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DIE BIBEL
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Schrift
DAS ZWEITE
BUCH MOSE
Kapitel 21 -
40
RECHTSORDNUNGEN
(Kapitel 21,1 - 23,19)
Kapitel 21
Dies sind die Rechtsordnungen, die du ihnen vorlegen
sollst:
Rechte hebräischer Sklaven
Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, so soll er
dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr aber soll er
freigelassen werden ohne Lösegeld.
Ist er ohne Frau gekommen, so soll er auch ohne Frau
gehen; ist er aber mit seiner Frau gekommen, so soll sie mit ihm
gehen.
Hat ihm aber sein Herr eine Frau gegeben und hat sie ihm
Söhne oder Töchter geboren, so sollen Frau und Kinder
seinem Herrn gehören, er aber soll ohne Frau gehen.
Spricht aber der Sklave: Ich habe meinen Herrn lieb und
mein Weib und Kind, ich will nicht frei werden,
so bringe ihn sein Herr vor Gott und stelle ihn an die Tür
oder den Pfosten und durchbohre mit einem Pfriemen sein Ohr, und
er sei sein Sklave für immer.
Verkauft jemand seine Tochter als Sklavin, so darf
sie nicht freigelassen werden wie die Sklaven.
Hat ihr Herr sie für sich genommen und sie gefällt
ihm nicht, so soll er sie auslösen lassen. Er hat aber nicht
Macht, sie unter ein fremdes Volk zu verkaufen, nachdem er sie
verschmäht hat.
Hat er sie aber für seinen Sohn bestimmt, so soll er
nach dem Recht der Töchter an ihr tun.
Nimmt er sich aber noch eine andere, so soll er der ersten
an Nahrung, Kleidung und ehelichem Recht nichts abbrechen.
Erfüllt er an ihr diese drei Pflichten nicht, so soll
sie umsonst freigelassen werden, ohne Lösegeld.
Vergehen gegen Leib und Leben
Wer einen Menschen schlägt, daß er stirbt, der
soll des Todes sterben.
Hat er ihm aber nicht nachgestellt, sondern hat Gott es
seiner Hand widerfahren lassen, so will ich dir einen Ort
bestimmen, wohin er fliehen kann.
Wenn aber jemand an seinem Nächsten frevelt und ihn
mit Hinterlist umbringt, so sollst du ihn von meinem Altar
wegreißen, daß man ihn töte.
Wer Vater oder Mutter schlägt, der soll des
Todes sterben.
Wer einen Menschen raubt, sei es, daß er ihn
verkauft, sei es, daß man ihn bei ihm findet, der soll des
Todes sterben.
Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes
sterben.
Wenn Männer miteinander streiten und einer
schlägt den andern mit einem Stein oder mit der Faust, daß
er nicht stirbt, sondern zu Bett liegen muß
und wieder aufkommt und ausgehen kann an seinem Stock, so
soll der, der ihn schlug, nicht bestraft werden; er soll ihm aber
bezahlen, was er versäumt hat, und das Arztgeld geben.
Wer seinen Sklaven oder seine Sklavin schlägt
mit einem Stock, daß sie unter seinen Händen sterben,
der soll dafür bestraft werden.
Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er
nicht dafür bestraft werden; denn es ist sein Geld.
Wenn Männer miteinander streiten und stoßen
dabei eine schwangere Frau, so daß ihr die Frucht abgeht,
ihr aber sonst kein Schaden widerfährt, so soll man ihn um
Geld strafen, wieviel ihr Ehemann ihm auferlegt, und er soll's
geben durch die Hand der Richter.
Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben
Leben um Leben,
Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um
Fuß,
Brandmal um Brandmal, Beule um Beule, Wunde um Wunde.
Wenn jemand seinen Sklaven oder seine Sklavin ins
Auge schlägt und zerstört es, der soll sie freilassen
um des Auges willen.
Desgleichen, wenn er seinem Sklaven oder seiner Sklavin
einen Zahn ausschlägt, soll er sie freilassen um des Zahnes
willen.
Wenn ein Rind einen Mann oder eine Frau stößt,
daß sie sterben, so soll man das Rind steinigen und sein
Fleisch nicht essen; aber der Besitzer des Rindes soll nicht
bestraft werden.
Ist aber das Rind zuvor stößig gewesen und
seinem Besitzer war's bekannt und er hat das Rind nicht verwahrt
und es tötet nun einen Mann oder eine Frau, so soll man das
Rind steinigen, und sein Besitzer soll sterben.
Will man ihm aber ein Lösegeld auferlegen, so soll er
geben, was man ihm auferlegt, um sein Leben auszulösen.
Ebenso soll man mit ihm verfahren, wenn das Rind einen
Sohn oder eine Tochter stößt.
Stößt es aber einen Sklaven oder eine Sklavin,
so soll der Besitzer ihrem Herrn dreißig Lot Silber geben,
und das Rind soll man steinigen.
Ersatzleistungen
Wenn jemand eine Zisterne aufdeckt oder gräbt eine
Zisterne und deckt sie nicht zu und es fällt ein Rind oder
Esel hinein,
so soll der Besitzer der Zisterne mit Geld dem andern
Ersatz leisten, das tote Tier aber soll ihm gehören.
Wenn jemandes Rind eines andern Rind stößt, daß
es stirbt, so sollen sie das lebendige Rind verkaufen und das
Geld teilen und das tote Tier auch teilen.
Ist's aber bekannt gewesen, daß das Rind zuvor
stößig gewesen ist, und sein Besitzer hat es nicht
verwahrt, so soll er ein Rind für das andere erstatten und
das tote Tier haben.
° Wenn jemand ein Rind oder ein Schaf stiehlt
und schlachtet's oder verkauft's, so soll er fünf Rinder für
ein Rind wiedergeben und vier Schafe für ein Schaf.
Kapitel 22
° Wenn ein Dieb ergriffen wird beim Einbruch
und wird dabei geschlagen, daß er stirbt, so liegt keine
Blutschuld vor.
War aber schon die Sonne aufgegangen, so liegt Blutschuld
vor.
Es soll aber ein Dieb wiedererstatten; hat er nichts,
so verkaufe man ihn um den Wert des Gestohlenen.
Findet man bei ihm das Gestohlene lebendig, es sei Rind,
Esel oder Schaf, so soll er's zweifach erstatten.
Wenn jemand in einem Acker oder Weinberg Schaden
anrichtet, weil er sein Vieh das Feld eines andern abweiden läßt,
so soll er's mit dem Besten seines Ackers und Weinberges
erstatten.
Wenn ein Feuer ausbricht und ergreift die Dornen
und verbrennt einen Garbenhaufen oder das Getreide, das noch
steht, oder den Acker, so soll Ersatz leisten, wer das Feuer
angezündet hat.
Wenn jemand seinem Nächsten Geld oder
Gegenstände zu verwahren gibt und es wird ihm aus seinem
Hause gestohlen: findet man den Dieb, so soll er's zweifach
erstatten;
findet man aber den Dieb nicht, so soll der Herr des
Hauses vor Gott treten, ob er nicht etwa seine Hand an seines
Nächsten Habe gelegt hat.
Wenn einer den andern einer Veruntreuung
beschuldigt, es handle sich um Rind oder Esel oder Schaf oder
Kleider oder um etwas, was sonst noch verloren gegangen ist, so
soll beider Sache vor Gott kommen. Wen Gott für schuldig
erklärt, der soll's seinem Nächsten zweifach erstatten.
Wenn jemand seinem Nächsten einen Esel oder
ein Rind oder ein Schaf oder irgendein Stück Vieh in Obhut
gibt und es stirbt ihm oder kommt zu Schaden oder wird ihm
weggetrieben, ohne daß es jemand sieht,
so soll es unter ihnen zum Eid vor dem HERRN kommen, ob er
nicht etwa seine Hand an seines Nächsten Habe gelegt hat,
und der Besitzer soll es hinnehmen, so daß jener nicht
Ersatz zu leisten braucht.
Stiehlt es ihm aber ein Dieb, so soll er's dem
Besitzer ersetzen.
Wird es zerrissen, so soll er es zum Zeugnis herbeibringen
und nicht ersetzen.
Wenn es jemand von seinem Nächsten leiht und es kommt
zu Schaden oder stirbt, wenn der Besitzer nicht dabei ist, so
soll er's ersetzen.
Ist aber der Besitzer dabei, soll er's nicht ersetzen.
Wenn es gemietet ist, so soll es auf den Mietpreis angerechnet
werden.
Wenn jemand eine Jungfrau beredet, die noch nicht
verlobt ist, und ihr beiwohnt, so soll er den Brautpreis für
sie geben und sie zur Frau nehmen.
Weigert sich aber ihr Vater, sie ihm zu geben, so soll er
Geld darwägen, soviel einer Jungfrau als Brautpreis gebührt.
Todeswürdige Vergehen
Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen.
Wer einem Vieh beiwohnt, der soll des Todes
sterben.
Wer den Göttern opfert und nicht dem HERRN
allein, der soll dem Bann verfallen.
Rechtsschutz für die Schwachen
Die Fremdlinge sollst du nicht bedrängen und
bedrücken; denn ihr seid auch Fremdlinge in Ägyptenland
gewesen.
Ihr sollt Witwen und Waisen nicht bedrücken.
Wirst du sie bedrücken und werden sie zu mir
schreien, so werde ich ihr Schreien erhören.
Dann wird mein Zorn entbrennen, daß ich euch mit dem
Schwert töte und eure Frauen zu Witwen und eure Kinder zu
Waisen werden.
Wenn du Geld verleihst an einen aus meinem Volk, an
einen Armen neben dir, so sollst du an ihm nicht wie ein Wucherer
handeln; du sollst keinerlei Zinsen von ihm nehmen.
Wenn du den Mantel deines Nächsten zum Pfande
nimmst, sollst du ihn wiedergeben, ehe die Sonne untergeht,
denn sein Mantel ist seine einzige Decke für seinen
Leib; worin soll er sonst schlafen? Wird er aber zu mir schreien,
so werde ich ihn erhören; denn ich bin gnädig.
Einzelne Gebote der Gottesfurcht
Gott sollst du nicht lästern, und einem Obersten in
deinem Volk sollst du nicht fluchen.
Den Ertrag deines Feldes und den Überfluß
deines Weinberges sollst du nicht zurückhalten.
Deinen ersten Sohn sollst du mir geben.
So sollst du auch tun mit deinem Stier und deinem
Kleinvieh. Sieben Tage laß es bei seiner Mutter sein, am
achten Tage sollst du es mir geben.
Ihr sollt mir heilige Leute sein; darum sollt ihr
kein Fleisch essen, das auf dem Felde von Tieren zerrissen ist,
sondern es vor die Hunde werfen.
Gebote der Gerechtigkeit und Nächstenliebe
Kapitel 23
Du sollst kein falsches Gerücht verbreiten; du sollst
nicht einem Schuldigen Beistand leisten und kein falscher Zeuge
sein.
Du sollst der Menge nicht auf dem Weg zum Bösen
folgen und nicht so antworten vor Gericht, daß du der Menge
nachgibst und vom Rechten abweichst.
Du sollst den Geringen nicht begünstigen in
seiner Sache.
Wenn du dem Rind oder Esel deines Feindes
begegnest, die sich verirrt haben, so sollst du sie ihm wieder
zuführen.
Wenn du den Esel deines Widersachers unter seiner Last
liegen siehst, so laß ihn ja nicht im Stich, sondern hilf
mit ihm zusammen dem Tiere auf.
Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in
seiner Sache.
Halte dich ferne von einer Sache, bei der Lüge
im Spiel ist. Den Unschuldigen und den, der im Recht ist, sollst
du nicht töten; denn ich lasse den Schuldigen nicht Recht
haben.
Du sollst dich nicht durch Geschenke bestechen lassen;
denn Geschenke machen die Sehenden blind und verdrehen die Sache
derer, die im Recht sind.
Die Fremdlinge sollt ihr nicht unterdrücken;
denn ihr wisset um der Fremdlinge Herz, weil ihr auch Fremdlinge
in Ägyptenland gewesen seid.
Sabbatjahr und Sabbat
Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seine
Früchte einsammeln.
Aber im siebenten Jahr sollst du es ruhen und liegen
lassen, daß die Armen unter deinem Volk davon essen; und
was übrig bleibt, mag das Wild auf dem Felde fressen. Ebenso
sollst du es halten mit deinem Weinberg und deinen Ölbäumen.
Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun; aber am
siebenten Tage sollst du feiern, auf daß dein Rind und Esel
ruhen und deiner Sklavin Sohn und der Fremdling sich erquicken.
Alles, was ich euch gesagt habe, das haltet. Aber
die Namen anderer Götter sollt ihr nicht anrufen, und aus
eurem Munde sollen sie nicht gehört werden.
Die drei großen Jahresfeste.
Opfervorschriften
Dreimal im Jahr sollt ihr mir ein Fest feiern:
Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du so halten,
daß du sieben Tage ungesäuertes Brot ißt, wie
ich dir geboten habe, im Monat Abib, denn zu dieser Zeit bist du
aus Ägypten gezogen – erscheint aber nicht mit leeren
Händen vor mir! -,
und das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Früchte,
die du auf dem Felde gesät hast, und das Fest der Lese am
Ausgang des Jahres, wenn du den Ertrag deiner Arbeit eingesammelt
hast vom Felde.
Dreimal im Jahre soll erscheinen vor dem HERRN, dem
Herrscher, alles, was männlich ist unter dir.
Du sollst das Blut meines Opfers nicht zugleich mit
dem Sauerteig opfern, und das Fett von meinem Fest soll nicht
über Nacht bleiben bis zum Morgen.
Das Beste von den Erstlingen deines Feldes sollst
du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen.
Du sollst das Böcklein nicht kochen in seiner
Mutter Milch.
Mahnungen und Verheißungen für die Zukunft
Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behüte
auf dem Wege und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe.
Hüte dich vor ihm und gehorche seiner Stimme und sei
nicht widerspenstig gegen ihn; denn er wird euer Übertreten
nicht vergeben, weil mein Name in ihm ist.
Wirst du aber auf seine Stimme hören und alles tun,
was ich dir sage, so will ich deiner Feinde Feind und deiner
Widersacher Widersacher sein.
Ja, mein Engel wird vor dir hergehen und dich bringen zu
den Amoritern, Hethitern, Perisitern, Kanaanitern, Hewitern und
Jebusitern, und ich will sie vertilgen.
Du sollst ihre Götter nicht anbeten noch ihnen dienen
noch tun, wie sie tun, sondern du sollst ihre Steinmale umreißen
und zerbrechen.
Aber dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er
dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von
dir wenden.
Es soll keine Frau in deinem Lande eine Fehlgeburt haben
oder unfruchtbar sein, und ich will dich lassen alt werden.
Ich will meinen Schrecken vor dir her senden und alle
Völker verzagt machen, wohin du kommst, und will geben, daß
alle deine Feinde vor dir fliehen.
Ich will Angst und Schrecken vor dir her senden, die vor
dir her vertreiben die Hewiter, Kanaaniter und Hethiter.
Aber ich will sie nicht in einem Jahr ausstoßen
vor dir, auf daß nicht das Land wüst werde und sich
die wilden Tiere wider dich mehren.
Einzeln nacheinander will ich sie vor dir her ausstoßen,
bis du zahlreich bist und das Land besitzt.
Und ich will deine Grenze festsetzen von dem Schilfmeer
bis an das Philistermeer und von der Wüste bis an den
Euphratstrom. Denn ich will dir in deine Hand geben die Bewohner
des Landes, daß du sie ausstoßen sollst vor dir her.
Du sollst mit ihnen und mit ihren Göttern keinen Bund
schließen.
Laß sie nicht wohnen in deinem Lande, daß sie
dich nicht verführen zur Sünde wider mich; denn wenn du
ihren Göttern dienst, wird dir das zum Fallstrick werden.
Der Bundesschluß am Sinai
Kapitel 24
Und zu Mose sprach er: Steig herauf zum HERRN, du und
Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Israels,
und betet an von ferne.
Aber Mose allein nahe sich zum HERRN und lasse jene sich
nicht nahen, und das Volk komme auch nicht mit ihm herauf.
Mose kam und sagte dem Volk alle Worte des HERRN
und alle Rechtsordnungen. Da antwortete alles Volk wie aus einem
Munde: Alle Worte, die der HERR gesagt hat, wollen wir tun.
Da schrieb Mose alle Worte des HERRN nieder und machte
sich früh am Morgen auf und baute einen Altar unten am Berge
und zwölf Steinmale nach den zwölf Stämmen Israels
und sandte junge Männer aus den Kindern Israel hin,
daß sie darauf dem HERRN Brandopfer opferten und Dankopfer
von jungen Stieren.
Und Mose nahm die Hälfte des Blutes und goß es
in die Becken, die andere Hälfte aber sprengte er an den
Altar.
Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren
des Volks. Und sie sprachen: Alles, was der HERR gesagt hat,
wollen wir tun und darauf hören.
Da nahm Mose das Blut und besprengte das Volk damit und
sprach: Seht, das ist das Blut des Bundes, den der HERR mit euch
geschlossen hat auf Grund aller dieser Worte.
Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und
siebzig von den Ältesten Israels hinauf
und sahen den Gott Israels. Unter seinen Füßen
war es wie eine Fläche von Saphir und wie der Himmel, wenn
es klar ist.
Und er reckte seine Hand nicht aus wider die Edlen
Israels. Und als sie Gott geschaut hatten, aßen und tranken
sie.
Mose soll die Gesetzestafeln empfangen
Und der HERR sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den
Berg und bleib daselbst, daß ich dir gebe die steinernen
Tafeln, Gesetz und Gebot, die ich geschrieben habe, um sie zu
unterweisen.
Da machte sich Mose auf mit seinem Diener Josua und stieg
auf den Berg Gottes.
Aber zu den Ältesten sprach er: Bleibt hier, bis wir
zu euch zurückkommen. Siehe, Aaron und Hur sind bei euch;
hat jemand eine Rechtssache, der wende sich an sie.
Als nun Mose auf den Berg kam, bedeckte die Wolke
den Berg,
und die Herrlichkeit des HERRN ließ sich nieder auf
dem Berg Sinai, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am
siebenten Tage erging der Ruf des HERRN an Mose aus der Wolke.
Und die Herrlichkeit des HERRN war anzusehen wie ein
verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Kindern
Israel.
Und Mose ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den
Berg und blieb auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte.
GESETZE FÜR DIE STIFTSHÜTTE
(Kapitel 25 – 31)
Gaben für die Stiftshütte
Kapitel 25
Und der HERR redete mit Mose
und sprach:
Sage den Kindern Israel, daß
sie für mich eine Opfergabe erheben von jedem, der es
freiwillig gibt.
Das ist aber die Opfergabe,
die ihr von ihnen erheben sollt: Gold, Silber, Kupfer,
blauer und roter Purpur,
Scharlach, feine Leinwand, Ziegenhaar,
rotgefärbte Widderfelle,
Dachsfelle, Akazienholz,
Öl für die Lampen,
Spezerei zum Salböl und zu wohlriechendem Räucherwerk,
Onyxsteine und eingefaßte
Steine zum Priesterschurz und zur Brusttasche.
Und sie sollen mir ein
Heiligtum machen, daß ich unter ihnen wohne.
Genau nach dem Bild, das ich
dir von der Wohnung und ihrem ganzen Gerät zeige, sollt
ihr's machen.
Die Bundeslade
Macht eine Lade aus
Akazienholz; zwei und eine halbe Elle soll die Länge sein,
anderthalb Ellen die Breite und anderthalb Ellen die Höhe.
Du sollst sie mit feinem Gold
überziehen innen und außen und einen goldenen Kranz an
ihr ringsherum machen.
Und gieß vier goldene
Ringe und tu sie an ihre vier Ecken, so daß zwei Ringe auf
der einen Seite und zwei auf der andern seien.
Und mache Stangen von
Akazienholz und überziehe sie mit Gold
und stecke sie in die Ringe an
den Seiten der Lade, daß man sie damit trage.
Sie sollen in den Ringen
bleiben und nicht herausgetan werden.
Und du sollst in die Lade das
Gesetz legen, das ich dir geben werde.
Du sollst auch einen
Gnadenthron machen aus feinem Golde; zwei und eine halbe Elle
soll seine Länge sein und anderthalb Ellen seine Breite.
Und du sollst zwei Cherubim
machen aus getriebenem Golde an beiden Enden des Gnadenthrones,
so daß ein Cherub sei an
diesem Ende, der andere an jenem, daß also zwei Cherubim
seien an den Enden des Gnadenthrones.
Und die Cherubim sollen ihre
Flügel nach oben ausbreiten, daß sie mit ihren Flügeln
den Gnadenthron bedecken und eines jeden Antlitz gegen das des
andern stehe; und ihr Antlitz soll zum Gnadenthron gerichtet
sein.
Und du sollst den Gnadenthron
oben auf die Lade tun und in die Lade das Gesetz legen, das ich
dir geben werde.
Dort will ich dir begegnen,
und vom Gnadenthron aus, der auf der Lade mit dem Gesetz ist,
zwischen den beiden Cherubim will ich mit dir alles reden, was
ich dir gebieten will für die Kinder Israel.
Der Tisch für die Schaubrote
Du sollst auch einen Tisch
machen aus Akazienholz; zwei Ellen soll seine Länge sein,
eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Höhe.
Und du sollst ihn überziehen
mit feinem Gold und einen goldenen Kranz ringsherum machen
und eine Leiste ringsherum
eine Handbreit hoch und einen goldenen Kranz an der Leiste
ringsherum;
und du sollst vier goldene
Ringe machen an die vier Ecken an seinen vier Füßen.
Dicht unter der Leiste sollen
die Ringe sein, so daß man Stangen hineintun und den Tisch
tragen könne.
Und du sollst die Stangen aus
Akazienholz machen und sie mit Gold überziehen, daß
der Tisch damit getragen werde.
Du sollst auch aus feinem
Golde seine Schüsseln und Schalen machen, seine Kannen und
Becher, in denen man das Trankopfer darbringe.
Und du sollst auf den Tisch
allezeit Schaubrote legen vor mein Angesicht.
Der Leuchter
Du sollst auch einen Leuchter
aus feinem Golde machen, Fuß und Schaft in getriebener
Arbeit, mit Kelchen, Knäufen und Blumen.
Sechs Arme sollen von dem
Leuchter nach beiden Seiten ausgehen, nach jeder Seite drei Arme.
Jeder Arm soll drei Kelche wie
Mandelblüten haben mit Knäufen und Blumen. So soll es
sein bei den sechs Armen an dem Leuchter.
Aber der Schaft am Leuchter
soll vier Kelche wie Mandelblüten haben mit Knäufen und
Blumen,
und je einen Knauf unter zwei
von den sechs Armen, die von dem Leuchter ausgehen.
Beide, Knäufe und Arme,
sollen aus einem Stück mit ihm sein, lauteres Gold in
getriebener Arbeit.
Und du sollst sieben Lampen
machen und sie oben anbringen, so daß sie nach vorn
leuchten,
und Lichtscheren und
Löschnäpfe aus feinem Golde.
Aus einem Zentner feinen
Goldes sollst du den Leuchter machen mit allen diesen Geräten.
Und sieh zu, daß
du alles machest nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt
ist.
Die Stiftshütte
Kapitel 26
Die Wohnung sollst du machen
aus zehn Teppichen von gezwirnter feiner Leinwand, von blauem und
rotem Purpur und von Scharlach. Cherubim sollst du einweben in
kunstreicher Arbeit.
Die Länge eines Teppichs
soll achtundzwanzig Ellen sein, die Breite vier Ellen, und sie
sollen alle zehn gleich sein;
und es sollen je fünf zu
einem Stück zusammengefügt werden, einer an den andern.
Und du sollst Schlaufen machen
von blauem Purpur bei jedem Stück an dem Rand, wo die zwei
Stücke zusammengeheftet werden,
fünfzig Schlaufen an
jedem Stück, daß eine Schlaufe der andern
gegenüberstehe.
Und du sollst fünfzig
goldene Haken machen, mit denen man die Teppiche zusammenhefte,
einen an den andern, damit es eine Wohnung werde.
Du sollst auch Teppiche
aus Ziegenhaar machen als Zelt über der Wohnung, elf
Teppiche.
Die Länge eines Teppichs
soll dreißig Ellen sein, die Breite aber vier Ellen, und
sie sollen alle elf gleich groß sein.
Fünf sollst du
aneinanderfügen und die sechs andern auch, damit du den
sechsten Teppich vorn an dem Zelt doppelt legst;
und sollst an jedes Stück
fünfzig Schlaufen machen an dem Rand, wo die Stücke
zusammengeheftet werden.
Und du sollst fünfzig
Haken aus Kupfer machen und die Haken in die Schlaufen tun, daß
beide Stücke zu einem einzigen Zelt zusammengefügt
werden.
Aber vom Überhang der
Teppiche des Zeltes sollst du einen halben Teppich hinten an dem
Zelte überhängen lassen
und auf beiden Seiten je eine
Elle, daß der Überhang an den Seiten des Zeltes sei
und es auf beiden Seiten bedecke.
Über die Decke des Zeltes
sollst du eine Decke von rotgefärbten Widderfellen machen
und darüber noch eine Decke von Dachsfellen.
Du sollst auch Bretter
machen für die Wohnung, aus Akazienholz, zum Aufstellen;
zehn Ellen lang soll ein Brett
sein und anderthalb Ellen breit.
Zwei Zapfen soll ein Brett
haben, daß eins an das andere gesetzt werden könne. So
sollst du alle Bretter der Wohnung machen.
Zwanzig von ihnen sollen nach
Süden stehen.
Die sollen vierzig silberne
Füße unten haben, je zwei Füße unter jedem
Brett für seine zwei Zapfen.
Ebenso sollen auf der andern
Seite, nach Norden, auch zwanzig Bretter stehen
mit vierzig silbernen Füßen,
je zwei Füße unter jedem Brett.
Und für die Rückseite
der Wohnung nach Westen sollst du sechs Bretter machen;
dazu zwei Bretter für die
zwei Ecken an der Rückseite der Wohnung,
daß beide mit ihren
Eckbrettern unten und oben verbunden sind und so die Ecken
bilden.
Acht Bretter sollen es sein
mit ihren silbernen Füßen; sechzehn Füße
sollen es sein, je zwei unter einem Brett.
Und du sollst Riegel
machen aus Akazienholz, fünf zu den Brettern auf der einen
Langseite der Wohnung
und fünf zu den Brettern
auf der andern Langseite der Wohnung und fünf zu den
Brettern auf der Rückseite der Wohnung nach Westen,
und sollst einen Mittelriegel
in halber Höhe an den Brettern entlanglaufen lassen von
einem Ende zu dem andern.
Und du sollst die Bretter mit
Gold überziehen und ihre Ringe aus Gold machen, in die man
die Riegel hineintut.
Und die Riegel sollst du mit
Gold überziehen. So sollst du die Wohnung in der Weise
aufrichten, wie du sie auf dem Berge gesehen hast.
Du sollst einen Vorhang
machen aus blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter
feiner Leinwand und sollst Cherubim einweben in kunstreicher
Arbeit
und sollst ihn aufhängen
an vier Säulen von Akazienholz, die mit Gold überzogen
sind und goldene Nägel und vier silberne Füße
haben.
Und du sollst den Vorhang an
die Haken hängen und die Lade mit dem Gesetz hinter den
Vorhang setzen, daß er euch eine Scheidewand sei zwischen
dem Heiligen und dem Allerheiligsten.
Und du sollst den
Gnadenthron auf die Lade mit dem Gesetz tun, die im
Allerheiligsten steht.
Den Tisch aber setze außen
vor den Vorhang und den Leuchter dem Tisch gegenüber an die
Südseite in der Wohnung, daß der Tisch nach Norden zu
steht.
Und du sollst eine
Decke machen für den Eingang des Zeltes aus blauem und rotem
Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand in
Buntwirkerarbeit
und für die Decke fünf
Säulen aus Akazienholz, mit Gold überzogen, mit
goldenen Nägeln, und sollst für sie fünf Füße
aus Kupfer gießen.
Der Brandopferaltar
Kapitel 27
Du sollst einen Altar machen
aus Akazienholz, fünf Ellen lang und ebenso breit, daß
er viereckig sei, und drei Ellen hoch.
Und du sollst auf seinen vier
Ecken Hörner machen, die sollen mit ihm verbunden sein, und
sollst ihn mit Kupfer überziehen.
Mache auch Töpfe für
die Asche, Schaufeln, Becken, Gabeln, Kohlenpfannen; alle seine
Geräte sollst du aus Kupfer machen.
Du sollst auch ein Gitterwerk
aus Kupfer machen wie ein Netz und vier Ringe aus Kupfer an seine
vier Enden.
Du sollst es aber von untenher
um den Altar legen unterhalb der Einfassung, daß das Gitter
bis zur Mitte des Altars reiche.
Und du sollst zu dem Altar
auch Stangen machen aus Akazienholz, mit Kupfer überzogen.
Und man soll die Stangen in
die Ringe tun, daß die Stangen an beiden Seiten des Altars
seien, wenn man ihn trägt.
Als einen Kasten von Brettern
sollst du ihn machen, daß er inwendig hohl sei, wie er dir
auf dem Berge gezeigt wurde.
Der Vorhof
Du sollst einen Vorhof für
die Wohnung machen, Behänge von gezwirnter feiner Leinwand,
für eine Seite hundert Ellen lang, für die Südseite,
und zwanzig Säulen auf
zwanzig Füßen von Kupfer und ihre Nägel und ihre
Ringbänder von Silber.
Ebenso sollen an der Nordseite
Behänge sein, hundert Ellen lang, und zwanzig Säulen
auf zwanzig Füßen von Kupfer und ihre Nägel und
ihre Ringbänder von Silber.
Und nach Westen soll die
Breite des Vorhofes Behänge haben, fünfzig Ellen lang,
zehn Säulen auf zehn Füßen.
Nach Osten aber soll die
Breite des Vorhofes fünfzig Ellen haben,
fünfzehn Ellen Behänge
auf einer Seite, dazu drei Säulen auf drei Füßen,
und wieder fünfzehn Ellen
auf der andern Seite, dazu drei Säulen auf drei Füßen.
Und in dem Tor des Vorhofes
soll eine Decke sein, zwanzig Ellen breit, gewirkt aus blauem und
rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand, dazu vier
Säulen auf ihren vier Füßen.
Alle Säulen um den Vorhof
her sollen silberne Ringbänder und silberne Nägel und
kupferne Füße haben.
Die Länge des Vorhofes
soll hundert Ellen sein, die Breite fünfzig Ellen, die Höhe
fünf Ellen, und alle Behänge sollen von gezwirnter
feiner Leinwand sein und seine Füße aus Kupfer.
Alle Geräte der Wohnung
für den gesamten Dienst und alle ihre Zeltpflöcke und
alle Zeltpflöcke des Vorhofes sollen aus Kupfer sein.
Das Öl für den Leuchter
Gebiete den Kindern Israel,
daß sie zu dir bringen das allerreinste Öl aus
zerstoßenen Oliven für den Leuchter, daß man
ständig Lampen aufsetzen könne.
In der Stiftshütte, außen
vor dem Vorhang, der vor der Lade mit dem Gesetz hängt,
sollen Aaron und seine Söhne den Leuchter zurichten, daß
er brenne vom Abend bis zum Morgen vor dem HERRN. Das soll eine
ewige Ordnung sein für die Nachkommen der Kinder Israel.
Die Kleidung der Priester
Kapitel 28
Du sollst Aaron, deinen
Bruder, und seine Söhne zu dir herantreten lassen aus der
Mitte der Kinder Israel, daß er mein Priester sei, er und
seine Söhne Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar.
Und du sollst Aaron, deinem
Bruder, heilige Kleider machen, die herrlich und schön
seien,
und sollst reden mit allen,
die sich darauf verstehen, die ich mit dem Geist der Weisheit
erfüllt habe, daß sie Aaron Kleider machen zu seiner
Weihe, daß er mein Priester sei.
Dies sind aber die
Kleider, die sie machen sollen: Brusttasche, Schurz, Obergewand,
gewirktes Untergewand, Kopfbund und Gürtel. Diese heiligen
Kleider sollen sie deinem Bruder Aaron und seinen Söhnen
machen, daß er mein Priester sei.
Sie sollen Gold, blauen und
roten Purpur, Scharlach und feine Leinwand dazu nehmen.
Den Priesterschurz
sollen sie machen aus Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach
und gezwirnter feiner Leinwand, kunstreich gewirkt.
Zwei Schulterteile soll er
haben, die angefügt sind; an seinen beiden Enden soll er
zusammengebunden werden.
Und die Binde, die daran ist,
um ihn anlegen zu können, soll von derselben Arbeit und aus
einem Stück mit ihm sein, aus Gold, blauem und rotem Purpur,
Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand.
Und du sollst zwei Onyxsteine
nehmen und darauf eingraben die Namen der Söhne Israels,
auf jeden sechs Namen nach der
Ordnung ihres Alters.
Das sollst du tun in
Steinschneiderarbeit nach der Weise der Siegelstecher, und sie
sollen mit Goldgeflecht eingefaßt werden.
Und du sollst sie auf die
Schulterteile des Schurzes heften, daß es Steine seien zum
gnädigen Gedenken an die Kinder Israel, so daß Aaron
ihre Namen auf seinen beiden Schultern trage vor dem HERRN, damit
der HERR ihrer gedenke.
Und du sollst andere
Goldgeflechte machen
und zwei Ketten von feinem
Golde wie gedrehte Schnüre und sollst die geflochtenen
Ketten an diese Goldgeflechte tun.
Die Brusttasche für
die Losentscheidungen sollst du wie den Priesterschurz machen,
kunstreich gewirkt, aus Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach
und gezwirnter feiner Leinwand.
Viereckig soll sie sein und
doppelt gelegt; eine Spanne soll ihre Länge sein und eine
Spanne ihre Breite.
Und du sollst sie besetzen mit
vier Reihen von Steinen. Die erste Reihe sei ein Sarder, ein
Topas und ein Smaragd,
die andere ein Rubin, ein
Saphir und ein Diamant,
die dritte ein Lynkurer, ein
Achat und ein Amethyst,
die vierte ein Türkis,
ein Onyx und ein Jaspis; in Goldgeflecht sollen sie gefaßt
sein.
Zwölf sollen es sein in
Siegelstecherarbeit nach den Namen der Söhne Israels, daß
auf jedem ein Name stehe nach den zwölf Stämmen.
Und du sollst Ketten zu
der Tasche wie gedrehte Schnüre machen aus feinem Golde
und zwei goldene Ringe für
die Tasche, so daß du die beiden Ringe an zwei Ecken der
Tasche heftest
und die beiden goldenen Ketten
in die beiden Ringe an den Ecken der Tasche tust.
Aber die beiden andern Enden
der zwei Ketten sollst du an den beiden Goldgeflechten befestigen
und sie an die Schulterteile des Priesterschurzes vorn anheften.
Und du sollst zwei andere
goldene Ringe machen und an die beiden andern Ecken der Tasche
heften an ihren Rand innen zum Schurz hin.
Und du sollst abermals zwei
goldene Ringe machen und sie unten an die beiden Schulterteile
vorn am Schurz anheften, wo der Schurz zusammengeht, oben über
der Binde des Schurzes.
Und man soll die Tasche mit
ihren Ringen mit einer Schnur von blauem Purpur an die Ringe des
Schurzes knüpfen, daß sie über der Binde des
Schurzes anliege und die Tasche sich nicht von dem Schurz
losmache.
So soll Aaron die Namen der
Söhne Israels in der Brusttasche auf seinem Herzen tragen,
wenn er in das Heiligtum geht, zum gnädigen Gedenken vor dem
HERRN allezeit.
Und du sollst in die
Brusttasche tun die Lose «Licht
und Recht», so
daß sie auf dem Herzen Aarons seien, wenn er hineingeht vor
den HERRN, daß er die Entscheidungen für die Kinder
Israel auf seinem Herzen trage vor dem HERRN allezeit.
Du sollst auch das
Obergewand unter dem Schurz ganz aus blauem Purpur machen.
Und oben in der Mitte soll
eine Öffnung sein und eine Borte um die Öffnung herum
in Weberarbeit wie bei einem Panzerhemd, daß sie nicht
einreiße.
Und unten an seinem Saum
sollst du Granatäpfel machen aus blauem und rotem Purpur und
Scharlach ringsherum und zwischen sie goldene Schellen auch
ringsherum,
daß eine goldene Schelle
sei, danach ein Granatapfel und wieder eine goldene Schelle und
wieder ein Granatapfel ringsherum an dem Saum des Obergewandes.
Und Aaron soll ihn anhaben,
wenn er dient, daß man seinen Klang höre, wenn er
hineingeht ins Heiligtum vor dem HERRN und wieder herauskommt; so
wird er nicht sterben.
Du sollst auch ein
Stirnblatt machen aus feinem Golde und darauf eingraben, wie man
Siegel eingräbt: «Heilig
dem HERRN».
Und du sollst es heften an
eine Schnur von blauem Purpur vorn an den Kopfbund.
Und es soll sein auf der Stirn
Aarons, damit Aaron bei allen ihren Opfern alle Sünde trage,
die an den heiligen Gaben der Kinder Israel haftet. Und es soll
allezeit an seiner Stirn sein, daß sie wohlgefällig
seien vor dem HERRN.
Du sollst auch das
Untergewand kunstreich wirken aus feiner Leinwand und einen
Kopfbund aus feiner Leinwand machen und einen buntgewirkten
Gürtel.
Und den Söhnen Aarons
sollst du Untergewänder, Gürtel und hohe Mützen
machen, die herrlich und schön seien,
und sollst sie deinem Bruder
Aaron samt seinen Söhnen anlegen und sollst sie salben und
ihre Hände füllen* und sie weihen, daß sie meine
Priester seien.
*
Damit ist eine besondere Opfersitte bei der
Priesterweihe gemeint, vergleiche Kapitel 29,24 und 3. Mose
8,12.22-31.
Und du sollst ihnen leinene
Beinkleider machen, um ihre Blöße zu bedecken, von den
Hüften bis an die Schenkel.
Und Aaron und seine Söhne
sollen sie anhaben, wenn sie in die Stiftshütte gehen oder
hinzutreten zum Altar, um im Heiligtum zu dienen, damit sie keine
Schuld auf sich laden und sterben müssen. Das soll für
ihn und sein Geschlecht nach ihm eine ewige Ordnung sein.
Weihe der Priester und des Altars
Kapitel 29
Dies ist's, was du mit ihnen
tun sollst, daß sie mir zu Priestern geweiht werden: Nimm
einen jungen Stier und zwei Widder ohne Fehler,
ungesäuertes Brot und
ungesäuerte Kuchen, mit Öl vermengt, und ungesäuerte
Fladen, mit Öl bestrichen; aus feinem Weizenmehl sollst du
das alles machen
und sollst es in einen Korb
legen und in dem Korbe herzubringen samt dem Stier und den beiden
Widdern.
Und du sollst Aaron und seine
Söhne vor die Tür der Stiftshütte treten lassen
und sie mit Wasser waschen
und die Kleider nehmen und
Aaron anziehen das Untergewand und das Obergewand und den
Priesterschurz und die Brusttasche und sollst ihm den Schurz mit
der Binde umgürten
und den Kopfbund auf sein
Haupt setzen und den heiligen Kronreif am Kopfbund befestigen.
Und du sollst das Salböl
nehmen und auf sein Haupt gießen und ihn salben.
Und seine Söhne sollst du
auch herzuführen und ihnen das Untergewand anziehen
und sie, Aaron und seine
Söhne, mit Gürteln umgürten und den Söhnen
die hohen Mützen aufsetzen, daß sie das Priestertum
haben nach ewiger Ordnung. Und du sollst Aaron und seinen Söhnen
die Hände füllen.
Und du sollst den jungen Stier
herzuführen vor die Stiftshütte, und Aaron und seine
Söhne sollen ihre Hände auf den Kopf des Stieres legen.
Und du sollst den Stier
schlachten vor dem HERRN, vor der Tür der Stiftshütte,
und sollst von seinem Blut
nehmen und mit deinem Finger an die Hörner des Altars
streichen und alles andere Blut an den Fuß des Altars
schütten.
Und du sollst alles Fett am
Eingeweide nehmen und den Lappen an der Leber und die beiden
Nieren mit dem Fett daran und sollst es auf dem Altar in Rauch
aufgehen lassen.
Aber Fleisch, Fell und Mist
des Stieres sollst du draußen vor dem Lager mit Feuer
verbrennen; denn es ist ein Sündopfer.
Und den einen Widder sollst du
nehmen, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf
seinen Kopf legen.
Dann sollst du ihn schlachten
und sein Blut nehmen und ringsum an den Altar sprengen.
Aber den Widder sollst du in
seine Stücke zerlegen und seine Eingeweide und Schenkel
waschen und sie zu seinen Stücken und seinem Kopf legen
und den ganzen Widder in Rauch
aufgehen lassen auf dem Altar; denn es ist dem HERRN ein
Brandopfer, ein lieblicher Geruch, ein Feueropfer für den
HERRN.
Den andern Widder aber sollst
du nehmen, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände
auf seinen Kopf legen,
und du sollst ihn schlachten
und von seinem Blut nehmen und es Aaron und seinen Söhnen an
das rechte Ohrläppchen streichen und an den Daumen ihrer
rechten Hand und an die große Zehe ihres rechten Fußes;
und du sollst das Blut ringsum an den Altar sprengen.
Und du sollst von dem Blut auf
dem Altar nehmen und Salböl und sollst Aaron und seine
Kleider, seine Söhne und ihre Kleider damit besprengen. So
werden er und seine Kleider, seine Söhne und ihre Kleider
geweiht.
Danach sollst du nehmen das
Fett von dem Widder, den Fettschwanz und das Fett am Eingeweide,
den Lappen an der Leber und die beiden Nieren mit dem Fett daran
und die rechte Keule – denn es ist der Widder der
Einsetzung -
und ein Brot und einen
Ölkuchen und einen Fladen aus dem Korbe mit dem ungesäuerten
Brot, der vor dem HERRN steht.
Dann lege das alles auf die
Hände Aarons und seiner Söhne und schwinge es als
Schwingopfer vor dem HERRN.
Danach nimm es von ihren
Händen und laß es in Rauch aufgehen auf dem Altar über
dem Brandopfer zum lieblichen Geruch vor dem HERRN; denn es ist
ein Feueropfer für den HERRN.
Und du sollst die Brust vom
Widder der Einsetzung Aarons nehmen und sie vor dem HERRN
schwingen. Das soll dein Anteil sein.
So sollst du heiligen die
Brust als Schwingopfer und die Keule als Hebopfer, die von dem
Widder der Einsetzung Aarons und seiner Söhne genommen sind.
Und das soll Aaron und seinen
Söhnen gehören als ewiges Anrecht bei den Kindern
Israel; denn es ist ein Hebopfer. Und ein Hebopfer von den
Kindern Israel soll es sein von ihren Dankopfern, ihr Hebopfer
für den HERRN.
Und die heiligen
Kleider Aarons sollen nach ihm seine Söhne haben, daß
sie darin gesalbt und ihre Hände gefüllt werden.
Wer von seinen Söhnen an
seiner Statt Priester wird, der soll sie sieben Tage anziehen,
wenn er in die Stiftshütte geht, um im Heiligtum zu dienen.
Und du sollst den Widder der
Einsetzung nehmen und sein Fleisch an einem heiligen Ort kochen.
Und Aaron mit seinen Söhnen
soll das Fleisch des Widders samt dem Brot im Korbe essen vor der
Tür der Stiftshütte.
Sie sollen die Stücke
essen, mit denen die Sühnung für sie vollzogen wurde,
als man ihre Hände füllte und sie weihte. Kein anderer
darf es essen, denn es ist heilig.
Wenn aber etwas übrigbleibt
von dem Fleisch der Einsetzung und von dem Brot bis zum Morgen,
sollst du es mit Feuer verbrennen. Es darf nicht gegessen werden,
denn es ist heilig.
So sollst du mit Aaron und
seinen Söhnen alles tun, was ich dir geboten habe. Sieben
Tage sollst du ihre Hände füllen
und täglich einen jungen
Stier zum Sündopfer schlachten zur Sühnung und sollst
den Altar entsündigen, indem du die Sühnung an ihm
vollziehst, und sollst ihn salben, daß er geweiht werde.
Sieben Tage sollst du an dem
Altar die Sühnung vollziehen und ihn weihen; so wird er ein
Hochheiliges. Wer den Altar anrührt, der ist dem Heiligtum
verfallen.
Das tägliche Opfer
Und dies sollst du auf dem
Altar tun: Zwei einjährige Schafe sollst du an jedem Tage
darauf opfern,
ein Schaf am Morgen, das
andere gegen Abend.
Und zu dem einen Schaf einen
Krug feinsten Mehls, vermengt mit einer viertel Kanne zerstoßener
Oliven, und eine viertel Kanne Wein zum Trankopfer.
Mit dem andern Schaf sollst du
tun gegen Abend wie mit dem Speisopfer und Trankopfer vom Morgen,
zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer für den HERRN.
Das soll das tägliche
Brandopfer sein bei euren Nachkommen am Eingang der Stiftshütte
vor dem HERRN, wo ich euch begegnen und mit dir reden will.
Daselbst will ich den Kindern
Israel begegnen, und das Heiligtum wird geheiligt werden durch
meine Herrlichkeit.
Und ich will die Stiftshütte
und den Altar heiligen und Aaron und seine Söhne heiligen,
daß sie meine Priester seien.
Und ich will unter den Kindern
Israel wohnen und ihr Gott sein,
daß sie erkennen sollen,
ich sei der HERR, ihr Gott, der sie aus Ägyptenland führte,
damit ich unter ihnen wohne, ich, der HERR, ihr Gott.
Der Räucheraltar
Kapitel 30
Du sollst auch einen
Räucheraltar machen aus Akazienholz,
eine Elle lang und ebenso
breit, viereckig, und zwei Ellen hoch mit seinen Hörnern.
Und du sollst ihn mit feinem
Golde überziehen, seine Platte und seine Wände
ringsherum und seine Hörner. Und sollst einen Kranz von Gold
ringsherum machen
und zwei goldene Ringe unter
dem Kranz zu beiden Seiten, daß man Stangen hineintue und
ihn damit trage.
Die Stangen sollst du auch aus
Akazienholz machen und mit Gold überziehen.
Und du sollst ihn setzen vor
den Vorhang, der vor der Lade mit dem Gesetz hängt, und vor
den Gnadenthron, der auf der Lade mit dem Gesetz ist, wo ich dir
begegnen werde.
Und Aaron soll darauf
verbrennen gutes Räucherwerk jeden Morgen, wenn er die
Lampen zurichtet.
Desgleichen, wenn er die Lampen anzündet gegen Abend,
soll er solches Räucherwerk auch verbrennen. Das soll das
tägliche Räucheropfer sein vor dem HERRN bei euren
Nachkommen.
Ihr sollt kein fremdes Räucherwerk darauf tun, auch
kein Brandopfer, Speisopfer oder Trankopfer darauf opfern.
Und Aaron soll an den Hörnern dieses Altars einmal im
Jahr die Sühnung vollziehen mit dem Blut des Sündopfers,
das zur Sühnung dargebracht wird. Solche Sühnung soll
jährlich einmal geschehen bei euren Nachkommen. Hochheilig
ist der Altar dem HERRN.
Die Steuer für das Heiligtum
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Wenn du die Kinder Israel zählst, so soll ein jeder
dem HERRN ein Sühnegeld geben, um sein Leben auszulösen,
damit ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezählt
werden.
Es soll aber jeder, der gezählt ist, einen halben
Taler geben nach dem Münzgewicht des Heiligtums; ein Taler
wiegt zwanzig Gramm. Dieser halbe Taler soll als Opfergabe für
den HERRN erhoben werden.
Wer gezählt ist von zwanzig Jahren an und darüber,
der soll diese Opfergabe dem HERRN geben.
Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht
weniger als den halben Taler als Opfergabe für den HERRN zur
Sühnung für euer Leben.
Und du sollst solches Sühnegeld nehmen von den
Kindern Israel und es zum Dienst an der Stiftshütte geben,
daß es sei für die Kinder Israel zum gnädigen
Gedenken vor dem HERRN, zur Sühnung für euer Leben.
Das kupferne Becken
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Du sollst auch ein Becken aus Kupfer machen mit einem
Gestell aus Kupfer zum Waschen und sollst es setzen zwischen die
Stiftshütte und den Altar und Wasser hineintun,
daß Aaron und seine Söhne ihre Hände und
Füße darin waschen,
wenn sie in die Stiftshütte gehen oder zum Altar, um
zu dienen und Feueropfer zu verbrennen für den HERRN,
auf daß sie nicht sterben. Das soll eine ewige
Ordnung sein für ihn und sein Geschlecht bei ihren
Nachkommen.
Salböl und Räucherwerk
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Nimm dir die beste Spezerei: die edelste Myrrhe,
fünfhundert Lot, und Zimt, die Hälfte davon,
zweihundertundfünfzig, und Kalmus, auch
zweihundertundfünfzig Lot,
und Kassia, fünfhundert nach dem Gewicht des
Heiligtums, und eine Kanne Olivenöl.
Und mache daraus ein heiliges Salböl nach der Kunst
des Salbenbereiters.
Und du sollst damit salben die Stiftshütte und die
Lade mit dem Gesetz,
den Tisch mit all seinem Gerät, den Leuchter mit
seinem Gerät, den Räucheraltar,
den Brandopferaltar mit all seinem Gerät und das
Becken mit seinem Gestell.
So sollst du sie weihen, daß sie hochheilig seien.
Wer sie anrührt, der ist dem Heiligtum verfallen.
Aaron und seine Söhne sollst du auch salben und sie
mir zu Priestern weihen.
Und du sollst mit den Kindern Israel reden und sprechen:
Eine heilige Salbe soll mir dies Öl bei euren Nachkommen
sein.
Auf keines andern Menschen Leib soll es gegossen werden;
du sollst es auch sonst in der gleichen Mischung nicht
herstellen, denn es ist heilig; darum soll es euch als heilig
gelten.
Wer solche Salbe macht oder einem Unberufenen davon gibt,
der soll aus seinem Volk ausgerottet werden.
Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir Spezerei:
Balsam, Stakte, Galbanum und reinen Weihrauch, vom einen soviel
wie vom andern,
und mache Räucherwerk daraus, gemengt nach der Kunst
des Salbenbereiters, gesalzen, rein, zum heiligen Gebrauch.
Und du sollst es zu Pulver stoßen und sollst etwas
davon vor die Lade mit dem Gesetz in der Stiftshütte
bringen, wo ich dir begegnen werde. Es soll euch ein Hochheiliges
sein.
Aber solches Räucherwerk sollt ihr für euch
nicht machen, sondern es soll dir als dem HERRN geheiligt gelten.
Wer es macht, damit er sich an dem Geruch erfreue, der
soll ausgerottet werden aus seinem Volk.
Berufung der Kunsthandwerker für die Stiftshütte
Kapitel 31
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezalel, den Sohn Uris,
des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda,
und habe ihn erfüllt mit dem Geist Gottes, mit
Weisheit und Verstand und Erkenntnis und mit aller
Geschicklichkeit,
kunstreich zu arbeiten in Gold, Silber, Kupfer,
kunstreich Steine zu schneiden und einzusetzen und
kunstreich zu schnitzen in Holz, um jede Arbeit zu vollbringen.
Und siehe, ich habe ihm beigegeben Oholiab, den Sohn
Ahisamachs, vom Stamm Dan, und habe allen Künstlern die
Weisheit ins Herz gegeben, daß sie alles machen können,
was ich dir geboten habe:
die Stiftshütte, die Lade mit dem Gesetz, den
Gnadenthron darauf und alle Geräte in der Hütte,
den Tisch und sein Gerät, den Leuchter von reinem
Gold und all sein Gerät, den Räucheraltar,
den Brandopferaltar mit all seinem Gerät, das Becken
mit seinem Gestell,
die Amtskleider, die heiligen Kleider des Priesters Aaron
und die Kleider seiner Söhne für den priesterlichen
Dienst,
das Salböl und das Räucherwerk von Spezerei für
das Heiligtum. Ganz so, wie ich dir geboten habe, sollen sie es
machen.
Gebot der Sabbatfeier
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Sage den Kinder Israel: Haltet meinen Sabbat; denn er ist
ein Zeichen zwischen mir und euch von Geschlecht zu Geschlecht,
damit ihr erkennt, daß ich der HERR bin, der euch heiligt.
Darum haltet meinen Sabbat, denn er soll euch heilig sein.
Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben. Denn wer eine
Arbeit am Sabbat tut, der soll ausgerottet werden aus seinem
Volk.
Sechs Tage soll man arbeiten, aber am siebenten Tag ist
Sabbat, völlige Ruhe, heilig dem HERRN. Wer eine Arbeit tut
am Sabbattag, soll des Todes sterben.
Darum sollen die Kinder Israel den Sabbat halten, daß
sie ihn auch bei ihren Nachkommen halten als ewigen Bund.
Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern
Israel. Denn in sechs Tagen machte der HERR Himmel und Erde, aber
am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich.
Übergabe der zwei Gesetzestafeln an Mose
Und als der HERR mit Mose zu
Ende geredet hatte auf dem Berge Sinai, gab er ihm die beiden
Tafeln des Gesetzes; die waren aus Stein und beschrieben von dem
Finger Gottes.
Das goldene Stierbild
Kapitel 32
Als aber das Volk sah, daß
Mose ausblieb und nicht wieder von dem Berge zurückkam,
sammelte es sich gegen Aaron und sprach zu ihm: Auf, mach uns
einen Gott, der vor uns hergehe! Denn wir wissen nicht, was
diesem Mann Mose widerfahren ist, der uns aus Ägyptenland
geführt hat.
Aaron sprach zu ihnen: Reißet
ab die goldenen Ohrringe an den Ohren eurer Frauen, eurer Söhne
und eurer Töchter und bringt sie zu mir.
Da riß alles Volk sich
die goldenen Ohrringe von den Ohren und brachte sie zu Aaron.
Und er nahm sie von ihren
Händen und bildete das Gold in einer Form und machte ein
gegossenes Kalb. Und sie sprachen: Das ist dein Gott, Israel, der
dich aus Ägyptenland geführt hat!
Als das Aaron sah, baute er
einen Altar vor ihm und ließ ausrufen und sprach: Morgen
ist des HERRN Fest.
Und sie standen früh am
Morgen auf und opferten Brandopfer und brachten dazu Dankopfer
dar. Danach setzte sich das Volk, um zu essen und zu trinken, und
sie standen auf, um ihre Lust zu treiben.
Moses Fürbitte
Der HERR sprach aber zu Mose:
Geh, steig hinab; denn dein Volk, das du aus Ägyptenland
geführt hast, hat schändlich gehandelt.
Sie sind schnell von dem Wege
gewichen, den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein
gegossenes Kalb gemacht und haben's angebetet und ihm geopfert
und gesagt: Das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägyptenland
geführt hat.
Und der HERR sprach zu Mose:
Ich sehe, daß es ein halsstarriges Volk ist.
Und nun laß mich, daß
mein Zorn über sie entbrenne und sie vertilge; dafür
will ich dich zum großen Volk machen.
Mose aber flehte vor dem
HERRN, seinem Gott, und sprach: Ach, HERR, warum will dein Zorn
entbrennen über dein Volk, das du mit großer Kraft und
starker Hand aus Ägyptenland geführt hast?
Warum sollen die Ägypter
sagen: Er hat sie zu ihrem Unglück herausgeführt, daß
er sie umbrächte im Gebirge und vertilgte sie von dem
Erdboden? Kehre dich ab von deinem grimmigen Zorn und laß
dich des Unheils gereuen, das du über dein Volk bringen
willst.
Gedenke an deine Knechte
Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und
verheißen hast: Ich will eure Nachkommen mehren wie die
Sterne am Himmel, und dies ganze Land, das ich verheißen
habe, will ich euren Nachkommen geben, und sie sollen es besitzen
für ewig.
Da gereute den HERRN das
Unheil, das er seinem Volk zugedacht hatte.
Die Strafe für den Abfall
Mose wandte sich und stieg vom
Berge und hatte die zwei Tafeln des Gesetzes in seiner Hand; die
waren beschrieben auf beiden Seiten.
Und Gott hatte sie selbst
gemacht und selber die Schrift eingegraben.
Als nun Josua das Geschrei des
Volks hörte, sprach er zu Mose: Es ist ein Kriegsgeschrei im
Lager.
Er antwortete: Es ist kein
Geschrei wie bei einem Sieg, und es ist kein Geschrei wie bei
einer Niederlage, ich höre Geschrei wie beim Tanz.
Als Mose aber nahe zum Lager
kam und das Kalb und das Tanzen sah, entbrannte sein Zorn, und er
warf die Tafeln aus der Hand und zerbrach sie unten am Berge
und nahm das Kalb, das sie
gemacht hatten, und ließ es im Feuer zerschmelzen und
zermalmte es zu Pulver und streute es aufs Wasser und gab's den
Kindern Israel zu trinken.
Und er sprach zu Aaron: Was
hat dir das Volk getan, daß du eine so große Sünde
über sie gebracht hast?
Aaron sprach: Mein Herr lasse
seinen Zorn nicht entbrennen. Du weißt, daß dies Volk
böse ist.
Sie sprachen zu mir: Mache uns
einen Gott, der vor uns hergehe; denn wir wissen nicht, was mit
diesem Mann Mose geschehen ist, der uns aus Ägyptenland
geführt hat.
Ich sprach zu ihnen: Wer Gold
hat, der reiße es ab und gebe es mir. Und ich warf es ins
Feuer; daraus ist das Kalb geworden.
Als nun Mose sah, daß
das Volk zuchtlos geworden war – denn Aaron hatte sie
zuchtlos werden lassen zum Gespött ihrer Widersacher -,
trat er in das Tor des Lagers
und rief: Her zu mir, wer dem HERRN angehört! Da sammelten
sich zu ihm alle Söhne Levi.
Und er sprach zu ihnen: So
spricht der HERR, der Gott Israels: Ein jeder gürte sein
Schwert um die Lenden und gehe durch das Lager hin und her von
einem Tor zum andern und erschlage seinen Bruder, Freund und
Nächsten.
Die Söhne Levi taten, wie
ihnen Mose gesagt hatte; und es fielen an dem Tage vom Volk
dreitausend Mann.
Da sprach Mose: Füllet
heute eure Hände zum Dienst für den HERRN – denn
ein jeder ist wider seinen Sohn und Bruder gewesen -, damit euch
heute Segen gegeben werde.
Die Demütigung des Volkes
Am nächsten Morgen sprach
Mose zum Volk: Ihr habt eine große Sünde getan; nun
will ich hinaufsteigen zu dem HERRN, ob ich vielleicht Vergebung
erwirken kann für eure Sünde.
Als nun Mose wieder zu dem
HERRN kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine große Sünde
getan, und sie haben sich einen Gott von Gold gemacht.
Vergib ihnen doch ihre Sünde;
wenn nicht, dann tilge mich aus deinem Buch, das du geschrieben
hast.
Der HERR sprach zu Mose: Ich
will den aus meinem Buch tilgen, der an mir sündigt.
So geh nun hin und führe
das Volk, wohin ich dir gesagt habe. Siehe, mein Engel soll vor
dir hergehen. Ich werde aber ihre Sünde heimsuchen, wenn
meine Zeit kommt.
Und der HERR schlug das Volk,
weil sie sich das Kalb gemacht hatten, das Aaron angefertigt
hatte.
Kapitel 33
Der HERR sprach zu
Mose: Geh, zieh von dannen, du und das Volk, das du aus
Ägyptenland geführt hast, in das Land, von dem ich
Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe: Deinen Nachkommen will
ich's geben.
Und ich will vor dir her
senden einen Engel und ausstoßen die Kanaaniter, Amoriter,
Hethiter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter
und will dich bringen in das
Land, darin Milch und Honig fließt. Ich selbst will nicht
mit dir hinaufziehen, denn du bist ein halsstarriges Volk; ich
würde dich unterwegs vertilgen.
Als das Volk diese harte Rede
hörte, trugen sie Leid, und niemand tat seinen Schmuck an.
Und der HERR sprach zu Mose:
Sage zu den Kindern Israel: Ihr seid ein halsstarriges Volk. Wenn
ich nur einen Augenblick mit dir hinaufzöge, würde ich
dich vertilgen. Und nun lege deinen Schmuck ab, dann will ich
sehen, was ich dir tue.
Und die Kinder Israel taten
ihren Schmuck von sich an dem Berge Horeb.
Das heilige Zelt. Gottes Umgang mit Mose
Mose aber nahm das Zelt und
schlug es draußen auf, fern von dem Lager, und nannte es
Stiftshütte. Und wer den HERRN befragen wollte, mußte
herausgehen zur Stiftshütte vor das Lager.
Und wenn Mose hinausging zur
Stiftshütte, so stand alles Volk auf, und jeder trat in
seines Zeltes Tür und sah ihm nach, bis er zur Stiftshütte
kam.
Und wenn Mose zur Stifthütte
kam, so kam die Wolkensäule hernieder und stand in der Tür
der Stiftshütte, und der Herr redete mit Mose.
Und alles Volk sah die
Wolkensäule in der Tür der Stiftshütte stehen, und
sie standen auf und neigten sich, ein jeder in seines Zeltes Tür.
Der HERR aber redete mit Mose
von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde
redet. Dann kehrte er zum Lager zurück; aber sein Diener und
Jünger Josua, der Sohn Nuns, wich nicht aus der Stiftshütte.
Mose begehrt, des Herrn Herrlichkeit zu schauen
Und Mose sprach zu dem HERRN:
Siehe, du sprichst zu mir: Führe das Volk hinauf! und läßt
mich nicht wissen, wen du mit mir senden willst, wo du doch
gesagt hast: Ich kenne dich mit Namen, und du hast Gnade vor
meinen Augen gefunden.
Hab ich denn Gnade vor deinen
Augen gefunden, so laß mich deinen Weg wissen, damit ich
dich erkenne und Gnade vor deinen Augen finde. Und sieh doch, daß
dies Volk dein Volk ist.
Er sprach: Mein Angesicht soll
vorangehen; ich will dich zur Ruhe leiten.
Mose aber sprach zu ihm: Wenn
nicht dein Angesicht vorangeht, so führe uns nicht von hier
hinauf.
Denn woran soll erkannt
werden, daß ich und dein Volk vor deinen Augen Gnade
gefunden haben, wenn nicht daran, daß du mit uns gehst, so
daß ich und dein Volk erhoben werden vor allen Völkern,
die auf dem Erdboden sind?
Der HERR sprach zu Mose: Auch
das, was du jetzt gesagt hast, will ich tun; denn du hast Gnade
vor meinen Augen gefunden, und ich kenne dich mit Namen.
Und Mose sprach: Laß
mich deine Herrlichkeit sehen!
Und er sprach: Ich will vor
deinem Angesicht all meine Güte vorübergehen lassen und
will vor dir kundtun den Namen des HERRN: Wem ich gnädig
bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen
erbarme ich mich.
Und er sprach weiter: Mein
Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der
mich sieht.
Und der HERR sprach weiter:
Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst du auf dem Fels stehen.
Wenn dann meine Herrlichkeit
vorübergeht, will ich dich in die Felskluft stellen und
meine Hand über dir halten, bis ich vorübergegangen
bin.
Dann will ich meine Hand von
dir tun, und du darfst hinter mir her sehen; aber mein Angesicht
kann man nicht sehen.
Neue Gesetzestafeln. Bundesschluß und Bundespflichten
Kapitel 34
Und der HERR sprach zu Mose:
Haue dir zwei steinerne Tafeln zu, wie die ersten waren, daß
ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten Tafeln standen,
welche du zerbrochen hast.
Und sei morgen bereit, daß
du früh auf den Berg Sinai steigest und dort zu mir tretest
auf dem Gipfel des Berges.
Und laß niemand mit dir
hinaufsteigen; es soll auch niemand gesehen werden auf dem ganzen
Berge. Auch kein Schaf und Rind laß weiden gegen diesen
Berg hin.
Und Mose hieb zwei steinerne
Tafeln zu, wie die ersten waren, und stand am Morgen früh
auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der HERR geboten hatte,
und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand.
Da kam der HERR hernieder in
einer Wolke, und Mose trat daselbst zu ihm und rief den Namen des
HERRN an.
Und der HERR ging vor seinem
Angesicht vorüber, und er rief aus: HERR, HERR, Gott,
barmherzig und gnädig und geduldig und von großer
Gnade und Treue,
der da Tausenden
Gnade bewahrt und vergibt Missetat, Übertretung und Sünde,
aber ungestraft läßt er niemand, sondern sucht die
Missetat der Väter heim an Kindern und Kindeskindern bis ins
dritte und vierte Glied!
Und Mose neigte sich eilends
zur Erde und betete an
und sprach: Hab ich, Herr,
Gnade vor deinen Augen gefunden, so gehe der Herr in unserer
Mitte, denn es ist ein halsstarriges Volk; und vergib uns unsere
Missetat und Sünde und laß uns dein Erbbesitz sein.
Und der HERR sprach:
Siehe, ich will einen Bund schließen: Vor deinem ganzen
Volk will ich Wunder tun, wie sie nicht geschehen sind in allen
Landen und unter allen Völkern, und das ganze Volk, in
dessen Mitte du bist, soll des HERRN Werk sehen; denn wunderbar
wird sein, was ich an dir tun werde.
Halte, was ich dir heute
gebiete. Siehe, ich will vor dir her ausstoßen die
Amoriter, Kanaaniter, Hethiter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter.
Hüte dich, einen Bund zu
schließen mit den Bewohnern des Landes, in das du kommst,
damit sie dir nicht zum Fallstrick werden in deiner Mitte;
sondern ihre Altäre
sollst du umstürzen und ihre Steinmale zerbrechen und ihre
heiligen Pfähle umhauen;
denn du sollst keinen andern
Gott anbeten. Denn der HERR heißt ein Eiferer; ein
eifernder Gott ist er.
Hüte dich, einen Bund zu
schließen mit den Bewohnern des Landes, damit sie, wenn sie
ihren Göttern nachlaufen und ihnen opfern, dich nicht
einladen und du von ihrem Opfer essest
und damit du für deine
Söhne ihre Töchter nicht zu Frauen nehmest und diese
dann ihren Göttern nachlaufen und machen, daß deine
Söhne auch ihren Göttern nachlaufen!
Du sollst dir keine
gegossenen Götterbilder machen.
Das Fest der
ungesäuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst du
ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur Zeit
des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Ägypten
gezogen.
Alle Erstgeburt ist
mein, alle männliche Erstgeburt von deinem Vieh, es sei
Stier oder Schaf.
Aber den Erstling des Esels
sollst du mit einem Schaf auslösen. Wenn du ihn aber nicht
auslöst, so brich ihm das Genick. Alle Erstgeburt unter
deinen Söhnen sollst du auslösen.
Und daß niemand vor
mir mit leeren Händen erscheine!
Sechs Tage sollst du
arbeiten; am siebenten Tage sollst du ruhen, auch in der Zeit des
Pflügens und des Erntens.
Das Wochenfest
sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte, und das Fest
der Lese, wenn das Jahr um ist.
Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist,
erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN, dem Gott Israels.
Denn ich werde die Heiden vor dir ausstoßen und dein
Gebiet weit machen, und niemand soll dein Land begehren, während
du dreimal im Jahr hinaufgehst, um vor dem HERRN, deinem Gott, zu
erscheinen.
Du sollst das Blut meines Opfers nicht darbringen
zugleich mit dem Sauerteig, und das Opfer des Passafestes soll
nicht über Nacht bleiben bis zum Morgen.
Das Beste von den ersten Früchten deines
Ackers sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen.
Du sollst das Böcklein nicht kochen in seiner
Mutter Milch.
Und der HERR sprach zu Mose: Schreib dir diese
Worte auf; denn auf Grund dieser Worte habe ich mit dir und mit
Israel einen Bund geschlossen.
Und er war allda bei dem HERRN vierzig Tage und vierzig
Nächte und aß kein Brot und trank kein Wasser. Und er
schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die Zehn Worte.
Der Glanz auf Moses Angesicht
Als nun Mose vom Berge Sinai
herabstieg, hatte er die zwei Tafeln des Gesetzes in seiner Hand
und wußte nicht, daß die Haut seines Angesichts
glänzte, weil er mit Gott geredet hatte.
Als aber Aaron und ganz Israel
sahen, daß die Haut seines Angesichts glänzte,
fürchteten sie sich, ihm zu nahen.
Da rief sie Mose, und sie wandten sich wieder zu ihm,
Aaron und alle Obersten der Gemeinde, und er redete mit ihnen.
Danach nahten sich ihm auch alle Kinder Israel. Und er
gebot ihnen alles, was der HERR mit ihm geredet hatte auf dem
Berge Sinai.
Und als er dies alles mit ihnen geredet hatte, legte er
eine Decke auf sein Angesicht.
Und wenn er hineinging vor den HERRN, mit ihm zu reden,
tat er die Decke ab, bis er wieder herausging. Und wenn er
herauskam und zu den Kindern Israel redete, was ihm geboten war,
sahen die Kinder Israel, wie die Haut seines Angesichts
glänzte. Dann tat er die Decke auf sein Angesicht, bis er
wieder hineinging, mit ihm zu reden.
DIE ERRICHTUNG DER STIFTSHÜTTE
(Kapitel 35-40)
Die Sabbatordnung
Kapitel 35
Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Kinder Israel
und sprach zu ihnen: Dies ist's, was der HERR geboten hat, daß
ihr es tun sollt:
Sechs Tage sollt ihr arbeiten, den siebenten Tag aber
sollt ihr heilig halten als einen Sabbat völliger Ruhe,
heilig dem HERRN. Wer an diesem Tag arbeitet, soll sterben.
Ihr sollt kein Feuer anzünden am Sabbattag in allen
euren Wohnungen.
Freiwillige Gaben für die Stiftshütte
Und Mose sprach zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel:
Dies ist's, was der HERR geboten hat:
Erhebt von eurem Besitz eine Opfergabe für den HERRN,
so daß ein jeder die Opfergabe für den HERRN
freiwillig bringe: Gold, Silber, Kupfer,
blauen und roten Purpur, Scharlach, feine Leinwand und
Ziegenhaar,
rotgefärbte Widderfelle, Dachsfelle und Akazienholz,
Öl für die Lampen und Spezerei zum Salböl
und zu wohlriechendem Räucherwerk,
Onyxsteine und eingefaßte Steine zum Priesterschurz
und zum Brustschild.
Und wer unter euch kunstverständig ist, der komme und
mache, was der HERR geboten hat,
nämlich die Wohnung mit ihrem Zelt und ihrer Decke,
ihren Haken, Brettern, Riegeln, Säulen und Füßen,
die Lade mit ihren Stangen, den Gnadenthron und Vorhang,
den Tisch mit seinen Stangen und all seinem Gerät und
die Schaubrote,
den Leuchter und sein Gerät und seine Lampen und das
Öl zum Licht,
den Räucheraltar mit seinen Stangen, das Salböl
und das wohlriechende Räucherwerk, die Decke vor der Tür
der Wohnung,
den Brandopferaltar mit seinem Gitter aus Kupfer, seinen
Stangen und all seinem Gerät, das Becken mit seinem Gestell;
den Behang des Vorhofs, seine Säulen und Füße
und die Decke des Tors am Vorhof,
die Zeltpflöcke der Wohnung und des Vorhofs mit ihren
Seilen,
die Amtskleider zum Dienst im Heiligtum, die heiligen
Kleider Aarons, des Priesters, samt den Kleidern seiner Söhne
für den priesterlichen Dienst.
Da ging die ganze Gemeinde der Kinder Israel von
Mose weg.
Und alle, die es gern und freiwillig gaben, kamen und
brachten dem HERRN die Opfergabe zur Errichtung der Stiftshütte
und für allen Dienst darin und für die heiligen
Kleider.
Es brachten aber Männer und Frauen freiwillig
Spangen, Ohrringe, Ringe und Geschmeide und allerlei goldenes
Gerät, ein jeder das Gold, das er zur Gabe für den
HERRN bestimmt hatte.
Und wer bei sich blauen und roten Purpur fand, Scharlach,
feine Leinwand, Ziegenhaar, rotgefärbte Widderfelle und
Dachsfelle, der brachte sie.
Und wer eine Opfergabe von Silber und Kupfer geben wollte,
der brachte es dem HERRN als Opfergabe. Und wer Akazienholz
hatte, der brachte es zu allerlei Verwendung für den Dienst.
Und alle Frauen, die diese Kunst verstanden, spannen mit
ihren Händen und brachten ihr Gespinst, blauen und roten
Purpur, Scharlach und feine Leinwand.
Und alle Frauen, die solche Arbeit verstanden und willig
dazu waren, spannen Ziegenhaare.
Die Stammesfürsten aber brachten Onyxsteine und
eingefaßte Steine für den Priesterschurz und die
Brusttasche
und Spezerei und Öl für den Leuchter und für
das Salböl und für das wohlriechende Räucherwerk.
So brachten die Kinder Israel, Männer und Frauen, die
ihr Herz dazu trieb, freiwillige Gaben zu allem Werk, das der
HERR durch Mose geboten hatte.
Beauftragung der Kunsthandwerker
Und Mose sprach zu den Kindern Israel: Sehet, der HERR hat
mit Namen berufen den Bezalel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs,
vom Stamm Juda,
und hat ihn erfüllt mit dem Geist Gottes, daß
er weise, verständig und geschickt sei zu jedem Werk,
kunstreich zu arbeiten in Gold, Silber und Kupfer,
Edelsteine zu schneiden und einzusetzen, Holz zu
schnitzen, um jede kunstreiche Arbeit zu vollbringen.
Und er hat ihm auch die Gabe zu unterweisen ins Herz
gegeben, ihm und Oholiab, dem Sohn Ahisamachs, vom Stamm Dan.
Er hat ihr Herz mit Weisheit erfüllt, zu machen alle
Arbeiten des Goldschmieds und des Kunstwirkers und des
Buntwirkers mit blauem und rotem Purpur, Scharlach und feiner
Leinwand und des Webers, daß sie jedes Werk ausführen
und kunstreiche Entwürfe ersinnen können.
Kapitel 36
So sollen denn arbeiten Bezalel und Oholiab und
alle Künstler, denen der HERR Weisheit und Verstand gegeben
hat zu wissen, wie sie alle Arbeit ausführen sollen zum
Dienst des Heiligtums, ganz nach dem Gebot des HERRN.
Und Mose berief Bezalel und Oholiab und alle Künstler,
denen der HERR Weisheit ins Herz gegeben hatte, alle, die sich
freiwillig erboten, ans Werk zu gehen und es auszurichten.
Und sie empfingen von Mose alle Opfer, die die Kinder
Israel gebracht hatten, um die Arbeiten zum Dienst des Heiligtums
auszuführen. Und man brachte auch weiterhin alle Morgen
freiwillige Gaben zu ihm.
Da kamen alle Künstler, die am Werk des
Heiligtums arbeiteten, ein jeder von der Arbeit, die er machte,
und sprachen zu Mose: Das Volk bringt zu viel, mehr als
zum Dienst dieses Werkes nötig ist, das der HERR zu machen
geboten hat.
Da gebot Mose, daß man durchs Lager rufen ließe:
Niemand, weder Mann noch Frau, soll hinfort noch etwas bringen
als Opfergabe für das Heiligtum. Da brachte das Volk nichts
mehr.
Denn es war genug gebracht worden zu allen Arbeiten, die
zu machen waren, und es war noch übrig geblieben.
Die Herstellung des Heiligtums
So machten alle Künstler unter den Arbeitern die
Wohnung aus zehn Teppichen von gezwirnter feiner Leinwand, blauem
und rotem Purpur und Scharlach, und Cherubim waren eingewebt in
kunstreicher Arbeit.
Die Länge eines Teppichs war achtundzwanzig Ellen und
die Breite vier Ellen, und alle waren von einem Maß.
Und er fügte je fünf Teppiche zu einem Stück
zusammen, einen an den andern.
Und er machte blaue Schlaufen an jedes Stück am
Rande, wo die beiden Stücke zusammengeheftet werden sollten,
fünfzig Schlaufen an jedes Stück, daß eine
Schlaufe der andern gegenüberstünde.
Und er machte fünfzig goldene Haken und heftete die
Teppiche mit den Haken einen an den andern zusammen, daß es
eine Wohnung würde.
Und er machte elf Teppiche von Ziegenhaaren zum Zelte über
die Wohnung,
dreißig Ellen lang und vier Ellen breit, alle von
einem Maß,
und fügte fünf zusammen zu dem einen Stück
und sechs zusammen zum andern Stück.
Und er machte fünfzig Schlaufen an jedes Stück
an dem Rande, wo die Stücke zusammengeheftet werden sollten,
und machte je fünfzig Haken aus Kupfer, damit das
Zelt mit ihnen zusammengefügt würde.
Und er machte eine Decke über das Zelt von
rotgefärbten Widderfellen und darüber noch eine Decke
von Dachsfellen.
Und er machte Bretter für die Wohnung, aus
Akazienholz, zum Aufstellen,
ein jedes zehn Ellen lang und anderthalb Ellen breit
und an jedem zwei Zapfen, damit eins an das andere gesetzt
würde. So machte er alle Bretter für die Wohnung,
daß zwanzig Bretter nach Süden standen.
Und er machte vierzig silberne Füße darunter,
unter jedes Brett zwei Füße für seine zwei
Zapfen.
Ebenso machte er auf der andern Seite der Wohnung nach
Norden zwanzig Bretter
mit vierzig silbernen Füßen, unter jedes Brett
zwei Füße.
Und für die Rückseite der Wohnung nach Westen
machte er sechs Bretter
und zwei andere für die zwei Ecken an der Rückseite
der Wohnung,
daß beide mit ihren Eckbrettern unten und oben durch
Zapfen verbunden wurden,
so daß es acht Bretter wurden und sechzehn silberne
Füße, unter jedem zwei Füße.
Und er machte Riegel aus Akazienholz, fünf zu
den Brettern auf der einen Langseite der Wohnung
und fünf auf der andern Langseite und fünf auf
der Rückseite nach Westen.
Und er machte den Mittelriegel, daß er in halber
Höhe an den Brettern entlanglief von einem Ende zum andern.
Und er überzog die Bretter mit Gold, und ihre Ringe
machte er aus Gold, daß man die Riegel hineintäte, und
überzog die Riegel mit Gold.
Und er machte den Vorhang mit den Cherubim in
kunstreicher Arbeit, aus blauem und rotem Purpur, Scharlach und
gezwirnter feiner Leinwand,
und für ihn vier Säulen aus Akazienholz und
überzog sie mit Gold, und ihre Nägel waren aus Gold,
und er goß dazu vier silberne Füße.
Und er machte eine Decke für den Eingang des Zeltes
aus blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner
Leinwand, in Buntwirkerarbeit,
und dazu fünf Säulen mit ihren Nägeln und
überzog ihre Köpfe und Ringbänder mit Gold und
machte fünf Füße aus Kupfer daran.
Die Bundeslade
Kapitel 37
Und Bezalel machte die Lade aus Akazienholz, zwei und eine
halbe Elle lang, anderthalb Ellen breit und ebenso hoch,
und überzog sie mit feinem Golde innen und außen
und machte ihr einen goldenen Kranz ringsherum.
Und er goß vier goldene Ringe für ihre vier
Ecken, für jede Seite zwei,
und machte Stangen aus Akazienholz und überzog sie
mit Gold
und tat sie in die Ringe an den Seiten der Lade, so daß
man sie tragen konnte.
Und er machte den Gnadenthron aus feinem Golde, zwei und
eine halbe Elle lang und anderthalb Ellen breit,
und zwei Cherubim aus getriebenem Golde an die beiden
Enden des Gnadenthrones,
einen Cherub an diesem, den andern an jenem Ende.
Und die Cherubim breiteten ihre Flügel nach oben aus
und bedeckten damit den Gnadenthron, und sie standen Antlitz
gegen Antlitz und sahen auf den Gnadenthron.
Der Tisch für die Schaubrote
Und er machte den Tisch aus Akazienholz, zwei Ellen lang,
eine Elle breit und anderthalb Ellen hoch,
und überzog ihn mit feinem Golde und machte ihm einen
goldenen Kranz ringsherum
und machte ihm eine Leiste ringsherum, eine Handbreit
hoch, und einen goldenen Kranz um die Leiste.
Und er goß für ihn vier goldene Ringe und
befestigte sie an den vier Ecken an seinen vier Füßen,
dicht unter der Leiste, daß man die Stangen
hineintun und den Tisch tragen könnte.
Und er machte die Stangen aus Akazienholz und überzog
sie mit Gold, daß man den Tisch damit trüge.
Und er machte auch aus feinem Golde das Gerät für
den Tisch: Schüsseln und Schalen, Kannen und Becher, in
denen man das Trankopfer darbringen sollte.
Der Leuchter
Und er machte den Leuchter aus feinem, getriebenem Golde.
Daran waren der Fuß und der Schaft, Kelche und Knäufe
und Blumen.
Sechs Arme gingen von seinen Seiten aus, nach jeder Seite
drei Arme.
Drei Kelche waren an jedem Arm mit Knäufen und
Blumen.
An dem Leuchter aber waren vier Kelche mit Knäufen
und Blumen,
je ein Knauf unter zwei von den sechs Armen, die von ihm
ausgingen.
Und die Knäufe und Arme waren aus einem Stück
mit ihm, und alles war aus getriebenem, feinem Gold.
Und er machte die sieben Lampen mit ihren Lichtscheren und
Löschnäpfen aus feinem Gold.
Aus einem Zentner feinen Goldes machte er ihn und all sein
Gerät.
Räucheraltar, Salböl und Räucherwerk
Er machte auch den Räucheraltar aus Akazienholz, eine
Elle lang und ebenso breit, viereckig, und zwei Ellen hoch mit
seinen Hörnern
und überzog ihn mit feinem Golde, seine Platte und
seine Wände ringsherum und seine Hörner, und machte ihm
einen Kranz ringsherum von Gold
und zwei goldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten,
daß man Stangen hineintäte und ihn damit trüge.
Und die Stangen machte er aus Akazienholz und überzog
sie mit Gold.
Und er machte das heilige Salböl und das
Räucherwerk aus reiner Spezerei nach der Kunst des
Salbenbereiters.
Der Brandopferaltar und das kupferne Becken
Kapitel 38
Und er machte den Brandopferaltar aus Akazienholz, fünf
Ellen lang und ebenso breit, viereckig, und drei Ellen hoch,
und vier Hörner, die mit ihm verbunden waren, auf
seinen vier Ecken und überzog ihn mit Kupfer.
Und er machte alle Geräte zu dem Altar, Töpfe
für die Asche, Schaufeln, Becken, Gabeln, Kohlenpfannen,
alles aus Kupfer.
Und er machte am Altar ein Gitterwerk aus Kupfer wie ein
Netz ringsherum von untenher bis zur Mitte des Altars
und goß vier Ringe an die vier Enden des kupfernen
Gitters für die Stangen.
Diese machte er aus Akazienholz und überzog sie mit
Kupfer
und tat sie in die Ringe an den Seiten des Altars, daß
man ihn damit trüge. Und er machte ihn so, daß er
inwendig hohl war.
Und er machte das Becken aus Kupfer und sein
Gestell auch aus Kupfer von den Spiegeln der Frauen, die vor der
Tür der Stiftshütte Dienst taten.
Der Vorhof
Und er machte den Vorhof: nach Süden Behänge,
hundert Ellen lang, von gezwirnter feiner Leinwand,
mit zwanzig Säulen und zwanzig Füßen aus
Kupfer, aber ihre Nägel und Ringbänder aus Silber;
desgleichen nach Norden, hundert Ellen lang mit zwanzig
Säulen und zwanzig Füßen aus Kupfer, aber ihre
Nägel und Ringbänder aus Silber;
nach Westen aber fünfzig Ellen lang mit zehn Säulen
und zehn Füßen, aber ihre Nägel und Ringbänder
aus Silber;
nach Osten auch fünfzig Ellen;
fünfzehn Ellen auf einer Seite mit drei Säulen
und drei Füßen
und auf der andern Seite auch fünfzehn Ellen mit drei
Säulen und drei Füßen, zu beiden Seiten des Tors
am Vorhof.
Alle Behänge des Vorhofs waren von gezwirnter feiner
Leinwand
und die Füße der Säulen aus Kupfer und
ihre Nägel aus Silber, und ihre Köpfe waren überzogen
mit Silber, und ihre Ringbänder waren silbern an allen
Säulen des Vorhofs.
Und die Decke für das Tor des Vorhofs machte er in
Buntwirkerarbeit aus blauem und rotem Purpur, Scharlach und
gezwirnter feiner Leinwand, zwanzig Ellen lang und fünf
Ellen hoch, nach dem Maß der Behänge des Vorhofs,
dazu vier Säulen und vier Füße aus Kupfer
und ihre Nägel aus Silber und ihre Köpfe und ihre
Ringbänder, überzogen mit Silber.
Und alle Zeltpflöcke der Wohnung und des Vorhofs
ringsherum waren aus Kupfer.
Die Aufwendungen für das Heiligtum
Dies ist die Summe der Aufwendungen für die Wohnung
des Gesetzes, die nach dem Gebot des Mose errechnet wurde von den
Leviten unter der Leitung Ithamars, des Sohnes Aarons, des
Priesters.
Bezalel aber, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamme
Juda, hatte alles gemacht, was der HERR dem Mose geboten hatte,
und mit ihm Oholiab, der Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan,
ein Schmied, Schnitzer, Kunstweber und Buntwirker in blauem und
rotem Purpur, Scharlach und feiner Leinwand.
Alles Gold, das verarbeitet ist zu diesem ganzen Werk des
Heiligtums und das als Gabe gespendet war, beträgt 29
Zentner 730 Lot nach dem Gewicht des Heiligtums.
Das Silber aber, das die Zählung der Gemeinde
erbrachte, betrug 100 Zentner 1775 Lot nach dem Gewicht des
Heiligtums,
auf den Kopf ein halbes Lot nach dem Gewicht des
Heiligtums von allen, die gezählt wurden von zwanzig Jahren
an und darüber, 603 550 Mann.
Aus den hundert Zentnern Silber goß man die Füße
der Bretter und die Füße des Vorhangs, hundert Füße
aus hundert Zentnern, je einen Zentner für einen Fuß.
Und aus den 1775 Lot wurden die Nägel der Säulen
gemacht und ihre Köpfe und ihre Ringbänder überzogen.
Das Kupfer aber, das gespendet war, betrug 70 Zentner 2400
Lot.
Daraus wurden gemacht die Füße an der Tür
der Stiftshütte und der Altar und das Gitterwerk daran und
alle Geräte des Altars,
dazu die Füße des Vorhofs ringsherum und die
Füße des Tors am Vorhof, alle Zeltpflöcke der
Wohnung und alle Zeltpflöcke des Vorhofs ringsherum.
Die Kleidung der Priester
Kapitel 39
Und aus dem blauen und roten Purpur und dem Scharlach
machten sie Amtskleider zum Dienst im Heiligtum, und sie machten
die heiligen Kleider für Aaron, wie der HERR es Mose geboten
hatte.
Und sie machten den Priesterschurz aus Gold, blauem und
rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand.
Und sie schlugen Goldplatten und schnitten sie zu Fäden,
daß man sie in Kunstwirkerarbeit unter den blauen und roten
Purpur, den Scharlach und die feine Leinwand einweben konnte.
Schulterteile machten sie, die an den Schurz angefügt
wurden, und an seinen beiden Enden wurde er zusammengebunden.
Und seine Binde war von derselben Arbeit, aus einem Stück
mit ihm, aus Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und
gezwirnter feiner Leinwand, wie der HERR es Mose geboten hatte.
Und sie faßten zwei Onyxsteine ringsherum mit
Gold ein und gruben darauf ein nach der Weise der Siegelstecher
die Namen der Söhne Israels.
Und er heftete sie auf die Schulterteile des Schurzes, daß
es Steine seien zum gnädigen Gedenken an die Kinder Israel
vor dem HERRN, wie der HERR es Mose geboten hatte.
Und sie machten die Brusttasche, kunstreich gewirkt
wie der Priesterschurz, aus Gold, blauem und rotem Purpur,
Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand,
daß sie viereckig war und doppelt gelegt, eine
Spanne lang und ebenso breit,
und besetzten sie mit vier Reihen Steinen: die erste Reihe
war ein Sarder, ein Topas und ein Smaragd,
die andere ein Rubin, ein Saphir und ein Diamant,
die dritte ein Lynkurer, ein Achat und ein Amethyst,
die vierte ein Türkis, ein Onyx und ein Jaspis,
ringsherum eingefaßt mit Gold in allen Reihen.
Und die Steine trugen die zwölf Namen der Söhne
Israels, eingegraben in Siegelstecherarbeit, so daß auf
einem jeden ein Name stand nach den zwölf Stämmen.
Und sie machten an der Tasche Ketten wie gedrehte Schnüre,
aus feinem Golde,
und zwei Goldgeflechte und zwei goldene Ringe und hefteten
die beiden Ringe an die beiden oberen Ecken der Tasche.
Und die beiden goldenen Ketten taten sie in die beiden
Ringe an den Ecken der Tasche.
Aber die beiden andern Enden der Ketten taten sie an die
beiden Goldgeflechte und hefteten sie vorne auf die Schulterteile
des Schurzes.
Und sie machten zwei andere goldene Ringe und hefteten sie
an die beiden andern Ecken der Tasche an ihren Rand innen zum
Schurz hin;
und sie machten zwei andere goldene Ringe, die taten sie
unten an die beiden Schulterteile vorn am Schurz, wo er
zusammengeht, oben über der Binde des Schurzes
und knüpften die Tasche mit ihren Ringen an die Ringe
des Schurzes mit einer Schnur aus blauem Purpur, daß sie
über der Binde des Schurzes anliege und sich nicht von dem
Schurz losmache, wie der HERR es Mose geboten hatte.
Und dazu machte er das Obergewand zum
Priesterschurz, gewirkt, ganz aus blauem Purpur,
und seine Öffnung oben in der Mitte und eine Borte um
die Öffnung herum wie bei einem Panzerhemd, daß sie
nicht einreiße.
Und sie machten an seinen Saum Granatäpfel aus blauem
und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand
und machten Schellen aus feinem Golde; die taten sie
zwischen die Granatäpfel ringsherum am Saum des
Obergewandes,
je einen Granatapfel und eine Schelle ringsherum am Saum,
für den Dienst, wie der HERR es Mose geboten hatte.
Und sie machten auch die Untergewänder aus feiner
Leinwand, gewebt, für Aaron und seine Söhne,
und den Kopfbund aus feiner Leinwand und die hohen Mützen
aus feiner Leinwand und Beinkleider aus gezwirnter feiner
Leinwand
und den Gürtel in Buntwirkerarbeit aus gezwirnter
feiner Leinwand, blauem und rotem Purpur und Scharlach, wie der
HERR es Mose geboten hatte.
Sie machten auch das Stirnblatt, den heiligen
Kronreif, aus feinem Gold und gruben als Schrift ein: «Heilig
dem HERRN».
Und sie banden eine Schnur aus blauem Purpur daran, daß
sie an dem Kopfbund oben angeheftet würde, wie der HERR es
Mose geboten hatte.
Mose prüft die vollendeten Arbeiten
Also wurde vollendet das ganze Werk der Wohnung der
Stiftshütte. Und die Kinder Israel taten alles, was der HERR
dem Mose geboten hatte.
Und sie brachten die Wohnung zu Mose: das Zelt und alle
seine Geräte, Haken, Bretter, Riegel, Säulen, Füße,
die Decke von rotgefärbten Widderfellen, die Decke
von Dachsfellen und den Vorhang,
die Lade mit dem Gesetz samt ihren Stangen, den
Gnadenthron,
den Tisch und alle seine Geräte und die Schaubrote,
den Leuchter aus feinem Gold mit den Lampen zum Aufsetzen
und all seinem Gerät und das Öl für den Leuchter,
den goldenen Altar und das Salböl und das
wohlriechende Räucherwerk, die Decke für den Eingang
des Zeltes,
den kupfernen Altar und sein kupfernes Gitter mit seinen
Stangen und seinem ganzen Gerät, das Becken mit seinem
Gestell,
die Behänge des Vorhofs mit seinen Säulen und
Füßen, die Decke vor dem Tor des Vorhofs mit seinen
Seilen und Zeltpflöcken und alles Gerät zum Dienst der
Wohnung der Stiftshütte,
die Amtskleider des Priesters Aaron für den Dienst im
Heiligtum und die Kleider seiner Söhne für den
priesterlichen Dienst.
Ganz so, wie der HERR es Mose geboten hatte, hatten die
Kinder Israel alle Arbeiten ausgeführt.
Und Mose sah dies ganze Werk an, und siehe, sie hatten es
gemacht, wie der HERR geboten hatte. Und er segnete sie.
Aufrichtung und Einweihung der Stiftshütte
Kapitel 40
Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Du sollst die Wohnung der Stiftshütte aufrichten am
ersten Tage des ersten Monats.
Und du sollst die Lade mit dem Gesetz hineinstellen und
vor die Lade den Vorhang hängen;
und du sollst den Tisch hineinbringen und die Schaubrote
auflegen und den Leuchter hineinstellen und die Lampen darauf
setzen;
und du sollst den goldenen Räucheraltar vor die Lade
mit dem Gesetz stellen und die Decke in der Tür der Wohnung
aufhängen.
Den Brandopferaltar aber sollst du außen vor die Tür
der Wohnung der Stiftshütte setzen
und das Becken zwischen die Stiftshütte und den Altar
und Wasser hineintun
und den Vorhof ringsherum herstellen und die Decke in der
Tür des Vorhofs aufhängen.
Und du sollst das Salböl nehmen und die Wohnung und
alles, was darin ist, salben und sollst sie weihen mit ihrem
ganzen Gerät, daß sie heilig sei.
Und du sollst den Brandopferaltar salben mit seinem ganzen
Gerät und weihen, daß er hochheilig sei.
Und du sollst auch das Becken und sein Gestell salben und
weihen.
Und du sollst Aaron und seine Söhne vor die Tür
der Stiftshütte treten lassen und sie mit Wasser waschen
und Aaron die heiligen Kleider anziehen und ihn salben und
weihen, daß er mein Priester sei;
und du sollst seine Söhne auch herzuführen und
ihnen die Untergewänder anziehen
und sie salben, wie du ihren Vater gesalbt hast, daß
sie meine Priester seien. Und diese Salbung sollen sie haben zum
ewigen Priestertum von Geschlecht zu Geschlecht.
Und Mose tat alles, wie ihm der HERR geboten hatte.
Also wurde die Wohnung aufgerichtet im zweiten Jahr
am ersten Tage des ersten Monats.
Und Mose richtete die Wohnung auf und setzte ihre Füße
hin und stellte die Bretter darauf und brachte die Riegel an und
richtete die Säulen auf
und breitete das Zeltdach aus über der Wohnung und
legte die Decke des Zeltes obendarauf, wie der HERR ihm geboten
hatte.
Und er nahm das Gesetz und legte es in die Lade und
tat die Stangen an die Lade und setzte den Gnadenthron oben auf
die Lade
und brachte die Lade in die Wohnung und hängte den
Vorhang auf und verhüllte so die Lade des Gesetzes, wie ihm
der HERR geboten hatte,
und setzte den Tisch in die Stiftshütte an die Seite
der Wohnung nach Norden, außen vor dem Vorhang,
und legte die Schaubrote auf vor dem HERRN, wie ihm der
HERR geboten hatte,
und setzte den Leuchter auch hinein gegenüber dem
Tisch an die Seite der Wohnung nach Süden
und setzte die Lampen auf vor dem HERRN, wie ihm der HERR
geboten hatte.
Und er setzte den goldenen Altar hinein vor den Vorhang
und räucherte darauf mit wohlriechendem Räucherwerk,
wie ihm der HERR geboten hatte,
und hängte die Decke in die Tür der Wohnung.
Und den Brandopferaltar setzte er vor die Tür
der Wohnung der Stiftshütte und opferte darauf Brandopfer
und Speisopfer, wie ihm der HERR geboten hatte.
Und das Becken setzte er zwischen die Stiftshütte und
den Altar und tat Wasser hinein zum Waschen.
Und Mose, Aaron und seine Söhne wuschen ihre Hände
und Füße darin.
Denn sie müssen sich waschen, wenn sie in die
Stiftshütte gehen oder hinzutreten zum Altar, wie der HERR
es Mose geboten hatte.
Und er richtete den Vorhof auf rings um die Wohnung und um
den Altar und hängte die Decke in das Tor des Vorhofs. Also
vollendete Mose das ganze Werk.
Der Herr bekennt sich zu seinem Heiligtum
Da bedeckte die Wolke die Stiftshütte, und die
Herrlichkeit des HERRN erfüllte die Wohnung.
Und Mose konnte nicht in die Stiftshütte hineingehen,
weil die Wolke darauf ruhte und die Herrlichkeit des HERRN die
Wohnung erfüllte.
Und immer, wenn die Wolke sich erhob von der Wohnung,
brachen die Kinder Israel auf, solange ihre Wanderung währte.
Wenn sich aber die Wolke nicht erhob, so zogen sie nicht
weiter bis zu dem Tag, an dem sie sich erhob.
Denn die Wolke des HERRN war bei Tage über der
Wohnung, und bei Nacht ward sie voll Feuers vor den Augen des
ganzen Hauses Israel, solange die Wanderung währte.
3.
Mose 1-14
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