wandten sich um und sahen
hinter sich und sahen den Rauch der Stadt aufsteigen gen Himmel
und vermochten nicht zu fliehen, weder hierhin noch dorthin. Denn
das Volk, das zur Wüste floh, kehrte um gegen die, die ihnen
nachjagten.
Und als Josua und ganz Israel sahen, daß der
Hinterhalt die Stadt eingenommen hatte, weil von der Stadt Rauch
aufstieg, kehrten sie um und schlugen die Männer von Ai.
Und die in der Stadt kamen auch heraus ihnen entgegen, und
die Männer von Ai gerieten mitten unter Israel, von hierher
und von dorther. Und sie erschlugen sie, bis niemand mehr von
ihnen übrigblieb noch entrinnen konnte,
und ergriffen den König von Ai lebendig und brachten
ihn zu Josua.
Und als Israel alle Einwohner von Ai getötet hatte
auf dem Felde und in der Wüste, wohin sie ihnen nachgejagt
waren, und alle durch die Schärfe des Schwerts gefallen und
umgekommen waren, da kehrte sich ganz Israel gegen Ai und schlug
es mit der Schärfe des Schwerts.
Und alle, die an diesem Tage fielen, Männer und
Frauen, waren zwölftausend, alle Leute von Ai.
Josua aber zog nicht eher seine Hand zurück, mit der
er die Lanze ausgestreckt hatte, bis der Bann vollstreckt war an
allen Einwohnern von Ai.
Nur das Vieh und die Beute der Stadt teilte Israel unter
sich nach dem Wort des HERRN, das er Josua geboten hatte.
Und Josua brannte Ai nieder und machte es zu einem
Schutthaufen für immer, der noch heute daliegt,
und ließ den König von Ai an einen Baum hängen
bis zum Abend. Als aber die Sonne untergegangen war, gebot er,
daß man seinen Leichnam vom Baum nehmen sollte, und sie
warfen ihn unter das Stadttor und machten einen großen
Steinhaufen über ihm, der bis auf diesen Tag da ist.
Altarbau und Verkündigung des Gesetzes
Damals baute Josua dem HERRN, dem Gott Israels, einen
Altar auf dem Berge Ebal,
wie Mose, der Knecht des HERRN, den Kindern Israel geboten
hatte, wie geschrieben steht im Gesetzbuch des Mose: einen Altar
von unversehrten Steinen, die mit keinem Eisen behauen waren. Und
sie opferten dem HERRN darauf Brandopfer und brachten Dankopfer
dar,
und er schrieb dort auf die Steine eine Abschrift des
Gesetzes, das Mose vor den Augen der Kinder Israel geschrieben
hatte.
Und ganz Israel stand mit seinen Ältesten und
Amtleuten und Richtern zu beiden Seiten der Lade gegenüber
den Priestern aus dem Stamm Levi, die die Lade des Bundes des
HERRN trugen, die Fremdlinge sowohl als auch die Einheimischen,
die eine Hälfte zum Berge Garizim hin und die andere Hälfte
zum Berge Ebal hin, wie Mose, der Knecht des HERRN, vormals
geboten hatte, das Volk Israel zu segnen.
Danach ließ er ausrufen alle Worte des Gesetzes, den
Segen und den Fluch, ganz wie es geschrieben steht im Gesetzbuch.
Es war kein Wort, das Mose geboten hatte, das Josua nicht
hätte ausrufen lassen vor der ganzen Gemeinde Israel und vor
den Frauen und Kindern und Fremdlingen, die mit ihnen zogen.
Die List der Gibeoniter
Kapitel 9
Als das nun alle Könige hörten, die jenseits des
Jordan waren auf dem Gebirge und im Hügelland und am ganzen
Ufer des großen Meeres nach dem Libanon hin, nämlich
die Hethiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hewiter und
Jebusiter,
fanden sie sich zusammen, um einmütig gegen Josua und
gegen Israel zu kämpfen.
Aber die Bürger von Gibeon hörten, was
Josua mit Jericho und Ai getan hatte.
Da erdachten auch sie eine List, gingen hin und versahen
sich mit Speise und nahmen alte Säcke auf ihre Esel und
alte, zerrissene, geflickte Weinschläuche
und alte, geflickte Schuhe an ihre Füße und
zogen alte Kleider an, und alles Brot, das sie mit sich nahmen,
war hart und zerbröckelt.
Und sie gingen zu Josua ins Lager nach Gilgal und sprachen
zu ihm und zu den Männern Israels: Wir kommen aus fernen
Landen; so schließt nun einen Bund mit uns.
Da sprachen die Männer Israels zu den Hewitern:
Vielleicht wohnt ihr mitten unter uns; wie könnten wir dann
einen Bund mit euch schließen?
Sie aber sprachen zu Josua: Wir sind deine Knechte. Josua
sprach zu ihnen: Wer seid ihr, und woher kommt ihr?
Sie sprachen: Deine Knechte sind aus sehr fernen Landen
gekommen um des Namens des HERRN, deines Gottes, willen; denn wir
haben von ihm gehört alles, was er in Ägypten getan
hat,
und alles, was er den beiden Königen der Amoriter
jenseits des Jordan getan hat, Sihon, dem König von Hesbon,
und Og, dem König von Basan, der zu Aschtaroth wohnte.
Darum sprachen unsere Ältesten und alle Bewohner
unseres Landes zu uns: Nehmt Speise mit euch auf die Reise und
geht ihnen entgegen und sprecht zu ihnen: Wir sind eure Knechte.
So schließt nun einen Bund mit uns!
Dies unser Brot, das wir aus unsern Häusern zu
unserer Speise mitnahmen, war noch warm, als wir zu euch
auszogen, nun aber, siehe, es ist hart und zerbröckelt;
und diese Weinschläuche waren neu, als wir sie
füllten, und siehe, sie sind zerrissen; und diese unsere
Kleider und Schuhe sind alt geworden über der sehr langen
Reise.
Da nahmen die Obersten von ihrer Speise, aber befragten
den Mund des HERRN nicht.
Und Josua machte Frieden mit ihnen und schloß einen
Bund mit ihnen, daß sie am Leben bleiben sollten. Und die
Obersten der Gemeinde schworen es ihnen.
Aber drei Tage, nachdem sie mit ihnen einen Bund
geschlossen hatten, kam es vor sie, daß jene aus ihrer Nähe
wären und mitten unter ihnen wohnten.
Denn als die Kinder Israel weiter zogen, kamen sie am
dritten Tage zu ihren Städten; die hießen Gibeon,
Kephira, Beeroth und Kirjath-Jearim.
Aber die Kinder Israel erschlugen sie nicht, weil ihnen
die Obersten der Gemeinde geschworen hatten bei dem HERRN, dem
Gott Israels. Als aber die ganze Gemeinde gegen die Obersten
murrte,
sprachen alle Obersten zu der ganzen Gemeinde: Wir haben
ihnen geschworen bei dem HERRN, dem Gott Israels; darum können
wir sie nicht antasten.
Aber das wollen wir tun: Laßt sie leben, daß
nicht ein Zorn über uns komme um des Eides willen, den wir
ihnen geschworen haben.
Und die Obersten sprachen weiter zu ihnen: Laßt sie
leben, damit sie Holzhauer und Wasserschöpfer seien für
die ganze Gemeinde, wie ihnen die Obersten gesagt haben.
Da rief sie Josua und redete mit ihnen und sprach: Warum
habt ihr uns betrogen und gesagt: «Wir sind sehr fern von
euch», wo ihr
doch mitten unter uns wohnt?
Darum sollt ihr verflucht sein und sollt nicht aufhören,
Knechte zu sein, die Holz hauen und Wasser schöpfen für
das Haus meines Gottes.
Sie antworteten Josua: Es wurde deinen Knechten angesagt,
daß der HERR, dein Gott, seinem Knecht Mose geboten habe,
daß er euch das ganze Land geben und vor euch her alle
Bewohner des Landes vertilgen wolle. Da fürchteten wir sehr
für unser Leben und haben das so gemacht.
Nun aber, siehe, wir sind in deinen Händen; was dich
gut und recht dünkt, mit uns zu tun, das tu.
Und so tat er mit ihnen und errettete sie aus der Hand der
Kinder Israel, daß sie sie nicht töteten.
So machte sie Josua an diesem Tage zu Holzhauern und
Wasserschöpfern für die Gemeinde und den Altar des
HERRN bis auf diesen Tag, an der Stätte, die er erwählen
würde.
Josuas Sieg bei Gibeon und Eroberung des südlichen
Kanaan
Kapitel 10
Als aber Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, hörte,
daß Josua Ai erobert und an ihm den Bann vollstreckt und
mit Ai samt seinem König getan hatte, wie er mit Jericho und
seinem König getan hatte, und daß die von Gibeon
Frieden mit Israel gemacht hätten und mitten unter ihnen
wohnten,
fürchteten sie sich sehr; denn Gibeon war eine große
Stadt wie eine der Königsstädte und größer
als Ai, und alle seine Bürger streitbare Männer.
Und Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, sandte zu
Hoham, dem König von Hebron, und zu Piram, dem König
von Jarmuth, und zu Japhia, dem König von Lachisch, und zu
Debir, dem König von Eglon, und ließ ihnen sagen:
Kommt herauf zu mir und helft mir, daß wir Gibeon
schlagen; denn es hat mit Josua und den Kindern Israel Frieden
gemacht.
Da sammelten sich und zogen hinauf die fünf Könige
der Amoriter, der König von Jerusalem, der König von
Hebron, der König von Jarmuth, der König von Lachisch,
der König von Eglon mit ihrem ganzen Kriegsvolk und
belagerten Gibeon und kämpften gegen die Stadt.
Aber die von Gibeon sandten zu Josua ins Lager nach
Gilgal und ließen ihm sagen: Zieh deine Hand nicht ab von
deinen Knechten; komm eilends zu uns herauf, rette und hilf uns!
Denn es haben sich gegen uns versammelt alle Könige der
Amoriter, die auf dem Gebirge wohnen.
Da zog Josua hinauf von Gilgal und das ganze Kriegsvolk
mit ihm und alle streitbaren Männer.
Und der HERR sprach zu Josua: Fürchte dich nicht vor
ihnen; denn ich habe sie in deine Hände gegeben. Niemand
unter ihnen wird vor dir bestehen können.
So kam Josua plötzlich über sie; denn die ganze
Nacht war er heraufgezogen von Gilgal.
Und der HERR erschreckte sie vor Israel, daß sie
eine große Schlacht schlugen bei Gibeon, und sie jagten
ihnen nach, den Weg hinab nach Beth-Horon, und schlugen sie bis
nach Aseka und Makkeda hin.
Und als sie vor Israel flohen den Weg hinab nach
Beth-Horon, ließ der HERR große Steine vom Himmel auf
sie fallen bis Aseka, daß sie starben. Und von ihnen
starben viel mehr durch die Hagelsteine, als die Kinder Israel
mit dem Schwert töteten.
Damals redete Josua mit dem HERRN an dem Tage, da
der HERR die Amoriter vor den Kindern Israel dahingab, und er
sprach in Gegenwart Israels: Sonne, steh still zu Gibeon, und
Mond, im Tal Ajalon!
Da stand die Sonne still und der Mond blieb stehen, bis
sich das Volk an seinen Feinden gerächt hatte. Ist dies
nicht geschrieben im Buch des Redlichen? So blieb die Sonne
stehen mitten am Himmel und beeilte sich nicht unterzugehen fast
einen ganzen Tag.
Und es war kein Tag diesem gleich, weder vorher noch
danach, daß der HERR so auf die Stimme eines Menschen
hörte; denn der HERR stritt für Israel.
Josua aber kehrte ins Lager nach Gilgal zurück und
ganz Israel mit ihm.
Aber die fünf Könige waren geflohen und
hatten sich versteckt in der Höhle bei Makkeda.
Da wurde Josua angesagt: Wir haben die fünf Könige
gefunden, verborgen in der Höhle bei Makkeda.
Josua sprach: So wälzt große Steine vor den
Eingang der Höhle und stellt Männer davor, die sie
bewachen;
ihr aber, bleibt nicht stehen, sondern jagt euren Feinden
nach und faßt sie von hinten; laßt sie nicht in ihre
Städte entrinnen; denn der HERR, euer Gott, hat sie in eure
Hände gegeben.
Und als Josua und Israel sie ganz geschlagen hatten in
dieser sehr großen Schlacht – was übrigblieb von
ihnen, entkam in die festen Städte -,
da kam das ganze Volk ins Lager zurück zu Josua nach
Makkeda mit Frieden, und es wagte niemand, gegen Israel seine
Zunge zu regen.
Josua aber sprach: Macht den Eingang der Höhle auf
und bringt die fünf Könige heraus zu mir!
Sie taten so und brachten die fünf Könige zu ihm
aus der Höhle: den König von Jerusalem, den König
von Hebron, den König von Jarmuth, den König von
Lachisch, den König von Eglon.
Als aber die fünf Könige zu ihm herausgebracht
waren, rief Josua alle Männer Israels zu sich und sprach zu
den Obersten des Kriegsvolks, die mit ihm zogen: Kommt her und
setzt eure Füße auf den Nacken dieser Könige. Und
sie kamen und setzten ihre Füße auf ihren Nacken.
Und Josua sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht und
erschreckt nicht, seid getrost und unverzagt; denn ebenso wird
der HERR allen euren Feinden tun, gegen die ihr kämpft.
Und Josua schlug sie danach tot und hängte sie an
fünf Bäume, und sie hingen an den Bäumen bis zum
Abend.
Als aber die Sonne untergegangen war, gebot er, daß
man sie von den Bäumen nehmen und in die Höhle werfen
sollte, in die sie sich verkrochen hatten. Und sie legten große
Steine vor den Eingang der Höhle. Die sind noch da bis auf
diesen Tag.
An diesem Tag eroberte Josua auch Makkeda und
schlug es mit der Schärfe des Schwerts samt seinem König
und vollstreckte den Bann an der Stadt und an allen, die darin
waren, und ließ niemand übrig und tat mit dem König
von Makkeda, wie er mit dem König von Jericho getan hatte.
Da zogen Josua und ganz Israel mit ihm von Makkeda
nach Libna und kämpften gegen Libna.
Und der HERR gab auch dieses mit seinem König in die
Hand Israels; und er schlug die Stadt mit der Schärfe des
Schwerts und alle, die darin waren, und ließ niemand darin
übrig und tat mit ihrem König, wie er mit dem König
von Jericho getan hatte.
Danach zogen Josua und ganz Israel mit ihm von
Libna nach Lachisch, und er belagerte die Stadt und kämpfte
gegen sie.
Und der HERR gab auch Lachisch in die Hände Israels,
daß sie es am nächsten Tag eroberten und es schlugen
mit der Schärfe des Schwerts und alle, die darin waren, ganz
wie sie mit Libna getan hatten.
Zu dieser Zeit zog Horam, der König von Geser,
hinauf, um Lachisch zu helfen; aber Josua schlug ihn und sein
Kriegsvolk, bis niemand übrigblieb.
Und Josua zog von Lachisch mit ganz Israel nach Eglon und
belagerte die Stadt und kämpfte gegen sie;
und sie eroberten sie an diesem Tag und schlugen sie mit
der Schärfe des Schwerts, und Josua vollstreckte den Bann an
allen, die darin waren, an diesem Tage, ganz wie er mit Lachisch
getan hatte.
Danach zog Josua hinauf mit ganz Israel von Eglon
nach Hebron, und sie kämpften gegen die Stadt
und eroberten sie und schlugen sie mit der Schärfe
des Schwerts, samt ihrem König und allen ihren Städten
und allen, die darin waren; und er ließ niemand übrig,
ganz wie er mit Eglon getan hatte, und vollstreckte an ihm den
Bann und an allen, die darin waren.
Da kehrte Josua um mit ganz Israel nach Debir und kämpfte
gegen die Stadt
und eroberte sie samt ihrem König und allen ihren
Städten, und sie schlugen sie mit der Schärfe des
Schwerts und vollstreckten den Bann an allen, die darin waren,
und er ließ niemand übrig. Wie er mit Hebron getan
hatte und wie er mit Libna und seinem König getan hatte, so
tat er auch mit Debir und seinem König.
So schlug Josua das ganze Land auf dem Gebirge und
im Süden und im Hügelland und an den Abhängen mit
allen seinen Königen und ließ niemand übrig und
vollstreckte den Bann an allem, was Odem hatte, wie der HERR, der
Gott Israels, geboten hatte.
Und er schlug sie von Kadesch-Barnea an bis Gaza und das
ganze Land Goschen bis Gibeon
und unterwarf alle diese Könige mit ihrem Lande auf
einmal; denn der HERR, der Gott Israels, stritt für Israel.
Und Josua kehrte ins Lager nach Gilgal zurück
mit ganz Israel.
Sieg am Wasser von Merom und Eroberung des nördlichen
Kanaan
Kapitel 11
Als aber Jabin, der König
von Hazor, das hörte, sandte er zu Jobab, dem König von
Madon, und zum König von Schimron und zum König von
Achschaph
und zu den Königen, die im Norden auf dem Gebirge und
im Jordantal südlich von Kinnereth und im Hügelland und
auf den Hügeln von Dor am Meer wohnten,
zu den Kanaanitern im Osten und Westen, den Amoritern,
Hethitern, Perisitern und Jebusitern auf dem Gebirge, dazu den
Hewitern am Fuße des Berges Hermon, im Lande Mizpa.
Diese zogen aus mit ihrem ganzen Heer, ein großes
Volk, so viel wie der Sand am Meer, und sehr viele Rosse und
Wagen.
Alle diese Könige versammelten sich und kamen und
lagerten sich gemeinsam am Wasser von Merom, um mit Israel zu
kämpfen.
Und der HERR sprach zu Josua: Fürchte dich
nicht vor ihnen! Denn morgen um diese Zeit will ich sie alle vor
Israel dahingeben und sie erschlagen; ihre Rosse sollst du lähmen
und ihre Wagen mit Feuer verbrennen.
Da kamen Josua und das ganze Kriegsvolk mit ihm plötzlich
über sie am Wasser von Merom und überfielen sie.
Und der HERR gab sie in die Hände Israels, und sie
schlugen sie und jagten ihnen nach bis Sidon, der großen
Stadt, und bis Misrephoth-Majim und bis an die Ebene von Mizpe im
Osten und erschlugen sie, bis niemand mehr unter ihnen
übrigblieb.
Da tat Josua mit ihnen, wie der HERR ihm gesagt hatte, und
lähmte ihre Rosse und verbrannte ihre Wagen
und kehrte um zu dieser Zeit und eroberte Hazor und
erschlug seinen König mit dem Schwert; denn Hazor war vorher
die Hauptstadt aller dieser Königreiche.
Und sie erschlugen alle, die darin waren, mit der Schärfe
des Schwerts und vollstreckten den Bann an ihnen, und nichts
blieb übrig, was Odem hatte, und er verbrannte Hazor mit
Feuer.
Dazu eroberte Josua alle Städte dieser Könige
mit ihren Königen und erschlug sie mit der Schärfe des
Schwerts und vollstreckte den Bann an ihnen, wie Mose, der Knecht
des HERRN, geboten hatte.
Doch die Städte, die auf ihren Hügeln standen,
verbrannte Israel nicht; sondern Hazor allein verbrannte Josua.
Und die ganze Beute dieser Städte und das Vieh
teilten die Kinder Israel unter sich; aber alle Menschen
erschlugen sie mit der Schärfe des Schwerts, bis sie
vertilgt waren, und ließen nichts übrig, was Odem
hatte.
Wie der HERR dem Mose, seinem Knecht, und Mose dem Josua
geboten hatte, so tat Josua, daß nichts fehlte an allem,
was der HERR dem Mose geboten hatte.
Das ganze Land in der Hand Israels
So nahm Josua dies ganze Land ein, das Gebirge und alles,
was im Süden liegt, und das ganze Land Goschen und das
Hügelland und das Jordantal und das Gebirge Israel mit
seinem Hügelland,
von dem kahlen Gebirge an, das aufsteigt nach Seïr
hin bis nach Baal-Gad in der Ebene beim Gebirge Libanon, am Fuße
des Berges Hermon. Alle ihre Könige nahm er gefangen und
schlug sie nieder und tötete sie.
Er kämpfte aber eine lange Zeit mit diesen Königen.
Es war keine Stadt, die Frieden machte mit den Kindern
Israel, ausgenommen die Hewiter, die in Gibeon wohnten; sondern
sie eroberten sie alle im Kampf.
So geschah es von dem HERRN, daß ihr Herz verstockt
wurde, im Kampf Israel zu begegnen, damit sie mit dem Bann
geschlagen würden und ihnen keine Gnade widerführe,
sondern sie vertilgt würden, wie der HERR dem Mose geboten
hatte.
Zu der Zeit kam Josua und rottete aus die Enakiter
von dem Gebirge, von Hebron, von Debir, von Anab und vom ganzen
Gebirge Juda und vom ganzen Gebirge Israel, und er vollstreckte
an ihnen den Bann mit ihren Städten
und ließ keine Enakiter übrig im Lande der
Kinder Israel außer in Gaza, in Gath, in Asdod; dort
blieben einige von ihnen übrig.
So nahm Josua das ganze Land ein, ganz so, wie der
HERR zu Mose geredet hatte, und gab es Israel zum Besitz, einem
jeden Stamm sein Teil. Und das Land war zur Ruhe gekommen vom
Kriege.
Kapitel 12
Dies sind die Könige des Landes, die die
Kinder Israel schlugen und deren Land sie einnahmen jenseits des
Jordan gegen Sonnenaufgang von dem Arnonfluß an bis an den
Berg Hermon und das ganze Jordantal im Osten:
Sihon, der König der Amoriter, der in Hesbon
wohnte und herrschte von Aroër
an, das am Ufer des Arnonflusses liegt, und von der Mitte des
Tals an und über das halbe Gilead bis an den Jabbokfluß,
die Grenze der Ammoniter,
und über das Jordantal bis an die Ostseite des Sees
Kinnereth und bis an die Ostseite des Meeres im Jordantal –
das ist das Salzmeer – auf Beth-Jeschimoth zu und im Süden
bis unten an die Abhänge des Gebirges Pisga.
Dazu das Gebiet des Königs Og von Basan, der noch von
den Riesen übriggeblieben war und in Aschtaroth und Edreï
wohnte
und herrschte über den Berg Hermon, über Salcha
und über ganz Basan bis an das Gebiet der Geschuriter und
Maachathiter und über das halbe Gilead bis zum Gebiet
Sihons, des Königs von Hesbon.
Mose, der Knecht des HERRN, und die Kinder Israel hatten
sie geschlagen. Und Mose, der Knecht des HERRN, hatte ihr Land
den Rubenitern, Gaditern und dem halben Stamm Manasse zum Besitz
gegeben.
Dies sind die Könige des Landes, die Josua und
die Kinder Israel schlugen, diesseits des Jordan im Westen, von
Baal-Gad im Tal beim Gebirge Libanon bis an das kahle Gebirge,
das ansteigt nach Seïr. Und Josua gab das Land den Stämmen
Israels zum Besitz, einem jeden sein Teil,
was auf den Gebirgen, im Hügelland, im Jordantal, an
den Abhängen, in der Wüste und im Süden war, die
Hethiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter:
der König von Jericho, der König von Ai, das zur
Seite von Bethel liegt,
der König von Jerusalem, der König von Hebron,
der König von Jarmuth, der König von Lachisch,
der König von Eglon, der König von Geser,
der König von Debir, der König von Geder,
der König von Horma, der König von Arad,
der König von Libna, der König von Adullam,
der König von Makkeda, der König von Bethel,
der König von Tappuach, der König von Hepher,
der König von Aphek, der König von Saron,
der König von Madon, der König von Hazor,
der König von Schimron-Meron, der König von
Achschaph,
der König von Taanach, der König von Megiddo,
der König von Kedesch, der König von Jokneam am
Karmel,
der König von Dor, das an den Hügeln von Dor
liegt, der König von Völkern in Galiläa,
der König von Tirza. Das sind zusammen einunddreißig
Könige.
Josua
13-24
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