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DIE BIBEL
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Schrift
DAS FÜNFTE
BUCH MOSE
Kapitel 1 -
17
Rückblick auf die Wüstenwanderung vom Horeb bis
Kadesch
Kapitel 1
Dies sind die Worte, die Mose zu ganz Israel redete
jenseits des Jordan in der Wüste, im Jordantal gegenüber
Suph, zwischen Paran und Tophel, Laban, Hazeroth und Di-Sahab.
Elf Tagereisen weit ist es vom Horeb bis Kadesch-Barnea
auf dem Wege zum Gebirge Seïr.
Und es geschah im vierzigsten Jahr am ersten Tage des
elften Monats, da redete Mose mit den Kindern Israel alles, wie
es ihm der HERR für sie geboten hatte,
nachdem er Sihon geschlagen hatte, den König der
Amoriter, der zu Hesbon herrschte, dazu bei Edreï
den Og, den König von Basan, der zu Aschtaroth herrschte.
Jenseits des Jordan im Lande Moab fing Mose an, dies
Gesetz auszulegen, und sprach:
Der HERR, unser Gott, redete mit uns am Berge Horeb
und sprach: Ihr seid lange genug an diesem Berge gewesen;
wendet euch und zieht hin, daß ihr zu dem Gebirge
der Amoriter kommt und zu allen ihren Nachbarn im Jordantal, auf
dem Gebirge und in dem Hügelland, im Südland und am
Ufer des Meeres, ins Land Kanaan und zum Berge Libanon, bis an
den großen Strom, den Euphrat.
Siehe, ich habe das Land vor euren Augen dahingegeben.
Zieht hinein und nehmt das Land ein, von dem der HERR euren
Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, daß
er's ihnen und ihren Nachkommen geben wolle.
Da sprach ich zur selben Zeit zu euch: Ich kann
euch nicht mehr allein tragen;
denn der HERR, euer Gott, hat euch so zahlreich werden
lassen, daß ihr heute seid wie die Menge der Sterne am
Himmel.
Der HERR, der Gott eurer Väter, mache aus euch noch
viel tausendmal mehr und segne euch, wie er euch zugesagt hat!
Wie kann ich allein tragen eure Mühe und Last und
euren Streit?
Schafft herbei weise, verständige und erfahrene Leute
unter euren Stämmen, die will ich über euch zu Häuptern
setzen.
Da antwortetet ihr mir und spracht: Ja, das ist eine gute
Sache, die du tun willst.
Da nahm ich die Häupter eurer Stämme, weise und
erfahrene Männer, und setzte sie über euch als Oberste
über tausend, über hundert, über fünfzig und
über zehn und als Amtleute für eure Stämme.
Und ich gebot euren Richtern zur selben Zeit und sprach:
Hört eure Brüder an und richtet recht, wenn einer etwas
mit seinem Bruder hat oder mit dem Fremdling, der bei ihm ist.
Beim Richten sollt ihr die Person nicht ansehen, sondern
sollt den Kleinen hören wie den Großen und vor niemand
euch scheuen; denn das Gericht ist Gottes. Wird aber euch eine
Sache zu schwer sein, die laßt an mich gelangen, damit ich
sie höre.
So gebot ich euch zu der Zeit alles, was ihr tun sollt.
Da brachen wir auf vom Horeb und zogen durch die
ganze Wüste, die groß und furchtbar ist, wie ihr
gesehen habt, auf der Straße zum Gebirge der Amoriter, wie
uns der HERR, unser Gott, geboten hatte, und kamen bis nach
Kadesch-Barnea.
Da sprach ich zu euch: Ihr seid an das Gebirge der
Amoriter gekommen, das uns der HERR, unser Gott, geben wird.
Sieh her, der HERR, dein Gott, hat dir das Land
hingegeben; zieh hinauf und nimm's ein, wie der HERR, der Gott
deiner Väter, dir zugesagt hat. Fürchte dich nicht und
laß dir nicht grauen.
Da kamt ihr alle zu mir und spracht: Laßt uns Männer
vor uns her senden, die uns das Land erkunden und uns den Weg
sagen, auf dem wir hineinziehen sollen, und die Städte, zu
denen wir kommen werden.
Das gefiel mir gut, und ich nahm von euch zwölf
Männer, von jedem Stamm einen.
Als diese weggingen und hinaufzogen auf das Gebirge
und an den Traubenbach kamen, da erkundeten sie das Land
und nahmen Früchte des Landes mit sich und brachten
sie herab zu uns und gaben uns Bericht und sprachen: Das Land ist
gut, das der HERR, unser Gott, uns gegeben hat. -
Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wurdet ungehorsam
dem Munde des HERRN, eures Gottes,
und murrtet in euren Zelten und spracht: Der HERR ist uns
gram; darum hat er uns aus Ägyptenland geführt, daß
er uns in die Hände der Amoriter gebe, um uns zu vertilgen.
Wo sollen wir hinziehen? Unsere Brüder haben unser
Herz verzagt gemacht und gesagt, daß Volk sei größer
und höher gewachsen als wir, die Städte seien groß
und bis an den Himmel ummauert; dazu haben wir dort Enakiter
gesehen.
Ich sprach aber zu euch: Entsetzt euch nicht und fürchtet
euch nicht vor ihnen.
Der HERR, euer Gott, zieht vor euch hin und wird für
euch streiten, wie er's mit euch getan hat in Ägypten vor
euren Augen
und in der Wüste. Da hast du gesehen, daß dich
der HERR, dein Gott, getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn
trägt, auf dem ganzen Wege, den ihr gewandert seid, bis ihr
an diesen Ort kamt.
Und trotzdem glaubtet ihr dem HERRN, eurem Gott, nicht,
der auf dem Weg vor euch herging, euch die Stätte zu
weisen, wo ihr euch lagern solltet, bei Nacht im Feuer, um euch
den Weg zu zeigen, den ihr gehen solltet, und bei Tage in der
Wolke.
Als aber der HERR euer Geschrei hörte, wurde er
zornig und schwor und sprach:
Es soll keiner von diesem bösen Geschlecht das gute
Land sehen, das ich ihren Vätern zu geben geschworen habe,
außer Kaleb, dem Sohn Jephunnes; der soll es sehen.
Ihm und seinen Nachkommen will ich das Land geben, das er
betreten hat, weil er dem HERRN treu gefolgt ist.
Auch über mich wurde der HERR zornig um euretwillen
und sprach: Du sollst auch nicht hineinkommen.
Aber Josua, der Sohn Nuns, der dein Diener ist, der soll
hineinkommen. Dem stärke den Mut; denn er soll Israel das
Erbe austeilen.
Und eure Säuglinge, von denen ihr sagtet, sie würden
zum Raube werden, und eure Kinder, die jetzt weder Gutes noch
Böses verstehen, die sollen hineinkommen; ihnen will ich's
geben, und sie sollen es besitzen.
Ihr aber, wendet euch und zieht wieder in die Wüste
den Weg zum Schilfmeer.
Da antwortetet ihr und spracht zu mir: Wir haben an dem
HERRN gesündigt; wir wollen hinaufziehen und kämpfen,
wie uns der HERR, unser Gott, geboten hat. Als ihr euch nun
rüstetet, ein jeder mit seinen Waffen, und es für ein
Leichtes hieltet, ins Gebirge hinaufzuziehen,
da sprach der HERR zu mir: Sage ihnen, daß sie nicht
hinaufziehen, auch nicht kämpfen – denn ich bin nicht
unter euch -, damit ihr nicht geschlagen werdet von euren
Feinden.
Als ich euch das sagte, gehorchtet ihr nicht und wurdet
ungehorsam dem Munde des HERRN und waret vermessen und zogt
hinauf ins Gebirge.
Da zogen die Amoriter aus, die auf dem Gebirge wohnten,
euch entgegen und jagten euch, wie's die Bienen tun, und schlugen
euch von Seïr bis nach Horma.
Als ihr nun wiederkamt und vor dem HERRN weintet, wollte
der HERR eure Stimme nicht hören und neigte seine Ohren
nicht zu euch.
So bliebt ihr in Kadesch eine lange Zeit.
Zug durch die Wüste bis zum Sieg über Sihon
Kapitel 2
Dann wandten wir uns und zogen wieder in die Wüste
auf der Straße zum Schilfmeer, wie der HERR zu mir gesagt
hatte, und umzogen das Gebirge Seïr eine lange Zeit.
Und der HERR sprach zu mir:
Ihr habt dies Gebirge nun genug umzogen; wendet euch nach
Norden.
Und gebiete dem Volk und sprich: Ihr werdet durch das Land
eurer Brüder, der Söhne Esau, ziehen, die auf dem Seïr
wohnen, und sie werden sich vor euch fürchten. Aber hütet
euch ja davor,
sie zu bekriegen; ich werde euch von ihrem Lande nicht
einen Fuß breit geben, denn das Gebirge Seïr habe ich
den Söhnen Esau zum Besitz gegeben.
Speise sollt ihr für Geld von ihnen kaufen, damit ihr
zu essen habt, und Wasser sollt ihr für Geld von ihnen
kaufen, damit ihr zu trinken habt.
Denn der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen
Werken deiner Hände. Er hat dein Wandern durch diese große
Wüste auf sein Herz genommen. Vierzig Jahre ist der HERR,
dein Gott, bei dir gewesen. An nichts hast du Mangel gehabt.
Als wir nun von unsern Brüdern, den Söhnen
Esau, die auf dem Gebirge Seïr wohnten, weggezogen waren,
weg von dem Weg durch die Steppe, weg von Elath und Ezjon-Geber,
wandten wir uns und zogen den Weg zum Weideland der Moabiter.
Da sprach der HERR zu mir: Du sollst den Moabitern keinen
Schaden tun noch sie bekriegen; ich will dir von ihrem Lande
nichts zum Besitz geben, denn ich habe Ar den Söhnen Lot zum
Besitz gegeben. -
Die Emiter haben vorzeiten darin gewohnt; das war ein
großes, starkes und hochgewachsenes Volk wie die Enakiter.
Man hielt sie auch für Riesen wie die Enakiter; und
die Moabiter nennen sie Emiter.
Auch wohnten vorzeiten auf dem Seïr die Horiter; und
die Söhne Esau vertrieben und vertilgten sie vor sich her
und wohnten an ihrer Statt, gleichwie Israel mit dem Lande tat,
das ihnen der HERR zum Besitz gab. -
So macht euch nun auf und zieht durch den Bach Sered! Und
wir zogen hindurch.
Die Zeit aber, die wir von Kadesch-Barnea zogen, bis wir
durch den Bach Sered kamen, betrug achtunddreißig Jahre,
bis alle Kriegsleute aus dem Lager gestorben waren, wie der HERR
ihnen geschworen hatte.
So war die Hand des HERRN wider sie, um sie aus dem Lager
zu vertilgen bis auf den letzten Mann.
Und als alle Kriegsleute aus dem Volk gestorben
waren,
redete der HERR mit mir und sprach:
Du wirst heute durch das Gebiet der Moabiter ziehen bei Ar
und wirst in die Nähe der Ammoniter kommen. Denen
sollst du keinen Schaden tun noch sie bekriegen; ich will dir vom
Lande der Ammoniter nichts zum Besitz geben, denn ich hab's den
Söhnen Lot zum Besitz gegeben. -
Auch dies gilt als Land der Riesen, und es haben auch
vorzeiten Riesen darin gewohnt, und die Ammoniter nennen sie
Samsummiter.
Das war ein großes, starkes und hochgewachsenes Volk
wie die Enakiter. Und der HERR vertilgte sie vor ihnen und ließ
sie ihr Land besitzen, so daß sie an ihrer Statt dort
wohnten,
gleichwie er's getan hat mit den Söhnen Esau, die auf
dem Gebirge Seïr wohnen, als er die Horiter vor ihnen
vertilgte und sie deren Land besitzen ließ, so daß
sie dort an ihrer Statt wohnten bis auf diesen Tag.
Und die Kaphtoriter zogen aus Kaphtor und vertilgten die
Awwiter, die in Gehöften wohnten bis nach Gaza, und wohnten
dort an ihrer Statt. -
Macht euch auf und zieht aus und geht über den Arnon!
Siehe, ich habe Sihon, den König der Amoriter zu Hesbon, in
deine Hände gegeben mit seinem Lande. Fange an, es
einzunehmen, und kämpfe mit ihm.
Von heute an will ich Furcht und Schrecken vor dir auf
alle Völker unter dem ganzen Himmel legen, damit, wenn sie
von dir hören, ihnen bange und weh werden soll vor deinem
Kommen.
Da sandte ich Boten aus der Wüste Kedemoth an
Sihon, den König von Hesbon, mit friedlicher Botschaft und
ließ ihm sagen:
Ich will durch dein Land ziehen. Nur wo die Straße
geht, will ich gehen; ich will weder zur Rechten noch zur Linken
vom Weg abweichen.
Speise sollst du mir für Geld verkaufen, damit ich zu
essen habe, und Wasser sollst du mir für Geld geben, damit
ich zu trinken habe. Ich will nur hindurchziehen
wie mir die Söhne Esau gestattet haben, die auf dem
Gebirge Seïr wohnen, und die Moabiter, die zu Ar wohnen -,
bis ich über den Jordan komme in das Land, das uns der HERR,
unser Gott, geben wird.
Aber Sihon, der König von Hesbon, wollte uns nicht
hindurchziehen lassen; denn der HERR, dein Gott, verhärtete
seinen Sinn und verstockte ihm sein Herz, um ihn in deine Hände
zu geben, so wie es heute ist.
Und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich habe angefangen,
Sihon mit seinem Lande vor deinen Augen dahinzugeben; fangt ihr
an, sein Land in Besitz zu nehmen.
Und Sihon zog aus uns entgegen mit seinem ganzen
Kriegsvolk zum Kampf nach Jahza.
Aber der HERR, unser Gott, gab ihn vor unsern Augen dahin,
daß wir ihn schlugen mit seinen Söhnen und seinem
ganzen Kriegsvolk.
Da nahmen wir zu der Zeit alle seine Städte ein und
vollstreckten den Bann an allen Städten, an Männern,
Frauen und Kindern, und ließen niemand übrigbleiben.
Nur das Vieh raubten wir für uns und die Beute aus
den Städten, die wir eingenommen hatten.
Von Aroër an, das am Ufer des Arnon liegt, und von
der Stadt im Bachtal bis nach Gilead war keine Stadt, die sich
vor uns schützen konnte; der HERR, unser Gott, gab alles vor
unsern Augen dahin.
Nur zu dem Lande der Ammoniter kamst du nicht, weder zum
Ufer des Jabbok noch zu den Städten auf dem Gebirge, ganz
wie uns der HERR, unser Gott, geboten hatte.
Sieg über Og von Basan
Kapitel 3
Und wir wandten uns und zogen hinauf den Weg nach Basan.
Und Og, der König von Basan, zog aus uns entgegen mit seinem
ganzen Kriegsvolk, um bei Edreï zu kämpfen.
Aber der HERR sprach zu mir: Fürchte dich nicht vor
ihm, denn ich habe ihn und sein ganzes Kriegsvolk mit seinem Land
in deine Hände gegeben. Und du sollst mit ihm tun, wie du
mit Sihon, dem König der Amoriter, getan hast, der zu Hesbon
herrschte.
So gab der HERR, unser Gott, auch den König Og von
Basan in unsere Hände mit seinem ganzen Kriegsvolk, daß
wir ihn schlugen, bis ihm keiner übrig blieb.
Da nahmen wir zu der Zeit alle seine Städte ein, und
es gab keine Stadt, die wir ihnen nicht nahmen: sechzig Städte,
die ganze Gegend von Argob, das Königreich Ogs von Basan,
lauter Städte, die befestigt waren mit hohen Mauern,
Toren und Riegeln, außerdem sehr viele offene Städte.
Und wir vollstreckten den Bann an ihnen, gleichwie wir an
Sihon, dem König von Hesbon, taten. An allen Städten
vollstreckten wir den Bann, an Männern, Frauen und Kindern.
Aber alles Vieh und die Beute aus den Städten raubten
wir für uns.
So nahmen wir zu der Zeit den beiden Königen der
Amoriter das Land jenseits des Jordan von dem Fluß Arnon
bis an den Berg Hermon
- die Sidonier nennen ihn Sirjon, aber die Amoriter nennen
ihn Senir -,
alle Städte auf der Hochebene und das ganze Gilead
und das ganze Basan bis nach Salcha und Edreï, die Städte
des Königreichs Ogs von Basan.
Denn allein der König Og von Basan war noch übrig
von den Riesen. Siehe, in Rabbath-Ammon ist sein steinerner Sarg,
neun Ellen lang und vier Ellen breit nach gewöhnlicher Elle.
Die Verteilung des Ostjordanlandes
Dies Land nahmen wir damals ein. Von Aroër
an, das am Fluß Arnon liegt, gab ich's den Rubenitern und
Gaditern samt dem halben Gebirge Gilead mit seinen Städten.
Aber das übrige Gilead und das ganze Basan, das
Königreich Ogs, gab ich dem halben Stamm Manasse, die ganze
Gegend von Argob. Dies ganze Basan heißt «Land
der Riesen».
Jaïr, der
Sohn Manasses, bekam die ganze Gegend von Argob bis an die Grenze
der Geschuriter und Maachathiter und nannte Basan nach seinem
Namen «Dörfer Jaïrs»
bis auf den heutigen Tag.
Machir aber gab ich Gilead.
Und den Rubenitern und Gaditern gab ich ein Gebiet von
Gilead bis zum Arnon, bis zur Mitte des Flusses mit seinem
Uferland, und bis zum Jabbok, dem Grenzfluß der Ammoniter;
dazu das Jordantal mit dem Jordan und seinem Uferland, von
Kinnereth bis an das Meer am Jordantal, das ist das Salzmeer, am
Fuße des Gebirges Pisga, alles, was nach Osten zu liegt.
Und ich gebot ihnen zu der Zeit: Der HERR, euer Gott, hat
euch dies Land gegeben, um es einzunehmen. So zieht nun gerüstet
vor euren Brüdern, den Kindern Israel, her, all ihr
Kriegsleute.
Nur eure Frauen und Kinder und euer Vieh – denn ich
weiß, daß ihr viel Vieh habt – laßt in
euren Städten bleiben, die ich euch gegeben habe,
bis der HERR eure Brüder auch zur Ruhe bringt wie
euch, daß sie auch das Land einnehmen, das ihnen der HERR,
euer Gott, geben wird jenseits des Jordan. Danach sollt ihr dann
zurückkehren zu eurem Besitz, den ich euch gegeben habe.
Und Josua gebot ich zur selben Zeit und sprach: Deine
Augen haben alles gesehen, was der HERR, euer Gott, mit diesen
beiden Königen getan hat. So wird der HERR auch mit allen
Königreichen tun, in die du ziehst.
Fürchtet euch nicht vor ihnen; denn der HERR, euer
Gott, streitet für euch.
Mose soll nicht in das gelobte Land kommen
Und ich bat den HERRN zur selben Zeit und sprach:
Herr HERR, du hast angefangen, deinem Knecht zu offenbaren
deine Herrlichkeit und deine starke Hand. Denn wo ist ein Gott im
Himmel und auf Erden, der es deinen Werken und deiner Macht
gleichtun könnte?
Laß mich hinübergehen und sehen das gute Land
jenseits des Jordan, dies gute Bergland und den Libanon.
Aber der HERR war erzürnt auf mich um euretwillen und
erhörte mich nicht, sondern sprach zu mir: Laß es
genug sein! Rede mir davon nicht mehr!
Steige auf den Gipfel des Gebirges Pisga und hebe deine
Augen auf nach Westen und nach Norden und nach Süden und
nach Osten und sieh es mit deinen Augen; denn du wirst nicht über
den Jordan hier gehen.
Und gebiete dem Josua, daß er getrost und unverzagt
sei; denn er soll über den Jordan ziehen vor dem Volk her
und soll ihnen das Land austeilen, das du sehen wirst.
So blieben wir im Tal gegenüber Beth-Peor.
Ermahnung zum Gehorsam gegen das Gesetz
Kapitel 4
Und nun höre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich
euch lehre, daß ihr sie tun sollt, auf daß ihr lebet
und hineinkommt und das Land einnehmt, das euch der HERR, der
Gott eurer Väter, gibt.
Ihr sollt nichts dazutun zu dem, was ich euch gebiete,
und sollt auch nichts davontun, auf daß ihr bewahrt die
Gebote des HERRN, eures Gottes, die ich euch gebiete.
Eure Augen haben gesehen, was der HERR getan hat wider den
Baal-Peor; denn alle, die dem Baal-Peor folgten, hat der HERR,
dein Gott, vertilgt unter euch.
Aber ihr, die ihr dem HERRN, eurem Gott, anhinget, lebt
alle heute noch.
Sieh, ich hab euch gelehrt Gebote und Rechte, wie mir der
HERR, mein Gott, geboten hat, daß ihr danach tun sollt im
Lande, in das ihr kommen werdet, um es einzunehmen.
So haltet sie nun und tut sie! Denn dadurch werdet ihr als
weise und verständig gelten bei allen Völkern, daß,
wenn sie alle diese Gebote hören, sie sagen müssen: Ei,
was für weise und verständige Leute sind das, ein
herrliches Volk!
Denn wo ist so ein herrliches Volk, dem ein Gott so nahe
ist wie uns der HERR, unser Gott, sooft wir ihn anrufen?
Und wo ist so ein großes Volk, das so gerechte
Ordnungen und Gebote hat wie dies ganze Gesetz, das ich euch
heute vorlege?
Hüte dich nur und bewahre deine Seele gut, daß
du nicht vergißt, was deine Augen gesehen haben, und daß
es nicht aus deinem Herzen kommt dein ganzes Leben lang. Und du
sollst deinen Kindern und Kindeskindern kundtun
den Tag, da du vor dem HERRN, deinem Gott, standest an dem
Berge Horeb, als der HERR zu mir sagte: Versammle mir das Volk,
daß sie meine Worte hören und so mich fürchten
lernen alle Tage ihres Lebens auf Erden und ihre Kinder lehren.
Da tratet ihr herzu und standet unten an dem Berge; der
Berg aber stand in Flammen bis in den Himmel hinein, und da war
Finsternis, Wolken und Dunkel.
Und der HERR redete mit euch mitten aus dem Feuer. Seine
Worte hörtet ihr, aber ihr saht keine Gestalt, nur eine
Stimme war da.
Und er verkündigte euch seinen Bund, den er euch
gebot zu halten, nämlich die Zehn Worte, und schrieb sie auf
zwei steinerne Tafeln.
Und der HERR gebot mir zur selben Zeit, euch Gebote und
Rechte zu lehren, daß ihr danach tun sollt in dem Lande, in
das ihr zieht, es einzunehmen.
So hütet euch nun wohl – denn ihr habt keine
Gestalt gesehen an dem Tage, da der HERR mit euch redete aus dem
Feuer auf dem Berge Horeb -,
daß ihr euch nicht versündigt und euch
irgendein Bildnis macht, das gleich sei einem Mann oder Weib,
einem Tier auf dem Land oder Vogel unter dem Himmel,
dem Gewürm auf der Erde oder einem Fisch im Wasser
unter der Erde.
Hebe auch nicht deine Augen auf gen Himmel, daß du
die Sonne sehest und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des
Himmels, und fallest ab und betest sie an und dienest ihnen. Denn
der HERR, dein Gott, hat sie zugewiesen allen andern Völkern
unter dem ganzen Himmel;
euch aber hat der HERR angenommen und aus dem glühenden
Ofen, nämlich aus Ägypten, geführt, daß ihr
das Volk sein sollt, das allein ihm gehört, wie ihr es jetzt
seid.
Und der HERR war so erzürnt über mich um eures
Tuns willen, daß er schwor, ich sollte nicht über den
Jordan gehen noch in das gute Land kommen, das dir der HERR, dein
Gott, zum Erbteil geben wird,
sondern ich muß in diesem Lande sterben und werde
nicht über den Jordan gehen. Ihr aber werdet hinübergehen
und dies gute Land einnehmen.
So hütet euch nun, daß ihr den Bund des HERRN,
eures Gottes, nicht vergeßt, den er mit euch geschlossen
hat, und nicht ein Bildnis macht von irgendeiner Gestalt, wie es
der HERR, dein Gott, geboten hat.
Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer
und ein eifernder Gott.
Wenn ihr nun Kinder zeugt und Kindeskinder und im
Lande wohnt und versündigt euch und macht euch Bildnisse von
irgendeiner Gestalt, so daß ihr übeltut vor dem HERRN,
eurem Gott, und ihn erzürnet,
so rufe ich heute Himmel und Erde zu Zeugen über
euch, daß ihr bald weggerafft werdet aus dem Lande, in das
ihr geht über den Jordan, um es einzunehmen. Ihr werdet
nicht lange darin bleiben, sondern werdet vertilgt werden.
Und der HERR wird euch zerstreuen unter die Völker,
und es wird von euch nur eine geringe Zahl übrig bleiben
unter den Heiden, zu denen euch der HERR wegführen wird.
Dort wirst du dienen den Götzen, die das Werk von
Menschenhänden sind, Holz und Stein, die weder sehen noch
hören noch essen noch riechen können.
Wenn du aber dort den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so
wirst du ihn finden, wenn du ihn von ganzem Herzen und von ganzer
Seele suchen wirst.
Wenn du geängstet sein wirst und dich das alles
treffen wird in künftigen Zeiten, so wirst du dich bekehren
zu dem HERRN, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchen.
Denn der HERR, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er
wird dich nicht verlassen noch verderben, wird auch den Bund
nicht vergessen, den er deinen Vätern geschworen hat.
Denn frage nach den früheren Zeiten, die vor dir
gewesen sind, von dem Tage an, da Gott den Menschen auf Erden
geschaffen hat, und von einem Ende des Himmels zum andern, ob je
so Großes geschehen oder desgleichen je gehört sei,
daß ein Volk die Stimme Gottes aus dem Feuer hat
reden hören, wie du sie gehört hast, und dennoch am
Leben blieb?
Oder ob je ein Gott versucht hat, hinzugehen und sich ein
Volk mitten aus einem Volk herauszuholen durch Machtproben, durch
Zeichen, durch Wunder, durch Krieg und durch seine mächtige
Hand und durch seinen ausgereckten Arm und durch große
Schrecken, wie das alles der HERR, euer Gott, für euch getan
hat in Ägypten vor deinen Augen?
Du aber hast's gesehen, auf daß du wissest, daß
der HERR allein Gott ist und sonst keiner.
Vom Himmel hat er dich seine Stimme hören lassen, um
dich zurechtzubringen; und auf Erden hat er dir gezeigt sein
großes Feuer, und seine Worte hast du aus dem Feuer gehört.
Weil er deine Väter geliebt und ihre Nachkommen
erwählt hat, hat er dich herausgeführt mit seinem
Angesicht durch seine große Kraft aus Ägypten,
damit er vor dir her Völker vertriebe, die größer
und stärker sind als du, und dich hineinbrächte, um dir
ihr Land zum Erbteil zu geben, wie es jetzt ist.
So sollst du nun heute wissen und zu Herzen nehmen, daß
der HERR Gott ist oben im Himmel und unten auf Erden und sonst
keiner,
und sollst halten seine Rechte und Gebote, die ich dir
heute gebiete; so wird's dir und deinen Kindern nach dir
wohlgehen und dein Leben lange währen in dem Lande, das dir
der HERR, dein Gott, gibt für immer.
Freistädte im Ostjordanland
Da sonderte Mose drei Städte aus jenseits des Jordan
gegen Sonnenaufgang,
damit dorthin fliehen könnte, wer seinen Nächsten
totschlägt ohne Vorsatz und ihm zuvor nicht feind gewesen
ist; der soll in eine dieser Städte fliehen, damit er am
Leben bleibe:
Bezer auf der Hochebene für die Rubeniter und Ramoth
in Gilead für die Gaditer und Golan in Basan für die
Manassiter.
Überleitung zum Gesetz
Dies ist das Gesetz, das Mose den Kindern Israel vorlegte.
Dies sind die Ermahnungen und Gebote und Rechte, die Mose
den Kindern Israel kundtat, als sie aus Ägypten gezogen
waren,
jenseits des Jordan im Tal gegenüber Beth-Peor, im
Lande Sihons, des Königs der Amoriter, der zu Hesbon
herrschte. Den schlugen Mose und die Kinder Israel, als sie aus
Ägypten gezogen waren,
und nahmen sein Land ein, dazu das Land Ogs, des Königs
von Basan, der beiden Könige der Amoriter, die jenseits des
Jordan waren gegen Sonnenaufgang,
von Aroër an, das am Ufer des Arnon liegt, bis an den
Berg Sion, das ist der Hermon,
und das ganze Jordantal östlich des Jordan gegen
Aufgang der Sonne bis an das Meer am Jordantal am Fuße des
Gebirges Pisga.
Wiederholung der zehn Gebote
Kapitel 5
Und Mose rief ganz Israel zusammen und sprach zu ihnen:
Höre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich heute vor euren
Ohren rede, und lernet sie und bewahrt sie, daß ihr danach
tut!
Der HERR, unser Gott, hat einen Bund mit uns geschlossen
am Horeb
und hat nicht mit unsern Vätern diesen Bund
geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier sind und alle
leben.
Er hat von Angesicht zu Angesicht mit euch aus dem Feuer
auf dem Berge geredet.
Ich stand zu derselben Zeit zwischen dem HERRN und euch,
um euch des HERRN Wort zu verkündigen; denn ihr fürchtetet
euch vor dem Feuer und gingt nicht auf den Berg. Und er sprach:
Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus Ägyptenland
geführt hat, aus der Knechtschaft.
Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
Du sollst dir kein Bildnis machen in irgendeiner
Gestalt, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was
unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist.
Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen. Denn
ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die
Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied
an den Kindern derer, die mich hassen,
aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die
mich lieben und meine Gebote halten.
Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht
mißbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft
lassen, der seinen Namen mißbraucht.
Den Sabbattag sollst du halten, daß du ihn
heiligest, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat.
Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.
Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines
Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn,
deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Rind, dein Esel, all
dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt,
auf daß dein Knecht und deine Magd ruhen gleichwie du.
Denn du sollst daran denken, daß auch du Knecht
in Ägyptenland warst und der HERR, dein Gott, dich von dort
herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgerecktem
Arm. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, daß du den
Sabbattag halten sollst.
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir
der HERR, dein Gott, geboten hat, auf daß du lange lebest
und dir's wohlgehe in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott,
geben wird.
Du sollst nicht töten.
° Du sollst nicht ehebrechen.
Du sollst nicht stehlen.
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen
Nächsten.
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib.
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, Acker,
Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was sein ist.
Das sind die Worte, die der HERR redete zu eurer
ganzen Gemeinde auf dem Berge, aus dem Feuer und der Wolke und
dem Dunkel mit großer Stimme, und tat nichts hinzu und
schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir.
Mose als Mittler zwischen Gott und Israel
Als ihr aber die Stimme aus der Finsternis hörtet und
den Berg im Feuer brennen saht, tratet ihr zu mir, alle eure
Stammeshäupter und eure Ältesten,
und spracht: Siehe, der HERR, unser Gott, hat uns sehen
lassen seine Herrlichkeit und seine Majestät, und wir haben
seine Stimme aus dem Feuer gehört. Heute haben wir zwar
gesehen, daß Gott mit Menschen redet und sie am Leben
bleiben.
Aber nun, warum sollen wir sterben? Dies große Feuer
wird uns noch verzehren! Wenn wir des HERRN, unseres Gottes,
Stimme weiter hören, so müssen wir sterben.
Denn welcher Mensch kann die Stimme des lebendigen Gottes
aus dem Feuer reden hören wie wir und doch am Leben bleiben?
Tritt du hinzu und höre alles, was der HERR, unser
Gott, sagt, und sage es uns. Alles, was der HERR, unser Gott, mit
dir reden wird, das wollen wir hören und tun.
Als aber der HERR eure Worte hörte, die ihr
mit mir redetet, sprach er zu mir: Ich habe gehört die Worte
dieses Volks, die sie mit dir geredet haben; es ist alles gut,
was sie geredet haben.
Ach daß sie ein solches Herz hätten, mich zu
fürchten und zu halten alle meine Gebote ihr Leben lang, auf
daß es ihnen und ihren Kindern wohlginge ewiglich!
Geh hin und sage ihnen: Geht heim in eure Zelte!
Du aber sollst hier vor mir stehen bleiben, damit ich dir
verkündige das ganze Gesetz, die Gebote und Rechte, die du
sie lehren sollst, daß sie danach tun in dem Lande, das ich
ihnen geben werde, um es einzunehmen.
So habt nun acht, daß ihr tut, wie euch der HERR,
euer Gott, geboten hat, und weicht nicht, weder zur Rechten noch
zur Linken,
sondern wandelt in allen Wegen, die euch der HERR, euer
Gott, geboten hat, damit ihr leben könnt und es euch
wohlgeht und ihr lange lebt in dem Lande, das ihr einnehmen
werdet.
Ermahnung zur Liebe und zum Gehorsam gegen den Herrn
Kapitel 6
Dies sind die Gesetze und Gebote und Rechte, die der HERR,
euer Gott, geboten hat, daß ihr sie lernen und tun sollt in
dem Lande, in das ihr zieht, es einzunehmen,
damit du dein Leben lang den HERRN, deinen Gott, fürchtest
und alle seine Rechte und Gebote hältst, die ich dir
gebiete, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, auf daß
du lange lebest.
Israel, du sollst es hören und festhalten, daß
du es tust, auf daß dir's wohlgehe und du groß an
Zahl werdest, wie der HERR, der Gott deiner Väter, dir
zugesagt hat, in dem Lande, darin Milch und Honig fließt.
Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR
allein.
Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von
ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit aller deiner Kraft.
Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu
Herzen nehmen
und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon
reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du
dich niederlegst oder aufstehst.
Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und
sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein,
und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses
und an die Tore.
Wenn dich nun der HERR, dein Gott, in das Land
bringen wird, von dem er deinen Vätern Abraham, Isaak und
Jakob geschworen hat, es dir zu geben – große und
schöne Städte, die du nicht gebaut hast,
und Häuser voller Güter, die du nicht gefüllt
hast, und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und
Weinberge und Ölbäume, die du nicht gepflanzt hast -,
und wenn du nun ißt und satt wirst,
so hüte dich, daß du nicht den HERRN vergißt,
der dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt
hat,
sondern du sollst den HERRN, deinen Gott, fürchten
und ihm dienen und bei seinem Namen schwören.
Und du sollst nicht andern Göttern nachfolgen, den
Göttern der Völker, die um euch her sind
- denn der HERR, dein Gott, ist ein eifernder Gott in
deiner Mitte -, daß nicht der Zorn des HERRN, deines
Gottes, über dich entbrenne und dich vertilge von der Erde.
Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr
ihn versucht habt in Massa,
sondern sollt halten die Gebote des HERRN, eures Gottes,
seine Vermahnungen und seine Rechte, die er dir geboten hat,
daß du tust, was recht und gut ist vor den Augen des
HERRN, auf daß dir's wohlgehe und du hineinkommest und
einnehmest das gute Land, von dem der HERR deinen Vätern
geschworen hat,
daß er verjagen wolle alle deine Feinde vor dir, wie
der HERR es zugesagt hat.
Wenn dich nun dein Sohn morgen fragen wird: Was
sind das für Vermahnungen, Gebote und Rechte, die euch der
HERR, unser Gott, geboten hat?,
so sollst du deinem Sohn sagen: Wir waren Knechte des
Pharao in Ägypten, und der HERR führte uns aus Ägypten
mit mächtiger Hand;
und der HERR tat große und furchtbare Zeichen und
Wunder an Ägypten und am Pharao und an seinem ganzen Hause
vor unsern Augen
und führte uns von dort weg, um uns hineinzubringen
und uns das Land zu geben, wie er unsern Vätern geschworen
hatte.
Und der HERR hat uns geboten, nach all diesen Rechten zu
tun, daß wir den HERRN, unsern Gott, fürchten, auf daß
es uns wohlgehe unser Leben lang, so wie es heute ist.
Und das wird unsere Gerechtigkeit sein, daß wir alle
diese Gebote tun und halten vor dem HERRN, unserm Gott, wie er
uns geboten hat.
Warnung vor Gemeinschaft mit den Heiden
Kapitel 7
Wenn dich der HERR, dein Gott, ins Land bringt, in das du
kommen wirst, es einzunehmen, und er ausrottet viele Völker
vor dir her, die Hethiter, Girgasiter, Amoriter, Kanaaniter,
Perisiter, Hewiter und Jebusiter, sieben Völker, die größer
und stärker sind als du,
und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir dahingibt, daß
du sie schlägst, so sollst du an ihnen den Bann
vollstrecken. Du sollst keinen Bund mit ihnen schließen und
keine Gnade gegen sie üben
und sollst dich mit ihnen nicht verschwägern; eure
Töchter sollt ihr nicht geben ihren Söhnen, und ihre
Töchter sollt ihr nicht nehmen für eure Söhne.
Denn sie werden eure Söhne mir abtrünnig machen,
daß sie andern Göttern dienen; so wird dann des HERRN
Zorn entbrennen über euch und euch bald vertilgen.
Sondern so sollt ihr mit ihnen tun: Ihre Altäre sollt
ihr einreißen, ihre Steinmale zerbrechen, ihre heiligen
Pfähle abhauen und ihre Götzenbilder mit Feuer
verbrennen.
Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott.
Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums
aus allen Völkern, die auf Erden sind.
Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt,
weil ihr größer wäret als alle Völker –
denn du bist das kleinste unter allen Völkern -,
sondern weil er euch geliebt hat und damit er
seinen Eid hielte, den er euren Vätern geschworen hat. Darum
hat er euch herausgeführt mit mächtiger Hand und hat
dich erlöst von der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao,
des Königs von Ägypten.
So sollst du nun wissen, daß der HERR, dein Gott,
allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die
Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn
lieben und seine Gebote halten,
und vergilt ins Angesicht denen, die ihn hassen, und
bringt sie um und säumt nicht, zu vergelten ins Angesicht
denen, die ihn hassen.
So halte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich
dir heute gebiete, daß du danach tust.
Verheißung des göttlichen Segens
Und wenn ihr diese Rechte hört und sie haltet und
danach tut, so wird der HERR, dein Gott, auch halten den Bund und
die Barmherzigkeit, wie er deinen Vätern geschworen hat,
und wird dich lieben und segnen und mehren, und er wird
segnen die Frucht deines Leibes und den Ertrag deines Ackers,
dein Getreide, Wein und Öl, und das Jungvieh deiner Kühe
und deiner Schafe in dem Lande, das er dir geben wird, wie er
deinen Vätern geschworen hat.
Gesegnet wirst du sein vor allen Völkern. Es wird
niemand unter dir unfruchtbar sein, auch nicht eins deiner Tiere.
Der HERR wird von dir nehmen alle Krankheit und wird dir
keine von all den bösen Seuchen der Ägypter auflegen,
die du kennst, sondern wird sie allen deinen Hassern auflegen.
Du wirst alle Völker vertilgen, die der HERR, dein
Gott, dir geben wird. Du sollst sie nicht schonen und ihren
Göttern nicht dienen; denn das würde dir zum Fallstrick
werden.
Wirst du aber in deinem Herzen sagen: Diese Völker
sind größer als ich; wie kann ich sie vertreiben?,
so fürchte dich nicht vor ihnen. Denke daran, was der
HERR, dein Gott, dem Pharao und allen Ägyptern getan hat
durch große Machtproben, die du mit eigenen Augen
gesehen hast, und durch Zeichen und Wunder, durch mächtige
Hand und ausgereckten Arm, womit dich der HERR, dein Gott,
herausführte. So wird der HERR, dein Gott, allen Völkern
tun, vor denen du dich fürchtest.
Dazu wird der HERR, dein Gott, Angst und Schrecken unter
sie senden, bis umgebracht sein wird, was übrig ist und sich
verbirgt vor dir.
Laß dir nicht grauen vor ihnen; denn der HERR, dein
Gott, ist in deiner Mitte, der große und schreckliche Gott.
Er, der HERR, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor
dir, einzeln nacheinander. Du kannst sie nicht auf einmal
vertilgen, damit sich nicht die wilden Tiere wider dich
vermehren.
Der HERR, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und wird
eine große Verwirrung über sie bringen, bis er sie
vertilgt hat,
und wird ihre Könige in deine Hände geben, und
du sollst ihren Namen auslöschen unter dem Himmel. Es wird
dir niemand widerstehen, bis du sie vertilgt hast.
Die Bilder ihrer Götter sollst du mit Feuer
verbrennen und sollst nicht begehren das Silber oder Gold, das
daran ist, oder es zu dir nehmen, damit du dich nicht darin
verstrickst; denn das ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.
Darum sollst du solchen Greuel nicht in dein Haus bringen,
damit du nicht dem Bann verfällst wie jene, sondern du
sollst Ekel und Abscheu davor haben; denn es steht unter dem
Bann.
Ermahnung zur Dankbarkeit gegen den Herrn
Kapitel 8
Alle Gebote, die ich dir heute gebiete, sollt ihr halten,
daß ihr danach tut, damit ihr lebt und zahlreich werdet und
hineinkommt und das Land einnehmt, das der HERR euren Vätern
zugeschworen hat.
Und gedenke des ganzen Weges, den dich der HERR, dein
Gott, geleitet hat diese vierzig Jahre in der Wüste, auf daß
er dich demütigte und versuchte, damit kundwürde, was
in deinem Herzen wäre, ob du seine Gebote halten würdest
oder nicht.
Er demütigte dich und ließ dich hungern und
speiste dich mit Manna, das du und deine Väter nie gekannt
hatten, auf daß er dir kundtäte, daß der Mensch
nicht lebt vom Brot allein, sondern von allem, was aus dem Mund
des HERRN geht.
Deine Kleider sind nicht zerrissen an dir, und deine Füße
sind nicht geschwollen diese vierzig Jahre.
So erkennst du ja in deinem Herzen, daß der HERR,
dein Gott, dich erzogen hat, wie ein Mann seinen Sohn erzieht.
So halte nun die Gebote des HERRN, deines Gottes, daß
du in seinen Wegen wandelst und ihn fürchtest.
Denn der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes
Land, ein Land, darin Bäche und Brunnen und Seen sind, die
an den Bergen und in den Auen fließen,
ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke,
Feigenbäume und Granatäpfel wachsen, ein Land, darin es
Ölbäume und Honig gibt,
ein Land, wo du Brot genug zu essen hast, wo dir nichts
mangelt, ein Land, in dessen Steinen Eisen ist, wo du Kupfererz
aus den Bergen haust.
Und wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du den
HERRN, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir
gegeben hat.
So hüte dich nun davor, den HERRN, deinen
Gott, zu vergessen, so daß du seine Gebote und seine
Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, nicht hältst.
Wenn du nun gegessen hast und satt bist und schöne
Häuser erbaust und darin wohnst
und deine Rinder und Schafe und Silber und Gold und alles,
was du hast, sich mehrt,
dann hüte dich, daß dein Herz sich nicht
überhebt und du den HERRN, deinen Gott, vergißt, der
dich aus Ägyptenland geführt hat, aus der Knechtschaft,
und dich geleitet hat durch die große und furchtbare
Wüste, wo feurige Schlangen und Skorpione und lauter Dürre
und kein Wasser war, und ließ dir Wasser aus dem harten
Felsen hervorgehen
und speiste dich mit Manna in der Wüste, von dem
deine Väter nichts gewußt haben, auf daß er dich
demütigte und versuchte, damit er dir hernach wohltäte.
Du könntest sonst sagen in deinem Herzen: Meine
Kräfte und meiner Hände Stärke haben mir diesen
Reichtum gewonnen.
Sondern gedenke an den HERRN, deinen Gott; denn er ist's,
der dir Kräfte gibt, Reichtum zu gewinnen, auf daß er
hielte seinen Bund, den er deinen Vätern geschworen hat, so
wie es heute ist.
Wirst du aber den HERRN, deinen Gott, vergessen und
andern Göttern nachfolgen und ihnen dienen und sie anbeten,
so bezeuge ich euch heute, daß ihr umkommen werdet;
eben wie die Heiden, die der HERR umbringt vor eurem
Angesicht, so werdet ihr auch umkommen, weil ihr nicht gehorsam
seid der Stimme des HERRN, eures Gottes.
Ermahnung zur Demut
Kapitel 9
Höre, Israel, du wirst heute über den Jordan
gehen, damit du hineinkommst, das Land der Völker
einzunehmen, die größer und stärker sind als du,
große Städte, ummauert bis an den Himmel,
ein großes, hochgewachsenes Volk, die Enakiter, die
du kennst, von denen du auch hast sagen hören: Wer kann
wider die Enakiter bestehen?
So sollst du nun heute wissen, daß der HERR, dein
Gott, vor dir hergeht, ein verzehrendes Feuer. Er wird sie
vertilgen und wird sie demütigen vor dir, und du wirst sie
vertreiben und bald vernichten, wie dir der HERR zugesagt hat.
Wenn nun der HERR, dein Gott, sie ausgestoßen hat
vor dir her, so sprich nicht in deinem Herzen: Der HERR hat mich
hereingeführt, dies Land einzunehmen, um meiner
Gerechtigkeit willen -, da doch der HERR diese Völker
vertreibt vor dir her um ihres gottlosen Treibens willen.
Denn du kommst nicht herein, ihr Land einzunehmen, um
deiner Gerechtigkeit und deines aufrichtigen Herzens willen,
sondern der HERR, dein Gott, vertreibt diese Völker um ihres
gottlosen Treibens willen, damit er das Wort halte, das er
geschworen hat deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob.
So wisse nun, daß der HERR, dein Gott, dir nicht um
deiner Gerechtigkeit willen dies gute Land zum Besitz gibt, da du
doch ein halsstarriges Volk bist.
Erinnerung an Israels Untreue
Denke daran und vergiß nicht, wie du den HERRN,
deinen Gott, erzürntest in der Wüste. Von dem Tage an,
als du aus Ägyptenland zogst, bis ihr gekommen seid an
diesen Ort, seid ihr ungehorsam gewesen dem HERRN.
Denn am Horeb erzürntet ihr den HERRN so, daß
er vor Zorn euch vertilgen wollte,
als ich auf den Berg gegangen war, die steinernen Tafeln
zu empfangen, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit euch
schloß, und ich vierzig Tage und vierzig Nächte auf
dem Berge blieb und kein Brot aß und kein Wasser trank
und mir der HERR die zwei steinernen Tafeln gab, mit dem
Finger Gottes beschrieben, und darauf alle Worte, die der HERR
mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet hatte am Tage der
Versammlung.
Und nach den vierzig Tagen und vierzig Nächten gab
mir der HERR die zwei steinernen Tafeln des Bundes
und sprach zu mir: Mach dich auf, geh eilends hinab von
hier; denn dein Volk, das du aus Ägypten geführt hast,
hat sich versündigt. Sie sind schnell abgewichen von dem
Wege, den ich ihnen geboten habe; sie haben sich ein gegossenes
Bild gemacht.
Und der HERR sprach zu mir: Ich sehe, daß dies Volk
ein halsstarriges Volk ist.
Laß ab von mir, damit ich sie vertilge und ihren
Namen austilge unter dem Himmel; aber aus dir will ich ein
stärkeres und größeres Volk machen als dieses.
Und als ich mich wandte und von dem Berge herabging, der
im Feuer brannte, und die zwei Tafeln des Bundes in meinen beiden
Händen hatte,
da sah ich, und siehe, da hattet ihr euch an dem HERRN,
eurem Gott, versündigt und euch ein gegossenes Kalb gemacht
und wart schnell von dem Wege abgewichen, den euch der HERR
geboten hatte.
Da faßte ich beide Tafeln und warf sie aus meinen
Händen und zerbrach sie vor euren Augen
und fiel nieder vor dem HERRN wie das erstemal, vierzig
Tage und vierzig Nächte, und aß kein Brot und trank
kein Wasser um all eurer Sünde willen, die ihr getan hattet,
als ihr solches Unrecht tatet vor dem HERRN, um ihn zu erzürnen.
Denn ich fürchtete mich vor dem Zorn und Grimm, mit
dem der HERR über euch erzürnt war, so daß er
euch vertilgen wollte. Aber der HERR erhörte mich auch
diesmal.
Auch war der HERR sehr zornig über Aaron, so daß
er ihn vertilgen wollte; aber ich bat auch für Aaron zur
selben Zeit.
Aber eure Sünde, das Kalb, das ihr gemacht hattet,
nahm ich und verbrannte es mit Feuer und zerschlug es und
zermalmte es, bis es Staub ward, und warf den Staub in den Bach,
der vom Berge fließt.
So erzürntet ihr den HERRN auch in Tabera und
in Massa und bei den Lustgräbern.
Und als er euch aus Kadesch-Barnea sandte und sprach: Geht
hinauf und nehmt das Land ein, das ich euch gegeben habe!, da
wart ihr ungehorsam dem Mund des HERRN, eures Gottes, und
glaubtet nicht an ihn und gehorchtet seiner Stimme nicht.
So seid ihr dem HERRN ungehorsam gewesen, solange ich euch
gekannt habe.
Ich aber fiel nieder und lag vor dem HERRN vierzig
Tage und vierzig Nächte; denn der HERR sprach, er wolle euch
vertilgen.
Und ich bat den HERRN und sprach: Herr HERR, verdirb dein
Volk und dein Erbe nicht, das du durch deine große Kraft
erlöst und mit mächtiger Hand aus Ägypten geführt
hast!
Gedenke an deine Knechte Abraham, Isaak und Jakob! Sieh
nicht an die Halsstarrigkeit und das gottlose Treiben und die
Sünde dieses Volks,
damit das Land, aus dem du uns geführt hast, nicht
sage: Der HERR konnte sie nicht in das Land bringen, das er ihnen
zugesagt hatte, und hat sie darum herausgeführt, weil er
ihnen gram war, um sie zu töten in der Wüste.
Denn sie sind dein Volk und dein Erbe, das du mit deiner
großen Kraft und mit deinem ausgereckten Arm herausgeführt
hast.
Die neuen Tafeln des Gesetzes
Kapitel 10
Zu derselben Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwei
steinerne Tafeln zu wie die ersten und komm zu mir auf den Berg
und mache dir eine hölzerne Lade,
so will ich auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf
den ersten waren, die du zerbrochen hast; und du sollst sie in
die Lade legen.
So machte ich eine Lade aus Akazienholz und hieb zwei
steinerne Tafeln zu, wie die ersten waren, und ging auf den Berg
und hatte die beiden Tafeln in meinen Händen.
Da schrieb er auf die Tafeln, wie die erste Schrift war,
die Zehn Worte, die der HERR zu euch geredet hatte mitten aus dem
Feuer auf dem Berge zur Zeit der Versammlung; und der HERR gab
sie mir.
Und ich wandte mich und ging vom Berge herab und legte die
Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte, und sie blieben darin,
wie mir der HERR geboten hatte.
Aarons Tod. Aussonderung der Leviten
Und die Kinder Israel zogen aus von Beeroth-Bene-Jaakan
nach Moser. Dort starb Aaron und wurde daselbst begraben. Und
sein Sohn Eleasar wurde Priester an seiner Statt.
Von da zogen sie aus nach Gudgoda, von Gudgoda nach
Jotbatha, in ein Land mit Wasserbächen.
Zur selben Zeit sonderte der HERR den Stamm Levi
aus, die Lade des Bundes des HERRN zu tragen und zu stehen vor
dem HERRN, ihm zu dienen und in seinem Namen zu segnen bis auf
diesen Tag.
Darum werden die Leviten weder Anteil noch Erbe haben mit
ihren Brüdern. Denn der HERR ist ihr Erbteil, wie der HERR,
dein Gott, ihnen zugesagt hat.
Was der Herr von Israel fordert
Ich aber stand auf dem Berge wie das erstemal, vierzig
Tage und vierzig Nächte, und der HERR erhörte mich auch
diesmal und wollte dich nicht verderben.
Er sprach zu mir: Mach dich auf, geh hin und zieh vor dem
Volk her, damit sie hineinkommen und das Land einnehmen, das ich
ihnen geben will, wie ich ihren Vätern geschworen habe.
Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, noch von
dir, als daß du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, daß
du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN,
deinem Gott, dienst von ganzem Herzen und von ganzer Seele,
daß du die Gebote des HERRN hältst und seine
Rechte, die ich dir heute gebiete, auf daß dir's wohlgehe?
Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und
alles, was darinnen ist, das ist des HERRN, deines Gottes.
Und doch hat er nur deine Väter angenommen, daß
er sie liebte, und hat ihre Nachkommen, nämlich euch,
erwählt aus allen Völkern, so wie es heute ist.
So beschneidet nun eure Herzen und seid hinfort
nicht halsstarrig.
Denn der HERR, euer Gott, ist der Gott aller Götter
und der Herr über alle Herren, der große Gott, der
Mächtige und der Schreckliche, der die Person nicht ansieht
und kein Geschenk nimmt
und schafft Recht den Waisen und Witwen und hat die
Fremdlinge lieb, daß er ihnen Speise und Kleider gibt.
Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben; denn ihr seid
auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland.
Den HERRN, deinen Gott, sollst du fürchten, ihm
sollst du dienen, ihm sollst du anhangen und bei seinem Namen
schwören.
Er ist dein Ruhm und dein Gott, der bei dir solche großen
und schrecklichen Dinge getan hat, die deine Augen gesehen haben.
Deine Väter zogen hinab nach Ägypten mit siebzig
Seelen; aber nun hat dich der HERR, dein Gott, zahlreich gemacht
wie die Sterne am Himmel.
Erinnerung an Gottes Wohltaten
Kapitel 11
So sollst du nun den HERRN, deinen Gott, lieben und sein
Gesetz, seine Ordnungen, seine Rechte und seine Gebote halten
dein Leben lang.
Und erkennt heute, was eure Kinder nicht wissen noch
gesehen haben, nämlich die Erziehung durch den HERRN, euren
Gott, dazu seine Herrlichkeit, seine mächtige Hand und
seinen ausgereckten Arm
und seine Zeichen und Werke, die er getan hat unter den
Ägyptern, an dem Pharao, dem König von Ägypten,
und an seinem ganzen Lande;
und was er an der Heeresmacht der Ägypter getan hat,
an ihren Rossen und Wagen, wie er das Wasser des Schilfmeers über
sie brachte, als sie euch nachjagten und sie der HERR umkommen
ließ, bis auf diesen Tag;
und was er euch getan hat in der Wüste, bis ihr an
diesen Ort gekommen seid,
was er Dathan und Abiram getan hat, den Söhnen
Eliabs, des Sohnes Rubens, wie die Erde ihren Mund auftat und sie
verschlang mit all ihren Leuten und ihren Zelten und allem ihrem
Gut, das sie erworben hatten, mitten unter ganz Israel.
Denn eure Augen haben die großen Werke des HERRN
gesehen, die er getan hat.
Segen des Gehorsams – Fluch des Ungehorsams
Darum sollt ihr alle die Gebote halten, die ich dir heute
gebiete, auf daß ihr stark werdet, hineinzukommen und das
Land einzunehmen, dahin ihr zieht, es einzunehmen,
und daß du lange lebest in dem Lande, das der HERR,
wie er euren Vätern geschworen hat, ihnen und ihren
Nachkommen geben will, ein Land, darin Milch und Honig fließt.
Denn das Land, in das du kommst, es einzunehmen, ist nicht
wie Ägyptenland, von dem ihr ausgezogen seid, wo du deinen
Samen säen und selbst tränken mußtest wie einen
Garten,
sondern es hat Berge und Auen, die der Regen vom Himmel
tränkt, -
ein Land, auf das der HERR, dein Gott, achthat und die
Augen des HERRN, deines Gottes, immerdar sehen vom Anfang des
Jahres bis an sein Ende.
Werdet ihr nun auf meine Gebote hören, die ich
euch heute gebiete, daß ihr den HERRN, euren Gott, liebet
und ihm dienet von ganzem Herzen und von ganzer Seele,
so will ich eurem Lande Regen geben zu seiner Zeit,
Frühregen und Spätregen, daß du einsammelst dein
Getreide, deinen Wein und dein Öl,
und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, daß
ihr esset und satt werdet.
Hütet euch aber, daß sich euer Herz nicht
betören lasse, daß ihr abfallet und dienet andern
Göttern und betet sie an,
und daß dann der Zorn des HERRN entbrenne über
euch und schließe den Himmel zu, so daß kein Regen
kommt und die Erde ihr Gewächs nicht gibt und ihr bald
ausgetilgt werdet aus dem guten Lande, das euch der HERR gegeben
hat.
So nehmt nun diese Worte zu Herzen und in eure
Seele und bindet sie zum Zeichen auf eure Hand und macht sie zum
Merkzeichen zwischen euren Augen
und lehrt sie eure Kinder, daß du davon redest, wenn
du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich
niederlegst und wenn du aufstehst.
Und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an deine
Tore,
auf daß ihr und eure Kinder lange lebt in dem Lande,
das der HERR, wie er deinen Vätern geschworen hat, ihnen
geben will, solange die Tage des Himmels über der Erde
währen.
Denn wenn ihr diese Gebote alle halten werdet, die ich
euch gebiete, und danach tut, daß ihr den HERRN, euren
Gott, liebet und wandelt in allen seinen Wegen und ihm anhanget,
so wird der HERR alle diese Völker vor euch her
vertreiben, daß ihr größere und stärkere
Völker beerbt, als ihr es seid.
Alles Land, darauf eure Fußsohle tritt, soll euer
sein: von der Wüste bis an den Berg Libanon und von dem
Strom Euphrat bis ans Meer im Westen soll euer Gebiet sein.
Niemand wird euch widerstehen können. Furcht und
Schrecken vor euch wird der HERR über alles Land kommen
lassen, das ihr betretet, wie er euch zugesagt hat.
Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den
Fluch:
den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des HERRN, eures
Gottes, die ich euch heute gebiete;
den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorchen werdet den
Geboten des HERRN, eures Gottes, und abweicht von dem Wege, den
ich euch heute gebiete, daß ihr andern Göttern
nachwandelt, die ihr nicht kennt.
Wenn dich nun der HERR, dein Gott, in das Land bringt, in
das du kommen sollst, es einzunehmen, so sollst du den Segen
sprechen lassen auf dem Berge Garizim und den Fluch auf dem Berge
Ebal,
die jenseits des Jordan liegen an der Straße gegen
Sonnenuntergang im Lande der Kanaaniter, die im Jordantal wohnen,
Gilgal gegenüber bei der Eiche More.
Denn ihr werdet über den Jordan gehen, daß ihr
hineinkommt, das Land einzunehmen, das euch der HERR, euer Gott,
gegeben hat, damit ihr's einnehmt und darin wohnt.
So habt nun acht, daß ihr tut nach allen Geboten und
Rechten, die ich euch heute vorlege.
MOSE VERKÜNDIGT DIE GESETZE
(Kapitel 12 – 26)
Die von Gott erwählte Opferstätte
Kapitel 12
Dies sind die Gebote und Rechte, die ihr halten sollt, daß
ihr danach tut im Lande, das der HERR, der Gott deiner Väter,
dir gegeben hat, es einzunehmen, solange du im Lande lebst:
Zerstört alle heiligen Stätten, wo die Heiden,
die ihr vertreiben werdet, ihren Göttern gedient haben, es
sei auf hohen Bergen, auf Hügeln oder unter grünen
Bäumen,
und reißt um ihre Altäre und zerbrecht ihre
Steinmale und verbrennt mit Feuer ihre heiligen Pfähle,
zerschlagt die Bilder ihrer Götzen und vertilgt ihren Namen
von jener Stätte.
Ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, so nicht dienen,
sondern die Stätte, die der HERR, euer Gott, erwählen
wird aus allen euren Stämmen, daß er seinen Namen
daselbst wohnen läßt, sollt ihr aufsuchen und dahin
kommen.
Dorthin sollt ihr bringen eure Brandopfer und eure
Schlachtopfer, eure Zehnten und eure heiligen Abgaben, eure
Gelübdeopfer, eure freiwilligen Opfer und die Erstgeburt
eurer Rinder und Schafe.
Und ihr und euer Haus sollt dort vor dem HERRN, eurem
Gott, essen und fröhlich sein über alles, was eure Hand
erworben hat, womit euch der HERR, euer Gott, gesegnet hat.
Ihr sollt es nicht so halten, wie wir es heute hier tun,
ein jeder, was ihn recht dünkt.
Denn ihr seid bisher noch nicht zur Ruhe und zu dem
Erbteil gekommen, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.
Ihr werdet aber über den Jordan gehen und in dem
Lande wohnen, das euch der HERR, euer Gott, zum Erbe austeilen
wird, und er wird euch Ruhe geben vor allen euren Feinden um euch
her, und ihr werdet sicher wohnen.
Wenn nun der HERR, dein Gott, eine Stätte erwählt,
daß sein Name daselbst wohne, sollt ihr dahin bringen
alles, was ich euch gebiete: eure Brandopfer, eure Schlachtopfer,
eure Zehnten, eure heiligen Abgaben und alle eure auserlesenen
Gelübdeopfer, die ihr dem HERRN geloben werdet.
Und ihr sollt fröhlich sein vor dem HERRN, eurem
Gott, ihr und eure Söhne und eure Töchter, eure Knechte
und eure Mägde und die Leviten, die in euren Städten
wohnen; denn sie haben weder Anteil noch Erbe mit euch.
Hüte dich, daß du deine Brandopfer nicht
an jeder Stätte opferst, die du siehst;
sondern an der Stätte, die der HERR erwählt in
einem deiner Stämme, da sollst du dein Brandopfer opfern und
alles tun, was ich dir gebiete.
Doch darfst du in allen deinen Städten ganz nach
Herzenslust schlachten und Fleisch essen nach dem Segen des
HERRN, deines Gottes, den er dir gegeben hat. Der Reine wie der
Unreine dürfen davon essen, so wie man Reh oder Hirsch ißt.
Nur das Blut sollst du nicht essen, sondern auf die Erde
gießen wie Wasser.
Du darfst aber nicht essen in deinen Städten vom
Zehnten deines Getreides, deines Weins, deines Öls, auch
nicht von der Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe oder von
irgendeiner Gabe, die du gelobt hast, oder von deinem
freiwilligen Opfer oder von deiner heiligen Abgabe,
sondern vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du das alles
essen an der Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählt,
du und deine Söhne, deine Töchter, deine Knechte, deine
Mägde und der Levit, der in deiner Stadt lebt, und sollst
fröhlich sein vor dem HERRN, deinem Gott, über alles,
was deine Hand erworben hat.
Und hüte dich, daß du den Leviten nicht leer
ausgehen läßt, solange du in deinem Lande lebst.
Wenn aber der HERR, dein Gott, dein Gebiet
erweitern wird, wie er dir zugesagt hat, und du sprichst: Ich
will Fleisch essen -, weil es dich gelüstet, Fleisch zu
essen, so iß Fleisch ganz nach Herzenslust.
Ist aber die Stätte fern von dir, die der HERR, dein
Gott, erwählt hat, daß er seinen Namen daselbst wohnen
lasse, so schlachte von deinen Rindern oder Schafen, die dir der
HERR gegeben hat, wie ich dir geboten habe, und iß es in
deiner Stadt ganz nach Herzenslust.
So wie man Reh oder Hirsch ißt, darfst du es essen;
der Reine wie der Unreine dürfen's beide essen.
Allein achte darauf, daß du das Blut nicht ißt;
denn das Blut ist das Leben; darum sollst du nicht zugleich mit
dem Fleisch das Leben essen,
sondern du sollst das Blut auf die Erde gießen wie
Wasser
und sollst es nicht essen, auf daß dir's wohlgehe
und deinen Kindern nach dir, weil du getan hast, was recht ist
vor dem HERRN.
Aber deine heiligen Gaben, die dir geboten sind, und was
du gelobst, das sollst du aufladen und an die Stätte
bringen, die der HERR erwählt hat,
und sollst dein Brandopfer mit Fleisch und Blut legen auf
den Altar des HERRN, deines Gottes. Das Blut deiner Schlachtopfer
soll gegossen werden auf den Altar des HERRN, deines Gottes, aber
das Fleisch sollst du essen.
Sieh zu und höre auf alle diese Worte, die ich dir
gebiete, auf daß dir's wohlgehe und deinen Kindern nach dir
ewiglich, weil du getan hast, was recht und wohlgefällig ist
vor dem HERRN, deinem Gott.
Wenn der HERR, dein Gott, vor dir her die Völker
ausrottet, zu denen du kommst, ihr Land einzunehmen, und du es
eingenommen hast und darin wohnst,
so hüte dich, daß du dich nicht verführen
läßt, es ihnen nachzutun, nachdem sie vertilgt sind
vor dir, und daß du nicht fragst nach ihren Göttern
und sprichst: Wie haben diese Völker ihren Göttern
gedient? Ebenso will auch ich es tun!
So sollst du dem HERRN, deinem Gott, nicht dienen; denn
sie haben ihren Göttern alles getan, was dem HERRN ein
Greuel ist und was er haßt; denn sie haben ihren Göttern
sogar ihre Söhne und Töchter mit Feuer verbrannt.
Strafe für falsche Propheten und Verführer zum
Götzendienst
Kapitel 13
° Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten
und danach tun. Ihr sollt nichts dazutun und nichts davontun.
Wenn ein Prophet oder Träumer unter euch
aufsteht und dir ein Zeichen oder Wunder ankündigt
und das Zeichen oder Wunder trifft ein, von dem er dir
gesagt hat, und er spricht: Laß uns andern Göttern
folgen, die ihr nicht kennt, und ihnen dienen,
so sollst du nicht gehorchen den Worten eines solchen
Propheten oder Träumers; denn der HERR, euer Gott, versucht
euch, um zu erfahren, ob ihr ihn von ganzem Herzen und von ganzer
Seele liebhabt.
Dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr folgen und ihn fürchten
und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm
dienen und ihm anhangen.
Der Prophet aber oder der Träumer soll sterben, weil
er euch gelehrt hat, abzufallen von dem HERRN, eurem Gott, der
euch aus Ägyptenland geführt und dich aus der
Knechtschaft erlöst hat, und weil er dich von dem Wege
abbringen wollte, auf dem du wandeln sollst, wie der HERR, dein
Gott, geboten hat -, auf daß du das Böse aus deiner
Mitte wegtust.
Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder
dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau in deinen Armen oder
dein Freund, der dir so lieb ist wie dein Leben, heimlich
überreden würde und sagen: Laß uns hingehen und
andern Göttern dienen, die du nicht kennst noch deine Väter,
von den Göttern der Völker, die um euch her
sind, sie seien dir nah oder fern, von einem Ende der Erde bis
ans andere,
so willige nicht ein und gehorche ihm nicht. Auch soll
dein Auge ihn nicht schonen, und du sollst dich seiner nicht
erbarmen und seine Schuld nicht verheimlichen,
sondern sollst ihn zum Tode bringen. Deine Hand soll die
erste wider ihn sein, ihn zu töten, und danach die Hand des
ganzen Volks.
Man soll ihn zu Tode steinigen, denn er hat dich abbringen
wollen von dem HERRN, deinem Gott, der dich aus Ägyptenland,
aus der Knechtschaft, geführt hat,
auf daß ganz Israel aufhorche und sich fürchte
und man nicht mehr solch Böses tue unter euch.
Wenn du von irgendeiner Stadt, die dir der HERR,
dein Gott, gegeben hat, darin zu wohnen, sagen hörst:
Es sind etliche heillose Leute aufgetreten aus deiner
Mitte und haben die Bürger ihrer Stadt verführt und
gesagt: Laßt uns hingehen und andern Göttern dienen,
die ihr nicht kennt,
so sollst du gründlich suchen, forschen und fragen.
Und wenn sich findet, daß es gewiß ist, daß
solch ein Greuel unter euch geschehen ist,
so sollst du die Bürger dieser Stadt erschlagen mit
der Schärfe des Schwerts und an ihr den Bann vollstrecken,
an allem, was darin ist, auch an ihrem Vieh, mit der Schärfe
des Schwerts.
Und alles, was in ihr erbeutet wird, sollst du sammeln
mitten auf dem Marktplatz und mit Feuer verbrennen die Stadt und
alle ihre Beute als ein Ganzopfer für den HERRN, deinen
Gott, daß sie in Trümmern liege für immer und nie
wieder aufgebaut werde.
Und laß nichts von dem, was dem Bann verfallen ist,
an deiner Hand kleben, auf daß der HERR von seinem
grimmigen Zorn abgewendet werde und gebe dir Barmherzigkeit und
erbarme sich deiner und mehre dich, wie er deinen Vätern
geschworen hat,
wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst und
alle seine Gebote hältst, die ich dir heute gebiete, daß
du tust, was recht ist vor den Augen des HERRN, deines Gottes.
Verbot heidnischer Trauergebräuche.
Reine und unreine Speisen
Kapitel 14
Ihr seid Kinder des HERRN, eures Gottes. Ihr sollt euch um
eines Toten willen nicht wund ritzen noch kahl scheren über
den Augen.
Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott, und
der HERR hat dich erwählt, daß du sein Eigentum seist,
aus allen Völkern, die auf Erden sind.
Du sollst nichts essen, was dem Herrn ein Greuel
ist.
Dies aber sind die Tiere, die ihr essen dürft: Rind,
Schaf, Ziege,
Hirsch, Reh, Damhirsch, Steinbock, Gemse, Auerochs und
Antilope.
Jedes Tier, das gespaltene Klauen hat, ganz
durchgespalten, und das wiederkäut, dürft ihr essen.
Diese Tiere aber sollt ihr nicht essen unter denen, die
wiederkäuen und die gespaltene Klauen haben: das Kamel, den
Hasen und den Klippdachs, die wiederkäuen, deren Klauen aber
nicht ganz durchgespalten sind; darum sollen sie euch unrein
sein.
Das Schwein, das zwar durchgespaltene Klauen hat, aber
nicht wiederkäut, soll euch darum unrein sein. Ihr Fleisch
sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr nicht anrühren.
Dies ist, was ihr essen dürft von allem, was im
Wasser lebt: alles, was Flossen und Schuppen hat, dürft ihr
essen.
Was aber weder Flossen noch Schuppen hat, sollt ihr nicht
essen; denn es ist euch unrein.
Alle reinen Vögel esset.
Diese aber sind es, die ihr nicht essen sollt: der Adler,
der Habicht, der Fischaar,
der Taucher, die Weihe, der Geier mit seinen Arten
und alle Raben mit ihren Arten,
der Strauß, die Nachteule, der Kuckuck, der Sperber
mit seinen Arten,
das Käuzchen, der Uhu, die Fledermaus,
die Rohrdommel, der Storch, der Schwan,
der Reiher, der Häher mit seinen Arten, der
Wiedehopf, die Schwalbe.
Auch alles, was Flügel hat und kriecht, soll euch
unrein sein, und ihr sollt es nicht essen.
Die reinen Vögel dürft ihr essen.
Ihr sollt kein Aas essen; dem Fremdling in deiner
Stadt darfst du's geben, daß er's esse oder daß er's
verkaufe einem Ausländer; denn du bist ein heiliges Volk dem
HERRN, deinem Gott. Du sollst das Böcklein nicht kochen in
der Milch seiner Mutter.
Abgabe des Zehnten
Du sollst alle Jahre den Zehnten absondern von allem
Ertrag deiner Saat, der aus deinem Acker kommt,
und sollst davon essen vor dem HERRN, deinem Gott, an der
Stätte, die er erwählt, daß sein Name daselbst
wohne, nämlich vom Zehnten deines Getreides, deines Weins,
deines Öls und von der Erstgeburt deiner Rinder und deiner
Schafe, auf daß du fürchten lernst den HERRN, deinen
Gott, dein Leben lang.
Wenn aber der Weg zu weit ist für dich, daß
du's nicht hintragen kannst, weil die Stätte dir zu fern
ist, die der HERR, dein Gott, erwählt hat, daß er
seinen Namen daselbst wohnen lasse, wenn der HERR, dein Gott,
dich gesegnet hat,
so mache es zu Geld und nimm das Geld in deine Hand und
geh an die Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählt
hat,
und gib das Geld für alles, woran dein Herz Lust hat,
es sei für Rinder, Schafe, Wein, starkes Getränk oder
für alles, was dein Herz wünscht, und iß dort vor
dem HERRN, deinem Gott, und sei fröhlich, du und dein Haus
und der Levit, der in deiner Stadt lebt; den sollst du
nicht leer ausgehen lassen, denn er hat weder Anteil noch Erbe
mit dir.
Alle drei Jahre sollst du aussondern den ganzen
Zehnten vom Ertrag dieses Jahres und sollst ihn hinterlegen in
deiner Stadt.
Dann soll kommen der Levit, der weder Anteil noch Erbe mit
dir hat, und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in
deiner Stadt leben, und sollen essen und sich sättigen, auf
daß dich der HERR, dein Gott, segne in allen Werken deiner
Hand, die du tust.
Das Erlaßjahr
Kapitel 15
Alle sieben Jahre sollst du ein Erlaßjahr halten.
So aber soll's zugehen mit dem Erlaßjahr: Wenn einer
seinem Nächsten etwas geborgt hat, der soll's ihm erlassen
und soll's nicht eintreiben von seinem Nächsten oder von
seinem Bruder; denn man hat ein Erlaßjahr ausgerufen dem
HERRN.
Von einem Ausländer darfst du es eintreiben; aber
dem, der dein Bruder ist, sollst du es erlassen.
Es sollte überhaupt kein Armer unter euch sein; denn
der HERR wird dich segnen in dem Lande, das dir der HERR, dein
Gott, zum Erbe geben wird,
wenn du nur der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst
und alle diese Gebote hältst, die ich dir heute gebiete, daß
du danach tust!
Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen, wie er dir
zugesagt hat. Dann wirst du vielen Völkern leihen, doch du
wirst von niemand borgen; du wirst über viele Völker
herrschen, doch über dich wird niemand herrschen.
Wenn einer deiner Brüder arm ist in
irgendeiner Stadt in deinem Lande, das der HERR, dein Gott, dir
geben wird, so sollst du dein Herz nicht verhärten und deine
Hand nicht zuhalten gegenüber deinem armen Bruder,
sondern sollst sie ihm auftun und ihm leihen, soviel er
Mangel hat.
Hüte dich, daß nicht in deinem Herzen ein
arglistiger Gedanke aufsteige, daß du sprichst: Es naht das
siebente Jahr, das Erlaßjahr -, und daß du deinen
armen Bruder nicht unfreundlich ansiehst und ihm nichts gibst;
sonst wird er wider dich zu dem HERRN rufen, und bei dir wird
Sünde sein.
Sondern du sollst ihm geben, und dein Herz soll sich's
nicht verdrießen lassen, daß du ihm gibst; denn dafür
wird dich der HERR, dein Gott, segnen in allen deinen Werken und
in allem, was du unternimmst.
Es werden allezeit Arme sein im Lande; darum
gebiete ich dir und sage, daß du deine Hand auftust deinem
Bruder, der bedrängt und arm ist in deinem Lande.
Über die Freilassung hebräischer Sklaven
Wenn sich dein Bruder, ein Hebräer oder eine
Hebräerin, dir verkauft, so soll er dir sechs Jahre dienen;
im siebenten Jahr sollst du ihn als frei entlassen.
Und wenn du ihn freigibst, sollst du ihn nicht mit leeren
Händen von dir gehen lassen,
sondern du sollst ihm aufladen von deinen Schafen, von
deiner Tenne, von deiner Kelter, so daß du gibst von dem,
womit dich der HERR, dein Gott, gesegnet hat,
und sollst daran denken, daß du auch Knecht warst in
Ägyptenland und der HERR, dein Gott, dich erlöst hat;
darum gebiete ich dir solches heute.
Wird er aber zu dir sprechen: Ich will nicht fortgehen von
dir, denn ich habe dich und dein Haus lieb – weil ihm wohl
bei dir ist -,
so nimm einen Pfriemen und durchbohre ihm sein Ohr an dem
Pfosten der Tür und laß ihn für immer deinen
Knecht sein. Mit deiner Magd sollst du ebenso tun.
Und laß dir's nicht schwerfallen, daß du ihn
freiläßt, denn er hat dir sechs Jahre wie zwei
Tagelöhner gedient; so wird der HERR, dein Gott, dich segnen
in allem, was du tust.
Heiligung der Erstgeburt
Alle Erstgeburt, die unter deinen Rindern und Schafen
geboren wird, sollst du, wenn sie männlich ist, dem HERRN,
deinem Gott, heiligen. Du sollst nicht ackern mit dem Erstling
deiner Rinder und nicht scheren die Erstlinge deiner Schafe.
Vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du sie essen jährlich
an der Stätte, die der HERR erwählt, du und dein Haus.
Wenn's aber einen Fehler hat, daß es hinkt oder
blind ist oder sonst irgendeinen bösen Fehler hat, so sollst
du es nicht opfern dem HERRN, deinem Gott;
sondern in deiner Stadt sollst du es essen, du seist
unrein oder rein, wie man Reh und Hirsch ißt,
nur daß du sein Blut nicht ißt, sondern es auf
die Erde gießt wie Wasser!
Von den drei jährlichen Hauptfesten
Kapitel 16
Achte auf den Monat Abib,
daß du Passa hältst dem HERRN, deinem Gott; denn im
Monat Abib hat dich der HERR, dein Gott, bei Nacht aus Ägypten
geführt.
Und du sollst dem HERRN, deinem Gott, das Passa
schlachten, Schafe und Rinder, an der Stätte, die der HERR
erwählen wird, daß sein Name daselbst wohne.
Du sollst kein Gesäuertes dazu essen. Sieben Tage
sollst du Ungesäuertes essen, Brot des Elends – denn
in Hast bist du aus Ägyptenland geflohen -, auf daß du
des Tages deines Auszugs aus Ägyptenland gedenkst dein Leben
lang.
Es soll sieben Tage lang kein Sauerteig gesehen werden in
deinem ganzen Lande und soll auch nichts vom Fleisch, das am
Abend des ersten Tages geschlachtet ist, über Nacht bleiben
bis zum Morgen.
Du darfst nicht Passa schlachten in irgendeiner
deiner Städte, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat,
sondern an der Stätte, die der HERR, dein Gott,
erwählen wird, daß sein Name daselbst wohne. Da sollst
du das Passa schlachten am Abend, wenn die Sonne untergegangen
ist, zu der Zeit, als du aus Ägypten zogst,
und sollst es kochen und essen an der Stätte, die der
HERR, dein Gott, erwählen wird, und sollst am Morgen
umkehren und heimgehen in deine Wohnung.
Sechs Tage sollst du Ungesäuertes essen, und am
siebenten Tag ist Festversammlung für den HERRN, deinen
Gott; da sollst du keine Arbeit tun.
Sieben Wochen sollst du zählen und damit
anfangen, wenn man zuerst die Sichel an die Halme legt,
und sollst das Wochenfest halten dem HERRN, deinem Gott,
und eine freiwillige Gabe deiner Hand geben je nach dem, wie dich
der HERR, dein Gott, gesegnet hat.
Und sollst fröhlich sein vor dem HERRN, deinem Gott,
du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd und der
Levit, der in deiner Stadt lebt, der Fremdling, die Waise und die
Witwe, die in deiner Mitte sind, an der Stätte, die der
HERR, dein Gott, erwählen wird, daß sein Name da
wohne.
Denke daran, daß du Knecht in Ägypten gewesen
bist, und beachte und halte diese Gebote.
Das Laubhüttenfest sollst du halten sieben
Tage, wenn du eingesammelt hast von deiner Tenne und von deiner
Kelter,
und du sollst fröhlich sein an deinem Fest, du und
dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, der Levit, der
Fremdling, die Waise und die Witwe, die in deiner Stadt leben.
Sieben Tage sollst du dem HERRN, deinem Gott, das Fest
halten an der Stätte, die der HERR erwählen wird. Denn
der HERR, dein Gott, wird dich segnen in deiner ganzen Ernte und
in allen Werken deiner Hände; darum sollst du fröhlich
sein.
Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist
in deiner Mitte, vor dem HERRN, deinem Gott, erscheinen, an der
Stätte, die der HERR erwählen wird: zum Fest der
ungesäuerten Brote, zum Wochenfest und zum Laubhüttenfest.
Sie sollen aber nicht mit leeren Händen vor dem HERRN
erscheinen,
sondern ein jeder mit dem, was er zu geben vermag, nach
dem Segen, den dir der HERR, dein Gott, gegeben hat.
Von den Richtern und Amtleuten
Richter und Amtleute sollst du dir bestellen in allen
Toren deiner Städte, die dir der HERR, dein Gott, geben
wird, in jedem deiner Stämme, daß sie das Volk richten
mit gerechtem Gericht.
Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch die
Person nicht ansehen und keine Geschenke nehmen; denn Geschenke
machen die Weisen blind und verdrehen die Sache der Gerechten.
Was recht ist, dem sollst du nachjagen, damit du leben und
das Land einnehmen kannst, das dir der HERR, dein Gott, geben
wird.
Verbot heidnischer Kultbräuche.
Strafe für Abgötterei
Du sollst dir keinen Holzpfahl als Ascherabild errichten
bei dem Altar des HERRN, deines Gottes, den du dir machst.
Du sollst dir kein Steinmal aufrichten; denn das haßt
der HERR, dein Gott.
Kapitel 17
Du sollst dem HERRN, deinem Gott, kein Rind oder
Schaf opfern, das einen Fehler oder irgendetwas Schlimmes an sich
hat; denn das ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.
Wenn bei dir in einer deiner Städte, die dir
der HERR, dein Gott, geben wird, jemand gefunden wird, Mann oder
Frau, der da tut, was dem HERRN, deinem Gott, mißfällt,
daß er seinen Bund übertritt
und hingeht und dient andern Göttern und betet sie
an, es sei Sonne oder Mond oder das ganze Heer des Himmels, was
ich nicht geboten habe,
und es wird dir angezeigt, und du hörst es, so sollst
du gründlich danach forschen. Und wenn du findest, daß
es gewiß wahr ist, daß solch ein Greuel in Israel
geschehen ist,
so sollst du den Mann oder die Frau, die eine solche
Übeltat begangen haben, hinausführen zu deinem Tor und
sollst sie zu Tode steinigen.
Auf zweier oder dreier Zeugen Mund soll sterben, wer des
Todes wert ist, aber auf nur eines Zeugen Mund soll er
nicht sterben.
Die Hand der Zeugen soll die erste sein, ihn zu töten,
und danach die Hand des ganzen Volks, daß du das Böse
aus deiner Mitte wegtust.
Einsetzung eines Obergerichtes
Wenn eine Sache vor Gericht dir zu schwer sein wird, es
gehe um Blutschuld, um Schaden, um Gewalttat oder was sonst
Streitsachen sind in deinen Toren, so sollst du dich aufmachen
und hinaufgehen zu der Stätte, die der HERR, dein Gott,
erwählen wird,
und zu den levitischen Priestern kommen und zu dem
Richter, der zu der Zeit sein wird, und sie befragen. Die sollen
dir das Urteil sagen.
Und du sollst tun nach dem, was sie dir sagen an der
Stätte, die der HERR erwählen wird, und sollst es
halten, daß du tust nach allem, was sie dich lehren werden.
An die Weisung, die sie dir geben, und an das Urteil, das
sie dir sagen, sollst du dich halten, so daß du davon nicht
abweichst weder zur Rechten noch zur Linken.
Und wenn jemand vermessen handeln würde, daß er
dem Priester nicht gehorcht, der dort im Dienst des HERRN, deines
Gottes, steht, oder dem Richter, der soll sterben, und du sollst
das Böse aus Israel wegtun,
auf daß alles Volk aufhorche und sich fürchte
und nicht mehr vermessen sei.
Das Königsgesetz
Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott,
geben wird, und es einnimmst und darin wohnst und dann sagst: Ich
will einen König über mich setzen, wie ihn alle Völker
um mich her haben,
so sollst du den zum König über dich setzen, den
der HERR, dein Gott, erwählen wird. Du sollst aber einen aus
deinen Brüdern zum König über dich setzen. Du
darfst nicht irgendeinen Ausländer, der nicht dein Bruder
ist, über dich setzen.
Nur daß er nicht viele Rosse halte und führe
das Volk nicht wieder nach Ägypten, um die Zahl seiner Rosse
zu mehren, weil der HERR euch gesagt hat, daß ihr hinfort
nicht wieder diesen Weg gehen sollt.
Er soll auch nicht viele Frauen nehmen, daß sein
Herz nicht abgewandt werde, und soll auch nicht viel Silber und
Gold sammeln.
Und wenn er nun sitzen wird auf dem Thron seines
Königreichs, soll er eine Abschrift dieses Gesetzes, wie es
den levitischen Priestern vorliegt, in ein Buch schreiben lassen.
Das soll bei ihm sein, und er soll darin lesen sein Leben
lang, damit er den HERRN, seinen Gott, fürchten lernt, daß
er halte alle Worte dieses Gesetzes und diese Rechte und danach
tue.
Sein Herz soll sich nicht erheben über seine Brüder
und soll nicht weichen von dem Gebot weder zur Rechten noch zur
Linken, auf daß er verlängere die Tage seiner
Herrschaft, er und seine Söhne, in Israel.
5.
Mose 18-34
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