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DIE BIBEL
Heilige
Schrift
DER PROPHET
SACHARJA
Kapitel 1 -
14
Die Geschichte der Väter mahnt zur Buße
Kapitel 1
Im achten Monat des zweiten
Jahrs des Königs Darius geschah das Wort des HERRN zu
Sacharja, dem Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, dem Propheten:
Der HERR ist zornig
gewesen über eure Väter.
Aber sprich zum Volk: So
spricht der HERR Zebaoth: Kehrt euch zu mir, spricht der HERR
Zebaoth, so will ich mich zu euch kehren, spricht der HERR
Zebaoth.
Seid nicht wie eure Väter,
denen die früheren Propheten predigten und sprachen: «So
spricht der HERR Zebaoth: Kehrt um von euren bösen Wegen und
von eurem bösen Tun!», aber sie gehorchten nicht und
achteten nicht auf mich, spricht der HERR.
Wo sind nun eure Väter?
Und die Propheten, leben sie noch?
Aber haben nicht meine Worte
und meine Gebote, die ich durch meine Knechte, die Propheten,
gab, eure Väter getroffen, daß sie haben umkehren
müssen und sagen: «Wie der HERR Zebaoth vorhatte, uns
zu tun nach unsern Wegen und Taten, so hat er uns auch getan»?
Die erste Vision:
Der Mann auf dem roten Pferd
Am vierundzwanzigsten Tage des
elften Monats – das ist der Monat Sebat – im zweiten
Jahr des Königs Darius geschah das Wort des HERRN zu
Sacharja, dem Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, dem Propheten:
Ich sah in dieser
Nacht, und siehe, ein Mann saß auf einem roten Pferde, und
er hielt zwischen den Myrten im Talgrund, und hinter ihm waren
rote, braune und weiße Pferde.
Und ich sprach: Mein Herr, wer
sind diese? Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Ich
will dir zeigen, wer diese sind.
Und der Mann, der zwischen den Myrten hielt, antwortete:
Diese sind's, die der HERR ausgesandt hat, die Lande zu
durchziehen.
Sie aber antworteten dem Engel des HERRN, der zwischen den
Myrten hielt, und sprachen: Wir haben die Lande durchzogen, und
siehe, alle Lande liegen ruhig und still.
Da hob der Engel des HERRN an und sprach: HERR Zebaoth,
wie lange noch willst du dich nicht erbarmen über Jerusalem
und über die Städte Judas, über die du zornig bist
schon siebzig Jahre?
Und der HERR antwortete dem Engel, der mit mir redete,
freundliche Worte und tröstliche Worte.
Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Predige
und sprich: So spricht der HERR Zebaoth: Ich eifere für
Jerusalem und Zion mit großem Eifer
und bin sehr zornig über die stolzen Völker;
denn ich war nur ein wenig zornig, sie aber halfen zum Verderben.
Darum spricht der HERR: Ich will mich wieder
Jerusalem zuwenden mit Barmherzigkeit, und mein Haus soll darin
wieder aufgebaut werden, spricht der HERR Zebaoth, und die
Meßschnur soll über Jerusalem gespannt werden.
Und weiter predige und sprich: So spricht der HERR
Zebaoth: Es sollen meine Städte wieder Überfluß
haben an Gutem, und der HERR wird Zion wieder trösten und
wird Jerusalem wieder erwählen.
Die zweite Vision:
Die vier Hörner und die vier Schmiede
Kapitel 2
° Und ich hob
meine Augen auf und sah, und siehe, da waren vier Hörner.
Und ich sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Wer sind
diese? Er sprach zu mir: Es sind die Hörner, die Juda, das
ist Israel, und Jerusalem zerstreut haben.
Und der HERR zeigte mir vier Schmiede.
Da sprach ich: Was wollen die machen? Er sprach: Jene sind
die Hörner, die Juda so zerstreut haben, daß niemand
sein Haupt hat erheben können; diese aber sind gekommen,
jene abzuschrecken und die Hörner der Völker
abzuschlagen, die ihr Horn gegen das Land Juda erhoben haben, um
es zu zerstreuen.
Die dritte Vision:
Der Mann mit der Meßschnur
Und ich hob meine
Augen auf und sah, und siehe, ein Mann hatte eine Meßschnur
in der Hand.
Und ich sprach: Wo gehst du hin? Er sprach zu mir:
Jerusalem auszumessen und zu sehen, wie lang und breit es werden
soll.
Und siehe, der Engel, der mit mir redete, stand da, und
ein anderer Engel ging heraus ihm entgegen
und sprach zu ihm: Lauf hin und sage diesem jungen Mann:
Jerusalem soll ohne Mauern bewohnt werden wegen der großen
Menge der Menschen und des Viehs, die darin sein wird.
Doch ich will, spricht der
HERR, eine feurige Mauer rings um sie her sein und will mich
herrlich darin erweisen.
Die neue Zeit für Israel und die Völker
Auf, auf! Flieht
aus dem Lande des Nordens! spricht der HERR; denn ich habe euch
in die vier Winde unter dem Himmel zerstreut, spricht der HERR.
Auf, Zion, die du wohnst bei der Tochter Babel, entrinne!
Denn so spricht der HERR Zebaoth, der mich gesandt hat,
über die Völker, die euch beraubt haben: Wer euch
antastet, der tastet meinen Augapfel an.
Denn siehe, ich will meine Hand über sie schwingen,
daß sie eine Beute derer werden sollen, die ihnen haben
dienen müssen. - Und ihr sollt erkennen, daß mich der
HERR Zebaoth gesandt hat.
Freue dich und sei
fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will
bei dir wohnen, spricht der HERR.
Und es sollen zu der Zeit
viele Völker sich zum HERRN wenden und sollen mein Volk
sein, und ich will bei dir wohnen. - Und du sollst erkennen, daß
mich der HERR Zebaoth zu dir gesandt hat.
Und der HERR wird Juda in
Besitz nehmen als sein Erbteil in dem heiligen Lande und wird
Jerusalem wieder erwählen.
Alles Fleisch sei stille vor
dem HERRN; denn er hat sich aufgemacht von seiner heiligen
Stätte!
Die vierte Vision:
Der Hohepriester Josua
Kapitel 3
Und er ließ mich sehen
den Hohenpriester Josua, wie er vor dem Engel des HERRN stand,
und der Satan stand zu seiner Rechten, um ihn zu verklagen.
Und der Engel des HERRN sprach
zu dem Satan: Der HERR schelte dich, du Satan! Ja, der HERR, der
Jerusalem erwählt hat, schelte dich! Ist dieser nicht ein
Brandscheit, das aus dem Feuer gerettet ist?
Josua aber hatte unreine
Kleider an und stand vor dem Engel,
der anhob und sprach zu denen,
die vor ihm standen: Tut die unreinen Kleider von ihm! Und er
sprach zu ihm: Sieh her, ich nehme deine Sünde von dir und
lasse dir Feierkleider anziehen.
Und er sprach: Setzt ihm einen
reinen Kopfbund auf das Haupt! Und sie setzten ihm einen reinen
Kopfbund auf das Haupt und zogen ihm reine Kleider an, und der
Engel des HERRN stand dabei.
Und der Engel des HERRN
bezeugte es Josua und sprach:
So spricht der HERR Zebaoth:
Wirst du in meinen Wegen wandeln und meinen Dienst recht
versehen, so sollst du mein Haus regieren und meine Vorhöfe
bewahren. Und ich will dir Zugang zu mir geben mit diesen, die
hier stehen.
Höre nun, Josua,
du Hoherpriester: Du und deine Brüder, die vor dir sitzen,
sind miteinander ein Zeichen; denn siehe, ich will meinen Knecht,
«den Sproß», kommen lassen.
Siehe, auf dem einen
Stein, den ich vor Josua hingelegt habe, sind sieben Augen.
Siehe, ich will auf ihm eine Inschrift eingraben, spricht der
HERR Zebaoth, und will die Sünde des Landes wegnehmen an
einem einzigen Tag.
Zu derselben Zeit,
spricht der HERR Zebaoth, wird einer den andern einladen unter
den Weinstock und unter den Feigenbaum.
Die fünfte Vision:
Der goldene Leuchter und die zwei Ölbäume
Kapitel 4
Und der Engel, der mit mir
redete, weckte mich abermals auf, wie man vom Schlaf erweckt
wird,
und sprach zu mir: Was siehst
du? Ich aber sprach: Ich sehe, und siehe, da steht ein Leuchter,
ganz aus Gold, mit einer Schale oben darauf, auf der sieben
Lampen sind und sieben Schnauzen an jeder Lampe,
und zwei Ölbäume
dabei, einer zu seiner Rechten, der andere zu seiner Linken.
Und ich hob an und sprach zu
dem Engel, der mit mir redete: Mein Herr, was ist das?
Und der Engel, der mit mir
redete, antwortete und sprach zu mir: Weißt du nicht, was
das ist? Ich aber sprach: Nein, mein Herr.
Verheißung über Serubabel
Und er antwortete und sprach
zu mir: Das ist das Wort des HERRN an Serubabel: Es soll nicht
durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen;
spricht der HERR Zebaoth.
Wer bist du, du großer
Berg, der du doch vor Serubabel zur Ebene werden mußt? Er
wird hervorholen den Schlußstein, so daß man rufen
wird: Glück zu! Glück zu!
Und es geschah zu mir
das Wort des HERRN:
Die Hände Serubabels
haben dies Haus gegründet, seine Hände sollen's auch
vollenden, damit ihr erkennt, daß mich der HERR Zebaoth zu
euch gesandt hat.
Denn wer immer den Tag des
geringen Anfangs verachtet hat, wird doch mit Freuden sehen den
Schlußstein in Serubabels Hand.
Jene sieben sind des HERRN
Augen, die alle Lande durchziehen.*
*Dieser Satz
gehört wohl zu Kapitel 3,9.
Deutung der fünften Vision
Und ich hob an und sprach zu
ihm: Was sind die zwei Ölbäume zur Rechten und zur
Linken des Leuchters?
Und ich sprach weiter zu ihm:
Was sind die beiden Zweige der Ölbäume bei den zwei
goldenen Röhren, aus denen das goldene Öl herabfließt?
Und er sprach zu mir: Weißt
du nicht, was sie sind? Ich aber sprach: Nein, mein Herr.
Und er sprach: Es sind die
zwei Gesalbten, die vor dem Herrscher aller Lande stehen.
Die sechste Vision:
Die fliegende Schriftrolle
Kapitel 5
Und ich hob meine Augen
abermals auf und sah, und siehe, da war eine fliegende
Schriftrolle.
Und er sprach zu mir: Was
siehst du? Ich aber sprach: Ich sehe eine fliegende Schriftrolle,
die ist zwanzig Ellen lang und zehn Ellen breit.
Und er sprach zu mir: Das ist
der Fluch, der ausgeht über das ganze Land; denn alle Diebe
werden nach dieser Schrift von hier ausgefegt und alle
Meineidigen werden nach dieser Schrift von hier ausgefegt.
Ich will ihn ausgehen lassen,
spricht der HERR Zebaoth, daß er kommen soll über das
Haus des Diebes und über das Haus dessen, der bei meinem
Namen falsch schwört. Und er soll in dem Haus bleiben und
soll's verzehren samt seinem Holz und seinen Steinen.
Die siebente Vision:
Die Frau in der Tonne
Und der Engel, der mit mir
redete, trat hervor und sprach zu mir: Hebe deine Augen auf und
sieh! Was kommt da hervor?
Und ich sprach: Was ist das?
Er aber sprach: Das ist eine Tonne, die da hervorkommt –
und sprach weiter: Das ist die Sünde im ganzen Lande.
Und siehe, es hob sich der
Deckel aus Blei, und da war eine Frau, die saß in der
Tonne.
Er aber sprach: Das ist die
Gottlosigkeit. Und er stieß sie in die Tonne und warf den
Deckel aus Blei oben auf die Öffnung.
Und ich hob meine Augen auf
und sah, und siehe, zwei Frauen traten heran und hatten Flügel,
die der Wind trieb – es waren aber Flügel wie
Storchenflügel -, und sie trugen die Tonne zwischen Erde und
Himmel dahin.
Und ich sprach zum Engel, der
mit mir redete: Wo tragen diese die Tonne hin?
Er aber sprach zu mir: Daß
ihr ein Tempel gebaut werde im Lande Sinear und sie dort
aufgestellt werde.
Die achte Vision:
Die vier Wagen
Kapitel 6
Und ich hob meine Augen
abermals auf und sah, und siehe, da waren vier Wagen, die kamen
zwischen den zwei Bergen hervor; die Berge aber waren aus Kupfer.
Am ersten Wagen waren rote
Rosse, am zweiten Wagen waren schwarze Rosse,
am dritten Wagen waren weiße
Rosse, am vierten Wagen waren scheckige Rosse, allesamt stark.
Und ich hob an und sprach zum
Engel, der mit mir redete: Mein Herr, wer sind diese?
Der Engel antwortete und
sprach zu mir: Es sind die vier Winde unter dem Himmel, die
hervorkommen, nachdem sie gestanden haben vor dem Herrscher aller
Lande.
* Die schwarzen Rosse ziehen
nach Norden, die weißen ziehen nach Westen und die
scheckigen ziehen nach Süden.
*Vermutlich
ist ausgefallen: «Die roten Rosse ziehen nach Osten.»
Und die starken Rosse wollten
sich aufmachen, um die Lande zu durchziehen. Und er sprach: Geht
hin und durchzieht die Lande! Und sie durchzogen die Lande.
Und er rief mich an und redete
mit mir und sprach: Sieh, die nach Norden ziehen, lassen meinen
Geist ruhen im Lande des Nordens.
Die Krönung Josuas
Und des HERRN Wort geschah zu
mir:
Nimm von den Weggeführten,
von Heldai und von Tobia und von Jedaja, die von Babel gekommen
sind, und geh an diesem selben Tage ins Haus Josias, des Sohnes
Zephanjas,
nimm von ihnen Silber und Gold
und mache Kronen und kröne das Haupt Josuas, des
Hohenpriesters, des Sohnes Jozadaks,
und sprich zu ihm: So spricht
der HERR Zebaoth: Siehe, es ist ein Mann, der heißt
«Sproß»; denn unter ihm wird's sprossen, und er
wird bauen des HERRN Tempel.
Ja, den Tempel des HERRN wird
er bauen, und er wird herrlich geschmückt sein und wird
sitzen und herrschen auf seinem Thron. Und ein Priester wird sein
zu seiner Rechten, und es wird Friede sein zwischen den beiden.
Und die Kronen sollen zum
Andenken an Heldai, Tobia, Jedaja und den Sohn Zephanjas im
Tempel des HERRN bleiben.
Und es werden kommen von
ferne, die am Tempel des HERRN bauen werden. Da werdet ihr
erkennen, daß mich der HERR Zebaoth zu euch gesandt hat;
und das soll geschehen, wenn ihr gehorchen werdet der Stimme des
HERRN, eures Gottes.
Am bloßen Fasten hat Gott kein Gefallen
Kapitel 7
Und es geschah im vierten Jahr
des Königs Darius am vierten Tag des neunten Monats, der
Kislew heißt, daß des HERRN Wort zu Sacharja geschah.
Damals sandte Bethel den
Sarezer und den Regem-Melech mit seinen Leuten, um den HERRN
anzuflehen,
und ließ die Priester,
die zum Hause des HERRN Zebaoth gehörten, und die Propheten
fragen: Muß ich immer noch im fünften Monat weinen und
Fasten halten, wie ich es nun so viele Jahre getan habe?
Und des HERRN Zebaoth Wort
geschah zu mir:
Sage allem Volk im Lande und
den Priestern und sprich: Als ihr fastetet und Leid trugt im
fünften und siebenten Monat diese siebzig Jahre lang, habt
ihr da für mich gefastet?
Und wenn ihr eßt und
trinkt, eßt und trinkt ihr da nicht für euch selbst?
Gottes Gericht über die Unbrüderlichkeit
Ist's nicht das, was der HERR
durch die früheren Propheten predigen ließ, als
Jerusalem bewohnt war und Frieden hatte samt seinen Städten
ringsum und Leute im Südland und im Hügelland wohnten
- und des HERRN Wort geschah
zu Sacharja -,
daß der HERR Zebaoth
sprach: Richtet recht, und ein jeder erweise seinem Bruder
Güte und Barmherzigkeit,
und tut nicht Unrecht den Witwen, Waisen, Fremdlingen
und Armen, und denke keiner gegen seinen Bruder etwas Arges in
seinem Herzen!
Aber sie wollten nicht
aufmerken und kehrten mir den Rücken zu und verstockten ihre
Ohren, um nicht zu hören,
und machten ihre Herzen hart
wie Diamant, damit sie nicht hörten das Gesetz und die
Worte, die der HERR Zebaoth durch seinen Geist sandte durch die
früheren Propheten. Daher ist so großer Zorn vom HERRN
Zebaoth gekommen.
Und es ist so ergangen:
Gleichwie gepredigt wurde und sie nicht hörten, so wollte
ich auch nicht hören, als sie riefen, spricht der HERR
Zebaoth.
Darum habe ich sie zerstreut
unter alle Heiden, die sie nicht kannten, und das Land blieb
verwüstet hinter ihnen liegen, so daß niemand mehr
darin hin- und herzog; so haben sie das liebliche Land zur Wüste
gemacht.
Das künftige Heil für das Volk Gottes
Kapitel 8
Und es geschah des HERRN Wort:
So spricht der HERR Zebaoth:
Ich eifere für Zion mit großem Eifer und eifere um
seinetwillen in großem Zorn.
So spricht der HERR:
Ich kehre wieder auf den Zion zurück und will zu Jerusalem
wohnen, daß Jerusalem eine Stadt der Treue heißen
soll und der Berg des HERRN Zebaoth ein heiliger Berg.
So spricht der HERR
Zebaoth: Es sollen hinfort wieder sitzen auf den Plätzen
Jerusalems alte Männer und Frauen, jeder mit seinem Stock in
der Hand vor hohem Alter,
und die Plätze der Stadt
sollen voll sein von Knaben und Mädchen, die dort spielen.
So spricht der HERR
Zebaoth: Erscheint dies auch unmöglich in den Augen derer,
die in dieser Zeit übriggeblieben sind von diesem Volk,
sollte es darum auch unmöglich erscheinen in meinen
Augen? spricht der HERR Zebaoth.
So spricht der HERR
Zebaoth: Siehe, ich will mein Volk erlösen aus dem Lande
gegen Aufgang und aus dem Lande gegen Niedergang der Sonne
und will sie heimbringen, daß
sie in Jerusalem wohnen. Und sie sollen mein Volk sein, und ich
will ihr Gott sein in Treue und Gerechtigkeit.
So spricht der HERR
Zebaoth: Stärket eure Hände, die ihr diese Worte hört
in dieser Zeit durch der Propheten Mund – an dem Tage, da
der Grund gelegt wurde zum Hause des HERRN Zebaoth, auf daß
der Tempel gebaut würde.
Denn vor diesen Tagen war der
Menschen Arbeit vergebens, und auch der Tiere Arbeit erbrachte
nichts; und vor lauter Feinden war kein Friede für die, die
aus- und einzogen, und ich ließ alle Menschen aufeinander
los, einen jeden gegen seinen Nächsten.
Aber nun will ich nicht wie in
den vorigen Tagen verfahren mit denen, die übriggeblieben
sind von diesem Volk, spricht der HERR Zebaoth,
sondern sie sollen in Frieden
säen. Der Weinstock soll seine Frucht geben und das Land
sein Gewächs, und der Himmel soll seinen Tau geben. Und ich
will denen, die übriggeblieben sind von diesem Volk, das
alles zum Besitz geben.
Und es soll geschehen: Wie ihr
vom Hause Juda und vom Hause Israel ein Fluch gewesen seid unter
den Heiden, so will ich euch erlösen, daß ihr ein
Segen sein sollt. Fürchtet euch nur nicht und stärket
eure Hände!
So spricht der HERR
Zebaoth: Gleichwie ich euch zu plagen gedachte, als mich eure
Väter erzürnten, spricht der HERR Zebaoth, und es mich
nicht gereute,
so gedenke ich nun wiederum in
diesen Tagen wohlzutun Jerusalem und dem Hause Juda. Fürchtet
euch nur nicht!
Das ist's aber, was ihr tun
sollt: Rede einer mit dem andern Wahrheit und richtet recht,
schafft Frieden in euren Toren,
und keiner ersinne Arges in seinem Herzen gegen seinen
Nächsten, und liebt nicht falsche Eide; denn das alles hasse
ich, spricht der HERR.
Und es geschah des
HERRN Zebaoth Wort zu mir:
So spricht der HERR Zebaoth:
Die Fasten des vierten, fünften, siebenten und zehnten
Monats sollen dem Hause Juda zur Freude und Wonne und zu
fröhlichen Festzeiten werden. Doch liebet Wahrheit und
Frieden!
Das künftige Heil für die Völker
So spricht der HERR Zebaoth:
Es werden noch viele Völker kommen und Bürger vieler
Städte,
und die Bürger einer
Stadt werden zur andern gehen und sagen: Laßt uns gehen,
den HERRN anzuflehen und zu suchen den HERRN Zebaoth; wir selber
wollen hingehen.
So werden viele Völker,
Heiden in Scharen, kommen, den HERRN Zebaoth in Jerusalem zu
suchen und den HERRN anzuflehen.
So spricht der HERR
Zebaoth: Zu der Zeit werden zehn Männer aus allen Sprachen
der Heiden einen jüdischen Mann beim Zipfel seines
Gewandes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir
hören, daß Gott mit euch ist.
Läuterung der heidnischen Nachbarn Judas
Kapitel 9
Die Last, die der
HERR ankündigt, kommt über das Land Hadrach, und auf
Damaskus läßt sie sich nieder – denn der HERR
schaut auf die Menschen und auf alle Stämme Israels -,
dazu auf Hamath, das daran grenzt, auch auf Tyrus und
Sidon, die doch sehr weise sind.
Denn Tyrus baute sich ein Bollwerk und sammelte Silber wie
Sand und Gold wie Dreck auf der Gasse.
Aber siehe, der Herr wird es erobern und wird seine Macht
ins Meer stürzen, und die Stadt wird mit Feuer verbrannt
werden.
Wenn Askalon das sehen wird, wird es erschrecken, und Gaza
wird sehr angst werden, dazu Ekron, denn seine Zuversicht wird
zuschanden. Es wird aus sein mit dem König von Gaza, und in
Askalon wird man nicht mehr wohnen,
und in Asdod werden Mischlinge wohnen.
Und ich will die Pracht der Philister ausrotten.
Und ich will das Blut von ihrem Munde wegnehmen und das,
was mir ein Greuel ist, von ihren Zähnen, daß auch sie
unserm Gott übrigbleiben und wie ein Stamm in Juda werden
und die Bewohner Ekrons wie die Jebusiter.
Und ich will mich selbst als Wache um mein Haus lagern, so
daß keiner dort hin- und herziehe und nicht mehr der
Treiber über sie komme; denn ich sehe nun darauf mit meinen
Augen.
Verheißung des messianischen Friedensreiches
Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter
Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein
Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf
einem Füllen der Eselin.
Denn ich will die Wagen wegtun
aus Ephraim und die Rosse aus Jerusalem, und der Kriegsbogen soll
zerbrochen werden. Denn er wird Frieden gebieten den Völkern,
und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und
vom Strom bis an die Enden der Erde.
Auch lasse ich um des Blutes
deines Bundes willen deine Gefangenen frei aus der Grube, in der
kein Wasser ist;
so kehrt heim zur festen
Stadt, die ihr auf Hoffnung gefangen liegt. Denn heute verkündige
ich, daß ich dir zweifach erstatten will.
Denn ich habe mir Juda
zum Bogen gespannt und Ephraim darauf gelegt und will deine
Söhne, Zion, aufbieten gegen deine Söhne, Griechenland,
und will dich zum Schwert eines Riesen machen.
Und der HERR wird über
ihnen erscheinen, und seine Pfeile werden ausfahren wie der
Blitz, und Gott der HERR wird die Posaune blasen und wird
einherfahren in den Stürmen vom Südland.
Der HERR Zebaoth wird sie
schützen, und die Schleudersteine werden fressen und
niederwerfen und Blut trinken wie Wein und voll davon werden wie
die Becken und wie die Ecken des Altars.
Und der HERR, ihr Gott, wird
ihnen zu der Zeit helfen, der Herde seines Volks; denn wie edle
Steine werden sie in seinem Lande glänzen.
Denn wie groß ist seine
Güte und wie groß ist seine Huld! Korn und Wein läßt
er sprossen, Jünglinge und Jungfrauen.
Der rechte Helfer
Kapitel 10
Bittet den HERRN, daß es
regne zur Zeit des Spätregens, so wird der HERR, der die
Wolken macht, euch auch Regen genug geben für jedes Gewächs
auf dem Felde.
Denn die Götzen reden
Lüge, und die Wahrsager schauen Trug und erzählen
nichtige Träume, und ihr Trösten ist nichts. Darum geht
das Volk in die Irre wie eine Herde und ist verschmachtet, weil
kein Hirte da ist.
Gott rüstet sein Volk zum Kampf und führt es heim
Mein Zorn ist entbrannt über
die Hirten, und ich will die Böcke heimsuchen; denn der HERR
Zebaoth wird seine Herde heimsuchen, nämlich das Haus Juda,
und wird sie zurichten wie ein Roß, das geschmückt ist
zum Kampf.
Die Ecksteine, Pflöcke,
Kriegsbogen*, alle Mächtigen sollen aus ihr hervorgehen.
*Bezeichnungen
für die Großen des Volkes.
Und sie sollen sein wie
Riesen, die im Kampf den Feind niedertreten in den Dreck auf der
Gasse, und sie sollen kämpfen, denn der HERR wird mit ihnen
sein, daß die Reiter zuschanden werden.
Und ich will das Haus Juda
stärken und das Haus Joseph erretten und will sie wieder
einsetzen; denn ich erbarme mich ihrer. Und sie sollen sein, wie
sie waren, als ich sie nicht verstoßen hatte; denn ich, der
HERR, bin ihr Gott und will sie erhören.
Und Ephraim soll sein wie ein
Riese, und ihr Herz soll fröhlich werden wie vom Wein; ihre
Söhne sollen's sehen und sich freuen, ihr Herz soll fröhlich
sein über den HERRN.
Ich will sie locken und
sie sammeln, denn ich will sie erlösen, und sie sollen sich
mehren, wie sie sich vormals gemehrt haben.
Ich säte sie unter die
Völker, daß sie meiner gedächten in fernen Landen
und leben sollten mit ihren Kindern und wieder heimkehren.
Denn ich will sie
zurückbringen aus Ägyptenland und sie sammeln aus
Assyrien und will sie ins Land Gilead und zum Libanon bringen,
daß man nicht Raum genug für sie finden wird.
Und wenn sie in Angst durchs
Meer gehen, so wird er die Wellen im Meer schlagen, daß
alle Tiefen des Wassers vertrocknet werden. Da soll denn zu Boden
sinken die Pracht Assyriens, und das Zepter Ägyptens soll
weichen.
Ich will sie stärken in
dem HERRN, daß sie wandeln sollen in seinem Namen, spricht
der HERR.
Kapitel 11
Tu deine Türen
auf, Libanon, daß das Feuer deine Zedern verzehre!
Heult, ihr Zypressen; denn die
Zedern sind gefallen und die Herrlichen vernichtet. Heult, ihr
Eichen Basans; denn der feste Wald ist umgehauen.
Man hört die Hirten
heulen, denn ihre Herrlichkeit ist vernichtet; man hört die
jungen Löwen brüllen, denn die Pracht des Jordan ist
vernichtet.
Gegen die treulosen Hirten des Volkes
So sprach der HERR, mein Gott:
Hüte die Schlachtschafe!
Denn ihre Käufer
schlachten sie und halten's für keine Sünde, und ihre
Verkäufer sprechen: Gelobt sei der HERR, ich bin nun reich!
Und ihre Hirten schonen sie nicht.
Darum will ich auch nicht mehr
schonen die Bewohner des Landes, spricht der HERR. Und siehe, ich
will die Leute fallen lassen, einen jeden in die Hand des andern
und in die Hand seines Königs; sie werden das Land
zerschlagen, und ich will sie nicht erretten aus ihrer Hand. -
Und ich hütete die
Schlachtschafe für die Händler der Schafe und nahm mir
zwei Stäbe; den einen nannte ich «Huld», den
andern nannte ich «Eintracht» und hütete die
Schafe.
Und ich vertilgte die drei
Hirten in einem Monat. Und ich mochte die Schafe nicht
mehr, und sie wollten mich auch nicht mehr.
Und ich sprach: Ich will euch
nicht hüten; was da stirbt, das sterbe; was verschmachtet,
das verschmachte; und von den Übriggebliebenen fresse ein
jeder des andern Fleisch!
Und ich nahm meinen Stab
«Huld» und zerbrach ihn, um meinen Bund aufzuheben,
den ich mit allen Völkern geschlossen hatte.
Und er wurde aufgehoben am
selben Tage. Und die Händler der Schafe, die auf mich
achteten, erkannten daran, daß es des HERRN Wort war.
Und ich sprach zu ihnen:
Gefällt's euch, so gebt her meinen Lohn; wenn nicht, so
laßt's bleiben. Und sie wogen mir den Lohn dar, dreißig
Silberstücke.
Matthäus
26,15.
Und der HERR sprach zu mir:
Wirf's hin dem Schmelzer! Ei, eine treffliche Summe, deren ich
wert geachtet bin von ihnen! Und ich nahm die dreißig
Silberstücke und warf sie ins Haus des HERRN, dem Schmelzer
hin.
Und ich zerbrach meinen andern
Stab «Eintracht», um die Bruderschaft zwischen Juda
und Israel aufzuheben.
Und der HERR sprach zu
mir: Nimm abermals zu dir das Gerät eines Hirten, aber eines
nichtsnutzigen!
Denn siehe, ich werde einen
Hirten im Lande erwecken, der nach dem Verlorenen nicht sehen,
das Verlaufene nicht suchen, der das Zerbrochene nicht heilen und
das Gesunde nicht versorgen wird; aber das Fleisch der Fetten
wird er fressen und ihre Klauen zerreißen.
Weh über meinen
nichtsnutzigen Hirten, der die Herde verläßt! Das
Schwert komme über seinen Arm und über sein rechtes
Auge! Sein Arm soll verdorren und sein rechtes Auge erlöschen.
Gottes Schutz für Jerusalem
Kapitel 12
Dies ist die Last, die der
HERR ankündigt.
Von Israel spricht der
HERR, der den Himmel ausbreitet und die Erde gründet und den
Odem des Menschen in ihm macht:
Siehe, ich will Jerusalem zum
Taumelbecher zurichten für alle Völker ringsumher, und
auch Juda wird's gelten, wenn Jerusalem belagert wird.
Zur selben Zeit will ich
Jerusalem machen zum Laststein für alle Völker. Alle,
die ihn wegheben wollen, sollen sich daran wund reißen;
denn es werden sich alle Völker auf Erden gegen Jerusalem
versammeln.
Zu der Zeit, spricht der HERR,
will ich alle Rosse scheu und ihre Reiter irre machen, aber über
das Haus Juda will ich meine Augen offen halten und alle Rosse
der Völker mit Blindheit plagen.
Und die Fürsten in Juda
werden sagen in ihrem Herzen: Die Bürger Jerusalems sollen
getrost sein in dem HERRN Zebaoth, ihrem Gott!
Zu der Zeit will ich die
Fürsten Judas machen zum Feuerbecken mitten im Holz und zur
Fackel im Stroh, daß sie verzehren zur Rechten und zur
Linken alle Völker ringsumher. Aber Jerusalem soll auch
fernerhin bleiben an seinem Ort.
Und der HERR wird
zuerst die Hütten Judas erretten, auf daß sich nicht
zu hoch rühme das Haus David noch die Bürger Jerusalems
wider Juda.
Zu der Zeit wird der HERR die
Bürger Jerusalems beschirmen, und es wird zu dieser Zeit
geschehen, daß der Schwache unter ihnen sein wird wie David
und das Haus David wie Gott, wie der Engel des HERRN vor ihnen
her.
Klage über den Durchbohrten
Und zu der Zeit werde ich
darauf bedacht sein, alle Heiden zu vertilgen, die gegen
Jerusalem gezogen sind.
Aber über das Haus David
und über die Bürger Jerusalems will ich ausgießen
den Geist der Gnade und des Gebets. Und sie werden mich ansehen,
den sie durchbohrt haben, und sie werden um ihn klagen, wie man
klagt um ein einziges Kind, und werden sich um ihn betrüben,
wie man sich betrübt um den Erstgeborenen.
Joel 3,1;
Johannes 19,37; Offenbarung 1,7.
Zu der Zeit wird große
Klage sein in Jerusalem, wie die um Hadad-Rimmon in der Ebene von
Megiddo war.
Und das Land wird klagen, ein
jedes Geschlecht besonders: das Geschlecht des Hauses David
besonders und die Frauen besonders, das Geschlecht des Hauses
Nathan besonders und die Frauen besonders,
das Geschlecht des Hauses Levi
besonders und die Frauen besonders, das Geschlecht Simeïs
besonders und die Frauen besonders;
so auch alle andern
übriggebliebenen Geschlechter, ein jedes besonders und die
Frauen besonders.
Ausrottung des Götzendienstes und der falschen
Propheten
Kapitel 13
Zu der Zeit werden das Haus
David und die Bürger Jerusalems einen offenen Quell haben
gegen Sünde und Befleckung.
Zu der Zeit, spricht der HERR
Zebaoth, will ich die Namen der Götzen ausrotten aus dem
Lande, daß man ihrer nicht mehr gedenken soll; dazu will
ich auch die Propheten und allen Geist der Unreinheit aus dem
Lande treiben.
Und so soll es geschehen: Wenn
jemand weiterhin als Prophet auftritt, dann sollen sein Vater und
seine Mutter, die ihn gezeugt haben, zu ihm sagen: Du sollst
nicht am Leben bleiben; denn du redest Lüge im Namen des
HERRN! Und es werden Vater und Mutter, die ihn gezeugt haben, ihn
durchbohren, wenn er als Prophet auftritt.
Denn es soll zu der Zeit
geschehen, daß die Propheten, wenn sie weissagen, in
Schande dastehen mit dem, was sie geschaut haben, und sie sollen
nicht mehr einen härenen Mantel anziehen, um zu betrügen;
sondern jeder wird sagen
müssen: Ich bin kein Prophet, sondern ein Ackermann; denn
vom Acker habe ich meinen Erwerb von Jugend auf.
Und wenn man zu ihm sagen
wird: Was sind das für Wunden auf deiner Brust?, wird er
sagen: So wurde ich geschlagen im Hause derer, die mich lieben.
Der geläuterte Rest
Schwert, mach dich auf über
meinen Hirten, über den Mann, der mir der nächste ist!
spricht der HERR Zebaoth. Schlage den Hirten, daß sich die
Herde zerstreue; und ich will meine Hand wenden gegen die
Kleinen.
Und es soll geschehen in dem
ganzen Lande, spricht der HERR, daß zwei Teile darin
ausgerottet werden sollen und untergehen, und nur der dritte Teil
soll darin übrigbleiben.
Und ich will den dritten Teil
durchs Feuer gehen lassen und läutern, wie man Silber
läutert, und ihn prüfen, wie man Gold prüft. Die
werden dann meinen Namen anrufen, und ich will sie erhören.
Ich will sagen: Es ist mein Volk; und sie werden sagen: HERR,
mein Gott!
Jerusalem und die Völkerwelt am Tage des Herrn
Kapitel 14
Siehe, es kommt für den
HERRN die Zeit, daß man in deiner Mitte unter sich
verteilen wird, was man dir geraubt hat.
Denn ich werde alle Heiden
sammeln zum Kampf gegen Jerusalem. Und die Stadt wird erobert,
die Häuser werden geplündert und die Frauen geschändet
werden. Und die Hälfte der Stadt wird gefangen weggeführt
werden, aber das übrige Volk wird nicht aus der Stadt
ausgerottet werden.
Und der HERR wird ausziehen
und kämpfen gegen diese Heiden, wie er zu kämpfen
pflegt am Tage der Schlacht.
Und seine Füße
werden stehen zu der Zeit auf dem Ölberg, der vor Jerusalem
liegt nach Osten hin. Und der Ölberg wird sich in der Mitte
spalten, vom Osten bis zum Westen, sehr weit auseinander, so daß
die eine Hälfte des Berges nach Norden und die andere nach
Süden weichen wird.
Und das Tal Hinnom wird
verstopft werden, denn das Tal wird an die Flanke des Berges
stoßen. Und ihr werdet fliehen, wie ihr vorzeiten geflohen
seid vor dem Erdbeben zur Zeit Usias, des Königs von Juda.
Da wird dann kommen der HERR, mein Gott, und alle Heiligen mit
ihm.
Zu der Zeit wird weder Kälte
noch Frost noch Eis sein.
Und es wird ein einziger Tag
sein – er ist dem HERRN bekannt! -, es wird nicht Tag und
Nacht sein, und auch um den Abend wird es licht sein.
Zu der Zeit werden
lebendige Wasser aus Jerusalem fließen, die eine Hälfte
zum Meer im Osten und die andere Hälfte zum Meer im Westen,
und so wird es sein im Sommer und im Winter.
Und der HERR wird König
sein über alle Lande. Zu der Zeit wird der HERR der
einzige sein und sein Name der einzige.
Psalm 97,1;
Offenbarung 11,15.
Und das ganze Land wird
verwandelt werden in eine Ebene, von Geba bis nach Rimmon im
Süden. Aber Jerusalem wird hoch liegen und an seiner Stätte
bleiben, vom Tor Benjamin bis an die Stelle des ersten Tors, bis
an das Ecktor, und vom Turm Hananel bis an des Königs
Kelter.
Und man wird darin wohnen; es
wird keinen Bann mehr geben, denn Jerusalem wird ganz sicher
wohnen.
Und dies wird die Plage
sein, mit der der HERR alle Völker schlagen wird, die gegen
Jerusalem in den Kampf gezogen sind: ihr Fleisch wird verwesen,
während sie noch auf ihren Füßen stehen, und ihre
Augen werden in ihren Höhlen verwesen und ihre Zungen im
Mund.
Zu der Zeit wird der HERR eine
große Verwirrung unter ihnen anrichten, so daß einer
den andern bei der Hand packen und seine Hand wider des andern
Hand erheben wird;
und auch Juda wird gegen
Jerusalem kämpfen. Und man wird zusammenbringen die Güter
aller Heiden ringsumher: Gold, Silber und Kleider über die
Maßen viel.
Und so wird dann diese Plage
auch kommen über Rosse, Maultiere, Kamele, Esel und alle
Tiere, die in diesem Heer sind; sie werden von ihr geschlagen
gleichwie jene.
Und alle, die übriggeblieben
sind von allen Heiden, die gegen Jerusalem zogen, werden jährlich
heraufkommen, um anzubeten den König, den HERRN Zebaoth, und
um das Laubhüttenfest zu halten.
Aber über das Geschlecht
auf Erden, das nicht heraufziehen wird nach Jerusalem, um
anzubeten den König, den HERRN Zebaoth, über das wird's
nicht regnen.
Und wenn das Geschlecht der
Ägypter nicht heraufzöge und käme, so wird auch
über sie die Plage kommen, mit der der HERR alle Heiden
schlagen wird, wenn sie nicht heraufkommen, um das Laubhüttenfest
zu halten.
Darin besteht die Sünde
der Ägypter und aller Heiden, daß sie nicht
heraufkommen, um das Laubhüttenfest zu halten.
Zu der Zeit wird auf
den Schellen der Rosse stehen «Heilig dem HERRN».
Und die Töpfe im Hause des HERRN werden dem Becken vor dem
Altar gleichgestellt sein.
Und es werden alle Töpfe
in Jerusalem und Juda dem HERRN Zebaoth heilig sein, so daß
alle, die da opfern wollen, kommen werden und sie nehmen und
darin kochen werden. Und es wird keinen Händler mehr geben
im Hause des HERRN Zebaoth zu der Zeit.
DER
PROPHET MALEACHI
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