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DAS VIERTE BUCH MOSE

Kapitel 1 - 18





Zählung der Männer für den Heerbann

Kapitel 1

  1. Und der HERR redete mit Mose in der Wüste Sinai in der Stiftshütte am ersten Tage des zweiten Monats im zweiten Jahr, nachdem sie aus Ägyptenland gezogen waren, und sprach:

  2. Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israel auf nach ihren Geschlechtern und Sippen und Namen, alles, was männlich ist, Kopf für Kopf,

  3. von zwanzig Jahren an und darüber, was wehrfähig ist in Israel. Ihr sollt sie zählen nach ihren Heerscharen, du und Aaron.

  4. Und es soll euch beistehen je ein Mann von jedem Stamm, nämlich das Haupt seiner Sippen.

  5. Dies sind aber die Namen der Männer, die euch beistehen sollen: von Ruben: Elizur, der Sohn Schedëurs;

  6. von Simeon: Schelumiël, der Sohn Zurischaddais;

  7. von Juda: Nachschon, der Sohn Amminadabs;

  8. von Isaschar: Nathanael, der Sohn Zuars;

  9. von Sebulon: Eliab, der Sohn Helons;

  10. von den Söhnen Josephs: von Ephraim: Elischama, der Sohn Ammihuds; und von Manasse: Gamliël, der Sohn Pedazurs;

  11. von Benjamin: Abidan, der Sohn des Gideoni;

  12. von Dan: Ahiëser, der Sohn Ammischaddais;

  13. von Asser: Pagiël, der Sohn Ochrans;

  14. von Gad: Eljasaph, der Sohn Deguëls;

  15. von Naphthali: Ahira, der Sohn Enans.

  16. Das sind die Berufenen aus der Gemeinde, die Fürsten unter den Stämmen ihrer Väter, die da Häupter über die Tausende in Israel waren.

  17. Und Mose und Aaron nahmen diese Männer zu sich, wie sie da mit Namen genannt sind,

  18. und versammelten die ganze Gemeinde am ersten Tage des zweiten Monats, und sie ließen sich einschreiben nach ihren Geschlechtern und Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, Kopf für Kopf,

  19. wie der HERR es Mose geboten hatte. So zählte er sie in der Wüste Sinai.

  20. Die Söhne Rubens, des ersten Sohnes Israels, nach ihrer Abstammung und ihren Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, Kopf für Kopf, alles, was männlich war, von zwanzig Jahren an und darüber, was wehrfähig war,

  21. so viele ihrer vom Stamm Ruben gezählt wurden, waren 46 500.

  22. Die Söhne Simeon nach ihrer Abstammung und ihren Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, Kopf für Kopf, alles, was männlich war, von zwanzig Jahren an und darüber, was wehrfähig war,

  23. so viele ihrer vom Stamm Simeon gezählt wurden, waren 59 300.

  24. Die Söhne Gad nach ihrer Abstammung und ihren Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, alles, was wehrfähig war,

  25. so viele ihrer vom Stamm Gad gezählt wurden, waren 45 650.

  26. Die Söhne Juda nach ihrer Abstammung und ihren Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, alles, was wehrfähig war,

  27. so viele ihrer vom Stamm Juda gezählt wurden, waren 74 600.

  28. Die Söhne Isaschar nach ihrer Abstammung und ihren Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, alles, was wehrfähig war,

  29. so viele ihrer vom Stamm Isaschar gezählt wurden, waren 54 400.

  30. Die Söhne Sebulon nach ihrer Abstammung und ihren Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, alles, was wehrfähig war,

  31. so viele ihrer vom Stamm Sebulon gezählt wurden, waren 57 400.

  32. Die Söhne Joseph: die Söhne Ephraim nach ihrer Abstammung und ihren Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, alles, was wehrfähig war,

  33. so viele ihrer vom Stamm Ephraim gezählt wurden, waren 40 500;

  34. und die Söhne Manasse nach ihrer Abstammung und ihren Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, alles, was wehrfähig war,

  35. so viele ihrer vom Stamm Manasse gezählt wurden, waren 32 200.

  36. Die Söhne Benjamin nach ihrer Abstammung und ihren Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, alles, was wehrfähig war,

  37. so viele ihrer vom Stamm Benjamin gezählt wurden, waren 35 400.

  38. Die Söhne Dan nach ihrer Abstammung und ihren Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, alles, was wehrfähig war,

  39. so viele ihrer vom Stamm Dan gezählt wurden, waren 62 700.

  40. Die Söhne Asser nach ihrer Abstammung und ihren Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, alles, was wehrfähig war,

  41. so viele ihrer vom Stamm Asser gezählt wurden, waren 41 500.

  42. Die Söhne Naphthali nach ihrer Abstammung und ihren Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und darüber, alles, was wehrfähig war,

  43. so viele ihrer vom Stamm Naphthali gezählt wurden, waren 53 400.

  44. Dies sind die Männer, die Mose zählte mit Aaron und den zwölf Fürsten Israels, von denen jeder seinen Sippen vorstand.

  45. Und die Summe der Kinder Israel nach ihren Sippen, von zwanzig Jahren an und darüber, alles, was wehrfähig war in Israel,

  46. war 603 550.

  47. Die aber Leviten waren nach dem Stamm ihrer Väter, wurden nicht mit darunter gezählt.

  48. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  49. Den Stamm Levi sollst du nicht zählen noch seine Summe aufnehmen unter die Kinder Israel,

  50. sondern du sollst sie zum Dienst bestellen an der Wohnung des Gesetzes, an all ihrem Gerät und allem, was dazu gehört. Sie sollen die Wohnung tragen und alle Geräte und sollen sie in ihre Obhut nehmen und um die Wohnung her sich lagern.

  51. Und wenn man weiterzieht, so sollen die Leviten die Wohnung abbrechen. Wenn aber das Heer sich lagert, sollen sie die Wohnung aufschlagen. Und wenn ein Fremder sich naht, so soll er sterben.

  52. Die Kinder Israel sollen sich lagern, ein jeder in seinem Lager und bei dem Banner seiner Heerschar.

  53. Aber die Leviten sollen sich um die Wohnung des Gesetzes her lagern, damit nicht ein Zorn über die Gemeinde der Kinder Israel komme. So sollen die Leviten ihren Dienst versehen an der Wohnung des Gesetzes.

  54. Und die Kinder Israel taten alles, wie der HERR es Mose geboten hatte.

Ordnung der Stämme im Lager und unterwegs

Kapitel 2

  1. Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:

  2. Die Kinder Israel sollen um die Stiftshütte her sich lagern, ein jeder bei seinem Banner und Zeichen, nach ihren Sippen.

  3. Nach Osten soll sich lagern das Banner des Lagers Juda mit seinen Heerscharen: sein Fürst Nachschon, der Sohn Amminadabs,

  4. und sein Heer, 74 600 Mann.

  5. Neben ihm soll sich lagern der Stamm Isaschar: sein Fürst Nathanael, der Sohn Zuars,

  6. und sein Heer, 54 400 Mann.

  7. Dazu der Stamm Sebulon: sein Fürst Eliab, der Sohn Helons,

  8. und sein Heer, 57 400 Mann -

  9. so daß alle, die ins Lager Juda gehören, seien nach ihren Heerscharen zusammen 186 400 Mann. Und sie sollen vornean ziehen.

  10. Nach Süden soll sein das Banner des Lagers Ruben mit seinen Heerscharen: sein Fürst Elizur, der Sohn Schedëurs,

  11. und sein Heer, 46 500 Mann.

  12. Neben ihm soll sich lagern der Stamm Simeon: sein Fürst Schelumiël, der Sohn Zurischaddais,

  13. und sein Heer, 59 300 Mann.

  14. Dazu der Stamm Gad: sein Fürst Eljasaph, der Sohn Reguëls,

  15. und sein Heer, 45 650 Mann -

  16. so daß alle, die ins Lager Ruben gehören, seien nach ihren Heerscharen zusammen 151 450 Mann. Und sie sollen die zweiten beim Auszug sein.

  17. Danach soll die Stiftshütte aufbrechen mit dem Lager der Leviten, in der Mitte zwischen den andern Lagern; und wie sie lagern, so sollen sie auch ausziehen, ein jeder an seinem Platz unter seinem Banner.

  18. Nach Westen soll sein das Banner des Lagers Ephraim mit seinen Heerscharen: sein Fürst soll sein Elischama, der Sohn Ammihuds,

  19. und sein Heer, 40 500 Mann.

  20. Neben ihm soll sich lagern der Stamm Manasse: sein Fürst Gamliël, der Sohn Pedazurs,

  21. und sein Heer, 32 200 Mann.

  22. Dazu der Stamm Benjamin: sein Fürst Abidan, der Sohn des Gideoni,

  23. und sein Heer, 35 400 Mann -

  24. so daß alle, die ins Lager Ephraim gehören, seien nach ihren Heerscharen zusammen 108 100 Mann. Und sie sollen die dritten beim Auszug sein.

  25. Nach Norden soll sein das Banner des Lagers Dan mit seinen Heerscharen: sein Fürst Ahiëser, der Sohn Ammischaddais,

  26. und sein Heer, 62 700 Mann.

  27. Neben ihm soll sich lagern der Stamm Asser: sein Fürst Pagiël, der Sohn Ochrans,

  28. und sein Heer, 41 500 Mann.

  29. Dazu der Stamm Naphthali: sein Fürst Ahira, der Sohn Enans,

  30. und sein Heer, 53 400 Mann -

  31. so daß alle, die ins Lager Dan gehören, seien zusammen 157 600 Mann. Und sie sollen die letzten sein beim Auszug mit ihrem Banner.

  32. Dies ist die Summe der Kinder Israel nach ihren Sippen, Lagern und Heerscharen: 603 550 Mann.

  33. Aber die Leviten wurden unter den Kindern Israel nicht mitgezählt, wie der HERR es Mose geboten hatte.

  34. Und die Kinder Israel taten alles, wie der HERR es Mose geboten hatte; wie sie bei ihren Bannern lagerten, so zogen sie aus, ein jeder bei seinem Geschlecht und seiner Sippe.

Aarons Familie. Amt der Leviten

Kapitel 3

  1. Dies ist das Geschlecht Aarons und Moses zu der Zeit, da der HERR mit Mose redete auf dem Berge Sinai.

  2. Und dies sind die Namen der Söhne Aarons: Der Erstgeborene Nadab, danach Abihu, Eleasar und Ithamar.

  3. Das sind die Namen der Söhne Aarons, die zu Priestern gesalbt waren und denen man die Hände füllte zum Priestertum.

  4. Aber Nadab und Abihu starben vor dem HERRN, als sie fremdes Feuer opferten vor dem HERRN in der Wüste Sinai, und sie hatten keine Söhne. Eleasar aber und Ithamar versahen Priesterdienst unter ihrem Vater Aaron.

  5. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  6. Bringe den Stamm Levi herzu und stelle sie vor den Priester Aaron, daß sie ihm dienen.

  7. Sie sollen den Dienst für ihn und für die ganze Gemeinde versehen vor der Stiftshütte und so ihr Amt bei der Wohnung ausüben

  8. und sollen alles Gerät der Stiftshütte in ihre Obhut nehmen und den Dienst für die Kinder Israel versehen und ihr Amt bei der Wohnung ausüben.

  9. Und du sollst die Leviten dem Aaron und seinen Söhnen übergeben als Gabe der Kinder Israel.

  10. Aaron aber und seine Söhne sollst du bestellen, daß sie auf ihr Priesteramt achthaben. Wenn ein Fremder sich naht, so soll er sterben.

  11. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  12. Siehe, ich habe die Leviten genommen aus den Kindern Israel statt aller Erstgeburt, die den Mutterschoß durchbricht in Israel, so daß die Leviten mir gehören sollen.

  13. Denn die Erstgeburten sind mein. An dem Tage, da ich alle Erstgeburt schlug in Ägyptenland, da heiligte ich mir alle Erstgeburt in Israel, vom Menschen an bis auf das Vieh, daß sie mir gehören sollen. Ich bin der HERR.

Die Geschlechter der Leviten und ihr Dienst

  1. Und der HERR redete mit Mose in der Wüste Sinai und sprach:

  2. Zähle die Söhne Levi nach ihren Sippen und Geschlechtern, alles, was männlich ist, einen Monat alt und darüber.

  3. Also zählte sie Mose nach dem Wort des HERRN, wie er ihm geboten hatte.

  4. Und dies waren die Söhne Levis mit Namen: Gerson, Kehath und Merari.

  5. Die Namen aber der Söhne Gersons nach ihren Geschlechtern waren: Libni und Simeï.

  6. Die Söhne Kehaths nach ihren Geschlechtern waren: Amram, Jizhar, Hebron und Usiël.

  7. Die Söhne Meraris nach ihren Geschlechtern waren: Machli und Muschi. Das sind die Geschlechter Levis nach ihren Sippen.

  8. Dies sind die Geschlechter von Gerson: die Libniter und die Simeïter.

  9. Ihre Zahl war 7 500, alles, was männlich war, einen Monat alt und darüber.

  10. Und die Geschlechter der Gersoniter sollen sich lagern hinter der Wohnung nach Westen.

  11. Ihr Fürst sei Eljasaph, der Sohn Laëls.

  12. Und sie sollen an der Stiftshütte in Obhut nehmen die Wohnung und das Zelt und seine Decken und den Vorhang in der Tür der Stiftshütte,

  13. die Umhänge am Vorhof und den Vorhang in der Tür des Vorhofs, der die Wohnung und den Altar umgibt, und ihre Seile und was sonst zu ihrem Amt gehört.

  14. Dies sind die Geschlechter von Kehath: die Amramiter, die Jizhariter, die Hebroniter und die Usiëliter,

  15. alles, was männlich war, einen Monat alt und darüber, an Zahl 8 600, die den Dienst am Heiligtum versehen.

  16. Die Geschlechter der Söhne Kehath sollen sich lagern an der Seite der Wohnung nach Süden.

  17. Ihr Fürst sei Elizaphan, der Sohn Usiëls.

  18. Und sie sollen in Obhut nehmen die Lade, den Tisch, den Leuchter, die Altäre und alle Geräte des Heiligtums, an denen sie dienen, und den Vorhang und was sonst zu ihrem Amt gehört.

  19. Aber der Fürst über alle Fürsten der Leviten soll Eleasar sein, der Sohn Aarons, des Priesters, zur Aufsicht über die, welche den Dienst am Heiligtum versehen.

  20. Dies sind die Geschlechter Meraris: die Machliter und die Muschiter,

  21. die an Zahl waren 6 200, alles, was männlich war, einen Monat alt und darüber.

  22. Ihr Fürst sei Zuriël, der Sohn Abihails. Sie sollen sich lagern an der Seite der Wohnung nach Norden.

  23. Und ihr Amt soll sein, in Obhut zu nehmen die Bretter und Riegel und Säulen und Füße der Wohnung und alle ihre Geräte und was sonst zu ihrem Amt gehört,

  24. dazu die Säulen um den Vorhof mit ihren Füßen und Pflöcken und Seilen.

  25. Aber vor der Wohnung, vor der Stiftshütte, nach Osten sollen sich lagern Mose und Aaron und seine Söhne, daß sie auf das Heiligtum achthaben für die Kinder Israel. Wenn sich ein Fremder naht, so soll er sterben.

  26. Alle Leviten zusammen, die Mose mit Aaron zählte nach ihren Geschlechtern nach dem Wort des HERRN, alles, was männlich war, einen Monat alt und darüber, waren 22 000.

Die Auslösung der Erstgeburten

  1. Und der HERR sprach zu Mose: Zähle alle Erstgeburt, was männlich ist unter den Kindern Israel, einen Monat alt und darüber, und nimm die Zahl ihrer Namen auf.

  2. Und du sollst mir – denn ich bin der HERR – die Leviten aussondern statt aller Erstgeburt der Kinder Israel und das Vieh der Leviten statt aller Erstgeburt unter dem Vieh der Kinder Israel.

  3. Und Mose zählte, wie ihm der HERR geboten hatte, alle Erstgeburt unter den Kindern Israel,

  4. und die Zahl der Namen aller männlichen Erstgeburt, einen Monat alt und darüber, betrug 22 273.

  5. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  6. Nimm die Leviten statt aller Erstgeburt unter den Kindern Israel und das Vieh der Leviten statt ihres Viehs, daß die Leviten mir gehören sollen. Ich bin der HERR.

  7. Aber als Lösegeld für die 273 Erstgeburten der Kinder Israel, die die Zahl der Leviten übersteigen,

  8. sollst du fünf Lot Silber erheben für jeden Kopf. Nach dem Gewicht, wie es am Heiligtum gilt, sollst du sie erheben, das Lot zu zwanzig Gramm.

  9. Und du sollst das Silber für die, welche überzählig sind unter ihnen, Aaron und seinen Söhnen als Lösegeld geben.

  10. Da nahm Mose das Lösegeld von denen, die die Zahl der Leviten überstiegen.

  11. Von den Erstgeborenen der Kinder Israel nahm er 1 365 Lot Silber nach dem Gewicht, wie es am Heiligtum gilt,

  12. und gab's Aaron und seinen Söhnen nach dem Wort des HERRN, wie der HERR es Mose geboten hatte.

Der Dienst der Leviten beim Aufbruch des Lagers

Kapitel 4

  1. Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:

  2. Nimm die Summe der Söhne Kehath aus den Söhnen Levi auf nach ihren Geschlechtern und Sippen,

  3. von dreißig Jahren an und darüber bis ins fünfzigste Jahr, alle, die zum Dienst kommen, daß sie ihre Arbeit tun an der Stiftshütte.

  4. Dies soll aber das Amt der Söhne Kehath an der Stiftshütte sein: der Dienst am Hochheiligen.

  5. Wenn das Heer aufbricht, so sollen Aaron und seine Söhne hineingehen und den inneren Vorhang abnehmen und die Lade mit dem Gesetz damit umhüllen

  6. und darauf eine Decke von Dachsfellen legen und oben darauf eine ganz blaue Decke breiten und ihre Stangen durchstecken

  7. und über den Schaubrottisch auch eine blaue Decke breiten und darauf legen die Schüsseln und Löffel, die Schalen und Kannen des Trankopfers, und das Schaubrot soll darauf liegen.

  8. Und sie sollen darüber breiten eine scharlachrote Decke und sie mit einer Decke von Dachsfellen bedecken und seine Stangen durchstecken

  9. und sollen eine blaue Decke nehmen und damit umhüllen den Leuchter und seine Lampen mit seinen Lichtscheren und Pfannen und allen Ölgefäßen, die zum Dienst gehören,

  10. und sollen um das alles eine Decke von Dachsfellen tun und sollen es auf Tragstangen legen.

  11. Ebenso sollen sie auch über den goldenen Altar eine blaue Decke breiten und sie bedecken mit einer Decke von Dachsfellen und seine Stangen durchstecken.

  12. Alle Geräte, womit sie Dienst tun im Heiligtum, sollen sie nehmen und in eine blaue Decke tun und sie mit einer Decke von Dachsfellen bedecken und auf Tragstangen legen.

  13. Sie sollen auch die Asche vom Altar fegen und eine Decke von rotem Purpur über ihn breiten

  14. und alle seine Geräte darauf legen, womit sie an ihm Dienst tun: Kohlenpfannen, Gabeln, Schaufeln, Becken, alle Geräte des Altars; und sollen darüber breiten eine Decke von Dachsfellen und seine Stangen durchstecken.

  15. Wenn nun Aaron und seine Söhne beim Aufbruch des Heeres dies alles ausgerichtet und das Heilige und all sein Gerät bedeckt haben, dann sollen die Söhne Kehath kommen, um es zu tragen. Sie sollen aber das Heilige selbst nicht anrühren, daß sie nicht sterben. Dies ist es, was die Söhne Kehath von der Stiftshütte zu tragen haben.

  16. Und Eleasar, dem Sohn Aarons, des Priesters, ist anvertraut das Öl zum Licht und die Spezerei zum Räucherwerk und das tägliche Speisopfer und das Salböl und die Aufsicht über die ganze Wohnung und alles, was darin ist an heiligem Gerät.

  17. Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:

  18. Ihr sollt den Stamm der Geschlechter der Kehathiter nicht zugrunde gehen lassen unter den Leviten,

  19. sondern das sollt ihr mit ihnen tun, damit sie leben und nicht sterben, wenn sie dem Hochheiligen nahen: Aaron und seine Söhne sollen hineingehen und einen jeden anstellen zu seinem Amt und seiner Traglast.

  20. Sie aber sollen nicht selbst hineingehen, auch nur einen Augenblick das Heilige zu schauen, daß sie nicht sterben.

  21. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  22. Nimm auch die Summe der Söhne Gerson auf nach ihren Sippen und Geschlechtern,

  23. von dreißig Jahren an und darüber bis ins fünfzigste Jahr, und stelle alle, die zum Dienst kommen, an, daß sie ihr Amt ausüben an der Stiftshütte.

  24. Dies soll aber das Amt der Geschlechter der Gersoniter sein, was sie tun und tragen sollen:

  25. Sie sollen die Teppiche der Wohnung, der Stiftshütte, tragen, ihre Decke und die Decke von Dachsfellen, die obendrüber ist, und den Vorhang in der Tür der Stiftshütte

  26. und die Umhänge des Vorhofs und den Vorhang in der Tür des Tors am Vorhof, der die Wohnung und den Altar umgibt, und ihre Seile und alle Geräte ihres Dienstes und alles, was zu ihrem Amt gehört.

  27. Nach dem Wort Aarons und seiner Söhne soll aller Dienst der Söhne Gerson geschehen, alles, was sie tragen und tun sollen, und ihr sollt zusehen, daß sie alles ausrichten, was sie zu tragen haben.

  28. Das soll das Amt der Geschlechter der Gersoniter sein an der Stiftshütte, und ihr Dienst soll geschehen unter der Leitung Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters.

  29. Die Söhne Merari nach ihren Geschlechtern und Sippen sollst du auch bestellen,

  30. von dreißig Jahren an und darüber bis ins fünfzigste Jahr, alle, die zum Dienst kommen, daß sie ihr Amt ausüben an der Stiftshütte.

  31. Dies alles soll ihr Dienst an der Stiftshütte sein, daß sie tragen die Bretter der Wohnung und ihre Riegel und Säulen und Füße,

  32. dazu die Säulen um den Vorhof und ihre Füße und Pflöcke und Seile mit allen ihren Geräten, ganz wie es ihr Amt erfordert. Und ihr sollt ihnen die einzelnen Geräte zuweisen, die sie zu tragen haben.

  33. Das sei das Amt der Geschlechter der Söhne Merari, alles, was sie ausrichten sollen an der Stiftshütte unter der Leitung Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters.

  34. Und Mose und Aaron samt den Fürsten der Gemeinde zählten die Kehathiter nach ihren Geschlechtern und Sippen,

  35. von dreißig Jahren an und darüber bis ins fünfzigste, alle, die zum Dienst kamen, daß sie ihr Amt ausübten an der Stiftshütte.

  36. Und ihre Summe war 2 750.

  37. Das ist die Summe der Geschlechter der Kehathiter, aller, die zu dienen hatten an der Stiftshütte und die Mose und Aaron zählten nach dem Wort des HERRN, das durch Mose ergangen war.

  38. Die Söhne Gerson wurden auch gezählt nach ihren Geschlechtern und Sippen,

  39. von dreißig Jahren an und darüber bis ins fünfzigste, alle, die zum Dienst kamen, daß sie ihr Amt an der Stiftshütte ausübten.

  40. Und ihre Summe war 2 630.

  41. Das ist die Summe der Geschlechter der Söhne Gerson, aller, die zu dienen hatten an der Stiftshütte und die Mose und Aaron zählten nach dem Wort des HERRN.

  42. Die Söhne Merari wurden auch gezählt nach ihren Geschlechtern und Sippen,

  43. von dreißig Jahren an und darüber bis ins fünfzigste, alle, die zum Dienst kamen, daß sie ihr Amt an der Stiftshütte ausübten.

  44. Und ihre Summe war 3 200.

  45. Das ist die Summe der Geschlechter der Söhne Merari, die Mose und Aaron zählten nach dem Wort des HERRN, das durch Mose ergangen war.

  46. Die Summe aller Leviten, die Mose und Aaron samt den Fürsten Israels zählten nach ihren Geschlechtern und Sippen,

  47. von dreißig Jahren an und darüber bis ins fünfzigste, aller, die zum Dienst kamen, daß sie ihr Amt ausübten an der Stiftshütte und Lasten trügen,

  48. war 8 580.

  49. Sie wurden bestellt nach dem Wort des HERRN, das durch Mose ergangen war, ein jeder zu seinem Amt und seiner Traglast, wie der HERR es Mose geboten hatte.

Verfahren bei Unreinheit, bei Versündigung und bei Verdacht von Ehebruch

Kapitel 5

  1. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  2. Gebiete den Kindern Israel, daß sie aus dem Lager schicken alle Aussätzigen und alle, die Eiterfluß haben und die an Toten unrein geworden sind.

  3. Männer wie Frauen sollt ihr hinausschicken vor das Lager, daß sie nicht das Lager unrein machen, darin ich unter euch wohne.

  4. Und die Kinder Israel taten so und schickten sie hinaus vor das Lager, wie der HERR zu Mose geredet hatte.

  5. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  6. Sage den Kindern Israel: Wenn ein Mann oder eine Frau irgendeine Sünde gegen einen Menschen tut und sich damit an dem HERRN versündigt, so liegt eine Schuld auf ihnen.

  7. Und sie sollen ihre Sünde bekennen, die sie getan haben, und sollen ihre Schuld voll erstatten und darüber hinaus den fünften Teil dazutun und dem geben, an dem sie sich verschuldet haben.

  8. Ist aber niemand da, dem man's erstatten kann, so soll man's dem HERRN geben für den Priester zusammen mit dem Widder der Versöhnung, mit dem der Priester für ihn die Sühnung vollzieht.

  9. Desgleichen sollen alle Abgaben von allen heiligen Gaben der Kinder Israel, die sie dem Priester bringen, dem Priester gehören.

  10. Und was jemand heiligt, das soll auch dem Priester gehören; und was jemand dem Priester gibt, das soll ihm auch gehören.

  11. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  12. Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn irgendeines Mannes Frau ihm untreu wird und sich an ihm versündigt

  13. und jemand bei ihr liegt und es bliebe dem Mann verborgen und es würde nicht entdeckt, daß sie unrein geworden ist, und es ist kein Zeuge wider sie da, denn sie ist nicht dabei ergriffen worden,

  14. und der Geist der Eifersucht kommt über ihn, daß er auf seine Frau eifersüchtig wird, sie sei unrein oder nicht unrein:

  15. so soll der Mann sie zum Priester bringen und ein Opfer ihretwegen darbringen, ein Zehntel Scheffel Gerstenmehl, und er soll kein Öl darauf gießen noch Weihrauch darauf tun. Denn es ist ein Eifersuchtsopfer, ein Erinnerungsopfer, das Schuld ans Licht bringt.

  16. Und der Priester soll sie heranführen und vor den HERRN stellen

  17. und heiliges Wasser nehmen in ein irdenes Gefäß und Staub vom Boden der Stiftshütte ins Wasser tun.

  18. Und er soll die Frau vor den HERRN stellen und ihr Haupthaar lösen und das Erinnerungsopfer, das ein Eifersuchtsopfer ist, auf ihre Hand legen. Und der Priester soll in seiner Hand das bittere, fluchbringende Wasser haben

  19. und soll die Frau beschwören und zu ihr sagen: Hat kein Mann bei dir gelegen und bist du deinem Mann nicht untreu geworden, daß du dich unrein gemacht hast, so soll dir dies bittere, fluchbringende Wasser nicht schaden.

  20. Wenn du aber deinem Mann untreu geworden bist, daß du unrein wurdest, und hat jemand bei dir gelegen außer deinem Mann, -

  21. so soll der Priester mit einem Verwünschungsschwur die Frau beschwören und zu ihr sagen: Der HERR mache deinen Namen zum Fluch und zur Verwünschung unter deinem Volk, dadurch daß der HERR deine Hüfte schwinden und deinen Bauch schwellen läßt!

  22. So gehe nun das fluchbringende Wasser in deinen Leib, daß dein Bauch schwelle und deine Hüfte schwinde! Und die Frau soll sagen: Amen! Amen!

  23. Dann soll der Priester diese Flüche auf einen Zettel schreiben und mit dem bitteren Wasser abwaschen

  24. und soll der Frau von dem bitteren, fluchbringenden Wasser zu trinken geben. Und wenn das fluchbringende, bittere Wasser in sie gegangen ist,

  25. soll der Priester von ihrer Hand das Eifersuchtsopfer nehmen und als Speisopfer vor dem HERRN schwingen und auf dem Altar opfern, nämlich:

  26. er soll eine Handvoll vom Speisopfer nehmen als Gedenkopfer und es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen und danach der Frau das Wasser zu trinken geben.

  27. Und wenn sie das Wasser getrunken hat und unrein ist und sich an ihrem Mann versündigt hat, so wird das fluchbringende Wasser in sie gehen und ihr zum Verderben werden, daß ihr der Bauch schwellen und die Hüfte schwinden wird, und es wird die Frau zum Fluch werden unter ihrem Volk.

  28. Hat sich aber eine solche Frau nicht unrein gemacht, sondern ist sie rein, so wird's ihr nicht schaden, und sie kann schwanger werden.

  29. Das also ist das Eifersuchtsgesetz: Wenn eine Frau ihrem Mann untreu ist und unrein wird

  30. oder wenn der Geist der Eifersucht über einen Mann kommt und er auf seine Frau eifersüchtig wird, so stelle er sie vor den HERRN, und der Priester tue mit ihr alles nach diesem Gesetz.

  31. Und der Mann soll frei sein von Schuld; aber die Frau soll ihre Schuld tragen.

Das Gesetz über die Gottgeweihten

Kapitel 6

  1. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  2. Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn jemand, Mann oder Frau, das besondere Gelübde tut, sich dem HERRN zu weihen,

  3. so soll er sich des Weins und starken Getränkes enthalten; Würzwein und starken Würztrank soll er auch nicht trinken, auch nichts, was aus Weinbeeren gemacht wird; er soll weder frische noch gedörrte Weinbeeren essen.

  4. Solange sein Gelübde währt, soll er nichts essen, was man vom Weinstock nimmt, von den unreifen bis zu den überreifen Trauben.

  5. Solange die Zeit seines Gelübdes währt, soll kein Schermesser über sein Haupt fahren. Bis die Zeit um ist, für die er sich dem HERRN geweiht hat, ist er heilig und soll das Haar auf seinem Haupt frei wachsen lassen.

  6. Während der ganzen Zeit, für die er sich dem HERRN geweiht hat, soll er zu keinem Toten gehen.

  7. Er soll sich auch nicht unrein machen beim Tode seines Vaters, seiner Mutter, seines Bruders oder seiner Schwester; denn das Gelübde seines Gottes ist auf seinem Haupt.

  8. Während der ganzen Zeit seines Gelübdes soll er dem HERRN heilig sein.

  9. Wenn aber jemand neben ihm plötzlich stirbt und dadurch sein geweihtes Haupt unrein wird, so soll er sein Haupt scheren an dem Tage, da er wieder rein wird, das ist am siebenten Tage.

  10. Und am achten Tage soll er zwei Turteltauben oder zwei andere Tauben zum Priester bringen vor die Tür der Stiftshütte.

  11. Und der Priester soll die eine als Sündopfer und die andere als Brandopfer darbringen und ihn entsühnen, weil er sich an einem Toten verunreinigt und dadurch versündigt hat. Dann soll er sein Haupt an demselben Tage von neuem heiligen,

  12. daß er sich dem HERRN weihe für die Zeit seines Gelübdes. Und er soll ein einjähriges Schaf bringen als Schuldopfer. Aber die vorigen Tage sollen umsonst gewesen sein, weil sein geweihtes Haupt unrein geworden war.

  13. Dies ist das Gesetz des Gottgeweihten: Wenn die Zeit seines Gelübdes um ist, so soll man ihn vor die Tür der Stiftshütte führen.

  14. Und er soll dem HERRN sein Opfer bringen, ein einjähriges Schaf ohne Fehler als Brandopfer und ein einjähriges Schaf ohne Fehler als Sündopfer und einen Widder ohne Fehler als Dankopfer

  15. und einen Korb mit ungesäuerten Kuchen von feinstem Mehl, mit Öl vermengt, und ungesäuerte Fladen, mit Öl bestrichen, und was dazu gehört an Speisopfern und Trankopfern.

  16. Und der Priester soll's vor den HERRN bringen und soll sein Sündopfer und sein Brandopfer zurichten.

  17. Und den Widder soll er dem HERRN als Dankopfer zurichten samt dem Korbe mit dem ungesäuerten Brot und soll auch sein Speisopfer und sein Trankopfer darbringen.

  18. Und der Geweihte soll sein geweihtes Haupt scheren vor der Tür der Stiftshütte und soll sein geweihtes Haupthaar nehmen und aufs Feuer werfen, das unter dem Dankopfer brennt.

  19. Und der Priester soll eine gekochte Vorderkeule von dem Widder nehmen und einen ungesäuerten Kuchen aus dem Korbe und einen ungesäuerten Fladen und soll's dem Geweihten auf seine Hände legen, nachdem er sein geweihtes Haar abgeschoren hat.

  20. Und der Priester soll's vor dem HERRN schwingen. Das ist der heilige Anteil für den Priester samt der Brust des Schwingopfers und der Keule des Hebopfers. Danach darf der Geweihte Wein trinken.

  21. Das ist das Gesetz des Gottgeweihten, der sein Opfer dem HERRN gelobt hat, wegen seines Gelübdes, abgesehen von dem, was er sonst noch vermag. Wie er gelobt hat, soll er tun nach dem Gesetz seines Gelübdes.

Der priesterliche Segen

  1. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  2. Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Kindern Israel, wenn ihr sie segnet:

  3. Der HERR segne dich und behüte dich;

  4. der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;

  5. der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

  6. Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, daß ich sie segne.

Weihegaben der Stammesfürsten zur Einweihung der Stiftshütte

Kapitel 7

  1. Und als Mose die Wohnung aufgerichtet und sie gesalbt und geheiligt hatte mit all ihrem Gerät, dazu auch den Altar mit all seinem Gerät gesalbt und geheiligt hatte,

  2. da opferten die Fürsten Israels, die Häupter waren in ihren Sippen; denn sie waren die Fürsten unter den Stämmen und standen über denen, die gezählt waren.

  3. Und sie brachten ihre Gabe vor den HERRN: sechs bedeckte Wagen und zwölf Rinder, je einen Wagen für zwei Fürsten und je einen Stier für einen Fürsten, und sie brachten sie vor die Wohnung.

  4. Und der HERR sprach zu Mose:

  5. Nimm's von ihnen für den Dienst an der Stiftshütte und gib's den Leviten, einem jeden für seinen Dienst.

  6. Da nahm Mose die Wagen und Rinder und gab sie den Leviten.

  7. Zwei Wagen und vier Rinder gab er den Söhnen Gerson für ihren Dienst.

  8. Und vier Wagen und acht Rinder gab er den Söhnen Merari für ihren Dienst unter der Leitung Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters.

  9. Den Söhnen Kehath aber gab er nichts, weil sie den Dienst am Heiligtum hatten und es auf ihren Schultern tragen mußten.

  10. Und die Fürsten opferten zur Einweihung des Altars an dem Tage, da er gesalbt wurde, und opferten ihre Gabe vor dem Altar.

  11. Und der HERR sprach zu Mose: Laß an jedem Tag je einen Fürsten sein Opfer bringen zur Einweihung des Altars.

  12. Am ersten Tage opferte seine Gabe Nachschon, der Sohn Amminadabs, vom Stamme Juda.

  13. Und seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl vermengt, zum Speisopfer,

  14. dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll Räucherwerk,

  15. ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf zum Brandopfer,

  16. ein Ziegenbock zum Sündopfer,

  17. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke und fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe Nachschons, des Sohnes Amminadabs.

  18. Am zweiten Tage opferte Nathanael, der Sohn Zuars, der Fürst Isaschars.

  19. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl vermengt, zum Speisopfer,

  20. dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll Räucherwerk,

  21. ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf zum Brandopfer,

  22. ein Ziegenbock zum Sündopfer,

  23. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke und fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe Nathanaels, des Sohnes Zuars.

  24. Am dritten Tage der Fürst der Kinder Sebulon, Eliab, der Sohn Helons.

  25. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl vermengt, zum Speisopfer,

  26. dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll Räucherwerk,

  27. ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf zum Brandopfer,

  28. ein Ziegenbock zum Sündopfer,

  29. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke und fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe Eliabs, des Sohnes Helons.

  30. Am vierten Tage der Fürst der Kinder Ruben, Elizur, der Sohn Schedëurs.

  31. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl vermengt, zum Speisopfer,

  32. dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll Räucherwerk,

  33. ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf zum Brandopfer,

  34. ein Ziegenbock zum Sündopfer,

  35. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke und fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe Elizurs, des Sohnes Schedëurs.

  36. Am fünften Tage der Fürst der Kinder Simeon, Schelumiël, der Sohn Zurischaddais.

  37. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl vermengt, zum Speisopfer,

  38. dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll Räucherwerk,

  39. ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf zum Brandopfer,

  40. ein Ziegenbock zum Sündopfer,

  41. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke und fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe Schelumiëls, des Sohnes Zurischaddais.

  42. Am sechsten Tage der Fürst der Kinder Gad, Eljasaph, der Sohn Deguëls.

  43. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl vermengt, zum Speisopfer,

  44. dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll Räucherwerk,

  45. ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf zum Brandopfer,

  46. ein Ziegenbock zum Sündopfer,

  47. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe Eljasaphs, des Sohnes Deguëls.

  48. Am siebenten Tage der Fürst der Kinder Ephraim, Elischama, der Sohn Ammihuds.

  49. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl vermengt, zum Speisopfer,

  50. dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll Räucherwerk,

  51. ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf zum Brandopfer,

  52. ein Ziegenbock zum Sündopfer,

  53. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe Elischamas, des Sohnes Ammihuds.

  54. Am achten Tage der Fürst der Kinder Manasse, Gamliël, der Sohn Pedazurs.

  55. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl vermengt, zum Speisopfer,

  56. dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll Räucherwerk,

  57. ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf zum Brandopfer,

  58. ein Ziegenbock zum Sündopfer,

  59. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe Gamliëls, des Sohnes Pedazurs.

  60. Am neunten Tage der Fürst der Kinder Benjamin, Abidan, der Sohn des Gideoni.

  61. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl vermengt, zum Speisopfer,

  62. dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll Räucherwerk,

  63. ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf zum Brandopfer,

  64. ein Ziegenbock zum Sündopfer,

  65. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe Abidans, des Sohnes des Gideoni.

  66. Am zehnten Tage der Fürst der Kinder Dan, Ahiëser, der Sohn Ammischaddais.

  67. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl vermengt, zum Speisopfer,

  68. dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll Räucherwerk,

  69. ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf zum Brandopfer,

  70. ein Ziegenbock zum Sündopfer,

  71. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe Ahiësers, des Sohnes Ammischaddais.

  72. Am elften Tage der Fürst der Kinder Asser, Pagiël, der Sohn Ochrans.

  73. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl vermengt, zum Speisopfer,

  74. dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll Räucherwerk,

  75. ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf zum Brandopfer,

  76. ein Ziegenbock zum Sündopfer,

  77. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe Pagiëls, des Sohnes Ochrans.

  78. Am zwölften Tage der Fürst der Kinder Naphthali, Ahira, der Sohn Enans.

  79. Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl vermengt, zum Speisopfer,

  80. dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll Räucherwerk,

  81. ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf zum Brandopfer,

  82. ein Ziegenbock zum Sündopfer,

  83. und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf Böcke, fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe Ahiras, des Sohnes Enans.

  84. Das war die Gabe der Fürsten Israels zur Einweihung des Altars zur Zeit, da er gesalbt wurde: zwölf silberne Schüsseln, zwölf silberne Schalen, zwölf goldene Löffel,

  85. jede Schüssel hundertdreißig Lot Silber und jede Schale siebzig Lot schwer. Die Summe des Silbers aller Gefäße betrug zweitausendvierhundert Lot nach dem Gewicht des Heiligtums.

  86. Und von den zwölf goldenen Löffeln voll Räucherwerk hatte jeder zehn Lot nach dem Gewicht des Heiligtums, so daß die Summe des Goldes der Löffel hundertzwanzig Lot betrug.

  87. Die Summe der Tiere zum Brandopfer war zwölf junge Stiere, zwölf Widder, zwölf einjährige Schafe samt ihren Speisopfern und zwölf Ziegenböcke zum Sündopfer.

  88. Und die Summe der Tiere zum Dankopfer war vierundzwanzig junge Stiere, sechzig Widder, sechzig Böcke, sechzig einjährige Schafe. Das war die Einweihung des Altars, als er gesalbt wurde.

  89. Und als Mose in die Stiftshütte ging, um mit Ihm zu reden, da hörte er die Stimme zu sich reden von dem Gnadenthron, der auf der Lade mit dem Gesetz war, zwischen den beiden Cherubim; und Er redete zu ihm.

Von dem goldenen Leuchter

Kapitel 8

  1. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  2. Rede mit Aaron und sprich zu ihm: Wenn du die Lampen aufsetzt, sollst du sie so setzen, daß sie alle sieben von dem Leuchter nach vorwärts scheinen.

  3. Und Aaron tat so und setzte die Lampen auf, daß sie von dem Leuchter nach vorwärts schienen, wie der HERR es Mose geboten hatte.

  4. Der Leuchter aber war getriebenes Gold, sein Schaft und seine Blumen. Nach dem Bild, das der HERR dem Mose gezeigt hatte, machte er den Leuchter.

Weihe der Leviten

  1. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  2. Nimm aus den Kindern Israel die Leviten und reinige sie.

  3. So sollst du aber mit ihnen tun, wenn du sie reinigst: Du sollst Wasser zur Entsündigung auf sie sprengen, und sie sollen alle ihre Haare ganz abscheren und ihre Kleider waschen und sich so reinigen.

  4. Dann sollen sie einen jungen Stier nehmen und dazu als Speisopfer feinstes Mehl, mit Öl vermengt. Und einen andern jungen Stier sollst du zum Sündopfer nehmen

  5. und sollst die Leviten vor die Stiftshütte bringen und die ganze Gemeinde der Kinder Israel versammeln

  6. und die Leviten vor den HERRN bringen. Und die Kinder Israel sollen ihre Hände auf die Leviten legen,

  7. und Aaron soll die Leviten vor dem HERRN darbringen als Schwingopfer von den Kindern Israel, damit sie den Dienst des HERRN versehen können.

  8. Und die Leviten sollen ihre Hände auf den Kopf der jungen Stiere legen, und der eine soll zum Sündopfer, der andere zum Brandopfer dem HERRN dargebracht werden, um für die Leviten Sühne zu schaffen.

  9. Und du sollst die Leviten vor Aaron und seine Söhne stellen und dem HERRN als Schwingopfer darbringen

  10. und sollst so die Leviten absondern von den Kindern Israel, daß sie mir gehören.

  11. Danach sollen sie hingehen, um ihr Amt an der Stiftshütte auszuüben. So sollst du sie reinigen und als Schwingopfer darbringen;

  12. denn sie sind mir als Gabe übergeben aus der Mitte der Kinder Israel, und ich habe sie mir genommen statt allem, was zuerst den Mutterschoß durchbricht, nämlich statt der Erstgeburt aller Kinder Israel.

  13. Denn alle Erstgeburt unter den Kindern Israel gehört mir, von Menschen und Vieh. An dem Tage, da ich alle Erstgeburt in Ägyptenland schlug, heiligte ich sie mir

  14. und nahm die Leviten statt aller Erstgeburt unter den Kindern Israel

  15. und gab sie aus der Mitte der Kinder Israel zur Gabe Aaron und seinen Söhnen, daß sie das Amt ausüben sollten für die Kinder Israel an der Stiftshütte und für die Kinder Israel Sühne schaffen, damit es nicht unter den Kindern Israel eine Plage gäbe, wenn sie sich zum Heiligtum nahen wollten.

  16. Mose und Aaron samt der ganzen Gemeinde der Kinder Israel taten mit den Leviten alles, wie der HERR es Mose geboten hatte.

  17. Und die Leviten entsündigten sich und wuschen ihre Kleider, und Aaron brachte die Leviten vor dem HERRN als Schwingopfer dar und schaffte für sie Sühne, daß sie rein wurden.

  18. Danach gingen sie hin, um an der Stiftshütte ihr Amt auszuüben vor Aaron und seinen Söhnen. Wie der HERR es Mose geboten hatte über die Leviten, so taten sie mit ihnen.

Dienstalter der Leviten

  1. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  2. Das ist's, was für die Leviten gilt: Von fünfundzwanzig Jahren an und darüber sollen sie zum Dienst kommen und ihr Amt ausüben an der Stiftshütte,

  3. aber von dem fünfzigsten Jahr an sollen sie frei sein vom Amt und sollen nicht mehr dienen,

  4. sondern nur ihren Brüdern helfen beim Dienst an der Stiftshütte; das Amt aber sollen sie nicht mehr ausüben. So sollst du mit den Leviten tun, daß ein jeder seinen Dienst versehe.

Vorschriften für die Passafeier

Kapitel 9

  1. Und der HERR redete mit Mose in der Wüste Sinai im zweiten Jahr, nachdem sie aus Ägyptenland gezogen waren, im ersten Monat und sprach:

  2. Laß die Kinder Israel Passa halten zur festgesetzten Zeit;

  3. am vierzehnten Tage dieses Monats gegen Abend zur festgesetzten Zeit sollt ihr es halten nach all seinen Satzungen und Ordnungen.

  4. Und Mose redete mit den Kindern Israel, daß sie das Passa hielten.

  5. Und sie hielten Passa am vierzehnten Tage des ersten Monats gegen Abend in der Wüste Sinai; ganz, wie der HERR es Mose geboten hatte, so taten die Kinder Israel.

  6. Da waren einige Männer unrein geworden an einem toten Menschen, so daß sie nicht Passa halten konnten an diesem Tage. Die traten vor Mose und Aaron am gleichen Tage

  7. und sprachen zu ihm: Wir sind unrein geworden an einem toten Menschen. Warum sollen wir zurückstehen, daß wir unsere Gabe dem HERRN nicht bringen dürfen zur festgesetzten Zeit mit den Kindern Israel?

  8. Mose sprach zu ihnen: Wartet, ich will hören, was euch der HERR gebietet.

  9. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  10. Sage den Kindern Israel: Wenn jemand unter euch oder unter euren Nachkommen unrein geworden ist an einem Toten oder auf einer weiten Reise ist, so soll er dennoch dem HERRN Passa halten,

  11. aber erst im zweiten Monat am vierzehnten Tage gegen Abend, und soll es mit ungesäuertem Brot und bitteren Kräutern essen.

  12. Und sie sollen nichts davon übriglassen bis zum Morgen, auch keinen Knochen davon zerbrechen und sollen's ganz nach der Ordnung des Passa halten.

  13. Wer aber rein ist und wer nicht auf einer Reise ist und unterläßt es, das Passa zu halten, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er seine Gabe nicht zur festgesetzten Zeit dem HERRN gebracht hat. Er soll seine Sünde tragen.

  14. Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt und auch dem HERRN Passa halten will, so soll er's halten nach der Satzung und der Ordnung des Passa. Einerlei Satzung soll bei euch sein für den Fremdling wie für den Einheimischen.

Die Wolken- und Feuersäule über der Stiftshütte

  1. Und an dem Tage, da die Wohnung aufgerichtet wurde, bedeckte eine Wolke die Wohnung, die Hütte des Gesetzes, und vom Abend bis zum Morgen stand sie über der Wohnung wie ein feuriger Schein.

  2. So geschah es die ganze Zeit, daß die Wolke sie bedeckte und bei Nacht ein feuriger Schein.

  3. Sooft sich aber die Wolke von dem Zelt erhob, brachen die Kinder Israel auf; und wo die Wolke sich niederließ, da lagerten sich die Kinder Israel.

  4. Nach dem Wort des HERRN brachen sie auf, und nach seinem Wort lagerten sie sich. Solange die Wolke auf der Wohnung blieb, so lange lagerten sie.

  5. Und wenn die Wolke viele Tage stehenblieb über der Wohnung, so beachteten die Kinder Israel die Weisung des HERRN und zogen nicht weiter.

  6. Und wenn die Wolke auf der Wohnung nur wenige Tage blieb, so lagerten sie sich nach dem Wort des HERRN und brachen auf nach dem Wort des HERRN.

  7. Wenn die Wolke da war vom Abend bis zum Morgen und sich dann erhob, so zogen sie weiter; oder wenn sie sich bei Tage oder bei Nacht erhob, so brachen sie auch auf.

  8. Wenn sie aber zwei Tage oder einen Monat oder noch länger auf der Wohnung blieb, so lagerten die Kinder Israel und zogen nicht weiter; und wenn sie sich dann erhob, so brachen sie auf.

  9. Denn nach des HERRN Befehl lagerten sie sich, und nach des HERRN Befehl brachen sie auf und beachteten so die Weisung des HERRN, wie er sie durch Mose geboten hatte.

Vom Blasen der Trompeten

Kapitel 10

  1. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  2. Mache dir zwei Trompeten von getriebenem Silber und gebrauche sie, um die Gemeinde zusammenzurufen und wenn das Heer aufbrechen soll.

  3. Wenn man mit beiden bläst, soll sich bei dir versammeln die ganze Gemeinde vor der Tür der Stiftshütte.

  4. Wenn man nur mit einer bläst, so sollen sich bei dir versammeln die Fürsten, die Häupter über die Tausende in Israel.

  5. Wenn ihr aber laut trompetet, so sollen die Lager aufbrechen, die nach Osten zu liegen.

  6. Und wenn ihr zum zweiten Mal laut trompetet, so sollen die Lager aufbrechen, die nach Süden zu liegen. Denn wenn sie weiterziehen sollen, so sollt ihr laut trompeten.

  7. Wenn aber die Gemeinde zu versammeln ist, sollt ihr nur blasen und nicht laut trompeten.

  8. Es sollen aber blasen mit den Trompeten die Söhne Aarons, die Priester; und das soll eine ewige Ordnung sein für euch und eure Nachkommen.

  9. Wenn ihr in den Krieg zieht in eurem Lande gegen eure Feinde, die euch bedrängen, so sollt ihr laut trompeten mit den Trompeten, daß euer gedacht werde vor dem HERRN, eurem Gott, und ihr errettet werdet vor euren Feinden.

  10. Desgleichen, wenn ihr fröhlich seid an euren Festen und an euren Neumonden, sollt ihr mit den Trompeten blasen bei euren Brandopfern und Dankopfern, damit euer Gott an euch denke. Ich bin der HERR, euer Gott.

Aufbruch des Volkes vom Sinai

  1. Am zwanzigsten Tage im zweiten Monat des zweiten Jahres erhob sich die Wolke von der Wohnung des Gesetzes.

  2. Und die Kinder Israel brachen auf aus der Wüste Sinai, und die Wolke machte Halt in der Wüste Paran.

  3. So brachen sie zum ersten Male auf nach dem Wort des HERRN durch Mose,

  4. nämlich das Banner des Lagers der Söhne Juda brach zuerst auf, Heerschar nach Heerschar, und über ihr Heer gebot Nachschon, der Sohn Amminadabs.

  5. Und über das Heer des Stammes der Söhne Isaschar gebot Nathanael, der Sohn Zuars.

  6. Und über das Heer des Stammes der Söhne Sebulon gebot Eliab, der Sohn Helons.

  7. Dann zerlegte man die Wohnung, und es brachen auf die Söhne Gerson und Merari und trugen die Wohnung.

  8. Danach brach auf das Banner des Lagers Ruben, Heerschar nach Heerschar, und über ihr Heer gebot Elizur, der Sohn Schedëurs.

  9. Und über das Heer des Stammes der Söhne Simeon gebot Schelumiël, der Sohn Zurischaddais,

  10. und Eljasaph, der Sohn Deguëls, über das Heer des Stammes der Söhne Gad.

  11. Dann brachen auf die Kehathiter und trugen die heiligen Geräte; und man richtete die Wohnung auf, bis diese nachkamen.

  12. Danach brach auf das Banner des Lagers der Söhne Ephraim, Heerschar nach Heerschar, und über ihr Heer gebot Elischama, der Sohn Ammihuds,

  13. und Gamliël, der Sohn Pedazurs, über das Heer des Stammes der Söhne Manasse,

  14. und Abidan, der Sohn des Gideoni, über das Heer des Stammes der Söhne Benjamin.

  15. Danach brach auf das Banner des Lagers der Söhne Dan als letztes aller Lager, Heerschar nach Heerschar, und Ahiëser, der Sohn Ammischaddais, gebot über ihr Heer,

  16. und Pagiël, der Sohn Ochrans, über das Heer des Stammes der Söhne Asser,

  17. und Ahira, der Sohn Enans, über das Heer des Stammes der Söhne Naphthali.

  18. So brachen die Kinder Israel auf, Heerschar nach Heerschar.

  19. Und Mose sprach zu seinem Schwager Hobab, dem Sohn Reguëls, aus Midian: Wir ziehen dahin in das Land, von dem der HERR gesagt hat: «Ich will es euch geben.» Komm nun mit uns, so wollen wir Gutes an dir tun, denn der HERR hat Israel Gutes zugesagt.

  20. Er aber antwortete: Ich will nicht mit euch, sondern in mein Land zu meiner Verwandtschaft ziehen.

  21. Mose sprach: Verlaß uns doch nicht, denn du weißt, wo wir in der Wüste uns lagern sollen, und du sollst unser Auge sein.

  22. Und wenn du mit uns ziehst – was der HERR Gutes an uns tut, das wollen wir an dir tun.

  23. So zogen sie von dem Berge des HERRN drei Tagereisen weit, und die Lade des Bundes des HERRN zog vor ihnen her die drei Tagereisen, um ihnen zu zeigen, wo sie ruhen sollten.

  24. Und die Wolke des HERRN war bei Tage über ihnen, wenn sie aus dem Lager zogen.

  25. Und wenn die Lade aufbrach, so sprach Mose: HERR, steh auf! Laß deine Feinde zerstreut werden und alle, die dich hassen, flüchtig werden vor dir!

  26. Und wenn sie sich niederließ, so sprach er: Komm wieder, HERR, zu der Menge der Tausende in Israel!

Mose erhält Beistand. Das murrende Volk wird gestraft

Kapitel 11

  1. Und das Volk klagte vor den Ohren des HERRN, daß es ihm schlecht gehe. Und als es der HERR hörte, entbrannte sein Zorn, und das Feuer des HERRN loderte auf unter ihnen und fraß am Rande des Lagers.

  2. Da schrie das Volk zu Mose, und Mose bat den HERRN; da verschwand das Feuer.

  3. Und man nannte die Stätte Tabera, weil hier das Feuer des HERRN unter ihnen aufgelodert war.

  4. Das fremde Volk aber unter ihnen war lüstern geworden. Da fingen auch die Kinder Israel wieder an zu weinen und sprachen: Wer wird uns Fleisch zu essen geben?

  5. Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, und an die Kürbisse, die Melonen, den Lauch, die Zwiebeln und den Knoblauch.

  6. Nun aber ist unsere Seele matt, denn unsere Augen sehen nichts als das Manna.

  7. Es war aber das Manna wie Koriandersamen und anzusehen wie Bedolachharz.

  8. Und das Volk lief hin und her und sammelte und zerrieb es mit Mühlen oder zerstieß es in Mörsern und kochte es in Töpfen und machte sich Kuchen daraus; und es hatte einen Geschmack wie Ölkuchen.

  9. Und wenn bei Nacht der Tau über das Lager fiel, so fiel das Manna mit darauf.

  10. Als nun Mose das Volk weinen hörte, alle Geschlechter miteinander, einen jeden in der Tür seines Zeltes, da entbrannte der Zorn des HERRN sehr. Und auch Mose verdroß es.

  11. Und Mose sprach zu dem HERRN: Warum bekümmerst du deinen Knecht? Und warum finde ich keine Gnade vor deinen Augen, daß du die Last dieses ganzen Volks auf mich legst?

  12. Hab ich denn all das Volk empfangen oder geboren, daß du zu mir sagen könntest: Trag es in deinen Armen, wie eine Amme ein Kind trägt, in das Land, das du ihren Vätern zugeschworen hast?

  13. Woher soll ich Fleisch nehmen, um es all diesem Volk zu geben? Sie weinen vor mir und sprechen: Gib uns Fleisch zu essen.

  14. Ich vermag all das Volk nicht allein zu tragen, denn es ist mir zu schwer.

  15. Willst du aber doch so mit mir tun, so töte mich lieber, wenn anders ich Gnade vor deinen Augen gefunden habe, damit ich nicht mein Unglück sehen muß.

  16. Und der HERR sprach zu Mose: Sammle mir siebzig Männer unter den Ältesten Israels, von denen du weißt, daß sie Älteste im Volk und seine Amtleute sind, und bringe sie vor die Stiftshütte und stelle sie dort vor dich,

  17. so will ich herniederkommen und dort mit dir reden und von deinem Geist, der auf dir ist, nehmen und auf sie legen, damit sie mit dir die Last des Volks tragen und du nicht allein tragen mußt.

  18. Und zum Volk sollst du sagen: Heiligt euch für morgen, so sollt ihr Fleisch zu essen haben; denn euer Weinen ist vor die Ohren des HERRN gekommen, die ihr sprecht: «Wer gibt uns Fleisch zu essen? Denn es ging uns gut in Ägypten.» Darum wird euch der HERR Fleisch zu essen geben,

  19. nicht nur einen Tag, nicht zwei, nicht fünf, nicht zehn, nicht zwanzig Tage lang,

  20. sondern einen Monat lang, bis ihr's nicht mehr riechen könnt und es euch zum Ekel wird, weil ihr den HERRN verworfen habt, der unter euch ist, und weil ihr vor ihm geweint und gesagt habt: Warum sind wir aus Ägypten gegangen?

  21. Und Mose sprach: Sechshunderttausend Mann Fußvolk sind es, mit denen ich lebe, und du sprichst: Ich will ihnen Fleisch geben, daß sie einen Monat lang zu essen haben.

  22. Kann man so viele Schafe und Rinder schlachten, daß es für sie genug sei? Oder kann man alle Fische des Meeres einfangen, daß es für sie genug sei?

  23. Der HERR aber sprach zu Mose: Ist denn die Hand des HERRN zu kurz? Aber du sollst jetzt sehen, ob sich dir mein Wort erfüllt oder nicht.

  24. Und Mose ging heraus und sagte dem Volk die Worte des HERRN und versammelte siebzig Männer aus den Ältesten des Volks und stellte sie rings um die Stiftshütte.

  25. Da kam der HERR hernieder in der Wolke und redete mit ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig Ältesten. Und als der Geist auf ihnen ruhte, gerieten sie in Verzückung wie Propheten und hörten nicht auf.

  26. Es waren aber noch zwei Männer im Lager geblieben; der eine hieß Eldad, der andere Medad. Und der Geist kam über sie, denn sie waren auch aufgeschrieben, jedoch nicht hinausgegangen zu der Stiftshütte, und sie gerieten in Verzückung im Lager.

  27. Da lief ein junger Mann hin und sagte es Mose und sprach: Eldad und Medad sind in Verzückung im Lager.

  28. Da antwortete Josua, der Sohn Nuns, der dem Mose diente von seiner Jugend an, und sprach: Mose, mein Herr, wehre ihnen!

  29. Aber Mose sprach zu ihm: Eiferst du um meinetwillen? Wollte Gott, daß alle im Volk des HERRN Propheten wären und der HERR seinen Geist über sie kommen ließe!

  30. Darauf kehrte Mose zum Lager zurück mit den Ältesten Israels.

  31. Da erhob sich ein Wind, vom HERRN gesandt, und ließ Wachteln kommen vom Meer und ließ sie auf das Lager fallen, eine Tagereise weit rings um das Lager, zwei Ellen hoch auf der Erde.

  32. Da machte sich das Volk auf und sammelte Wachteln diesen ganzen Tag und die ganze Nacht und den andern ganzen Tag; und wer am wenigsten sammelte, der sammelte hundert Scheffel. Und sie breiteten sie rings um das Lager aus, um sie zu dörren.

  33. Als aber das Fleisch noch zwischen ihren Zähnen war und ehe es ganz aufgebraucht war, da entbrannte der Zorn des HERRN gegen das Volk, und er schlug sie mit einer sehr großen Plage.

  34. Daher heißt die Stätte «Lustgräber», weil man dort das lüsterne Volk begrub.

  35. Von den «Lustgräbern» aber zog das Volk weiter nach Hazeroth, und sie blieben in Hazeroth.

Mirjam wird aussätzig

Kapitel 12

  1. Da redeten Mirjam und Aaron gegen Mose um seiner Frau willen, der Kuschiterin, die er genommen hatte. Er hatte sich nämlich eine kuschitische Frau genommen.

  2. Und sie sprachen: Redet denn der HERR allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns? Und der HERR hörte es.

  3. Aber Mose war ein sehr demütiger Mensch, mehr als alle Menschen auf Erden.

  4. Und sogleich sprach der HERR zu Mose und zu Aaron und zu Mirjam: Geht hinaus, ihr drei, zu der Stiftshütte! Und sie gingen alle drei hinaus.

  5. Da kam der HERR hernieder in der Wolkensäule und trat in die Tür der Stiftshütte und rief Aaron und Mirjam, und die gingen beide hin.

  6. Und er sprach: Hört meine Worte: Ist jemand unter euch ein Prophet des HERRN, dem will ich mich kundmachen in Gesichten oder will mit ihm reden in Träumen.

  7. Aber so steht es nicht mit meinem Knecht Mose; ihm ist mein ganzes Haus anvertraut.

  8. Von Mund zu Mund rede ich mit ihm, nicht durch dunkle Worte oder Gleichnisse, und er sieht den HERRN in seiner Gestalt. Warum habt ihr euch denn nicht gefürchtet, gegen meinen Knecht Mose zu reden?

  9. Und der Zorn des HERRN entbrannte gegen sie, und er wandte sich weg;

  10. auch wich die Wolke von der Stiftshütte. Und siehe, da war Mirjam aussätzig wie Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam und wird gewahr, daß sie aussätzig ist,

  11. und sprach zu Mose: Ach, mein Herr, laß die Sünde nicht auf uns bleiben, mit der wir töricht getan und uns versündigt haben.

  12. Laß Mirjam nicht sein wie ein Totgeborenes, das von seiner Mutter Leibe kommt und von dem schon die Hälfte seines Fleisches geschwunden ist.

  13. Mose aber schrie zu dem HERRN: Ach Gott, heile sie!

  14. Der HERR sprach zu Mose: Wenn ihr Vater ihr ins Angesicht gespien hätte, würde sie nicht sieben Tage sich schämen? Laß sie abgesondert sein sieben Tage außerhalb des Lagers; danach soll sie wieder aufgenommen werden.

  15. So wurde Mirjam sieben Tage abgesondert außerhalb des Lagers. Und das Volk zog nicht weiter, bis Mirjam wieder aufgenommen wurde.

  16. ° Danach brach das Volk von Hazeroth auf und lagerte sich in der Wüste Paran.

Aussendung und Rückkehr der Kundschafter

Kapitel 13

  1. ° Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  2. Sende Männer aus, die das Land Kanaan erkunden, das ich den Kindern Israel geben will, aus jedem Stamm ihrer Väter je einen Mann, lauter Älteste.

  3. Da entsandte Mose aus der Wüste Paran nach dem Wort des HERRN lauter Männer, die Häupter waren unter den Kindern Israel.

  4. Und sie hießen: Schammua, der Sohn Sakkurs, vom Stamme Ruben;

  5. Schaphat, der Sohn Horis, vom Stamme Simeon;

  6. Kaleb, der Sohn Jephunnes, vom Stamme Juda;

  7. Jigal, der Sohn Josephs, vom Stamme Isaschar;

  8. Hosea, der Sohn Nuns, vom Stamme Ephraim;

  9. Palti, der Sohn Raphus, vom Stamme Benjamin;

  10. Gaddiël, der Sohn Sodis, vom Stamme Sebulon;

  11. Gaddi, der Sohn Susis, vom Stamme Joseph, von Manasse;

  12. Ammiël, der Sohn Gemallis, vom Stamme Dan;

  13. Sethur, der Sohn Michaels, vom Stamme Asser;

  14. Nachbi, der Sohn Wophsis, vom Stamme Naphthali;

  15. Gëuël, der Sohn Machis, vom Stamme Gad.

  16. Das sind die Namen der Männer, die Mose aussandte, um das Land zu erkunden. Aber Hosea, den Sohn Nuns, nannte Mose Josua.

  17. Als sie nun Mose aussandte, das Land Kanaan zu erkunden, sprach er zu ihnen: Zieht da hinauf ins Südland und geht auf das Gebirge

  18. und seht euch das Land an, wie es ist, und das Volk, das darin wohnt, ob's stark oder schwach, wenig oder viel ist;

  19. und was es für ein Land ist, darin sie wohnen, ob's gut oder schlecht ist; und was es für Städte sind, in denen sie wohnen, ob sie in Zeltdörfern oder festen Städten wohnen;

  20. und wie der Boden ist, ob fett oder mager und ob Bäume da sind oder nicht. Seid mutig und bringt mit von den Früchten des Landes. Es war aber eben um die Zeit der ersten Weintrauben.

  21. Und sie gingen hinauf und erkundeten das Land von der Wüste Zin bis nach Rehob, von wo man nach Hamath geht.

  22. Sie gingen hinauf ins Südland und kamen bis nach Hebron; da lebten Ahiman, Scheschai und Talmai, die Söhne Enaks. Hebron aber war erbaut worden sieben Jahre vor Zoan in Ägypten.

  23. Und sie kamen bis an den Bach Eschkol und schnitten dort eine Rebe ab mit einer Weintraube und trugen sie zu zweien auf einer Stange, dazu auch Granatäpfel und Feigen.

  24. Der Ort heißt Bach Eschkol* nach der Traube, die die Kinder Israel dort abgeschnitten hatten.

    *d.h. Traubenbach.

  25. Und nach vierzig Tagen, als sie das Land erkundet hatten, kehrten sie um,

  26. gingen hin und kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel in die Wüste Paran nach Kadesch und brachten ihnen und der ganzen Gemeinde Kunde, wie es stand, und ließen sie die Früchte des Landes sehen.

  27. Und sie erzählten ihnen und sprachen: Wir sind in das Land gekommen, in das ihr uns sandtet; es fließt wirklich Milch und Honig darin, und dies sind seine Früchte.

  28. Aber stark ist das Volk, das darin wohnt, und die Städte sind befestigt und sehr groß; und wir sahen dort auch Enaks Söhne.

  29. Es wohnen die Amalekiter im Südland, die Hethiter und Jebusiter und Amoriter wohnen auf dem Gebirge, die Kanaaniter aber wohnen am Meer und am Jordan.

  30. Kaleb aber beschwichtigte das Volk, das gegen Mose murrte, und sprach: Laßt uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können es überwältigen.

  31. Aber die Männer, die mit ihm hinaufgezogen waren, sprachen: Wir vermögen nicht hinaufzuziehen gegen dies Volk, denn sie sind uns zu stark.

  32. Und sie brachten über das Land, das sie erkundet hatten, ein böses Gerücht auf unter den Kindern Israel und sprachen: Das Land, durch das wir gegangen sind, um es zu erkunden, frißt seine Bewohner, und alles Volk, das wir darin sahen, sind Leute von großer Länge.

  33. Wir sahen dort auch Riesen, Enaks Söhne aus dem Geschlecht der Riesen, und wir waren in unsern Augen wie Heuschrecken und waren es auch in ihren Augen.

Kapitel 14

  1. Da fuhr die ganze Gemeinde auf und schrie, und das Volk weinte die ganze Nacht.

  2. Und alle Kinder Israel murrten gegen Mose und Aaron, und die ganze Gemeinde sprach zu ihnen: Ach daß wir in Ägyptenland gestorben wären oder noch in dieser Wüste stürben!

  3. Warum führt uns der HERR in dies Land, damit wir durchs Schwert fallen und unsere Frauen und unsere Kinder ein Raub werden? Ist's nicht besser, wir ziehen wieder nach Ägypten?

  4. Und einer sprach zu dem andern: Laßt uns einen Hauptmann über uns setzen und wieder nach Ägypten ziehen!

  5. Mose aber und Aaron fielen auf ihr Angesicht vor der ganzen Versammlung der Gemeinde der Kinder Israel.

  6. Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, die auch das Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider

  7. und sprachen zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Das Land, das wir durchzogen haben, um es zu erkunden, ist sehr gut.

  8. Wenn der HERR uns gnädig ist, so wird er uns in dies Land bringen und es uns geben, ein Land, darin Milch und Honig fließt.

  9. Fallt nur nicht ab vom HERRN und fürchtet euch vor dem Volk dieses Landes nicht, denn wir wollen sie wie Brot auffressen. Es ist ihr Schutz von ihnen gewichen, der HERR aber ist mit uns. Fürchtet euch nicht vor ihnen!

  10. Aber das ganze Volk sprach, man sollte sie steinigen. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN über der Stiftshütte allen Kindern Israel.

  11. Und der HERR sprach zu Mose: Wie lange lästert mich dies Volk? Und wie lange wollen sie nicht an mich glauben trotz all der Zeichen, die ich unter ihnen getan habe?

  12. Ich will sie mit der Pest schlagen und sie vertilgen und dich zu einem größeren und mächtigeren Volk machen als dieses.

  13. Mose aber sprach zu dem HERRN: Dann werden's die Ägypter hören; denn du hast dies Volk mit deiner Kraft aus ihrer Mitte herausgeführt.

  14. Auch wird man es sagen zu den Bewohnern dieses Landes, die da gehört haben, daß du, HERR, unter diesem Volk bist, daß du von Angesicht gesehen wirst und deine Wolke über ihnen steht und daß du, HERR, vor ihnen hergehst in der Wolkensäule am Tage und in der Feuersäule bei Nacht.

  15. Würdest du nun dies Volk töten wie einen Mann, so würden die Völker, die solch ein Gerücht über dich hören, sagen:

  16. Der HERR vermochte es nicht, dies Volk in das Land zu bringen, das er ihnen zu geben geschworen hatte; darum hat er sie hingeschlachtet in der Wüste.

  17. So laß nun deine Kraft, o Herr, groß werden, wie du gesagt hast:

  18. «Der HERR ist geduldig und von großer Barmherzigkeit und vergibt Missetat und Übertretung, aber er läßt niemand ungestraft, sondern sucht heim die Missetat der Väter an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied.»

  19. So vergib nun die Missetat dieses Volks nach deiner großen Barmherzigkeit, wie du auch diesem Volk vergeben hast von Ägypten an bis hierher.

  20. Und der HERR sprach: Ich habe vergeben, wie du es erbeten hast.

  21. Aber so wahr ich lebe und alle Welt der Herrlichkeit des HERRN voll werden soll:

  22. alle die Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich getan habe in Ägypten und in der Wüste, und mich nun zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorcht haben,

  23. von denen soll keiner das Land sehen, das ich ihren Vätern zu geben geschworen habe; auch keiner soll es sehen, der mich gelästert hat.

  24. Nur meinen Knecht Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm ist und er mir treu nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen, in das er gekommen ist, und seine Nachkommen sollen es einnehmen,

  25. während die Amalekiter und Kanaaniter in der Ebene wohnen bleiben. Morgen wendet euch und zieht in die Wüste auf dem Wege zum Schilfmeer!

  26. Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:

  27. Wie lange murrt diese böse Gemeinde gegen mich? Ich habe das Murren der Kinder Israel, womit sie gegen mich gemurrt haben, gehört.

  28. Darum sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der HERR: ich will mit euch tun, wie ihr vor meinen Ohren gesagt habt.

  29. Eure Leiber sollen in dieser Wüste verfallen. Alle, die ihr gezählt seid von zwanzig Jahren an und darüber, die ihr gegen mich gemurrt habt,

  30. wahrlich, ihr sollt nicht in das Land kommen, über das ich meine Hand zum Schwur erhoben habe, euch darin wohnen zu lassen, außer Kaleb, dem Sohn Jephunnes, und Josua, dem Sohn Nuns.

  31. Eure Kinder aber, von denen ihr sagtet: Sie werden ein Raub sein, die will ich hineinbringen, daß sie das Land kennenlernen, das ihr verwerft.

  32. Aber eure eigenen Leiber sollen in dieser Wüste verfallen.

  33. Und eure Kinder sollen Hirten sein in der Wüste vierzig Jahre und eure Untreue tragen, bis eure Leiber aufgerieben sind in der Wüste.

  34. Nach der Zahl der vierzig Tage, in denen ihr das Land erkundet habt – je ein Tag soll ein Jahr gelten -, sollt ihr vierzig Jahre eure Schuld tragen, auf daß ihr innewerdet, was es sei, wenn ich die Hand abziehe.

  35. Ich, der HERR, habe es gesagt, und wahrlich, das will ich auch tun mit dieser ganzen bösen Gemeinde, die sich gegen mich empört hat. In dieser Wüste sollen sie aufgerieben werden und dort sterben.

  36. So starben vor dem HERRN durch eine Plage alle die Männer, die Mose ausgesandt hatte, um das Land zu erkunden, und die zurückgekommen waren und die ganze Gemeinde gegen ihn zum Murren verleitet hatten,

  37. dadurch daß sie über das Land ein böses Gerücht aufbrachten.

  38. Aber Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, blieben am Leben von den Männern, die gegangen waren, um das Land zu erkunden.

  39. Als Mose diese Worte allen Kindern Israel sagte, da trauerte das Volk sehr.

  40. Und sie machten sich früh am Morgen auf und zogen auf die Höhe des Gebirges und sprachen: Hier sind wir und wollen hinaufziehen in das Land, von dem der HERR geredet hat; denn wir haben gesündigt.

  41. Mose aber sprach: Warum wollt ihr das Wort des HERRN übertreten? Es wird euch nicht gelingen.

  42. Zieht nicht hinauf – denn der HERR ist nicht unter euch -, daß ihr nicht geschlagen werdet vor euren Feinden.

  43. Denn die Amalekiter und Kanaaniter stehen euch dort gegenüber, und ihr werdet durchs Schwert fallen, weil ihr euch vom HERRN abgekehrt habt, und der HERR wird nicht mit euch sein.

  44. Aber sie waren so vermessen und zogen hinauf auf die Höhe des Gebirges; aber die Lade des Bundes des HERRN und Mose wichen nicht aus dem Lager.

  45. Da kamen die Amalekiter und Kanaaniter, die auf dem Gebirge wohnten, herab und schlugen und zersprengten sie bis nach Horma.

Von Speis- und Trankopfern

Kapitel 15

  1. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  2. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch zur Wohnung geben werde,

  3. und ihr dem HERRN Feueropfer darbringen wollt von Rindern oder von Schafen, es sei ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer oder um ein besonderes Gelübde zu erfüllen oder als freiwillige Gabe oder bei euren Festen, um dem HERRN einen lieblichen Geruch zu bereiten,

  4. dann soll, wer nun seine Gabe dem HERRN opfern will, als Speisopfer ein Zehntel feinstes Mehl dazutun, vermengt mit einer viertel Kanne Öl,

  5. und als Trankopfer auch eine viertel Kanne Wein zu dem Brandopfer oder zu dem Schlachtopfer, zu jedem Schaf, das geopfert wird.

  6. Wenn aber ein Widder geopfert wird, sollst du als Speisopfer darbringen zwei Zehntel feinstes Mehl, mit einer drittel Kanne Öl vermengt,

  7. und als Trankopfer auch eine drittel Kanne Wein. Das sollst du dem HERRN zum lieblichen Geruch opfern.

  8. Willst du aber ein Rind zum Brandopfer oder zum besonderen Gelübdeopfer oder zum Dankopfer dem HERRN darbringen,

  9. so sollst du zu dem Rind als Speisopfer hinzutun drei Zehntel feinstes Mehl, mit einer halben Kanne Öl vermengt,

  10. und als Trankopfer auch eine halbe Kanne Wein. Das ist ein Feueropfer für den HERRN zum lieblichen Geruch.

  11. So sollst du tun mit einem Stier, mit einem Widder, mit einem Schaf oder mit einer Ziege.

  12. Wie die Zahl dieser Opfer, so soll auch die Zahl der Speisopfer und Trankopfer sein.

  13. Wer ein Einheimischer ist, der soll es so halten, wenn er dem HERRN opfern will ein Feueropfer zum lieblichen Geruch.

  14. Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt oder unter euch bei euren Nachkommen lebt und will dem HERRN ein Feueropfer zum lieblichen Geruch darbringen, so soll er es halten wie ihr.

  15. Für die ganze Gemeinde gelte nur eine Satzung, für euch wie auch für die Fremdlinge. Eine ewige Satzung soll das sein für eure Nachkommen, daß vor dem HERRN der Fremdling sei wie ihr.

  16. Einerlei Gesetz, einerlei Recht soll gelten für euch und für den Fremdling, der bei euch wohnt.

  17. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  18. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, in das ich euch bringen werde,

  19. und ihr eßt von dem Brot des Landes, so sollt ihr dem HERRN eine Opfergabe darbringen:

  20. Als Erstling eures Teigs sollt ihr einen Kuchen als Opfergabe darbringen. Wie die Opfergabe von der Tenne,

  21. so sollt ihr auch dem HERRN den Erstling eures Teigs geben für alle Zeit.

Über Sünden aus Versehen und aus Vorsatz

  1. Und wenn ihr aus Versehen eines dieser Gebote nicht tut, die der HERR dem Mose gesagt hat,

  2. irgendeins von allem, was der HERR euch durch Mose geboten hat, von dem Tage an, da er anfing zu gebieten, und fortan für alle Zeit, -

  3. wenn nun ohne Wissen der Gemeinde etwas versehen würde, so soll die ganze Gemeinde einen jungen Stier als Brandopfer darbringen zum lieblichen Geruch für den HERRN samt seinem Speisopfer und Trankopfer, wie es recht ist, und einen Ziegenbock als Sündopfer.

  4. Und so soll der Priester für die ganze Gemeinde der Kinder Israel Sühne schaffen, und es wird ihnen vergeben sein; denn es war ein Versehen. Wenn sie diese ihre Gabe darbringen zum Feueropfer für den HERRN und ihr Sündopfer vor dem HERRN für ihr Versehen,

  5. so wird's vergeben der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, dazu auch dem Fremdling, der unter euch wohnt, weil das ganze Volk an solchem Versehen teilhat.

  6. Wenn aber ein Einzelner aus Versehen sündigen wird, so soll er eine einjährige Ziege zum Sündopfer bringen.

  7. Und der Priester soll Sühne schaffen vor dem HERRN für den, der aus Versehen gesündigt hat, daß er für ihn Sühne schaffe und ihm vergeben werde.

  8. Und es soll einerlei Gesetz gelten für die, die ein Versehen begehen, für den Einheimischen unter den Kindern Israel und für den Fremdling, der unter euch wohnt.

  9. Wenn aber ein Einzelner aus Vorsatz frevelt, es sei ein Einheimischer oder Fremdling, so hat der den HERRN geschmäht. Er soll ausgerottet werden aus seinem Volk;

  10. denn er hat des HERRN Wort verachtet und sein Gebot gebrochen. Ja, der soll ausgerottet werden; seine Schuld bleibt auf ihm.

Strafe für Sabbatschändung

  1. Als nun die Kinder Israel in der Wüste waren, fanden sie einen Mann, der Holz auflas am Sabbattag.

  2. Und die ihn dabei gefunden hatten, wie er Holz auflas, brachten ihn zu Mose und Aaron und vor die ganze Gemeinde.

  3. Und sie legten ihn gefangen, denn es war nicht klar bestimmt, was man mit ihm tun sollte.

  4. Der HERR aber sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen draußen vor dem Lager.

  5. Da führte die ganze Gemeinde ihn hinaus vor das Lager und steinigte ihn, so daß er starb, wie der HERR dem Mose geboten hatte.

Von den Quasten an den Kleidern

  1. Und der HERR sprach zu Mose:

  2. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen, daß sie und ihre Nachkommen sich Quasten machen an den Zipfeln ihrer Kleider und blaue Schnüre an die Quasten der Zipfel tun.

  3. Und dazu sollen die Quasten euch dienen: sooft ihr sie anseht, sollt ihr an alle Gebote des HERRN denken und sie tun, damit ihr euch nicht von eurem Herzen noch von euren Augen verführen laßt und abgöttisch werdet,

  4. sondern ihr sollt an alle meine Gebote denken und sie tun, daß ihr heilig seid eurem Gott.

  5. Ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägyptenland geführt hat, daß ich euer Gott sei, ich, der HERR, euer Gott.

Aufruhr und Untergang der Rotte Korah

Kapitel 16

  1. Und Korah, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehaths, des Sohnes Levis, dazu Dathan und Abiram, die Söhne Eliabs, und On, der Sohn Peleths, die Söhne Rubens,

  2. die empörten sich gegen Mose, dazu zweihundertundfünfzig Männer unter den Kindern Israel, Vorsteher der Gemeinde, von der Versammlung berufen, namhafte Leute.

  3. Und sie versammelten sich gegen Mose und Aaron und sprachen zu ihnen: Ihr geht zu weit! Denn die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und der HERR ist unter ihnen. Warum erhebt ihr euch über die Gemeinde des HERRN?

  4. Als Mose das hörte, fiel er auf sein Angesicht

  5. und sprach zu Korah und zu seiner ganzen Rotte: Morgen wird der HERR kundtun, wer ihm gehört, wer heilig ist und zu ihm nahen soll; wen er erwählt, der soll zu ihm nahen.

  6. Dies tut morgen: Nehmt euch Pfannen, Korah und seine ganze Rotte,

  7. und legt Feuer hinein und tut Räucherwerk darauf vor dem HERRN. Wen dann der HERR erwählt, der ist heilig. Ihr geht zu weit, ihr Söhne Levi!

  8. Und Mose sprach zu Korah: Höret doch, ihr Söhne Levi!

  9. Ist's euch zu wenig, daß euch der Gott Israels ausgesondert hat aus der Gemeinde Israels, ihm zu nahen, damit ihr euer Amt ausübt an der Wohnung des HERRN und vor die Gemeinde tretet, um ihr zu dienen?

  10. Er hat dich und mit dir alle deine Brüder, die Söhne Levi, zu sich nahen lassen; und ihr sucht nun auch das Priestertum?

  11. Du und deine ganze Rotte, ihr macht einen Aufruhr wider den HERRN! Es ist nicht Aaron, gegen den ihr murrt.

  12. Und Mose schickte hin und ließ Dathan und Abiram rufen, die Söhne Eliabs. Sie aber sprachen: Wir kommen nicht!

  13. Ist's nicht genug, daß du uns aus dem Lande geführt hast, darin Milch und Honig fließt, und uns tötest in der Wüste? Mußt du auch noch über uns herrschen?

  14. Wie fein hast du uns gebracht in ein Land, darin Milch und Honig fließt, und hast uns Äcker und Weinberge zum Erbteil gegeben! Willst du den Leuten auch die Augen ausreißen? Wir kommen nicht!

  15. Da ergrimmte Mose sehr und sprach zu dem HERRN: Wende dich nicht zu ihrem Opfer. Ich habe nicht einen Esel von ihnen genommen und habe keinem von ihnen ein Leid getan.

  16. Und Mose sprach zu Korah: Du und deine ganze Rotte, ihr sollt morgen vor den HERRN kommen, du und sie und Aaron.

  17. Und ein jeder nehme seine Pfanne und lege Räucherwerk darauf, und tretet hin vor den HERRN, ein jeder mit seiner Pfanne, zweihundertundfünfzig Pfannen; auch du und Aaron, ein jeder mit seiner Pfanne.

  18. Und ein jeder nahm seine Pfanne und legte Feuer hinein und tat Räucherwerk darauf, und sie traten vor die Tür der Stiftshütte und Mose und Aaron auch.

  19. Und Korah versammelte gegen sie die ganze Gemeinde vor der Tür der Stiftshütte.

    Da erschien die Herrlichkeit des HERRN vor der ganzen Gemeinde.

  20. Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:

  21. Scheidet euch von dieser Gemeinde, daß ich sie im Nu vertilge.

  22. Sie fielen aber auf ihr Angesicht und sprachen: Ach Gott, der du bist der Gott des Lebensgeistes für alles Fleisch, wenn ein einziger Mann gesündigt hat, willst du darum gegen die ganze Gemeinde wüten?

  23. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  24. Sage der Gemeinde: Weicht ringsherum zurück von der Wohnung Korahs und Dathans und Abirams.

  25. Und Mose stand auf und ging zu Dathan und Abiram, und die Ältesten Israels folgten ihm nach;

  26. und er redete mit der Gemeinde und sprach: Weicht von den Zelten dieser gottlosen Menschen und rührt nichts an, was sie haben, damit ihr nicht auch umkommt durch all ihre Sünde.

  27. Und sie gingen hinweg von der Wohnung Korahs, Dathans und Abirams. Dathan aber und Abiram gingen heraus und traten an die Tür ihrer Zelte mit ihren Frauen und Söhnen und kleinen Kindern.

  28. Und Mose sprach: Daran sollt ihr merken, daß mich der HERR gesandt hat, alle diese Werke zu tun, und daß ich sie nicht tue aus meinem eigenen Herzen:

  29. Werden sie sterben, wie alle Menschen sterben, oder heimgesucht, wie alle Menschen heimgesucht werden, so hat mich der HERR nicht gesandt;

  30. wird aber der HERR etwas Neues schaffen, daß die Erde ihren Mund auftut und sie verschlingt mit allem, was sie haben, daß sie lebendig hinunter zu den Toten fahren, so werdet ihr erkennen, daß diese Leute den HERRN gelästert haben.

  31. Und als er alle diese Worte beendet hatte, zerriß die Erde unter ihnen

  32. und tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren Sippen, mit allen Menschen, die zu Korah gehörten, und mit all ihrer Habe.

  33. Und sie fuhren lebendig zu den Toten hinunter mit allem, was sie hatten, und die Erde deckte sie zu, und sie kamen um, mitten aus der Gemeinde heraus.

  34. Und ganz Israel, das um sie her war, floh vor ihrem Geschrei; denn sie dachten: Daß uns die Erde nicht auch verschlinge!

  35. Und Feuer fuhr aus von dem HERRN und fraß die zweihundertundfünfzig Männer, die das Räucherwerk opferten.

Kapitel 17

  1. ° Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  2. Sage Eleasar, dem Sohn des Priesters Aaron, daß er die Pfannen aufhebe aus dem Brand und streue das Feuer weit hinweg.

  3. Denn die Pfannen dieser Sünder, die umgekommen sind, gehören dem Heiligtum. Man schlage sie zu breiten Blechen, daß man den Altar damit überziehe; denn sie haben sie hingebracht vor den HERRN, so daß sie geheiligt sind; sie sollen den Kindern Israel ein Zeichen sein.

  4. Und Eleasar, der Priester, nahm die kupfernen Pfannen, die die Verbrannten herangebracht hatten, und schlug sie zu Blechen, um den Altar zu überziehen;

  5. als Mahnzeichen für die Kinder Israel, daß kein Fremder, der nicht vom Geschlecht Aarons ist, sich nahe, um Räucherwerk zu opfern vor dem HERRN, damit es ihm nicht gehe wie Korah und seiner Rotte, wie der HERR zu ihm geredet hatte durch Mose.

Empörung der ganzen Gemeinde gegen Mose und Aaron

  1. Am andern Morgen aber murrte die ganze Gemeinde der Kinder Israel gegen Mose und Aaron, und sie sprachen: Ihr habt des HERRN Volk getötet.

  2. Und als sich die Gemeinde versammelte gegen Mose und Aaron, wandten sie sich zu der Stiftshütte: Und siehe, da wurde sie bedeckt von der Wolke, und die Herrlichkeit des HERRN erschien.

  3. Und Mose und Aaron gingen hin vor die Stiftshütte.

  4. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  5. Hebt euch hinweg aus dieser Gemeinde; ich will sie im Nu vertilgen! Und sie fielen auf ihr Angesicht.

  6. Und Mose sprach zu Aaron: Nimm die Pfanne und tu Feuer hinein vom Altar und lege Räucherwerk darauf und geh eilends zu der Gemeinde und schaffe für sie Sühne; denn der Zorn ist von dem HERRN ausgegangen, und die Plage hat angefangen.

  7. Und Aaron tat, wie ihm Mose gesagt hatte, und lief mitten unter die Gemeinde; und siehe, die Plage hatte schon angefangen unter dem Volk. Da räucherte er und schaffte Sühne für das Volk

  8. und stand zwischen den Toten und den Lebenden. Da wurde der Plage gewehrt.

  9. Die aber gestorben waren an der Plage, waren vierzehntausendsiebenhundert, außer denen, die mit Korah starben.

  10. Und Aaron kam wieder zu Mose vor die Tür der Stiftshütte, und der Plage war gewehrt.

Aarons grünender Stab

  1. ° Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  2. Rede mit den Kindern Israel und nimm von ihnen zwölf Stäbe, von jedem Fürsten ihrer Sippen je einen, und schreib eines jeden Namen auf seinen Stab.

  3. Aber den Namen Aarons sollst du schreiben auf den Stab Levis. Denn für jedes Haupt ihrer Sippen soll je ein Stab sein.

  4. Und lege sie in der Stiftshütte nieder vor der Lade mit dem Gesetz, wo ich mich euch bezeuge.

  5. Und wen ich erwählen werde, dessen Stab wird grünen. So will ich das Murren der Kinder Israel, mit dem sie gegen euch murren, stillen.

  6. Mose redete mit den Kindern Israel, und alle ihre Fürsten gaben ihm zwölf Stäbe, ein jeder Fürst je einen Stab, nach ihren Sippen, und der Stab Aarons war auch unter ihren Stäben.

  7. Und Mose legte die Stäbe vor dem HERRN nieder in der Hütte des Gesetzes.

  8. Am nächsten Morgen, als Mose in die Hütte des Gesetzes ging, fand er den Stab Aarons vom Hause Levi grünen und die Blüte aufgegangen und Mandeln tragen.

  9. Und Mose trug die Stäbe alle heraus von dem HERRN zu allen Kindern Israel, daß sie es sahen, und ein jeder nahm seinen Stab.

  10. Der HERR aber sprach zu Mose: Trage den Stab Aarons wieder vor die Lade mit dem Gesetz, damit er verwahrt werde zum Zeichen für die Ungehorsamen, daß ihr Murren vor mir aufhöre und sie nicht sterben.

  11. Mose tat, wie ihm der HERR geboten hatte.

  12. Und die Kinder Israel sprachen zu Mose: Siehe, wir verderben und kommen um; wir werden alle vertilgt und kommen um.

  13. Wer sich naht zu der Wohnung des HERRN, der stirbt. Sollen wir denn ganz und gar untergehen?

Vom Amt und Anrecht der Priester und Leviten

Kapitel 18

  1. Und der HERR sprach zu Aaron: Du und deine Söhne und deine Sippe, ihr sollt die Schuld tragen, wenn eine Verfehlung begangen wird am Heiligtum; und du und deine Söhne mit dir, ihr sollt die Schuld tragen, wenn eine Verfehlung begangen wird bei eurem Priesterdienst.

  2. Aber deine Brüder aus dem Stamme deines Vaters Levi sollst du zu dir nehmen, daß sie bei dir seien und dir dienen; du aber und deine Söhne mit dir sollen dienen vor der Hütte des Gesetzes.

  3. Und sie sollen dir dienen und den Dienst an der ganzen Stiftshütte versehen. Doch zu dem Gerät des Heiligtums und zu dem Altar sollen sie sich nicht nahen, damit nicht beide sterben, sie und ihr,

  4. sondern sie sollen bei dir sein, daß sie ihren Dienst versehen an der Stiftshütte, alles, was das Amt erfordert; und kein Fremder soll sich neben euch zum Dienste nahen.

  5. So verseht nun den Dienst am Heiligtum und den Dienst am Altar, damit hinfort nicht mehr ein Zorn komme über die Kinder Israel.

  6. Denn siehe, ich habe die Leviten, eure Brüder, genommen aus den Kindern Israel euch zum Geschenk, als die dem HERRN zu eigen gegeben sind, damit sie das Amt ausüben an der Stiftshütte.

  7. Du aber und deine Söhne mit dir, ihr sollt auf euer Priesteramt achthaben, daß ihr dienet in allen Verrichtungen am Altar und drinnen hinter dem Vorhang; denn euer Priesteramt gebe ich euch zum Geschenk. Wenn ein Fremder sich naht, so soll er sterben.

  8. Und der HERR sagte zu Aaron: Siehe, dies überlasse ich dir bei dem Dienst an meinen Opfergaben: von allen heiligen Gaben der Kinder Israel gebe ich dir einen Anteil, dir und deinen Söhnen, als ewiges Anrecht.

  9. Das sollst du haben von den hochheiligen Gaben, soweit sie nicht verbrannt werden: alle ihre Gaben bei allen ihren Speisopfern und bei allen ihren Sündopfern und bei allen ihren Schuldopfern, die sie mir erstatten; als Hochheiliges gebe ich es dir und deinen Söhnen.

  10. Am hochheiligen Ort sollst du es essen. Was männlich ist, darf davon essen; denn es soll dir heilig sein.

  11. Auch das soll dir gehören: die heilige Abgabe von ihren Gaben; von allen Schwingopfern der Kinder Israel gebe ich sie dir und deinen Söhnen und Töchtern mit dir als ewiges Anrecht. Wer rein ist in deinem Hause, darf davon essen.

  12. Alles Beste vom Öl und alles Beste vom Wein und Korn, die Erstlingsgabe, die sie dem HERRN bringen, habe ich dir gegeben.

  13. Die Erstlinge, die sie dem HERRN bringen von allem, was in ihrem Lande ist, sollen dir gehören. Wer rein ist in deinem Hause, darf davon essen.

  14. Alles Gebannte in Israel soll dir gehören.

  15. Alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht bei allem Fleisch, es sei Mensch oder Vieh, das sie dem HERRN bringen, soll dir gehören. Doch sollst du die Erstgeburt eines Menschen auslösen lassen, und die Erstgeburt eines unreinen Viehs sollst du auch auslösen lassen.

  16. Du sollst es aber auslösen, wenn's einen Monat alt ist, und du sollst es auslösen lassen nach der Ordnung, die dir gegeben ist, um fünf Silberstücke nach dem Gewicht des Heiligtums, das Silberstück zu zwanzig Gramm.

  17. Aber die Erstgeburt eines Rindes, eines Schafes oder einer Ziege sollst du nicht auslösen lassen; denn sie sind heilig. Ihr Blut sollst du an den Altar gießen, und ihr Fett sollst du in Rauch aufgehen lassen als Feueropfer für den HERRN zum lieblichen Geruch.

  18. Ihr Fleisch soll dir gehören, wie auch die Brust des Schwingopfers und die rechte Schulter dir gehören.

  19. Alle heiligen Opfergaben, die die Kinder Israel dem HERRN darbringen, habe ich dir gegeben und deinen Söhnen und deinen Töchtern mit dir als ewiges Anrecht. Das soll ein Salzbund sein für immer vor dem HERRN für dich und für deine Nachkommen mit dir.

  20. Und der HERR sprach zu Aaron: Du sollst in ihrem Lande kein Erbgut besitzen, auch keinen Anteil unter ihnen haben; denn ich bin dein Anteil und dein Erbgut inmitten der Kinder Israel.

  21. Den Kindern Levi aber habe ich alle Zehnten gegeben in Israel zum Erbgut für ihr Amt, das sie an der Stiftshütte ausüben.

  22. Hinfort sollen sich die Kinder Israel nicht zur Stiftshütte nahen, damit sie nicht Sünde auf sich laden und sterben,

  23. sondern die Leviten sollen das Amt ausüben an der Stiftshütte, und sie sollen die Schuld für ihre Verfehlung tragen; das sei eine ewige Ordnung bei euren Nachkommen. Und sie sollen unter den Kindern Israel kein Erbgut besitzen;

  24. denn den Zehnten der Kinder Israel, den sie dem HERRN als Opfergabe geben, habe ich den Leviten zum Erbgut bestimmt; darum habe ich zu ihnen gesagt, daß sie unter den Kindern Israel kein Erbgut besitzen sollen.

  25. Und der HERR redete mit Mose und sprach:

  26. Sage den Leviten und sprich zu ihnen: Wenn ihr den Zehnten nehmt von den Kindern Israel, den ich euch von ihnen bestimmt habe als euer Erbgut, so sollt ihr davon eine heilige Abgabe dem HERRN geben, je den Zehnten von dem Zehnten;

  27. und diese eure heilige Abgabe soll euch angerechnet werden, als gäbet ihr Korn von der Tenne und Wein aus der Kelter.

  28. So sollt auch ihr die heiligen Abgaben dem HERRN geben von allen euren Zehnten, die ihr nehmt von den Kindern Israel, und sollt diese heilige Abgabe für den HERRN dem Priester Aaron geben.

  29. Von allem, was euch gegeben wird, sollt ihr dem HERRN die heilige Abgabe geben, von allem Besten die davon gebührende heilige Gabe.

  30. Und sprich zu ihnen: Wenn ihr also das Beste davon als heilige Abgabe nehmt, so soll's den Leviten angerechnet werden wie ein Ertrag von der Tenne und wie ein Ertrag von der Kelter.

  31. Ihr dürft es essen an allen Orten, ihr und eure Kinder; denn es ist euer Lohn für euer Amt an der Stiftshütte.

  32. Ihr werdet dabei nicht Sünde auf euch laden, wenn ihr das Beste davon abgebt, und werdet nicht entweihen die heiligen Gaben der Kinder Israel und nicht sterben.

4. Mose 19-36