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DIE BIBEL
Heilige
Schrift
DER PROPHET
HESEKIEL
Kapitel 38 -
48
Weissagung gegen Gog aus Magog
Kapitel 38
Und des HERRN
Wort geschah zu mir:
Du Menschenkind, richte dein Angesicht auf Gog, der im
Lande Magog ist und der Fürst von Rosch, Meschech und Tubal,
und weissage gegen ihn
und sprich: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an
dich, Gog, der du der Fürst bist von Rosch, Meschech und
Tubal!
Siehe, ich will dich herumlenken und dir einen Haken ins
Maul legen und will dich ausziehen lassen mit deinem ganzen Heer,
mit Roß und Mann, die alle voll gerüstet sind; und sie
sind ein großer Heerhaufe, die alle kleine und große
Schilde und Schwerter tragen.
Du führst mit dir Perser, Kuschiter und Libyer, die
alle Schild und Helm tragen,
dazu Gomer und sein ganzes Heer, die vom Hause Togarma,
die im Norden wohnen, mit ihrem ganzen Heer; ja, du führst
viele Völker mit dir.
Wohlan, rüste dich gut, du und alle deine Heerhaufen,
die bei dir sind, und sei du ihr Heerführer!
Nach langer Zeit
sollst du aufgeboten werden; am Ende der Zeiten sollst du in ein
Land kommen, das dem Schwert entrissen ist, und zu dem Volk, das
aus vielen Völkern gesammelt ist, nämlich auf die Berge
Israels, die lange Zeit verwüstet gewesen sind, und nun ist
es herausgeführt aus den Völkern, und sie alle wohnen
sicher.
Du wirst heraufziehen und daherkommen wie ein Sturmwetter
und wirst sein wie eine Wolke, die das Land bedeckt, du und dein
ganzes Heer und die vielen Völker mit dir.
So spricht Gott der HERR: Zu jener Zeit werden dir
Gedanken kommen, und du wirst auf Böses sinnen
und denken: «Ich will das Land überfallen, das
offen daliegt, und über die kommen, die still und sicher
leben, die alle ohne Mauern dasitzen und haben weder Riegel noch
Tore»,
damit du rauben und plündern kannst und deine Hand an
die zerstörten Orte legst, die wieder bewohnt sind, und an
das Volk, das aus den Heiden gesammelt ist und sich Vieh und
Güter erworben hat und in der Mitte der Erde wohnt.
Saba, Dedan und die Kaufleute von Tarsis und alle seine
Gewaltigen werden zu dir sagen: Bist du gekommen, zu rauben, und
hast du deine Heerhaufen versammelt, zu plündern, um Silber
und Gold wegzunehmen und Vieh und Güter zu sammeln und große
Beute zu machen?
Darum so weissage, du Menschenkind, und sprich zu
Gog: So spricht Gott der HERR: Ist's nicht so? Wenn mein Volk
Israel sicher wohnen wird, dann wirst du aufbrechen.
Und wirst kommen aus deinem Ort, vom äußersten
Norden, du und viele Völker mit dir, alle zu Roß, ein
großer Heerhaufe und eine gewaltige Macht,
du wirst heraufziehen gegen mein Volk Israel wie eine
Wolke, die das Land bedeckt. Am Ende der Zeit wird das geschehen.
Ich will dich aber dazu über mein Land kommen lassen, daß
die Heiden mich erkennen, wenn ich an dir, Gog, vor ihren Augen
zeige, daß ich heilig bin.
So spricht Gott der HERR: Du bist doch der, von dem
ich vorzeiten geredet habe durch meine Diener, die Propheten in
Israel, die in jener Zeit weissagten, daß ich dich über
sie kommen lassen wollte?
Und es wird geschehen zu der Zeit, wenn Gog kommen
wird über das Land Israels, spricht Gott der HERR, wird mein
Zorn in mir aufsteigen.
Und ich sage in meinem Eifer und im Feuer meines Zorns:
Wahrlich, zu der Zeit wird ein großes Erdbeben sein im
Lande Israels,
daß vor meinem Angesicht erbeben sollen die Fische
im Meer, die Vögel unter dem Himmel, die Tiere auf dem Felde
und alles, was sich regt und bewegt auf dem Lande, und alle
Menschen, die auf der Erde sind. Und die Berge sollen
niedergerissen werden und die Felswände und alle Mauern zu
Boden fallen.
Und ich will über ihn das Schwert herbeirufen auf
allen meinen Bergen, spricht Gott der HERR, daß jeder sein
Schwert gegen den andern erhebt.
Und ich will ihn richten mit Pest und Blutvergießen
und will Platzregen mit Hagel, Feuer und Schwefel über ihn
und sein Heer und über die vielen Völker kommen lassen,
die mit ihm sind.
So will ich mich herrlich und heilig erweisen und mich zu
erkennen geben vor vielen Heiden, daß sie erfahren, daß
ich der HERR bin.
Kapitel 39
Und du, Menschenkind, weissage gegen Gog und
sprich: So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will an dich, Gog,
der du der Fürst bist von Rosch, Meschech und Tubal.
Siehe, ich will dich herumlenken und herbeilocken aus dem
äußersten Norden und auf die Berge Israels bringen
und will dir den Bogen aus deiner linken Hand schlagen und
die Pfeile aus deiner rechten Hand.
Auf den Bergen Israels sollst du fallen, du mit deinem
ganzen Heer und mit den Völkern, die bei dir sind. Ich will
dich den Raubvögeln, allem was fliegt, und den Tieren auf
dem Felde zum Fraß geben.
Du sollst auf freiem Felde fallen; denn ich habe es
gesagt, spricht Gott der HERR.
Und ich will Feuer werfen auf Magog und auf die Bewohner
der Inseln, die so sicher wohnen, und sie sollen erfahren, daß
ich der HERR bin.
Und ich will meinen heiligen Namen kundmachen unter meinem
Volk Israel und will meinen heiligen Namen nicht länger
schänden lassen, sondern die Heiden sollen erfahren, daß
ich der HERR bin, der Heilige in Israel.
Siehe, es kommt
und geschieht, spricht Gott der HERR; das ist der Tag, von dem
ich geredet habe.
Und die Bürger in den Städten Israels
werden herausgehen und Feuer anzünden und die Waffen
verbrennen, kleine und große Schilde, Bogen und Pfeile,
Keulen und Spieße. Und sie werden sieben Jahre lang Feuer
damit machen;
sie brauchen kein Holz auf dem Felde zu holen oder im
Walde zu schlagen, sondern von den Waffen werden sie Feuer machen
und werden die berauben, von denen sie beraubt sind, und
plündern, von denen sie geplündert sind, spricht Gott
der HERR.
Und zu der Zeit soll es geschehen, da will ich Gog
einen Ort geben zum Begräbnis in Israel, nämlich das
Tal der Wanderer östlich vom Meer, und das wird den
Wanderern den Weg versperren. Dort wird man Gog mit seinem ganzen
Heerhaufen begraben; und es soll heißen «Tal der
Heerhaufen des Gog».
Und das Haus Israel wird sie sieben Monate lang begraben,
damit das Land gereinigt werde.
Ja, alles Volk des Landes wird an ihnen zu begraben haben;
und sie werden Ruhm davon haben an dem Tage, an dem ich meine
Herrlichkeit erweise, spricht Gott der HERR.
Und sie werden Leute aussondern, die ständig im Lande
umhergehen, die Leichen zu begraben, die noch auf dem Lande
liegen, damit es gereinigt werde. Nach sieben Monaten sollen sie
beginnen nachzuforschen.
Und wenn sie im Lande umhergehen und Menschengebeine
sehen, sollen sie ein Zeichen aufrichten, bis die Totengräber
sie auch im «Tal der Heerhaufen des Gog» begraben.
Auch soll eine Stadt «Stadt der Heerhaufen»
heißen. So werden sie das Land reinigen.
Du Menschenkind, so spricht Gott der HERR: Sage den
Vögeln, allem was fliegt, und allen Tieren auf dem Felde:
Sammelt euch und kommt herbei, findet euch zusammen von überall
her zu meinem Schlachtopfer, das ich euch schlachte, einem großen
Schlachtopfer auf den Bergen Israels, und freßt Fleisch und
sauft Blut!
Fleisch der Starken sollt ihr fressen, und Blut der
Fürsten auf Erden sollt ihr saufen, der Widder und Lämmer,
der Böcke und Stiere, all des Mastviehs aus Basan.
Und ihr sollt Fett fressen, bis ihr satt werdet, und Blut
saufen, bis ihr trunken seid von dem Schlachtopfer, das ich euch
schlachte.
Sättigt euch von Rossen und Reitern, von Starken und
all den Kriegsleuten an meinem Tisch, spricht Gott der HERR.
Und ich will meine Herrlichkeit unter die Heiden
bringen, daß alle Heiden mein Gericht sehen sollen, das ich
gehalten habe, und meine Hand, die ich an sie gelegt habe.
Und das Haus Israel soll erfahren, daß ich, der
HERR, ihr Gott bin, von dem Tage an und fernerhin,
und die Heiden sollen erkennen, daß das Haus Israel
um seiner Missetat willen weggeführt worden ist. Weil sie
sich an mir versündigt hatten, darum habe ich mein Angesicht
vor ihnen verborgen und habe sie übergeben in die Hände
ihrer Widersacher, daß sie allesamt durchs Schwert fallen
mußten.
Ich habe ihnen getan, was sie mit ihrer Unreinheit und
ihren Übertretungen verdient haben, und habe mein Angesicht
vor ihnen verborgen.
Darum – so spricht Gott der HERR: Nun will
ich das Geschick Jakobs wenden und mich des ganzen Hauses Israel
erbarmen und um meinen heiligen Namen eifern.
Sie aber sollen ihre Schmach und alle ihre Sünde, mit
der sie sich an mir versündigt haben, vergessen, wenn sie
nun sicher in ihrem Lande wohnen und niemand sie schreckt
und ich sie aus den Völkern zurückgebracht und
aus den Ländern ihrer Feinde gesammelt und an ihnen vor den
Augen vieler Heiden gezeigt habe, daß ich heilig bin.
Dann werden sie erkennen, daß ich, der HERR, ihr
Gott bin, der ich sie unter die Heiden weggeführt habe und
wieder in ihr Land sammle und nicht einen von ihnen dort
zurücklasse.
Und ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen
verbergen; denn ich habe meinen Geist über das Haus Israel
ausgegossen, spricht Gott der HERR.
DIE GESICHTE VON DER KÜNFTIGEN GOTTESSTADT (Kapitel
40,1 – 47,12)
Der Beginn der Gesichte
Kapitel 40
Im
fünfundzwanzigsten Jahr unserer Gefangenschaft, im Anfang
des Jahres, am zehnten Tag des Monats, im vierzehnten Jahr,
nachdem die Stadt eingenommen war, eben an diesem Tag kam die
Hand des HERRN über mich und führte mich dorthin, -
in göttlichen Gesichten führte er mich ins Land
Israel und stellte mich auf einen sehr hohen Berg; darauf war
etwas wie der Bau einer Stadt gegen Süden.
Und als er mich dorthin gebracht hatte, siehe, da war ein
Mann, der war anzuschauen wie Erz. Er hatte eine leinene Schnur
und eine Meßrute in seiner Hand und stand unter dem Tor.
Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, sieh her und höre
fleißig zu und merke auf alles, was ich dir zeigen will;
denn dazu bist du hierher gebracht, daß ich dir dies zeige,
damit du alles, was du hier siehst, verkündigest dem Hause
Israel.
Die Umfassungsmauer des Tempelbezirks
Und siehe, es
ging eine Mauer außen um das Gotteshaus ringsherum. Und der
Mann hatte die Meßrute in der Hand; die war sechs Ellen
lang – jede Elle war eine Handbreit länger als eine
gewöhnliche Elle. Und er maß das Mauerwerk: es war
eine Rute dick und auch eine Rute hoch.
Der äußere Vorhof und seine Torbauten
Und er ging zum Tor, das an der Ostseite lag, und ging
seine Stufen hinauf und maß die Schwelle des Tores: eine
Rute tief.
Und jede Nische des Tores war eine Rute lang und eine Rute
breit, und der Raum zwischen den Nischen des Tores war fünf
Ellen breit. Und auch die Schwelle des Tores an der Vorhalle des
Tores gegen den Tempel hin maß eine Rute.
Und er maß die Vorhalle des Tores:
acht Ellen; und ihre Pfeiler: zwei Ellen. Und die Vorhalle
des Tores lag gegen den Tempel hin.
Und die Nischen des Tores, das an der Ostseite lag, waren
drei auf jeder Seite, jede so weit wie die andere, und die
Pfeiler auf beiden Seiten waren gleich breit.
Und er maß die Weite der Öffnung des Tores:
zehn Ellen; und die Länge des Torweges: dreizehn Ellen.
Und vorn an den Nischen war eine Schranke, auf beiden
Seiten je eine Elle; aber die Nischen waren je sechs Ellen auf
beiden Seiten.
Dazu maß er das Tor von der Rückwand der
Nischen auf der einen Seite bis zur Rückwand der Nischen auf
der andern Seite: fünfundzwanzig Ellen; eine Öffnung
lag der andern gegenüber.
Und er maß die Öffnung der Vorhalle: zwanzig
Ellen; und bis zum Pfeiler des Tores reichte der Vorhof ringsum.
Und vom Tor, wo man von außen hineintritt, bis zur
Vorhalle am inneren Tor waren es fünfzig Ellen.
Und es waren Fenster mit Stäben davor an den Nischen
nach innen am Tor auf beiden Seiten. Ebenso waren auch Fenster an
der Vorhalle nach innen auf beiden Seiten, und an den Pfeilern
waren Palmwedel dargestellt.
Und er führte mich weiter zum äußeren
Vorhof, und siehe, da waren Kammern und ein Pflaster rings um den
Vorhof angelegt. Dreißig Kammern lagen an dem Pflaster.
Und das Pflaster lief auch zur Seite der Tore, die ganze
Seitenwand der Tore entlang; das war das untere Pflaster.
Und er maß die Breite des Vorhofs von dem unteren
Tor an bis außen vor den inneren Vorhof: hundert Ellen. Das
war der Osten. Und nun der Norden!
Er maß auch das Tor am äußeren
Vorhof, das an der Nordseite lag, nach der Länge und Breite.
Das hatte auf jeder Seite drei Nischen, und seine Pfeiler
und seine Vorhalle waren ebenso groß wie am ersten Tor:
fünfzig Ellen lang und fünfundzwanzig Ellen breit.
Und seine Fenster und seine Vorhalle und seine Palmwedel
waren gleich wie am Tor an der Ostseite; und es hatte sieben
Stufen, die man hinaufging, und hatte seine Vorhalle auf der
Innenseite.
Und ein Tor zum inneren Vorhof lag gegenüber diesem
Tor, das an der Nordseite lag, wie bei dem Tor an der Ostseite;
und er maß hundert Ellen von einem Tor zum andern.
Danach führte er mich nach Süden, und
siehe, da war auch ein Tor an der Südseite, und er maß
seine Pfeiler und seine Vorhalle; sie waren gleich den andern.
Und es waren Fenster an ihm und an seiner Vorhalle
ringsherum gleich jenen Fenstern, und es war fünfzig Ellen
lang und fünfundzwanzig Ellen breit.
Und sieben Stufen führten hinauf, und es hatte eine
Vorhalle auf der Innenseite, und Palmwedel waren an ihren
Pfeilern dargestellt auf jeder Seite.
Und es gab auch ein Tor zum inneren Vorhof an der
Südseite; und er maß hundert Ellen von dem einen
Südtor zum andern.
Der innere Vorhof und seine Torbauten
Und er führte
mich weiter durchs Südtor in den inneren Vorhof und maß
dieses Tor: es war gleich groß wie die andern
mit seinen Nischen, seinen Pfeilern und seiner Vorhalle in
gleicher Größe und mit Fenstern an ihm und an der
Vorhalle ringsherum: es war fünfzig Ellen lang und
fünfundzwanzig Ellen breit.
Und es gab eine Vorhalle ringsherum: fünfundzwanzig
Ellen lang und fünf Ellen breit.
Und die Vorhalle lag gegen den äußeren Vorhof
hin, und Palmwedel waren an ihren Pfeilern dargestellt; es waren
aber acht Stufen hinaufzugehen.
Danach führte er mich in den inneren Vorhof
auf die Ostseite und maß das Tor: es war gleich groß
wie die andern
mit seinen Nischen, seinen Pfeilern und seiner Vorhalle in
gleicher Größe und mit Fenstern an ihm und an der
Vorhalle ringsherum: es war fünfzig Ellen lang und
fünfundzwanzig Ellen breit.
Und seine Vorhalle lag gegen den äußeren Vorhof
hin, und Palmwedel waren an ihren Pfeilern dargestellt auf beiden
Seiten, und acht Stufen waren hinaufzugehen.
Danach führte er mich zum Nordtor und maß
es: es war gleich groß wie die andern
mit seinen Nischen, seinen Pfeilern und seiner Vorhalle
und den Fenstern an ihm ringsherum: es war fünfzig Ellen
lang und fünfundzwanzig Ellen breit.
Und seine Vorhalle lag gegen den äußeren Vorhof
hin, und Palmwedel waren an ihren Pfeilern dargestellt auf beiden
Seiten, und acht Stufen waren hinaufzugehen.
Die Tische für die Opfer und die Kammern für die
Priester
Und am
Tor – gegen Osten – war eine Kammer, und ihr Eingang
war bei der Vorhalle des Tores; dort wäscht man die
Brandopfer.
Und in der Vorhalle des Tores standen auf beiden Seiten
zwei Tische, auf denen man die Brandopfer, Sündopfer und
Schuldopfer schlachtet.
Und außen, an der Seite, für den, der zum Tor
hinaufgeht, nach Norden hin, standen zwei Tische und an der
andern Seite der Vorhalle des Tores auch zwei Tische.
So standen auf jeder Seite des Tores vier Tische; das sind
zusammen acht Tische, auf denen man schlachtet.
Und vier Tische zum Brandopfer waren aus gehauenen
Steinen, je anderthalb Ellen lang und breit und eine Elle hoch;
darauf legt man die Geräte, mit denen man Brandopfer und
Schlachtopfer schlachtet.
Und Gabelhaken, eine Hand breit, waren am Gebäude
fest angebracht an beiden Seiten, und über den Tischen waren
Dächer, um das Opferfleisch gegen Regen und Hitze zu
schützen.
Und außen vor dem inneren Tor waren zwei
Kammern im inneren Vorhof: die eine auf der Seite neben dem
Nordtor, die schaute nach Süden; die andere an der Seite
neben dem Südtor, die schaute nach Norden.
Und er sprach zu mir: Die Kammer, die nach Süden
schaut, gehört den Priestern, die im Hause Dienst tun;
aber die Kammer, die nach Norden schaut, gehört den
Priestern, die am Altar dienen. Dies sind die Söhne Zadok,
die als einzige unter den Söhnen Levi vor den HERRN treten
dürfen, um ihm zu dienen.
Und er maß den Vorhof: hundert Ellen lang und
hundert Ellen breit im Geviert; und der Altar stand vor dem
Tempel.
Der Tempel und seine Nebengebäude
Und er
führte mich hinein zur Vorhalle des Tempels und maß
die Pfeiler der Vorhalle: fünf Ellen auf jeder Seite; und
das Tor: vierzehn Ellen; und die Wände zu beiden Seiten an
der Tür: drei Ellen auf jeder Seite.
Aber die Vorhalle war zwanzig Ellen breit und zwölf
Ellen tief und hatte zehn Stufen, die man hinaufging, und Säulen
standen an den Pfeilern, auf jeder Seite eine.
Kapitel 41
Und er führte mich hinein in die Tempelhalle
und maß die Pfeiler; die waren auf jeder Seite sechs Ellen
breit, so weit das Heiligtum war.
Und die Tür war zehn Ellen weit, aber die Wände
zu beiden Seiten an der Tür waren je fünf Ellen breit.
Und er maß den Raum der Tempelhalle: vierzig Ellen tief und
zwanzig Ellen breit.
Dann ging er in den innersten Raum und maß die
Pfeiler der Tür: zwei Ellen; und die Tür: sechs Ellen;
und die Breite zu beiden Seiten an der Tür: je sieben Ellen.
Und er maß: zwanzig Ellen tief und, wie die
Tempelhalle, zwanzig Ellen breit. Und er sprach zu mir: Dies ist
das Allerheiligste.
Und er maß die Wand des Tempelhauses: sechs
Ellen dick. Und die Tiefe des Anbaus betrug vier Ellen, rings um
das Haus herum.
Und Seitenräume gab es, Stockwerk auf Stockwerk,
dreimal dreißig, und sie schlossen sich an die Wand des
Hauses so an, daß die Seitenräume ringsherum liefen
und in sich Halt hatten; aber sie hatten keinen Halt in der Wand
des Hauses.
Und der Umgang wurde breiter von Stockwerk zu Stockwerk
für die Seitenräume, denn der Umgang des Hauses lief in
jedem Stockwerk rings um das Haus herum; deshalb nahm die Breite
am Haus nach oben hin zu, und man stieg von dem unteren Stockwerk
auf zum mittleren und oberen.
Und ich sah am Hause ein erhöhtes Pflaster
ringsherum, den Unterbau für die Seitenräume, eine
volle Rute, sechs Ellen hoch.
Und die Dicke der Wand außen am Anbau betrug fünf
Ellen, und der Raum, der frei blieb, zwischen den Seitenräumen
am Hause
und den Kammern betrug zwanzig Ellen rings um das Haus
herum.
Und es gingen zwei Türen vom Anbau auf den frei
gelassenen Raum hin, eine nach Norden, die andere nach Süden,
und die Breite der frei gelassenen Fläche auf dem Unterbau
betrug fünf Ellen auf jeder Seite.
Und das Gebäude am Hofraum nach Westen hin war
siebzig Ellen tief, und die Mauer des Gebäudes war auf allen
Seiten fünf Ellen dick, und es war neunzig Ellen breit.
Und er maß die Länge des Tempels: hundert
Ellen; und der Hofraum mit jenem Gebäude und seinen Mauern
war auch hundert Ellen lang.
Und die Breite der Vorderseite des Tempels und der Hofraum
an seiner Ostseite ergaben zusammen auch hundert Ellen.
Und er maß
die Länge des Gebäudes, das am Ende des Hofraums liegt,
und seine Mauern auf beiden Seiten: hundert Ellen. Und die
Tempelhalle und das Innerste und die Vorhalle draußen
waren getäfelt, und alle drei hatten sie Fenster mit
Stäben und einen Absatz am Dach ringsherum; und es war
Tafelwerk an allen Seiten ringsherum. Und das Licht kam durch die
Fenster; aber die Fenster waren verhängt.
Bis oberhalb der Tür und bis zum Allerheiligsten,
draußen und auf der ganzen Wand ringsherum, im Inneren und
draußen waren Schnitzereien;
da waren Cherubim und Palmwedel dargestellt, je eine Palme
zwischen zwei Cherubim, und jeder Cherub hatte zwei Angesichter.
Zur einen Palme wendete er ein Menschengesicht, zur andern
Palme ein Löwengesicht; die Darstellungen liefen rings um
das ganze Haus.
Vom Boden an bis oberhalb der Tür waren Cherubim und
Palmwedel an der Wand geschnitzt.
Und die Türpfosten im Tempel waren viereckig.
Und vor dem Allerheiligsten stand etwas, das aussah
wie ein Altar aus Holz; der war drei Ellen hoch und zwei
Ellen lang und breit und hatte Ecken, und sein Fuß und
seine Wände waren aus Holz. Und er sprach zu mir: Das ist
der Tisch, der vor dem HERRN steht.
Und die Tempelhalle und das Allerheiligste hatten
je zwei Türflügel;
zwei Türflügel hatten die Türen, beide
Türflügel konnten sich drehen, jede Tür hatte zwei
Türflügel.
Und auch an den Türflügeln der Tempelhalle waren
Cherubim und Palmwedel dargestellt wie an den Wänden. Und
ein Gitter aus Holz war außen vor der Vorhalle.
Und Fenster mit Stäben und Palmwedel waren auf beiden
Seiten an den Wänden der Vorhalle.
Kapitel 42
Und er führte mich hinaus zum äußeren
Vorhof nach Norden und brachte mich zu den Kammern, die gegenüber
dem Hofraum und gegenüber jenem Gebäude an der
Nordseite lagen,
die Länge hundert Ellen, an der Nordseite, und die
Breite fünfzig Ellen.
Zwischen den zwanzig Ellen des inneren Vorhofs und dem
Pflaster im äußeren Vorhof war Absatz an Absatz,
dreimal.
Und ins Innere führte vor den Kammern ein Gang, zehn
Ellen breit und hundert Ellen lang, und ihre Türen lagen
nach Norden.
Und die oberen Kammern des Baues waren kürzer als
seine unteren und mittleren Kammern; denn die Absätze nahmen
Raum von ihnen weg.
Denn sie waren drei Stockwerke hoch und hatten keine
Säulen, wie die Vorhöfe Säulen hatten. Darum waren
die oberen Kammern gegenüber den unteren und mittleren
verkürzt vom Boden an.
Und außen vor den Kammern nach dem äußeren
Vorhof hin lief eine Mauer an den Kammern entlang, fünfzig
Ellen lang.
Denn die Länge der Kammern nach dem äußeren
Vorhof zu betrug fünfzig Ellen, aber am Tempel entlang waren
es hundert Ellen.
Und unten an diesen Kammern war der Zugang von Osten her,
wenn man vom äußeren Vorhof her zu ihnen hineinging,
am Anfang der äußeren Mauer.
In der Richtung nach Süden lagen auch Kammern dem
Hofraum und jenem Gebäude gegenüber.
Und ein Gang lief vor ihnen hin ganz wie vor jenen Kammern
an der Nordseite; ihre Länge und ihre Breite, ihre Ausgänge
und ihre Einrichtungen und ihre Türen waren gleich.
Und wie die Türen der Kammern nach Süden lagen,
so war auch eine Tür am Anfang des Ganges, nämlich des
Ganges am Bau entlang, wenn man von Osten her kommt.
Und er sprach zu mir: Die Kammern im Norden und die
Kammern im Süden gegenüber dem Hofraum, das sind die
heiligen Kammern, in denen die Priester, die dem HERRN nahen, die
hochheiligen Opfer essen. Dort legen sie die hochheiligen Opfer
nieder, die Speisopfer, die Sündopfer und die Schuldopfer;
denn die Stätte ist heilig.
Und wenn die Priester in das Heiligtum hineingehen, dürfen
sie von dort nicht wieder in den äußeren Vorhof gehen,
sondern sollen zuvor in den Kammern ihre Kleider ablegen, in
denen sie Dienst getan haben, denn sie sind heilig; und sie
sollen ihre andern Kleider anlegen und dann hinausgehen unter das
Volk.
Der Umfang des Tempelbezirks
Und als er den
Tempel im Inneren ganz ausgemessen hatte, führte er mich
hinaus zum Osttor und maß den ganzen Umfang des Tempels.
Er maß die Ostseite mit der Meßrute:
fünfhundert Ruten;
und die Nordseite maß er auch: fünfhundert
Ruten;
desgleichen die Südseite auch: fünfhundert
Ruten.
Und er wandte sich zur Westseite und maß auch
fünfhundert Ruten.
Nach allen vier Windrichtungen maß er. Und es war
eine Mauer ringsherum, fünfhundert Ruten im Geviert, damit
das Heilige von dem Unheiligen geschieden sei.
Der Einzug der Herrlichkeit des Herrn in den Tempel
Kapitel 43
Und er führte
mich wieder zum Tor im Osten.
Und siehe, die Herrlichkeit des Gottes Israels kam von
Osten und brauste, wie ein großes Wasser braust, und es
ward sehr licht auf der Erde von seiner Herrlichkeit.
Und es war ganz so wie das Gesicht, das ich geschaut
hatte, als der Herr kam, um die Stadt zu zerstören, und wie
das Gesicht, das ich gesehen hatte am Fluß Kebar. Da fiel
ich nieder auf mein Angesicht.
Und die Herrlichkeit des HERRN kam hinein ins Tempelhaus
durch das Tor, das nach Osten liegt.
Da hob mich der Geist auf und brachte mich in den inneren
Vorhof; und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das
Haus.
Und ich hörte einen mit mir reden vom Hause heraus,
während der Mann neben mir stand.
Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, das ist der Ort
meines Thrones und die Stätte meiner Fußsohlen; hier
will ich für immer wohnen unter den Kindern Israel. Und das
Haus Israel soll nicht mehr meinen heiligen Namen entweihen,
weder sie noch ihre Könige, durch ihren Götzendienst
und durch die Leichen ihrer Könige, wenn sie sterben;
denn sie haben ihre Schwelle an meine Schwelle und ihre
Pfosten neben meine Pfosten gesetzt, so daß nur eine Wand
zwischen mir und ihnen war, und haben so meinen heiligen Namen
entweiht durch die Greuel, die sie taten; darum habe ich sie auch
in meinem Zorn vertilgt.
Nun aber sollen sie ihren Götzendienst und die
Leichen ihrer Könige weit von mir wegtun, und ich will für
immer unter ihnen wohnen.
Und du, Menschenkind, beschreibe dem Haus Israel
den Tempel, sein Aussehen und seinen Plan, damit sie sich schämen
ihrer Missetaten.
Und wenn sie sich all dessen schämen, was sie getan
haben, so zeige ihnen Plan und Gestalt des Tempels und seine
Ausgänge und Eingänge und seinen ganzen Plan und alle
seine Ordnungen und alle seine Gesetze. Schreibe sie vor ihren
Augen auf, damit sie auf seinen ganzen Plan und alle seine
Ordnungen achthaben und danach tun.
Das soll aber das Gesetz des Tempels sein: auf der Höhe
des Berges soll sein ganzes Gebiet ringsum hochheilig sein.
Siehe, das ist das Gesetz des Tempels.
Der Altar und seine Weihe
Das sind aber die Maße des Altars, gemessen nach
Ellen, die eine Handbreit länger sind als die gewöhnliche
Elle: sein Sockel ist eine Elle hoch und eine Elle breit, und die
Leiste an seinem Rand ist eine Spanne hoch ringsherum. Und das
ist die Höhe des Altars:
von dem Sockel auf der Erde bis an den unteren Absatz sind
es zwei Ellen in der Höhe und eine Elle in der Breite, und
von dem niedrigeren Absatz bis zu dem höheren Absatz sind es
vier Ellen in der Höhe und eine Elle in der Breite;
und der Opferherd ist vier Ellen hoch, und auf dem
Opferherd stehen nach oben vier Hörner.
Und der Opferherd ist zwölf Ellen lang und zwölf
Ellen breit im Geviert.
Und der obere Absatz ist vierzehn Ellen lang und vierzehn
Ellen breit im Geviert, und eine Leiste geht ringsherum, eine
halbe Elle hoch; und sein Sockel ist eine Elle hoch, und seine
Stufen liegen nach Osten hin.
Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, so spricht
Gott der HERR: Dies sollen die Ordnungen für den Altar sein
an dem Tage, an dem er gebaut ist, um Brandopfer auf ihm zu
opfern und Blut an ihn zu sprengen.
Da sollst du den levitischen Priestern aus dem Geschlecht
Zadoks, die vor mich treten, um mir zu dienen, spricht Gott der
HERR, einen jungen Stier zum Sündopfer geben.
Und von seinem Blut sollst du nehmen und damit die vier
Hörner besprengen und die vier Ecken des Absatzes und die
Leiste, die ringsherum geht; damit sollst du ihn entsündigen
und Sühne für ihn schaffen.
Und du sollst den Stier des Sündopfers nehmen und ihn
verbrennen auf dem Platz am Tempel, wo man die Opfertiere
mustert, außerhalb des Heiligtums.
Aber am nächsten Tag sollst du einen Ziegenbock
opfern, der ohne Fehler ist, als Sündopfer und den Altar
damit entsündigen, wie er mit dem Stier entsündigt ist.
Nachdem du den Altar entsündigt hast, sollst du einen
jungen Stier opfern, der ohne Fehler ist, und einen Widder von
der Herde ohne Fehler
und sollst sie beide vor dem HERRN opfern, und die
Priester sollen Salz auf sie streuen und sollen sie so dem HERRN
opfern als Brandopfer.
So sollst du sieben Tage lang täglich einen Bock als
Sündopfer opfern, und sie sollen einen jungen Stier und
einen Widder von der Herde, die beide ohne Fehler sind, opfern.
So sollen sie sieben Tage lang für den Altar Sühne
schaffen und ihn reinigen und ihre Hände füllen.
Und nach diesen Tagen sollen die Priester am achten Tag
und danach immer wieder auf dem Altar opfern eure Brandopfer und
eure Dankopfer, so will ich euch gnädig sein, spricht Gott
der HERR.
Das verschlossene Osttor
Kapitel 44
Und er führte
mich wieder zu dem äußeren Tor des Heiligtums im
Osten; es war aber zugeschlossen.
Und der HERR sprach zu mir: Dies Tor soll zugeschlossen
bleiben und nicht aufgetan werden, und niemand soll dort
hineingehen. Denn der HERR, der Gott Israels, ist dort
eingezogen; darum soll es zugeschlossen bleiben.
Nur der Fürst darf sich, weil er der Fürst ist,
dort niederlassen und das Opfermahl essen vor dem HERRN. Durch
die Vorhalle des Tores soll er hineingehen und durch sie wieder
herausgehen.
Weisungen für den Dienst im Tempel
Danach führte
er mich zum Tor im Norden vor das Haus des HERRN. Und ich sah,
und siehe, das Haus war erfüllt von der Herrlichkeit des
HERRN, und ich fiel auf mein Angesicht.
Und der HERR sprach zu mir: Du Menschenkind, gib acht und
sieh mit deinen Augen und höre mit deinen Ohren alles, was
ich dir sagen will von allen Ordnungen und Gesetzen im Haus des
HERRN, und gib acht, wie man es halten soll mit dem Zutritt zum
Heiligtum an allen Eingängen.
Und sage dem Haus des Widerspruchs, dem Hause Israel: So
spricht Gott der HERR: Laßt's genug sein, ihr vom Hause
Israel, mit allen euren Greueltaten!
Denn ihr habt fremde Leute mit unbeschnittenem Herzen und
unbeschnittenem Fleisch in mein Heiligtum hineingelassen und so
mein Haus entheiligt, als ihr mir Brot, Fett und Blut opfertet;
so habt ihr meinen Bund gebrochen mit allen euren Greueltaten;
ihr habt nicht selbst den Dienst in meinem Heiligtum
getan, sondern habt sie bestellt, um für euch den Dienst in
meinem Heiligtum zu tun.
Darum spricht Gott der HERR: Es soll kein Fremder
mit unbeschnittenem Herzen und unbeschnittenem Fleisch in mein
Heiligtum kommen von allen Fremdlingen, die unter den Kindern
Israel leben,
sondern die Leviten, die von mir abgewichen sind, als
Israel von mir abfiel und irreging, ihren Götzen nach, die
sollen ihre Sünde tragen
und sollen in meinem Heiligtum Dienst tun als Hüter
an den Türen des Hauses und als Diener des Hauses. Sie
sollen das Brandopfer und das Schlachtopfer für das Volk
schlachten und sollen vor ihnen stehen und ihnen dienen.
Weil sie ihnen gedient haben vor ihren Götzen und dem
Hause Israel einen Anlaß zur Sünde gegeben haben,
darum habe ich meine Hand gegen sie erhoben, spricht Gott der
HERR, daß sie ihre Sünde tragen müssen.
Und sie sollen mir nicht nahen, um mir Priesterdienst zu
tun, und sollen zu dem, was mir heilig ist, und an die
hochheiligen Opfer nicht kommen, sondern sollen ihre Schande
tragen für ihre Greuel, die sie getan haben.
Darum habe ich sie bestellt, den Dienst an meinem Hause zu
tun bei aller Arbeit und bei allem, was dort zu tun ist.
Aber die levitischen Priester, die Söhne
Zadok, die den Dienst an meinem Heiligtum getan haben, als die
Kinder Israel von mir abfielen, die sollen vor mich treten, um
mir zu dienen, und vor mir stehen, um mir Fett und Blut zu
opfern, spricht Gott der HERR.
Sie sollen hineingehen in mein Heiligtum und vor meinen
Tisch treten, um mir zu dienen, und sollen meinen Dienst tun.
Und wenn sie durch die Tore des inneren Vorhofs
gehen wollen, sollen sie leinene Kleider anziehen und nichts
Wollenes anhaben, solange sie in den Toren des inneren Vorhofs
und im Hause Dienst tun.
Und sie sollen einen leinenen Kopfbund auf ihrem Haupt
haben und leinene Beinkleider um ihre Lenden und sollen sich
nicht mit Zeug gürten, das Schweiß wirkt.
Und wenn sie in den äußeren Vorhof zum Volk
herausgehen, sollen sie die Kleider, in denen sie Dienst getan
haben, ausziehen und in die Kammern des Heiligtums legen und
andere Kleider anziehen, damit sie das Volk nicht durch ihre
Kleider mit dem Heiligen in Berührung bringen.
Ordnungen für die Priester
Ihr Haupt sollen sie nicht kahl scheren und auch nicht die
Haare frei wachsen lassen, sondern sie sollen die Haare
ringsherum abschneiden.
Und die Priester sollen keinen Wein trinken, wenn
sie in den inneren Vorhof gehen sollen.
Und sie sollen keine Witwe oder Verstoßene
zur Frau nehmen, sondern eine Jungfrau vom Hause Israel oder die
Witwe eines Priesters.
Und sie sollen mein Volk lehren, daß es zu
unterscheiden wisse zwischen Heiligem und Unheiligem und zwischen
Reinem und Unreinem.
Und wenn eine Streitsache vor sie kommt, sollen sie
Richter sein und nach meinem Recht das Urteil sprechen und sollen
bei allen meinen Festen meine Gebote und Ordnungen halten und
meine Sabbate heiligen.
Und sie sollen zu keinem Toten gehen und sich
unrein machen, nur zu Vater und Mutter, Sohn oder Tochter, Bruder
oder einer Schwester, die noch keinen Mann gehabt hat; an ihnen
dürfen sie sich unrein machen.
Und nach seiner Reinigung soll man ihm zuzählen
sieben Tage.
Und wenn er wieder hinein zum Heiligtum geht in den
inneren Vorhof, um im Heiligtum Dienst zu tun, soll er sein
Sündopfer opfern, spricht Gott der HERR.
Und Erbbesitz sollen sie nicht haben; denn ich bin
ihr Erbbesitz. Auch sollt ihr ihnen kein Eigentum an Land geben
in Israel; denn ich bin ihr Eigentum.
Sie sollen ihre Nahrung haben vom Speisopfer, Sündopfer
und Schuldopfer, und alles dem Bann Verfallene in Israel soll
ihnen gehören.
Und das Beste von allen ersten Früchten und die
Abgaben von allem, wovon ihr Abgaben leistet, sollen den
Priestern gehören. Ihr sollt den Priestern auch die
Erstlinge eures Teiges geben, damit Segen auf deinem Hause ruhe.
Was aber verendet oder zerrissen ist, es seien Vögel
oder andere Tiere, das sollen die Priester nicht essen.
Die Landabgabe für den heiligen Bezirk;
die Landanteile der Stadt und des Fürsten
Kapitel 45
Wenn ihr nun das
Land durchs Los austeilt, sollt ihr eine Abgabe vom Land
absondern, die dem HERRN heilig sein soll, fünfundzwanzigtausend
Ellen lang und zwanzigtausend breit; dieser Raum soll heilig
sein, so weit er reicht.
Von ihm sollen auf das Heiligtum kommen je fünfhundert
Ellen im Geviert und dazu ein freier Raum ringsherum von fünfzig
Ellen.
Und auf diesem abgemessenen Raum sollst du abmessen eine
Länge von fünfundzwanzigtausend Ellen und eine Breite
von zehntausend; und darin soll das Heiligtum stehen, das
Allerheiligste.
Das soll ein heiliges Gebiet im Lande sein und den
Priestern gehören, die im Heiligtum dienen und vor den HERRN
treten, um ihm zu dienen, damit sie Raum für ihre Häuser
haben, und es soll heilig sein.
Aber die Leviten, die am Tempel Dienst tun, sollen auch
einen Raum fünfundzwanzigtausend Ellen lang und zehntausend
breit als ihr Eigentum bekommen, damit sie da wohnen.
Und der Stadt sollt ihr als Eigentum zuweisen einen Raum
von fünftausend Ellen Breite und fünfundzwanzigtausend
Ellen Länge, entlang der Abgabe für das Heiligtum. Das
soll dem ganzen Hause Israel gehören.
Dem Fürsten aber sollt ihr auch einen Raum geben zu
beiden Seiten der Abgabe für das Heiligtum und des Eigentums
der Stadt, neben der Abgabe für das Heiligtum und dem
Eigentum der Stadt, im Westen westwärts und im Osten
ostwärts, und es soll die Länge einem der
Stammesgebiete entsprechen von der Grenze im Westen bis zur
Grenze im Osten
des Landes. Das soll sein Eigentum sein in Israel, damit
meine Fürsten nicht mehr meinem Volk das Ihre nehmen,
sondern das Land dem Hause Israel für ihre Stämme
lassen.
Mahnung an die Fürsten
So spricht Gott
der HERR: Ihr habt's lange genug schlimm getrieben, ihr Fürsten
Israels; laßt ab von Frevel und Gewalttat und tut, was
recht und gut ist, und hört auf, Leute in meinem Volk von
Haus und Hof zu vertreiben, spricht Gott der HERR.
Ihr sollt rechtes Gewicht und rechten Scheffel und
rechtes Maß haben.
Ein Scheffel und ein Eimer sollen gleich sein, so daß
ein Eimer den zehnten Teil von einem Faß hat und ein
Scheffel auch den zehnten Teil von einem Faß; nach dem Faß
soll man sie beide messen.
Und ein Lot soll zwanzig Gramm haben und ein Pfund fünfzig
Lot.
Die Aufgaben des Fürsten im Opferdienst
Das soll nun die Abgabe sein, die ihr leisten sollt,
nämlich den sechsten Teil eines Scheffels von einem Faß
Weizen und den sechsten Teil eines Scheffels von einem Faß
Gerste.
Und vom Öl sollt ihr geben je den zehnten Teil eines
Eimers von einem Faß, das zehn Eimer oder zehn Scheffel
faßt; denn zehn Eimer sind zehn Scheffel;
und je ein Lamm von zweihundert Schafen von den Herden
Israels zum Speisopfer und Brandopfer und Dankopfer, um für
sie Sühne zu schaffen, spricht Gott der HERR.
Alles Volk des Landes soll diese Abgaben zum Fürsten
in Israel bringen.
Und der Fürst soll die Brandopfer, Speisopfer und
Trankopfer ausrichten an den Festen, Neumonden und Sabbaten und
an allen Feiertagen des Hauses Israel. Er soll die Sündopfer
und Speisopfer, Brandopfer und Dankopfer darbringen, um Sühne
zu schaffen für das Haus Israel.
So spricht Gott der HERR: Am ersten Tag des ersten
Monats sollst du nehmen einen jungen Stier, der ohne Fehler ist,
und das Heiligtum entsündigen.
Und der Priester soll von dem Blut des Sündopfers
nehmen und die Pfosten am Tempel damit besprengen und die vier
Ecken des Absatzes am Altar samt den Pfosten am Tor des inneren
Vorhofs.
So sollst du auch tun am ersten Tag des siebenten Monats
wegen derer, die sich verfehlt haben aus Versehen oder
Unwissenheit; damit entsühnt ihr den Tempel.
Am vierzehnten Tag des ersten Monats sollt ihr das
Passa halten und sieben Tage feiern und ungesäuertes Brot
essen.
An diesem Tag soll der Fürst für sich und für
alles Volk des Landes einen Stier zum Sündopfer opfern.
Und an den sieben Tagen des Festes soll er dem HERRN
täglich ein Brandopfer darbringen, je sieben Stiere und
sieben Widder, die ohne Fehler sind, und je einen Ziegenbock zum
Sündopfer.
Zum Speisopfer aber soll er je einen Scheffel zu einem
Stier und einen Scheffel zu einem Widder opfern und je eine Kanne
Öl zu einem Scheffel.
Vom fünfzehnten Tag des siebenten Monats an
soll er sieben Tage nacheinander feiern wie jene sieben Tage und
es ebenso halten mit Sündopfer, Brandopfer, Speisopfer samt
dem Öl.
Kapitel 46
So spricht Gott der HERR: Das Tor am inneren Vorhof
im Osten soll an den sechs Werktagen zugeschlossen sein, aber am
Sabbattag und am Neumond soll man's auftun.
Und der Fürst soll von draußen unter die
Vorhalle des Tores treten und bei den Pfosten am Tor
stehenbleiben. Und die Priester sollen sein Brandopfer und
Dankopfer opfern, er aber soll auf der Schwelle des Tores anbeten
und danach wieder hinausgehen; das Tor aber soll offen bleiben
bis zum Abend.
Ebenso soll das Volk des Landes an der Tür dieses
Tores anbeten vor dem HERRN an den Sabbaten und Neumonden.
Das Brandopfer aber, das der Fürst dem HERRN opfern
soll am Sabbattag, sollen sechs Lämmer sein, die ohne Fehler
sind, und ein Widder ohne Fehler
und als Speisopfer einen Scheffel zu jedem Widder, als
Speisopfer zu den Lämmern aber, soviel seine Hand gibt, und
je eine Kanne Öl zu einem Scheffel.
Am Neumond aber soll er einen jungen Stier opfern, der
ohne Fehler ist, und sechs Lämmer und einen Widder, auch
ohne Fehler,
und als Speisopfer je einen Scheffel zum Stier und je
einen Scheffel zum Widder, aber zu den Lämmern so viel, wie
er geben mag, und je eine Kanne Öl zu einem Scheffel.
Und wenn der Fürst hineingeht, soll er durch die
Vorhalle des Tores hineingehen und auf demselben Weg wieder
hinausgehen.
Aber wenn das Volk des Landes vor den HERRN kommt an den
Feiertagen, dann sollen die, die zum Tor im Norden hineingehen,
um anzubeten, durch das Tor im Süden wieder hinausgehen, und
die, die zum Tor im Süden hineingehen, sollen durch das Tor
im Norden wieder hinausgehen und sollen nicht wieder durch das
Tor hinausgehen, durch das sie hineingegangen sind, sondern
sollen durch das Tor gegenüber hinausgehen.
Der Fürst aber soll mit ihnen sein, wenn sie hinein-
und wenn sie hinausgehen.
Und an den Festen und Feiertagen soll man als
Speisopfer zu je einem Stier einen Scheffel und zu je einem
Widder einen Scheffel opfern und zu den Lämmern, soviel
seine Hand gibt, und je eine Kanne Öl zu einem Scheffel.
Wenn aber der Fürst ein Brandopfer oder
Dankopfer als freiwillige Gabe dem HERRN darbringen will, so soll
man ihm das Tor im Osten auftun, damit er sein Brandopfer und
Dankopfer opfern kann, wie er es sonst am Sabbat zu opfern
pflegt. Und wenn er wieder hinausgeht, soll man das Tor hinter
ihm zuschließen.
Und er soll dem HERRN täglich ein Brandopfer
darbringen, nämlich ein einjähriges Schaf ohne Fehler;
das soll er alle Morgen opfern.
Und er soll alle Morgen den sechsten Teil eines Scheffels
als Speisopfer dazu darbringen und den dritten Teil einer Kanne
Öl, um das Feinmehl zu besprengen, als ein Speisopfer für
den HERRN. Das soll eine ewige Ordnung sein über das
tägliche Opfer.
Und so sollen sie das Schaf mit dem Speisopfer und dem Öl
alle Morgen opfern als tägliches Brandopfer.
Bestimmungen über das Erbland des Fürsten
So spricht Gott
der HERR: Wenn der Fürst einem seiner Söhne ein
Geschenk gibt von seinem Erbe, soll es seinen Söhnen
verbleiben, und sie sollen es als ihr Erbe besitzen.
Wenn er aber einem seiner Großen von seinem Erbteil
etwas schenkt, so sollen sie es besitzen bis zum Jahr der
Freilassung, und dann soll es an den Fürsten wieder
zurückfallen; nur der Anteil seiner Söhne soll diesen
verbleiben.
Es soll auch der Fürst dem Volk nichts nehmen von
seinem Erbteil, um sie dadurch aus ihrem Eigentum zu verdrängen,
sondern er soll sein Eigentum auf seine Söhne vererben,
damit nicht jemand von meinem Volk aus seinem Eigentum vertrieben
wird.
Die Opferküchen
Und er führte
mich durch den Eingang an der Seite des Tores zu den heiligen
Kammern im Norden, die den Priestern gehörten, und siehe,
dort war ein Raum in der Ecke im Westen.
Und er sprach zu mir: Dies ist der Ort, wo die Priester
das Schuldopfer und das Sündopfer kochen und das Speisopfer
backen sollen, damit sie es nicht in den äußeren
Vorhof hinaustragen müssen und so das Volk mit dem Heiligen
in Berührung bringen.
Danach führte er mich in den äußeren
Vorhof hinaus und ließ mich in die vier Ecken des Vorhofs
gehen. Und siehe, da war in jeder Ecke des Vorhofs wieder ein
Vorhof.
In den vier Ecken des Vorhofs waren kleine Vorhöfe,
vierzig Ellen lang und dreißig Ellen breit, alle vier von
gleichem Maß.
Und es ging eine Mauer um jeden der vier Vorhöfe
herum; da waren Herde ringsherum unten an den Mauern.
Und er sprach zu mir: Dies sind die Küchen, in denen
die Tempeldiener das Schlachtopfer des Volks kochen sollen.
Der wunderbare Strom aus dem Tempel
Kapitel 47
Und er führte
mich wieder zu der Tür des Tempels. Und siehe, da floß
ein Wasser heraus unter der Schwelle des Tempels nach Osten; denn
die vordere Seite des Tempels lag gegen Osten. Und das Wasser
lief unten an der südlichen Seitenwand des Tempels hinab,
südlich am Altar vorbei.
Und er führte mich hinaus durch das Tor im Norden und
brachte mich außen herum zum äußeren Tor im
Osten; und siehe, das Wasser sprang heraus aus seiner südlichen
Seitenwand.
Und der Mann ging heraus nach Osten und hatte eine
Meßschnur in der Hand, und er maß tausend Ellen und
ließ mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die
Knöchel.
Und er maß abermals tausend Ellen und ließ
mich durch das Wasser gehen: da ging es mir bis an die Knie; und
er maß noch tausend Ellen und ließ mich durch das
Wasser gehen: da ging es mir bis an die Lenden.
Da maß er noch tausend Ellen: da war es ein Strom,
so tief, daß ich nicht mehr hindurchgehen konnte; denn das
Wasser war so hoch, daß man schwimmen mußte und nicht
hindurchgehen konnte.
Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, hast du das
gesehen? Und er führte mich zurück am Ufer des Flusses
entlang.
Und als ich zurückkam, siehe, da standen sehr viele
Bäume am Ufer auf beiden Seiten.
Und er sprach zu mir: Dies Wasser fließt hinaus in
das östliche Gebiet und weiter hinab zum Jordantal und
mündet ins Tote Meer. Und wenn es ins Meer fließt,
soll dessen Wasser gesund werden,
und alles, was darin lebt und webt, wohin der Strom kommt,
das soll leben. Und es soll sehr viele Fische dort geben, wenn
dieses Wasser dorthin kommt; und alles soll gesund werden und
leben, wohin dieser Strom kommt.
Und es werden an ihm die Fischer stehen. Von En-Gedi bis
nach En-Eglajim wird man die Fischgarne aufspannen; denn es wird
dort sehr viele Fische von aller Art geben wie im großen
Meer.
Aber die Teiche und Lachen daneben werden nicht gesund
werden, sondern man soll daraus Salz gewinnen.
Und an dem Strom werden an seinem Ufer auf beiden Seiten
allerlei fruchtbare Bäume wachsen; und ihre Blätter
werden nicht verwelken, und mit ihren Früchten hat es kein
Ende. Sie werden alle Monate neue Früchte bringen; denn ihr
Wasser fließt aus dem Heiligtum. Ihre Früchte werden
zur Speise dienen und ihre Blätter zur Arznei.
Die Grenzen des Landes
So spricht Gott
der HERR: Dies sind die Grenzen, nach denen ihr das Land den
zwölf Stämmen Israels austeilen sollt; zwei Teile
gehören dem Stamm Joseph.
Und ihr sollt es als Erbteil bekommen, einer wie der
andere; denn ich habe meine Hand aufgehoben zum Schwur, dies Land
euren Vätern zu geben, und so soll es euch als Erbteil
zufallen.
Dies ist nun die Grenze des Landes gegen Norden:
von dem großen Meer an auf Hethlon zu nach Zedad,
Hamath, Berotha, Sibrajim, das an Damaskus und Hamath
grenzt, und Hazar-Enon, das an den Hauran grenzt.
Und so soll die Grenze laufen vom Meer an bis nach
Hazar-Enon, und Damaskus und Hamath sollen nördlich liegen
bleiben. Das sei die Grenze gegen Norden.
Aber die Grenze gegen Osten: von Hazar-Enon, das
zwischen dem Hauran und Damaskus liegt, der Jordan zwischen
Gilead und dem Lande Israel bis hinab ans östliche Meer nach
Thamar. Das soll die Grenze gegen Osten sein.
Aber die Grenze gegen Süden läuft von
Thamar bis an das Haderwasser von Kadesch und den Bach Ägyptens
hinab bis an das große Meer. Das soll die Grenze gegen
Süden sein.
Und an der Seite gegen Westen ist das große
Meer die Grenze bis gegenüber Hamath. Das sei die Grenze
gegen Westen.
Die Verteilung des Landes
Und ihr sollt dies Land austeilen unter die Stämme
Israels,
und wenn ihr das Los werft, um das Land unter euch zu
teilen, so sollt ihr die Fremdlinge, die bei euch wohnen und
Kinder unter euch zeugen, halten wie die Einheimischen unter den
Kindern Israel; mit euch sollen sie ihren Erbbesitz erhalten
unter den Stämmen Israels,
und ihr sollt auch ihnen ihren Anteil am Lande geben,
jedem bei dem Stamm, bei dem er wohnt, spricht Gott der HERR.
Kapitel 48
Dies sind die Namen der Stämme: Von Norden vom
Meer an auf dem Wege nach Hethlon zu nach Hamath und Hazar-Enon,
so daß Damaskus nördlich liegen bleibt, gegen Hamath:
das soll Dan als seinen Anteil haben von Osten bis nach Westen.
Neben Dan soll Asser seinen Anteil haben von Osten bis
nach Westen.
Neben Asser soll Naphthali seinen Anteil haben von Osten
bis nach Westen.
Neben Naphthali soll Manasse seinen Anteil haben von Osten
bis nach Westen.
Neben Manasse soll Ephraim seinen Anteil haben von Osten
bis nach Westen.
Neben Ephraim soll Ruben seinen Anteil haben von Osten bis
nach Westen.
Neben Ruben soll Juda seinen Anteil haben von Osten bis
nach Westen.
Neben Juda aber sollt ihr einen Teil als Abgabe
absondern von Osten bis nach Westen, der fünfundzwanzigtausend
Ellen breit und so lang ist wie sonst ein Anteil von Osten bis
nach Westen. Mitten darin soll das Heiligtum stehen.
Das Land, das ihr als Abgabe dem HERRN absondern sollt,
soll fünfundzwanzigtausend Ellen lang und zehntausend Ellen
breit sein.
Und diese Abgabe für das Heiligtum soll den Priestern
gehören, nämlich fünfundzwanzigtausend Ellen lang
an der Nordseite und an der Südseite und zehntausend Ellen
breit an der Ostseite und an der Westseite. Und das Heiligtum des
HERRN soll mitten darin stehen.
Es soll den geweihten Priestern gehören, den Söhnen
Zadok, die mir Dienst getan haben und nicht mit den Kindern
Israel abgefallen sind, wie die Leviten abgefallen sind.
Und diese besondere Abgabe von der Abgabe des Landes soll
ihnen gehören und hochheilig sein, neben dem Gebiet der
Leviten.
Die Leviten aber sollen neben dem Gebiet der Priester auch
ein Gebiet von fünfundzwanzigtausend Ellen in der Länge
und zehntausend Ellen in der Breite haben; denn im ganzen soll
die Länge fünfundzwanzigtausend Ellen und die Breite
zwanzigtausend Ellen sein.
Und sie dürfen nichts davon verkaufen oder
vertauschen, damit dieser beste Teil des Landes nicht in andere
Hände kommt; denn er ist dem HERRN geheiligt.
Aber die übrigen fünftausend Ellen in der Breite
entlang den fünfundzwanzigtausend Ellen sollen nicht heilig,
sondern für die Stadt zum Wohnen und zur Weidetrift bestimmt
sein, und die Stadt soll mitten darin stehen.
Und das sollen ihre Maße sein:
viertausendfünfhundert Ellen an der Nordseite und an der
Südseite, ebenso auch an der Ostseite und an der Westseite
viertausendfünfhundert Ellen.
Die Weidetrift der Stadt soll zweihundertfünfzig
Ellen gegen Norden und gegen Süden messen, ebenso auch gegen
Osten und gegen Westen zweihundertfünfzig Ellen.
Aber das übrige Gebiet entlang der Abgabe für
das Heiligtum, nämlich zehntausend Ellen gegen Osten und
zehntausend Ellen gegen Westen, das soll dem Unterhalt derer
dienen, die in der Stadt arbeiten.
Und Arbeiter aus allen Stämmen Israels sollen in der
Stadt arbeiten.
So soll die ganze Abgabe fünfundzwanzigtausend Ellen
im Geviert sein. Ein Viereck soll die Abgabe für das
Heiligtum sein mit dem, was Eigentum der Stadt ist.
Was aber noch übrig ist, soll dem Fürsten
gehören, nämlich auf beiden Seiten neben der Abgabe für
das Heiligtum und neben dem Eigentum der Stadt entlang den
fünfundzwanzigtausend Ellen an der Ostseite und an der
Westseite, so weit wie die Anteile der Stämme reichen; das
soll dem Fürsten gehören. Die Abgabe für das
Heiligtum und der Tempel sollen in der Mitte liegen.
Abgesehen von dem Eigentum der Leviten und dem Eigentum
der Stadt, das mitten im Gebiet des Fürsten liegt, soll das
Land zwischen dem Gebiet Judas und dem Gebiet Benjamins dem
Fürsten gehören.
Danach sollen die übrigen Stämme kommen:
Benjamin soll seinen Anteil haben von Osten bis nach Westen.
Neben dem Gebiet Benjamins soll Simeon seinen Anteil haben
von Osten bis nach Westen.
Neben dem Gebiet Simeons soll Isaschar seinen Anteil haben
von Osten bis nach Westen.
Neben dem Gebiet Isaschars soll Sebulon seinen Anteil
haben von Osten bis nach Westen.
Neben dem Gebiet Sebulons soll Gad seinen Anteil haben von
Osten bis nach Westen.
Neben dem Gebiet von Gad soll im Süden die Grenze von
Thamar bis an das Haderwasser von Kadesch laufen und den Bach
Ägyptens hinab bis an das große Meer.
Das ist das Land, das ihr austeilen sollt als Erbteil
unter die Stämme Israels, und das sollen ihre Erbteile sein,
spricht Gott der HERR.
Die Tore der Stadt
Und dies sollen
die Ausgänge der Stadt sein: an der Nordseite mit ihren
viertausendfünfhundert Ellen
drei Tore: das erste Tor Ruben, das zweite Juda, das
dritte Levi; denn die Tore der Stadt sollen nach den Namen der
Stämme Israels genannt werden.
So auch an der Ostseite mit ihren viertausendfünfhundert
Ellen drei Tore: nämlich das erste Tor Joseph, das zweite
Benjamin, das dritte Dan.
An der Südseite mit ihren viertausendfünfhundert
Ellen auch drei Tore: das erste Tor Simeon, das zweite Isaschar,
das dritte Sebulon.
So auch an der Westseite mit ihren viertausendfünfhundert
Ellen drei Tore: das erste Tor Gad, das zweite Asser, das dritte
Naphthali.
So soll der ganze Umfang achtzehntausend Ellen sein. Und
alsdann soll die Stadt genannt werden «Hier
ist der HERR».
DER
PROPHET DANIEL
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