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DIE BIBEL
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Schrift
DAS DRITTE
BUCH MOSE
Kapitel 15 -
27
Gesetz über das Verhalten bei unreinen Ausflüssen
Kapitel 15
Und der HERR redete mit Mose
und Aaron und sprach:
Redet mit den Kindern Israel
und sprecht zu ihnen: Wenn ein Mann an seinem Glied einen Ausfluß
hat, so ist er unrein.
Mag sein Glied den Fluß
ausfließen lassen oder nicht, so ist er unrein.
Jedes Lager, worauf er liegt,
und alles, worauf er sitzt, wird unrein.
Und wer sein Lager anrührt,
der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen und
unrein sein bis zum Abend.
Und wer sich hinsetzt, wo
jener gesessen hat, der soll seine Kleider waschen und sich mit
Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
Wer ihn anrührt, der soll
seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen und unrein
sein bis zum Abend.
Wenn er seinen Speichel
auswirft auf den, der rein ist, so soll der seine Kleider waschen
und sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
Auch der Sattel, auf dem er
reitet, wird unrein.
Und wer irgend etwas anrührt,
das er unter sich hat, der wird unrein bis zum Abend. Und wer
solches trägt, der soll seine Kleider waschen und sich mit
Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
Und wen er anrührt, ehe
er die Hände gewaschen hat, der soll seine Kleider waschen
und sich mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
Wenn er ein irdenes Gefäß
anrührt, das soll man zerbrechen, aber das hölzerne
Gefäß soll man mit Wasser spülen.
Und wenn er rein wird
von seinem Fluß, so soll er sieben Tage zählen,
nachdem er rein geworden ist, und dann seine Kleider waschen und
sich mit frischem Wasser abwaschen, so ist er rein.
Und am achten Tage soll er
zwei Turteltauben oder zwei andere Tauben nehmen und vor den
HERRN bringen an die Tür der Stiftshütte und dem
Priester geben.
Und der Priester soll die eine
zum Sündopfer bereiten und die andere zum Brandopfer und ihn
vor dem HERRN entsühnen seines Ausflusses wegen.
Wenn einem Mann im
Schlaf der Same abgeht, der soll seinen ganzen Leib mit Wasser
abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
Und jedes Kleid und jedes
Fell, das mit solchem Samen befleckt ist, soll abgewaschen werden
mit Wasser, und es soll unrein sein bis zum Abend.
Und wenn eine Frau bei einem
Manne liegt, dem der Same abgeht, dann sollen sie sich mit Wasser
abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
Und wenn eine Frau
ihren Blutfluß hat, so soll sie sieben Tage für unrein
gelten. Wer sie anrührt, der wird unrein bis zum Abend.
Und alles, worauf sie liegt,
solange sie ihre Zeit hat, wird unrein, und alles, worauf sie
sitzt, wird unrein.
Und wer ihr Lager anrührt,
der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen und
unrein sein bis zum Abend.
Und wer irgend etwas anrührt,
worauf sie gesessen hat, soll seine Kleider waschen und sich mit
Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
Und wer etwas anrührt,
das auf ihrem Lager gewesen ist oder da, wo sie gesessen hat,
soll unrein sein bis zum Abend.
Und wenn ein Mann bei ihr
liegt und es kommt sie ihre Zeit an bei ihm, der wird sieben Tage
unrein, und das Lager, darauf er gelegen hat, wird unrein.
Wenn aber eine Frau den
Blutfluß eine lange Zeit hat, zu ungewöhnlicher Zeit
oder über die gewöhnliche Zeit hinaus, so wird sie
unrein, solange sie ihn hat; wie zu ihrer gewöhnlichen Zeit,
so soll sie auch da unrein sein.
Jedes Lager, worauf sie liegt
die ganze Zeit ihres Blutflusses, soll gelten wie ihr Lager zu
ihrer gewöhnlichen Zeit. Und alles, worauf sie sitzt, wird
unrein wie bei der Unreinheit ihrer gewöhnlichen Zeit.
Wer davon etwas anrührt,
der wird unrein und soll seine Kleider waschen und sich mit
Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.
Wird sie aber rein von ihrem
Blutfluß, so soll sie sieben Tage zählen, und danach
soll sie rein sein.
Und am achten Tage soll sie
zwei Turteltauben oder zwei andere Tauben nehmen und zum Priester
bringen vor die Tür der Stiftshütte.
Und der Priester soll die eine
zum Sündopfer bereiten und die andere zum Brandopfer und die
Frau entsühnen vor dem HERRN wegen ihres Blutflusses, der
sie unrein macht.
Und ihr sollt die
Kinder Israel wegen ihrer Unreinheit absondern, damit sie nicht
sterben in ihrer Unreinheit, wenn sie meine Wohnung unrein
machen, die mitten unter ihnen ist.
Das ist das Gesetz über
den, der einen Ausfluß hat und dem der Same im Schlaf
abgeht, daß er unrein davon wird,
und über die, die ihren
Blutfluß hat, und wer sonst einen Ausfluß hat, es sei
Mann oder Frau, und wenn ein Mann bei einer Unreinen liegt.
Gesetz für den großen Versöhnungstag
Kapitel 16
Und der HERR redete mit Mose,
nachdem die zwei Söhne Aarons gestorben waren, als sie vor
dem HERRN opferten,
und sprach: Sage deinem Bruder
Aaron, daß er nicht zu jeder Zeit in das Heiligtum gehe
hinter den Vorhang vor den Gnadenthron, der auf der Lade ist,
damit er nicht sterbe; denn ich erscheine in der Wolke über
dem Gnadenthron.
Er soll hineingehen mit einem
jungen Stier zum Sündopfer und mit einem Widder zum
Brandopfer
und soll das heilige leinene
Gewand anlegen, und leinene Beinkleider sollen seine Blöße
bedecken, und er soll sich mit einem leinenen Gürtel gürten
und den leinenen Kopfbund umbinden, denn das sind die heiligen
Kleider; er soll seinen Leib mit Wasser abwaschen und sie dann
anlegen.
Und er soll von der Gemeinde
der Kinder Israel zwei Ziegenböcke entgegennehmen zum
Sündopfer und einen Widder zum Brandopfer.
Und Aaron soll einen Stier,
sein Sündopfer, darbringen, daß er für sich und
sein Haus Sühne schaffe,
und danach zwei Böcke
nehmen und vor den HERRN stellen an der Tür der Stiftshütte
und soll das Los werfen über die zwei Böcke: ein
Los dem HERRN und das andere dem Asasel
und soll den Bock, auf welchen
das Los für den HERRN fällt, opfern zum Sündopfer.
Aber den Bock, auf welchen das
Los für Asasel fällt, soll er lebendig vor den HERRN
stellen, daß er über ihm Sühne vollziehe und ihn
zu Asasel in die Wüste schicke.
Und Aaron soll den
Stier seines Sündopfers herzubringen und sich und sein Haus
entsühnen und soll ihn schlachten
und soll eine Pfanne voll Glut
vom Altar nehmen, der vor dem HERRN steht, und beide Hände
voll zerstoßenen Räucherwerks und es hinein hinter den
Vorhang bringen
und das Räucherwerk aufs
Feuer tun vor dem HERRN, daß die Wolke vom Räucherwerk
den Gnadenthron bedecke, der auf der Lade mit dem Gesetz ist,
damit er nicht sterbe.
Und soll etwas vom Blut des
Stieres nehmen und es mit seinem Finger gegen den Gnadenthron
sprengen; vor den Gnadenthron aber soll er siebenmal mit seinem
Finger von dem Blut sprengen.
Danach soll er den Bock, das
Sündopfer des Volks, schlachten und sein Blut hineinbringen
hinter den Vorhang und soll mit seinem Blut tun, wie er mit dem
Blut des Stieres getan hat, und etwas davon auch sprengen gegen
den Gnadenthron und vor den Gnadenthron
und soll so das Heiligtum
entsühnen wegen der Verunreinigungen der Kinder Israel und
wegen ihrer Übertretungen, mit denen sie sich versündigt
haben. So soll er tun der Stiftshütte, die bei ihnen ist
inmitten ihrer Unreinheit.
Kein Mensch soll in der
Stiftshütte sein, wenn er hineingeht, Sühne zu schaffen
im Heiligtum, bis er herauskommt. So soll er Sühne schaffen
für sich und sein Haus und die ganze Gemeinde Israel.
Und er soll hinausgehen zum
Altar, der vor dem HERRN steht, und ihn entsühnen und soll
vom Blut des Stieres und vom Blut des Bockes nehmen und es
ringsum an die Hörner des Altars streichen
und soll mit seinem Finger vom
Blut darauf sprengen siebenmal und ihn reinigen und heiligen von
den Verunreinigungen der Kinder Israel.
Und wenn er die Entsühnung
des Heiligtums vollbracht hat, der Stiftshütte und des
Altars, so soll er den lebendigen Bock herzubringen.
Dann soll Aaron seine beiden
Hände auf dessen Kopf legen und über ihm bekennen alle
Missetat der Kinder Israel und alle ihre Übertretungen, mit
denen sie sich versündigt haben, und soll sie dem Bock auf
den Kopf legen und ihn durch einen Mann, der bereit steht, in die
Wüste bringen lassen,
daß also der Bock alle
ihre Missetat auf sich nehme und in die Wildnis trage; und man
lasse ihn in der Wüste.
Und Aaron soll in die
Stiftshütte gehen und die leinenen Kleider ausziehen, die er
anzog, als er in das Heiligtum ging, und sie dort lassen,
und er soll sich mit Wasser
abwaschen an heiliger Stätte und seine eigenen Kleider
anziehen und wieder hinausgehen und sein Brandopfer und des
Volkes Brandopfer darbringen und sich und das Volk entsühnen
und das Fett vom Sündopfer
auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen.
Der Mann aber, der den Bock
für Asasel hinausgebracht hat, soll seine Kleider waschen
und sich mit Wasser abwaschen und erst danach ins Lager kommen.
Und den jungen Stier und den
Bock vom Sündopfer, deren Blut in das Heiligtum zur
Entsühnung gebracht wurde, soll man hinausschaffen vor das
Lager und mit Feuer verbrennen samt Fell, Fleisch und Mist.
Und der sie verbrennt, soll
seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen und erst
danach ins Lager kommen.
Auch soll euch dies
eine ewige Ordnung sein: Am zehnten Tage des siebenten Monats
sollt ihr fasten und keine Arbeit tun, weder ein Einheimischer
noch ein Fremdling unter euch.
Denn an diesem Tage geschieht
eure Entsühnung, daß ihr gereinigt werdet; von allen
euren Sünden werdet ihr gereinigt vor dem HERRN.
Darum soll es euch ein
hochheiliger Sabbat sein, und ihr sollt fasten. Eine ewige
Ordnung sei das.
Es soll aber solche Entsühnung
schaffen ein Priester, den man gesalbt und dessen Hände man
gefüllt hat, daß er Priester sei an seines Vaters
Statt. Und er soll die leinenen Kleider anlegen, die heiligen
Kleider,
und soll so entsühnen das
Allerheiligste, die Stiftshütte, den Altar, die Priester und
alles Volk der Gemeinde.
Das soll euch eine ewige
Ordnung sein, daß ihr Israel einmal im Jahr entsühnt
wegen aller seiner Sünden.
Und Aaron tat, wie der HERR
es Mose geboten hatte.
Gesetz über die Stätte des Opfers
Kapitel 17
Und der HERR redete mit Mose
und sprach:
Sage Aaron und seinen Söhnen
und allen Kindern Israel und sprich zu ihnen: Dies ist's, was der
HERR geboten hat.
Wer aus dem Haus Israel einen
Stier, ein Schaf oder eine Ziege schlachtet im Lager oder draußen
vor dem Lager
und sie nicht vor die Tür
der Stiftshütte bringt, daß sie dem HERRN zum Opfer
gebracht werde vor der Wohnung des HERRN, dem soll es als
Blutschuld angerechnet werden: Blut hat er vergossen, und ein
solcher Mensch soll ausgerottet werden aus seinem Volk.
Darum sollen die Kinder Israel
ihre Schlachttiere, die sie auf freiem Feld schlachten wollen,
dem HERRN bringen vor die Tür der Stiftshütte zum
Priester und sie dort als Dankopfer dem HERRN opfern.
Und der Priester soll das Blut
an den Altar des HERRN sprengen vor der Tür der Stiftshütte
und das Fett in Rauch aufgehen lassen zum lieblichen Geruch für
den HERRN.
Und sie sollen ihre Opfer
nicht mehr den Feldgeistern opfern, mit denen sie Abgötterei
treiben. Das soll ihnen eine ewige Ordnung sein von Geschlecht zu
Geschlecht.
Darum sollst du zu ihnen
sagen: Wer aus dem Hause Israel oder von den Fremdlingen, die
unter euch sind, ein Brandopfer oder Schlachtopfer darbringt
und bringt es nicht vor die
Tür der Stiftshütte, um es dem HERRN zu opfern, der
wird ausgerottet werden aus seinem Volk.
Verbot des Genusses von Blut und verendeten Tieren
Und wer vom Haus Israel oder
von den Fremdlingen unter euch irgendwelches Blut ißt,
gegen den will ich mein Antlitz kehren und will ihn aus seinem
Volk ausrotten.
Denn des Leibes Leben ist im
Blut, und ich habe es euch für den Altar gegeben, daß
ihr damit entsühnt werdet. Denn das Blut ist die Entsühnung,
weil das Leben in ihm ist.
Darum habe ich den Kindern
Israel gesagt: Keiner unter euch soll Blut essen, auch kein
Fremdling, der unter euch wohnt.
Und wer vom Haus Israel oder
von den Fremdlingen unter euch auf der Jagd ein Tier oder einen
Vogel fängt, die man essen darf, soll ihr Blut ausfließen
lassen und mit Erde zuscharren.
Denn des Leibes Leben ist in
seinem Blut, und ich habe den Kindern Israel gesagt: Ihr sollt
keines Leibes Blut essen; denn des Leibes Leben ist in seinem
Blut. Wer es ißt, der wird ausgerottet werden.
Und wer ein gefallenes oder
zerrissenes Tier ißt, er sei ein Einheimischer oder
Fremdling, der soll sein Kleid waschen und sich mit Wasser
abwaschen und unrein sein bis zum Abend; dann ist er rein.
Wenn er seine Kleider nicht
wäscht und sich nicht abwäscht, so muß er seine
Schuld tragen.
Verbot geschlechtlicher Verirrungen
Kapitel 18
Und der HERR redete mit Mose
und sprach:
Rede mit den Kindern Israel
und sprich zu ihnen: Ich bin der HERR, euer Gott.
Ihr sollt nicht tun nach der
Weise des Landes Ägypten, darin ihr gewohnt habt, auch nicht
nach der Weise des Landes Kanaan, wohin ich euch führen
will. Ihr sollt auch nicht nach ihren Satzungen wandeln,
sondern nach meinen Rechten
sollt ihr tun, und meine Satzungen sollt ihr halten, daß
ihr darin wandelt; ich bin der HERR, euer Gott.
Darum sollt ihr meine
Satzungen halten und meine Rechte. Denn der Mensch, der sie tut,
wird durch sie leben; ich bin der HERR.
Keiner unter euch soll
sich irgendwelchen Blutsverwandten nahen, um mit ihnen
geschlechtlichen Umgang zu haben; ich bin der HERR.
Du sollst mit deinem Vater und
deiner leiblichen Mutter nicht Umgang haben. Es ist deine Mutter,
darum sollst du nicht mit ihr Umgang haben.
Du sollst mit der Frau deines
Vaters nicht Umgang haben; denn damit schändest du deinen
Vater.
Du sollst mit deiner
Schwester, die deines Vaters oder deiner Mutter Tochter ist, sie
sei in oder außer der Ehe geboren, nicht Umgang haben.
Du sollst mit der Tochter
deines Sohnes oder deiner Tochter nicht Umgang haben, damit
schändest du dich selbst.
Du sollst mit der Tochter der
Frau deines Vaters, die deinem Vater geboren ist und deine
Schwester ist, nicht Umgang haben.
Du sollst mit der Schwester
deines Vaters nicht Umgang haben; denn sie ist deines Vaters
Blutsverwandte.
Du sollst mit der Schwester
deiner Mutter nicht Umgang haben; denn sie ist deiner Mutter
Blutsverwandte.
Du sollst den Bruder deines
Vaters nicht damit schänden, daß du seine Frau nimmst;
denn sie ist deine Verwandte.
Du sollst mit deiner
Schwiegertochter nicht Umgang haben, denn sie ist deines Sohnes
Frau; darum sollst du nicht mit ihr Umgang haben.
Du sollst mit der Frau deines
Bruders nicht Umgang haben; denn damit schändest du deinen
Bruder.
Du sollst nicht mit einer Frau
und mit ihrer Tochter Umgang haben, noch mit ihres Sohnes Tochter
oder ihrer Tochter Tochter; denn sie sind ihre Blutsverwandten,
und es ist eine Schandtat.
Du sollst die Schwester deiner
Frau nicht zur Nebenfrau nehmen und mit ihr Umgang haben, solange
deine Frau noch lebt.
Du sollst nicht zu
einer Frau gehen, solange sie ihre Tage hat, um in ihrer
Unreinheit mit ihr Umgang zu haben.
Du sollst auch nicht bei der
Frau deines Nächsten liegen, daß du an ihr nicht
unrein werdest.
Du sollst auch nicht eins deiner Kinder geben, daß
es dem Moloch
geweiht werde, damit du nicht entheiligst den Namen deines
Gottes; ich bin der HERR.
Du sollst nicht bei einem Mann
liegen wie bei einer Frau; es ist ein Greuel.
Du sollst auch bei keinem Tier
liegen, daß du an ihm unrein werdest. Und keine Frau soll
mit einem Tier Umgang haben; es ist ein schändlicher Frevel.
Ihr sollt euch mit
nichts dergleichen unrein machen; denn mit alledem haben sich die
Völker unrein gemacht, die ich vor euch her vertreiben will.
Das Land wurde dadurch unrein,
und ich suchte seine Schuld an ihm heim, daß das Land seine
Bewohner ausspie.
Darum haltet meine Satzungen
und Rechte und tut keine dieser Greuel, weder der Einheimische
noch der Fremdling unter euch -
denn alle solche Greuel haben
die Leute dieses Landes getan, die vor euch waren, und haben das
Land unrein gemacht -,
damit nicht auch euch das Land
ausspeie, wenn ihr es unrein macht, wie es die Völker
ausgespien hat, die vor euch waren.
Denn alle, die solche Greuel
tun, werden ausgerottet werden aus ihrem Volk.
Darum haltet meine Satzungen,
daß ihr nicht tut nach den schändlichen Sitten derer,
die vor euch waren, und dadurch unrein werdet; ich bin der HERR,
euer Gott.
Gesetze zur Heiligung des täglichen Lebens
Kapitel 19
Und der HERR redete mit Mose
und sprach:
Rede mit der ganzen Gemeinde
der Kinder Israel und sprich zu ihnen: Ihr sollt heilig sein,
denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott.
Ein jeder fürchte seine
Mutter und seinen Vater. Haltet meine Feiertage; ich bin der
HERR, euer Gott.
Ihr sollt euch nicht zu den
Götzen wenden und sollt euch keine gegossenen Götter
machen; ich bin der HERR, euer Gott.
Und wenn ihr dem HERRN
ein Dankopfer bringen wollt, sollt ihr es so opfern, daß es
euch wohlgefällig macht.
Ihr sollt es an dem Tag essen,
an dem ihr's opfert, und am nächsten Tage. Was aber bis zum
dritten Tag übrigbleibt, soll man mit Feuer verbrennen.
Wird aber am dritten Tage
davon gegessen, so ist es ein Greuel und wird nicht wohlgefällig
sein;
und wer davon ißt, muß
seine Schuld tragen, weil er das Heilige des HERRN entheiligt
hat, und ein solcher Mensch wird ausgerottet werden aus seinem
Volk.
Wenn du dein Land
aberntest, sollst du nicht alles bis an die Ecken deines Feldes
abschneiden, auch nicht Nachlese halten.
Auch sollst du in deinem
Weinberg nicht Nachlese halten noch die abgefallenen Beeren
auflesen, sondern dem Armen und Fremdling sollst du es lassen;
ich bin der HERR, euer Gott.
Ihr sollt nicht stehlen
noch lügen noch betrügerisch handeln einer mit dem
andern.
Ihr sollt nicht falsch
schwören bei meinem Namen und den Namen eures Gottes nicht
entheiligen; ich bin der HERR.
Du sollst deinen
Nächsten nicht bedrücken noch berauben. Es soll des
Tagelöhners Lohn nicht bei dir bleiben bis zum Morgen.
Du sollst dem Tauben
nicht fluchen und sollst vor den Blinden kein Hindernis legen,
denn du sollst dich vor deinem Gott fürchten; ich bin der
HERR.
Du sollst nicht unrecht
handeln im Gericht: du sollst den Geringen nicht vorziehen, aber
auch den Großen nicht begünstigen, sondern du sollst
deinen Nächsten recht richten.
Du sollst nicht als
Verleumder umhergehen unter deinem Volk. Du sollst auch nicht
auftreten gegen deines Nächsten Leben; ich bin der HERR.
Du sollst deinen Bruder nicht
hassen in deinem Herzen, sondern du sollst deinen Nächsten
zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld auf dich ladest.
Du sollst dich nicht rächen
noch Zorn bewahren gegen die Kinder deines Volks. Du sollst
deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR.
Meine Satzungen sollt
ihr halten: Laß nicht zweierlei Art unter deinem Vieh sich
paaren und besäe dein Feld nicht mit zweierlei Samen und
lege kein Kleid an, das aus zweierlei Faden gewebt ist.
Wenn ein Mann bei einer
Frau liegt, die eine leibeigne Magd ist und einem Mann zur Ehe
bestimmt, doch nicht losgekauft oder freigelassen ist, so soll
das bestraft werden. Aber sie sollen nicht sterben, denn sie ist
nicht frei gewesen.
Der Mann soll aber als seine
Buße dem HERRN vor die Tür der Stiftshütte einen
Widder zum Schuldopfer bringen;
und der Priester soll ihn
entsühnen mit dem Schuldopfer vor dem HERRN wegen der Sünde,
die er getan hat, so wird ihm Gott seine Sünde vergeben, die
er getan hat.
Wenn ihr in das Land
kommt und allerlei Bäume pflanzt, von denen man ißt,
so laßt ihre ersten Früchte stehen, als wären sie
unrein wie Unbeschnittene. Drei Jahre lang sollt ihr die Früchte
als unrein ansehen, daß ihr sie nicht eßt;
im vierten Jahr sollen alle
ihre Früchte unter Jubel dem HERRN geweiht werden;
erst im fünften Jahr
sollt ihr die Früchte essen, damit ihr künftig um so
reicheren Ertrag einsammelt; ich bin der HERR, euer Gott.
Ihr sollt nichts essen,
in dem noch Blut ist.
Ihr sollt nicht Wahrsagerei
noch Zauberei treiben.
Ihr sollt euer Haar am
Haupt nicht rundherum abschneiden noch euren Bart stutzen.
Ihr sollt um eines
Toten willen an eurem Leibe keine Einschnitte machen noch euch
Zeichen einätzen; ich bin der HERR.
Du sollst deine Tochter
nicht zur Hurerei anhalten, daß nicht das Land Hurerei
treibe und werde voll Schandtat.
Meine Feiertage haltet
und fürchtet mein Heiligtum; ich bin der HERR.
Ihr sollt euch nicht
wenden zu den Geisterbeschwörern und Zeichendeutern und
sollt sie nicht befragen, daß ihr nicht an ihnen unrein
werdet; ich bin der HERR, euer Gott.
Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die
Alten ehren und sollst dich fürchten vor deinem Gott; ich
bin der HERR.
Wenn ein Fremdling bei
euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken.
Er soll bei euch wohnen wie
ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich
selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland.
Ich bin der HERR, euer Gott.
Ihr sollt nicht unrecht
handeln im Gericht, mit der Elle, mit Gewicht, mit Maß.
Rechte Waage, rechtes Gewicht,
rechter Scheffel und rechtes Maß sollen bei euch sein; ich
bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägyptenland geführt
hat,
daß ihr alle meine
Satzungen und alle meine Rechte haltet und tut; ich bin der HERR.
Strafbestimmungen für schwere Sünden
Kapitel 20
Und der HERR redete mit Mose
und sprach:
Sage zu den Kindern Israel: Wer unter den Kindern Israel
oder den Fremdlingen in Israel eins seiner Kinder dem Moloch
gibt, der soll des Todes sterben; das Volk des Landes soll ihn
steinigen.
Und ich will mein Antlitz kehren gegen einen solchen
Menschen und will ihn aus seinem Volk ausrotten, weil er
dem Moloch eins seiner Kinder gegeben und mein Heiligtum unrein
gemacht und meinen heiligen Namen entheiligt hat.
Und wenn das Volk des
Landes bei dem Menschen durch die Finger sehen würde, der
eins seiner Kinder dem Moloch gegeben hat, daß es ihn nicht
tötet,
so will doch ich mein
Antlitz gegen diesen Menschen kehren und gegen sein Geschlecht
und will ihn und alle, die wie er mit dem Moloch Abgötterei
getrieben haben, aus ihrem Volk ausrotten.
Wenn sich jemand zu den
Geisterbeschwörern und Zeichendeutern wendet, daß er
mit ihnen Abgötterei treibt, so will ich mein Antlitz gegen
ihn kehren und will ihn aus seinem Volk ausrotten.
Darum heiligt euch und seid
heilig; denn ich bin der HERR, euer Gott.
Und haltet meine Satzungen und
tut sie; ich bin der HERR, der euch heiligt.
Wer seinem Vater oder
seiner Mutter flucht, der soll des Todes sterben. Seine
Blutschuld komme über ihn, weil er seinem Vater oder seiner
Mutter geflucht hat.
Wenn jemand die Ehe bricht mit
der Frau seines Nächsten, so sollen beide des Todes sterben,
Ehebrecher und Ehebrecherin, weil er mit der Frau seines Nächsten
die Ehe gebrochen hat.
Wenn jemand mit der
Frau seines Vaters Umgang pflegt und damit seinen Vater schändet,
so sollen beide des Todes sterben; ihre Blutschuld komme über
sie.
Wenn jemand mit seiner
Schwiegertochter Umgang pflegt, so sollen sie beide des Todes
sterben, denn sie haben einen schändlichen Frevel begangen;
ihr Blut lastet auf ihnen.
Wenn jemand bei einem Manne
liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Greuel ist,
und sollen beide des Todes sterben; Blutschuld lastet auf ihnen.
Wenn jemand eine Frau nimmt
und ihre Mutter dazu, der hat eine Schandtat begangen; man soll
ihn mit Feuer verbrennen und die beiden Frauen auch, damit keine
Schandtat unter euch sei.
Wenn jemand bei einem
Tiere liegt, der soll des Todes sterben, und auch das Tier soll
man töten.
Wenn eine Frau sich
irgendeinem Tier naht, um mit ihm Umgang zu haben, so sollst du
sie töten und das Tier auch. Des Todes sollen sie sterben;
ihre Blutschuld komme über sie.
Wenn jemand seine
Halbschwester nimmt, seines Vaters Tochter oder seiner Mutter
Tochter, und sie miteinander Umgang haben, so ist das
Blutschande; sie sollen ausgerottet werden vor den Leuten ihres
Volks. Er hat mit seiner Schwester Umgang gehabt; sie sollen ihre
Schuld tragen.
Wenn ein Mann bei einer
Frau liegt zur Zeit ihrer Tage und mit ihr Umgang hat und so den
Brunnen ihres Blutes aufdeckt und sie den Brunnen ihres Blutes
aufdeckt, so sollen beide aus ihrem Volk ausgerottet werden.
Mit der Schwester
deiner Mutter und mit der Schwester deines Vaters sollst du nicht
Umgang haben. Wer das tut, schändet seine Blutsverwandte;
sie sollen ihre Schuld tragen.
Wenn jemand mit der Frau
seines Oheims Umgang hat, der hat seinen Oheim geschändet.
Sie sollen ihre Schuld tragen; ohne Kinder sollen sie sterben.
Wenn jemand die Frau seines
Bruders nimmt, so ist das eine abscheuliche Tat. Sie sollen ohne
Kinder sein, denn er hat damit seinen Bruder geschändet.
So haltet nun alle
meine Satzungen und meine Rechte und tut danach, auf daß
euch nicht das Land ausspeie, in das ich euch führen will,
damit ihr darin wohnet.
Und wandelt nicht in den
Satzungen der Völker, die ich vor euch her vertreiben werde.
Denn das alles haben sie getan, und ich habe einen Ekel an ihnen
gehabt.
Euch aber sage ich: Ihr Land
soll euch zufallen; und ich will es euch zum Erbe geben, ein
Land, darin Milch und Honig fließt. Ich bin der HERR, euer
Gott, der euch von den Völkern abgesondert hat,
daß ihr auch absondern
sollt das reine Vieh vom unreinen und die unreinen Vögel von
den reinen und euch nicht unrein machet an Vieh, an Vögeln
und an allem, was auf Erden kriecht, das ich abgesondert habe,
daß es euch unrein sei.
Darum sollt ihr mir heilig
sein; denn ich, der HERR, bin heilig, der euch abgesondert hat
von den Völkern, daß ihr mein wäret.
Wenn ein Mann oder eine
Frau Geister beschwören oder Zeichen deuten kann, so sollen
sie des Todes sterben; man soll sie steinigen; ihre Blutschuld
komme über sie.
Gesetz für die Priester
Kapitel 21
Und der HERR sprach zu Mose:
Sage den Priestern, den Söhnen Aarons, und sprich zu ihnen:
Ein Priester soll sich an keinem Toten seines Volks unrein machen
außer an seinen nächsten
Blutsverwandten: an seiner Mutter, an seinem Vater, an seinem
Sohn, an seiner Tochter, an seinem Bruder
und an seiner Schwester, die
noch Jungfrau und noch bei ihm ist, die keines Mannes Frau
gewesen ist. An deren Leiche darf er sich unrein machen.
Sonst soll er sich nicht
unrein machen an irgendeinem, der ihm zugehört unter seinem
Volk; er würde sich entheiligen.
Sie sollen auch keine
Glatze scheren auf ihrem Haupt noch ihren Bart stutzen und an
ihrem Leibe kein Mal einschneiden.
Sie sollen ihrem Gott heilig
sein und nicht entheiligen den Namen ihres Gottes, denn sie
opfern die Feueropfer des HERRN, die Speise ihres Gottes; darum
sollen sie heilig sein.
Sie sollen keine Hure
zur Frau nehmen noch eine, die nicht mehr Jungfrau ist oder die
von ihrem Mann verstoßen ist; denn sie sind heilig ihrem
Gott.
Darum sollst du den Priester
heilig halten, denn er opfert die Speise deines Gottes. Er soll
dir heilig sein; denn ich bin heilig, der HERR, der euch heiligt.
Wenn eines Priesters
Tochter sich durch Hurerei entheiligt, so soll man sie mit Feuer
verbrennen; denn sie hat ihren Vater entheiligt.
Wer Hoherpriester ist
unter seinen Brüdern, auf dessen Haupt das Salböl
gegossen und dessen Hand gefüllt ist und der angezogen ist
mit den heiligen Kleidern, der soll sein Haupthaar nicht wirr
hängen lassen und seine Kleider nicht zerreißen
und soll zu keinem Toten
kommen und soll sich weder an Vater noch an Mutter unrein machen.
Aus dem Heiligtum soll er
nicht gehen, daß er nicht entheilige das Heiligtum seines
Gottes; denn die Weihe des Salböls seines Gottes ist auf
ihm. Ich bin der HERR.
Eine Jungfrau soll er zur Frau
nehmen,
keine Witwe oder Verstoßene
oder Entehrte oder Hure, sondern eine Jungfrau seines Volks soll
er zur Frau nehmen,
damit er seine Nachkommen
nicht entheilige unter seinem Volk; denn ich bin der HERR, der
ihn heiligt.
Und der HERR redete mit
Mose und sprach:
Sage zu Aaron: Wenn einer
deiner Nachkommen in künftigen Geschlechtern einen Fehler
hat, der soll nicht herzutreten, um die Speise seines Gottes zu
opfern.
Denn keiner, an dem ein Fehler
ist, soll herzutreten, er sei blind, lahm, mit einem entstellten
Gesicht, mit irgendeiner Mißbildung
oder wer einen gebrochenen Fuß
oder eine gebrochene Hand hat
oder bucklig oder verkümmert
ist oder wer einen weißen Fleck im Auge hat oder Krätze
oder Flechten oder beschädigte Hoden hat.
Wer nun unter Aarons, des
Priesters, Nachkommen einen Fehler an sich hat, der soll nicht
herzutreten, zu opfern die Feueropfer des HERRN; denn er hat
einen Fehler. Darum soll er sich nicht nahen, um die Speise
seines Gottes zu opfern.
Doch essen darf er die Speise
seines Gottes, vom Heiligen und vom Hochheiligen.
Aber zum Vorhang soll er nicht
kommen noch zum Altar nahen, weil ein Fehler an ihm ist, damit er
nicht entheilige mein Heiligtum; denn ich bin der HERR, der sie
heiligt.
Mose aber sagte dies zu
Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Kindern Israel.
Gesetz über den Genuß der Opfergaben
Kapitel 22
Und der HERR redete mit Mose
und sprach:
Sage Aaron und seinen Söhnen,
daß sie achtsam seien mit dem Heiligen der Kinder Israel,
den Gaben, die sie mir heiligen, damit sie meinen heiligen Namen
nicht entheiligen. Ich bin der HERR.
So sage ihnen nun für
ihre Nachkommen: Wer von euren Nachkommen herzutritt zu dem
Heiligen, das die Kinder Israel dem HERRN heiligen, und hat eine
Unreinheit an sich, der wird ausgerottet werden vor meinem
Antlitz. Ich bin der HERR.
Wer von den Nachkommen Aarons
aussätzig ist oder einen Ausfluß hat, der soll nicht
essen von dem Heiligen, bis er wieder rein ist. Wer etwa einen
anrührt, der an einem Toten unrein geworden ist, oder wem
der Same abgeht im Schlaf,
und wer irgendein Gewürm
anrührt, wodurch er unrein wird, oder einen Menschen, durch
den er unrein wird, oder irgend etwas, was ihn unrein macht,
wer deren eins anrührt,
der ist unrein bis zum Abend und soll von dem Heiligen nicht
essen, sondern soll zuvor seinen Leib mit Wasser abwaschen.
Und wenn die Sonne
untergegangen ist, so ist er rein. Dann darf er davon essen, denn
es ist seine Nahrung.
Ein verendetes oder
zerrissenes Tier soll er nicht essen, damit er nicht unrein daran
werde. Ich bin der HERR.
Darum sollen sie meine
Satzungen halten, daß sie nicht Sünde auf sich laden
und daran sterben, wenn sie sich entheiligen. Ich bin der HERR,
der sie heiligt.
Kein Fremder soll von
dem Heiligen essen noch des Priesters Beisasse noch sein
Tagelöhner.
Wenn aber der Priester einen
Sklaven für Geld kauft, so darf er davon essen. Und der
Sklave, der ihm in seinem Hause geboren wird, der darf auch von
seiner Speise essen.
Wenn aber des Priesters
Tochter die Frau eines Mannes wird, der nicht aus einer
priesterlichen Sippe ist, so soll sie nicht von der heiligen
Opfergabe essen.
Wird sie aber eine Witwe oder
verstoßen und hat keine Kinder und kehrt zurück in
ihres Vaters Haus, so darf sie essen von ihres Vaters Speise wie
in ihrer Jugend. Aber kein Fremder soll davon essen.
Wer aus Versehen von
dem Heiligen ißt, der soll den fünften Teil dazutun
und ihn dem Priester geben samt dem Heiligen.
Denn die Priester sollen nicht
entheiligen lassen das Heilige der Kinder Israel, die Opfergabe
für den HERRN,
und dadurch die Kinder Israel
mit Schuld beladen, daß diese ihr Geheiligtes essen; denn
ich bin der HERR, der sie heiligt.
Die Opfer sollen ohne Mängel sein
Und der HERR redete mit Mose
und sprach:
Sage Aaron und seinen Söhnen
und allen Kindern Israel: Wer aus dem Hause Israel oder von den
Fremdlingen in Israel sein Opfer darbringen will, es sei auf ein
Gelübde hin oder aus freiem Willen, was sie dem HERRN als
Brandopfer darbringen wollen, -
damit es euch wohlgefällig
mache, soll es ein männliches Tier sein, ohne Fehler, von
Rindern oder Schafen oder Ziegen.
Alles, was einen Fehler hat,
sollt ihr nicht opfern, denn es wird euch nicht wohlgefällig
machen.
Und wenn jemand ein
Dankopfer dem HERRN darbringen will, um ein Gelübde zu
erfüllen oder aus freiem Willen, von Rindern oder Schafen,
so soll das ohne Gebrechen sein, damit es wohlgefällig sei.
Es soll keinen Fehler haben.
Ist es blind oder hat es ein
gebrochenes Glied oder eine Wunde oder ein Geschwür oder
Krätze oder Flechten, so sollt ihr es dem HERRN nicht opfern
und davon kein Feueropfer bringen auf den Altar des HERRN.
Rinder oder Schafe, die
zu lange oder zu kurze Glieder haben, magst du aus freiem Willen
opfern, aber für ein Gelübde sind sie nicht
wohlgefällig.
Du sollst auch dem HERRN kein
Tier zum Opfer bringen, dem die Hoden zerdrückt oder
zerschlagen oder zerrissen oder ausgeschnitten sind. So etwas
sollt ihr in eurem Lande an Tieren nicht tun.
Ihr sollt auch solche Tiere
nicht aus der Hand eines Ausländers nehmen und als Speise
eures Gottes opfern; denn sie taugen nicht und haben einen
Fehler. Darum wird es euch nicht wohlgefällig machen.
Weitere Opfergesetze
Und der HERR redete mit Mose
und sprach:
Wenn ein Rind oder Schaf oder
eine Ziege geboren ist, so soll das Junge sieben Tage bei seiner
Mutter sein; aber am achten Tage und danach darf man's dem HERRN
opfern, so ist es wohlgefällig.
Ein Rind oder Schaf soll man
nicht mit seinem Jungen an einem Tage schlachten.
Wenn ihr aber dem HERRN
ein Lobopfer darbringen wollt, das euch wohlgefällig macht,
so sollt ihr's an demselben
Tage essen, und sollt nichts übrig behalten bis zum Morgen;
ich bin der HERR.
Darum haltet meine
Gebote und tut danach; ich bin der HERR.
Entheiliget nicht meinen
heiligen Namen, damit ich geheiligt werde unter den Kindern
Israel; ich bin der HERR, der euch heiligt,
der euch aus Ägyptenland
geführt hat, um euer Gott zu sein. Ich bin der HERR.
Gesetze über den Sabbat und die jährlichen Feste
Kapitel 23
Und der HERR redete mit Mose
und sprach:
Sage den Kindern Israel und
sprich zu ihnen: Dies sind die Feste des HERRN, die ihr ausrufen
sollt als heilige Versammlungen; dies sind meine Feste:
Sechs Tage sollst du arbeiten;
der siebente Tag aber ist ein feierlicher Sabbat, heilige
Versammlung. Keine Arbeit sollt ihr an ihm tun; denn es ist ein
Sabbat für den HERRN, überall wo ihr wohnt.
Dies sind aber die
Feste des HERRN, die ihr ausrufen sollt als heilige Versammlungen
an ihren Tagen:
Am vierzehnten Tage des ersten
Monats gegen Abend ist des HERRN Passa.
Und am fünfzehnten
desselben Monats ist das Fest der ungesäuerten Brote für
den HERRN; da sollt ihr sieben Tage ungesäuertes Brot essen.
Am ersten Tage sollt ihr eine
heilige Versammlung halten; da sollt ihr keine Arbeit tun.
Und sieben Tage sollt ihr dem
HERRN Feueropfer darbringen. Am siebenten Tage soll wieder eine
heilige Versammlung sein; da sollt ihr auch keine Arbeit tun.
Und der HERR redete mit
Mose und sprach:
Sage den Kindern Israel und
sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben
werde, und es aberntet, so sollt ihr die erste Garbe eurer Ernte
zu dem Priester bringen.
Der soll die Garbe als
Schwingopfer schwingen vor dem HERRN, daß sie euch
wohlgefällig mache. Das soll aber der Priester tun am Tage
nach dem Sabbat.
Und ihr sollt am Tage, da eure
Garbe geschwungen wird, ein Brandopfer dem HERRN bringen von
einem einjährigen Schaf, ohne Fehler,
samt dem Speisopfer: zwei
Zehntel feinstes Mehl, mit Öl vermengt, als ein Feueropfer
für den HERRN zum lieblichen Geruch; dazu das Trankopfer:
eine viertel Kanne Wein.
Und ihr sollt von der neuen
Ernte kein Brot noch geröstete oder frische Körner
essen, bis zu dem Tag, da ihr eurem Gott seine Gabe bringt. Das
soll eine ewige Ordnung sein bei euren Nachkommen, überall
wo ihr wohnt.
Danach sollt ihr zählen
vom Tage nach dem Sabbat, da ihr die Garbe als Schwingopfer
darbrachtet, sieben ganze Wochen.
Bis zu dem Tag nach dem
siebenten Sabbat, nämlich fünfzig Tage, sollt ihr
zählen und dann ein neues Speisopfer dem HERRN opfern.
Ihr sollt aus euren Wohnungen
zwei Brote bringen als Schwingopfer, von zwei Zehnteln feinstem
Mehl, gesäuert und gebacken, als Erstlingsgabe für den
HERRN.
Und ihr sollt herzubringen
neben eurem Brot sieben einjährige Schafe ohne Fehler und
einen jungen Stier und zwei Widder – das soll des HERRN
Brandopfer sein – mit ihren Speisopfern und Trankopfern als
ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den HERRN.
Dazu sollt ihr opfern einen
Ziegenbock zum Sündopfer und zwei einjährige Schafe zum
Dankopfer.
Und der Priester soll sie als
Schwingopfer schwingen samt den Erstlingsbroten vor dem HERRN.
Das alles soll als ein Schwingopfer dem HERRN heilig sein und dem
Priester gehören.
Und ihr sollt an diesem Tag
eine heilige Versammlung ausrufen; keine Arbeit sollt ihr tun.
Eine ewige Ordnung soll das sein bei euren Nachkommen, überall
wo ihr wohnt.
Wenn ihr aber euer Land
aberntet, sollt ihr nicht alles bis an die Ecken des Feldes
abschneiden, auch nicht Nachlese halten, sondern sollt es den
Armen und Fremdlingen lassen. Ich bin der HERR, euer Gott.
Und der HERR redete mit
Mose und sprach:
Sage zu den Kindern Israel: Am
ersten Tage des siebenten Monats sollt ihr Ruhetag halten mit
Posaunenblasen zum Gedächtnis, eine heilige Versammlung.
Da sollt ihr keine Arbeit tun
und sollt dem HERRN Feueropfer darbringen.
Und der HERR redete mit
Mose und sprach:
Am zehnten Tage in diesem
siebenten Monat ist der Versöhnungstag. Da sollt ihr eine
heilige Versammlung halten und fasten und dem HERRN Feueropfer
darbringen
und sollt keine Arbeit tun an
diesem Tage, denn es ist der Versöhnungstag, daß ihr
entsühnt werdet vor dem HERRN, eurem Gott.
Denn wer nicht fastet an
diesem Tage, der wird aus seinem Volk ausgerottet werden.
Und wer an diesem Tage
irgendeine Arbeit tut, den will ich vertilgen aus seinem Volk.
Darum sollt ihr keine Arbeit
tun. Das soll eine ewige Ordnung sein bei euren Nachkommen,
überall wo ihr wohnt.
Ein feierlicher Sabbat soll er
euch sein, und ihr sollt fasten. Am neunten Tage des Monats, am
Abend, sollt ihr diesen Ruhetag halten, vom Abend an bis wieder
zum Abend.
Und der HERR redete mit
Mose und sprach:
Sage zu den Kindern Israel: Am
fünfzehnten Tage dieses siebenten Monats ist das
Laubhüttenfest für den HERRN, sieben Tage lang.
Am ersten Tage soll eine
heilige Versammlung sein; keine Arbeit sollt ihr tun.
Sieben Tage sollt ihr dem
HERRN Feueropfer darbringen. Am achten Tage sollt ihr wieder eine
heilige Versammlung halten und sollt Feueropfer dem HERRN
darbringen. Es ist eine Festversammlung; keine Arbeit sollt ihr
tun.
Das sind die Feste des
HERRN, die ihr als heilige Versammlungen ausrufen sollt, um dem
HERRN Feueropfer darzubringen: Brandopfer, Speisopfer,
Schlachtopfer und Trankopfer, ein jedes an seinem Tage,
abgesehen von den Sabbaten des
HERRN und euren andern Gaben und Gelübden und freiwilligen
Gaben, die ihr dem HERRN gebt.
Am fünfzehnten
Tage des siebenten Monats, wenn ihr die Früchte des Landes
einbringt, sollt ihr ein Fest des HERRN halten sieben Tage lang.
Am ersten Tage ist Ruhetag und am achten Tage ist auch Ruhetag.
Ihr sollt am ersten Tage
Früchte nehmen von schönen Bäumen, Palmwedel und
Zweige von Laubbäumen und Bachweiden und sieben Tage
fröhlich sein vor dem HERRN, eurem Gott,
und sollt das Fest dem HERRN
halten jährlich sieben Tage lang. Das soll eine ewige
Ordnung sein bei euren Nachkommen, daß sie im siebenten
Monat so feiern.
Sieben Tage sollt ihr in
Laubhütten wohnen. Wer einheimisch ist in Israel, soll in
Laubhütten wohnen,
daß eure Nachkommen
wissen, wie ich die Kinder Israel habe in Hütten wohnen
lassen, als ich sie aus Ägyptenland führte. Ich bin der
HERR, euer Gott.
Und Mose tat den
Kindern Israel die Feste des HERRN kund.
Gesetze über die Lampen und Schaubrote
Kapitel 24
Und der HERR redete mit Mose
und sprach:
Gebiete den Kindern Israel,
daß sie zu dir bringen reines Öl aus zerstoßenen
Oliven für den Leuchter, daß man beständig Lampen
aufsetzen kann.
Außen vor dem Vorhang,
der vor der Lade mit dem Gesetz hängt, in der Stiftshütte
soll Aaron den Leuchter herrichten, daß er vom Abend bis
zum Morgen beständig leuchte vor dem HERRN. Das sei eine
ewige Ordnung bei euren Nachkommen.
Er soll die Lampen auf dem
Leuchter von feinem Gold herrichten, daß sie vor dem HERRN
beständig leuchten.
Und du sollst feinstes
Mehl nehmen und davon zwölf Brote backen – zwei
Zehntel soll ein Brot haben -
und sollst sie legen in zwei
Reihen, je sechs in einer Reihe, auf den Tisch von feinem Gold
vor dem HERRN.
Und sollst auf sie legen
reinen Weihrauch, daß er als Gedenkopfer bei den Broten
sei, ein Feueropfer für den HERRN.
An jedem Sabbat soll er sie
zurichten vor dem HERRN als beständige Gabe der Kinder
Israel, eine Ordnung für immer,
und sie sollen Aaron und
seinen Söhnen gehören. Die sollen sie essen an heiliger
Stätte; denn als ein Hochheiliges von den Opfern des HERRN
gehören sie Aaron als ewiges Recht.
Strafen für Gotteslästerung, Totschlag und Gewalt
Es ging aber der Sohn einer
israelitischen Frau und eines ägyptischen Mannes mitten
unter die Kinder Israel und zankte sich im Lager mit einem
israelitischen Mann
und lästerte den Namen
des HERRN und fluchte. Da brachten sie ihn zu Mose – seine
Mutter aber hieß Schelomith, eine Tochter Dibris vom Stamm
Dan -
und legten ihn gefangen, bis
ihnen klare Antwort würde durch den Mund des HERRN.
Und der HERR redete mit Mose
und sprach:
Führe den Flucher hinaus
vor das Lager und laß alle, die es gehört haben, ihre
Hände auf sein Haupt legen und laß die ganze Gemeinde
ihn steinigen
und sage zu den Kindern
Israel: Wer seinem Gott flucht, der soll seine Schuld tragen.
Wer des HERRN Namen lästert,
der soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll ihn
steinigen. Ob Fremdling oder Einheimischer, wer den Namen
lästert, soll sterben.
Wer irgendeinen
Menschen erschlägt, der soll des Todes sterben.
Wer aber ein Stück Vieh
erschlägt, der soll's ersetzen, Leben um Leben.
Und wer seinen Nächsten
verletzt, dem soll man tun, wie er getan hat,
Schaden um Schaden, Auge um
Auge, Zahn um Zahn; wie er einen Menschen verletzt hat, so soll
man ihm auch tun.
Wer ein Stück Vieh
erschlägt, der soll's erstatten; wer aber einen Menschen
erschlägt, der soll sterben.
Es soll ein und dasselbe Recht
unter euch sein, für den Fremdling wie für den
Einheimischen; ich bin der HERR, euer Gott.
Mose aber sagte es den
Kindern Israel, und sie führten den Flucher hinaus vor das
Lager und steinigten ihn. So taten die Kinder Israel, wie der
HERR es Mose geboten hatte.
Gesetz über Sabbatjahr und Erlaßjahr
Kapitel 25
Und der HERR sprach zu Mose
auf dem Berge Sinai:
Rede mit den Kindern Israel
und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch
geben werde, so soll das Land dem HERRN einen Sabbat feiern.
Sechs Jahre sollst du dein
Feld besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und
die Früchte einsammeln,
aber im siebenten Jahr soll
das Land dem HERRN einen feierlichen Sabbat halten; da sollst du
dein Feld nicht besäen noch deinen Weinberg beschneiden.
Was von selber nach
deiner Ernte wächst, sollst du nicht ernten, und die
Trauben, die ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht lesen;
ein Sabbatjahr des Landes soll es sein.
Was das Land während
seines Sabbats trägt, davon sollt ihr essen, du und dein
Knecht und deine Magd, dein Tagelöhner und dein Beisasse,
die bei dir weilen,
dein Vieh und das Wild in
deinem Lande; all sein Ertrag soll zur Nahrung dienen.
Und du sollst zählen
sieben Sabbatjahre, siebenmal sieben Jahre, daß die Zeit
der sieben Sabbatjahre neunundvierzig Jahre mache.
Da sollst du die Posaune
blasen lassen durch euer ganzes Land am zehnten Tage des
siebenten Monats, am Versöhnungstag.
Und ihr sollt das fünfzigste
Jahr heiligen und sollt eine Freilassung ausrufen im Lande für
alle, die darin wohnen; es soll ein Erlaßjahr für euch
sein. Da soll ein jeder bei euch wieder zu seiner Habe und zu
seiner Sippe kommen.
Als Erlaßjahr soll das
fünfzigste Jahr euch gelten. Ihr sollt nicht säen und,
was von selber wächst, nicht ernten, auch, was ohne Arbeit
wächst, im Weinberg nicht lesen;
denn das Erlaßjahr soll
euch heilig sein; vom Felde weg dürft ihr essen, was es
trägt.
Das ist das Erlaßjahr,
da jedermann wieder zu dem Seinen kommen soll.
Wenn du nun deinem Nächsten
etwas verkaufst oder ihm etwas abkaufst, soll keiner seinen
Bruder übervorteilen,
sondern nach der Zahl der
Jahre vom Erlaßjahr an sollst du es von ihm kaufen; danach,
wieviel Jahre noch Ertrag bringen, soll er dir's verkaufen.
Sind es noch viele Jahre, so
darfst du den Kaufpreis steigern; sind es noch wenige Jahre,
sollst du den Kaufpreis verringern; denn die Zahl der Ernten
verkauft er dir.
So übervorteile nun
keiner seinen Nächsten, sondern fürchte dich vor deinem
Gott; denn ich bin der HERR, euer Gott.
Darum tut nach meinen
Satzungen und haltet meine Rechte, daß ihr danach tut, auf
daß ihr im Lande sicher wohnen könnt.
Denn das Land soll euch seine
Früchte geben, daß ihr genug zu essen habt und sicher
darin wohnt.
Und wenn ihr sagt: Was sollen
wir essen im siebenten Jahr? Denn wenn wir nicht säen, so
sammeln wir auch kein Getreide ein -,
so will ich meinem Segen über
euch im sechsten Jahr gebieten, daß er Getreide schaffen
soll für drei Jahre,
daß ihr säet im
achten Jahr und von dem alten Getreide esset bis in das neunte
Jahr, so daß ihr vom alten esset, bis wieder neues Getreide
kommt.
Darum sollt ihr das Land nicht
verkaufen für immer; denn das Land ist mein, und ihr seid
Fremdlinge und Beisassen bei mir.
Und bei all eurem Grundbesitz
sollt ihr für das Land die Einlösung gewähren.
Gesetz über Einlösung im Blick auf das Erlaßjahr
Wenn dein Bruder verarmt und
etwas von seiner Habe verkauft, so soll sein nächster
Verwandter kommen und einlösen, was sein Bruder verkauft
hat.
Wenn aber jemand keinen Löser
hat und selbst so viel aufbringen kann, um es einzulösen,
so soll er die Jahre
abrechnen, seitdem er's verkauft hat, und was noch übrig
ist, dem Käufer zurückzahlen und so wieder zu seiner
Habe kommen.
Kann er aber nicht so viel
aufbringen, um es ihm zurückzuzahlen, so soll, was er
verkauft hat, in der Hand des Käufers bleiben bis zum
Erlaßjahr. Dann soll es frei werden und er wieder zu seiner
Habe kommen.
Wer ein Wohnhaus
verkauft in einer Stadt mit Mauern, der hat ein ganzes Jahr
Frist, es wieder einzulösen. Das soll die Zeit sein, darin
er es einlösen kann.
Wenn er's aber nicht einlöst,
ehe das ganze Jahr um ist, so soll es der Käufer für
immer behalten und seine Nachkommen, und es soll nicht frei
werden im Erlaßjahr.
Ist's aber ein Haus auf dem
Dorf, um das keine Mauer ist, so soll man es dem Feld des Landes
gleich rechnen, und es soll immer eingelöst werden können
und im Erlaßjahr frei werden.
Was aber die Städte der
Leviten anlangt, so sollen sie die Häuser in den Städten,
die ihnen gehören, jederzeit einlösen können.
Wenn einer von den Leviten
nicht einlöst, so soll das verkaufte Haus in der Stadt, die
ihnen gehört, im Erlaßjahr frei werden; denn die
Häuser in den Städten der Leviten sind ihr Besitz
inmitten der Kinder Israel.
Auch das Weideland vor ihren
Städten soll man nicht verkaufen; denn das ist ihr Eigentum
für immer.
Wenn dein Bruder neben
dir verarmt und nicht mehr bestehen kann, so sollst du dich
seiner annehmen wie eines Fremdlings oder Beisassen, daß er
neben dir leben könne;
und du sollst nicht Zinsen von
ihm nehmen noch Aufschlag, sondern sollst dich vor deinem Gott
fürchten, daß dein Bruder neben dir leben könne.
Denn du sollst ihm dein Geld
nicht auf Zinsen leihen noch Speise geben gegen Aufschlag.
Ich bin der HERR, euer Gott,
der euch aus Ägyptenland geführt hat, um euch das Land
Kanaan zu geben und euer Gott zu sein.
Wenn dein Bruder neben
dir verarmt und sich dir verkauft, so sollst du ihn nicht als
Sklaven dienen lassen;
sondern wie ein Tagelöhner,
wie ein Beisasse soll er bei dir sein und bis an das Erlaßjahr
bei dir dienen.
Dann soll er von dir frei
ausgehen und seine Kinder mit ihm und soll zurückkehren zu
seiner Sippe und wieder zu seiner Väter Habe kommen.
Denn sie sind meine Knechte,
die ich aus Ägyptenland geführt habe. Darum soll man
sie nicht als Sklaven verkaufen.
Du sollst nicht mit Härte
über sie herrschen, sondern dich fürchten vor deinem
Gott.
Willst du aber Sklaven
und Sklavinnen haben, so sollst du sie kaufen von den Völkern,
die um euch her sind,
und auch von den Beisassen,
die als Fremdlinge unter euch wohnen, und von ihren Nachkommen,
die sie bei euch in eurem Lande zeugen. Die mögt ihr zu
eigen haben
und sollt sie vererben euren
Kindern zum Eigentum für immer; die sollt ihr Sklaven sein
lassen. Aber von euren Brüdern, den Kindern Israel, soll
keiner über den andern herrschen mit Härte.
Wenn irgendein
Fremdling oder Beisasse bei dir zu Besitz kommt und dein Bruder
neben ihm verarmt und sich dem Fremdling oder Beisassen bei dir
oder jemandem von dessen Sippe verkauft,
so soll er, nachdem er sich
verkauft hat, das Recht haben, wieder frei zu werden, und es soll
ihn jemand unter seinen Brüdern einlösen
oder sein Oheim oder sein
Vetter oder sonst sein nächster Blutsverwandter aus seinem
Geschlecht; oder wenn er selbst so viel aufbringen kann, so soll
er selbst sich einlösen.
Und er soll mit seinem Käufer
rechnen vom Jahr an, da er sich verkauft hatte, bis aufs
Erlaßjahr. Und das Geld, um das er sich verkauft hat, soll
nach der Zahl der Jahre berechnet werden, als wäre er die
ganze Zeit Tagelöhner bei ihm gewesen.
Sind noch viele Jahre bis zum
Erlaßjahr, so soll er entsprechend mehr zu seiner Einlösung
erstatten von dem Gelde, für das er gekauft wurde.
Sind aber nur wenige Jahre
übrig bis zum Erlaßjahr, so soll er sie berechnen und
entsprechend weniger zu seiner Einlösung erstatten.
Wie ein Tagelöhner soll
er von Jahr zu Jahr bei ihm sein, doch soll er nicht mit Härte
über ihn herrschen vor deinen Augen.
Wird er aber nicht auf diese
Weise eingelöst, so soll er im Erlaßjahr frei ausgehen
und seine Kinder mit ihm.
Denn mir gehören die
Kinder Israel als Knechte; meine Knechte sind sie, die ich aus
Ägyptenland geführt habe. Ich bin der HERR, euer Gott.
Segen und Fluch
Kapitel 26
Ihr sollt euch keine Götzen
machen und euch weder Bild noch Steinmal aufrichten, auch keinen
Stein mit Bildwerk setzen in eurem Lande, um davor anzubeten;
denn ich bin der HERR, euer Gott.
Haltet meine Sabbate und habt
Ehrfurcht vor meinem Heiligtum. Ich bin der HERR.
Werdet ihr in meinen
Satzungen wandeln und meine Gebote halten und tun,
so will ich euch Regen geben
zur rechten Zeit, und das Land soll sein Gewächs geben und
die Bäume auf dem Felde ihre Früchte bringen.
Und die Dreschzeit soll
reichen bis zur Weinernte, und die Weinernte soll reichen bis zur
Zeit der Saat. Und ihr sollt Brot die Fülle haben und sollt
sicher in eurem Lande wohnen.
Ich will Frieden geben in
eurem Lande, daß ihr schlafet und euch niemand aufschrecke.
Ich will die wilden Tiere aus eurem Lande wegschaffen, und kein
Schwert soll durch euer Land gehen.
Ihr sollt eure Feinde jagen,
und sie sollen vor euch her dem Schwert verfallen.
Fünf von euch sollen
hundert jagen, und hundert von euch sollen zehntausend jagen;
denn eure Feinde sollen vor euch her dem Schwert verfallen.
Und ich will mich zu euch
wenden und will euch fruchtbar machen und euch mehren und will
meinen Bund mit euch halten.
Und ihr werdet noch von dem
Vorjährigen essen und, wenn das Neue kommt, das Vorjährige
wegtun müssen.
Ich will meine Wohnung unter
euch haben und will euch nicht verwerfen.
Und ich will unter euch
wandeln und will euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein.
Denn ich bin der HERR, euer
Gott, der euch aus Ägyptenland geführt hat, damit ihr
nicht ihre Knechte bleibt, und habe euer Joch zerbrochen und habe
euch aufrecht einhergehen lassen.
Werdet ihr mir aber
nicht gehorchen und nicht alle diese Gebote tun
und werdet ihr meine Satzungen
verachten und meine Rechte verwerfen, daß ihr nicht tut
alle meine Gebote, und werdet ihr meinen Bund brechen,
so will auch ich euch dieses
tun: Ich will euch heimsuchen mit Schrecken, mit Auszehrung und
Fieber, daß euch die Augen erlöschen und das Leben
hinschwindet. Ihr sollt umsonst euren Samen säen, und eure
Feinde sollen ihn essen.
Und ich will mein Antlitz
gegen euch richten, und ihr sollt geschlagen werden vor euren
Feinden, und die euch hassen, sollen über euch herrschen,
und ihr sollt fliehen, ohne daß euch einer jagt.
Wenn ihr mir aber auch
dann noch nicht gehorcht, so will ich euch noch weiter strafen,
siebenfältig, um eurer Sünden willen,
daß ich euren Stolz und
eure Halsstarrigkeit breche, und will euren Himmel wie Eisen und
eure Erde wie Erz machen.
Und eure Mühe und Arbeit
soll verloren sein, daß euer Land sein Gewächs nicht
gebe und die Bäume im Lande ihre Früchte nicht bringen.
Und wenn ihr mir
zuwiderhandelt und mich nicht hören wollt, so will ich euch
noch weiter schlagen, siebenfältig, um eurer Sünden
willen.
Und ich will wilde Tiere unter
euch senden, die sollen eure Kinder fressen und euer Vieh
zerreißen und euch vermindern, und eure Straßen
sollen verlassen sein.
Werdet ihr euch aber
damit noch nicht von mir zurechtbringen lassen und mir
zuwiderhandeln,
so will auch ich euch
zuwiderhandeln und will euch siebenfältig mehr schlagen um
eurer Sünden willen
und will ein Racheschwert über
euch bringen, das meinen Bund rächen soll. Und wenn ihr euch
auch in eure Städte flüchtet, will ich doch die Pest
unter euch senden und will euch in die Hände eurer Feinde
geben.
Dann will ich euch den Vorrat
an Brot verderben; zehn Frauen sollen euer Brot in einem
Ofen backen, und euer Brot soll man euch nach Gewicht zuteilen,
und wenn ihr eßt, sollt ihr nicht satt werden.
Werdet ihr mir aber
auch dann noch nicht gehorchen und mir zuwiderhandeln,
so will auch ich euch im Grimm
zuwiderhandeln und will euch siebenfältig mehr strafen um
eurer Sünden willen,
daß ihr sollt eurer
Söhne und Töchter Fleisch essen.
Und ich will eure Opferhöhen
vertilgen und eure Rauchopfersäulen ausrotten und will eure
Leichname auf die Leichname eurer Götzen werfen und werde an
euch Ekel haben.
Und ich will eure Städte
wüst machen und eure Heiligtümer verheeren und will den
lieblichen Geruch eurer Opfer nicht mehr riechen.
So will ich das Land wüst
machen, daß eure Feinde, die darin wohnen werden, sich
davor entsetzen.
Euch aber will ich unter die
Völker zerstreuen und mit gezücktem Schwert hinter euch
her sein, daß euer Land soll wüst sein und eure Städte
zerstört.
Alsdann wird das Land
seine Sabbate nachholen, solange es wüst liegt und ihr in
der Feinde Land seid; ja, dann wird das Land ruhen und seine
Sabbate nachholen.
Solange es wüst liegt,
wird es ruhen, weil es nicht ruhen konnte, als ihr es solltet
ruhen lassen, während ihr darin wohntet.
Und denen, die von euch
übrigbleiben, will ich ein feiges Herz machen in ihrer
Feinde Land, daß sie ein raschelndes Blatt soll jagen, und
sie sollen davor fliehen, als jagte sie ein Schwert, und fallen,
wo sie doch niemand jagt.
Und einer soll über den
andern hinfallen, als wäre das Schwert hinter ihnen, wo sie
doch niemand jagt, und ihr sollt nicht bestehen können gegen
eure Feinde.
Und ihr sollt umkommen unter
den Völkern, und eurer Feinde Land soll euch fressen.
Die aber von euch
übrigbleiben, die sollen in der Feinde Land dahinschwinden
wegen ihrer Missetat, aber auch um der Missetat ihrer Väter
willen.
Umkehr des Volkes und Treue des HERRN
Da werden sie denn bekennen
ihre Missetat und ihrer Väter Missetat, daß sie mir
untreu gewesen sind und mir zuwidergehandelt haben.
- Darum habe auch ich ihnen
zuwidergehandelt und sie in das Land ihrer Feinde getrieben. - Da
wird sich ja ihr unbeschnittenes Herz demütigen, und dann
werden sie die Strafe für ihre Missetat abtragen.
Und ich werde an meinen Bund
mit Jakob gedenken und an meinen Bund mit Isaak und an meinen
Bund mit Abraham und werde an das Land gedenken.
Aber das Land wird von ihnen
verlassen sein und seine Sabbate nachholen, solange es wüst
liegt, und sie werden die Strafe für ihre Missetat abtragen,
weil sie meine Rechte verachtet und an meinen Satzungen Ekel
gehabt haben.
Aber wenn sie auch in der
Feinde Land sind, verwerfe ich sie dennoch nicht, und es ekelt
mich nicht vor ihnen, so daß es mit ihnen aus sein sollte
und mein Bund mit ihnen nicht mehr gelten sollte; denn ich bin
der HERR, ihr Gott.
Und ich will ihnen zugut an
meinen Bund mit den Vorfahren gedenken, die ich aus Ägyptenland
führte vor den Augen der Völker, auf daß ich ihr
Gott wäre, ich, der HERR.
Dies sind die Satzungen
und Rechte und Gesetze, die der HERR zwischen sich und den
Kindern Israel aufgerichtet hat auf dem Berge Sinai durch die
Hand des Mose.
Was man geloben und nach der Schätzung des Priesters
ablösen darf und was nicht
Kapitel 27
Und der HERR redete mit Mose
und sprach:
Rede mit den Kindern Israel
und sprich zu ihnen: Wenn jemand dem HERRN ein Gelübde getan
hat, das abgelöst werden soll, und es sich um einen Menschen
handelt,
so soll das deine Schätzung
sein: Einen Mann von zwanzig bis sechzig Jahren sollst du
schätzen auf fünfzig Lot Silber nach dem Gewicht des
Heiligtums,
eine Frau auf dreißig
Lot Silber.
Von fünf Jahren bis
zwanzig Jahren sollst du, wenn es ein Mann ist, schätzen auf
zwanzig Lot Silber, eine Frau aber auf zehn Lot Silber.
Von einem Monat an bis auf
fünf Jahre sollst du, wenn es ein Knabe ist, schätzen
auf fünf Lot Silber, ein Mädchen aber auf drei Lot
Silber.
Bei sechzig Jahren und darüber
sollst du, wenn es ein Mann ist, schätzen auf fünfzehn
Lot Silber, eine Frau aber auf zehn Lot Silber.
Ist er aber zu arm, diese
Schätzung zu zahlen, so soll er jenen Menschen vor den
Priester stellen, und der Priester soll ihn schätzen; er
soll ihn aber schätzen nach dem, was der zu geben vermag,
der das Gelübde getan hat.
Ist es aber ein Tier,
das man dem HERRN opfern darf: Jedes Tier, das man dem HERRN
gibt, ist heilig.
Man soll es nicht auswechseln noch tauschen, ein gutes
gegen ein schlechtes oder ein schlechtes gegen ein gutes. Wenn
aber jemand auswechselt ein Tier gegen das andere, so sollen sie
beide heilig sein.
Ist aber das Tier unrein, daß man es dem HERRN nicht
opfern darf, so soll man es vor den Priester stellen,
und der Priester soll es schätzen, ob es gut oder
schlecht sei, und es soll bei des Priesters Schätzung
bleiben.
Will's aber jemand ablösen, der soll den fünften
Teil über die Schätzung hinaus geben.
Wenn jemand sein Haus dem HERRN gelobt, daß
es ihm heilig sei, so soll es der Priester schätzen, ob es
gut oder schlecht sei, und wie es der Priester schätzt, so
soll's bleiben.
Wenn es aber der, der es gelobt hat, ablösen will, so
soll er den fünften Teil des Geldes, zu dem es geschätzt
ist, hinzulegen, dann soll es ihm wieder gehören.
Wenn jemand ein Stück Acker von seinem Erbgut
dem HERRN gelobt, so soll es geschätzt werden nach der
Aussaat. Ist die Aussaat ein Sack Gerste, so soll der Acker
fünfzig Lot Silber gelten.
Gelobt er seinen Acker vom Erlaßjahr an, so soll es
bei dieser Schätzung bleiben.
Hat er ihn aber nach dem Erlaßjahr gelobt, so soll
der Priester das Geld berechnen nach den übrigen Jahren bis
zum Erlaßjahr und ihn danach geringer schätzen.
Will aber der, der ihn gelobt hat, den Acker ablösen,
so soll er den fünften Teil des Geldes, auf das er geschätzt
ist, hinzulegen, so soll er wieder sein werden.
Wenn er ihn aber nicht ablöst und verkauft ihn
dennoch einem andern, so kann er nicht mehr abgelöst werden,
sondern wenn dieser Acker im Erlaßjahr frei wird,
soll er dem HERRN heilig sein wie ein gebannter Acker und soll
des Priesters Eigentum sein.
Wenn aber jemand dem HERRN einen Acker gelobt, den er
gekauft hat und der also nicht sein Erbgut ist,
so soll der Priester berechnen, was er gilt bis zum
Erlaßjahr, und er soll diese Summe am selben Tage geben,
daß sie dem HERRN heilig sei.
Aber im Erlaßjahr soll der Acker wieder an den
gelangen, von dem er ihn gekauft hat, dem er als sein Erbgut
gehört.
Alle Schätzung soll geschehen nach dem Gewicht des
Heiligtums; ein Lot aber hat zwanzig Gramm.
Die Erstgeburt unter dem Vieh, die dem HERRN auch
sonst gebührt, soll niemand geloben, es sei ein Stier oder
Schaf; es gehört dem HERRN.
Ist es aber unreines Vieh, so soll man es ablösen
nach der Schätzung und darüber hinaus geben den fünften
Teil. Will man es nicht ablösen, so werde es verkauft nach
der Schätzung.
Man soll Gebanntes nicht verkaufen oder ablösen,
das jemand dem HERRN durch einen Bann geweiht hat, von allem, was
sein ist, es seien Menschen, Vieh oder Erbacker; denn alles
Gebannte ist ein Hochheiliges dem HERRN.
Man soll auch keinen gebannten Menschen loskaufen; er soll
des Todes sterben.
Alle Zehnten im Lande, vom Ertrag des Landes und
von den Früchten der Bäume, gehören dem HERRN und
sollen dem HERRN heilig sein.
Will aber jemand seinen Zehnten ablösen, der soll den
fünften Teil darüber hinaus geben.
Und alle Zehnten von Rindern und Schafen, alles, was unter
dem Hirtenstabe hindurchgeht, jedes zehnte davon soll heilig sein
dem HERRN.
Man soll nicht fragen, ob es gut oder schlecht sei, man
soll's auch nicht auswechseln. Wenn es aber jemand auswechselt,
soll beides heilig sein und darf nicht abgelöst werden.
Das sind die Gebote, die der HERR dem Mose gebot
für die Kinder Israel auf dem Berge Sinai.
4.
Mose 1-18
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