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DIE BIBEL
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Schrift
DAS DRITTE
BUCH MOSE
Kapitel 1 -
14
Gesetz über Brandopfer
Kapitel 1
Und der HERR rief Mose und redete mit ihm aus der
Stiftshütte und sprach:
Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wer unter
euch dem HERRN ein Opfer darbringen will, der bringe es von dem
Vieh, von Rindern oder von Schafen und Ziegen.
Will er ein Brandopfer darbringen von Rindern, so opfere
er ein männliches Tier, das ohne Fehler ist, vor der Tür
der Stiftshütte, damit es ihn wohlgefällig mache vor
dem HERRN,
und lege seine Hand auf den Kopf des Brandopfers, damit es
ihn wohlgefällig mache und für ihn Sühne schaffe.
Dann soll er das Rind schlachten vor dem HERRN, und die
Priester, Aarons Söhne, sollen das Blut herzubringen und
ringsum an den Altar sprengen, der vor der Tür der
Stiftshütte ist.
Und er soll dem Brandopfer das Fell abziehen und es in
seine Stücke zerlegen.
Und die Priester, Aarons Söhne, sollen ein Feuer auf
dem Altar machen und Holz oben darauf legen
und sollen die Stücke samt dem Kopf und dem Fett auf
das Holz legen, das über dem Feuer auf dem Altar liegt.
Die Eingeweide aber und die Schenkel soll er mit Wasser
waschen, und der Priester soll das alles auf dem Altar in Rauch
aufgehen lassen. Das ist ein Brandopfer, ein Feueropfer zum
lieblichen Geruch für den HERRN.
Will er aber von Schafen oder Ziegen ein Brandopfer
darbringen, so opfere er ein männliches Tier, das ohne
Fehler ist.
Und er schlachte es an der Seite des Altars nach Norden zu
vor dem HERRN. Und die Priester, Aarons Söhne, sollen das
Blut ringsum an den Altar sprengen.
Und er zerlege es in seine Stücke, und der Priester
soll sie samt dem Kopf und dem Fett auf das Holz über dem
Feuer legen, das auf dem Altar ist.
Aber die Eingeweide und die Schenkel soll er mit Wasser
waschen, und der Priester soll das alles auf dem Altar opfern und
in Rauch aufgehen lassen. Das ist ein Brandopfer, ein Feueropfer
zum lieblichen Geruch für den HERRN.
Will er aber von Vögeln dem HERRN ein
Brandopfer darbringen, so bringe er's von Turteltauben oder
andern Tauben.
Und der Priester soll's zum Altar bringen und ihm den Kopf
abknicken und – er soll es ja auf dem Altar in Rauch
aufgehen lassen – das Blut ausbluten lassen an der Wand des
Altars.
Und den Kropf mit seinem Inhalt soll man neben dem Altar
nach Osten zu auf den Aschenhaufen werfen
und soll seine Flügel einreißen, aber nicht
abbrechen. Und so soll's der Priester auf dem Altar in Rauch
aufgehen lassen auf dem Holz über dem Feuer. Das ist ein
Brandopfer, ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für den
HERRN.
Gesetz über Speisopfer
Kapitel 2
Wenn jemand dem HERRN ein Speisopfer darbringen will, so
soll es von feinstem Mehl sein, und er soll Öl darauf gießen
und Weihrauch darauf legen
und es bringen zu den Priestern, Aarons Söhnen. Und
der Priester soll eine Handvoll nehmen von dem Mehl und Öl
samt dem ganzen Weihrauch und es als Gedenkopfer in Rauch
aufgehen lassen auf dem Altar als ein Feueropfer zum lieblichen
Geruch für den HERRN.
Das übrige aber vom Speisopfer soll Aaron und seinen
Söhnen gehören als ein Hochheiliges von den Feueropfern
des HERRN.
Willst du aber als Speisopfer etwas im Ofen
Gebackenes darbringen, so nimm Kuchen von feinstem Mehl,
ungesäuert, mit Öl vermengt, oder ungesäuerte
Fladen, mit Öl bestrichen.
Ist aber dein Speisopfer etwas auf der Pfanne Gebackenes,
so soll's von ungesäuertem Mehl sein, mit Öl vermengt,
und du sollst es in Stücke zerteilen und Öl
darauf gießen. Das ist ein Speisopfer.
Ist aber dein Speisopfer etwas im Tiegel
Bereitetes, so sollst du es von feinstem Mehl mit Öl machen
und sollst das Speisopfer, das du davon bereitet hast, dem
HERRN darbringen und sollst es zu dem Priester bringen, und der
soll damit zu dem Altar treten.
Und der Priester soll von dem Speisopfer das Gedenkopfer
abheben und in Rauch aufgehen lassen auf dem Altar als ein
Feueropfer zum lieblichen Geruch für den HERRN.
Das übrige aber soll Aaron und seinen Söhnen
gehören als ein Hochheiliges von den Feueropfern des HERRN.
Alle Speisopfer, die ihr dem HERRN opfern wollt,
sollt ihr ohne Sauerteig machen; denn weder Sauerteig noch Honig
sollt ihr dem HERRN zum Feueropfer in Rauch aufgehen lassen.
Als Erstlingsgabe mögt ihr sie dem HERRN bringen;
aber auf den Altar sollen sie nicht kommen zum lieblichen Geruch.
Alle deine Speisopfer sollst du salzen, und dein
Speisopfer soll niemals ohne Salz des Bundes deines Gottes sein;
bei allen deinen Opfern sollst du Salz darbringen.
Willst du aber ein Speisopfer dem HERRN darbringen
von den ersten Früchten, so sollst du Ähren am Feuer
rösten, die Körner zerstoßen und darbringen als
das Speisopfer deiner ersten Früchte
und sollst Öl darauf tun und Weihrauch darauf legen.
Das ist ein Speisopfer.
Und der Priester soll das Gedenkopfer von dem Zerstoßenen
und vom Öl mit dem ganzen Weihrauch in Rauch aufgehen lassen
als ein Feueropfer für den HERRN.
Gesetz über Dankopfer
Kapitel 3
Ist aber sein Opfer ein Dankopfer und will er ein Rind
darbringen, es sei ein männliches oder ein weibliches, so
soll er vor dem HERRN ein Tier opfern, das ohne Fehler ist.
Und er soll seine Hand auf den Kopf seines Opfers legen
und es schlachten vor der Tür der Stiftshütte. Und die
Priester, Aarons Söhne, sollen das Blut ringsum an den Altar
sprengen.
Und er soll von dem Dankopfer dem HERRN ein Feueropfer
darbringen, nämlich das Fett, das die Eingeweide bedeckt,
und alles Fett an den Eingeweiden,
die beiden Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den
Lenden, und den Lappen an der Leber; an den Nieren soll er ihn
ablösen.
Und Aarons Söhne sollen es in Rauch aufgehen lassen
auf dem Altar zum Brandopfer auf dem Holz, das über dem
Feuer liegt, als ein Feueropfer zum lieblichen Geruch für
den HERRN.
Will er aber dem HERRN ein Dankopfer vom Kleinvieh
darbringen, es sei ein männliches oder ein weibliches Tier,
so soll es ohne Fehler sein.
Ist es ein Lamm, so soll er's vor den HERRN bringen
und soll seine Hand auf den Kopf seines Opfers legen und
es schlachten vor der Stiftshütte. Und die Söhne Aarons
sollen sein Blut ringsum an den Altar sprengen.
Und er soll von dem Dankopfer dem HERRN ein Feueropfer
darbringen, nämlich sein Fett, den ganzen Fettschwanz, vom
Rückgrat abgelöst, dazu das Fett, das die Eingeweide
bedeckt, und alles Fett an den Eingeweiden,
die beiden Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den
Lenden, und den Lappen an der Leber; an den Nieren soll er ihn
ablösen.
Und der Priester soll es in Rauch aufgehen lassen auf dem
Altar als Feueropferspeise für den HERRN.
Ist aber sein Opfer eine Ziege, so bringe er sie
vor den HERRN
und lege seine Hand auf ihren Kopf und schlachte sie vor
der Stiftshütte. Und die Söhne Aarons sollen das Blut
ringsum an den Altar sprengen.
Und er soll davon sein Opfer darbringen, ein Feueropfer
für den HERRN, nämlich das Fett, das die Eingeweide
bedeckt, und alles Fett an den Eingeweiden,
die beiden Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den
Lenden, und den Lappen an der Leber; an den Nieren soll er ihn
ablösen.
Und der Priester soll es in Rauch aufgehen lassen auf dem
Altar als Feueropferspeise zum lieblichen Geruch. Alles Fett ist
für den HERRN.
Das sei eine ewige Ordnung für eure Nachkommen,
überall wo ihr wohnt, daß ihr weder Fett noch Blut
esset.
Gesetz über Sündopfer
Kapitel 4
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wenn jemand aus
Versehen gegen irgendein Gebot des HERRN sündigte und täte,
was er nicht tun sollte:
wenn etwa der Priester, der gesalbt ist, sündigte, so
daß er eine Schuld auf das Volk brächte, so soll er
für seine Sünde, die er getan hat, einen jungen Stier
darbringen, der ohne Fehler ist, dem HERRN zum Sündopfer.
Und er soll den Stier vor die Tür der Stiftshütte
bringen vor den HERRN und seine Hand auf den Kopf des Stieres
legen und ihn schlachten vor dem HERRN.
Und der Priester, der gesalbt ist, soll vom Blut des
Stieres nehmen und es in die Stiftshütte bringen
und soll seinen Finger in das Blut tauchen und damit
siebenmal sprengen vor dem HERRN, an den Vorhang im Heiligen.
Und soll vor dem HERRN etwas von dem Blut an die Hörner
des Räucheraltars tun, der in der Stiftshütte steht,
und alles andere Blut an den Fuß des Brandopferaltars
gießen, der vor der Tür der Stiftshütte steht.
Und alles Fett des Sündopfers soll er abheben,
nämlich das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett
an den Eingeweiden,
die beiden Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den
Lenden, und den Lappen an der Leber, an den Nieren abgelöst,
gleichwie man es abhebt vom Rind beim Dankopfer, und soll
es in Rauch aufgehen lassen auf dem Brandopferaltar.
Aber das Fell des Stieres mit allem Fleisch samt Kopf und
Schenkeln und die Eingeweide und den Mist,
das soll er alles hinaustragen aus dem Lager an eine reine
Stätte, wo man die Asche hinschüttet, und soll's
verbrennen auf dem Holz mit Feuer.
Wenn aber die ganze Gemeinde Israel aus Versehen
sich versündigte und die Tat vor ihren Augen verborgen wäre,
wenn sie gegen irgendein Gebot des HERRN gehandelt hätten,
was sie nicht tun sollten, und so sich verschuldet hätten,
und sie würden danach ihrer Sünde inne, die sie
getan hätten, so sollen sie einen jungen Stier darbringen
als Sündopfer und vor die Tür der Stiftshütte
stellen.
Und die Ältesten der Gemeinde sollen ihre Hände
auf seinen Kopf legen vor dem HERRN und den Stier schlachten vor
dem HERRN.
Und der Priester, der gesalbt ist, soll Blut von dem Stier
in die Stiftshütte bringen
und mit seinem Finger hineintauchen und siebenmal sprengen
vor dem HERRN, an den Vorhang.
Und er soll etwas von dem Blut an die Hörner des
Altars tun, der vor dem HERRN steht in der Stiftshütte, und
alles andere Blut an den Fuß des Brandopferaltars gießen,
der vor der Tür der Stiftshütte steht.
All sein Fett aber soll er abheben und auf dem Altar in
Rauch aufgehen lassen
und soll mit dem Stier tun, wie er mit dem Stier des
Sündopfers getan hat. So soll der Priester die Sühnung
für sie vollziehen, und ihnen wird vergeben.
Und er soll den Stier hinaus vor das Lager tragen und
verbrennen, wie er den vorigen Stier verbrannt hat. Das ist das
Sündopfer der Gemeinde.
Wenn aber ein Stammesfürst sündigt und
aus Versehen irgend etwas gegen des HERRN, seines Gottes, Gebote
tut, was er nicht tun sollte, und so sich verschuldet
und wird seiner Sünde inne, die er getan hat, so soll
er zum Opfer bringen einen Ziegenbock ohne Fehler
und seine Hand auf den Kopf des Bockes legen und ihn
schlachten an der Stätte, wo man die Brandopfer schlachtet
vor dem HERRN; es ist ein Sündopfer.
Da soll denn der Priester mit seinem Finger etwas von dem
Blut des Sündopfers nehmen und es an die Hörner des
Brandopferaltars tun und das andere Blut an den Fuß des
Brandopferaltars gießen.
Und all sein Fett soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen
lassen gleichwie das Fett des Dankopfers. So soll der Priester
die Sühnung für ihn vollziehen, und ihm wird vergeben.
Wenn aber sonst jemand aus dem Volk aus Versehen
sündigt, daß er gegen irgend eines der Gebote des
HERRN handelt, was er nicht tun sollte, und so sich verschuldet
und seiner Sünde innewird, die er getan hat, so soll
er zum Opfer eine Ziege bringen ohne Fehler für die Sünde,
die er getan hat,
und soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers legen
und es schlachten an der Stätte des Brandopfers.
Und der Priester soll mit seinem Finger etwas von dem Blut
nehmen und an die Hörner des Brandopferaltars tun und alles
andere Blut an den Fuß des Altars gießen.
All sein Fett aber soll er abheben, wie man das Fett des
Dankopfers abhebt, und soll es in Rauch aufgehen lassen auf dem
Altar zum lieblichen Geruch für den HERRN. So soll der
Priester die Sühnung für ihn vollziehen, und ihm wird
vergeben.
Will er aber ein Schaf zum Sündopfer bringen, so
bringe er ein weibliches, das ohne Fehler ist,
und lege seine Hand auf den Kopf des Sündopfers und
schlachte es zum Sündopfer an der Stätte, wo man die
Brandopfer schlachtet.
Und der Priester soll mit seinem Finger etwas von dem Blut
nehmen und an die Hörner des Brandopferaltars tun und alles
andere Blut an den Fuß des Altars gießen.
Aber all sein Fett soll er abheben, wie man das Fett vom
Schaf des Dankopfers abhebt, und soll es auf dem Altar in Rauch
aufgehen lassen als Feueropfer für den HERRN. So soll der
Priester die Sühnung für ihn vollziehen für die
Sünde, die er getan hat, und ihm wird vergeben.
Kapitel 5
Wenn jemand damit sündigt, daß er den
Fluch aussprechen hört und Zeuge ist, weil er es gesehen
oder erfahren hat, es aber nicht anzeigt* und so sich
verschuldet;
*Bei einem ungeklärten Verbrechen
wurden verflucht: der unbekannte Täter und alle, die als
Mitwisser ihr Zeugnis zurückhalten (Richter 17,2; Sprüche
29,24).
oder wenn jemand etwas Unreines anrührt, es sei ein
Aas von einem unreinen Wild oder Vieh oder Gewürm, und wußte
es nicht und wird's inne und hat sich so verschuldet;
oder wenn er einen Menschen in dessen Unreinheit anrührt,
in irgendeiner Unreinheit, womit der Mensch unrein werden kann,
und wußte es nicht und wird's inne und hat sich so
verschuldet;
oder wenn jemand schwört, daß ihm über die
Lippen fährt, er wolle Schaden oder Gutes tun, wie denn
einem Menschen ein Schwur entfahren mag, und er bedachte es nicht
und wird's inne und hat sich so oder so schuldig gemacht:
wenn's also geschieht, daß er sich so oder so
schuldig gemacht hat, so soll er bekennen, womit er gesündigt
hat,
und soll als Buße für diese seine Sünde,
die er getan hat, dem HERRN darbringen von der Herde ein
Muttertier, Schaf oder Ziege, zum Sündopfer, daß der
Priester die Sühnung für ihn vollziehe wegen seiner
Sünde.
Vermag er aber nicht ein Schaf zu geben, so bringe er dem
HERRN für seine Schuld, die er getan hat, zwei Turteltauben
oder zwei andere Tauben, die eine zum Sündopfer, die andere
zum Brandopfer,
und bringe sie dem Priester. Der soll die erste als
Sündopfer darbringen und ihr den Kopf abknicken hinter dem
Genick und nicht ganz abtrennen,
und er sprenge etwas von dem Blut des Sündopfers an
die Seite des Altars und lasse das übrige Blut ausbluten am
Fuße des Altars; es ist ein Sündopfer.
Die andere Taube aber soll er als Brandopfer darbringen
der Ordnung gemäß. So soll der Priester die Sühnung
für ihn vollziehen wegen seiner Sünde, die er getan
hat, und ihm wird vergeben.
Vermag er aber auch nicht zwei Turteltauben oder zwei
andere Tauben zu geben, so bringe er für seine Sünde
als sein Opfer ein Zehntel Scheffel feinstes Mehl als Sündopfer
dar. Er soll aber kein Öl darauf gießen noch Weihrauch
darauf tun; denn es ist ein Sündopfer.
Und er soll es zum Priester bringen. Der Priester aber
soll eine Handvoll davon nehmen als Gedenkopfer und in Rauch
aufgehen lassen auf dem Altar zum Feueropfer für den HERRN;
es ist ein Sündopfer.
So soll der Priester wegen seiner Sünde, die er in
einem jener Fälle getan hat, die Sühnung für ihn
vollziehen, und ihm wird vergeben. Und das Übrige soll dem
Priester gehören wie beim Speisopfer.
Vom Schuldopfer
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Wenn jemand sich vergreift und aus Versehen sich
versündigt an dem, was dem HERRN geweiht ist, so soll er für
seine Schuld dem HERRN einen Widder ohne Fehler von der Herde
bringen, nach deiner Schätzung zwei Silberstücke wert
nach dem Gewicht des Heiligtums, als Schuldopfer.
Dazu soll er, was er gesündigt hat an dem Geweihten,
erstatten und den fünften Teil hinzufügen und es dem
Priester geben. Der soll die Sühnung für ihn vollziehen
mit dem Widder des Schuldopfers, so wird ihm vergeben.
Wenn jemand sündigt und handelt gegen irgendein Gebot
des HERRN, was er nicht tun sollte, und hat es nicht gewußt
und versündigt sich und lädt eine Schuld auf sich,
so soll er zum Priester einen Widder bringen von der
Herde, ohne Fehler, nach deiner Schätzung als Schuldopfer.
Der soll die Sühnung für ihn vollziehen für das,
was er versehen hat, ohne daß er es wußte, so wird
ihm vergeben.
Das ist ein Schuldopfer; verschuldet hat er sich an dem
HERRN.
° Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Wenn jemand sündigte und sich damit an dem HERRN
vergriffe, daß er seinem Nächsten ableugnet, was ihm
dieser anvertraut hat oder was ihm zu treuer Hand gegeben ist
oder was er mit Gewalt genommen oder mit Unrecht an sich gebracht
hat,
oder wenn er etwas Verlorenes gefunden hat und es
ableugnet und einen falschen Eid schwört über irgend
etwas, worin ein Mensch gegen seinen Nächsten Sünde
tut:
wenn es so geschieht, daß er sündigt und sich
verschuldet, so soll er wiedergeben, was er mit Gewalt genommen
oder mit Unrecht an sich gebracht oder was ihm anvertraut war
oder was er gefunden hatte
oder worüber er den falschen Eid geschworen hat; das
soll er alles ganz wiedergeben und darüber hinaus den
fünften Teil. Dem soll er's geben, dem es gehört, an
dem Tag, wenn er sein Schuldopfer darbringt.
Aber für seine Schuld soll er dem HERRN einen Widder
ohne Fehler von der Herde zu dem Priester bringen nach deiner
Schätzung als Schuldopfer.
So soll der Priester die Sühnung für ihn
vollziehen vor dem HERRN, und ihm wird alles vergeben, was er
getan und womit er sich verschuldet hat.
Von Brand-, Speis- und Sündopfern
Kapitel 6
° Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Gebiete Aaron und seinen Söhnen und sprich: Dies ist
das Gesetz über das Brandopfer. Das Brandopfer soll bleiben
auf dem Herd des Altars die ganze Nacht bis zum Morgen, und es
soll des Altars Feuer brennend darauf erhalten werden.
Und der Priester soll sein leinenes Gewand anziehen und
die leinenen Beinkleider für seine Blöße und soll
die Asche wegnehmen, die das Feuer des Brandopfers auf dem Altar
gemacht hat, und soll sie neben den Altar schütten
und soll danach seine Kleider ausziehen und andere Kleider
anziehen und die Asche hinaustragen aus dem Lager an eine reine
Stätte.
Das Feuer auf dem Altar soll brennen und nie verlöschen.
Der Priester soll alle Morgen Holz darauf anzünden und oben
darauf das Brandopfer zurichten und das Fett der Dankopfer oben
darauf in Rauch aufgehen lassen.
Ständig soll das Feuer auf dem Altar brennen und nie
verlöschen.
Und dies ist das Gesetz des Speisopfers. Aarons
Söhne sollen es bringen vor den HERRN an den Altar.
Es soll einer abheben eine Handvoll vom Mehl des
Speisopfers und vom Öl und den ganzen Weihrauch, der auf dem
Speisopfer liegt, und soll's in Rauch aufgehen lassen auf dem
Altar zum lieblichen Geruch als Gedenkopfer für den HERRN.
Das Übrige aber sollen Aaron und seine Söhne
verzehren; sie sollen es ungesäuert essen an heiliger Stätte
im Vorhof der Stiftshütte.
Sie sollen es nicht mit Sauerteig backen; denn es ist ihr
Anteil, den ich ihnen gegeben habe von meinen Feueropfern. Es ist
ein Hochheiliges gleichwie das Sündopfer und das
Schuldopfer.
Wer männlich ist unter den Nachkommen Aarons, der
soll's essen. Das sei ein ewiges Anrecht für eure Nachkommen
an den Feueropfern des HERRN. Wer sie anrührt, soll dem
Heiligtum gehören.
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Dies soll das Opfer Aarons und seiner Söhne sein, das
sie dem HERRN opfern sollen am Tage ihrer Salbung: ein Zehntel
Scheffel feinstes Mehl, das tägliche Speisopfer, die eine
Hälfte morgens, die andere abends.
In der Pfanne sollst du es mit Öl bereiten;
durchgeröstet sollst du es herbeibringen, und in Stücke
gebrochen sollst du es opfern zum lieblichen Geruch für den
HERRN.
Und der Priester, der unter Aarons Söhnen an seiner
Statt gesalbt wird, soll solches tun. Das ist ein ewiges Anrecht
des HERRN. Als Ganzopfer soll es verbrannt werden;
denn jedes Speisopfer eines Priesters soll als Ganzopfer
verbrannt und nicht gegessen werden.
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: Dies ist das
Gesetz des Sündopfers. An der Stätte, wo du das
Brandopfer schlachtest, sollst du auch das Sündopfer
schlachten vor dem HERRN. Es ist ein Hochheiliges.
Der Priester, der das Sündopfer darbringt, soll es
essen an heiliger Stätte im Vorhof der Stiftshütte;
wer das Fleisch des Opfers anrührt, soll dem
Heiligtum gehören. Und wer von seinem Blut ein Kleid
besprengt, der soll das besprengte Stück waschen an heiliger
Stätte.
Und den irdenen Topf, darin es gekocht ist, soll man
zerbrechen. Ist's aber ein kupferner Topf, so soll man ihn
scheuern und mit Wasser spülen.
Wer männlich ist in den Familien der Priester, darf
davon essen; es ist ein Hochheiliges.
Aber von allen Sündopfern, von deren Blut etwas in
die Stiftshütte gebracht worden ist, um die Sühnung zu
vollziehen im Heiligen, soll man nichts essen, sondern sie mit
Feuer verbrennen.
Weitere Opfergesetze
Kapitel 7
Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers. Es ist ein
Hochheiliges.
An der Stätte, wo man das Brandopfer schlachtet, soll
man auch das Schuldopfer schlachten und sein Blut ringsum an den
Altar sprengen.
Und all sein Fett soll man opfern, den Fettschwanz und das
Fett, das die Eingeweide bedeckt,
die beiden Nieren mit dem Fett, das daran ist, an den
Lenden, und den Lappen an der Leber; an den Nieren soll er ihn
ablösen.
Und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen
lassen zum Feueropfer für den HERRN; es ist ein Schuldopfer.
Wer männlich ist unter den Priestern, soll das essen
an heiliger Stätte; es ist ein Hochheiliges.
Wie das Sündopfer, so soll auch das Schuldopfer sein;
für beide soll ein und dasselbe Gesetz gelten; sie sollen
dem Priester gehören, der damit die Sühnung vollzieht.
Dem Priester, der jemandes Brandopfer opfert, soll das
Fell des Brandopfers gehören, das er geopfert hat.
Und alle Speisopfer, die im Ofen oder im Tiegel oder in
der Pfanne gebacken sind, sollen dem Priester gehören, der
sie opfert.
Aber alle Speisopfer, die mit Öl vermengt oder
trocken sind, sollen allen Söhnen Aarons gehören, einem
wie dem andern.
Und dies ist das Gesetz des Dankopfers, das man dem
HERRN opfert.
Wollen sie es als Lobopfer darbringen, so sollen sie außer
dem Schlachtopfer ungesäuerte Kuchen opfern, mit Öl
vermengt, und ungesäuerte Fladen, mit Öl bestrichen,
und feinstes Mehl, durchgerührt, als Kuchen mit Öl
vermengt.
Sie sollen aber solche Opfergabe darbringen nebst Kuchen
von gesäuertem Brot zu ihrem Lob- und Dankopfer,
und zwar sollen sie je ein Teil als Opfergabe für den
HERRN darbringen; es soll dem Priester gehören, der das Blut
des Dankopfers sprengt.
Und das Fleisch ihres Lob- und Dankopfers soll an
demselben Tage gegessen werden, an dem es geopfert wird, und soll
nichts übriggelassen werden bis zum Morgen.
Ist es aber ein Gelübde oder freiwilliges Opfer, so
soll es zwar an demselben Tage, da es geopfert ist, gegessen
werden; wenn aber etwas übrigbleibt, darf man's am andern
Tage essen.
Aber was vom geopferten Fleisch am dritten Tage noch übrig
ist, soll mit Feuer verbrannt werden.
Und wenn jemand am dritten Tage essen wird von dem
geopferten Fleisch seines Dankopfers, so wird es nicht
wohlgefällig sein, und dem, der es geopfert hat, wird es
auch nicht zugerechnet werden, sondern es wird ein Greuel sein;
und wer davon ißt, der lädt eine Schuld auf sich.
Auch das Fleisch, das mit etwas Unreinem in Berührung
gekommen ist, soll nicht gegessen, sondern mit Feuer verbrannt
werden. Jeder, der rein ist, darf vom Opferfleisch essen.
Wer aber essen wird von dem Fleisch des Dankopfers, das
dem HERRN gehört, und hat eine Unreinheit an sich, der wird
ausgerottet werden aus seinem Volk.
Und wenn jemand mit etwas Unreinem in Berührung
gekommen ist, es sei ein unreiner Mensch, ein unreines Vieh oder
was sonst ein Greuel ist, und dann vom Fleisch des Dankopfers
ißt, das dem HERRN gehört, der wird ausgerottet werden
aus seinem Volk.
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Rede mit den Kindern Israel und sprich: Ihr sollt kein
Fett essen von Stieren, Schafen und Ziegen.
Das Fett von gefallenen und zerrissenen Tieren dürft
ihr zwar zu allerlei benutzen; aber essen dürft ihr's nicht.
Denn wer das Fett ißt von solchen Tieren, von denen
man dem HERRN Feueropfer bringt, der wird ausgerottet werden aus
seinem Volk.
Ihr sollt auch kein Blut essen, weder vom Vieh noch von
Vögeln, überall, wo ihr wohnt.
Jeder, der Blut ißt, wird ausgerottet werden aus
seinem Volk.
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wer dem HERRN sein
Dankopfer darbringen will, der soll herzubringen, was vom
Dankopfer dem HERRN gehört.
Er soll es aber mit eigener Hand herzubringen zum
Feueropfer für den HERRN; nämlich das Fett soll er
bringen samt der Brust, um sie als ein Schwingopfer zu schwingen
vor dem HERRN.
Und der Priester soll das Fett in Rauch aufgehen lassen
auf dem Altar, aber die Brust soll Aaron und seinen Söhnen
gehören.
Und die rechte Keule sollt ihr dem Priester geben zum
Hebopfer von ihren Dankopfern.
Wer von Aarons Söhnen das Blut und das Fett der
Dankopfer opfert, dem soll die rechte Keule gehören als sein
Anteil.
Denn die Brust des Schwingopfers und die Keule des
Hebopfers nehme ich von den Kindern Israel von ihren Dankopfern
und gebe sie dem Priester Aaron und seinen Söhnen als ewiges
Anrecht bei den Kindern Israel.
Das ist der Anteil Aarons und seiner Söhne an
den Feueropfern des HERRN, der ihnen bestimmt wurde an dem Tage,
da der HERR sie sich nahen ließ, damit sie seine Priester
seien,
der Anteil, von dem der HERR an dem Tage, da er sie
salbte, gebot, daß er ihnen gegeben werden sollte von den
Kindern Israel als ewiges Anrecht bei allen ihren Nachkommen.
Das ist das Gesetz des Brandopfers, des Speisopfers, des
Sündopfers, des Schuldopfers, des Einsetzungsopfers und des
Dankopfers,
wie der HERR es Mose gebot auf dem Berge Sinai an dem
Tage, da er den Kindern Israel befahl, ihre Opfer dem HERRN zu
opfern in der Wüste Sinai.
Mose weiht Aaron und seine Söhne zum Priesteramt
Kapitel 8
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Nimm Aaron und seine Söhne und die Kleider und das
Salböl und den jungen Stier zum Sündopfer, die beiden
Widder und den Korb mit ungesäuertem Brot
und versammle die ganze Gemeinde vor der Tür der
Stiftshütte.
Mose tat, wie ihm der HERR geboten hatte, und versammelte
die Gemeinde vor der Tür der Stiftshütte
und sprach zu ihnen: Dies ist's, was der HERR geboten hat
zu tun.
Und Mose ließ herzutreten Aaron und seine Söhne
und wusch sie mit Wasser
und legte ihm das leinene Gewand an und gürtete ihn
mit dem Gürtel und zog ihm das Obergewand an und tat ihm den
Priesterschurz um und gürtete ihn mit dem Gurt des Schurzes.
Dann tat er ihm die Brusttasche an und legte in die Tasche
die Lose «Licht
und Recht»
und setzte ihm den Kopfbund auf sein Haupt und befestigte
an dem Kopfbund vorn das goldene Stirnblatt, den heiligen Reif,
wie der HERR es Mose geboten hatte.
Und Mose nahm das Salböl und salbte das Heiligtum und
alles, was darin war, und weihte es;
er sprengte damit siebenmal an den Altar und salbte den
Altar mit all seinem Gerät und das Becken mit seinem
Gestell, daß alles geweiht würde.
Und er goß von dem Salböl auf Aarons Haupt und
salbte ihn, daß er geweiht würde,
und brachte herzu Aarons Söhne und zog ihnen das
leinene Gewand an und gürtete sie mit dem Gürtel und
setzte ihnen hohe Mützen auf, wie ihm der HERR geboten
hatte.
Und er ließ herzuführen den Stier zum
Sündopfer. Und Aaron und seine Söhne legten ihre Hände
auf seinen Kopf.
Und Mose schlachtete ihn und nahm das Blut und tat es mit
seinem Finger ringsum auf die Hörner des Altars und
entsündigte den Altar und goß das Blut an den Fuß
des Altars und weihte ihn, indem er ihn entsühnte.
Und er nahm alles Fett am Eingeweide, den Lappen an der
Leber und die beiden Nieren mit dem Fett daran und ließ es
in Rauch aufgehen auf dem Altar.
Aber den Stier mit seinem Fell, dem Fleisch und dem Mist
verbrannte er mit Feuer draußen vor dem Lager, wie ihm der
HERR geboten hatte.
Und er brachte herzu den einen Widder zum Brandopfer. Und
Aaron und seine Söhne legten ihre Hände auf seinen
Kopf.
Und Mose schlachtete ihn und sprengte das Blut ringsum an
den Altar,
zerlegte den Widder in seine Stücke und verbrannte
den Kopf, die Stücke und das Fett
und wusch die Eingeweide und Schenkel mit Wasser und ließ
dann den ganzen Widder in Rauch aufgehen auf dem Altar. Das war
ein Brandopfer zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer für den
HERRN, wie ihm der HERR geboten hatte.
Er brachte auch herzu den andern Widder zum
Einsetzungsopfer. Und Aaron und seine Söhne legten ihre
Hände auf seinen Kopf.
Und Mose schlachtete ihn und nahm von seinem Blut und tat
es Aaron auf sein rechtes Ohrläppchen und auf den Daumen
seiner rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten
Fußes.
Und er brachte herzu Aarons Söhne und tat von dem
Blut auf ihr rechtes Ohrläppchen und auf den Daumen ihrer
rechten Hand und auf die große Zehe ihres rechten Fußes
und sprengte das Blut ringsum an den Altar.
Und er nahm das Fett und den Fettschwanz und alles Fett am
Eingeweide und den Lappen an der Leber, die beiden Nieren mit dem
Fett daran und die rechte Keule;
dazu nahm er von dem Korb mit dem ungesäuerten Brot,
der vor dem HERRN stand, einen ungesäuerten Kuchen und einen
Brotkuchen mit Öl und einen Fladen und legte es auf das Fett
und auf die rechte Keule.
Und er legte das alles auf die Hände Aarons und
seiner Söhne und schwang es als Schwingopfer vor dem HERRN
und nahm alles wieder von ihren Händen und ließ
es in Rauch aufgehen auf dem Altar, oben auf dem Brandopfer. Das
war ein Einsetzungsopfer zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer
für den HERRN.
Und Mose nahm die Brust und schwang sie als ein
Schwingopfer vor dem HERRN; die erhielt Mose als seinen Anteil an
dem Widder des Einsetzungsopfers, wie ihm der HERR geboten hatte.
Und Mose nahm von dem Salböl und dem Blut auf dem
Altar und sprengte es auf Aaron und seine Kleider, auf seine
Söhne und ihre Kleider; so weihte er Aaron und seine
Kleider, seine Söhne und ihre Kleider.
Und Mose sprach zu Aaron und seinen Söhnen:
Kocht das Fleisch vor der Tür der Stiftshütte und eßt
es daselbst, dazu auch das Brot im Korbe des Einsetzungsopfers,
wie mir geboten ist, daß es Aaron und seine Söhne
essen sollen.
Was aber übrigbleibt vom Fleisch und Brot, das sollt
ihr mit Feuer verbrennen.
Und ihr sollt sieben Tage lang nicht weggehen von der Tür
der Stiftshütte, bis die Tage eures Einsetzungsopfers um
sind; denn sieben Tage sollen eure Hände gefüllt
werden.
Wie es am heutigen Tage geschehen ist, so hat der HERR
geboten, auch fernerhin zu tun, auf daß ihr entsühnt
werdet.
Und ihr sollt vor der Tür der Stiftshütte Tag
und Nacht bleiben sieben Tage lang und sollt nach dem Gebot des
HERRN tun, daß ihr nicht sterbet; denn so ist es mir
geboten.
Und Aaron und seine Söhne taten alles, was der HERR
durch Mose geboten hatte.
Das erste Opfer Aarons und seiner Söhne
Kapitel 9
Und am achten Tage rief Mose Aaron und seine Söhne
und die Ältesten in Israel
und sprach zu Aaron: Nimm dir einen jungen Stier zum
Sündopfer und einen Widder zum Brandopfer, beide ohne
Fehler, und bringe sie vor den HERRN.
Und rede mit den Kindern Israel und sprich: Nehmt einen
Ziegenbock zum Sündopfer und ein Kalb und ein Schaf, beide
ein Jahr alt und ohne Fehler, zum Brandopfer
und einen Stier und einen Widder zum Dankopfer, daß
wir sie vor dem HERRN opfern, und ein Speisopfer, mit Öl
vermengt. Denn heute wird euch der HERR erscheinen.
Und sie brachten, was Mose geboten hatte, vor die Tür
der Stiftshütte, und es trat herzu die ganze Gemeinde und
stellte sich auf vor dem HERRN.
Da sprach Mose: Das ist's, was der HERR geboten hat, daß
ihr es tun sollt, auf daß euch des HERRN Herrlichkeit
erscheine.
Und Mose sprach zu Aaron: Tritt zum Altar und bringe dar
dein Sündopfer und dein Brandopfer und entsühne dich
und dein Haus. Danach bringe dar die Opfergabe des Volks und
entsühne es auch, wie der HERR geboten hat.
Und Aaron trat zum Altar und schlachtete den jungen
Stier als sein Sündopfer.
Und seine Söhne brachten das Blut zu ihm, und er
tauchte mit seinem Finger ins Blut und tat es auf die Hörner
des Altars und goß das Blut an den Fuß des Altars.
Aber das Fett und die Nieren und den Lappen an der Leber
vom Sündopfer ließ er in Rauch aufgehen auf dem Altar,
wie der HERR es Mose geboten hatte.
Und das Fleisch und das Fell verbrannte er mit Feuer
draußen vor dem Lager.
Danach schlachtete er das Brandopfer; und Aarons
Söhne brachten das Blut zu ihm, und er sprengte es ringsum
an den Altar.
Und sie brachten das Brandopfer zu ihm, Stück um
Stück, und den Kopf, und er ließ es in Rauch aufgehen
auf dem Altar.
Und er wusch die Eingeweide und die Schenkel und ließ
sie in Rauch aufgehen oben auf dem Brandopfer auf dem Altar.
Danach brachte er herzu die Opfergabe des Volks und
nahm den Bock, das Sündopfer des Volks, und schlachtete ihn
und machte ein Sündopfer daraus wie das vorige.
Und brachte das Brandopfer herzu und tat damit der Ordnung
gemäß.
Und brachte herzu das Speisopfer und nahm eine Handvoll
und ließ es in Rauch aufgehen auf dem Altar, außer
dem Brandopfer am Morgen.
Danach schlachtete er den Stier und den Widder als
Dankopfer des Volks. Und seine Söhne brachten ihm das Blut;
das sprengte er ringsum an den Altar.
Aber das Fett vom Stier und vom Widder, den Fettschwanz
und das Fett am Eingeweide und die Nieren und den Lappen an der
Leber,
all dieses Fett legten sie auf die Brust, und er ließ
das Fett auf dem Altar in Rauch aufgehen.
Aber die Brust und die rechte Keule schwang Aaron als
Schwingopfer vor dem HERRN, wie der HERR es Mose geboten hatte.
Und Aaron hob seine Hände auf zum Volk und
segnete sie und stieg herab, nachdem er das Sündopfer,
Brandopfer und Dankopfer dargebracht hatte.
Und Mose und Aaron gingen in die Stiftshütte. Und als
sie wieder herauskamen, segneten sie das Volk. Da erschien die
Herrlichkeit des HERRN allem Volk.
Und ein Feuer ging aus von dem HERRN und verzehrte das
Brandopfer und das Fett auf dem Altar. Da alles Volk das sah,
frohlockten sie und fielen auf ihr Antlitz.
Der Tod Nadabs und Abihus und seine Folgen
Kapitel 10
Und Aarons Söhne Nadab und Abihu nahmen ein jeder
seine Pfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk
darauf und brachten so ein fremdes Feuer vor den HERRN, das er
ihnen nicht geboten hatte.
Da fuhr ein Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, daß
sie starben vor dem HERRN.
Da sprach Mose zu Aaron: Das ist's, was der HERR gesagt
hat: Ich erzeige mich heilig an denen, die mir nahe sind, und
vor allem Volk erweise ich mich herrlich. Und Aaron schwieg.
Mose aber rief Mischaël
und Elizaphan, die Söhne Usiëls, des Oheims Aarons, und
sprach zu ihnen: Tretet hinzu und tragt eure Brüder von dem
Heiligtum hinaus vor das Lager.
Und sie traten hinzu und trugen sie hinaus mit ihren
leinenen Gewändern vor das Lager, wie Mose gesagt hatte.
Da sprach Mose zu Aaron und seinen Söhnen Eleasar und
Ithamar: Ihr sollt euer Haupthaar nicht wirr hängen lassen
und eure Kleider nicht zerreißen, daß ihr nicht
sterbet und der Zorn über die ganze Gemeinde komme. Laßt
aber eure Brüder, das ganze Haus Israel, weinen über
diesen Brand, den der HERR angerichtet hat.
Ihr sollt auch nicht hinweggehen von der Tür der
Stiftshütte, ihr würdet sonst sterben; denn das Salböl
des HERRN ist auf euch. Und sie taten, wie Mose sagte.
Der HERR aber redete mit Aaron und sprach:
Du und deine Söhne, ihr sollt weder Wein noch starke
Getränke trinken, wenn ihr in die Stiftshütte geht,
damit ihr nicht sterbt. Das sei eine ewige Ordnung für alle
eure Nachkommen.
Ihr sollt unterscheiden, was heilig und unheilig, was
unrein und rein ist,
und Israel lehren alle Ordnungen, die der HERR ihnen durch
Mose verkündet hat.
Und Mose redete mit Aaron und mit seinen Söhnen
Eleasar und Ithamar, die ihm noch geblieben waren: Nehmt das
Speisopfer, das übriggeblieben ist von den Feueropfern des
HERRN, und esset es ungesäuert bei dem Altar; denn es ist
ein Hochheiliges.
Ihr sollt es aber an heiliger Stätte essen; denn das
ist dein und deiner Söhne Anrecht an den Feueropfern des
HERRN; denn so ist mir's geboten.
Auch die Brust des Schwingopfers und die Keule des
Hebopfers sollst du mit deinen Söhnen und deinen Töchtern
essen an reiner Stätte; denn solches Anrecht an den
Dankopfern Israels ist dir und deinen Kindern gegeben.
Denn diese Keule und diese Brust soll man zu den
Feueropfern des Fettes bringen, daß sie als Schwingopfer
geschwungen werden vor dem HERRN; es gehört dir und deinen
Söhnen als ewiges Anrecht, wie der HERR geboten hat.
Und Mose suchte den Bock des Sündopfers und
fand ihn verbrannt. Und er wurde zornig über Eleasar und
Ithamar, Aarons Söhne, die ihm noch geblieben waren, und
sprach:
Warum habt ihr das Sündopfer nicht gegessen an
heiliger Stätte? Denn es ist ein Hochheiliges, und der HERR
hat es euch gegeben, daß ihr die Schuld der Gemeinde
wegnehmen und sie vor ihm entsühnen sollt.
Siehe, sein Blut ist nicht in das Heilige hineingebracht
worden. Ihr solltet das Opfer im Heiligen gegessen haben, wie ich
geboten hatte.
Aaron aber sprach zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr
Sündopfer und ihr Brandopfer vor dem HERRN geopfert, und es
ist mir so ergangen, wie du siehst; und ich sollte heute essen
vom Sündopfer? Sollte das dem HERRN gefallen?
Als Mose das hörte, ließ er sich's gefallen.
Gesetz über reine und unreine Tiere
Kapitel 11
Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach zu
ihnen:
Redet mit den Kindern Israel und sprecht: Dies sind die
Tiere, die ihr essen dürft unter allen Tieren auf dem Lande.
Alles, was gespaltene Klauen hat, ganz durchgespalten, und
wiederkäut unter den Tieren, das dürft ihr essen.
Nur diese dürft ihr nicht essen von dem, was
wiederkäut und gespaltene Klauen hat: das Kamel, denn es ist
zwar ein Wiederkäuer, hat aber keine durchgespaltenen
Klauen; darum soll es euch unrein sein;
den Klippdachs, denn er ist zwar ein Wiederkäuer, hat
aber keine durchgespaltenen Klauen; darum soll er euch unrein
sein;
den Hasen, denn er ist auch ein Wiederkäuer, hat aber
keine durchgespaltenen Klauen; darum soll er euch unrein sein;
das Schwein, denn es hat wohl durchgespaltene Klauen, ist
aber kein Wiederkäuer; darum soll es euch unrein sein.
Vom Fleisch dieser Tiere dürft ihr weder essen noch
ihr Aas anrühren; denn sie sind euch unrein.
Dies dürft ihr essen von dem, was im Wasser
lebt: alles, was Flossen und Schuppen hat im Wasser, im Meer und
in den Bächen, dürft ihr essen.
Alles aber, was nicht Flossen und Schuppen hat im Meer und
in den Bächen von allem, was sich regt im Wasser, und allem,
was lebt im Wasser, soll euch ein Greuel sein.
Von ihrem Fleisch dürft ihr nicht essen und ihr Aas
sollt ihr verabscheuen, denn sie sind ein Greuel für euch.
Denn alles, was nicht Flossen und Schuppen hat im Wasser,
sollt ihr verabscheuen.
Und diese sollt ihr verabscheuen unter den Vögeln,
daß ihr sie nicht esset, denn ein Greuel sind sie: den
Adler, den Habicht, den Fischaar,
den Geier, die Weihe mit ihrer Art
und alle Raben mit ihrer Art,
den Strauß, die Nachteule, den Kuckuck, den Sperber
mit seiner Art,
das Käuzchen, den Schwan, den Uhu,
die Fledermaus, die Rohrdommel,
den Storch, den Reiher, den Häher mit seiner Art, den
Wiedehopf und die Schwalbe.
Auch alles kleine Getier, das Flügel hat und
auf vier Füßen geht, soll euch ein Greuel sein.
Doch dies dürft ihr essen von allem, was sich regt
und Flügel hat und auf vier Füßen geht: was
oberhalb der Füße noch zwei Schenkel hat, womit es auf
Erden hüpft.
Von diesen könnt ihr essen die Heuschrecken, als da
sind: den Arbe mit seiner Art, den Solam mit seiner Art, den
Hargol mit seiner Art und den Hagab mit seiner Art.
Alles aber, was sonst Flügel und vier Füße
hat, soll euch ein Greuel sein.
An diesen werdet ihr euch verunreinigen – wer
ihr Aas anrührt, der wird unrein sein bis zum Abend;
und wer ihr Aas trägt, soll seine Kleider waschen und
wird unrein sein bis zum Abend -:
an allem Getier, das gespaltene Klauen hat, aber nicht
ganz durchgespaltene, und nicht wiederkäut. Unrein soll es
euch sein, und wer es anrührt, wird unrein sein.
Und alles, was auf Tatzen geht unter den Tieren, die auf
vier Füßen gehen, soll euch unrein sein. Wer ihr Aas
anrührt, wird unrein sein bis zum Abend.
Und wer ihr Aas trägt, soll seine Kleider waschen und
unrein sein bis zum Abend; denn sie sind euch unrein.
Diese sollen euch auch unrein sein unter den
Tieren, die auf der Erde wimmeln: das Wiesel, die Maus, die
Kröte, ein jedes mit seiner Art,
der Gecko, der Molch, die Eidechse, die Blindschleiche und
der Maulwurf.
Die sind euch unrein unter allem, was da kriecht. Wer ihr
Aas anrührt, der wird unrein sein bis zum Abend.
Und alles, worauf ihr Aas fällt, das wird unrein,
jedes hölzerne Gefäß oder Kleider oder Fell oder
Sack. Und alles Gerät, das zum Gebrauch dient, soll man ins
Wasser tun; es ist unrein bis zum Abend und dann wieder rein.
Ist es aber ein irdenes Gefäß, in das ein
solches Aas hineinfällt, so wird alles unrein, was darin
ist, und ihr sollt es zerbrechen.
Alle Speise, die man essen könnte, wird unrein, wenn
jenes Wasser darankommt; und alles Getränk, das man trinken
könnte, wird in solchen Gefäßen unrein.
Und alles, worauf ein solches Aas fällt, wird unrein,
es sei Ofen oder Herd; man soll es zerbrechen, denn es ist unrein
und soll euch unrein sein.
Nur die Brunnen und Zisternen, in denen sich Wasser
sammelt, bleiben rein. Wer aber das Aas darin anrührt, ist
unrein.
Und wenn ein solches Aas auf Samen fällt, den man
sät, so bleibt er doch rein.
Wenn man aber Wasser über den Samen gegossen hat und
es fällt danach ein solches Aas darauf, so wird er euch
unrein.
Wenn eins von den Tieren stirbt, die euch zur
Speise dienen: wer ihr Aas anrührt, wird unrein bis zum
Abend.
Wer von solchem Aas ißt, der soll sein Kleid
waschen; er wird unrein sein bis zum Abend. Auch wer ein solches
Aas trägt, soll sein Kleid waschen; er wird unrein sein bis
zum Abend.
Was auf der Erde kriecht, das soll euch ein Greuel
sein, und man soll es nicht essen.
Alles, was auf dem Bauch kriecht, und alles, was auf vier
oder mehr Füßen geht, unter allem, was auf der Erde
kriecht, dürft ihr nicht essen; denn es soll euch ein Greuel
sein.
Macht euch selbst nicht zum Greuel an allem kleinen
Getier, das da wimmelt, und macht euch nicht unrein an ihm, so
daß ihr dadurch unrein werdet.
Denn ich bin der HERR, euer Gott. Darum sollt ihr euch
heiligen, so daß ihr heilig werdet, denn ich bin heilig;
und ihr sollt euch nicht unrein machen an irgendeinem Getier, das
auf der Erde kriecht.
Denn ich bin der HERR, der euch aus Ägyptenland
geführt hat, daß ich euer Gott sei. Darum sollt ihr
heilig sein, denn ich bin heilig.
Das ist das Gesetz von den vierfüßigen
Tieren und Vögeln und von allen Tieren, die sich regen im
Wasser, und von allen Tieren, die auf der Erde kriechen,
auf daß ihr unterscheidet, was unrein und rein ist
und welches Tier man essen und welches man nicht essen darf.
Gesetz für die Wöchnerinnen
Kapitel 12
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wenn eine Frau
empfängt und einen Knaben gebiert, so soll sie sieben Tage
unrein sein, wie wenn sie ihre Tage hat.
Und am achten Tage soll man ihn beschneiden.
Und sie soll daheimbleiben dreiunddreißig Tage im
Blut ihrer Reinigung. Kein Heiliges soll sie anrühren, und
zum Heiligtum soll sie nicht kommen, bis die Tage ihrer Reinigung
um sind.
Gebiert sie aber ein Mädchen, so soll sie zwei Wochen
unrein sein, wie wenn sie ihre Tage hat, und soll sechsundsechzig
Tage daheimbleiben in dem Blut ihrer Reinigung.
Und wenn die Tage ihrer Reinigung für den Sohn
oder für die Tochter um sind, soll sie dem Priester ein
einjähriges Schaf bringen zum Brandopfer und eine Taube oder
Turteltaube zum Sündopfer vor die Tür der Stiftshütte.
Der soll es opfern vor dem HERRN und sie entsühnen,
so wird sie rein von ihrem Blutfluß. Das ist das Gesetz für
die Frau, die einen Knaben oder ein Mädchen gebiert.
Vermag sie aber nicht ein Schaf aufzubringen, so nehme sie
zwei Turteltauben oder zwei andere Tauben, eine zum Brandopfer,
die andere zum Sündopfer; so soll sie der Priester
entsühnen, daß sie rein werde.
Gesetz über die Feststellung von Aussatz
Kapitel 13
Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
Wenn bei einem Menschen an seiner Haut eine Erhöhung
oder ein Ausschlag oder ein weißer Flecken entsteht und zu
einer aussätzigen Stelle an der Haut wird, soll man ihn zum
Priester Aaron führen oder zu einem unter seinen Söhnen,
den Priestern.
Und wenn der Priester die Stelle an der Haut sieht, daß
die Haare dort weiß geworden sind und die Stelle tiefer ist
als die übrige Haut, so ist es eine aussätzige Stelle.
Wenn der Priester das an ihm sieht, soll er ihn unrein sprechen.
Wenn aber ein weißer Flecken an seiner Haut ist und
doch die Stelle nicht tiefer anzusehen ist als die übrige
Haut und die Haare nicht weiß geworden sind, so soll der
Priester ihn einschließen sieben Tage
und am siebenten Tage besehen. Ist es so, daß die
Stelle geblieben ist, wie er sie zuvor gesehen hat, und hat nicht
weitergefressen auf der Haut, so soll ihn der Priester abermals
sieben Tage einschließen.
Und wenn er ihn erneut nach sieben Tagen besieht und
findet, daß die Stelle blaß geworden ist und nicht
weitergefressen hat auf der Haut, so soll er ihn rein sprechen;
denn es ist nur ein Ausschlag. Und er soll seine Kleider waschen,
so ist er rein.
Wenn aber der Ausschlag weiterfrißt auf der Haut,
nachdem er vom Priester besehen worden ist, ob er rein sei, und
er wird nun erneut vom Priester besehen
und wenn der Priester dann sieht, daß der Ausschlag
weitergefressen hat auf der Haut, so soll er ihn unrein sprechen;
es ist Aussatz.
Wenn an einem Menschen eine aussätzige Stelle
ist, so soll man ihn zum Priester bringen.
Wenn der sieht und findet, daß eine weiße
Erhöhung auf der Haut ist und die Haare dort weiß
geworden sind und wildes Fleisch in der Erhöhung ist,
so ist es schon alter Aussatz auf seiner Haut. Darum soll
ihn der Priester unrein sprechen und nicht erst einschließen;
denn er ist schon unrein.
Wenn aber Aussatz ausbricht auf der Haut und bedeckt die
ganze Haut, vom Kopf bis zum Fuß, alles, was dem Priester
vor Augen sein mag,
und wenn der Priester ihn dann besieht und findet, daß
der Aussatz den ganzen Leib bedeckt hat, so soll er ihn rein
sprechen, weil alles an ihm weiß geworden ist; er ist rein.
Findet sich aber wildes Fleisch an dem Tage, da er besehen
wird, so ist er unrein.
Und wenn der Priester das wilde Fleisch besieht, soll er
ihn unrein sprechen, denn das wilde Fleisch ist unrein; es ist
Aussatz.
Verändert sich aber das wilde Fleisch und wird wieder
weiß, so soll er zum Priester kommen.
Und wenn ihn der Priester besieht und findet, daß
die Stelle weiß geworden ist, soll er ihn rein sprechen; er
ist rein.
Wenn jemand auf der Haut ein Geschwür bekommt
und es heilt wieder,
danach aber an derselben Stelle eine weiße Erhöhung
oder ein weißrötlicher Flecken entsteht, so soll er
vom Priester besehen werden.
Wenn dann der Priester sieht, daß die Stelle tiefer
anzusehen ist als die übrige Haut und das Haar dort weiß
geworden ist, so soll er ihn unrein sprechen; es ist Aussatz, der
in dem Geschwür ausgebrochen ist.
Sieht aber der Priester und findet, daß die Haare
nicht weiß sind und die Stelle nicht tiefer als die übrige
Haut und blaß geworden ist, so soll er ihn sieben Tage
einschließen.
Frißt es weiter auf der Haut, so soll er ihn unrein
sprechen; es ist eine aussätzige Stelle.
Bleibt aber der weiße Flecken so stehen und frißt
nicht weiter, so ist es die Narbe von einem Geschwür, und
der Priester soll ihn rein sprechen.
Wenn sich jemand an der Haut verbrennt und das
Brandmal weißrötlich oder weiß ist
und der Priester es besieht und findet das Haar weiß
geworden an dem Brandmal und die Stelle erscheint tiefer als die
übrige Haut, so ist es Aussatz, der in dem Brandmal
ausgebrochen ist. Darum soll ihn der Priester unrein sprechen; es
ist eine aussätzige Stelle.
Sieht aber der Priester und findet, daß die Haare am
Brandmal nicht weiß geworden sind und es nicht tiefer ist
als die übrige Haut und dazu blaß geworden ist, so
soll er ihn sieben Tage einschließen,
und am siebenten Tage soll er ihn besehen. Hat es
weitergefressen auf der Haut, so soll er ihn unrein sprechen; es
ist eine aussätzige Stelle.
Ist aber der Flecken stehengeblieben und hat nicht
weitergefressen auf der Haut und ist dazu blaß geworden, so
ist es nur die Erhöhung eines Brandmals. Und der Priester
soll ihn rein sprechen; denn es ist die Narbe eines Brandmals.
Wenn ein Mann oder eine Frau auf dem Kopf oder am
Bart eine Stelle hat
und der Priester die Stelle besieht und findet, daß
sie tiefer aussieht als die übrige Haut und das Haar dort
goldgelb und dünn ist, so soll er ihn unrein sprechen; denn
es ist Grind, das ist der Aussatz des Kopfes oder des Bartes.
Sieht aber der Priester, daß der Grind nicht tiefer
anzusehen ist als die Haut, aber das Haar dort nicht schwarz ist,
soll er ihn sieben Tage einschließen.
Und wenn er ihn am siebenten Tage besieht und findet, daß
der Grind nicht weitergefressen hat und kein goldgelbes Haar da
ist und der Grind nicht tiefer aussieht als die übrige Haut,
so soll er sich scheren, doch so, daß er die
grindige Stelle nicht schere; und der Priester soll ihn abermals
sieben Tage einschließen.
Und wenn er ihn am siebenten Tage besieht und findet, daß
der Grind nicht weitergefressen hat auf der Haut und nicht tiefer
aussieht als die übrige Haut, so soll ihn der Priester rein
sprechen; und er soll seine Kleider waschen, so ist er rein.
Frißt aber der Grind weiter auf der Haut, nachdem er
rein gesprochen ist,
und der Priester besieht ihn und findet, daß der
Grind weitergefressen hat auf der Haut, so soll er nicht mehr
danach fragen, ob die Haare goldgelb sind; denn er ist unrein.
Ist es aber vor Augen, daß der Grind stehengeblieben
und schwarzes Haar dort aufgegangen ist, so ist der Grind heil,
und er ist rein. Darum soll ihn der Priester rein sprechen.
Wenn bei einem Mann oder einer Frau auf der Haut
weiße Flecken entstehen
und der Priester besieht es und es sind blasse weiße
Flecken, so ist es ein gutartiger Ausschlag, der auf der Haut
ausgebrochen ist; er ist rein.
Wenn einem Mann die Haupthaare ausfallen, daß
er am Hinterkopf kahl wird, der ist rein.
Fallen sie ihm vorn am Kopf aus und entsteht eine Glatze,
so ist er rein.
Bildet sich aber an der Glatze eine weißrötliche
Stelle, so ist bei ihm Aussatz an der Glatze ausgebrochen.
Wenn ihn der Priester nun besieht und findet, daß
eine weißrötliche Erhöhung an seiner Glatze ist,
daß es aussieht wie sonst Aussatz auf der Haut,
so ist er aussätzig und unrein, und der Priester soll
ihn unrein sprechen; er hat Aussatz an seinem Kopf.
Wer nun aussätzig ist, soll zerrissene Kleider
tragen und das Haar lose und den Bart verhüllt und soll
rufen: Unrein, unrein!
Und solange die Stelle an ihm ist, soll er unrein sein,
allein wohnen, und seine Wohnung soll außerhalb des Lagers
sein.
Wenn eine aussätzige Stelle an einem Kleid
ist, es sei wollen oder leinen,
an Gewebtem oder Gewirktem, es sei leinen oder wollen,
oder an Leder oder an allem, was aus Leder gemacht wird,
und wenn die Stelle grünlich oder rötlich ist am
Kleid oder am Leder oder am Gewebten oder Gewirkten oder an
irgend einem Ding, das von Leder gemacht ist, so ist das eine
aussätzige Stelle; darum soll es der Priester besehen.
Und wenn er die Stelle besehen hat, soll er es
einschließen sieben Tage.
Und wenn er am siebenten Tage sieht, daß die Stelle
weitergefressen hat am Kleid, am Gewebten oder am Gewirkten, am
Leder oder an allem, was man aus Leder macht, so ist die Stelle
fressender Aussatz, und es ist unrein.
Und man soll das Kleid verbrennen oder das Gewebte oder
Gewirkte, es sei wollen oder leinen, oder allerlei Lederwerk,
woran solche Stelle ist; denn es ist fressender Aussatz, und man
soll es mit Feuer verbrennen.
Sieht aber der Priester, daß die Stelle nicht
weitergefressen hat am Kleid oder am Gewebten oder am Gewirkten
oder an allerlei Lederwerk,
so soll er gebieten, daß man das wasche, woran die
Stelle ist, und soll es einschließen weitere sieben Tage.
Und wenn der Priester sieht, nachdem die Stelle gewaschen
ist, daß die Stelle unverändert ist vor seinen Augen
und auch nicht weitergefressen hat, so ist es unrein, und du
sollst es mit Feuer verbrennen; denn es ist tief eingefressen an
der kahlen Stelle außen oder innen.
Wenn aber der Priester sieht, daß die Stelle
verblaßt ist nach dem Waschen, so soll er sie herausreißen
aus dem Kleid, dem Leder, dem Gewebten oder Gewirkten.
Zeigt sie sich aber wiederum am Kleid, am Gewebten, am
Gewirkten oder an allerlei Lederwerk, so ist es ausbrechender
Aussatz, und du sollst mit Feuer verbrennen, woran solche Stelle
ist.
Das Kleid aber oder das Gewebte oder Gewirkte oder
allerlei Lederwerk, das gewaschen ist und von dem die Stelle
gewichen ist, soll man zum zweiten Mal waschen, so ist es rein.
Das ist das Gesetz über die aussätzigen
Stellen an Kleidern, sie seien wollen oder leinen, an Gewebtem
oder an Gewirktem und an allerlei Lederwerk, wie sie rein oder
unrein zu sprechen sind.
Gesetz über die Reinigung von Aussätzigen
Kapitel 14
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Dies ist das Gesetz über den Aussätzigen, wenn
er gereinigt werden soll. Er soll zum Priester kommen,
und der Priester soll aus dem Lager gehen und feststellen,
daß die Kranke Stelle am Aussätzigen heil geworden
ist,
und soll gebieten, daß man für den, der zu
reinigen ist, zwei lebendige Vögel nehme, reine Tiere, und
Zedernholz und scharlachfarbene Wolle und Ysop,
und soll gebieten, den einen Vogel zu schlachten in ein
irdenes Gefäß über frischem Wasser.
Und er soll den lebendigen Vogel nehmen zusammen mit dem
Zedernholz, der scharlachfarbenen Wolle und dem Ysop und ihn in
das Blut des Vogels tauchen, der über dem frischen Wasser
geschlachtet ist,
und siebenmal den besprengen, der vom Aussatz zu reinigen
ist, und ihn so reinigen und den lebendigen Vogel ins freie Feld
fliegen lassen.
Der aber, der sich reinigt, soll seine Kleider waschen und
alle seine Haare abscheren und sich mit Wasser abwaschen, so ist
er rein. Danach gehe er ins Lager; doch soll er sieben Tage
außerhalb seines Zeltes bleiben.
Und am siebenten Tage soll er alle seine Haare abscheren
auf dem Kopf, am Bart, an den Augenbrauen, daß alle Haare
abgeschoren seien, und soll seine Kleider waschen und seinen Leib
mit Wasser abwaschen, so ist er rein.
Und am achten Tage soll er zwei Lämmer nehmen,
männliche Tiere ohne Fehler, und ein einjähriges Schaf
ohne Fehler und drei Zehntel feinstes Mehl zum Speisopfer, mit Öl
vermengt, und einen Becher Öl.
Und der Priester soll den, der sich reinigt, und dies
alles darstellen vor dem HERRN, an der Tür der Stiftshütte.
Und er soll das eine Lamm nehmen und zum Schuldopfer
darbringen mit dem Becher Öl und soll beides vor dem HERRN
als Schwingopfer schwingen
und danach das Lamm schlachten, wo man das Sündopfer
und Brandopfer schlachtet, nämlich an heiliger Stätte;
denn wie das Sündopfer, so gehört auch das Schuldopfer
dem Priester; es ist ein Hochheiliges.
Und der Priester soll von dem Blut des Schuldopfers nehmen
und es dem, der sich reinigt, auf das Läppchen des rechten
Ohrs tun und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die große
Zehe seines rechten Fußes.
Danach soll er von dem Becher Öl nehmen und es in
seine eigene linke Hand gießen
und mit seinem rechten Finger in das Öl tauchen, das
in seiner linken Hand ist, und etwas vom Öl mit seinem
Finger siebenmal sprengen vor dem HERRN.
Auf das Blut des Schuldopfers aber soll er von dem übrigen
Öl in seiner Hand dem, der sich reinigt, auf das Läppchen
des rechten Ohrs tun und auf den rechten Daumen und auf die große
Zehe seines rechten Fußes.
Das übrige Öl aber in seiner Hand soll er auf
den Kopf dessen tun, der sich reinigt, und ihn entsühnen vor
dem HERRN.
Dann soll er das Sündopfer zurichten und den, der
sich reinigt, von seiner Unreinheit entsühnen und soll
danach das Brandopfer schlachten
und soll es auf dem Altar opfern samt dem Speisopfer und
ihn entsühnen, so ist er rein.
Ist er aber arm und vermag nicht so viel
aufzubringen, so nehme er ein männliches Lamm zum
Schuldopfer als Schwingopfer zu seiner Entsühnung und ein
Zehntel feinstes Mehl, mit Öl vermengt, zum Speisopfer und
einen Becher Öl
und zwei Turteltauben oder zwei andere Tauben, die er
aufbringen kann, die eine als Sündopfer, die andere als
Brandopfer,
und bringe sie am achten Tage seiner Reinigung zum
Priester an die Tür der Stiftshütte vor den HERRN.
Da soll der Priester das Lamm des Schuldopfers nehmen und
den Becher Öl und soll alles schwingen vor dem HERRN
und das Lamm des Schuldopfers schlachten, von dem Blut des
Schuldopfers nehmen und es dem, der sich reinigt, auf das
Läppchen seines rechten Ohrs tun und auf den Daumen seiner
rechten Hand und auf die große Zehe seines rechten Fußes
und soll von dem Öl in seine eigene linke Hand gießen
und mit seinem rechten Finger von dem Öl, das in
seiner linken Hand ist, siebenmal sprengen vor dem HERRN.
Auf das Blut des Schuldopfers aber soll er von dem übrigen
Öl in seiner Hand dem, der sich reinigt, auf das Läppchen
seines rechten Ohrs tun und auf den Daumen seiner rechten Hand
und auf die große Zehe seines rechten Fußes.
Das übrige Öl aber in seiner Hand soll er dem,
der sich reinigt, auf den Kopf tun, um ihn zu entsühnen vor
dem HERRN,
und danach die eine Turteltaube oder andere Taube, wie er
sie hat aufbringen können,
zum Sündopfer, die andere zum Brandopfer bereiten
samt dem Speisopfer. So soll der Priester den, der sich reinigt,
entsühnen vor dem HERRN.
Das ist das Gesetz für den Aussätzigen, der
nicht so viel aufbringen kann zu seiner Reinigung.
Gesetz über Aussatz an Häusern
Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
Wenn ihr ins Land Kanaan kommt, das ich euch zum Besitz
gebe, und ich lasse an irgendeinem Hause eures Landes eine
aussätzige Stelle entstehen,
so soll der kommen, dem das Haus gehört, es dem
Priester ansagen und sprechen: Es sieht mir aus, als sei Aussatz
an meinem Hause.
Da soll der Priester gebieten, daß sie das Haus
ausräumen, ehe der Priester hineingeht, die Stelle zu
besehen, damit nicht alles unrein werde, was im Hause ist. Danach
soll der Priester hineingehen, das Haus zu besehen.
Wenn er nun den Ausschlag besieht und findet, daß an
der Wand des Hauses grünliche oder rötliche Stellen
sind, die tiefer aussehen als sonst die Wand,
so soll er aus dem Hause herausgehen, an die Tür
treten und das Haus für sieben Tage verschließen.
Und wenn er am siebenten Tage wiederkommt und sieht, daß
der Ausschlag weitergefressen hat an der Wand des Hauses,
so soll er die Steine ausbrechen lassen, an denen der
Ausschlag ist, und hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort
werfen.
Und das Haus soll man innen ringsherum abschaben und den
abgeschabten Lehm hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort
schütten
und andere Steine nehmen und statt jener einsetzen und
andern Lehm nehmen und das Haus neu bewerfen.
Wenn dann der Ausschlag wiederkommt und ausbricht
am Hause, nachdem man die Steine ausgebrochen und das Haus neu
beworfen hat,
so soll der Priester hineingehen. Und wenn er sieht, daß
der Ausschlag weitergefressen hat am Hause, so ist es gewiß
ein fressender Aussatz am Hause, und es ist unrein.
Darum soll man das Haus abbrechen, Steine und Holz und
allen Lehm am Hause, und soll es hinausbringen vor die Stadt an
einen unreinen Ort.
Und wer in das Haus geht, solange es verschlossen ist, der
ist unrein bis zum Abend.
Und wer darin schläft oder darin ißt, der soll
seine Kleider waschen.
Wenn aber der Priester hineingeht und sieht, daß
der Ausschlag nicht weiter am Hause gefressen hat, nachdem es neu
beworfen ist, so soll er es rein sprechen; denn der Ausschlag ist
heil geworden.
Und er soll für das Haus zur Entsündigung zwei
Vögel nehmen, Zedernholz, karmesinfarbene Wolle und Ysop
und den einen Vogel schlachten in ein irdenes Gefäß
über frischem Wasser.
Und er soll nehmen das Zedernholz, die karmesinfarbene
Wolle, den Ysop und den lebendigen Vogel und sie in des
geschlachteten Vogels Blut und in das frische Wasser tauchen und
das Haus siebenmal besprengen
und soll so das Haus entsündigen mit dem Blut des
Vogels und mit dem frischen Wasser, mit dem lebendigen Vogel, mit
dem Zedernholz, mit dem Ysop und mit der karmesinfarbenen Wolle
und soll den lebendigen Vogel hinaus vor die Stadt ins
freie Feld fliegen lassen und das Haus entsühnen, so ist es
rein.
Das ist das Gesetz über alle Arten des
Aussatzes und Grindes,
über den Aussatz an Kleidern und Häusern,
über Erhöhungen, Ausschlag und weiße
Flecken,
damit man Weisung habe, wann etwas unrein oder rein ist.
Das ist das Gesetz über den Aussatz.
3.
Mose 15-27
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