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DIE BIBEL
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Schrift
DAS VIERTE
BUCH MOSE
Kapitel 1 -
18
Zählung der Männer für den Heerbann
Kapitel 1
Und der HERR redete mit Mose in der Wüste Sinai in
der Stiftshütte am ersten Tage des zweiten Monats im zweiten
Jahr, nachdem sie aus Ägyptenland gezogen waren, und sprach:
Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Kinder Israel auf
nach ihren Geschlechtern und Sippen und Namen, alles, was
männlich ist, Kopf für Kopf,
von zwanzig Jahren an und darüber, was wehrfähig
ist in Israel. Ihr sollt sie zählen nach ihren Heerscharen,
du und Aaron.
Und es soll euch beistehen je ein Mann von jedem Stamm,
nämlich das Haupt seiner Sippen.
Dies sind aber die Namen der Männer, die euch
beistehen sollen: von Ruben: Elizur, der Sohn Schedëurs;
von Simeon: Schelumiël, der Sohn Zurischaddais;
von Juda: Nachschon, der Sohn Amminadabs;
von Isaschar: Nathanael, der Sohn Zuars;
von Sebulon: Eliab, der Sohn Helons;
von den Söhnen Josephs: von Ephraim: Elischama, der
Sohn Ammihuds; und von Manasse: Gamliël, der Sohn Pedazurs;
von Benjamin: Abidan, der Sohn des Gideoni;
von Dan: Ahiëser, der Sohn Ammischaddais;
von Asser: Pagiël, der Sohn Ochrans;
von Gad: Eljasaph, der Sohn Deguëls;
von Naphthali: Ahira, der Sohn Enans.
Das sind die Berufenen aus der Gemeinde, die Fürsten
unter den Stämmen ihrer Väter, die da Häupter über
die Tausende in Israel waren.
Und Mose und Aaron nahmen diese Männer zu
sich, wie sie da mit Namen genannt sind,
und versammelten die ganze Gemeinde am ersten Tage des
zweiten Monats, und sie ließen sich einschreiben nach ihren
Geschlechtern und Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und
darüber, Kopf für Kopf,
wie der HERR es Mose geboten hatte. So zählte er sie
in der Wüste Sinai.
Die Söhne Rubens, des ersten Sohnes Israels, nach
ihrer Abstammung und ihren Geschlechtern, ihren Sippen und Namen,
Kopf für Kopf, alles, was männlich war, von zwanzig
Jahren an und darüber, was wehrfähig war,
so viele ihrer vom Stamm Ruben gezählt wurden, waren
46 500.
Die Söhne Simeon nach ihrer Abstammung und ihren
Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, Kopf für Kopf, alles,
was männlich war, von zwanzig Jahren an und darüber,
was wehrfähig war,
so viele ihrer vom Stamm Simeon gezählt wurden, waren
59 300.
Die Söhne Gad nach ihrer Abstammung und ihren
Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und
darüber, alles, was wehrfähig war,
so viele ihrer vom Stamm Gad gezählt wurden, waren 45
650.
Die Söhne Juda nach ihrer Abstammung und ihren
Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und
darüber, alles, was wehrfähig war,
so viele ihrer vom Stamm Juda gezählt wurden, waren
74 600.
Die Söhne Isaschar nach ihrer Abstammung und ihren
Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und
darüber, alles, was wehrfähig war,
so viele ihrer vom Stamm Isaschar gezählt wurden,
waren 54 400.
Die Söhne Sebulon nach ihrer Abstammung und ihren
Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und
darüber, alles, was wehrfähig war,
so viele ihrer vom Stamm Sebulon gezählt wurden,
waren 57 400.
Die Söhne Joseph: die Söhne Ephraim nach ihrer
Abstammung und ihren Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von
zwanzig Jahren an und darüber, alles, was wehrfähig
war,
so viele ihrer vom Stamm Ephraim gezählt wurden,
waren 40 500;
und die Söhne Manasse nach ihrer Abstammung und ihren
Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und
darüber, alles, was wehrfähig war,
so viele ihrer vom Stamm Manasse gezählt wurden,
waren 32 200.
Die Söhne Benjamin nach ihrer Abstammung und ihren
Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und
darüber, alles, was wehrfähig war,
so viele ihrer vom Stamm Benjamin gezählt wurden,
waren 35 400.
Die Söhne Dan nach ihrer Abstammung und ihren
Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und
darüber, alles, was wehrfähig war,
so viele ihrer vom Stamm Dan gezählt wurden, waren 62
700.
Die Söhne Asser nach ihrer Abstammung und ihren
Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und
darüber, alles, was wehrfähig war,
so viele ihrer vom Stamm Asser gezählt wurden, waren
41 500.
Die Söhne Naphthali nach ihrer Abstammung und ihren
Geschlechtern, ihren Sippen und Namen, von zwanzig Jahren an und
darüber, alles, was wehrfähig war,
so viele ihrer vom Stamm Naphthali gezählt wurden,
waren 53 400.
Dies sind die Männer, die Mose zählte mit
Aaron und den zwölf Fürsten Israels, von denen jeder
seinen Sippen vorstand.
Und die Summe der Kinder Israel nach ihren Sippen, von
zwanzig Jahren an und darüber, alles, was wehrfähig war
in Israel,
war 603 550.
Die aber Leviten waren nach dem Stamm ihrer Väter,
wurden nicht mit darunter gezählt.
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Den Stamm Levi sollst du nicht zählen noch seine
Summe aufnehmen unter die Kinder Israel,
sondern du sollst sie zum Dienst bestellen an der Wohnung
des Gesetzes, an all ihrem Gerät und allem, was dazu gehört.
Sie sollen die Wohnung tragen und alle Geräte und sollen sie
in ihre Obhut nehmen und um die Wohnung her sich lagern.
Und wenn man weiterzieht, so sollen die Leviten die
Wohnung abbrechen. Wenn aber das Heer sich lagert, sollen sie die
Wohnung aufschlagen. Und wenn ein Fremder sich naht, so soll er
sterben.
Die Kinder Israel sollen sich lagern, ein jeder in seinem
Lager und bei dem Banner seiner Heerschar.
Aber die Leviten sollen sich um die Wohnung des Gesetzes
her lagern, damit nicht ein Zorn über die Gemeinde der
Kinder Israel komme. So sollen die Leviten ihren Dienst versehen
an der Wohnung des Gesetzes.
Und die Kinder Israel taten alles, wie der HERR es Mose
geboten hatte.
Ordnung der Stämme im Lager und unterwegs
Kapitel 2
Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
Die Kinder Israel sollen um die Stiftshütte her sich
lagern, ein jeder bei seinem Banner und Zeichen, nach ihren
Sippen.
Nach Osten soll sich lagern das Banner des Lagers
Juda mit seinen Heerscharen: sein Fürst Nachschon, der Sohn
Amminadabs,
und sein Heer, 74 600 Mann.
Neben ihm soll sich lagern der Stamm Isaschar: sein Fürst
Nathanael, der Sohn Zuars,
und sein Heer, 54 400 Mann.
Dazu der Stamm Sebulon: sein Fürst Eliab, der Sohn
Helons,
und sein Heer, 57 400 Mann -
so daß alle, die ins Lager Juda gehören, seien
nach ihren Heerscharen zusammen 186 400 Mann. Und sie sollen
vornean ziehen.
Nach Süden soll sein das Banner des Lagers
Ruben mit seinen Heerscharen: sein Fürst Elizur, der Sohn
Schedëurs,
und sein Heer, 46 500 Mann.
Neben ihm soll sich lagern der Stamm Simeon: sein Fürst
Schelumiël, der Sohn Zurischaddais,
und sein Heer, 59 300 Mann.
Dazu der Stamm Gad: sein Fürst Eljasaph, der Sohn
Reguëls,
und sein Heer, 45 650 Mann -
so daß alle, die ins Lager Ruben gehören, seien
nach ihren Heerscharen zusammen 151 450 Mann. Und sie sollen die
zweiten beim Auszug sein.
Danach soll die Stiftshütte aufbrechen mit dem
Lager der Leviten, in der Mitte zwischen den andern Lagern; und
wie sie lagern, so sollen sie auch ausziehen, ein jeder an seinem
Platz unter seinem Banner.
Nach Westen soll sein das Banner des Lagers Ephraim
mit seinen Heerscharen: sein Fürst soll sein Elischama, der
Sohn Ammihuds,
und sein Heer, 40 500 Mann.
Neben ihm soll sich lagern der Stamm Manasse: sein Fürst
Gamliël, der Sohn Pedazurs,
und sein Heer, 32 200 Mann.
Dazu der Stamm Benjamin: sein Fürst Abidan, der Sohn
des Gideoni,
und sein Heer, 35 400 Mann -
so daß alle, die ins Lager Ephraim gehören,
seien nach ihren Heerscharen zusammen 108 100 Mann. Und sie
sollen die dritten beim Auszug sein.
Nach Norden soll sein das Banner des Lagers Dan mit
seinen Heerscharen: sein Fürst Ahiëser, der Sohn
Ammischaddais,
und sein Heer, 62 700 Mann.
Neben ihm soll sich lagern der Stamm Asser: sein Fürst
Pagiël, der Sohn Ochrans,
und sein Heer, 41 500 Mann.
Dazu der Stamm Naphthali: sein Fürst Ahira, der Sohn
Enans,
und sein Heer, 53 400 Mann -
so daß alle, die ins Lager Dan gehören, seien
zusammen 157 600 Mann. Und sie sollen die letzten sein beim
Auszug mit ihrem Banner.
Dies ist die Summe der Kinder Israel nach ihren
Sippen, Lagern und Heerscharen: 603 550 Mann.
Aber die Leviten wurden unter den Kindern Israel nicht
mitgezählt, wie der HERR es Mose geboten hatte.
Und die Kinder Israel taten alles, wie der HERR es Mose
geboten hatte; wie sie bei ihren Bannern lagerten, so zogen sie
aus, ein jeder bei seinem Geschlecht und seiner Sippe.
Aarons Familie. Amt der Leviten
Kapitel 3
Dies ist das Geschlecht Aarons und Moses zu der Zeit, da
der HERR mit Mose redete auf dem Berge Sinai.
Und dies sind die Namen der Söhne Aarons: Der
Erstgeborene Nadab, danach Abihu, Eleasar und Ithamar.
Das sind die Namen der Söhne Aarons, die zu Priestern
gesalbt waren und denen man die Hände füllte zum
Priestertum.
Aber Nadab und Abihu starben vor dem HERRN, als sie
fremdes Feuer opferten vor dem HERRN in der Wüste Sinai, und
sie hatten keine Söhne. Eleasar aber und Ithamar versahen
Priesterdienst unter ihrem Vater Aaron.
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Bringe den Stamm Levi herzu und stelle sie vor den
Priester Aaron, daß sie ihm dienen.
Sie sollen den Dienst für ihn und für die ganze
Gemeinde versehen vor der Stiftshütte und so ihr Amt bei der
Wohnung ausüben
und sollen alles Gerät der Stiftshütte in ihre
Obhut nehmen und den Dienst für die Kinder Israel versehen
und ihr Amt bei der Wohnung ausüben.
Und du sollst die Leviten dem Aaron und seinen Söhnen
übergeben als Gabe der Kinder Israel.
Aaron aber und seine Söhne sollst du bestellen, daß
sie auf ihr Priesteramt achthaben. Wenn ein Fremder sich naht, so
soll er sterben.
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Siehe, ich habe die Leviten genommen aus den Kindern
Israel statt aller Erstgeburt, die den Mutterschoß
durchbricht in Israel, so daß die Leviten mir gehören
sollen.
Denn die Erstgeburten sind mein. An dem Tage, da ich alle
Erstgeburt schlug in Ägyptenland, da heiligte ich mir alle
Erstgeburt in Israel, vom Menschen an bis auf das Vieh, daß
sie mir gehören sollen. Ich bin der HERR.
Die Geschlechter der Leviten und ihr Dienst
Und der HERR redete mit Mose in der Wüste Sinai und
sprach:
Zähle die Söhne Levi nach ihren Sippen und
Geschlechtern, alles, was männlich ist, einen Monat alt und
darüber.
Also zählte sie Mose nach dem Wort des HERRN, wie er
ihm geboten hatte.
Und dies waren die Söhne Levis mit Namen:
Gerson, Kehath und Merari.
Die Namen aber der Söhne Gersons nach ihren
Geschlechtern waren: Libni und Simeï.
Die Söhne Kehaths nach ihren Geschlechtern waren:
Amram, Jizhar, Hebron und Usiël.
Die Söhne Meraris nach ihren Geschlechtern waren:
Machli und Muschi. Das sind die Geschlechter Levis nach ihren
Sippen.
Dies sind die Geschlechter von Gerson: die Libniter
und die Simeïter.
Ihre Zahl war 7 500, alles, was männlich war, einen
Monat alt und darüber.
Und die Geschlechter der Gersoniter sollen sich lagern
hinter der Wohnung nach Westen.
Ihr Fürst sei Eljasaph, der Sohn Laëls.
Und sie sollen an der Stiftshütte in Obhut nehmen die
Wohnung und das Zelt und seine Decken und den Vorhang in der Tür
der Stiftshütte,
die Umhänge am Vorhof und den Vorhang in der Tür
des Vorhofs, der die Wohnung und den Altar umgibt, und ihre Seile
und was sonst zu ihrem Amt gehört.
Dies sind die Geschlechter von Kehath: die
Amramiter, die Jizhariter, die Hebroniter und die Usiëliter,
alles, was männlich war, einen Monat alt und darüber,
an Zahl 8 600, die den Dienst am Heiligtum versehen.
Die Geschlechter der Söhne Kehath sollen sich lagern
an der Seite der Wohnung nach Süden.
Ihr Fürst sei Elizaphan, der Sohn Usiëls.
Und sie sollen in Obhut nehmen die Lade, den Tisch, den
Leuchter, die Altäre und alle Geräte des Heiligtums, an
denen sie dienen, und den Vorhang und was sonst zu ihrem Amt
gehört.
Aber der Fürst über alle Fürsten der
Leviten soll Eleasar sein, der Sohn Aarons, des Priesters, zur
Aufsicht über die, welche den Dienst am Heiligtum versehen.
Dies sind die Geschlechter Meraris: die Machliter
und die Muschiter,
die an Zahl waren 6 200, alles, was männlich war,
einen Monat alt und darüber.
Ihr Fürst sei Zuriël, der Sohn Abihails. Sie
sollen sich lagern an der Seite der Wohnung nach Norden.
Und ihr Amt soll sein, in Obhut zu nehmen die Bretter und
Riegel und Säulen und Füße der Wohnung und alle
ihre Geräte und was sonst zu ihrem Amt gehört,
dazu die Säulen um den Vorhof mit ihren Füßen
und Pflöcken und Seilen.
Aber vor der Wohnung, vor der Stiftshütte, nach Osten
sollen sich lagern Mose und Aaron und seine Söhne, daß
sie auf das Heiligtum achthaben für die Kinder Israel. Wenn
sich ein Fremder naht, so soll er sterben.
Alle Leviten zusammen, die Mose mit Aaron zählte nach
ihren Geschlechtern nach dem Wort des HERRN, alles, was männlich
war, einen Monat alt und darüber, waren 22 000.
Die Auslösung der Erstgeburten
Und der HERR sprach zu Mose: Zähle alle Erstgeburt,
was männlich ist unter den Kindern Israel, einen Monat alt
und darüber, und nimm die Zahl ihrer Namen auf.
Und du sollst mir – denn ich bin der HERR –
die Leviten aussondern statt aller Erstgeburt der Kinder Israel
und das Vieh der Leviten statt aller Erstgeburt unter dem Vieh
der Kinder Israel.
Und Mose zählte, wie ihm der HERR geboten hatte, alle
Erstgeburt unter den Kindern Israel,
und die Zahl der Namen aller männlichen Erstgeburt,
einen Monat alt und darüber, betrug 22 273.
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Nimm die Leviten statt aller Erstgeburt unter den Kindern
Israel und das Vieh der Leviten statt ihres Viehs, daß die
Leviten mir gehören sollen. Ich bin der HERR.
Aber als Lösegeld für die 273 Erstgeburten der
Kinder Israel, die die Zahl der Leviten übersteigen,
sollst du fünf Lot Silber erheben für jeden
Kopf. Nach dem Gewicht, wie es am Heiligtum gilt, sollst du sie
erheben, das Lot zu zwanzig Gramm.
Und du sollst das Silber für die, welche überzählig
sind unter ihnen, Aaron und seinen Söhnen als Lösegeld
geben.
Da nahm Mose das Lösegeld von denen, die die Zahl der
Leviten überstiegen.
Von den Erstgeborenen der Kinder Israel nahm er 1 365 Lot
Silber nach dem Gewicht, wie es am Heiligtum gilt,
und gab's Aaron und seinen Söhnen nach dem Wort des
HERRN, wie der HERR es Mose geboten hatte.
Der Dienst der Leviten beim Aufbruch des Lagers
Kapitel 4
Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
Nimm die Summe der Söhne Kehath aus den Söhnen
Levi auf nach ihren Geschlechtern und Sippen,
von dreißig Jahren an und darüber bis ins
fünfzigste Jahr, alle, die zum Dienst kommen, daß sie
ihre Arbeit tun an der Stiftshütte.
Dies soll aber das Amt der Söhne Kehath an der
Stiftshütte sein: der Dienst am Hochheiligen.
Wenn das Heer aufbricht, so sollen Aaron und seine Söhne
hineingehen und den inneren Vorhang abnehmen und die Lade mit dem
Gesetz damit umhüllen
und darauf eine Decke von Dachsfellen legen und oben
darauf eine ganz blaue Decke breiten und ihre Stangen
durchstecken
und über den Schaubrottisch auch eine blaue Decke
breiten und darauf legen die Schüsseln und Löffel, die
Schalen und Kannen des Trankopfers, und das Schaubrot soll darauf
liegen.
Und sie sollen darüber breiten eine scharlachrote
Decke und sie mit einer Decke von Dachsfellen bedecken und seine
Stangen durchstecken
und sollen eine blaue Decke nehmen und damit umhüllen
den Leuchter und seine Lampen mit seinen Lichtscheren und Pfannen
und allen Ölgefäßen, die zum Dienst gehören,
und sollen um das alles eine Decke von Dachsfellen tun und
sollen es auf Tragstangen legen.
Ebenso sollen sie auch über den goldenen Altar eine
blaue Decke breiten und sie bedecken mit einer Decke von
Dachsfellen und seine Stangen durchstecken.
Alle Geräte, womit sie Dienst tun im Heiligtum,
sollen sie nehmen und in eine blaue Decke tun und sie mit einer
Decke von Dachsfellen bedecken und auf Tragstangen legen.
Sie sollen auch die Asche vom Altar fegen und eine Decke
von rotem Purpur über ihn breiten
und alle seine Geräte darauf legen, womit sie an ihm
Dienst tun: Kohlenpfannen, Gabeln, Schaufeln, Becken, alle Geräte
des Altars; und sollen darüber breiten eine Decke von
Dachsfellen und seine Stangen durchstecken.
Wenn nun Aaron und seine Söhne beim Aufbruch des
Heeres dies alles ausgerichtet und das Heilige und all sein Gerät
bedeckt haben, dann sollen die Söhne Kehath kommen, um es zu
tragen. Sie sollen aber das Heilige selbst nicht anrühren,
daß sie nicht sterben. Dies ist es, was die Söhne
Kehath von der Stiftshütte zu tragen haben.
Und Eleasar, dem Sohn Aarons, des Priesters, ist
anvertraut das Öl zum Licht und die Spezerei zum Räucherwerk
und das tägliche Speisopfer und das Salböl und die
Aufsicht über die ganze Wohnung und alles, was darin ist an
heiligem Gerät.
Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
Ihr sollt den Stamm der Geschlechter der Kehathiter nicht
zugrunde gehen lassen unter den Leviten,
sondern das sollt ihr mit ihnen tun, damit sie leben und
nicht sterben, wenn sie dem Hochheiligen nahen: Aaron und seine
Söhne sollen hineingehen und einen jeden anstellen zu seinem
Amt und seiner Traglast.
Sie aber sollen nicht selbst hineingehen, auch nur einen
Augenblick das Heilige zu schauen, daß sie nicht sterben.
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Nimm auch die Summe der Söhne Gerson auf nach ihren
Sippen und Geschlechtern,
von dreißig Jahren an und darüber bis ins
fünfzigste Jahr, und stelle alle, die zum Dienst kommen, an,
daß sie ihr Amt ausüben an der Stiftshütte.
Dies soll aber das Amt der Geschlechter der Gersoniter
sein, was sie tun und tragen sollen:
Sie sollen die Teppiche der Wohnung, der Stiftshütte,
tragen, ihre Decke und die Decke von Dachsfellen, die obendrüber
ist, und den Vorhang in der Tür der Stiftshütte
und die Umhänge des Vorhofs und den Vorhang in der
Tür des Tors am Vorhof, der die Wohnung und den Altar
umgibt, und ihre Seile und alle Geräte ihres Dienstes und
alles, was zu ihrem Amt gehört.
Nach dem Wort Aarons und seiner Söhne soll aller
Dienst der Söhne Gerson geschehen, alles, was sie tragen und
tun sollen, und ihr sollt zusehen, daß sie alles
ausrichten, was sie zu tragen haben.
Das soll das Amt der Geschlechter der Gersoniter sein an
der Stiftshütte, und ihr Dienst soll geschehen unter der
Leitung Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters.
Die Söhne Merari nach ihren Geschlechtern und
Sippen sollst du auch bestellen,
von dreißig Jahren an und darüber bis ins
fünfzigste Jahr, alle, die zum Dienst kommen, daß sie
ihr Amt ausüben an der Stiftshütte.
Dies alles soll ihr Dienst an der Stiftshütte sein,
daß sie tragen die Bretter der Wohnung und ihre Riegel und
Säulen und Füße,
dazu die Säulen um den Vorhof und ihre Füße
und Pflöcke und Seile mit allen ihren Geräten, ganz wie
es ihr Amt erfordert. Und ihr sollt ihnen die einzelnen Geräte
zuweisen, die sie zu tragen haben.
Das sei das Amt der Geschlechter der Söhne Merari,
alles, was sie ausrichten sollen an der Stiftshütte unter
der Leitung Ithamars, des Sohnes Aarons, des Priesters.
Und Mose und Aaron samt den Fürsten der
Gemeinde zählten die Kehathiter nach ihren Geschlechtern und
Sippen,
von dreißig Jahren an und darüber bis ins
fünfzigste, alle, die zum Dienst kamen, daß sie ihr
Amt ausübten an der Stiftshütte.
Und ihre Summe war 2 750.
Das ist die Summe der Geschlechter der Kehathiter, aller,
die zu dienen hatten an der Stiftshütte und die Mose und
Aaron zählten nach dem Wort des HERRN, das durch Mose
ergangen war.
Die Söhne Gerson wurden auch gezählt nach
ihren Geschlechtern und Sippen,
von dreißig Jahren an und darüber bis ins
fünfzigste, alle, die zum Dienst kamen, daß sie ihr
Amt an der Stiftshütte ausübten.
Und ihre Summe war 2 630.
Das ist die Summe der Geschlechter der Söhne Gerson,
aller, die zu dienen hatten an der Stiftshütte und die Mose
und Aaron zählten nach dem Wort des HERRN.
Die Söhne Merari wurden auch gezählt nach
ihren Geschlechtern und Sippen,
von dreißig Jahren an und darüber bis ins
fünfzigste, alle, die zum Dienst kamen, daß sie ihr
Amt an der Stiftshütte ausübten.
Und ihre Summe war 3 200.
Das ist die Summe der Geschlechter der Söhne Merari,
die Mose und Aaron zählten nach dem Wort des HERRN, das
durch Mose ergangen war.
Die Summe aller Leviten, die Mose und Aaron samt
den Fürsten Israels zählten nach ihren Geschlechtern
und Sippen,
von dreißig Jahren an und darüber bis ins
fünfzigste, aller, die zum Dienst kamen, daß sie ihr
Amt ausübten an der Stiftshütte und Lasten trügen,
war 8 580.
Sie wurden bestellt nach dem Wort des HERRN, das durch
Mose ergangen war, ein jeder zu seinem Amt und seiner Traglast,
wie der HERR es Mose geboten hatte.
Verfahren bei Unreinheit, bei Versündigung und bei
Verdacht von Ehebruch
Kapitel 5
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Gebiete den Kindern Israel, daß sie aus dem Lager
schicken alle Aussätzigen und alle, die Eiterfluß
haben und die an Toten unrein geworden sind.
Männer wie Frauen sollt ihr hinausschicken vor das
Lager, daß sie nicht das Lager unrein machen, darin ich
unter euch wohne.
Und die Kinder Israel taten so und schickten sie hinaus
vor das Lager, wie der HERR zu Mose geredet hatte.
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Sage den Kindern Israel: Wenn ein Mann oder eine Frau
irgendeine Sünde gegen einen Menschen tut und sich damit an
dem HERRN versündigt, so liegt eine Schuld auf ihnen.
Und sie sollen ihre Sünde bekennen, die sie getan
haben, und sollen ihre Schuld voll erstatten und darüber
hinaus den fünften Teil dazutun und dem geben, an dem sie
sich verschuldet haben.
Ist aber niemand da, dem man's erstatten kann, so soll
man's dem HERRN geben für den Priester zusammen mit dem
Widder der Versöhnung, mit dem der Priester für ihn die
Sühnung vollzieht.
Desgleichen sollen alle Abgaben von allen heiligen Gaben
der Kinder Israel, die sie dem Priester bringen, dem Priester
gehören.
Und was jemand heiligt, das soll auch dem Priester
gehören; und was jemand dem Priester gibt, das soll ihm auch
gehören.
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn
irgendeines Mannes Frau ihm untreu wird und sich an ihm
versündigt
und jemand bei ihr liegt und es bliebe dem Mann verborgen
und es würde nicht entdeckt, daß sie unrein geworden
ist, und es ist kein Zeuge wider sie da, denn sie ist nicht dabei
ergriffen worden,
und der Geist der Eifersucht kommt über ihn, daß
er auf seine Frau eifersüchtig wird, sie sei unrein oder
nicht unrein:
so soll der Mann sie zum Priester bringen und ein Opfer
ihretwegen darbringen, ein Zehntel Scheffel Gerstenmehl, und er
soll kein Öl darauf gießen noch Weihrauch darauf tun.
Denn es ist ein Eifersuchtsopfer, ein Erinnerungsopfer, das
Schuld ans Licht bringt.
Und der Priester soll sie heranführen und vor den
HERRN stellen
und heiliges Wasser nehmen in ein irdenes Gefäß
und Staub vom Boden der Stiftshütte ins Wasser tun.
Und er soll die Frau vor den HERRN stellen und ihr
Haupthaar lösen und das Erinnerungsopfer, das ein
Eifersuchtsopfer ist, auf ihre Hand legen. Und der Priester soll
in seiner Hand das bittere, fluchbringende Wasser haben
und soll die Frau beschwören und zu ihr sagen: Hat
kein Mann bei dir gelegen und bist du deinem Mann nicht untreu
geworden, daß du dich unrein gemacht hast, so soll dir dies
bittere, fluchbringende Wasser nicht schaden.
Wenn du aber deinem Mann untreu geworden bist, daß
du unrein wurdest, und hat jemand bei dir gelegen außer
deinem Mann, -
so soll der Priester mit einem Verwünschungsschwur
die Frau beschwören und zu ihr sagen: Der HERR mache deinen
Namen zum Fluch und zur Verwünschung unter deinem Volk,
dadurch daß der HERR deine Hüfte schwinden und deinen
Bauch schwellen läßt!
So gehe nun das fluchbringende Wasser in deinen Leib, daß
dein Bauch schwelle und deine Hüfte schwinde! Und die Frau
soll sagen: Amen! Amen!
Dann soll der Priester diese Flüche auf einen Zettel
schreiben und mit dem bitteren Wasser abwaschen
und soll der Frau von dem bitteren, fluchbringenden Wasser
zu trinken geben. Und wenn das fluchbringende, bittere Wasser in
sie gegangen ist,
soll der Priester von ihrer Hand das Eifersuchtsopfer
nehmen und als Speisopfer vor dem HERRN schwingen und auf dem
Altar opfern, nämlich:
er soll eine Handvoll vom Speisopfer nehmen als
Gedenkopfer und es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen und
danach der Frau das Wasser zu trinken geben.
Und wenn sie das Wasser getrunken hat und unrein ist und
sich an ihrem Mann versündigt hat, so wird das
fluchbringende Wasser in sie gehen und ihr zum Verderben werden,
daß ihr der Bauch schwellen und die Hüfte schwinden
wird, und es wird die Frau zum Fluch werden unter ihrem Volk.
Hat sich aber eine solche Frau nicht unrein gemacht,
sondern ist sie rein, so wird's ihr nicht schaden, und sie kann
schwanger werden.
Das also ist das Eifersuchtsgesetz: Wenn eine Frau
ihrem Mann untreu ist und unrein wird
oder wenn der Geist der Eifersucht über einen Mann
kommt und er auf seine Frau eifersüchtig wird, so stelle er
sie vor den HERRN, und der Priester tue mit ihr alles nach diesem
Gesetz.
Und der Mann soll frei sein von Schuld; aber die Frau soll
ihre Schuld tragen.
Das Gesetz über die Gottgeweihten
Kapitel 6
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn jemand,
Mann oder Frau, das besondere Gelübde tut, sich dem HERRN zu
weihen,
so soll er sich des Weins und starken Getränkes
enthalten; Würzwein und starken Würztrank soll er auch
nicht trinken, auch nichts, was aus Weinbeeren gemacht wird; er
soll weder frische noch gedörrte Weinbeeren essen.
Solange sein Gelübde währt, soll er nichts
essen, was man vom Weinstock nimmt, von den unreifen bis zu den
überreifen Trauben.
Solange die Zeit seines Gelübdes währt, soll
kein Schermesser über sein Haupt fahren. Bis die Zeit um
ist, für die er sich dem HERRN geweiht hat, ist er heilig
und soll das Haar auf seinem Haupt frei wachsen lassen.
Während der ganzen Zeit, für die er sich dem
HERRN geweiht hat, soll er zu keinem Toten gehen.
Er soll sich auch nicht unrein machen beim Tode seines
Vaters, seiner Mutter, seines Bruders oder seiner Schwester; denn
das Gelübde seines Gottes ist auf seinem Haupt.
Während der ganzen Zeit seines Gelübdes soll er
dem HERRN heilig sein.
Wenn aber jemand neben ihm plötzlich stirbt und
dadurch sein geweihtes Haupt unrein wird, so soll er sein Haupt
scheren an dem Tage, da er wieder rein wird, das ist am siebenten
Tage.
Und am achten Tage soll er zwei Turteltauben oder zwei
andere Tauben zum Priester bringen vor die Tür der
Stiftshütte.
Und der Priester soll die eine als Sündopfer und die
andere als Brandopfer darbringen und ihn entsühnen, weil er
sich an einem Toten verunreinigt und dadurch versündigt hat.
Dann soll er sein Haupt an demselben Tage von neuem heiligen,
daß er sich dem HERRN weihe für die Zeit seines
Gelübdes. Und er soll ein einjähriges Schaf bringen als
Schuldopfer. Aber die vorigen Tage sollen umsonst gewesen sein,
weil sein geweihtes Haupt unrein geworden war.
Dies ist das Gesetz des Gottgeweihten: Wenn die
Zeit seines Gelübdes um ist, so soll man ihn vor die Tür
der Stiftshütte führen.
Und er soll dem HERRN sein Opfer bringen, ein einjähriges
Schaf ohne Fehler als Brandopfer und ein einjähriges Schaf
ohne Fehler als Sündopfer und einen Widder ohne Fehler als
Dankopfer
und einen Korb mit ungesäuerten Kuchen von feinstem
Mehl, mit Öl vermengt, und ungesäuerte Fladen, mit Öl
bestrichen, und was dazu gehört an Speisopfern und
Trankopfern.
Und der Priester soll's vor den HERRN bringen und soll
sein Sündopfer und sein Brandopfer zurichten.
Und den Widder soll er dem HERRN als Dankopfer zurichten
samt dem Korbe mit dem ungesäuerten Brot und soll auch sein
Speisopfer und sein Trankopfer darbringen.
Und der Geweihte soll sein geweihtes Haupt scheren vor der
Tür der Stiftshütte und soll sein geweihtes Haupthaar
nehmen und aufs Feuer werfen, das unter dem Dankopfer brennt.
Und der Priester soll eine gekochte Vorderkeule von dem
Widder nehmen und einen ungesäuerten Kuchen aus dem Korbe
und einen ungesäuerten Fladen und soll's dem Geweihten auf
seine Hände legen, nachdem er sein geweihtes Haar
abgeschoren hat.
Und der Priester soll's vor dem HERRN schwingen. Das ist
der heilige Anteil für den Priester samt der Brust des
Schwingopfers und der Keule des Hebopfers. Danach darf der
Geweihte Wein trinken.
Das ist das Gesetz des Gottgeweihten, der sein
Opfer dem HERRN gelobt hat, wegen seines Gelübdes, abgesehen
von dem, was er sonst noch vermag. Wie er gelobt hat, soll er tun
nach dem Gesetz seines Gelübdes.
Der priesterliche Segen
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr
sagen zu den Kindern Israel, wenn ihr sie segnet:
Der HERR segne dich und behüte dich;
der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig;
der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe
dir Frieden.
Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen,
daß ich sie segne.
Weihegaben der Stammesfürsten zur Einweihung der
Stiftshütte
Kapitel 7
Und als Mose die Wohnung aufgerichtet und sie gesalbt und
geheiligt hatte mit all ihrem Gerät, dazu auch den Altar mit
all seinem Gerät gesalbt und geheiligt hatte,
da opferten die Fürsten Israels, die Häupter
waren in ihren Sippen; denn sie waren die Fürsten unter den
Stämmen und standen über denen, die gezählt waren.
Und sie brachten ihre Gabe vor den HERRN: sechs bedeckte
Wagen und zwölf Rinder, je einen Wagen für zwei Fürsten
und je einen Stier für einen Fürsten, und sie brachten
sie vor die Wohnung.
Und der HERR sprach zu Mose:
Nimm's von ihnen für den Dienst an der Stiftshütte
und gib's den Leviten, einem jeden für seinen Dienst.
Da nahm Mose die Wagen und Rinder und gab sie den Leviten.
Zwei Wagen und vier Rinder gab er den Söhnen Gerson
für ihren Dienst.
Und vier Wagen und acht Rinder gab er den Söhnen
Merari für ihren Dienst unter der Leitung Ithamars, des
Sohnes Aarons, des Priesters.
Den Söhnen Kehath aber gab er nichts, weil sie den
Dienst am Heiligtum hatten und es auf ihren Schultern tragen
mußten.
Und die Fürsten opferten zur Einweihung des
Altars an dem Tage, da er gesalbt wurde, und opferten ihre Gabe
vor dem Altar.
Und der HERR sprach zu Mose: Laß an jedem Tag je
einen Fürsten sein Opfer bringen zur Einweihung des Altars.
Am ersten Tage opferte seine Gabe Nachschon, der Sohn
Amminadabs, vom Stamme Juda.
Und seine Gabe war eine silberne Schüssel,
hundertdreißig Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig
Lot schwer nach dem Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem
Mehl, mit Öl vermengt, zum Speisopfer,
dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll
Räucherwerk,
ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf
zum Brandopfer,
ein Ziegenbock zum Sündopfer,
und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf
Böcke und fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe
Nachschons, des Sohnes Amminadabs.
Am zweiten Tage opferte Nathanael, der Sohn Zuars,
der Fürst Isaschars.
Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem
Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl
vermengt, zum Speisopfer,
dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll
Räucherwerk,
ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf
zum Brandopfer,
ein Ziegenbock zum Sündopfer,
und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf
Böcke und fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe
Nathanaels, des Sohnes Zuars.
Am dritten Tage der Fürst der Kinder Sebulon,
Eliab, der Sohn Helons.
Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem
Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl
vermengt, zum Speisopfer,
dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll
Räucherwerk,
ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf
zum Brandopfer,
ein Ziegenbock zum Sündopfer,
und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf
Böcke und fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe
Eliabs, des Sohnes Helons.
Am vierten Tage der Fürst der Kinder Ruben,
Elizur, der Sohn Schedëurs.
Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem
Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl
vermengt, zum Speisopfer,
dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll
Räucherwerk,
ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf
zum Brandopfer,
ein Ziegenbock zum Sündopfer,
und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf
Böcke und fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe
Elizurs, des Sohnes Schedëurs.
Am fünften Tage der Fürst der Kinder
Simeon, Schelumiël, der Sohn Zurischaddais.
Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem
Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl
vermengt, zum Speisopfer,
dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll
Räucherwerk,
ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf
zum Brandopfer,
ein Ziegenbock zum Sündopfer,
und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf
Böcke und fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe
Schelumiëls, des Sohnes Zurischaddais.
Am sechsten Tage der Fürst der Kinder Gad,
Eljasaph, der Sohn Deguëls.
Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem
Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl
vermengt, zum Speisopfer,
dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll
Räucherwerk,
ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf
zum Brandopfer,
ein Ziegenbock zum Sündopfer,
und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf
Böcke, fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe
Eljasaphs, des Sohnes Deguëls.
Am siebenten Tage der Fürst der Kinder
Ephraim, Elischama, der Sohn Ammihuds.
Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem
Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl
vermengt, zum Speisopfer,
dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll
Räucherwerk,
ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf
zum Brandopfer,
ein Ziegenbock zum Sündopfer,
und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf
Böcke, fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe
Elischamas, des Sohnes Ammihuds.
Am achten Tage der Fürst der Kinder Manasse,
Gamliël, der Sohn Pedazurs.
Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem
Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl
vermengt, zum Speisopfer,
dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll
Räucherwerk,
ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf
zum Brandopfer,
ein Ziegenbock zum Sündopfer,
und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf
Böcke, fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe
Gamliëls, des Sohnes Pedazurs.
Am neunten Tage der Fürst der Kinder Benjamin,
Abidan, der Sohn des Gideoni.
Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem
Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl
vermengt, zum Speisopfer,
dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll
Räucherwerk,
ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf
zum Brandopfer,
ein Ziegenbock zum Sündopfer,
und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf
Böcke, fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe
Abidans, des Sohnes des Gideoni.
Am zehnten Tage der Fürst der Kinder Dan,
Ahiëser, der Sohn Ammischaddais.
Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem
Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl
vermengt, zum Speisopfer,
dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll
Räucherwerk,
ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf
zum Brandopfer,
ein Ziegenbock zum Sündopfer,
und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf
Böcke, fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe
Ahiësers, des Sohnes Ammischaddais.
Am elften Tage der Fürst der Kinder Asser,
Pagiël, der Sohn Ochrans.
Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem
Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl
vermengt, zum Speisopfer,
dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll
Räucherwerk,
ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf
zum Brandopfer,
ein Ziegenbock zum Sündopfer,
und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf
Böcke, fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe
Pagiëls, des Sohnes Ochrans.
Am zwölften Tage der Fürst der Kinder
Naphthali, Ahira, der Sohn Enans.
Seine Gabe war eine silberne Schüssel, hundertdreißig
Lot schwer, eine silberne Schale, siebzig Lot schwer nach dem
Gewicht des Heiligtums, beide voll feinstem Mehl, mit Öl
vermengt, zum Speisopfer,
dazu ein goldener Löffel, zehn Lot schwer, voll
Räucherwerk,
ein junger Stier, ein Widder, ein einjähriges Schaf
zum Brandopfer,
ein Ziegenbock zum Sündopfer,
und zum Dankopfer zwei Rinder, fünf Widder, fünf
Böcke, fünf einjährige Schafe. Das ist die Gabe
Ahiras, des Sohnes Enans.
Das war die Gabe der Fürsten Israels zur
Einweihung des Altars zur Zeit, da er gesalbt wurde: zwölf
silberne Schüsseln, zwölf silberne Schalen, zwölf
goldene Löffel,
jede Schüssel hundertdreißig Lot Silber und
jede Schale siebzig Lot schwer. Die Summe des Silbers aller
Gefäße betrug zweitausendvierhundert Lot nach dem
Gewicht des Heiligtums.
Und von den zwölf goldenen Löffeln voll
Räucherwerk hatte jeder zehn Lot nach dem Gewicht des
Heiligtums, so daß die Summe des Goldes der Löffel
hundertzwanzig Lot betrug.
Die Summe der Tiere zum Brandopfer war zwölf junge
Stiere, zwölf Widder, zwölf einjährige Schafe samt
ihren Speisopfern und zwölf Ziegenböcke zum Sündopfer.
Und die Summe der Tiere zum Dankopfer war vierundzwanzig
junge Stiere, sechzig Widder, sechzig Böcke, sechzig
einjährige Schafe. Das war die Einweihung des Altars, als er
gesalbt wurde.
Und als Mose in die Stiftshütte ging, um mit
Ihm zu reden, da hörte er die Stimme zu sich reden von dem
Gnadenthron, der auf der Lade mit dem Gesetz war, zwischen den
beiden Cherubim; und Er redete zu ihm.
Von dem goldenen Leuchter
Kapitel 8
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Rede mit Aaron und sprich zu ihm: Wenn du die Lampen
aufsetzt, sollst du sie so setzen, daß sie alle sieben von
dem Leuchter nach vorwärts scheinen.
Und Aaron tat so und setzte die Lampen auf, daß sie
von dem Leuchter nach vorwärts schienen, wie der HERR es
Mose geboten hatte.
Der Leuchter aber war getriebenes Gold, sein Schaft und
seine Blumen. Nach dem Bild, das der HERR dem Mose gezeigt hatte,
machte er den Leuchter.
Weihe der Leviten
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Nimm aus den Kindern Israel die Leviten und reinige sie.
So sollst du aber mit ihnen tun, wenn du sie reinigst: Du
sollst Wasser zur Entsündigung auf sie sprengen, und sie
sollen alle ihre Haare ganz abscheren und ihre Kleider waschen
und sich so reinigen.
Dann sollen sie einen jungen Stier nehmen und dazu als
Speisopfer feinstes Mehl, mit Öl vermengt. Und einen andern
jungen Stier sollst du zum Sündopfer nehmen
und sollst die Leviten vor die Stiftshütte bringen
und die ganze Gemeinde der Kinder Israel versammeln
und die Leviten vor den HERRN bringen. Und die Kinder
Israel sollen ihre Hände auf die Leviten legen,
und Aaron soll die Leviten vor dem HERRN darbringen als
Schwingopfer von den Kindern Israel, damit sie den Dienst des
HERRN versehen können.
Und die Leviten sollen ihre Hände auf den Kopf der
jungen Stiere legen, und der eine soll zum Sündopfer, der
andere zum Brandopfer dem HERRN dargebracht werden, um für
die Leviten Sühne zu schaffen.
Und du sollst die Leviten vor Aaron und seine Söhne
stellen und dem HERRN als Schwingopfer darbringen
und sollst so die Leviten absondern von den Kindern
Israel, daß sie mir gehören.
Danach sollen sie hingehen, um ihr Amt an der Stiftshütte
auszuüben. So sollst du sie reinigen und als Schwingopfer
darbringen;
denn sie sind mir als Gabe übergeben aus der Mitte
der Kinder Israel, und ich habe sie mir genommen statt allem, was
zuerst den Mutterschoß durchbricht, nämlich statt der
Erstgeburt aller Kinder Israel.
Denn alle Erstgeburt unter den Kindern Israel gehört
mir, von Menschen und Vieh. An dem Tage, da ich alle Erstgeburt
in Ägyptenland schlug, heiligte ich sie mir
und nahm die Leviten statt aller Erstgeburt unter den
Kindern Israel
und gab sie aus der Mitte der Kinder Israel zur Gabe Aaron
und seinen Söhnen, daß sie das Amt ausüben
sollten für die Kinder Israel an der Stiftshütte und
für die Kinder Israel Sühne schaffen, damit es nicht
unter den Kindern Israel eine Plage gäbe, wenn sie sich zum
Heiligtum nahen wollten.
Mose und Aaron samt der ganzen Gemeinde der Kinder
Israel taten mit den Leviten alles, wie der HERR es Mose geboten
hatte.
Und die Leviten entsündigten sich und wuschen ihre
Kleider, und Aaron brachte die Leviten vor dem HERRN als
Schwingopfer dar und schaffte für sie Sühne, daß
sie rein wurden.
Danach gingen sie hin, um an der Stiftshütte ihr Amt
auszuüben vor Aaron und seinen Söhnen. Wie der HERR es
Mose geboten hatte über die Leviten, so taten sie mit ihnen.
Dienstalter der Leviten
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Das ist's, was für die Leviten gilt: Von
fünfundzwanzig Jahren an und darüber sollen sie zum
Dienst kommen und ihr Amt ausüben an der Stiftshütte,
aber von dem fünfzigsten Jahr an sollen sie frei sein
vom Amt und sollen nicht mehr dienen,
sondern nur ihren Brüdern helfen beim Dienst an der
Stiftshütte; das Amt aber sollen sie nicht mehr ausüben.
So sollst du mit den Leviten tun, daß ein jeder seinen
Dienst versehe.
Vorschriften für die Passafeier
Kapitel 9
Und der HERR redete mit Mose in der Wüste Sinai im
zweiten Jahr, nachdem sie aus Ägyptenland gezogen waren, im
ersten Monat und sprach:
Laß die Kinder Israel Passa halten zur festgesetzten
Zeit;
am vierzehnten Tage dieses Monats gegen Abend zur
festgesetzten Zeit sollt ihr es halten nach all seinen Satzungen
und Ordnungen.
Und Mose redete mit den Kindern Israel, daß
sie das Passa hielten.
Und sie hielten Passa am vierzehnten Tage des ersten
Monats gegen Abend in der Wüste Sinai; ganz, wie der HERR es
Mose geboten hatte, so taten die Kinder Israel.
Da waren einige Männer unrein geworden an
einem toten Menschen, so daß sie nicht Passa halten konnten
an diesem Tage. Die traten vor Mose und Aaron am gleichen Tage
und sprachen zu ihm: Wir sind unrein geworden an einem
toten Menschen. Warum sollen wir zurückstehen, daß wir
unsere Gabe dem HERRN nicht bringen dürfen zur festgesetzten
Zeit mit den Kindern Israel?
Mose sprach zu ihnen: Wartet, ich will hören, was
euch der HERR gebietet.
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Sage den Kindern Israel: Wenn jemand unter euch oder unter
euren Nachkommen unrein geworden ist an einem Toten oder auf
einer weiten Reise ist, so soll er dennoch dem HERRN Passa
halten,
aber erst im zweiten Monat am vierzehnten Tage gegen
Abend, und soll es mit ungesäuertem Brot und bitteren
Kräutern essen.
Und sie sollen nichts davon übriglassen bis zum
Morgen, auch keinen Knochen davon zerbrechen und sollen's ganz
nach der Ordnung des Passa halten.
Wer aber rein ist und wer nicht auf einer Reise ist und
unterläßt es, das Passa zu halten, der soll
ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er seine Gabe nicht zur
festgesetzten Zeit dem HERRN gebracht hat. Er soll seine Sünde
tragen.
Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt und auch dem HERRN
Passa halten will, so soll er's halten nach der Satzung und der
Ordnung des Passa. Einerlei Satzung soll bei euch sein für
den Fremdling wie für den Einheimischen.
Die Wolken- und Feuersäule über der Stiftshütte
Und an dem Tage, da die Wohnung aufgerichtet wurde,
bedeckte eine Wolke die Wohnung, die Hütte des Gesetzes, und
vom Abend bis zum Morgen stand sie über der Wohnung wie ein
feuriger Schein.
So geschah es die ganze Zeit, daß die Wolke sie
bedeckte und bei Nacht ein feuriger Schein.
Sooft sich aber die Wolke von dem Zelt erhob, brachen die
Kinder Israel auf; und wo die Wolke sich niederließ, da
lagerten sich die Kinder Israel.
Nach dem Wort des HERRN brachen sie auf, und nach seinem
Wort lagerten sie sich. Solange die Wolke auf der Wohnung blieb,
so lange lagerten sie.
Und wenn die Wolke viele Tage stehenblieb über der
Wohnung, so beachteten die Kinder Israel die Weisung des HERRN
und zogen nicht weiter.
Und wenn die Wolke auf der Wohnung nur wenige Tage blieb,
so lagerten sie sich nach dem Wort des HERRN und brachen auf nach
dem Wort des HERRN.
Wenn die Wolke da war vom Abend bis zum Morgen und sich
dann erhob, so zogen sie weiter; oder wenn sie sich bei Tage oder
bei Nacht erhob, so brachen sie auch auf.
Wenn sie aber zwei Tage oder einen Monat oder noch länger
auf der Wohnung blieb, so lagerten die Kinder Israel und zogen
nicht weiter; und wenn sie sich dann erhob, so brachen sie auf.
Denn nach des HERRN Befehl lagerten sie sich, und nach des
HERRN Befehl brachen sie auf und beachteten so die Weisung des
HERRN, wie er sie durch Mose geboten hatte.
Vom Blasen der Trompeten
Kapitel 10
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Mache dir zwei Trompeten von getriebenem Silber und
gebrauche sie, um die Gemeinde zusammenzurufen und wenn das Heer
aufbrechen soll.
Wenn man mit beiden bläst, soll sich bei dir
versammeln die ganze Gemeinde vor der Tür der Stiftshütte.
Wenn man nur mit einer bläst, so sollen sich bei dir
versammeln die Fürsten, die Häupter über die
Tausende in Israel.
Wenn ihr aber laut trompetet, so sollen die Lager
aufbrechen, die nach Osten zu liegen.
Und wenn ihr zum zweiten Mal laut trompetet, so sollen die
Lager aufbrechen, die nach Süden zu liegen. Denn wenn sie
weiterziehen sollen, so sollt ihr laut trompeten.
Wenn aber die Gemeinde zu versammeln ist, sollt ihr nur
blasen und nicht laut trompeten.
Es sollen aber blasen mit den Trompeten die Söhne
Aarons, die Priester; und das soll eine ewige Ordnung sein für
euch und eure Nachkommen.
Wenn ihr in den Krieg zieht in eurem Lande gegen
eure Feinde, die euch bedrängen, so sollt ihr laut trompeten
mit den Trompeten, daß euer gedacht werde vor dem HERRN,
eurem Gott, und ihr errettet werdet vor euren Feinden.
Desgleichen, wenn ihr fröhlich seid an euren Festen
und an euren Neumonden, sollt ihr mit den Trompeten blasen bei
euren Brandopfern und Dankopfern, damit euer Gott an euch denke.
Ich bin der HERR, euer Gott.
Aufbruch des Volkes vom Sinai
Am zwanzigsten Tage im zweiten
Monat des zweiten Jahres erhob sich die Wolke von der Wohnung des
Gesetzes.
Und die Kinder Israel brachen
auf aus der Wüste Sinai, und die Wolke machte Halt in der
Wüste Paran.
So brachen sie zum ersten Male
auf nach dem Wort des HERRN durch Mose,
nämlich das Banner des
Lagers der Söhne Juda brach zuerst auf, Heerschar nach
Heerschar, und über ihr Heer gebot Nachschon, der Sohn
Amminadabs.
Und über das Heer des
Stammes der Söhne Isaschar gebot Nathanael, der Sohn Zuars.
Und über das Heer des
Stammes der Söhne Sebulon gebot Eliab, der Sohn Helons.
Dann zerlegte man die
Wohnung, und es brachen auf die Söhne Gerson und Merari und
trugen die Wohnung.
Danach brach auf das Banner
des Lagers Ruben, Heerschar nach Heerschar, und über ihr
Heer gebot Elizur, der Sohn Schedëurs.
Und über das Heer des
Stammes der Söhne Simeon gebot Schelumiël, der Sohn
Zurischaddais,
und Eljasaph, der Sohn
Deguëls, über das Heer des Stammes der Söhne Gad.
Dann brachen auf die
Kehathiter und trugen die heiligen Geräte; und man richtete
die Wohnung auf, bis diese nachkamen.
Danach brach auf das Banner
des Lagers der Söhne Ephraim, Heerschar nach Heerschar, und
über ihr Heer gebot Elischama, der Sohn Ammihuds,
und Gamliël, der Sohn
Pedazurs, über das Heer des Stammes der Söhne Manasse,
und Abidan, der Sohn des
Gideoni, über das Heer des Stammes der Söhne Benjamin.
Danach brach auf das Banner
des Lagers der Söhne Dan als letztes aller Lager, Heerschar
nach Heerschar, und Ahiëser, der Sohn Ammischaddais, gebot
über ihr Heer,
und Pagiël, der Sohn Ochrans, über das Heer des
Stammes der Söhne Asser,
und Ahira, der Sohn Enans, über das Heer des Stammes
der Söhne Naphthali.
So brachen die Kinder Israel auf, Heerschar nach
Heerschar.
Und Mose sprach zu seinem Schwager Hobab, dem Sohn
Reguëls, aus Midian: Wir ziehen dahin in das Land, von dem
der HERR gesagt hat: «Ich
will es euch geben.»
Komm nun mit uns, so wollen wir Gutes an dir tun, denn der HERR
hat Israel Gutes zugesagt.
Er aber antwortete: Ich will nicht mit euch, sondern in
mein Land zu meiner Verwandtschaft ziehen.
Mose sprach: Verlaß uns doch nicht, denn du weißt,
wo wir in der Wüste uns lagern sollen, und du sollst unser
Auge sein.
Und wenn du mit uns ziehst – was der HERR Gutes an
uns tut, das wollen wir an dir tun.
So zogen sie von dem Berge des HERRN drei
Tagereisen weit, und die Lade des Bundes des HERRN zog vor ihnen
her die drei Tagereisen, um ihnen zu zeigen, wo sie ruhen
sollten.
Und die Wolke des HERRN war bei Tage über ihnen, wenn
sie aus dem Lager zogen.
Und wenn die Lade aufbrach, so sprach Mose: HERR,
steh auf! Laß deine Feinde zerstreut werden und alle, die
dich hassen, flüchtig werden vor dir!
Und wenn sie sich niederließ, so sprach er: Komm
wieder, HERR, zu der Menge der Tausende in Israel!
Mose erhält Beistand. Das murrende Volk wird gestraft
Kapitel 11
Und das Volk klagte vor den Ohren des HERRN, daß es
ihm schlecht gehe. Und als es der HERR hörte, entbrannte
sein Zorn, und das Feuer des HERRN loderte auf unter ihnen und
fraß am Rande des Lagers.
Da schrie das Volk zu Mose, und Mose bat den HERRN; da
verschwand das Feuer.
Und man nannte die Stätte Tabera, weil hier das Feuer
des HERRN unter ihnen aufgelodert war.
Das fremde Volk aber unter ihnen war lüstern
geworden. Da fingen auch die Kinder Israel wieder an zu weinen
und sprachen: Wer wird uns Fleisch zu essen geben?
Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst
aßen, und an die Kürbisse, die Melonen, den Lauch, die
Zwiebeln und den Knoblauch.
Nun aber ist unsere Seele matt, denn unsere Augen sehen
nichts als das Manna.
Es war aber das Manna wie Koriandersamen und anzusehen wie
Bedolachharz.
Und das Volk lief hin und her und sammelte und zerrieb es
mit Mühlen oder zerstieß es in Mörsern und kochte
es in Töpfen und machte sich Kuchen daraus; und es hatte
einen Geschmack wie Ölkuchen.
Und wenn bei Nacht der Tau über das Lager fiel, so
fiel das Manna mit darauf.
Als nun Mose das Volk weinen hörte, alle
Geschlechter miteinander, einen jeden in der Tür seines
Zeltes, da entbrannte der Zorn des HERRN sehr. Und auch Mose
verdroß es.
Und Mose sprach zu dem HERRN: Warum bekümmerst du
deinen Knecht? Und warum finde ich keine Gnade vor deinen Augen,
daß du die Last dieses ganzen Volks auf mich legst?
Hab ich denn all das Volk empfangen oder geboren, daß
du zu mir sagen könntest: Trag es in deinen Armen, wie eine
Amme ein Kind trägt, in das Land, das du ihren Vätern
zugeschworen hast?
Woher soll ich Fleisch nehmen, um es all diesem Volk zu
geben? Sie weinen vor mir und sprechen: Gib uns Fleisch zu essen.
Ich vermag all das Volk nicht allein zu tragen, denn es
ist mir zu schwer.
Willst du aber doch so mit mir tun, so töte mich
lieber, wenn anders ich Gnade vor deinen Augen gefunden habe,
damit ich nicht mein Unglück sehen muß.
Und der HERR sprach zu Mose: Sammle mir siebzig
Männer unter den Ältesten Israels, von denen du weißt,
daß sie Älteste im Volk und seine Amtleute sind, und
bringe sie vor die Stiftshütte und stelle sie dort vor dich,
so will ich herniederkommen und dort mit dir reden und von
deinem Geist, der auf dir ist, nehmen und auf sie legen, damit
sie mit dir die Last des Volks tragen und du nicht allein tragen
mußt.
Und zum Volk sollst du sagen: Heiligt euch für
morgen, so sollt ihr Fleisch zu essen haben; denn euer Weinen ist
vor die Ohren des HERRN gekommen, die ihr sprecht: «Wer
gibt uns Fleisch zu essen? Denn es ging uns gut in Ägypten.»
Darum wird euch der HERR Fleisch zu essen geben,
nicht nur einen Tag, nicht zwei, nicht fünf, nicht
zehn, nicht zwanzig Tage lang,
sondern einen Monat lang, bis ihr's nicht mehr riechen
könnt und es euch zum Ekel wird, weil ihr den HERRN
verworfen habt, der unter euch ist, und weil ihr vor ihm geweint
und gesagt habt: Warum sind wir aus Ägypten gegangen?
Und Mose sprach: Sechshunderttausend Mann Fußvolk
sind es, mit denen ich lebe, und du sprichst: Ich will ihnen
Fleisch geben, daß sie einen Monat lang zu essen haben.
Kann man so viele Schafe und Rinder schlachten, daß
es für sie genug sei? Oder kann man alle Fische des Meeres
einfangen, daß es für sie genug sei?
Der HERR aber sprach zu Mose: Ist denn die Hand des HERRN
zu kurz? Aber du sollst jetzt sehen, ob sich dir mein Wort
erfüllt oder nicht.
Und Mose ging heraus und sagte dem Volk die Worte
des HERRN und versammelte siebzig Männer aus den Ältesten
des Volks und stellte sie rings um die Stiftshütte.
Da kam der HERR hernieder in der Wolke und redete mit ihm
und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die
siebzig Ältesten. Und als der Geist auf ihnen ruhte,
gerieten sie in Verzückung wie Propheten und hörten
nicht auf.
Es waren aber noch zwei Männer im Lager
geblieben; der eine hieß Eldad, der andere Medad. Und der
Geist kam über sie, denn sie waren auch aufgeschrieben,
jedoch nicht hinausgegangen zu der Stiftshütte, und sie
gerieten in Verzückung im Lager.
Da lief ein junger Mann hin und sagte es Mose und sprach:
Eldad und Medad sind in Verzückung im Lager.
Da antwortete Josua, der Sohn Nuns, der dem Mose diente
von seiner Jugend an, und sprach: Mose, mein Herr, wehre ihnen!
Aber Mose sprach zu ihm: Eiferst du um meinetwillen?
Wollte Gott, daß alle im Volk des HERRN Propheten wären
und der HERR seinen Geist über sie kommen ließe!
Darauf kehrte Mose zum Lager zurück mit den Ältesten
Israels.
Da erhob sich ein Wind, vom HERRN gesandt, und ließ
Wachteln kommen vom Meer und ließ sie auf das Lager fallen,
eine Tagereise weit rings um das Lager, zwei Ellen hoch auf der
Erde.
Da machte sich das Volk auf und sammelte Wachteln diesen
ganzen Tag und die ganze Nacht und den andern ganzen Tag; und wer
am wenigsten sammelte, der sammelte hundert Scheffel. Und sie
breiteten sie rings um das Lager aus, um sie zu dörren.
Als aber das Fleisch noch zwischen ihren Zähnen war
und ehe es ganz aufgebraucht war, da entbrannte der Zorn des
HERRN gegen das Volk, und er schlug sie mit einer sehr großen
Plage.
Daher heißt die Stätte «Lustgräber»,
weil man dort das lüsterne Volk begrub.
Von den «Lustgräbern» aber zog das Volk
weiter nach Hazeroth, und sie blieben in Hazeroth.
Mirjam wird aussätzig
Kapitel 12
Da redeten Mirjam und Aaron gegen Mose um seiner Frau
willen, der Kuschiterin, die er genommen hatte. Er hatte sich
nämlich eine kuschitische Frau genommen.
Und sie sprachen: Redet denn der HERR allein durch Mose?
Redet er nicht auch durch uns? Und der HERR hörte es.
Aber Mose war ein sehr demütiger Mensch, mehr als
alle Menschen auf Erden.
Und sogleich sprach der HERR zu Mose und zu Aaron und zu
Mirjam: Geht hinaus, ihr drei, zu der Stiftshütte! Und sie
gingen alle drei hinaus.
Da kam der HERR hernieder in der Wolkensäule und trat
in die Tür der Stiftshütte und rief Aaron und Mirjam,
und die gingen beide hin.
Und er sprach: Hört meine Worte: Ist jemand unter
euch ein Prophet des HERRN, dem will ich mich kundmachen in
Gesichten oder will mit ihm reden in Träumen.
Aber so steht es nicht mit meinem Knecht Mose; ihm ist
mein ganzes Haus anvertraut.
Von Mund zu Mund rede ich mit ihm, nicht durch dunkle
Worte oder Gleichnisse, und er sieht den HERRN in seiner Gestalt.
Warum habt ihr euch denn nicht gefürchtet, gegen meinen
Knecht Mose zu reden?
Und der Zorn des HERRN entbrannte gegen sie, und er wandte
sich weg;
auch wich die Wolke von der Stiftshütte. Und siehe,
da war Mirjam aussätzig wie Schnee. Und Aaron wandte sich zu
Mirjam und wird gewahr, daß sie aussätzig ist,
und sprach zu Mose: Ach, mein Herr, laß die Sünde
nicht auf uns bleiben, mit der wir töricht getan und uns
versündigt haben.
Laß Mirjam nicht sein wie ein Totgeborenes, das von
seiner Mutter Leibe kommt und von dem schon die Hälfte
seines Fleisches geschwunden ist.
Mose aber schrie zu dem HERRN: Ach Gott, heile sie!
Der HERR sprach zu Mose: Wenn ihr Vater ihr ins Angesicht
gespien hätte, würde sie nicht sieben Tage sich
schämen? Laß sie abgesondert sein sieben Tage
außerhalb des Lagers; danach soll sie wieder aufgenommen
werden.
So wurde Mirjam sieben Tage abgesondert außerhalb
des Lagers. Und das Volk zog nicht weiter, bis Mirjam wieder
aufgenommen wurde.
° Danach brach das Volk von Hazeroth auf und lagerte
sich in der Wüste Paran.
Aussendung und Rückkehr der Kundschafter
Kapitel 13
° Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Sende Männer aus, die das Land Kanaan erkunden, das
ich den Kindern Israel geben will, aus jedem Stamm ihrer Väter
je einen Mann, lauter Älteste.
Da entsandte Mose aus der Wüste Paran nach dem Wort
des HERRN lauter Männer, die Häupter waren unter den
Kindern Israel.
Und sie hießen: Schammua, der Sohn Sakkurs, vom
Stamme Ruben;
Schaphat, der Sohn Horis, vom Stamme Simeon;
Kaleb, der Sohn Jephunnes, vom Stamme Juda;
Jigal, der Sohn Josephs, vom Stamme Isaschar;
Hosea, der Sohn Nuns, vom Stamme Ephraim;
Palti, der Sohn Raphus, vom Stamme Benjamin;
Gaddiël, der Sohn Sodis, vom Stamme Sebulon;
Gaddi, der Sohn Susis, vom Stamme Joseph, von Manasse;
Ammiël, der Sohn Gemallis, vom Stamme Dan;
Sethur, der Sohn Michaels, vom Stamme Asser;
Nachbi, der Sohn Wophsis, vom Stamme Naphthali;
Gëuël, der Sohn Machis, vom Stamme Gad.
Das sind die Namen der Männer, die Mose aussandte, um
das Land zu erkunden. Aber Hosea, den Sohn Nuns, nannte Mose
Josua.
Als sie nun Mose aussandte, das Land Kanaan zu
erkunden, sprach er zu ihnen: Zieht da hinauf ins Südland
und geht auf das Gebirge
und seht euch das Land an, wie es ist, und das Volk, das
darin wohnt, ob's stark oder schwach, wenig oder viel ist;
und was es für ein Land ist, darin sie wohnen, ob's
gut oder schlecht ist; und was es für Städte sind, in
denen sie wohnen, ob sie in Zeltdörfern oder festen Städten
wohnen;
und wie der Boden ist, ob fett oder mager und ob Bäume
da sind oder nicht. Seid mutig und bringt mit von den Früchten
des Landes. Es war aber eben um die Zeit der ersten Weintrauben.
Und sie gingen hinauf und erkundeten das Land von
der Wüste Zin bis nach Rehob, von wo man nach Hamath geht.
Sie gingen hinauf ins Südland und kamen bis nach
Hebron; da lebten Ahiman, Scheschai und Talmai, die Söhne
Enaks. Hebron aber war erbaut worden sieben Jahre vor Zoan in
Ägypten.
Und sie kamen bis an den Bach Eschkol und schnitten dort
eine Rebe ab mit einer Weintraube und trugen sie zu zweien
auf einer Stange, dazu auch Granatäpfel und Feigen.
Der Ort heißt Bach Eschkol* nach der Traube, die die
Kinder Israel dort abgeschnitten hatten.
*d.h. Traubenbach.
Und nach vierzig Tagen, als sie das Land erkundet
hatten, kehrten sie um,
gingen hin und kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen
Gemeinde der Kinder Israel in die Wüste Paran nach Kadesch
und brachten ihnen und der ganzen Gemeinde Kunde, wie es stand,
und ließen sie die Früchte des Landes sehen.
Und sie erzählten ihnen und sprachen: Wir sind in das
Land gekommen, in das ihr uns sandtet; es fließt wirklich
Milch und Honig darin, und dies sind seine Früchte.
Aber stark ist das Volk, das darin wohnt, und die Städte
sind befestigt und sehr groß; und wir sahen dort auch Enaks
Söhne.
Es wohnen die Amalekiter im Südland, die Hethiter und
Jebusiter und Amoriter wohnen auf dem Gebirge, die Kanaaniter
aber wohnen am Meer und am Jordan.
Kaleb aber beschwichtigte das Volk, das gegen Mose murrte,
und sprach: Laßt uns hinaufziehen und das Land einnehmen,
denn wir können es überwältigen.
Aber die Männer, die mit ihm hinaufgezogen waren,
sprachen: Wir vermögen nicht hinaufzuziehen gegen dies Volk,
denn sie sind uns zu stark.
Und sie brachten über das Land, das sie erkundet
hatten, ein böses Gerücht auf unter den Kindern Israel
und sprachen: Das Land, durch das wir gegangen sind, um es zu
erkunden, frißt seine Bewohner, und alles Volk, das wir
darin sahen, sind Leute von großer Länge.
Wir sahen dort auch Riesen, Enaks Söhne aus dem
Geschlecht der Riesen, und wir waren in unsern Augen wie
Heuschrecken und waren es auch in ihren Augen.
Kapitel 14
Da fuhr die ganze Gemeinde auf und schrie, und das
Volk weinte die ganze Nacht.
Und alle Kinder Israel murrten gegen Mose und Aaron, und
die ganze Gemeinde sprach zu ihnen: Ach daß wir in
Ägyptenland gestorben wären oder noch in dieser Wüste
stürben!
Warum führt uns der HERR in dies Land, damit wir
durchs Schwert fallen und unsere Frauen und unsere Kinder ein
Raub werden? Ist's nicht besser, wir ziehen wieder nach Ägypten?
Und einer sprach zu dem andern: Laßt uns einen
Hauptmann über uns setzen und wieder nach Ägypten
ziehen!
Mose aber und Aaron fielen auf ihr Angesicht vor der
ganzen Versammlung der Gemeinde der Kinder Israel.
Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes,
die auch das Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider
und sprachen zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel: Das
Land, das wir durchzogen haben, um es zu erkunden, ist sehr gut.
Wenn der HERR uns gnädig ist, so wird er uns in dies
Land bringen und es uns geben, ein Land, darin Milch und Honig
fließt.
Fallt nur nicht ab vom HERRN und fürchtet euch vor
dem Volk dieses Landes nicht, denn wir wollen sie wie Brot
auffressen. Es ist ihr Schutz von ihnen gewichen, der HERR aber
ist mit uns. Fürchtet euch nicht vor ihnen!
Aber das ganze Volk sprach, man sollte sie
steinigen. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN über der
Stiftshütte allen Kindern Israel.
Und der HERR sprach zu Mose: Wie lange lästert mich
dies Volk? Und wie lange wollen sie nicht an mich glauben trotz
all der Zeichen, die ich unter ihnen getan habe?
Ich will sie mit der Pest schlagen und sie vertilgen und
dich zu einem größeren und mächtigeren Volk
machen als dieses.
Mose aber sprach zu dem HERRN: Dann werden's die Ägypter
hören; denn du hast dies Volk mit deiner Kraft aus ihrer
Mitte herausgeführt.
Auch wird man es sagen zu den Bewohnern dieses Landes, die
da gehört haben, daß du, HERR, unter diesem Volk bist,
daß du von Angesicht gesehen wirst und deine Wolke über
ihnen steht und daß du, HERR, vor ihnen hergehst in der
Wolkensäule am Tage und in der Feuersäule bei Nacht.
Würdest du nun dies Volk töten wie einen
Mann, so würden die Völker, die solch ein Gerücht
über dich hören, sagen:
Der HERR vermochte es nicht, dies Volk in das Land zu
bringen, das er ihnen zu geben geschworen hatte; darum hat er sie
hingeschlachtet in der Wüste.
So laß nun deine Kraft, o Herr, groß werden,
wie du gesagt hast:
«Der HERR ist geduldig und von großer
Barmherzigkeit und vergibt Missetat und Übertretung, aber er
läßt niemand ungestraft, sondern sucht heim die
Missetat der Väter an den Kindern bis ins dritte und vierte
Glied.»
So vergib nun die Missetat dieses Volks nach deiner großen
Barmherzigkeit, wie du auch diesem Volk vergeben hast von Ägypten
an bis hierher.
Und der HERR sprach: Ich habe vergeben, wie du es
erbeten hast.
Aber so wahr ich lebe und alle
Welt der Herrlichkeit des HERRN voll werden soll:
alle die Männer, die meine Herrlichkeit und meine
Zeichen gesehen haben, die ich getan habe in Ägypten und in
der Wüste, und mich nun zehnmal versucht und meiner Stimme
nicht gehorcht haben,
von denen soll keiner das Land sehen, das ich ihren Vätern
zu geben geschworen habe; auch keiner soll es sehen, der mich
gelästert hat.
Nur meinen Knecht Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm ist
und er mir treu nachgefolgt ist, den will ich in das Land
bringen, in das er gekommen ist, und seine Nachkommen sollen es
einnehmen,
während die Amalekiter und Kanaaniter in der Ebene
wohnen bleiben. Morgen wendet euch und zieht in die Wüste
auf dem Wege zum Schilfmeer!
Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
Wie lange murrt diese böse Gemeinde gegen mich? Ich
habe das Murren der Kinder Israel, womit sie gegen mich gemurrt
haben, gehört.
Darum sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der HERR:
ich will mit euch tun, wie ihr vor meinen Ohren gesagt habt.
Eure Leiber sollen in dieser Wüste verfallen. Alle,
die ihr gezählt seid von zwanzig Jahren an und darüber,
die ihr gegen mich gemurrt habt,
wahrlich, ihr sollt nicht in das Land kommen, über
das ich meine Hand zum Schwur erhoben habe, euch darin wohnen zu
lassen, außer Kaleb, dem Sohn Jephunnes, und Josua, dem
Sohn Nuns.
Eure Kinder aber, von denen ihr sagtet: Sie werden ein
Raub sein, die will ich hineinbringen, daß sie das Land
kennenlernen, das ihr verwerft.
Aber eure eigenen Leiber sollen in dieser Wüste
verfallen.
Und eure Kinder sollen Hirten sein in der Wüste
vierzig Jahre und eure Untreue tragen, bis eure Leiber
aufgerieben sind in der Wüste.
Nach der Zahl der vierzig Tage, in denen ihr das Land
erkundet habt – je ein Tag soll ein Jahr gelten -, sollt
ihr vierzig Jahre eure Schuld tragen, auf daß ihr
innewerdet, was es sei, wenn ich die Hand abziehe.
Ich, der HERR, habe es gesagt, und wahrlich, das will ich
auch tun mit dieser ganzen bösen Gemeinde, die sich gegen
mich empört hat. In dieser Wüste sollen sie aufgerieben
werden und dort sterben.
So starben vor dem HERRN durch eine Plage alle die
Männer, die Mose ausgesandt hatte, um das Land zu erkunden,
und die zurückgekommen waren und die ganze Gemeinde gegen
ihn zum Murren verleitet hatten,
dadurch daß sie über das Land ein böses
Gerücht aufbrachten.
Aber Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes,
blieben am Leben von den Männern, die gegangen waren, um das
Land zu erkunden.
Als Mose diese Worte allen Kindern Israel sagte, da
trauerte das Volk sehr.
Und sie machten sich früh am Morgen auf und zogen auf
die Höhe des Gebirges und sprachen: Hier sind wir und wollen
hinaufziehen in das Land, von dem der HERR geredet hat; denn wir
haben gesündigt.
Mose aber sprach: Warum wollt ihr das Wort des HERRN
übertreten? Es wird euch nicht gelingen.
Zieht nicht hinauf – denn der HERR ist nicht unter
euch -, daß ihr nicht geschlagen werdet vor euren Feinden.
Denn die Amalekiter und Kanaaniter stehen euch dort
gegenüber, und ihr werdet durchs Schwert fallen, weil ihr
euch vom HERRN abgekehrt habt, und der HERR wird nicht mit euch
sein.
Aber sie waren so vermessen und zogen hinauf auf die Höhe
des Gebirges; aber die Lade des Bundes des HERRN und Mose wichen
nicht aus dem Lager.
Da kamen die Amalekiter und Kanaaniter, die auf dem
Gebirge wohnten, herab und schlugen und zersprengten sie bis nach
Horma.
Von Speis- und Trankopfern
Kapitel 15
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr
in das Land kommt, das ich euch zur Wohnung geben werde,
und ihr dem HERRN Feueropfer darbringen wollt von Rindern
oder von Schafen, es sei ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer
oder um ein besonderes Gelübde zu erfüllen oder als
freiwillige Gabe oder bei euren Festen, um dem HERRN einen
lieblichen Geruch zu bereiten,
dann soll, wer nun seine Gabe dem HERRN opfern will, als
Speisopfer ein Zehntel feinstes Mehl dazutun, vermengt mit einer
viertel Kanne Öl,
und als Trankopfer auch eine viertel Kanne Wein zu dem
Brandopfer oder zu dem Schlachtopfer, zu jedem Schaf, das
geopfert wird.
Wenn aber ein Widder geopfert wird, sollst du als
Speisopfer darbringen zwei Zehntel feinstes Mehl, mit einer
drittel Kanne Öl vermengt,
und als Trankopfer auch eine drittel Kanne Wein. Das
sollst du dem HERRN zum lieblichen Geruch opfern.
Willst du aber ein Rind zum Brandopfer oder zum besonderen
Gelübdeopfer oder zum Dankopfer dem HERRN darbringen,
so sollst du zu dem Rind als Speisopfer hinzutun drei
Zehntel feinstes Mehl, mit einer halben Kanne Öl vermengt,
und als Trankopfer auch eine halbe Kanne Wein. Das ist ein
Feueropfer für den HERRN zum lieblichen Geruch.
So sollst du tun mit einem Stier, mit einem Widder, mit
einem Schaf oder mit einer Ziege.
Wie die Zahl dieser Opfer, so soll auch die Zahl der
Speisopfer und Trankopfer sein.
Wer ein Einheimischer ist, der soll es so halten, wenn er
dem HERRN opfern will ein Feueropfer zum lieblichen Geruch.
Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt oder unter euch bei
euren Nachkommen lebt und will dem HERRN ein Feueropfer zum
lieblichen Geruch darbringen, so soll er es halten wie ihr.
Für die ganze Gemeinde gelte nur eine Satzung, für
euch wie auch für die Fremdlinge. Eine ewige Satzung soll
das sein für eure Nachkommen, daß vor dem HERRN der
Fremdling sei wie ihr.
Einerlei Gesetz, einerlei Recht soll gelten für euch
und für den Fremdling, der bei euch wohnt.
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr
in das Land kommt, in das ich euch bringen werde,
und ihr eßt von dem Brot des Landes, so sollt ihr
dem HERRN eine Opfergabe darbringen:
Als Erstling eures Teigs sollt ihr einen Kuchen als
Opfergabe darbringen. Wie die Opfergabe von der Tenne,
so sollt ihr auch dem HERRN den Erstling eures Teigs geben
für alle Zeit.
Über Sünden aus Versehen und aus Vorsatz
Und wenn ihr aus Versehen eines dieser Gebote nicht tut,
die der HERR dem Mose gesagt hat,
irgendeins von allem, was der HERR euch durch Mose geboten
hat, von dem Tage an, da er anfing zu gebieten, und fortan für
alle Zeit, -
wenn nun ohne Wissen der Gemeinde etwas versehen würde,
so soll die ganze Gemeinde einen jungen Stier als Brandopfer
darbringen zum lieblichen Geruch für den HERRN samt seinem
Speisopfer und Trankopfer, wie es recht ist, und einen Ziegenbock
als Sündopfer.
Und so soll der Priester für die ganze Gemeinde der
Kinder Israel Sühne schaffen, und es wird ihnen vergeben
sein; denn es war ein Versehen. Wenn sie diese ihre Gabe
darbringen zum Feueropfer für den HERRN und ihr Sündopfer
vor dem HERRN für ihr Versehen,
so wird's vergeben der ganzen Gemeinde der Kinder Israel,
dazu auch dem Fremdling, der unter euch wohnt, weil das ganze
Volk an solchem Versehen teilhat.
Wenn aber ein Einzelner aus Versehen sündigen
wird, so soll er eine einjährige Ziege zum Sündopfer
bringen.
Und der Priester soll Sühne schaffen vor dem HERRN
für den, der aus Versehen gesündigt hat, daß er
für ihn Sühne schaffe und ihm vergeben werde.
Und es soll einerlei Gesetz gelten für die, die ein
Versehen begehen, für den Einheimischen unter den Kindern
Israel und für den Fremdling, der unter euch wohnt.
Wenn aber ein Einzelner aus Vorsatz frevelt, es sei
ein Einheimischer oder Fremdling, so hat der den HERRN geschmäht.
Er soll ausgerottet werden aus seinem Volk;
denn er hat des HERRN Wort verachtet und sein Gebot
gebrochen. Ja, der soll ausgerottet werden; seine Schuld bleibt
auf ihm.
Strafe für Sabbatschändung
Als nun die Kinder Israel in der Wüste waren, fanden
sie einen Mann, der Holz auflas am Sabbattag.
Und die ihn dabei gefunden hatten, wie er Holz auflas,
brachten ihn zu Mose und Aaron und vor die ganze Gemeinde.
Und sie legten ihn gefangen, denn es war nicht klar
bestimmt, was man mit ihm tun sollte.
Der HERR aber sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes
sterben; die ganze Gemeinde soll ihn steinigen draußen vor
dem Lager.
Da führte die ganze Gemeinde ihn hinaus vor das Lager
und steinigte ihn, so daß er starb, wie der HERR dem Mose
geboten hatte.
Von den Quasten an den Kleidern
Und der HERR sprach zu Mose:
Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen, daß
sie und ihre Nachkommen sich Quasten machen an den Zipfeln ihrer
Kleider und blaue Schnüre an die Quasten der Zipfel tun.
Und dazu sollen die Quasten euch dienen: sooft ihr sie
anseht, sollt ihr an alle Gebote des HERRN denken und sie tun,
damit ihr euch nicht von eurem Herzen noch von euren Augen
verführen laßt und abgöttisch werdet,
sondern ihr sollt an alle meine Gebote denken und sie tun,
daß ihr heilig seid eurem Gott.
Ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägyptenland
geführt hat, daß ich euer Gott sei, ich, der HERR,
euer Gott.
Aufruhr und Untergang der Rotte Korah
Kapitel 16
Und Korah, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehaths, des
Sohnes Levis, dazu Dathan und Abiram, die Söhne Eliabs, und
On, der Sohn Peleths, die Söhne Rubens,
die empörten sich gegen Mose, dazu
zweihundertundfünfzig Männer unter den Kindern Israel,
Vorsteher der Gemeinde, von der Versammlung berufen, namhafte
Leute.
Und sie versammelten sich gegen Mose und Aaron und
sprachen zu ihnen: Ihr geht zu weit! Denn die ganze Gemeinde, sie
alle sind heilig, und der HERR ist unter ihnen. Warum erhebt ihr
euch über die Gemeinde des HERRN?
Als Mose das hörte, fiel er auf sein Angesicht
und sprach zu Korah und zu seiner ganzen Rotte: Morgen
wird der HERR kundtun, wer ihm gehört, wer heilig ist und zu
ihm nahen soll; wen er erwählt, der soll zu ihm nahen.
Dies tut morgen: Nehmt euch Pfannen, Korah und seine ganze
Rotte,
und legt Feuer hinein und tut Räucherwerk darauf vor
dem HERRN. Wen dann der HERR erwählt, der ist heilig. Ihr
geht zu weit, ihr Söhne Levi!
Und Mose sprach zu Korah: Höret doch, ihr
Söhne Levi!
Ist's euch zu wenig, daß euch der Gott Israels
ausgesondert hat aus der Gemeinde Israels, ihm zu nahen, damit
ihr euer Amt ausübt an der Wohnung des HERRN und vor die
Gemeinde tretet, um ihr zu dienen?
Er hat dich und mit dir alle deine Brüder, die Söhne
Levi, zu sich nahen lassen; und ihr sucht nun auch das
Priestertum?
Du und deine ganze Rotte, ihr macht einen Aufruhr wider
den HERRN! Es ist nicht Aaron, gegen den ihr murrt.
Und Mose schickte hin und ließ Dathan und Abiram
rufen, die Söhne Eliabs. Sie aber sprachen: Wir kommen
nicht!
Ist's nicht genug, daß du uns aus dem Lande geführt
hast, darin Milch und Honig fließt, und uns tötest in
der Wüste? Mußt du auch noch über uns herrschen?
Wie fein hast du uns gebracht in ein Land, darin Milch und
Honig fließt, und hast uns Äcker und Weinberge zum
Erbteil gegeben! Willst du den Leuten auch die Augen ausreißen?
Wir kommen nicht!
Da ergrimmte Mose sehr und sprach zu dem HERRN: Wende dich
nicht zu ihrem Opfer. Ich habe nicht einen Esel von ihnen
genommen und habe keinem von ihnen ein Leid getan.
Und Mose sprach zu Korah: Du und deine ganze Rotte,
ihr sollt morgen vor den HERRN kommen, du und sie und Aaron.
Und ein jeder nehme seine Pfanne und lege Räucherwerk
darauf, und tretet hin vor den HERRN, ein jeder mit seiner
Pfanne, zweihundertundfünfzig Pfannen; auch du und Aaron,
ein jeder mit seiner Pfanne.
Und ein jeder nahm seine Pfanne und legte Feuer hinein und
tat Räucherwerk darauf, und sie traten vor die Tür der
Stiftshütte und Mose und Aaron auch.
Und Korah versammelte gegen sie die ganze Gemeinde vor der
Tür der Stiftshütte.
Da erschien die Herrlichkeit des HERRN vor der ganzen
Gemeinde.
Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
Scheidet euch von dieser Gemeinde, daß ich sie im Nu
vertilge.
Sie fielen aber auf ihr Angesicht und sprachen: Ach Gott,
der du bist der Gott des Lebensgeistes für alles Fleisch,
wenn ein einziger Mann gesündigt hat, willst du darum gegen
die ganze Gemeinde wüten?
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Sage der Gemeinde: Weicht ringsherum zurück von der
Wohnung Korahs und Dathans und Abirams.
Und Mose stand auf und ging zu Dathan und Abiram, und die
Ältesten Israels folgten ihm nach;
und er redete mit der Gemeinde und sprach: Weicht von den
Zelten dieser gottlosen Menschen und rührt nichts an, was
sie haben, damit ihr nicht auch umkommt durch all ihre Sünde.
Und sie gingen hinweg von der Wohnung Korahs, Dathans und
Abirams. Dathan aber und Abiram gingen heraus und traten an die
Tür ihrer Zelte mit ihren Frauen und Söhnen und kleinen
Kindern.
Und Mose sprach: Daran sollt ihr merken, daß mich
der HERR gesandt hat, alle diese Werke zu tun, und daß ich
sie nicht tue aus meinem eigenen Herzen:
Werden sie sterben, wie alle Menschen sterben, oder
heimgesucht, wie alle Menschen heimgesucht werden, so hat mich
der HERR nicht gesandt;
wird aber der HERR etwas Neues schaffen, daß die
Erde ihren Mund auftut und sie verschlingt mit allem, was sie
haben, daß sie lebendig hinunter zu den Toten fahren, so
werdet ihr erkennen, daß diese Leute den HERRN gelästert
haben.
Und als er alle diese Worte beendet hatte, zerriß
die Erde unter ihnen
und tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren
Sippen, mit allen Menschen, die zu Korah gehörten, und mit
all ihrer Habe.
Und sie fuhren lebendig zu den Toten hinunter mit allem,
was sie hatten, und die Erde deckte sie zu, und sie kamen um,
mitten aus der Gemeinde heraus.
Und ganz Israel, das um sie her war, floh vor ihrem
Geschrei; denn sie dachten: Daß uns die Erde nicht auch
verschlinge!
Und Feuer fuhr aus von dem HERRN und fraß die
zweihundertundfünfzig Männer, die das Räucherwerk
opferten.
Kapitel 17
° Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Sage Eleasar, dem Sohn des Priesters Aaron, daß er
die Pfannen aufhebe aus dem Brand und streue das Feuer weit
hinweg.
Denn die Pfannen dieser Sünder, die umgekommen sind,
gehören dem Heiligtum. Man schlage sie zu breiten Blechen,
daß man den Altar damit überziehe; denn sie haben sie
hingebracht vor den HERRN, so daß sie geheiligt sind; sie
sollen den Kindern Israel ein Zeichen sein.
Und Eleasar, der Priester, nahm die kupfernen Pfannen, die
die Verbrannten herangebracht hatten, und schlug sie zu Blechen,
um den Altar zu überziehen;
als Mahnzeichen für die Kinder Israel, daß kein
Fremder, der nicht vom Geschlecht Aarons ist, sich nahe, um
Räucherwerk zu opfern vor dem HERRN, damit es ihm nicht gehe
wie Korah und seiner Rotte, wie der HERR zu ihm geredet hatte
durch Mose.
Empörung der ganzen Gemeinde gegen Mose und Aaron
Am andern Morgen aber murrte die ganze Gemeinde der Kinder
Israel gegen Mose und Aaron, und sie sprachen: Ihr habt des HERRN
Volk getötet.
Und als sich die Gemeinde versammelte gegen Mose und
Aaron, wandten sie sich zu der Stiftshütte: Und siehe, da
wurde sie bedeckt von der Wolke, und die Herrlichkeit des HERRN
erschien.
Und Mose und Aaron gingen hin vor die Stiftshütte.
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Hebt euch hinweg aus dieser Gemeinde; ich will sie im Nu
vertilgen! Und sie fielen auf ihr Angesicht.
Und Mose sprach zu Aaron: Nimm die Pfanne und tu Feuer
hinein vom Altar und lege Räucherwerk darauf und geh eilends
zu der Gemeinde und schaffe für sie Sühne; denn der
Zorn ist von dem HERRN ausgegangen, und die Plage hat angefangen.
Und Aaron tat, wie ihm Mose gesagt hatte, und lief mitten
unter die Gemeinde; und siehe, die Plage hatte schon angefangen
unter dem Volk. Da räucherte er und schaffte Sühne für
das Volk
und stand zwischen den Toten und den Lebenden. Da wurde
der Plage gewehrt.
Die aber gestorben waren an der Plage, waren
vierzehntausendsiebenhundert, außer denen, die mit Korah
starben.
Und Aaron kam wieder zu Mose vor die Tür der
Stiftshütte, und der Plage war gewehrt.
Aarons grünender Stab
° Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Rede mit den Kindern Israel und nimm von ihnen zwölf
Stäbe, von jedem Fürsten ihrer Sippen je einen, und
schreib eines jeden Namen auf seinen Stab.
Aber den Namen Aarons sollst du schreiben auf den Stab
Levis. Denn für jedes Haupt ihrer Sippen soll je ein Stab
sein.
Und lege sie in der Stiftshütte nieder vor der Lade
mit dem Gesetz, wo ich mich euch bezeuge.
Und wen ich erwählen werde, dessen Stab wird grünen.
So will ich das Murren der Kinder Israel, mit dem sie gegen euch
murren, stillen.
Mose redete mit den Kindern Israel, und alle ihre
Fürsten gaben ihm zwölf Stäbe, ein jeder Fürst
je einen Stab, nach ihren Sippen, und der Stab Aarons war auch
unter ihren Stäben.
Und Mose legte die Stäbe vor dem HERRN nieder in der
Hütte des Gesetzes.
Am nächsten Morgen, als Mose in die Hütte des
Gesetzes ging, fand er den Stab Aarons vom Hause Levi grünen
und die Blüte aufgegangen und Mandeln tragen.
Und Mose trug die Stäbe alle heraus von dem HERRN zu
allen Kindern Israel, daß sie es sahen, und ein jeder nahm
seinen Stab.
Der HERR aber sprach zu Mose: Trage den Stab Aarons wieder
vor die Lade mit dem Gesetz, damit er verwahrt werde zum Zeichen
für die Ungehorsamen, daß ihr Murren vor mir aufhöre
und sie nicht sterben.
Mose tat, wie ihm der HERR geboten hatte.
Und die Kinder Israel sprachen zu Mose: Siehe, wir
verderben und kommen um; wir werden alle vertilgt und kommen um.
Wer sich naht zu der Wohnung des HERRN, der stirbt. Sollen
wir denn ganz und gar untergehen?
Vom Amt und Anrecht der Priester und Leviten
Kapitel 18
Und der HERR sprach zu Aaron: Du und deine Söhne und
deine Sippe, ihr sollt die Schuld tragen, wenn eine Verfehlung
begangen wird am Heiligtum; und du und deine Söhne mit dir,
ihr sollt die Schuld tragen, wenn eine Verfehlung begangen wird
bei eurem Priesterdienst.
Aber deine Brüder aus dem Stamme deines Vaters Levi
sollst du zu dir nehmen, daß sie bei dir seien und dir
dienen; du aber und deine Söhne mit dir sollen dienen vor
der Hütte des Gesetzes.
Und sie sollen dir dienen und den Dienst an der ganzen
Stiftshütte versehen. Doch zu dem Gerät des Heiligtums
und zu dem Altar sollen sie sich nicht nahen, damit nicht beide
sterben, sie und ihr,
sondern sie sollen bei dir sein, daß sie ihren
Dienst versehen an der Stiftshütte, alles, was das Amt
erfordert; und kein Fremder soll sich neben euch zum Dienste
nahen.
So verseht nun den Dienst am Heiligtum und den Dienst am
Altar, damit hinfort nicht mehr ein Zorn komme über die
Kinder Israel.
Denn siehe, ich habe die Leviten, eure Brüder,
genommen aus den Kindern Israel euch zum Geschenk, als die dem
HERRN zu eigen gegeben sind, damit sie das Amt ausüben an
der Stiftshütte.
Du aber und deine Söhne mit dir, ihr sollt auf euer
Priesteramt achthaben, daß ihr dienet in allen
Verrichtungen am Altar und drinnen hinter dem Vorhang; denn euer
Priesteramt gebe ich euch zum Geschenk. Wenn ein Fremder sich
naht, so soll er sterben.
Und der HERR sagte zu Aaron: Siehe, dies überlasse
ich dir bei dem Dienst an meinen Opfergaben: von allen heiligen
Gaben der Kinder Israel gebe ich dir einen Anteil, dir und deinen
Söhnen, als ewiges Anrecht.
Das sollst du haben von den hochheiligen Gaben, soweit sie
nicht verbrannt werden: alle ihre Gaben bei allen ihren
Speisopfern und bei allen ihren Sündopfern und bei allen
ihren Schuldopfern, die sie mir erstatten; als Hochheiliges gebe
ich es dir und deinen Söhnen.
Am hochheiligen Ort sollst du es essen. Was männlich
ist, darf davon essen; denn es soll dir heilig sein.
Auch das soll dir gehören: die heilige Abgabe von
ihren Gaben; von allen Schwingopfern der Kinder Israel gebe ich
sie dir und deinen Söhnen und Töchtern mit dir als
ewiges Anrecht. Wer rein ist in deinem Hause, darf davon essen.
Alles Beste vom Öl und alles Beste vom Wein und Korn,
die Erstlingsgabe, die sie dem HERRN bringen, habe ich dir
gegeben.
Die Erstlinge, die sie dem HERRN bringen von allem, was in
ihrem Lande ist, sollen dir gehören. Wer rein ist in deinem
Hause, darf davon essen.
Alles Gebannte in Israel soll dir gehören.
Alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht bei
allem Fleisch, es sei Mensch oder Vieh, das sie dem HERRN
bringen, soll dir gehören. Doch sollst du die Erstgeburt
eines Menschen auslösen lassen, und die Erstgeburt eines
unreinen Viehs sollst du auch auslösen lassen.
Du sollst es aber auslösen, wenn's einen Monat alt
ist, und du sollst es auslösen lassen nach der Ordnung, die
dir gegeben ist, um fünf Silberstücke nach dem Gewicht
des Heiligtums, das Silberstück zu zwanzig Gramm.
Aber die Erstgeburt eines Rindes, eines Schafes oder einer
Ziege sollst du nicht auslösen lassen; denn sie sind heilig.
Ihr Blut sollst du an den Altar gießen, und ihr Fett sollst
du in Rauch aufgehen lassen als Feueropfer für den HERRN zum
lieblichen Geruch.
Ihr Fleisch soll dir gehören, wie auch die Brust des
Schwingopfers und die rechte Schulter dir gehören.
Alle heiligen Opfergaben, die die Kinder Israel dem HERRN
darbringen, habe ich dir gegeben und deinen Söhnen und
deinen Töchtern mit dir als ewiges Anrecht. Das soll ein
Salzbund sein für immer vor dem HERRN für dich und für
deine Nachkommen mit dir.
Und der HERR sprach zu Aaron: Du sollst in ihrem
Lande kein Erbgut besitzen, auch keinen Anteil unter ihnen haben;
denn ich bin dein Anteil und dein Erbgut inmitten der Kinder
Israel.
Den Kindern Levi aber habe ich alle Zehnten gegeben in
Israel zum Erbgut für ihr Amt, das sie an der Stiftshütte
ausüben.
Hinfort sollen sich die Kinder Israel nicht zur
Stiftshütte nahen, damit sie nicht Sünde auf sich laden
und sterben,
sondern die Leviten sollen das Amt ausüben an der
Stiftshütte, und sie sollen die Schuld für ihre
Verfehlung tragen; das sei eine ewige Ordnung bei euren
Nachkommen. Und sie sollen unter den Kindern Israel kein Erbgut
besitzen;
denn den Zehnten der Kinder Israel, den sie dem HERRN als
Opfergabe geben, habe ich den Leviten zum Erbgut bestimmt; darum
habe ich zu ihnen gesagt, daß sie unter den Kindern Israel
kein Erbgut besitzen sollen.
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Sage den Leviten und sprich zu ihnen: Wenn ihr den Zehnten
nehmt von den Kindern Israel, den ich euch von ihnen bestimmt
habe als euer Erbgut, so sollt ihr davon eine heilige Abgabe dem
HERRN geben, je den Zehnten von dem Zehnten;
und diese eure heilige Abgabe soll euch angerechnet
werden, als gäbet ihr Korn von der Tenne und Wein aus der
Kelter.
So sollt auch ihr die heiligen Abgaben dem HERRN geben von
allen euren Zehnten, die ihr nehmt von den Kindern Israel, und
sollt diese heilige Abgabe für den HERRN dem Priester Aaron
geben.
Von allem, was euch gegeben wird, sollt ihr dem HERRN die
heilige Abgabe geben, von allem Besten die davon gebührende
heilige Gabe.
Und sprich zu ihnen: Wenn ihr also das Beste davon als
heilige Abgabe nehmt, so soll's den Leviten angerechnet werden
wie ein Ertrag von der Tenne und wie ein Ertrag von der Kelter.
Ihr dürft es essen an allen Orten, ihr und eure
Kinder; denn es ist euer Lohn für euer Amt an der
Stiftshütte.
Ihr werdet dabei nicht Sünde auf euch laden, wenn ihr
das Beste davon abgebt, und werdet nicht entweihen die heiligen
Gaben der Kinder Israel und nicht sterben.
4.
Mose 19-36
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