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DAS VIERTE BUCH MOSE

Kapitel 19 - 36





Vom Reinigungswasser

Kapitel 19

  1. Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:

  2. Dies ist die Ordnung des Gesetzes, das der HERR geboten hat: Sage den Kindern Israel, daß sie zu dir führen eine rötliche Kuh ohne Fehler, an der kein Gebrechen ist und auf die noch nie ein Joch gekommen ist.

  3. Und gebt sie dem Priester Eleasar; der soll sie hinaus vor das Lager führen und dort vor seinen Augen schlachten lassen.

  4. Und der Priester Eleasar soll etwas von ihrem Blut mit seinem Finger nehmen und in Richtung auf die Stiftshütte siebenmal sprengen,

  5. und er soll die Kuh vor seinen Augen verbrennen lassen, ihr Fell und ihr Fleisch, dazu ihr Blut samt ihrem Mist.

  6. Und der Priester soll Zedernholz und Ysop und scharlachrote Wolle nehmen und auf die brennende Kuh werfen

  7. und soll seine Kleider waschen und seinen Leib mit Wasser abwaschen und danach ins Lager gehen und unrein sein bis zum Abend.

  8. Und der sie verbrannt hat, soll auch seine Kleider mit Wasser waschen und seinen Leib mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.

  9. Und ein reiner Mann soll die Asche von der Kuh sammeln und sie draußen vor dem Lager an eine reine Stätte schütten, damit sie dort verwahrt werde für die Gemeinde der Kinder Israel für das Reinigungswasser; es ist ein Sündopfer.

  10. Und derselbe, der die Asche der Kuh gesammelt hat, soll seine Kleider waschen und unrein sein bis zum Abend.

    Und dies soll eine ewige Ordnung sein für die Kinder Israel und die Fremdlinge, die unter euch wohnen:

  11. Wer irgendeinen toten Menschen anrührt, der wird sieben Tage unrein sein.

  12. Er soll sich mit dem Reinigungswasser entsündigen am dritten Tage und am siebenten Tage, so wird er rein. Und wenn er sich nicht am dritten Tage und am siebenten Tage entsündigt, so wird er nicht rein.

  13. Wenn aber jemand irgendeinen toten Menschen anrührt und sich nicht entsündigen will, so macht er die Wohnung des HERRN unrein, und solch ein Mensch soll ausgerottet werden aus Israel. Weil das Reinigungswasser nicht über ihn gesprengt ist, ist er unrein; seine Unreinheit bleibt an ihm.

  14. Dies ist das Gesetz: Wenn ein Mensch in seinem Zelt stirbt, soll jeder, der in das Zelt geht, und wer im Zelt ist, unrein sein sieben Tage.

  15. Auch jedes offene Gefäß, auf das kein Deckel gebunden ist, wird unrein.

  16. Auch wer auf dem freien Feld einen berührt, der mit dem Schwert erschlagen ist, oder einen Gestorbenen oder eines Menschen Gebein oder ein Grab anrührt, der ist unrein sieben Tage.

  17. So soll man nun für den Unreinen Asche nehmen von dem verbrannten Sündopfer und fließendes Wasser darauf tun in ein Gefäß.

  18. Und ein reiner Mann soll Ysop nehmen und ins Wasser tauchen und das Zelt besprengen und alle Gefäße und alle Leute, die darin sind; ebenso auch den, der eines Toten Gebein oder einen Erschlagenen oder Gestorbenen oder ein Grab berührt hat.

  19. Es soll aber der Reine den Unreinen am dritten Tage und am siebenten Tage besprengen und ihn am siebenten Tage entsündigen, und der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen, so wird er am Abend rein.

  20. Wer aber unrein wird und sich nicht entsündigen will, der soll ausgerottet werden aus der Gemeinde; denn er hat das Heiligtum des HERRN unrein gemacht und ist nicht mit Reinigungswasser besprengt; darum ist er unrein.

  21. Und das soll euch eine ewige Ordnung sein. Und auch der, der mit dem Reinigungswasser gesprengt hat, soll seine Kleider waschen, und wer das Reinigungswasser berührt, der soll unrein sein bis zum Abend.

  22. Und alles, was der Unreine berührt, wird unrein werden, und wer ihn berührt, soll unrein sein bis zum Abend.

Mirjams Tod. Moses Zweifel beim Haderwasser

Kapitel 20

  1. Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel kam in die Wüste Zin im ersten Monat, und das Volk lagerte sich in Kadesch. Und Mirjam starb dort und wurde dort begraben.

  2. Und die Gemeinde hatte kein Wasser, und sie versammelten sich gegen Mose und Aaron.

  3. Und das Volk haderte mit Mose und sprach: Ach daß wir umgekommen wären, als unsere Brüder umkamen vor dem HERRN!

  4. Warum habt ihr die Gemeinde des HERRN in diese Wüste gebracht, daß wir hier sterben mit unserm Vieh?

  5. Und warum habt ihr uns aus Ägypten geführt an diesen bösen Ort, wo man nicht säen kann, wo weder Feigen noch Weinstöcke noch Granatäpfel sind und auch kein Wasser zum Trinken ist?

  6. Da gingen Mose und Aaron von der Gemeinde hinweg zur Tür der Stiftshütte und fielen auf ihr Angesicht, und die Herrlichkeit des HERRN erschien ihnen.

  7. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  8. Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet zu dem Felsen vor ihren Augen; der wird sein Wasser geben. So sollst du ihnen Wasser aus dem Felsen hervorbringen und die Gemeinde tränken und ihr Vieh.

  9. Da nahm Mose den Stab, der vor dem HERRN lag, wie er ihm geboten hatte.

  10. Und Mose und Aaron versammelten die Gemeinde vor dem Felsen, und er sprach zu ihnen: Höret, ihr Ungehorsamen, werden wir euch wohl Wasser hervorbringen können aus diesem Felsen?

  11. Und Mose erhob seine Hand und schlug den Felsen mit dem Stab zweimal. Da kam viel Wasser heraus, so daß die Gemeinde trinken konnte und ihr Vieh.

  12. Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron: Weil ihr nicht an mich geglaubt habt und mich nicht geheiligt habt vor den Kindern Israel, darum sollt ihr diese Gemeinde nicht ins Land bringen, das ich ihnen geben werde.

  13. Das ist das Haderwasser, wo die Kinder Israel mit dem HERRN haderten und er sich heilig an ihnen erwies.

Die Edomiter verweigern den Durchzug

  1. Und Mose sandte Botschaft aus Kadesch zu dem König der Edomiter: So läßt dir dein Bruder Israel sagen: Du kennst all die Mühsal, die uns betroffen hat,

  2. daß unsere Väter nach Ägypten hinabgezogen sind und wir lange Zeit in Ägypten gewohnt haben und daß die Ägypter uns und unsere Väter schlecht behandelt haben.

  3. Und wir schrien zu dem HERRN; der hat unsere Stimme gehört und einen Engel gesandt und uns aus Ägypten geführt. Und siehe, wir sind in Kadesch, einer Stadt an deiner Grenze.

  4. Laß uns durch dein Land ziehen. Wir wollen nicht durch Äcker oder Weinberge gehen, auch nicht Wasser aus den Brunnen trinken. Die Landstraße wollen wir ziehen, weder zur Rechten noch zur Linken weichen, bis wir durch dein Gebiet hindurchgekommen sind.

  5. Edom aber sprach zu ihnen: Du sollst nicht hindurchziehen, oder ich werde dir mit dem Schwert entgegentreten.

  6. Die Kinder Israel sprachen zu ihm: Wir wollen auf der gebahnten Straße ziehen, und wenn wir von deinem Wasser trinken, wir und unser Vieh, so wollen wir's bezahlen. Wir wollen nichts als nur zu Fuß hindurchziehen.

  7. Er aber sprach: Du sollst nicht hindurchziehen. Und die Edomiter zogen aus, ihnen entgegen, mit mächtigem Heer und starker Hand.

  8. So weigerten sich die Edomiter, Israel zu gestatten, durch ihr Gebiet zu ziehen. Und Israel wich ihnen aus.

Aarons Tod

  1. Und die Kinder Israel brachen auf von Kadesch und kamen mit der ganzen Gemeinde an den Berg Hor.

  2. Und der HERR redete mit Mose und Aaron am Berge Hor an der Grenze des Landes der Edomiter und sprach:

  3. Aaron soll versammelt werden zu seinen Vätern; denn er soll nicht in das Land kommen, das ich den Kindern Israel gegeben habe, weil ihr meinem Munde ungehorsam gewesen seid bei dem Haderwasser.

  4. Nimm aber Aaron und seinen Sohn Eleasar und führe sie auf den Berg Hor

  5. und zieh Aaron seine Kleider aus und zieh sie seinem Sohn Eleasar an. Und Aaron soll dort zu seinen Vätern versammelt werden und sterben.

  6. Da tat Mose, wie ihm der HERR geboten hatte, und sie stiegen auf den Berg Hor vor der ganzen Gemeinde.

  7. Und Mose zog Aaron seine Kleider aus und zog sie seinem Sohn Eleasar an. Und Aaron starb dort oben auf dem Berge. Mose aber und Eleasar stiegen herab vom Berge.

  8. Und als die ganze Gemeinde sah, daß Aaron tot war, beweinten sie ihn dreißig Tage, das ganze Haus Israel.

Sieg über die Kanaaniter im Südland

Kapitel 21

  1. Und als der König von Arad, der Kanaaniter, der im Südland wohnte, hörte, daß Israel herankam auf dem Wege von Atharim, zog er in den Kampf gegen Israel und führte etliche gefangen.

  2. Da gelobte Israel dem HERRN ein Gelübde und sprach: Wenn du dies Volk in meine Hand gibst, so will ich an ihren Städten den Bann vollstrecken.

  3. Und der HERR hörte auf die Stimme Israels und gab die Kanaaniter in ihre Hand, und sie vollstreckten den Bann an ihnen und ihren Städten, und man nannte die Gegend Horma*.

    *d.h. Bann.

Mose richtet die eherne Schlange auf

  1. Da brachen sie auf von dem Berge Hor in Richtung auf das Schilfmeer, um das Land der Edomiter zu umgehen. Und das Volk wurde verdrossen auf dem Wege

  2. und redete wider Gott und wider Mose: Warum hast du uns aus Ägypten geführt, daß wir sterben in der Wüste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier, und uns ekelt vor dieser mageren Speise.

  3. Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, daß viele aus Israel starben.

  4. Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesündigt, daß wir wider den HERRN und wider dich geredet haben. Bitte den HERRN, daß er die Schlangen von uns nehme. Und Mose bat für das Volk.

  5. Da sprach der HERR zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie an einer Stange hoch auf. Wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben.

  6. Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie hoch auf. Und wenn jemanden eine Schlange biß, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben.

Zug bis an den Arnon und ins Moabiterland

  1. Und die Kinder Israel zogen aus und lagerten sich in Oboth.

  2. Und von Oboth zogen sie aus und lagerten sich in Ijjim-Abarim, in der Wüste östlich von Moab.

  3. Von da zogen sie weiter und lagerten sich am Bach Sered.

  4. Von da zogen sie weiter und lagerten sich in der Wüste südlich des Arnon, der im Gebiet der Amoriter entspringt; denn der Arnon ist die Grenze Moabs zwischen Moab und den Amoritern.

  5. Daher heißt es in dem Buch von den Kriegen des HERRN: «Das Waheb in Supha und die Bäche am Arnon

  6. und den Abhang der Bäche, der sich hinzieht zur Stadt Ar und sich lehnt an die Grenze Moabs.»

  7. Und von da zogen sie nach Beer. Das ist der Brunnen, von dem der HERR zu Mose sagte: Versammle das Volk, ich will ihnen Wasser geben.

  8. Damals sang Israel dies Lied: «Brunnen, steige auf! Singet von ihm:

  9. Das ist der Brunnen, den die Fürsten gegraben haben; die Edlen im Volk haben ihn gegraben mit dem Zepter, mit ihren Stäben.» Und von Beer zogen sie nach Mattana

  10. und von Mattana nach Nahaliël; und von Nahaliël nach Bamoth;

  11. und von Bamoth in das Tal, das im Feld von Moab liegt bei dem Gipfel des Pisga, der hinunterblickt auf das Jordantal.

Sieg über die Könige Sihon und Og

  1. Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem König der Amoriter, und ließ ihm sagen:

  2. Laß mich durch dein Land ziehen. Wir wollen nicht abbiegen in die Äcker noch in die Weingärten, wollen auch vom Brunnenwasser nicht trinken; die Landstraße wollen wir ziehen, bis wir durch dein Gebiet hindurchgekommen sind.

  3. Aber Sihon gestattete den Kindern Israel nicht den Zug durch sein Gebiet, sondern sammelte sein ganzes Kriegsvolk und zog aus, Israel entgegen in die Wüste. Und als er nach Jahza kam, kämpfte er gegen Israel.

  4. Israel aber schlug ihn mit der Schärfe des Schwerts und nahm sein Land ein vom Arnon bis an den Jabbok und bis zu den Ammonitern; das Gebiet der Ammoniter aber reichte bis Jaser.

  5. So nahm Israel alle diese Städte ein und wohnte in allen Städten der Amoriter, in Hesbon und in allen seinen Ortschaften.

  6. Denn Hesbon war die Stadt Sihons, des Königs der Amoriter, und er hatte zuvor mit dem König der Moabiter gekämpft und ihm all sein Land abgewonnen bis zum Arnon.

  7. Daher sagt man im Lied:

    Kommt nach Hesbon, daß man die Stadt Sihons baue und aufrichte.

  8. Denn Feuer ist aus Hesbon gefahren, eine Flamme von der Stadt Sihons; die hat gefressen Ar in Moab und verzehrt die Höhen am Arnon.

  9. Weh dir, Moab! Du Volk des Kemosch bist verloren! Man hat seine Söhne in die Flucht geschlagen und seine Töchter gefangen geführt zu Sihon, dem König der Amoriter.

  10. Seine Herrlichkeit ist zunichte geworden von Hesbon bis nach Dibon, sie ist zerstört bis nach Nophach, bis nach Medeba.

  11. So wohnte Israel im Lande der Amoriter.

  12. Und Mose sandte Kundschafter aus nach Jaser; und sie eroberten es mit seinen Ortschaften und vertrieben die Amoriter, die darin waren,

  13. und wandten sich und zogen hinauf den Weg nach Basan. Da zog ihnen entgegen Og, der König von Basan, mit seinem ganzen Kriegsvolk, um bei Edreï zu kämpfen.

  14. Und der HERR sprach zu Mose: Fürchte dich nicht vor ihm, denn ich habe ihn in deine Hand gegeben mit Land und Leuten, und du sollst mit ihm tun, wie du mit Sihon, dem König der Amoriter, getan hast, der in Hesbon wohnte.

  15. Und sie schlugen ihn und seine Söhne und sein ganzes Kriegsvolk, bis keiner mehr übrig blieb, und nahmen das Land ein.

Bileam soll Israel verfluchen,

aber er muß es segnen

Kapitel 22

  1. Danach zogen die Kinder Israel weiter und lagerten sich im Jordantal der Moabiter gegenüber Jericho.

  2. Und Balak, der Sohn Zippors, sah alles, was Israel den Amoritern angetan hatte.

  3. Und die Moabiter fürchteten sich sehr vor dem Volk, das so groß war, und den Moabitern graute vor den Kindern Israel.

  4. Und sie sprachen zu den Ältesten der Midianiter: Nun wird dieser Haufe auffressen, was um uns herum ist, wie ein Rind das Gras auf dem Felde abfrißt. Balak aber, der Sohn Zippors, war zu der Zeit König der Moabiter.

  5. Und er sandte Boten aus zu Bileam, dem Sohn Beors, nach Pethor, das am Euphrat liegt, ins Land der Söhne seines Volks, um ihn herbeizurufen, und ließ ihm sagen: Siehe, es ist ein Volk aus Ägypten gezogen, das bedeckt das ganze Land und lagert mir gegenüber.

  6. So komm nun und verfluche mir das Volk, denn es ist mir zu mächtig; vielleicht kann ich's dann schlagen und aus dem Lande vertreiben; denn ich weiß: wen du segnest, der ist gesegnet, und wen du verfluchst, der ist verflucht.

  7. Und die Ältesten der Moabiter gingen hin mit den Ältesten der Midianiter und hatten den Lohn für das Wahrsagen in ihren Händen und kamen zu Bileam und sagten ihm die Worte Balaks.

  8. Und er sprach zu ihnen: Bleibt hier über Nacht, so will ich euch antworten, wie mir's der HERR sagen wird. Da blieben die Fürsten der Moabiter bei Bileam.

  9. Und Gott kam zu Bileam und sprach: Wer sind die Leute, die bei dir sind?

  10. Bileam sprach zu Gott: Balak, der Sohn Zippors, der König der Moabiter, hat zu mir gesandt:

  11. Siehe, ein Volk ist aus Ägypten gezogen und bedeckt das ganze Land. So komm nun und verfluche es; vielleicht kann ich dann mit ihm kämpfen und es vertreiben.

  12. Gott aber sprach zu Bileam: Geh nicht mit ihnen, verfluche das Volk auch nicht; denn es ist gesegnet.

  13. Da stand Bileam am Morgen auf und sprach zu den Fürsten Balaks: Geht hin in euer Land; denn der HERR will's nicht gestatten, daß ich mit euch ziehe.

  14. Und die Fürsten der Moabiter machten sich auf, kamen zu Balak und sprachen: Bileam weigert sich, mit uns zu ziehen.

  15. Da sandte Balak noch mehr und noch mächtigere Fürsten, als jene waren.

  16. Als die zu Bileam kamen, sprachen sie zu ihm: So läßt dir sagen Balak, der Sohn Zippors: Wehre dich doch nicht dagegen, zu mir zu ziehen;

  17. denn ich will dich hoch ehren, und was du mir sagst, das will ich tun; komm doch und verfluche mir dies Volk.

  18. Bileam antwortete und sprach zu den Gesandten Balaks: Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so könnte ich doch nicht übertreten das Wort des HERRN, meines Gottes, weder im Kleinen noch im Großen.

  19. So bleibt auch ihr nun hier diese Nacht, daß ich erfahre, was der HERR weiter mit mir reden wird.

  20. Da kam Gott in der Nacht zu Bileam und sprach zu ihm: Sind die Männer gekommen, dich zu rufen, so mach dich auf und zieh mit ihnen; doch nur was ich dir sagen werde, sollst du tun.

  21. Da stand Bileam am Morgen auf und sattelte seine Eselin und zog mit den Fürsten der Moabiter.

  22. Aber der Zorn Gottes entbrannte darüber, daß er hinzog. Und der Engel des HERRN trat in den Weg, um ihm zu widerstehen. Er aber ritt auf seiner Eselin, und zwei Knechte waren mit ihm.

  23. Und die Eselin sah den Engel des HERRN auf dem Wege stehen mit einem bloßen Schwert in seiner Hand. Und die Eselin wich vom Weg ab und ging auf dem Felde; Bileam aber schlug sie, um sie wieder auf den Weg zu bringen.

  24. Da trat der Engel des HERRN auf den Pfad zwischen den Weinbergen, wo auf beiden Seiten Mauern waren.

  25. Und als die Eselin den Engel des HERRN sah, drängte sie sich an die Mauer und klemmte Bileam den Fuß ein an der Mauer, und er schlug sie noch mehr.

  26. Da ging der Engel des HERRN weiter und trat an eine enge Stelle, wo kein Platz mehr war auszuweichen, weder zur Rechten noch zur Linken.

  27. Und als die Eselin den Engel des HERRN sah, fiel sie in die Knie unter Bileam. Da entbrannte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stecken.

  28. Da tat der HERR der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was hab ich dir getan, daß du mich nun dreimal geschlagen hast?

  29. Bileam sprach zur Eselin: Weil du Mutwillen mit mir treibst! Ach daß ich jetzt ein Schwert in der Hand hätte, ich wollte dich töten!

  30. Die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist von jeher bis auf diesen Tag? War es je meine Art, es so mit dir zu treiben? Er sprach: Nein.

  31. Da öffnete der HERR dem Bileam die Augen, daß er den Engel des HERRN auf dem Wege stehen sah mit einem bloßen Schwert in seiner Hand, und er neigte sich und fiel nieder auf sein Angesicht.

  32. Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin nun dreimal geschlagen? Siehe, ich habe mich aufgemacht, um dir zu widerstehen; denn dein Weg ist verkehrt in meinen Augen.

  33. Und die Eselin hat mich gesehen und ist mir dreimal ausgewichen. Sonst, wenn sie mir nicht ausgewichen wäre, so hätte ich dich jetzt getötet, aber die Eselin am Leben gelassen.

  34. Da sprach Bileam zu dem Engel des HERRN: Ich habe gesündigt; ich hab's ja nicht gewußt, daß du mir entgegenstandest auf dem Wege. Und nun, wenn dir's nicht gefällt, will ich wieder umkehren.

  35. Der Engel des HERRN sprach zu ihm: Zieh hin mit den Männern, aber nichts anderes, als was ich zu dir sagen werde, sollst du reden. So zog Bileam mit den Fürsten Balaks.

  36. Als Balak hörte, daß Bileam kam, zog er aus, ihm entgegen nach Ar in Moab, das am Arnon liegt, an der äußersten Grenze,

  37. und sprach zu ihm: Hab ich nicht zu dir gesandt und dich rufen lassen? Warum bist du denn nicht zu mir gekommen? Meinst du, ich könnte dich nicht ehren?

  38. Bileam antwortete ihm: Siehe, ich bin zu dir gekommen, aber wie kann ich etwas anderes reden, als was mir Gott in den Mund gibt? Nur das kann ich reden!

  39. So zog Bileam mit Balak, und sie kamen nach Kirjath-Huzoth.

  40. Und Balak opferte Rinder und Schafe und sandte davon an Bileam und an die Fürsten, die bei ihm waren.

  41. Und am Morgen nahm Balak den Bileam und führte ihn hinauf nach Bamoth-Baal, daß er von dort das ganze Volk Israel überblicken konnte.

Kapitel 23

  1. Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altäre und schaffe mir her sieben junge Stiere und sieben Widder.

  2. Balak tat, wie ihm Bileam sagte, und beide, Balak und Bileam, opferten auf jedem Altar einen jungen Stier und einen Widder.

  3. Und Bileam sprach zu Balak: Tritt zu deinem Brandopfer; ich will hingehen, ob mir vielleicht der HERR begegnet, daß ich dir sage, was er mir zeigt. Und er ging hin auf einen kahlen Hügel.

  4. Und Gott begegnete Bileam; er aber sprach zu ihm: Sieben Altäre hab ich hergerichtet und auf jedem Altar einen jungen Stier und einen Widder geopfert.

  5. Der HERR aber gab das Wort dem Bileam in den Mund und sprach: Geh zurück zu Balak und sprich so!

  6. Und als er zu ihm kam, siehe, da stand er bei seinem Brandopfer samt allen Fürsten der Moabiter.

  7. Da hob Bileam an mit seinem Spruch und sprach:

    Aus Aram hat mich Balak, der König der Moabiter, holen lassen von dem Gebirge im Osten: Komm, verfluche mir Jakob! Komm, verwünsche Israel!

  8. Wie soll ich fluchen, dem Gott nicht flucht? Wie soll ich verwünschen, den der HERR nicht verwünscht?

  9. Denn von der Höhe der Felsen sehe ich ihn, und von den Hügeln schaue ich ihn. Siehe, das Volk wird abgesondert wohnen und sich nicht zu den Heiden rechnen.

  10. Wer kann zählen den Staub Jakobs, auch nur den vierten Teil Israels? Meine Seele möge sterben den Tod der Gerechten, und mein Ende werde wie ihr Ende!

  11. Da sprach Balak zu Bileam: Was tust du mir an? Ich habe dich holen lassen, um meinen Feinden zu fluchen, und siehe, du segnest.

  12. Er antwortete und sprach: Muß ich nicht das halten und reden, was mir der HERR in den Mund gibt?

  13. Balak sprach zu ihm: Komm doch mit mir an einen andern Ort, von wo aus du nur sein äußerstes Ende siehst, aber nicht ganz Israel, und verfluche es mir von dort.

  14. Und er führte ihn zum Späherfeld auf dem Gipfel des Pisga und baute sieben Altäre und opferte auf jedem Altar einen jungen Stier und einen Widder.

  15. Und Bileam sprach zu Balak: Tritt zu deinem Brandopfer, ich aber will dort dem HERRN begegnen.

  16. Und der HERR begegnete Bileam und gab ihm das Wort in seinen Mund und sprach: Geh zurück zu Balak und sprich so!

  17. Und als er zu ihm kam, siehe, da stand er bei seinem Brandopfer samt den Fürsten der Moabiter. Und Balak sprach zu ihm: Was hat der HERR gesagt?

  18. Und er hob an mit seinem Spruch und sprach:

    Steh auf, Balak, und höre! Nimm zu Ohren, was ich sage, du Sohn Zippors!

  19. Gott ist nicht ein Mensch, daß er lüge, noch ein Menschenkind, daß ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?

  20. Siehe, zu segnen ist mir befohlen; er hat gesegnet, und ich kann's nicht wenden.

  21. Man sieht kein Unheil in Jakob und kein Verderben in Israel. Der HERR, sein Gott, ist bei ihm, und es jauchzt dem König zu.

  22. Gott, der sie aus Ägypten geführt hat, ist für sie wie das Horn des Wildstiers.

  23. Denn es gibt kein Zaubern in Jakob und kein Wahrsagen in Israel. Zu rechter Zeit wird Jakob und Israel gesagt, welche Wunder Gott tut.

  24. Siehe, das Volk wird aufstehen wie ein junger Löwe und wird sich erheben wie ein Löwe; es wird sich nicht legen, bis es den Raub verzehrt und das Blut der Erschlagenen trinkt.

  25. Da sprach Balak zu Bileam: Du sollst es weder verfluchen noch segnen.

  26. Bileam antwortete und sprach zu Balak: Hab ich dir nicht gesagt, alles, was der HERR redet, das würde ich tun?

  27. Balak sprach zu ihm: Komm doch, ich will dich an einen andern Ort führen; vielleicht gefällt es Gott, daß du sie mir dort verfluchst.

  28. Und Balak führte ihn auf den Gipfel des Berges Peor, der hinunterblickt auf das Jordantal.

  29. Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altäre und schaffe mir her sieben junge Stiere und sieben Widder.

  30. Balak tat, wie Bileam sagte, und opferte auf jedem Altar einen jungen Stier und einen Widder.

Kapitel 24

  1. Als nun Bileam sah, daß es dem HERRN gefiel, Israel zu segnen, ging er nicht wie bisher auf Zeichen aus, sondern richtete sein Angesicht zur Wüste,

  2. hob seine Augen auf und sah Israel, wie sie lagerten nach ihren Stämmen. Und der Geist Gottes kam auf ihn,

  3. und er hob an mit seinem Spruch und sprach:

    Es sagt Bileam, der Sohn Beors, es sagt der Mann, dem die Augen geöffnet sind;

  4. es sagt der Hörer göttlicher Rede, der des Allmächtigen Offenbarung sieht, dem die Augen geöffnet werden, wenn er niederkniet:

  5. Wie fein sind deine Zelte, Jakob, und deine Wohnungen, Israel!

  6. Wie die Täler, die sich ausbreiten, wie die Gärten an den Wassern, wie die Aloebäume, die der HERR pflanzt, wie die Zedern an den Wassern.

  7. Sein Eimer fließt von Wasser über, und seine Saat hat Wassers die Fülle. Sein König wird höher werden als Agag, und sein Reich wird sich erheben.

  8. Gott, der ihn aus Ägypten geführt hat, ist für ihn wie das Horn des Wildstiers. Er wird die Völker, seine Verfolger, auffressen und ihre Gebeine zermalmen und mit seinen Pfeilen zerschmettern.

  9. Er hat sich hingestreckt, sich niedergelegt wie ein Löwe und wie ein junger Löwe – wer will ihn aufstören? Gesegnet sei, der dich segnet, und verflucht, der dich verflucht!

  10. Da entbrannte Balaks Zorn gegen Bileam, und er schlug die Hände zusammen und sprach zu ihm: Ich habe dich gerufen, daß du meine Feinde verfluchen solltest, und siehe, du hast sie nun dreimal gesegnet.

  11. Geh nun weg in dein Land! Ich dachte, ich wollte dich ehren, aber der HERR hat dir die Ehre verwehrt.

  12. Bileam antwortete ihm: Hab ich nicht schon zu deinen Boten gesagt, die du zu mir sandtest:

  13. Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so könnte ich doch an des HERRN Wort nicht vorüber und Böses und Gutes tun nach meinem Herzen, sondern was der HERR redet, das würde ich auch reden?

  14. Und nun siehe, ich ziehe zu meinem Volk. So komm, ich will dir kundtun, was dies Volk deinem Volk tun wird zur letzten Zeit.

  15. Und er hob an mit seinem Spruch und sprach:

    Es sagt Bileam, der Sohn Beors, es sagt der Mann, dem die Augen geöffnet sind,

  16. es sagt der Hörer göttlicher Rede und der die Erkenntnis des Höchsten hat, der die Offenbarung des Allmächtigen sieht und dem die Augen geöffnet werden, wenn er niederkniet:

  17. Ich sehe ihn, aber nicht jetzt; ich schaue ihn, aber nicht von nahem. Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen und wird zerschmettern die Schläfen der Moabiter und den Scheitel aller Söhne Seths.

  18. Edom wird er einnehmen, und Seïr, sein Feind, wird unterworfen sein; Israel aber wird Sieg haben.

  19. Aus Jakob wird der Herrscher kommen und umbringen, was übrig ist von den Städten.

  20. Und als er die Amalekiter sah, hob er an mit seinem Spruch und sprach:

    Amalek ist das erste unter den Völkern; aber zuletzt wird es umkommen.

  21. Und als er die Keniter sah, hob er an mit seinem Spruch und sprach:

    Fest ist deine Wohnung, und du hast dein Nest in einen Fels gebaut.

  22. Dennoch wird Kain ausgetilgt werden. Wie lange noch, dann führt Assur dich gefangen hinweg!

  23. Und er hob abermals an mit seinem Spruch und sprach:

    Ach, wer wird am Leben bleiben, wenn Gott das tun wird?

  24. Und Schiffe aus Kittim werden verderben Assur und Eber; das aber wird auch umkommen.

  25. Und Bileam machte sich auf und zog hin und kam wieder in sein Land, und Balak zog seinen Weg.

Israels Götzendienst mit dem Baal-Peor.

Der Eifer des Pinhas für den Herrn

Kapitel 25

  1. Und Israel lagerte in Schittim. Da fing das Volk an zu huren mit den Töchtern der Moabiter;

  2. die luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter. Und das Volk aß und betete ihre Götter an.

  3. Und Israel hängte sich an den Baal-Peor. Da entbrannte des HERRN Zorn über Israel,

  4. und er sprach zu Mose: Nimm alle Oberen des Volks und hänge sie vor dem HERRN auf im Angesicht der Sonne, damit sich der grimmige Zorn des HERRN von Israel wende.

  5. Und Mose sprach zu den Richtern Israels: Töte ein jeder seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehängt haben.

  6. Und siehe, ein Mann von den Kindern Israel kam und brachte unter seine Brüder eine Midianiterin vor den Augen des Mose und der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, die da weinten vor der Tür der Stiftshütte.

  7. Als das Pinhas sah, der Sohn Eleasars, des Sohnes des Priesters Aaron, stand er auf aus der Gemeinde und nahm einen Spieß in seine Hand

  8. und ging dem israelitischen Mann nach in die Kammer und durchstach sie beide, den israelitischen Mann und die Frau, durch ihren Leib. Da hörte die Plage auf unter den Kindern Israel.

  9. Es waren aber durch die Plage getötet worden vierundzwanzigtausend.

  10. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  11. Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes des Priesters Aaron, hat meinen Grimm von den Kindern Israel gewendet durch seinen Eifer um mich, daß ich nicht in meinem Eifer die Kinder Israel vertilgte.

  12. Darum sage: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens,

  13. und dieser Bund soll ihm und seinen Nachkommen das ewige Priestertum zuteilen, weil er für seinen Gott geeifert und für die Kinder Israel Sühne geschafft hat.

  14. Der israelitische Mann aber, der erschlagen wurde mit der Midianiterin, hieß Simri, der Sohn Salus, der Oberste einer Sippe der Simeoniter.

  15. Die midianitische Frau, die auch erschlagen wurde, hieß Kosbi, eine Tochter Zurs, des Hauptes eines Geschlechtes unter den Midianitern.

  16. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  17. Tut den Midianitern Schaden und schlagt sie;

  18. denn sie haben euch Schaden getan mit ihrer List, die sie gegen euch geübt haben durch den Peor und durch ihre Schwester Kosbi, die Tochter eines Obersten der Midianiter, die erschlagen wurde am Tag der Plage, die um des Peor willen kam.

Neue Zählung der Stämme des Volkes

  1. Und es geschah nach der Plage,

Kapitel 26

  1. da sprach der HERR zu Mose und Eleasar, dem Sohn des Priesters Aaron:

  2. Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israel auf, von zwanzig Jahren an und darüber nach ihren Sippen, alle, die wehrfähig sind in Israel.

  3. Und Mose und Eleasar, der Priester, zählten sie im Jordantal der Moabiter gegenüber Jericho,

  4. die zwanzig Jahre alt waren und darüber, wie der HERR es Mose geboten hatte. Dies aber waren die Kinder Israel, die aus Ägypten gezogen waren:

  5. Ruben, der Erstgeborene Israels. Die Söhne Rubens aber waren: Henoch, von dem das Geschlecht der Henochiter kommt; Pallu, von dem das Geschlecht der Palluiter kommt;

  6. Hezron, von dem das Geschlecht der Hezroniter kommt; Karmi, von dem das Geschlecht der Karmiter kommt.

  7. Das sind die Geschlechter von Ruben, und ihre Zahl war 43 730.

  8. Aber die Söhne Pallus waren Eliab.

  9. Und die Söhne Eliabs waren Nemuël und Dathan und Abiram. Das sind der Dathan und Abiram, die von der Versammlung berufen waren, aber die sich gegen Mose und Aaron auflehnten in der Rotte Korah, als sie sich gegen den HERRN auflehnten.

  10. Und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie mit Korah, während die Rotte starb, indem das Feuer zweihundertundfünfzig Männer fraß und sie zum Zeichen wurden.

  11. Aber die Söhne Korahs starben nicht alle.

  12. Die Söhne Simeons nach ihren Geschlechtern waren: Nemuël, daher kommt das Geschlecht der Nemuëliter; Jamin, daher kommt das Geschlecht der Jaminiter; Jachin, daher das Geschlecht der Jachiniter kommt;

  13. Serach, daher das Geschlecht der Serachiter kommt; Saul, daher das Geschlecht der Sauliter kommt.

  14. Das sind die Geschlechter von Simeon, 22 200.

  15. Die Söhne Gads nach ihren Geschlechtern waren: Ziphjon, daher das Geschlecht der Ziphjoniter kommt; Haggi, daher das Geschlecht der Haggiter kommt; Schuni, daher das Geschlecht der Schuniter kommt;

  16. Osni, daher das Geschlecht der Osniter kommt; Eri, daher das Geschlecht der Eriter kommt;

  17. Arod, daher das Geschlecht der Aroditer kommt; Areli, daher das Geschlecht der Areliter kommt.

  18. Das sind die Geschlechter der Söhne Gads, an Zahl 40 500.

  19. Die Söhne Judas waren: Ger und Onan, die beide im Lande Kanaan starben.

  20. Es waren aber die Söhne Judas nach ihren Geschlechtern: Schela, daher das Geschlecht der Schelaniter kommt; Perez, daher das Geschlecht der Pereziter kommt; Serach, daher das Geschlecht der Serachiter kommt.

  21. Aber die Söhne des Perez waren: Hezron, daher das Geschlecht der Hezroniter kommt; Hamul, daher das Geschlecht der Hamuliter kommt.

  22. Das sind die Geschlechter Judas, an Zahl 76 500.

  23. Die Söhne Isaschars nach ihren Geschlechtern waren: Tola, daher das Geschlecht der Tolaiter kommt; Pua, daher das Geschlecht der Puniter kommt;

  24. Jaschub, daher das Geschlecht der Jaschubiter kommt; Schimron, daher das Geschlecht der Schimroniter kommt.

  25. Das sind die Geschlechter Isaschars, an Zahl 64 300.

  26. Die Söhne Sebulons nach ihren Geschlechtern waren: Sered, daher das Geschlecht der Serediter kommt; Elon, daher das Geschlecht der Eloniter kommt; Jachleel, daher das Geschlecht der Jachleeliter kommt.

  27. Das sind die Geschlechter Sebulons, an Zahl 60 500.

  28. Die Söhne Josephs nach ihren Geschlechtern waren: Manasse und Ephraim.

  29. Die Söhne Manasses aber waren: Machir, daher kommt das Geschlecht der Machiriter; Machir zeugte Gilead, daher kommt das Geschlecht der Gileaditer.

  30. Dies sind die Söhne Gileads: Hiëser, daher kommt das Geschlecht der Hiëseriter; Helek, daher kommt das Geschlecht der Helekiter;

  31. Asriël, daher kommt das Geschlecht der Asriëliter; Sichem, daher kommt das Geschlecht der Sichemiter;

  32. Schemida, daher kommt das Geschlecht der Schemidaiter; Hepher, daher kommt das Geschlecht der Hepheriter.

  33. Zelophhad aber war Hephers Sohn und hatte keine Söhne, sondern Töchter; die hießen Machla, Noa, Hogla, Milka und Tirza.

  34. Das sind die Geschlechter Manasses, an Zahl 52 700.

  35. Die Söhne Ephraims nach ihren Geschlechtern waren: Schuthelach, daher kommt das Geschlecht der Schuthelachiter; Becher, daher kommt das Geschlecht der Becheriter; Tahan, daher kommt das Geschlecht der Tahaniter.

  36. Die Söhne Schuthelachs aber waren: Eran, daher kommt das Geschlecht der Eraniter.

  37. Das sind die Geschlechter der Söhne Ephraims, an Zahl 32 500. Das sind die Söhne Josephs nach ihren Geschlechtern.

  38. Die Söhne Benjamins nach ihren Geschlechtern waren: Bela, daher kommt das Geschlecht der Belaiter; Aschbel, daher kommt das Geschlecht der Aschbeliter; Ahiram, daher kommt das Geschlecht der Ahiramiter;

  39. Schupham, daher kommt das Geschlecht der Schuphamiter; Hupham, daher kommt das Geschlecht der Huphamiter.

  40. Die Söhne Belas aber waren: Ard und Naaman, daher kommt das Geschlecht der Arditer und Naamaniter.

  41. Das sind die Söhne Benjamins nach ihren Geschlechtern, an Zahl 45 600.

  42. Die Söhne Dans nach ihren Geschlechtern waren: Schuham, daher kommt das Geschlecht der Schuhamiter. Das sind die Geschlechter Dans nach ihren Geschlechtern.

  43. Alle Geschlechter der Schuhamiter waren an Zahl 64 400.

  44. Die Söhne Assers nach ihren Geschlechtern waren: Jimna, daher kommt das Geschlecht der Jimniter; Jischwi, daher kommt das Geschlecht der Jischwiter; Beria, daher kommt das Geschlecht der Beriiter.

  45. Aber die Söhne Berias waren: Heber, daher kommt das Geschlecht der Heberiter; Malkiël, daher kommt das Geschlecht der Malkiëliter.

  46. Und die Tochter Assers hieß Serach.

  47. Das sind die Geschlechter der Söhne Assers, an Zahl 53 400.

  48. Die Söhne Naphthalis nach ihren Geschlechtern waren: Jachzeel, daher kommt das Geschlecht der Jachzeeliter; Guni, daher kommt das Geschlecht der Guniter;

  49. Jezer, daher kommt das Geschlecht der Jezeriter; Schillem, daher kommt das Geschlecht der Schillemiter.

  50. Das sind die Geschlechter von Naphthali nach ihren Sippen, an Zahl 45 400.

  51. Das ist die Summe der Kinder Israel, 601 730.

  52. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  53. Diesen sollst du das Land austeilen zum Erbe nach der Zahl der Namen.

  54. Dem Geschlecht, das groß ist an Zahl, sollst du viel zum Erbe geben, und dem Geschlecht, das gering ist an Zahl, wenig; einem jeden soll man geben nach seiner Zahl.

  55. Doch soll man das Land durchs Los austeilen; nach den Namen der Stämme ihrer Väter sollen sie ihr Erbteil erhalten.

  56. Nach dem Los sollst du ihr Erbe austeilen zwischen den vielen und wenigen.

Die Geschlechter der Leviten

  1. Und dies ist die Summe der Leviten nach ihren Geschlechtern: Gerson, daher das Geschlecht der Gersoniter; Kehath, daher das Geschlecht der Kehathiter; Merari, daher das Geschlecht der Merariter.

  2. Dies sind die Geschlechter Levis: das Geschlecht der Libniter, das Geschlecht der Hebroniter, das Geschlecht der Machliter, das Geschlecht der Muschiter, das Geschlecht der Korahiter. Kehath aber zeugte Amram.

  3. Und Amrams Frau hieß Jochebed, eine Tochter Levis, die ihm geboren wurde in Ägypten. Und sie gebar dem Amram Aaron und Mose und ihre Schwester Mirjam.

  4. Dem Aaron aber wurden geboren Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar.

  5. Nadab aber und Abihu starben, als sie fremdes Feuer darbrachten vor dem HERRN.

  6. Und ihre Summe war 23 000, alles, was männlich war, von einem Monat an und darüber. Sie wurden nämlich nicht gezählt zusammen mit den Kindern Israel; denn man gab ihnen kein Erbe unter den Kindern Israel.

  7. Das ist die Summe der Kinder Israel, die Mose und Eleasar, der Priester, zählten im Jordantal der Moabiter gegenüber Jericho.

  8. Unter diesen aber war keiner mehr von denen aus Israel, die Mose und Aaron, der Priester, gezählt hatten in der Wüste Sinai.

  9. Denn der HERR hatte ihnen gesagt, sie sollten des Todes sterben in der Wüste. Und so blieb keiner von ihnen übrig als Kaleb, der Sohn Jephunnes, und Josua, der Sohn Nuns.

Erbrecht der Töchter

Kapitel 27

  1. Und die Töchter Zelophhads, des Sohnes Hephers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, von den Geschlechtern Manasses, des Sohnes Josephs, mit Namen Machla, Noa, Hogla, Milka und Tirza kamen herzu

  2. und traten vor Mose und vor Eleasar, den Priester, und vor die Stammesfürsten und die ganze Gemeinde vor der Tür der Stiftshütte und sprachen:

  3. Unser Vater ist gestorben in der Wüste und war nicht mit unter der Rotte, die sich gegen den HERRN empörte, unter der Rotte Korah, sondern ist um seiner eigenen Sünde willen gestorben und hatte keine Söhne.

  4. Warum soll denn unseres Vaters Name in seinem Geschlecht untergehen, weil er keinen Sohn hat? Gebt uns auch ein Erbgut unter den Brüdern unseres Vaters.

  5. Mose brachte ihre Sache vor den HERRN.

  6. Und der HERR sprach zu ihm:

  7. Die Töchter Zelophhads haben recht geredet. Du sollst ihnen ein Erbgut unter den Brüdern ihres Vaters geben und sollst ihres Vaters Erbe ihnen zuwenden.

  8. Und sage den Kindern Israel: Wenn jemand stirbt und keinen Sohn hat, so sollt ihr sein Erbe seiner Tochter zuwenden.

  9. Hat er keine Tochter, sollt ihr's seinen Brüdern geben.

  10. Hat er keine Brüder, sollt ihr's den Brüdern seines Vaters geben.

  11. Hat sein Vater keine Brüder, sollt ihr's seinen nächsten Verwandten geben, die ihm angehören in seinem Geschlecht, damit sie es in Besitz nehmen. Das soll den Kindern Israel Gesetz und Recht sein, wie der HERR dem Mose geboten hat.

Josua wird zum Nachfolger des Mose bestellt

  1. Und der HERR sprach zu Mose: Steig auf dies Gebirge Abarim und sieh auf das Land, das ich den Kindern Israel geben werde.

  2. Und wenn du es gesehen hast, sollst du auch zu deinen Vätern versammelt werden, wie dein Bruder Aaron zu ihnen versammelt ist,

  3. weil ihr meinem Wort ungehorsam gewesen seid in der Wüste Zin, als die Gemeinde haderte und ihr mich vor ihnen heiligen solltet durch das Wasser. Das ist das Haderwasser zu Kadesch in der Wüste Zin.

  4. Und Mose redete mit dem HERRN und sprach:

  5. Der HERR, der Gott des Lebensgeistes für alles Fleisch, wolle einen Mann setzen über die Gemeinde,

  6. der vor ihnen her aus- und eingeht und sie aus- und einführt, damit die Gemeinde des HERRN nicht sei wie die Schafe ohne Hirten.

  7. Und der HERR sprach zu Mose: Nimm Josua zu dir, den Sohn Nuns, einen Mann, in dem der Geist ist, und lege deine Hände auf ihn;

  8. und laß ihn treten vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde und bestelle ihn vor ihren Augen

  9. und lege von deiner Hoheit auf ihn, damit ihm gehorche die ganze Gemeinde der Kinder Israel.

  10. Und er soll treten vor Eleasar, den Priester, der soll für ihn mit den heiligen Losen den HERRN befragen. Nach dessen Befehl sollen aus- und einziehen er und alle Kinder Israel mit ihm und die ganze Gemeinde.

  11. Mose tat, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm Josua und ließ ihn treten vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde

  12. und legte seine Hand auf ihn und bestellte ihn, wie der HERR durch Mose geredet hatte.

Gesetze über die regelmäßigen Opfer des Jahres

Kapitel 28

  1. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  2. Gebiete den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Ihr sollt achthaben, daß ihr zur rechten Zeit meine Opfergaben darbringt, meine Feueropferspeise mir zum lieblichen Geruch.

  3. Und sprich zu ihnen: Dies sind die Feueropfer, die ihr dem HERRN opfern sollt: einjährige Schafe, die ohne Fehler sind, täglich zwei zum täglichen Brandopfer,

  4. ein Schaf am Morgen, das andere gegen Abend;

  5. dazu ein zehntel Scheffel feinstes Mehl zum Speisopfer, mit Öl vermengt, das gestoßen ist, eine viertel Kanne.

  6. Das ist das tägliche Brandopfer, das ihr am Berge Sinai geopfert habt zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer für den HERRN.

  7. Dazu sein Trankopfer zu je einem Schaf eine viertel Kanne. Im Heiligtum soll man den Wein des Trankopfers dem HERRN darbringen.

  8. Das andere Schaf sollst du gegen Abend zurichten. Mit einem Speisopfer wie am Morgen und mit seinem Trankopfer sollst du es zurichten als Feueropfer für den HERRN zum lieblichen Geruch.

  9. Am Sabbattag aber zwei einjährige Schafe ohne Fehler und zwei Zehntel feinstes Mehl zum Speisopfer, mit Öl vermengt, und sein Trankopfer.

  10. Das ist das Brandopfer an jedem Sabbat außer dem täglichen Brandopfer samt seinem Trankopfer.

  11. Aber am ersten Tage eurer Monate sollt ihr dem HERRN ein Brandopfer opfern: zwei junge Stiere, einen Widder, sieben einjährige Schafe ohne Fehler

  12. und je drei Zehntel feinstes Mehl zum Speisopfer, mit Öl vermengt, zu je einem jungen Stier und zwei Zehntel feinstes Mehl zum Speisopfer, mit Öl vermengt, zu dem einen Widder

  13. und je ein Zehntel feinstes Mehl zum Speisopfer, mit Öl vermengt, zu je einem Schaf. Das ist ein Brandopfer des lieblichen Geruchs, ein Feueropfer für den HERRN.

  14. Und was dazu gehört an Trankopfern, soll sein: eine halbe Kanne Wein zu je einem jungen Stier, eine drittel Kanne zum Widder, eine viertel Kanne zu je einem Schaf. Das ist das Brandopfer zum Neumond eines jeden Monats im Jahr.

  15. Dazu soll man einen Ziegenbock dem HERRN zum Sündopfer zurichten außer dem täglichen Brandopfer und seinem Trankopfer.

  16. Aber am vierzehnten Tag des ersten Monats ist das Passa des HERRN.

  17. Und am fünfzehnten Tage desselben Monats ist Festfeier. Sieben Tage soll man ungesäuertes Brot essen.

  18. Am ersten Tag soll heilige Versammlung sein; keine Arbeit sollt ihr an diesem Tage tun

  19. und sollt dem HERRN Brandopfer darbringen: zwei junge Stiere, einen Widder, sieben einjährige Schafe ohne Fehler

  20. samt ihren Speisopfern: drei Zehntel feinstes Mehl, mit Öl vermengt, zu je einem jungen Stier und zwei Zehntel zu dem Widder

  21. und je ein Zehntel auf ein Schaf unter den sieben Schafen,

  22. dazu einen Bock zum Sündopfer, um für euch Sühne zu schaffen.

  23. Und ihr sollt das alles darbringen außer dem Brandopfer am Morgen, welches das tägliche Brandopfer ist.

  24. Nach dieser Weise sollt ihr alle Tage, die sieben Tage lang, das Opfer zurichten als Feueropferspeise zum lieblichen Geruch für den HERRN, außer dem täglichen Brandopfer samt seinem Trankopfer.

  25. Am siebenten Tag aber soll heilige Versammlung sein; keine Arbeit sollt ihr an diesem Tage tun.

  26. Und am Tag der Erstlinge, wenn ihr das neue Speisopfer dem HERRN opfert, an eurem Wochenfest, soll heilige Versammlung sein; keine Arbeit sollt ihr an diesem Tage tun.

  27. Und ihr sollt dem HERRN als Brandopfer darbringen zum lieblichen Geruch: zwei junge Stiere, einen Widder, sieben einjährige Schafe

  28. samt ihrem Speisopfer: drei Zehntel feinstes Mehl, mit Öl vermengt, zu je einem jungen Stier, zwei Zehntel zu dem Widder

  29. und je ein Zehntel zu je einem Schaf von den sieben Schafen,

  30. und einen Ziegenbock, um für euch Sühne zu schaffen.

  31. Das alles sollt ihr darbringen außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer. Ohne Fehler soll's sein, dazu ihre Trankopfer.

Kapitel 29

  1. Und am ersten Tag des siebenten Monats soll heilige Versammlung sein; keine Arbeit sollt ihr an diesem Tage tun; ein Tag des Posaunenblasens soll er für euch sein.

  2. Und ihr sollt als Brandopfer darbringen zum lieblichen Geruch für den HERRN: einen jungen Stier, einen Widder, sieben einjährige Schafe ohne Fehler,

  3. dazu als Speisopfer: drei Zehntel feinstes Mehl, mit Öl vermengt, zu dem jungen Stier, zwei Zehntel zu dem Widder

  4. und ein Zehntel zu je einem Schaf von den sieben Schafen,

  5. auch einen Ziegenbock zum Sündopfer, um für euch Sühne zu schaffen,

  6. außer dem Brandopfer des Neumondes und seinem Speisopfer und außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihren Trankopfern, ihrer Ordnung gemäß, zum lieblichen Geruch als ein Feueropfer für den HERRN.

  7. Am zehnten Tag dieses siebenten Monats soll heilige Versammlung sein, und ihr sollt fasten und keine Arbeit an diesem Tage tun,

  8. sondern als Brandopfer dem HERRN zum lieblichen Geruch opfern: einen jungen Stier, einen Widder, sieben einjährige Schafe ohne Fehler

  9. mit ihren Speisopfern: drei Zehntel feinstes Mehl, mit Öl vermengt, zu dem jungen Stier, zwei Zehntel zu dem Widder

  10. und ein Zehntel zu je einem der sieben Schafe,

  11. dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer außer dem Sündopfer zur Sühnung und dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihren Trankopfern.

  12. Am fünfzehnten Tag des siebenten Monats soll heilige Versammlung sein; keine Arbeit sollt ihr an diesem Tage tun und sollt dem HERRN das Fest sieben Tage feiern

  13. und sollt an Brandopfern darbringen, als Feueropfer des lieblichen Geruchs für den HERRN: dreizehn junge Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Schafe ohne Fehler

  14. samt ihrem Speisopfer: drei Zehntel feinstes Mehl, mit Öl vermengt, zu je einem der dreizehn jungen Stiere, zwei Zehntel zu je einem der zwei Widder

  15. und ein Zehntel zu je einem der vierzehn Schafe,

  16. dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.

  17. Am zweiten Tage: zwölf junge Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Schafe ohne Fehler

  18. mit ihrem Speisopfer und ihren Trankopfern zu den jungen Stieren, zu den Widdern und zu den Schafen nach ihrer Zahl, der Ordnung gemäß,

  19. dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und ihren Trankopfern.

  20. Am dritten Tage: elf junge Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Schafe ohne Fehler

  21. mit ihrem Speisopfer und ihren Trankopfern zu den jungen Stieren, zu den Widdern und zu den Schafen nach ihrer Zahl, der Ordnung gemäß,

  22. dazu einen Bock zum Sündopfer außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.

  23. Am vierten Tage: zehn junge Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Schafe ohne Fehler

  24. samt ihrem Speisopfer und ihren Trankopfern zu den jungen Stieren, zu den Widdern und zu den Schafen nach ihrer Zahl, der Ordnung gemäß,

  25. dazu einen Ziegenbock zum Sündopfer außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.

  26. Am fünften Tage: neun junge Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Schafe ohne Fehler

  27. samt ihrem Speisopfer und ihren Trankopfern zu den jungen Stieren, zu den Widdern und zu den Schafen nach ihrer Zahl, der Ordnung gemäß,

  28. dazu einen Bock zum Sündopfer außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.

  29. Am sechsten Tage: acht junge Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Schafe ohne Fehler

  30. samt ihrem Speisopfer und ihren Trankopfern zu den jungen Stieren, zu den Widdern und zu den Schafen nach ihrer Zahl, der Ordnung gemäß,

  31. dazu einen Bock zum Sündopfer außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinen Trankopfern.

  32. Am siebenten Tage: sieben junge Stiere, zwei Widder, vierzehn einjährige Schafe ohne Fehler

  33. samt ihrem Speisopfer und ihren Trankopfern zu den jungen Stieren, zu den Widdern und zu den Schafen nach ihrer Zahl, ihrer Ordnung gemäß,

  34. dazu einen Bock zum Sündopfer außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.

  35. Am achten sollt ihr Festversammlung halten; keine Arbeit sollt ihr an diesem Tage tun

  36. und sollt als Brandopfer opfern, als Feueropfer des lieblichen Geruchs für den HERRN: einen jungen Stier, einen Widder, sieben einjährige Schafe ohne Fehler

  37. samt ihrem Speisopfer und ihren Trankopfern zu dem jungen Stier, zu dem Widder und zu den Schafen nach ihrer Zahl, der Ordnung gemäß,

  38. dazu einen Bock zum Sündopfer außer dem täglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.

  39. Das alles sollt ihr dem HERRN darbringen an euren Festen, außer dem, was ihr gelobt und freiwillig gebt an Brandopfern, Speisopfern, Trankopfern und Dankopfern.

Kapitel 30

  1. Und Mose sagte den Kinder Israel alles, was ihm der HERR geboten hatte.

Gesetze über die Verbindlichkeit von Gelübden

  1. Und Mose redete mit den Häuptern der Stämme der Kinder Israel und sprach: Dies ist's, was der HERR geboten hat:

  2. Wenn jemand dem HERRN ein Gelübde tut oder einen Eid schwört, daß er sich zu etwas verpflichten will, so soll er sein Wort nicht brechen, sondern alles tun, wie es über seine Lippen gegangen ist.

  3. Wenn eine Frau dem HERRN ein Gelübde tut und sich zu etwas verpflichtet, solange sie im Hause ihres Vaters und ledig ist,

  4. und ihr Vater hört von ihrem Gelübde und ihrer Verpflichtung, die sie sich auferlegt hat, und er schweigt dazu, so gelten alle ihre Gelübde, und jede Verpflichtung, die sie sich auferlegt hat, soll auch gelten.

  5. Wenn aber ihr Vater ihr's verwehrt an dem Tage, da er's hört, so gilt das Gelübde und die Verpflichtung nicht, die sie sich auferlegt hat, und der HERR wird ihr gnädig sein, weil ihr Vater es ihr verwehrt hat.

  6. Wird sie aber eines Mannes Frau und liegt noch ein Gelübde auf ihr oder hat sie unbedacht etwas versprochen, durch das sie sich gebunden hat,

  7. und ihr Mann hört es und schweigt dazu an demselben Tage, so gilt ihr Gelübde und ihre Verpflichtung, die sie sich auferlegt hat.

  8. Wenn aber ihr Mann ihr's verwehrt an dem Tage, da er's hört, so macht er sie ihres Gelübdes ledig, das auf ihr liegt, und ihres unbedachten Versprechens, durch das sie sich gebunden hat; und der HERR wird ihr gnädig sein.

  9. Das Gelübde einer Witwe oder einer Verstoßenen, alles, was sie sich auferlegt hat, das gilt für sie.

  10. Wenn eine Frau im Hause ihres Mannes etwas gelobt und sich mit einem Eide bindet

  11. und ihr Mann hört es und schweigt dazu und verwehrt es ihr nicht, so gelten alle ihre Gelübde und alles, wozu sie sich verpflichtet hat.

  12. Macht aber ihr Mann sie ihres Gelübdes ledig an dem Tage, da er's hört, so gilt das nicht, was über ihre Lippen gegangen ist, was sie gelobt oder wozu sie sich verpflichtet hat; denn ihr Mann hat sie ihres Gelübdes ledig gemacht, und der HERR wird ihr gnädig sein.

  13. Alle Gelübde und alle Eide, mit denen sie sich verpflichtet hat zu fasten, kann ihr Mann bekräftigen oder aufheben, also:

  14. wenn er dazu schweigt von einem Tage zum andern, so bekräftigt er alle ihre Gelübde und Verpflichtungen, die auf ihr liegen, weil er geschwiegen hat an dem Tage, da er's hörte;

  15. hat er's aber gehört und hebt es erst später auf, so soll er ihre Schuld tragen.

  16. Das sind die Satzungen, die der HERR dem Mose geboten hat, zwischen Mann und Frau, zwischen Vater und Tochter, solange sie noch ledig ist in ihres Vaters Hause.

Sieg über die Midianiter und Verteilung der Beute

Kapitel 31

  1. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  2. Übe Rache für die Kinder Israel an den Midianitern, und danach sollst du versammelt werden zu deinen Vätern.

  3. Da redete Mose mit dem Volk und sprach: Rüstet unter euch Leute zum Kampf gegen die Midianiter, die die Rache des HERRN an den Midianitern vollstrecken.

  4. Aus jedem Stamm je tausend Mann sollt ihr aus allen Stämmen Israels in das Heer schicken.

  5. Und sie nahmen aus den Tausendschaften Israels je tausend eines Stammes, zwölftausend Mann gerüstet zum Kampf.

  6. Und Mose schickte sie mit Pinhas, dem Sohn des Priesters Eleasar, in den Kampf, und er hatte die heiligen Geräte und die Kriegstrompeten bei sich.

  7. Und sie zogen aus zum Kampf gegen die Midianiter, wie der HERR es Mose geboten hatte, und töteten alles, was männlich war.

  8. Samt diesen Erschlagenen töteten sie auch die Könige der Midianiter, nämlich Ewi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die fünf Könige der Midianiter. Auch Bileam, den Sohn Beors, töteten sie mit dem Schwert.

  9. Und die Kinder Israel nahmen gefangen die Frauen der Midianiter und ihre Kinder; all ihr Vieh, alle ihre Habe und alle ihre Güter raubten sie

  10. und verbrannten mit Feuer alle ihre Städte, wo sie wohnten, und alle ihre Zeltdörfer.

  11. Und sie nahmen allen Raub und alles, was zu nehmen war, Menschen und Vieh,

  12. und brachten's zu Mose und zu Eleasar, dem Priester, und zu der Gemeinde der Kinder Israel, nämlich die Gefangenen und das genommene Vieh und das geraubte Gut, ins Lager im Jordantal der Moabiter gegenüber Jericho.

  13. Und Mose und Eleasar, der Priester, und alle Fürsten der Gemeinde gingen ihnen entgegen, hinaus vor das Lager.

  14. Und Mose wurde zornig über die Hauptleute des Heeres, die Hauptleute über tausend und über hundert, die aus dem Feldzug kamen,

  15. und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Frauen leben lassen?

  16. Siehe, haben nicht diese die Kinder Israel durch Bileams Rat abwendig gemacht, daß sie sich versündigten am HERRN durch den Baal-Peor, so daß der Gemeinde des HERRN eine Plage widerfuhr?

  17. So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind;

  18. aber alle Mädchen, die unberührt sind, die laßt für euch leben.

  19. Und lagert euch draußen vor dem Lager sieben Tage, alle, die jemand getötet oder die Erschlagene angerührt haben, daß ihr euch entsündigt am dritten und siebenten Tage samt denen, die ihr gefangengenommen habt.

  20. Auch alle Kleider und alles Lederzeug und alles Pelzwerk und alle hölzernen Geräte sollt ihr entsündigen.

  21. Und Eleasar, der Priester, sprach zu dem Kriegsvolk, das in den Kampf gezogen war: Dies ist das Gesetz, das der HERR dem Mose geboten hat:

  22. Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Zinn und Blei

  23. und alles, was Feuer verträgt, sollt ihr durchs Feuer gehen lassen, so wird es rein; nur daß es mit dem Reinigungswasser entsündigt werde. Aber alles, was Feuer nicht verträgt, sollt ihr durchs Wasser gehen lassen.

  24. Und ihr sollt eure Kleider waschen am siebenten Tage, so werdet ihr rein. Danach sollt ihr ins Lager kommen.

  25. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  26. Nimm die gesamte Beute an Menschen und Vieh, die weggeführt wurde, auf, du und der Priester Eleasar und die Häupter der Sippen der Gemeinde,

  27. und gib die eine Hälfte denen, die in den Kampf gezogen sind und die Schlacht geschlagen haben, und die andere Hälfte der ganzen Gemeinde.

  28. Du sollst aber für den HERRN als Abgabe erheben von den Kriegsleuten, die in den Kampf gezogen waren, je eins von fünfhundert, an Menschen, Rindern, Eseln und Schafen.

  29. Von ihrer Hälfte sollst du sie erheben und dem Priester Eleasar geben als Opfergabe für den HERRN.

  30. Aber von der Hälfte der Kinder Israel sollst du je eins von fünfzig erheben, an Menschen, Rindern, Eseln und Schafen und von allem Vieh, und sollst sie den Leviten geben, die den Dienst versehen an der Wohnung des HERRN.

  31. Und Mose und der Priester Eleasar taten, wie der HERR es Mose geboten hatte.

  32. Und es betrug die Beute, soviel am Leben geblieben war von dem, was das Kriegsvolk erbeutet hatte, 675 000 Schafe,

  33. 72 000 Rinder,

  34. 61 000 Esel;

  35. an Menschen aber 32 000 Mädchen, die nicht von Männern berührt waren.

  36. Und die Hälfte, die denen gehörte, die in den Kampf gezogen waren, betrug 337 500 Schafe;

  37. davon waren Abgabe für den HERRN 675 Schafe.

  38. Desgleichen 36 000 Rinder; davon waren Abgabe für den HERRN 72.

  39. Desgleichen 30 500 Esel; davon waren Abgabe für den HERRN 61.

  40. Desgleichen 16 000 Menschen; davon waren Abgabe für den HERRN 32.

  41. Und Mose gab diese Abgabe als Opfergabe für den HERRN dem Priester Eleasar, wie ihm der HERR geboten hatte.

  42. Aber die andere Hälfte, die Mose für die Kinder Israel absonderte von dem Anteil der Kriegsleute,

  43. nämlich die Hälfte, die der Gemeinde zukam, betrug auch 337 500 Schafe,

  44. 36 000 Rinder,

  45. 30 500 Esel

  46. und 16 000 Menschen.

  47. Und Mose nahm von dieser Hälfte der Kinder Israel je eins von fünfzig, sowohl vom Vieh als von den Menschen, und gab's den Leviten, die den Dienst versahen an der Wohnung des HERRN, wie der HERR es Mose geboten hatte.

  48. Und es traten an Mose heran die Anführer der Tausendschaften des Kriegsvolks, nämlich die Hauptleute über tausend und über hundert,

  49. und sprachen zu ihm: Wir, deine Knechte, haben die Summe der Kriegsleute aufgenommen, die unter unserm Befehl standen, und es fehlt nicht einer.

  50. Darum bringen wir dem HERRN als Gabe, was jeder gefunden hat an goldenem Gerät, Ketten, Armgeschmeide, Ringen, Ohrringen und Spangen, um für uns Sühne zu schaffen vor dem HERRN.

  51. Und Mose samt dem Priester Eleasar nahm von ihnen das Gold, allerlei Geschmeide.

  52. Und alles Gold, das die Hauptleute über tausend und über hundert als Opfergabe für den HERRN darbrachten, wog 16 750 Lot.

  53. Aber von den Kriegsleuten hatte jeder nur für sich selber Beute gemacht.

  54. Und Mose und der Priester Eleasar nahmen das Gold von den Hauptleuten über tausend und über hundert und brachten es in die Stiftshütte, damit es dazu diene, daß der HERR gnädig der Kinder Israel gedenke.

Verteilung des Ostjordanlandes an die Stämme Ruben, Gad und Manasse

Kapitel 32

  1. Die Söhne Ruben und die Söhne Gad hatten sehr viel Vieh und sahen das Land Jaser und Gilead an als gute Weide für ihr Vieh

  2. und kamen und sprachen zu Mose und zu dem Priester Eleasar und zu den Fürsten der Gemeinde:

  3. Das Land Ataroth, Dibon, Jaser, Nimra, Hesbon, Elale, Sibma, Nebo und Beon,

  4. das der HERR geschlagen hat vor der Gemeinde Israel, ist gut zur Weide, und wir, deine Knechte, haben Vieh.

  5. Und sie sprachen weiter: Haben wir Gnade vor dir gefunden, so gib dies Land deinen Knechten zu eigen und laß uns nicht über den Jordan ziehen.

  6. Mose sprach zu ihnen: Eure Brüder sollen in den Kampf ziehen, und ihr wollt hier bleiben?

  7. Warum macht ihr die Herzen der Kinder Israel abwendig, daß sie nicht hinüberziehen in das Land, das ihnen der HERR geben wird?

  8. So machten es auch eure Väter, als ich sie aussandte von Kadesch-Barnea, um das Land zu erkunden;

  9. und als sie hinaufgekommen waren bis an den Bach Eschkol und das Land sahen, machten sie das Herz der Kinder Israel abwendig, daß sie nicht in das Land wollten, das ihnen der HERR geben wollte.

  10. Und des HERRN Zorn entbrannte zur selben Zeit, und er schwor:

  11. Wahrlich, diese Leute, die aus Ägypten gezogen sind, von zwanzig Jahren an und darüber, sollen das Land nicht sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob zu geben geschworen habe, weil sie mir nicht treu nachgefolgt sind,

  12. ausgenommen Kaleb, der Sohn Jephunnes, des Kenisiters, und Josua, der Sohn Nuns; denn sie sind dem HERRN treu nachgefolgt.

  13. So entbrannte des HERRN Zorn über Israel, und er ließ sie hin und her in der Wüste ziehen vierzig Jahre, bis es zu Ende war mit dem ganzen Geschlecht, das übelgetan hatte vor dem HERRN.

  14. Und siehe, ihr seid aufgetreten an eurer Väter statt, damit die Sünder immer mehr werden und auch ihr den Zorn und Grimm des HERRN gegen Israel noch vermehrt.

  15. Denn wenn ihr euch von ihm wendet, so wird er das Volk noch länger in der Wüste lassen, und ihr werdet's ganz zugrunde richten.

  16. Da traten sie heran und sprachen: Wir wollen nur Schafhürden hier bauen für unser Vieh und Städte für unsere Kinder;

  17. wir aber wollen gerüstet vor Israel einherziehen, bis wir sie an ihren Ort gebracht haben. Unsere Kinder aber sollen in den festen Städten bleiben um der Bewohner des Landes willen.

  18. Wir wollen nicht heimkehren, bis von den Kindern Israel ein jeder sein Erbe eingenommen hat.

  19. Denn wir wollen nicht mit ihnen erben jenseits des Jordan, sondern unser Erbteil soll uns diesseits des Jordan nach Osten hin zufallen.

  20. Mose sprach zu ihnen: Wenn ihr das tun wollt, so rüstet euch zum Kampf vor dem HERRN.

  21. Wer unter euch gerüstet ist, der ziehe über den Jordan vor dem HERRN, bis er seine Feinde vertreibe vor sich her

  22. und das Land untertan werde vor dem HERRN. Danach dürft ihr umkehren und werdet ohne Schuld sein vor dem HERRN und vor Israel und sollt dies Land zu eigen haben vor dem HERRN.

  23. Wenn ihr das aber nicht tun wollt, siehe, so werdet ihr euch an dem HERRN versündigen und werdet eure Sünde erkennen, wenn sie euch treffen wird.

  24. So baut nun Städte für eure Kinder und Hürden für euer Vieh und tut, was ihr gesagt habt.

  25. Die Söhne Gad und die Söhne Ruben sprachen zu Mose: Deine Knechte werden tun, wie mein Herr geboten hat.

  26. Unsere Kinder und Frauen, unsere Habe und all unser Vieh sollen in den Städten Gileads bleiben;

  27. wir aber, deine Knechte, wollen alle gerüstet zum Heer in den Kampf ziehen vor dem HERRN, wie mein Herr gesagt hat.

  28. Da gebot Mose ihretwegen dem Priester Eleasar und Josua, dem Sohn Nuns, und den Häuptern der Sippen unter den Stämmen der Kinder Israel

  29. und sprach zu ihnen: Wenn die Söhne Gad und die Söhne Ruben mit euch über den Jordan ziehen, alle gerüstet zum Kampf vor dem HERRN, und das Land euch untertan ist, so gebt ihnen das Land Gilead zu eigen.

  30. Ziehen sie aber nicht gerüstet mit euch hinüber, so sollen sie mit euch erben im Lande Kanaan.

  31. Die Söhne Gad und die Söhne Ruben antworteten und sprachen: Wie der HERR redet zu deinen Knechten, so wollen wir tun.

  32. Wir wollen gerüstet hinüberziehen vor dem HERRN ins Land Kanaan und unser Erbgut besitzen diesseits des Jordan.

  33. Also gab Mose den Söhnen Gad und den Söhnen Ruben und dem halben Stamm Manasses, des Sohnes Josephs, das Königreich Sihons, des Königs der Amoriter, und das Königreich Ogs, des Königs von Basan, das Land samt den Städten ringsumher mit ihrem ganzen Gebiet.

  34. Und die Söhne Gad bauten Dibon, Ataroth, Aroër,

  35. Ataroth-Schophan, Jaser, Jogbeha,

  36. Beth-Nimra und Beth-Haran, feste Städte und Schafhürden.

  37. Die Söhne Ruben bauten Hesbon, Elale, Kirjathajim,

  38. Nebo, Baal-Meon und Sibma und gaben den Städten, die sie bauten, ihre bisherigen Namen.

  39. Und die Söhne Machirs, des Sohnes Manasses, gingen nach Gilead und eroberten es und vertrieben die Amoriter, die darin waren.

  40. Da gab Mose dem Machir, dem Sohn Manasses, Gilead, und er wohnte darin.

  41. Jaïr aber, der Sohn Manasses, ging hin und eroberte ihre Dörfer und nannte sie «Dörfer Jaïrs».

  42. Nobach ging hin und eroberte Kenath mit seinen Ortschaften und nannte es Nobach nach seinem Namen.

Verzeichnis der Lagerplätze beim Wüstenzug

Kapitel 33

  1. Dies sind die Lagerplätze der Kinder Israel, als sie aus Ägyptenland gezogen sind mit ihrem Heer unter Mose und Aaron.

  2. Und Mose schrieb auf nach dem Befehl des HERRN ihre Wanderungen nach ihren Lagerplätzen. Dies sind ihre Lagerplätze auf ihren Wanderungen:

  3. Sie zogen aus von Ramses am fünfzehnten Tag des ersten Monats, dem zweiten Tage des Passa, durch eine starke Hand, daß es alle Ägypter sahen,

  4. als sie eben die Erstgeburt begruben, die der HERR unter ihnen geschlagen hatte; denn der HERR hatte an ihren Göttern Gericht geübt.

  5. Als sie von Ramses auszogen, lagerten sie sich in Sukkoth

  6. und zogen aus von Sukkoth und lagerten sich in Etham, das am Rande der Wüste liegt.

  7. Von Etham zogen sie aus und blieben in Pihachiroth, das vor Baal-Zephon liegt, und lagerten sich vor Migdol.

  8. Von Pihachiroth zogen sie aus und gingen mitten durchs Meer in die Wüste und zogen drei Tagereisen in der Wüste Etham und lagerten sich in Mara.

  9. Von Mara zogen sie aus und kamen nach Elim; da waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmen, und sie lagerten sich dort.

  10. Von Elim zogen sie aus und lagerten sich am Schilfmeer.

  11. Vom Schilfmeer zogen sie aus und lagerten sich in der Wüste Sin.

  12. Von der Wüste Sin zogen sie aus und lagerten sich in Dophka.

  13. Von Dophka zogen sie aus und lagerten sich in Alusch.

  14. Von Alusch zogen sie aus und lagerten sich in Raphidim; dort hatte das Volk kein Wasser zu trinken.

  15. Von Raphidim zogen sie aus und lagerten sich in der Wüste Sinai.

  16. Von der Wüste Sinai zogen sie aus und lagerten sich bei den Lustgräbern.

  17. Von den Lustgräbern zogen sie aus und lagerten sich in Hazeroth.

  18. Von Hazeroth zogen sie aus und lagerten sich in Rithma.

  19. Von Rithma zogen sie aus und lagerten sich in Rimmon-Perez.

  20. Von Rimmon-Perez zogen sie aus und lagerten sich in Libna.

  21. Von Libna zogen sie aus und lagerten sich in Rissa.

  22. Von Rissa zogen sie aus und lagerten sich in Kehelatha.

  23. Von Kehelatha zogen sie aus und lagerten sich im Gebirge Schepher.

  24. Vom Gebirge Schepher zogen sie aus und lagerten sich in Harada.

  25. Von Harada zogen sie aus und lagerten sich in Makheloth.

  26. Von Makheloth zogen sie aus und lagerten sich in Tahath.

  27. Von Tahath zogen sie aus und lagerten sich in Tarach.

  28. Von Tarach zogen sie aus und lagerten sich in Mithka.

  29. Von Mithka zogen sie aus und lagerten sich in Haschmona.

  30. Von Haschmona zogen sie aus und lagerten sich in Moseroth.

  31. Von Moseroth zogen sie aus und lagerten sich in Bene-Jaakan.

  32. Von Bene-Jaakan zogen sie aus und lagerten sich in Hor-Haggidgad.

  33. Von Hor-Haggidgad zogen sie aus und lagerten sich in Jotbatha.

  34. Von Jotbatha zogen sie aus und lagerten sich in Abrona.

  35. Von Abrona zogen sie aus und lagerten sich in Ezjon-Geber.

  36. Von Ezjon-Geber zogen sie aus und lagerten sich in der Wüste Zin, das ist Kadesch.

  37. Von Kadesch zogen sie aus und lagerten sich an dem Berge Hor, an der Grenze des Landes Edom.

  38. Da ging der Priester Aaron auf den Berg Hor nach dem Befehl des HERRN und starb dort im vierzigsten Jahr des Auszugs der Kinder Israel aus Ägyptenland am ersten Tag des fünften Monats,

  39. als er hundertdreiundzwanzig Jahre alt war.

  40. Und der König der Kanaaniter zu Arad, der da wohnte im Süden des Landes Kanaan, hörte, daß die Kinder Israel kamen.

  41. Und von dem Berge Hor zogen sie aus und lagerten sich in Zalmona.

  42. Von Zalmona zogen sie aus und lagerten sich in Punon.

  43. Von Punon zogen sie aus und lagerten sich in Oboth.

  44. Von Oboth zogen sie aus und lagerten sich in Ijjim-Abarim, im Gebiet der Moabiter.

  45. Von Ijjim zogen sie aus und lagerten sich in Dibon-Gad.

  46. Von Dibon-Gad zogen sie aus und lagerten sich in Almon-Diblathajim.

  47. Von Almon-Diblathajim zogen sie aus und lagerten sich in dem Gebirge Abarim östlich vom Nebo.

  48. Von dem Gebirge Abarim zogen sie aus und lagerten sich im Jordantal der Moabiter gegenüber Jericho.

  49. Sie lagerten sich aber am Jordan von Beth-Jeschimoth bis Abel-Schittim im Jordantal der Moabiter.

Befehl zur Vertreibung der Kanaaniter

  1. Und der HERR redete mit Mose im Jordantal der Moabiter gegenüber Jericho und sprach:

  2. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr über den Jordan gegangen seid in das Land Kanaan,

  3. so sollt ihr alle Bewohner vertreiben vor euch her und alle ihre Götzenbilder und alle ihre gegossenen Bilder zerstören und alle ihre Opferhöhen vertilgen

  4. und sollt das Land einnehmen und darin wohnen; denn euch habe ich das Land gegeben, daß ihr's in Besitz nehmt.

  5. Und ihr sollt das Land austeilen durchs Los unter eure Geschlechter. Dem Geschlecht, das groß ist, sollt ihr ein großes Erbe geben, und dem, das klein ist, sollt ihr ein kleines Erbe geben. Worauf das Los für jeden fällt, das soll er haben. Nach den Stämmen eurer Väter sollt ihr's austeilen.

  6. Wenn ihr aber die Bewohner des Landes nicht vor euch her vertreibt, so werden euch die, die ihr übriglaßt, zu Dornen in euren Augen werden und zu Stacheln in euren Seiten und werden euch bedrängen in dem Lande, in dem ihr wohnt.

  7. So wird's dann geschehen, daß ich euch tun werde, wie ich gedachte, ihnen zu tun.

Die Grenzen des Landes Kanaan

Kapitel 34

  1. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  2. Gebiete den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land Kanaan kommt, so soll das Land, das euch als Erbteil zufällt, das Land Kanaan sein nach diesen Grenzen:

  3. Der Südzipfel eures Gebietes soll sich erstrecken von der Wüste Zin an Edom entlang. Eure Grenze im Süden soll ausgehen vom Ende des Salzmeers, das im Osten liegt.

  4. Und sie soll südlich vom Skorpionensteig sich hinaufziehen und hinübergehen nach Zin und weitergehen südlich von Kadesch-Barnea und gelangen nach Hazar-Addar und hinübergehen nach Azmon

  5. und sich von Azmon ziehen an den Bach Ägyptens, und ihr Ende sei an dem Meer.

  6. Aber die Grenze nach Westen zu soll sein das große Meer und seine Küste. Das sei eure Grenze nach Westen.

  7. Die Grenze nach Norden zu soll diese sein: Ihr sollt sie ziehen von dem großen Meer bis an den Berg Hor

  8. und von dem Berge Hor bis dahin, wo es nach Hamath geht, daß die Grenze weitergehe bei Zedad

  9. und auslaufe nach Siphron, und ihr Ende sei bei Hazar-Enan. Das sei eure Grenze nach Norden.

  10. Und ihr sollt die Grenze nach Osten ziehen von Hazar-Enan nach Schepham,

  11. und die Grenze gehe herab von Schepham nach Ribla östlich von Ajin. Danach gehe sie herab und ziehe sich hin längs der Höhen östlich vom See Kinnereth

  12. und komme herab an den Jordan, daß ihr Ende sei das Salzmeer. Das sei euer Land mit seiner Grenze ringsumher.

  13. Und Mose gebot den Kindern Israel: Das ist das Land, das ihr durchs Los unter euch teilen sollt, wie der HERR geboten hat, es den neun Stämmen und dem halben Stamm zu geben.

  14. Denn der Stamm der Söhne Ruben nach seinen Sippen und der Stamm der Söhne Gad nach seinen Sippen und der halbe Stamm Manasse haben ihr Erbteil bekommen.

  15. Die zwei Stämme und der halbe Stamm haben schon ihr Erbteil diesseits des Jordan gegenüber Jericho nach Osten zu.

Namen der Männer, die das Land austeilen sollen

  1. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  2. Dies sind die Namen der Männer, die das Land unter euch austeilen sollen: der Priester Eleasar und Josua, der Sohn Nuns.

  3. Dazu sollt ihr nehmen von einem jeden Stamm einen Fürsten, um das Land auszuteilen.

  4. Und dies sind die Namen der Männer: Kaleb, der Sohn Jephunnes, vom Stamm Juda;

  5. Samuel, der Sohn Ammihuds, vom Stamm Simeon;

  6. Elidad, der Sohn Kislons, vom Stamm Benjamin;

  7. Bukki, der Sohn Joglis, Fürst des Stammes der Söhne Dan;

  8. Hanniël, der Sohn Ephods, Fürst des Stammes der Söhne Manasse, von den Söhnen Joseph;

  9. Kemuël, der Sohn Schiphtans, Fürst des Stammes der Söhne Ephraim;

  10. Elizaphan, der Sohn Parnachs, Fürst des Stammes der Söhne Sebulon;

  11. Paltiël, der Sohn Asans, Fürst des Stammes der Söhne Isaschar;

  12. Ahihud, der Sohn Schelomis, Fürst des Stammes der Söhne Asser;

  13. Pedahel, der Sohn Ammihuds, Fürst des Stammes der Söhne Naphthali.

  14. Das sind die, denen der HERR gebot, daß sie den Kindern Israel das Erbe austeilten im Lande Kanaan.

Von den Städten der Leviten und den Freistädten

Kapitel 35

  1. Und der HERR redete mit Mose im Jordantal der Moabiter gegenüber Jericho und sprach:

  2. Gebiete den Kindern Israel, daß sie von ihren Erbteilen den Leviten Städte zur Wohnung geben. Auch Weideland um die Städte her sollt ihr den Leviten geben,

  3. daß sie in den Städten wohnen und auf den Weiden ihr Vieh und ihre Herden und alle ihre Tiere haben.

  4. Das Weideland aber vor den Städten, die ihr den Leviten gebt, soll sich tausend Ellen weit draußen um die Stadtmauer herum erstrecken.

  5. So sollt ihr nun abmessen außerhalb der Stadt auf der Seite nach Osten zweitausend Ellen und auf der Seite nach Süden zweitausend Ellen und auf der Seite nach Westen zweitausend Ellen und auf der Seite nach Norden zweitausend Ellen, daß die Stadt in der Mitte sei. Das soll ihnen als Weide bei den Städten gehören.

  6. Und von den Städten, die ihr den Leviten geben werdet, sollt ihr sechs zu Freistädten bestimmen, damit dahin fliehen kann, wer einen Totschlag getan hat. Dazu aber sollt ihr noch zweiundvierzig Städte geben,

  7. daß alle Städte, die ihr den Leviten gebt, seien achtundvierzig mit ihrem Weideland.

  8. Ihr sollt mehr geben an Städten vom Besitz derer, die viel besitzen unter den Kindern Israel, und weniger vom Besitz derer, die wenig besitzen; ein jeder soll nach seinem Erbteil, das ihm zugeteilt wird, den Leviten Städte geben.

  9. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  10. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr über den Jordan ins Land Kanaan kommt,

  11. sollt ihr Städte auswählen, daß sie für euch Freistädte seien, wohin fliehen soll, wer einen Totschlag aus Versehen tut.

  12. Und es sollen unter euch diese Städte eine Zuflucht sein vor dem Bluträcher, daß der nicht sterben muß, der einen Totschlag getan hat, bis er vor der Gemeinde vor Gericht gestanden hat.

  13. Und die Städte, die ihr zu Freistädten bestimmt, sollen sechs sein.

  14. Drei sollt ihr bestimmen diesseits des Jordan und drei im Lande Kanaan.

  15. Das sind die sechs Freistädte für die Kinder Israel und für die Fremdlinge und die Beisassen unter euch, damit dahin fliehen kann, wer einen Totschlag getan hat aus Versehen.

Gesetze über Mord und über Totschlag

  1. Wer jemand mit einem Eisen schlägt, daß er stirbt, der ist ein Mörder und soll des Todes sterben.

  2. Wirft er ihn mit einem Stein, mit dem jemand getötet werden kann, daß er daran stirbt, so ist er ein Mörder und soll des Todes sterben.

  3. Schlägt er ihn mit einem Holz, mit dem jemand totgeschlagen werden kann, daß er stirbt, so ist er ein Mörder und soll des Todes sterben.

  4. Der Bluträcher soll den Mörder zum Tode bringen; wo er ihm begegnet, soll er ihn töten.

  5. Stößt er jemand aus Haß oder wirft er etwas auf ihn mit Hinterlist, daß er stirbt,

  6. oder schlägt er ihn aus Feindschaft mit seiner Hand, daß er stirbt, so soll der des Todes sterben, der ihn geschlagen hat; er ist ein Mörder. Der Bluträcher soll ihn zum Tode bringen, wo er ihm begegnet.

  7. Wenn er ihn aber aus Versehen stößt ohne Feindschaft oder wirft irgend etwas auf ihn ohne Absicht

  8. oder wirft irgendeinen Stein auf ihn, woran man sterben kann, aber er hat's nicht gesehen, so daß jener stirbt, und er ist nicht sein Feind, hat ihm auch nichts Böses antun wollen,

  9. so soll die Gemeinde richten zwischen dem, der geschlagen hat, und dem Bluträcher nach diesen Rechtsordnungen.

  10. Und die Gemeinde soll den Totschläger erretten aus der Hand des Bluträchers und soll ihn zurückbringen lassen zu der Freistadt, dahin er geflohen war. Und er soll dort bleiben, bis der Hohepriester stirbt, den man mit dem heiligen Öl gesalbt hat.

  11. Geht aber der Totschläger über die Grenze seiner Freistadt, in die er geflohen ist,

  12. und der Bluträcher findet ihn außerhalb der Grenze seiner Freistadt und schlägt ihn tot, so soll er des Bluts nicht schuldig sein.

  13. Denn er sollte in seiner Freistadt bleiben bis zum Tod des Hohenpriesters und nach dem Tod des Hohenpriesters in das Land seines Erbbesitzes zurückkehren.

  14. Das soll euch Gesetz und Recht für immer sein, überall wo ihr wohnt.

  15. Wer einen Menschen erschlägt, den soll man töten auf den Mund von Zeugen hin. Ein einzelner Zeuge aber soll keine Aussage machen, um einen Menschen zum Tode zu bringen.

  16. Und ihr sollt kein Sühnegeld nehmen für das Leben des Mörders; denn er ist des Todes schuldig und soll des Todes sterben.

  17. Und ihr sollt kein Sühnegeld nehmen für den, der zur Freistadt geflohen ist, daß er zurückkehren darf, um im Lande zu wohnen, bis der Priester stirbt.

  18. Und schändet das Land nicht, darin ihr wohnt; denn wer des Blutes schuldig ist, der schändet das Land, und das Land kann nicht entsühnt werden vom Blut, das darin vergossen wird, außer durch das Blut dessen, der es vergossen hat.

  19. Macht das Land nicht unrein, darin ihr wohnt, darin auch ich wohne; denn ich bin der HERR, der mitten unter den Kindern Israel wohnt.

Erbtöchter sollen nicht außerhalb des väterlichen Stammes heiraten

Kapitel 36

  1. Und die Häupter der Sippen der Söhne Gileads, des Sohnes Machirs, der Manasses Sohn war, von den Geschlechtern der Söhne Joseph, traten heran und redeten vor Mose und vor den Fürsten, den Häuptern der Sippen der Kinder Israel,

  2. und sprachen: Der HERR hat geboten unserm Herrn, daß man das Land den Kindern Israel durch das Los zum Erbteil geben sollte. Auch wurde ihm geboten von dem HERRN, daß man das Erbteil Zelophhads, unseres Bruders, seinen Töchtern geben soll.

  3. Wenn diese jemand aus den Stämmen der Kinder Israel zur Frau nimmt, so wird das Erbteil unserer Väter weniger werden, und soviel sie haben, wird zu dem Erbteil des Stammes kommen, in den sie einheiraten; also wird das Los unseres Erbteils verringert.

  4. Wenn denn nun das Erlaßjahr der Kinder Israel kommt, so wird ihr Erbteil zu dem Erbteil des Stammes kommen, in den sie eingeheiratet haben; also wird das Erbteil des Stammes unserer Väter um das verringert, was sie haben.

  5. Mose gebot den Kinder Israel nach dem Befehl des HERRN und sprach: Der Stamm der Söhne Joseph hat recht geredet.

  6. Dies ist's, was der HERR gebietet über die Töchter Zelophhads: Laß sie heiraten, wie es ihnen gefällt; nur sollen sie heiraten in ein Geschlecht aus dem Stamm ihres Vaters,

  7. damit nicht die Erbteile der Kinder Israel von einem Stamm an den andern fallen; denn ein jeder unter den Kindern Israel soll festhalten an dem Erbe des Stammes seiner Väter.

  8. Und alle Töchter, die Erbteil erlangen unter den Stämmen der Kindern Israel, sollen heiraten einen von dem Geschlecht des Stammes ihres Vaters, damit ein jeder unter den Kindern Israel das Erbe seiner Väter behalte

  9. und nicht ein Erbteil von einem Stamm an den andern falle, sondern ein jeder soll festhalten an seinem Erbe unter den Stämmen der Kinder Israel.

  10. Wie der HERR es Mose geboten hatte, so taten die Töchter Zelophhads,

  11. Machla, Tirza, Hogla, Milka und Noa, und heirateten die Söhne ihrer Oheime

  12. aus dem Geschlecht der Söhne Manasses, des Sohnes Josephs. Also blieb ihr Erbteil bei dem Stamm des Geschlechts ihres Vaters.

  13. Das sind die Gebote und Rechte, die der HERR durch Mose den Kindern Israel gebot im Jordantal der Moabiter gegenüber Jericho.

5. Mose 1-17