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DIE BIBEL
Heilige
Schrift
DAS BUCH
NEHEMIA
Kapitel 1 -
13
Nehemias Trauer um Jerusalem und sein Gebet
Kapitel 1
Dies ist die Geschichte Nehemias, des Sohnes Hachaljas.
Es geschah im Monat Kislew des zwanzigsten Jahres*, als
ich in der Festung Susa war,
*Gemeint ist das zwanzigste Jahr des
Königs Artaxerxes, d. i. 445 v. Christus.
da kam Hanani, einer meiner Brüder, mit einigen
Männern aus Juda. Und ich fragte sie, wie es den Juden
ginge, den Entronnenen, die aus der Gefangenschaft zurückgekehrt
waren, und wie es Jerusalem ginge.
Und sie sprachen zu mir: Die Entronnenen, die
zurückgekehrt sind aus der Gefangenschaft, sind dort im
Lande in großem Unglück und in Schmach; die Mauern
Jerusalems liegen zerbrochen, und seine Tore sind mit Feuer
verbrannt.
Als ich aber diese Worte hörte, setzte ich mich
nieder und weinte und trug Leid tagelang und fastete und betete
vor dem Gott des Himmels
und sprach: Ach, HERR, Gott des Himmels, du großer
und furchtbarer Gott, der da hält den Bund und die Treue
denen, die ihn lieben und seine Gebote halten!
Laß doch deine Ohren aufmerken und deine Augen offen
sein, daß du das Gebet deines Knechtes hörst, das ich
jetzt vor dir bete Tag und Nacht für die Kinder Israel,
deine Knechte, und bekenne die Sünden der Kinder Israel, die
wir an dir getan haben; und ich und meines Vaters Haus haben auch
gesündigt.
Wir haben übel an dir getan, daß wir nicht
gehalten haben die Gebote, Befehle und Rechte, die du geboten
hast deinem Knecht Mose.
Gedenke aber doch des Wortes, das du deinem Knecht Mose
gebotest und sprachst: Wenn ihr mir die Treue brecht, so will ich
euch unter die Völker zerstreuen.
Wenn ihr euch aber zu mir bekehrt und meine Gebote haltet
und sie tut, so will ich, auch wenn ihr versprengt wäret bis
an des Himmels Ende, euch doch von da sammeln und will euch
bringen an den Ort, den ich erwählt habe, damit mein Name
dort wohne.
Sie sind ja doch deine Knechte und dein Volk, das du
erlöst hast durch deine große Kraft und deine mächtige
Hand.
Ach, Herr, laß deine Ohren aufmerken auf das Gebet
deines Knechtes und auf das Gebet deiner Knechte, die von Herzen
deinen Namen fürchten. Und laß es deinem Knecht heute
gelingen und gib ihm Gnade vor diesem Mann! - Denn ich war des
Königs Mundschenk.
Nehemia erlangt vom König die Erlaubnis, nach Jerusalem
zu reisen
Kapitel 2
Im Monat Nisan des zwanzigsten Jahres des Königs
Arthahsastha, als Wein vor ihm stand, nahm ich den Wein und gab
ihn dem König, und ich stand traurig vor ihm.
Da sprach der König zu mir: Warum siehst du so
traurig drein? Du bist doch nicht krank? Das ist's nicht, sondern
sicher bedrückt dich etwas. Ich aber fürchtete mich
sehr
und sprach zum König: Der König lebe ewig!
Sollte ich nicht traurig dreinsehen? Die Stadt, in der meine
Väter begraben sind, liegt wüst, und ihre Tore sind vom
Feuer verzehrt.
Da sprach der König zu mir: Was begehrst du denn? Da
betete ich zu dem Gott des Himmels
und sprach zum König: Gefällt es dem König
und hat dein Knecht Gnade gefunden vor dir, so wollest du mich
nach Juda reisen lassen, in die Stadt, wo meine Väter
begraben sind, damit ich sie wieder aufbaue.
Und der König sprach zu mir, während die Königin
neben ihm saß: Wie lange wird deine Reise dauern, und wann
wirst du wiederkommen? Und als es dem König gefiel, mich
reisen zu lassen, nannte ich ihm eine bestimmte Zeit
und sprach zum König: Gefällt es dem König,
so gebe man mir Briefe an die Statthalter jenseits des Euphrat,
damit sie mir Geleit geben, bis ich nach Juda komme,
und auch Briefe an Asaph, den obersten Aufseher über
die Wälder des Königs, damit er mir Holz gebe zu Balken
für die Pforten der Burg beim Tempel und für die
Stadtmauer und für das Haus, in das ich einziehen soll. Und
der König gab sie mir, weil die gnädige Hand meines
Gottes über mir war.
Und als ich zu den Statthaltern jenseits des Euphrat kam,
gab ich ihnen die Briefe des Königs. Der König hatte
aber Hauptleute und Reiter mit mir gesandt.
Als das hörten Sanballat, der Horoniter, und Tobia,
der ammonitische Knecht, verdroß es sie sehr, daß
einer gekommen war, der für die Kinder Israel Gutes suchte.
Nehemia untersucht den Zustand der Mauern Jerusalems
Und als ich nach Jerusalem kam und drei Tage da gewesen
war,
machte ich mich in der Nacht auf und wenige Männer
mit mir; denn ich hatte keinem Menschen gesagt, was mir mein Gott
eingegeben hatte, für Jerusalem zu tun; und es war kein Tier
bei mir außer dem, auf dem ich ritt.
Und ich ritt zum Taltor hinaus bei Nacht und am
Drachenquell vorbei und an das Misttor und forschte genau, wo die
Mauern Jerusalems eingerissen waren und die Tore vom Feuer
verzehrt.
Und ich ritt hinüber zu dem Quelltor und zu des
Königs Teich, und es war da kein Raum, daß mein Tier
mit mir weiterkommen konnte.
Da stieg ich bei Nacht das Bachtal hinauf und achtete
genau auf die Mauern und kehrte um und kam durch das Taltor
wieder heim.
Und die Ratsherren wußten nicht, wohin ich gegangen
war und was ich gemacht hatte; denn ich hatte bis dahin den
Juden, nämlich den Priestern, den Vornehmen und den
Ratsherren und den andern, die am Werk arbeiten sollten, nichts
gesagt.
Und ich sprach zu ihnen: Ihr seht das Unglück, in dem
wir sind, daß Jerusalem wüst liegt und seine Tore mit
Feuer verbrannt sind. Kommt, laßt uns die Mauern Jerusalems
wieder aufbauen, damit wir nicht weiter ein Gespött seien!
Und ich sagte ihnen, wie gnädig die Hand meines
Gottes über mir gewesen war, dazu auch die Worte des Königs,
die er mir gesagt hatte. Und sie sprachen: Auf, laßt uns
bauen! Und sie nahmen das gute Werk in die Hand.
Als das aber Sanballat, der Horoniter, und Tobia,
der ammonitische Knecht, und Geschem, der Araber, hörten,
verspotteten und verhöhnten sie uns und sprachen: Was ist
das, was ihr da macht? Wollt ihr von dem König abfallen?
Da antwortete ich ihnen: Der Gott des Himmels wird es uns
gelingen lassen; denn wir, seine Knechte, haben uns aufgemacht
und bauen wieder auf. Für euch gibt es keinen Anteil, kein
Anrecht noch Gedenken in Jerusalem.
Der Bau der Stadtmauer und die Liste der Bauleute
Kapitel 3
Und Eljaschib, der Hohepriester, machte sich mit seinen
Brüdern, den Priestern, auf, und sie bauten das Schaftor.
Sie deckten es und setzten seine Türen ein. Sie bauten aber
weiter bis an den Turm Mea und bis an den Turm Hananel.
Neben ihnen bauten die Männer von Jericho. Und
daneben baute Sakkur, der Sohn Imris.
Aber das Fischtor bauten die Söhne Senaa; die deckten
es und setzten seine Türen ein, seine Schlösser und
Riegel.
Neben ihnen baute Meremoth, der Sohn Urias, des Sohnes des
Hakkoz. Neben ihm baute Meschullam, der Sohn Berechjas, des
Sohnes Meschesabels. Neben ihm baute Zadok, der Sohn Baanas.
Neben ihm bauten die Leute von Thekoa, aber ihre Vornehmen
beugten ihren Nacken nicht zum Dienst für ihre Herren.
Das alte Tor bauten Jojada, der Sohn Paseachs, und
Meschullam, der Sohn Besodjas; sie deckten es und setzten seine
Türen ein, seine Schlösser und Riegel.
Neben ihnen bauten Melatja von Gibeon und Jadon von
Meronoth, die Männer von Gibeon und von Mizpa, die unter die
Herrschaft des Statthalters jenseits des Euphrat gehörten.
Daneben baute Usiël,
der Sohn Harhajas, der Goldschmied. Neben ihm baute Hananja, der
zu den Salbenbereitern gehört. Sie bauten in Jerusalem bis
an die breite Mauer.
Neben ihnen baute Rephaja, der Sohn Hurs, der Vorsteher
des halben Bezirkes von Jerusalem.
Neben ihm baute Jedaja, der Sohn Harumaphs, gegenüber
seinem Hause. Neben ihm baute Hattusch, der Sohn Haschabnejas.
Aber Malkia, der Sohn Harims, und Haschub, der Sohn
Pahath-Moabs, bauten ein weiteres Stück bis zum Ofenturm.
Daneben baute Schallum, der Sohn des Hallohesch, der
Vorsteher des andern halben Bezirkes von Jerusalem, er und seine
Töchter.
Das Taltor bauten Hanun und die Bürger von Sanoach;
sie bauten es und setzten seine Türen ein, seine Schlösser
und Riegel – und tausend Ellen an der Mauer bis an das
Misttor.
Das Misttor aber baute Malkia, der Sohn Rechabs, der
Vorsteher des Bezirkes von Beth-Kerem; er baute es und setzte
seine Türen ein, seine Schlösser und Riegel.
Aber das Quelltor baute Schallun, der Sohn Kolhoses, der
Vorsteher des Bezirkes von Mizpa; er baute es und deckte es und
setzte seine Türen ein, seine Schlösser und Riegel,
dazu die Mauer am Teich der Wasserleitung bei dem Garten des
Königs bis an die Stufen, die von der Stadt Davids
hinabführen.
Nach ihm baute Nehemia, der Sohn Asbuks, der Vorsteher des
halben Bezirkes von Beth-Zur, bis gegenüber den Gräbern
Davids und bis an den Teich, den man angelegt hatte, und bis an
das Haus der Kriegsleute.
Nach ihm bauten die Leviten: Rehum, der Sohn Banis. Neben
ihm baute Haschabja, der Vorsteher des halben Bezirkes von
Kegila, für seinen Bezirk.
Nach ihm bauten ihre Brüder, unter Binnui, dem Sohn
Henadads, dem Vorsteher des andern halben Bezirkes von Kegila.
Neben ihm baute Eser, der Sohn Jeschuas, der Vorsteher von
Mizpa, ein weiteres Stück an dem Winkel gegenüber dem
Aufgang zum Zeughaus.
Nach ihm zum Berge hin baute Baruch, der Sohn Sabbais, ein
weiteres Stück vom Winkel bis an die Haustür
Eljaschibs, des Hohenpriesters.
Nach ihm baute Meremoth, der Sohn Urias, des Sohnes des
Hakkoz, ein weiteres Stück von der Haustür Eljaschibs
bis an das Ende des Hauses Eljaschibs.
Nach ihm bauten die Priester, die Männer aus der
Gegend am Jordan.
Nach ihnen bauten Benjamin und Haschub, gegenüber
ihrem Hause. Nach ihnen baute Asarja, der Sohn Maasejas, des
Sohnes Ananjas, neben seinem Hause.
Nach ihm baute Binnui, der Sohn Henadads, ein weiteres
Stück vom Hause Asarjas bis an den Winkel und bis an die
Ecke.
Palal, der Sohn Usais, baute gegenüber dem Winkel und
dem oberen Turm, der vom Königshause hervortritt bei dem
Wachthof. Nach ihm baute Pedaja, der Sohn des Parosch,
b* bis gegenüber dem Wassertor im Osten und dem Turm,
der hervortritt.
*Der Zusammenhang erfordert die hier
vorgenommene Umstellung des halben Verses.
Nach ihm bauten die Leute von Thekoa ein weiteres Stück
gegenüber dem großen Turm, der hervortritt, und bis an
die Mauer des Ophel.
a* Am Ophel wohnten die Tempelsklaven.
Aber oberhalb des Roßtors bauten die Priester, ein
jeder gegenüber seinem Hause.
Nach ihnen baute Zadok, der Sohn Immers, gegenüber
seinem Hause. Nach ihm baute Schemaja, der Sohn Schechanjas, der
Torhüter des Osttors.
Nach ihm bauten Hananja, der Sohn Schelemjas, und Hanun,
der sechste Sohn Zalaphs, ein weiteres Stück. Nach ihnen
baute Meschullam, der Sohn Berechjas, gegenüber seiner
Kammer.
Nach ihm baute Malkia, der zu den Goldschmieden gehört,
bis an das Haus der Tempelsklaven und der Händler gegenüber
dem Wachttor und bis an das Obergemach an der Mauerecke.
Und zwischen dem Obergemach an der Ecke und dem Schaftor
bauten die Goldschmiede und die Händler.
Maßnahmen zum Schutz des Mauerbaus
° Als aber Sanballat hörte, daß wir die
Mauer bauten, wurde er zornig und sehr entrüstet und
spottete über die Juden
und sprach vor seinen Brüdern und den Kriegsleuten in
Samaria: Was machen die ohnmächtigen Juden? Wird man sie
gewähren lassen? Werden sie es mit Opfern einweihen? Werden
sie es in diesen Tagen schon vollenden? Werden sie aus den
Schutthaufen die Steine lebendig machen, die doch verbrannt sind?
Aber Tobia, der Ammoniter, stand neben ihm und sprach: Laß
sie nur bauen; wenn ein Fuchs auf ihre steinerne Mauer
hinaufspringt, reißt er sie ein.
Höre, unser Gott, wie verachtet sind wir! Laß
ihren Hohn auf ihren Kopf kommen, daß du sie der Plünderung
preisgibst in einem Land, in das man sie gefangen führt!
Decke ihre Missetat nicht zu, und ihre Sünde tilge
nicht vor dir; denn sie haben die Bauleute gelästert! -
Aber wir bauten die Mauer und schlossen sie bis zur halben
Höhe. Und das Volk gewann neuen Mut zu arbeiten.
Kapitel 4
° Als aber Sanballat und Tobia und die Araber
und Ammoniter und Asdoditer hörten, daß die Mauern
Jerusalems ausgebessert wurden, weil die Lücken angefangen
hatten sich zu schließen, wurden sie sehr zornig
und verschworen sich alle miteinander hinzuziehen, um
gegen Jerusalem zu streiten und bei uns Verwirrung anzurichten.
Wir aber beteten zu unserm Gott und stellten gegen sie Tag
und Nacht Wachen auf zum Schutz vor ihnen.
Und das Volk von Juda sprach: Die Kraft der Träger
ist zu schwach, und der Schutt ist zu viel; wir können an
der Mauer nicht weiterbauen.
Unsere Widersacher aber dachten: Sie sollen's nicht
erfahren noch sehen, bis wir mitten unter sie kommen und sie
töten und dem Werk ein Ende machen.
Als nun die Juden, die nahe bei ihnen wohnten,
kamen und uns wohl zehnmal sagten: Aus allen Orten, wo sie um uns
wohnen, ziehen sie gegen uns heran, -
da stellte man sich auf unten hinter der Mauer an den
offenen Stellen, und ich ließ das Volk antreten nach seinen
Geschlechtern mit Schwertern, Spießen und Bogen.
Und als ich ihre Furcht sah, machte ich mich auf und
sprach zu den Vornehmen und Ratsherren und dem übrigen Volk:
Fürchtet euch nicht vor ihnen; gedenket an den Herrn, der
groß und furchtbar ist, und streitet für eure Brüder,
Söhne, Töchter, Frauen und Häuser!
Als aber unsere Feinde hörten, daß es
uns kundgeworden war, und Gott so ihren Rat zunichte gemacht
hatte, kehrten wir alle wieder zur Mauer zurück, ein jeder
zu seiner Arbeit.
Und es geschah hinfort, daß die Hälfte meiner
Leute am Bau arbeitete, die andere Hälfte aber hielt Spieße,
Schilde, Bogen und Panzer bereit und stand hinter dem ganzen
Hause Juda,
das an der Mauer baute. Die da Lasten trugen, arbeiteten
so: mit der einen Hand taten sie die Arbeit, und mit der andern
hielten sie die Waffe.
Und ein jeder, der baute, hatte sein Schwert um die Lenden
gegürtet und baute so; und der die Posaune zu blasen hatte,
stand neben mir.
Und ich sprach zu den Vornehmen und Ratsherren und
zum übrigen Volk: Das Werk ist groß und weit, und wir
sind auf der Mauer weit verstreut und fern voneinander.
Woher ihr nun die Posaune tönen hört, dorthin
sammelt euch zu uns. Unser Gott wird für uns streiten.
So arbeiteten wir am Bau, während die Hälfte die
Spieße bereit hielt, vom Aufgang der Morgenröte, bis
die Sterne hervorkamen.
Auch sprach ich damals zum Volk: Ein jeder bleibe
mit seinen Leuten über Nacht in Jerusalem, damit wir in der
Nacht für die Wache Leute haben und am Tage für die
Arbeit.
Aber ich und meine Brüder und meine Leute und die
Wache, die mir folgte, wir zogen unsere Kleider nicht aus; ein
jeder hatte seinen Spieß zur Rechten.
Nehemia beseitigt die Beschwerden der Armen
Kapitel 5
Und es erhob sich ein großes Geschrei der Leute aus
dem Volk und ihrer Frauen gegen ihre jüdischen Brüder.
Die einen sprachen: Unsere Söhne und Töchter
müssen wir verpfänden, um Getreide zu kaufen, damit wir
essen und leben können.
Die andern sprachen: Unsere Äcker, Weinberge und
Häuser müssen wir versetzen, damit wir Getreide kaufen
können in dieser Hungerzeit.
Und wieder andere sprachen: Wir haben auf unsere Äcker
und Weinberge Geld aufnehmen müssen, um dem König
Steuern zahlen zu können.
Nun sind wir doch wie unsere Brüder, von gleichem
Fleisch und Blut, und unsere Kinder sind wie ihre Kinder; und
siehe, wir müssen unsere Söhne und Töchter als
Sklaven dienen lassen, und schon sind einige unserer Töchter
erniedrigt worden, und wir können nichts dagegen tun, und
unsere Äcker und Weinberge gehören andern.
Als ich aber ihr Schreien und diese Worte hörte,
wurde ich sehr zornig.
Und ich hielt Rat mit mir selbst und schalt die Vornehmen
und die Ratsherren und sprach zu ihnen: Wollt ihr einer gegen den
andern Wucher treiben? Und ich brachte eine große
Versammlung gegen sie zusammen
und sprach zu ihnen: Wir haben unsere jüdischen
Brüder losgekauft, die den Heiden verkauft waren, soweit es
uns möglich war; wollt ihr nun eure Brüder verkaufen,
damit wir sie wieder zurückkaufen müssen? Da schwiegen
sie und fanden nichts zu antworten.
Und ich sprach: Es ist nicht gut, was ihr tut. Solltet ihr
nicht in der Furcht Gottes wandeln um des Hohnes der Heiden
willen, die ja unsere Feinde sind?
Ich und meine Brüder und meine Leute haben unsern
Brüdern auch Geld geliehen und Getreide; wir wollen ihnen
doch diese Schuld erlassen!
Gebt ihnen noch heute ihre Äcker, Weinberge, Ölgärten
und Häuser zurück und erlaßt ihnen die Schuld an
Geld, Getreide, Wein und Öl, die ihr von ihnen zu fordern
habt.
Da sprachen sie: Wir wollen es zurückgeben und wollen
nichts von ihnen fordern und wollen tun, wie du gesagt hast. Und
ich rief die Priester und nahm einen Eid von ihnen, daß sie
so tun sollten.
Auch schüttelte ich mein Gewand aus und sprach: So
schüttle Gott einen jeden aus seinem Hause und aus seinem
Besitz, der dies Wort nicht hält: so sei er ausgeschüttelt
und leer! Und die ganze Gemeinde sprach: Amen! und lobte den
HERRN. Und das Volk tat so.
Nehemias Uneigennützigkeit
Und von der Zeit an, als mir befohlen wurde, ihr
Statthalter zu sein im Lande Juda, nämlich vom zwanzigsten
Jahr an bis in das zweiunddreißigste Jahr des Königs
Arthahsastha, das sind zwölf Jahre, verzichtete ich für
mich und meine Brüder auf meine Einkünfte als
Statthalter.
Denn die früheren Statthalter, die vor mir gewesen
waren, hatten das Volk belastet und hatten für Brot und Wein
täglich vierzig Silberstücke von ihnen genommen; auch
ihre Leute waren gewalttätig mit dem Volk umgegangen. Ich
aber tat nicht so um der Furcht Gottes willen.
Auch arbeitete ich an der Mauer und kaufte keinen Acker,
und alle meine Leute mußten sich dort zur Arbeit
versammeln.
Dazu waren von den Juden, nämlich den Ratsherren,
hundertfünfzig an meinem Tisch und auch die, die zu uns
kamen aus den Völkern, die um uns her wohnten.
Und dafür gebrauchte man täglich einen Stier und
sechs auserlesene Schafe und Geflügel und jeweils für
zehn Tage eine bestimmte Menge Wein. Dennoch forderte ich nicht
die Einkünfte eines Statthalters; denn der Dienst lag schon
schwer genug auf dem Volk.
Gedenke, mein Gott, zu meinem Besten an alles, was
ich für dies Volk getan habe!
Nehemia begegnet den Nachstellungen seiner Feinde
Kapitel 6
Und als Sanballat, Tobia und Geschem, der Araber, und
unsere andern Feinde erfuhren, daß ich die Mauer gebaut
hätte und keine Lücke mehr darin sei, wiewohl ich die
Türen zu der Zeit noch nicht in die Tore gehängt hatte,
sandten Sanballat und Geschem zu mir und ließen mir
sagen: Komm und laß uns in Kephirim im Tal Ono
zusammenkommen! Sie gedachten mir aber Böses anzutun.
Ich aber sandte Boten zu ihnen und ließ ihnen sagen:
Ich hab ein großes Werk auszurichten, ich kann nicht
hinabkommen; es könnte das Werk liegenbleiben, wenn ich die
Hand abtäte und zu euch hinabkäme.
Sie sandten aber viermal zu mir in dieser Weise, und ich
antwortete ihnen in der gleichen Weise.
Da sandte Sanballat zum fünftenmal seinen Diener zu
mir mit einem offenen Brief in seiner Hand.
Darin war geschrieben: Unter den Leuten geht das Gerücht,
und Geschem hat's gesagt, daß du und die Juden abfallen
wollen, daß du darum auch die Mauer baust, und du wollest
ihr König werden;
und du habest dir Propheten bestellt, die in Jerusalem von
dir ausrufen und sagen sollen: Er ist der König in Juda!
Nun, das wird vor den König kommen. So komm nun und laß
uns miteinander Rat halten!
Ich aber sandte zu ihm und ließ ihm sagen: Es ist
nichts von dem geschehen, was du da sagst; du hast es dir in
deinem Herzen ausgedacht.
Denn sie alle wollten uns furchtsam machen und dachten:
Sie sollen die Hand abtun vom Werk, damit es nicht fertig werde.
Da stärkte ich um so mehr meine Hände.
Und ich kam ins Haus Schemajas, des Sohnes Delajas,
des Sohnes Mehetabels, der gerade behindert war, und er sprach:
Laß uns zusammenkommen im Hause Gottes, im Innern des
Tempels, und die Türen des Tempels zuschließen; denn
sie werden kommen, dich zu töten, in der Nacht werden sie
kommen, damit sie dich töten.
Ich aber sprach: Sollte ein Mann wie ich fliehen? Sollte
ein Mann wie ich in den Tempel gehen, um am Leben zu bleiben? Ich
will nicht hineingehen.
Denn ich merkte, daß nicht Gott ihn gesandt hatte.
Denn er sagte die Weissagung über mich, weil Tobia und
Sanballat ihm Geld gegeben hatten,
damit ich mich fürchten und so handeln und mich
verfehlen sollte, daß ein böses Gerücht aufkäme,
damit sie mich verhöhnen könnten.
Gedenke, mein Gott, des Tobia und Sanballat nach
diesem ihrem Tun, auch der Prophetin Noadja und der andern
Propheten, die mich abschrecken wollten.
Vollendung des Mauerbaus
Und die Mauer wurde am fünfundzwanzigsten Tage des
Monats Elul in zweiundfünfzig Tagen fertig.
Und als alle unsere Feinde das hörten, fürchteten
sich alle Völker, die um uns her wohnten, und der Mut
entfiel ihnen; denn sie merkten, daß dies Werk von Gott
war.
Auch sandten viele Vornehme aus Juda in jenen Tagen Briefe
an Tobia, und von Tobia kamen Briefe zu ihnen.
Es gab nämlich viele in Juda, die sich ihm
verschworen hatten; denn er war ein Schwiegersohn Schechanjas,
des Sohnes Arachs, und sein Sohn Johanan hatte zur Frau die
Tochter Meschullams, des Sohnes Berechjas.
Und sie sagten vor mir Gutes von ihm und trugen ihm meine
Worte zu. Da sandte Tobia Briefe, um mich abzuschrecken.
Sicherung der Stadt
Kapitel 7
Als wir nun die Mauer gebaut hatten, hängte ich die
Türen ein, und es wurden die Torhüter, Sänger und
Leviten eingesetzt.
Und ich setzte über Jerusalem meinen Bruder Hanani
und den Burgvogt Hananja, der ein treuer Mann war und
gottesfürchtig vor vielen andern.
Und ich sprach zu ihnen: Man soll die Tore Jerusalems
nicht auftun, ehe die Sonne heiß scheint; und während
sie noch am Himmel steht, soll man die Tore schließen und
verriegeln. Und man soll Wachen aufstellen aus den Bürgern
Jerusalems, die einen bei ihrer Wachmannschaft, die andern ihrem
Hause gegenüber.
Verzeichnis der aus Babel Zurückgekehrten
Die Stadt aber war weit und groß, aber wenig Volk
darinnen, und Häuser waren noch nicht wieder gebaut.
Und mein Gott gab mir ins Herz, daß ich die
Vornehmen und die Ratsherren und das Volk versammelte, um sie
aufzuzeichnen nach Geschlechtern. Und ich fand das
Geschlechtsregister derer, die zuerst heimgekehrt waren, und fand
darin geschrieben:
Dies sind die Leute der Landschaft Juda, die aus der
Gefangenschaft heraufgezogen sind, die Nebukadnezar, der König
von Babel, weggeführt hatte, und die wieder nach Jerusalem
und nach Juda zurückkehrten, ein jeder in seine Stadt,
und die gekommen sind mit Serubabel, Jeschua, Nehemia,
Asarja, Raamja, Nahamani, Mardochai, Bilschan, Mispereth,
Bigewai, Nehum und Baana. Dies ist die Zahl der Männer vom
Volk Israel:
die Söhne Parosch 2172;
die Söhne Schephatja 372;
die Söhne Arach 652;
die Söhne Pahath-Moab, nämlich die Söhne
Jeschua und die Söhne Joab, 2818;
die Söhne Elam 1254;
die Söhne Sattu 845;
die Söhne Sakkai 760;
die Söhne Binnui 648;
die Söhne Bebai 628;
die Söhne Asgad 2322;
die Söhne Adonikam 667;
die Söhne Bigewai 2067;
die Söhne Adin 655;
die Söhne Ater, nämlich die Söhne Hiskia,
98;
die Söhne Haschum 328;
die Söhne Bezai 324;
die Söhne Hariph 112;
die Männer von Gibeon 95;
die Männer von Bethlehem und Netopha 188;
die Männer von Anathoth 128;
die Männer von Beth-Asmaweth 42;
die Männer von Kirjath-Jearim, Kephira und Beeroth
743;
die Männer von Rama und Geba 621;
die Männer von Michmas 122;
die Männer von Bethel und Ai 123;
die Söhne des andern Nebo 52;
die Söhne des andern Elam 1254;
die Söhne Harim 320;
die Männer von Jericho 345;
die Männer von Lod, Hadid und Ono 721;
die Söhne Senaa 3930.
Die Priester: die Söhne Jedaja, nämlich
das Haus Jeschua, 973;
die Söhne Immer 1052;
die Söhne Paschhur 1247;
die Söhne Harim 1017.
Die Leviten: die Söhne Jeschua, nämlich
Kadmiël, Binnui und Hodawja, 74.
Die Sänger: die Söhne Asaph 148.
Die Torhüter: die Söhne Schallum, die
Söhne Ater, die Söhne Talmon, die Söhne Akkub, die
Söhne Hatita, die Söhne Schobai, insgesamt 138.
Die Tempelsklaven: die Söhne Ziha, die Söhne
Hasupha, die Söhne Tabbaoth,
die Söhne Keros, die Söhne Sia, die Söhne
Padon,
die Söhne Lebana, die Söhne Hagaba, die Söhne
Salmai,
die Söhne Hanan, die Söhne Giddel, die Söhne
Gahar,
die Söhne Reaja, die Söhne Rezin, die Söhne
Nekoda,
die Söhne Gasam, die Söhne Usa, die Söhne
Paseach,
die Söhne Besai, die Söhne der Mëuniter,
die Söhne der Nephusiter,
die Söhne Bakbuk, die Söhne Hakupha, die Söhne
Harhur,
die Söhne Bazlith, die Söhne Mehida, die Söhne
Harscha,
die Söhne Barkos, die Söhne Sisera, die Söhne
Temach,
die Söhne Neziach, die Söhne Hatipha.
Die Nachkommen der Sklaven Salomos: die Söhne
Sotai, die Söhne Sophereth, die Söhne Peruda,
die Söhne Jaala, die Söhne Darkon, die Söhne
Giddel,
die Söhne Schephatja, die Söhne Hattil, die
Söhne Pochereth von Zebajim, die Söhne Amon.
Alle Tempelsklaven und Nachkommen der Sklaven Salomos
waren 392.
Und dies sind die Leute, die auch mit heraufzogen
von Tel-Melach, Tel-Harscha, Kerub-Addon und Immer, aber nicht
angeben konnten, ob ihre Sippe und deren Nachkommen aus Israel
stammten:
die Söhne Delaja, die Söhne Tobia und die Söhne
Nekoda 642.
Und von den Priestern: die Söhne Habaja, die Söhne
Hakkoz, die Söhne Barsillai, deren Urahn eine von den
Töchtern des Gileaditers Barsillai zur Frau genommen hatte
und nach dessen Namen genannt wurde.
Diese suchten ihr Geschlechtsregister, und als sie es
nicht fanden, wurden sie für das Priestertum als untauglich
erklärt.
Und der Statthalter gebot ihnen, sie sollten nicht essen
vom Hochheiligen, bis ein Priester für die heiligen Lose
«Licht und
Recht» aufstände.
Die ganze Gemeinde zählte insgesamt 42 360,
ausgenommen ihre Sklaven und Sklavinnen; die waren 7337,
dazu 245 Sänger und Sängerinnen.
Und sie hatten 736 Rosse, 245 Maultiere, °435 Kamele,
6720 Esel.
Freiwillige Beiträge zum Tempelbau
° Und einige Häupter der Sippen gaben für
das Werk. Der Statthalter gab zum Schatz tausend Gulden, fünfzig
Becken, fünfhundertdreißig Priesterkleider.
Und einige Häupter der Sippen gaben zum Schatz für
das Werk zwanzigtausend Gulden, zweitausendzweihundert Pfund
Silber.
Und das übrige Volk gab zwanzigtausend Gulden und
zweitausend Pfund Silber und siebenundsechzig Priesterkleider.
Und die Priester und die Leviten, die Torhüter, die
Sänger und einige andere Leute und die Tempelsklaven und
ganz Israel ließen sich in ihren Städten nieder.
Vorlesung des Gesetzes durch Esra
Kapitel 8
Als nun der siebente Monat herangekommen war und die Kinder
Israel in ihren Städten waren,
versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann auf dem Platz
vor dem Wassertor, und sie sprachen zu Esra, dem
Schriftgelehrten, er solle das Buch des Gesetzes des Mose holen,
das der HERR Israel geboten hat.
Und Esra, der Priester, brachte das Gesetz vor die
Gemeinde, Männer und Frauen und alle, die es verstehen
konnten, am ersten Tage des siebenten Monats
und las daraus auf dem Platz vor dem Wassertor vom lichten
Morgen an bis zum Mittag vor Männern und Frauen und wer's
verstehen konnte. Und die Ohren des ganzen Volks waren dem
Gesetzbuch zugekehrt.
Und Esra, der Schriftgelehrte, stand auf einer hölzernen
Kanzel, die sie dafür gemacht hatten, und es standen neben
ihm Mattithja, Schema, Anaja, Uria, Hilkia und Maaseja zu seiner
Rechten, aber zu seiner Linken Pedaja, Mischaël, Malkia,
Haschum, Haschbaddana, Sacharja und Meschullam.
Und Esra tat das Buch auf vor aller Augen, denn er
überragte alles Volk; und als er's auftat, stand alles Volk
auf.
Und Esra lobte den HERRN, den großen Gott. Und alles
Volk antwortete: Amen! Amen! und sie hoben ihre Hände empor
und neigten sich und beteten den HERRN an mit dem Antlitz zur
Erde.
Und die Leviten Jeschua, Bani, Scherebja, Jamin, Akkub,
Schabthai, Hodia, Maaseja, Kelita, Asarja, Josabad, Hanan, Pelaja
unterwiesen das Volk im Gesetz, und das Volk stand auf seinem
Platz.
Und sie legten das Buch des Gesetzes Gottes klar und
verständlich aus, so daß man verstand, was gelesen
worden war.
Und Nehemia, der Statthalter, und Esra, der
Priester und Schriftgelehrte, und die Leviten, die das Volk
unterwiesen, sprachen zu allem Volk: Dieser Tag ist heilig dem
HERRN, eurem Gott; darum seid nicht traurig und weinet nicht!
Denn alles Volk weinte, als sie die Worte des Gesetzes hörten.
Darum sprach er zu ihnen: Geht hin und eßt fette
Speisen und trinkt süße Getränke und sendet davon
auch denen, die nichts für sich bereitet haben; denn dieser
Tag ist heilig unserm Herrn. Und seid nicht bekümmert; denn
die Freude am HERRN ist eure Stärke.
Und die Leviten trösteten alles Volk und sprachen:
Seid still, denn der Tag ist heiligt; seid nicht bekümmert!
Und alles Volk ging hin, um zu essen, zu trinken und davon
auszuteilen und ein großes Freudenfest zu machen; denn sie
hatten die Worte verstanden, die man ihnen kundgetan hatte.
Feier des Laubhüttenfestes
Und am zweiten Tage versammelten sich die Häupter der
Sippen des ganzen Volks und die Priester und Leviten bei Esra,
dem Schriftgelehrten, damit er sie in den Worten des Gesetzes
unterrichte.
Und sie fanden im Gesetz geschrieben, das der HERR durch
Mose geboten hatte, daß die Kinder Israel am Fest im
siebenten Monat in Laubhütten wohnen sollten.
Da ließen sie es kundtun und ausrufen in allen ihren
Städten und in Jerusalem und sagen: Geht hinaus auf die
Berge und holt Ölzweige, Balsamzweige, Myrtenzweige,
Palmzweige und Zweige von Laubbäumen, daß man
Laubhütten mache, wie es geschrieben steht.
Und das Volk ging hinaus und holte sie und machte sich
Laubhütten, ein jeder auf seinem Dach und in seinem Hof und
in den Vorhöfen am Hause Gottes und auf dem Platz am
Wassertor und auf dem Platz am Tor Ephraim.
Und die ganze Gemeinde derer, die aus der Gefangenschaft
wiedergekommen waren, machte Laubhütten und wohnte darin.
Denn dies hatten die Kinder Israel seit der Zeit Josuas, des
Sohnes Nuns, bis auf diesen Tag nicht mehr getan. Und es war eine
sehr große Freude.
Und es wurde jeden Tag aus dem Buch des Gesetzes Gottes
vorgelesen, vom ersten Tag an bis zum letzten. Und sie hielten
das Fest sieben Tage und am achten Tage die Versammlung, wie
sich's gebührt.
Bußgebet des Volkes
Kapitel 9
Am vierundzwanzigsten Tage dieses Monats kamen die Kinder
Israel zu einem Fasten zusammen, in Säcke gehüllt und
mit Erde auf ihren Häuptern.
Und es sonderten sich die Nachkommen Israels von allem
fremden Volk ab und traten hin und bekannten ihre Sünden und
die Missetaten ihrer Väter.
Und sie standen an ihrem Platz auf, und man las vor aus
dem Buch des Gesetzes des HERRN, ihres Gottes, drei Stunden lang,
und drei Stunden bekannten sie und beteten zum HERRN, ihrem Gott.
Und auf dem erhöhten Platz für die Leviten
standen Jeschua, Bani, Kadmiël, Schebanja, Bunni, Scherebja,
Bani und Kenani und schrien laut zu dem HERRN, ihrem Gott.
Und die Leviten Jeschua, Kadmiël, Bani, Haschabneja,
Scherebja, Hodia, Schebanja, Pethachja sprachen: Auf! lobet den
HERRN, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und man lobe deinen
herrlichen Namen, der erhaben ist über allen Preis und Ruhm!
HERR, du bist's allein, du hast gemacht den Himmel und
aller Himmel Himmel mit ihrem ganzen Heer, die Erde und alles,
was darauf ist, die Meere und alles, was darinnen ist; du machst
alles lebendig, und das himmlische Heer betet dich an.
HERR, du bist Gott, der du Abram erwählt hast und ihn
aus Ur in Chaldäa geführt und Abraham genannt hast
und hast sein Herz treu erfunden vor dir und einen Bund
mit ihm geschlossen, seinen Nachkommen zu geben das Land der
Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Perisiter, Jebusiter und
Girgasiter, und hast dein Wort gehalten; denn du bist gerecht.
Und du hast das Elend unserer Väter in Ägypten
angesehen und ihr Schreien am Schilfmeer erhört
und Zeichen und Wunder getan am Pharao und allen seinen
Großen und an dem ganzen Volk seines Landes – denn du
erkanntest, daß sie gegen Israel vermessen waren –
und hast dir einen Namen gemacht, so wie er heute ist.
Und du hast das Meer vor ihnen zerteilt, so daß sie
mitten durchs Meer trocken hindurchgingen, und hast ihre
Verfolger in die Tiefe geworfen wie Steine in mächtige
Wasser
und hast sie geführt am Tage in einer Wolkensäule
und des Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten auf
dem Wege, den sie zogen.
Und du bist herabgestiegen auf den Berg Sinai und hast mit
ihnen vom Himmel her geredet und ein wahrhaftiges Recht und
rechte Gesetze und gute Satzungen und Gebote ihnen gegeben
und hast deinen heiligen Sabbat ihnen kundgetan und
Gebote, Satzungen und Gesetz ihnen geboten durch deinen Knecht
Mose
und hast ihnen Brot vom Himmel gegeben, als sie hungerte,
und Wasser aus dem Felsen fließen lassen, als sie dürstete,
und ihnen geboten, sie sollten hingehen und das Land einnehmen,
über das du deine Hand zum Schwur erhobst, um es ihnen zu
geben.
Aber unsere Väter wurden stolz und
halsstarrig, so daß sie deinen Geboten nicht gehorchten,
und weigerten sich zu hören und gedachten auch nicht
an deine Wunder, die du an ihnen tatest, sondern sie wurden
halsstarrig und nahmen sich fest vor, zu ihrer Knechtschaft in
Ägypten zurückzukehren. Aber du, mein Gott, vergabst
und warst gnädig, barmherzig, geduldig und von großer
Güte und verließest sie nicht.
Und obwohl sie ein gegossenes Kalb machten und sprachen:
«Das ist dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt
hat» und große
Lästerungen redeten,
verließest du sie doch nicht in der Wüste nach
deiner großen Barmherzigkeit, und die Wolkensäule wich
nicht von ihnen am Tage, um sie auf dem Wege zu führen, noch
die Feuersäule in der Nacht, um ihnen auf dem Wege zu
leuchten, den sie zogen.
Und du gabst ihnen deinen guten Geist, um sie zu
unterweisen, und dein Manna versagtest du nicht ihrem Munde und
gabst ihnen Wasser, als sie dürstete.
Vierzig Jahre versorgtest du sie in der Wüste, so daß
ihnen nichts mangelte. Ihre Kleider zerfielen nicht, und ihre
Füße schwollen nicht an.
Und du gabst ihnen Königreiche und Völker und
teiltest sie ihnen zu, daß sie das Land Sihons, des Königs
von Hesbon, einnahmen und das Land Ogs, des Königs von
Basan.
Und du mehrtest ihre Kinder wie die Sterne am Himmel und
brachtest sie ins Land, das du ihren Vätern zugesagt hast,
daß sie dort einziehen und es einnehmen sollten.
Und die Kinder zogen hinein und nahmen das Land ein. Und
du demütigtest vor ihnen die Bewohner des Landes, die
Kanaaniter, und gabst sie in ihre Hände, ihre Könige
und die Völker im Lande, daß sie mit ihnen täten
nach ihrem Willen.
Und sie eroberten feste Städte und ein fettes Land
und nahmen Häuser voller Güter in Besitz, ausgehauene
Brunnen, Weinberge, Ölgärten und Obstbäume in
Fülle, und sie aßen und wurden satt und fett und
lebten in Wonne durch deine große Güte.
Aber sie wurden ungehorsam und widerstrebten dir
und warfen dein Gesetz hinter sich und töteten deine
Propheten, die sie vermahnten, daß sie sich zu dir bekehren
sollten, und redeten große Lästerungen.
Darum gabst du sie in die Hand ihrer Feinde, die sie
ängsteten. Und zur Zeit ihrer Angst schrien sie zu dir, und
du erhörtest sie vom Himmel, und durch deine große
Barmherzigkeit gabst du ihnen Retter, die ihnen aus der Hand
ihrer Feinde halfen.
Wenn sie aber zur Ruhe kamen, taten sie wieder übel
vor dir. Da gabst du sie dahin in ihrer Feinde Hand, daß
die über sie herrschten. So schrien sie dann wieder zu dir,
und du erhörtest sie vom Himmel her und errettetest sie nach
deiner großen Barmherzigkeit viele Male.
Und du vermahntest sie, um sie zu deinem Gesetz
zurückzuführen. Aber sie waren stolz und gehorchten
deinen Geboten nicht und sündigten an deinen Rechten, durch
die der Mensch lebt, wenn er sie tut, und kehrten dir den Rücken
zu und wurden halsstarrig und gehorchten nicht.
Und du hattest viele Jahre Geduld mit ihnen und warntest
sie durch deinen Geist in deinen Propheten, aber sie nahmen's
nicht zu Ohren. Darum hast du sie gegeben in die Hand der Völker
in den Ländern.
Aber nach deiner großen Barmherzigkeit hast du mit
ihnen nicht ein Ende gemacht noch sie verlassen; denn du bist ein
gnädiger und barmherziger Gott.
Nun, unser Gott, du großer Gott, du Mächtiger
und Furchtbarer, der du Bund und Treue hältst, achte all das
Elend nicht gering, das uns getroffen hat, unsere Könige,
Fürsten, Priester, Propheten, Väter und dein ganzes
Volk seit der Zeit der Könige von Assur bis auf diesen Tag.
Du bist gerecht in allem, was du über uns gebracht
hast; denn du hast recht getan, wir aber sind gottlos gewesen.
Und unsere Könige, Fürsten, Priester und Väter
haben nicht nach deinem Gesetz getan und nicht achtgehabt auf
deine Gebote und Ordnungen, die du ihnen hast bezeugen lassen.
Und sie haben dir nicht gedient zur Zeit ihrer Macht bei
all deiner großen Güte, die du ihnen erwiesen hast, in
dem weiten und fetten Lande, das du ihnen gegeben hast, und haben
sich von ihrem bösen Tun nicht bekehrt.
Siehe, wir sind heute Knechte; und in dem Lande, das du
unsern Väter gegeben hast, seine Früchte und Güter
zu genießen, siehe, in ihm sind wir Knechte.
Und all sein Ertrag bringt den Königen großen
Gewinn, die du über uns gesetzt hast um unserer Sünden
willen; und sie herrschen über unsere Leiber und unser Vieh
nach ihrem Willen, und wir sind in großer Not.
Das Volk verpflichtet sich zur Beobachtung des Gesetzes
Kapitel 10
° Und darum wollen wir eine feste Abmachung treffen,
sie aufschreiben und unsere Fürsten, Leviten und Priester
sollen sie versiegeln und unterschreiben:
nämlich Nehemia, der Statthalter, der Sohn Hachaljas,
und Zedekia,
Seraja, Asarja, Jeremia,
Paschhur, Amarja, Malkia,
Hattusch, Schebanja, Malluch,
Harim, Meremoth, Obadja,
Daniel, Ginnethon, Baruch,
Meschullam, Abia, Mijjamin,
Maasja, Bilgai und Schemaja; das sind die Priester.
Die Leviten aber sind: Jeschua, der Sohn Asanjas,
Binnui von den Söhnen Henadads, Kadmiël,
und ihre Brüder: Schechanja, Hodia, Kelita, Pelaja,
Hanan,
Micha, Rehob, Haschabja,
Sakkur, Scherebja, Schebanja,
Hodia, Bani und Beninu.
Die Oberen des Volks sind: Parosch, Pahath-Moab,
Elam, Sattu, Bani,
Bunni, Asgad, Bebai,
Adonia, Bigewai, Adin,
Ater, Hiskia, Asur,
Hodia, Haschum, Bezai,
Hariph, Anathoth, Nobai,
Magpiasch, Meschullam, Hesir,
Meschesabel, Zadok, Jaddua,
Pelatja, Hanan, Anaja,
Hosea, Hananja, Haschub,
Hallohesch, Pilha, Schobek,
Rehum, Haschabna, Maaseja,
Ahia, Hanan, Anan,
Malluch, Harim und Baana.
Und das übrige Volk. Priester, Leviten,
Torhüter, Sänger, Tempelsklaven, und alle, die sich von
den Völkern der Länder abgesondert haben und sich zum
Gesetz Gottes halten, samt ihren Frauen, Söhnen und
Töchtern, alle, die es verstehen können:
sie sollen sich ihren Brüdern, den Mächtigen
unter ihnen, anschließen und der Abmachung beitreten und
sich mit einem Eid verpflichten, zu wandeln im Gesetz Gottes, das
durch Mose, den Knecht Gottes, gegeben ist, und alle Gebote,
Rechte und Satzungen des HERRN, unseres Herrschers, zu halten und
zu tun.
Wir wollen unsere Töchter nicht den Völkern
des Landes geben und ihre Töchter nicht für unsere
Söhne nehmen;
wir wollen nicht von den Völkern des Landes am
Sabbat und an den heiligen Tagen Waren und allerlei Getreide
nehmen, wenn sie diese am Sabbattag zum Verkauf bringen;
wir wollen auf die Abgaben in jedem siebenten Jahr und
auf Schuldforderungen jeder Art verzichten;
wir wollen uns das Gebot auferlegen, jährlich
den dritten Teil eines Silberstücks zum Dienst im Hause
unseres Gottes zu geben,
nämlich für die Schaubrote, für das
tägliche Speisopfer, für das tägliche Brandopfer,
für die Opfer am Sabbat und Neumond, für die Festtage,
für das Hochheilige und für das Sündopfer, womit
für Israel Sühne geschafft wird, und für alle
Arbeit im Hause unseres Gottes;
wir wollen das Los unter den Priestern, den Leviten
und dem Volk werfen, in welcher Reihenfolge unsere Sippen jedes
Jahr das Brennholz für das Haus unseres Gottes zur
bestimmten Zeit geben sollen, damit man es auf dem Altar des
HERRN, unseres Gottes, verbrenne, wie es im Gesetz geschrieben
steht;
wir wollen alljährlich die Erstlinge unseres
Landes und die Erstlinge aller Früchte von allen Bäumen
zum Hause des HERRN bringen;
wir wollen die Erstgeburt unserer Söhne und
unseres Viehs, wie es im Gesetz geschrieben steht, und die
Erstgeburt unserer Rinder und unserer Schafe zum Hause unseres
Gottes zu den Priestern bringen, die im Hause unseres Gottes
dienen;
wir wollen den ersten Teil von unserm Brotteig und
unsere Abgaben und Früchte von allen Bäumen, von Wein
und Öl für die Priester in die Kammern am Hause unseres
Gottes bringen und den Zehnten unseres Landes für die
Leviten; die sollen den Zehnten einnehmen aus allen unsern Orten
mit Ackerland.
Und ein Priester, ein Sohn Aarons, soll bei den Leviten
sein, wenn sie den Zehnten einnehmen, und die Leviten sollen den
Zehnten ihrer Zehnten heraufbringen zum Hause unseres Gottes in
die Kammern im Vorratshaus.
Denn die Kinder Israel und die Leviten sollen die Abgaben
von Getreide, Wein und Öl herauf in die Kammern bringen.
Dort sind die heiligen Geräte und die Priester, die da
dienen, und die Torhüter und Sänger. So wollen wir es
im Haus unseres Gottes an nichts fehlen lassen.
Verzeichnis der Einwohner Jerusalems und der Landbewohner
Kapitel 11
Und die Oberen des Volks wohnten in Jerusalem. Das übrige
Volk aber warf das Los darum, wer von jeweils zehn nach
Jerusalem, in die heilige Stadt, ziehen sollte, um dort zu
wohnen, und die neun in den andern Städten.
Und das Volk segnete alle die Männer, die freiwillig
in Jerusalem wohnen wollten.
Dies sind die Oberen der Landschaft Juda, die in
Jerusalem und in den Städten Judas wohnten; sie wohnten aber
jeder in seinem Eigentum in ihren Städten: Israeliten,
Priester, Leviten Tempelsklaven und die Nachkommen der Sklaven
Salomos.
In Jerusalem wohnten einige von den Söhnen
Juda und einige von den Söhnen Benjamin. Von den Söhnen
Juda: Athaja, der Sohn Usias, des Sohnes Sacharjas, des Sohnes
Amarjas, des Sohnes Schephatjas, des Sohnes Mahalalels, von den
Söhnen Perez;
und Maaseja, der Sohn Baruchs, des Sohnes Kolhoses, des
Sohnes Hasajas, des Sohnes Adajas, des Sohnes Jojaribs, des
Sohnes Sacharjas, von den Söhnen Schela.
Alle Nachkommen des Perez, die in Jerusalem wohnten, waren
468, angesehene Männer.
Von den Söhnen Benjamin: Sallu, der Sohn Meschullams,
des Sohnes Joëds, des Sohnes Pedajas, des Sohnes Kolajas,
des Sohnes Maasejas, des Sohnes Ithiëls, des Sohnes Jesajas,
und seine Brüder Gabbai, Sallai, 928.
Und Joel, der Sohn Sichris, war ihr Vorsteher, und Juda,
der Sohn Hassenuas, war als Zweiter über die Stadt gesetzt.
Von den Priestern: Jedaja, Jojarib, Jachin
und Seraja, der Sohn Hilkias, des Sohnes Meschullams, des
Sohnes Zadoks, des Sohnes Merajoths, des Sohnes Ahitubs, der
Vorsteher im Hause Gottes,
und ihre Brüder, die am Hause Gottes dienst taten,
822; und Adaja, der Sohn Jerohams, des Sohnes Pelaljas, des
Sohnes Amzis, des Sohnes Sacharjas, des Sohnes Paschhurs, des
Sohnes Malkias,
und seine Brüder, Häupter der Sippen, 242; und
Amaschsai, der Sohn Asarels, des Sohnes Ahasais, des Sohnes
Meschillemoths, des Sohnes Immers,
und ihre Brüder, tüchtige Männer, 128; und
ihr Vorsteher war Sabdiël, der Sohn Haggadols.
Von den Leviten: Schemaja, der Sohn Haschubs, des
Sohnes Asrikams, des Sohnes Haschabjas, des Sohnes Bunnis,
und Schabthai und Josabad von den Häuptern der
Leviten für den äußeren Dienst am Hause Gottes,
und Mattanja, der Sohn Michas, des Sohnes Sabdis, des
Sohnes Asaphs, hatte beim Gebet den Lobgesang anzustimmen, und
Bakbukja war unter seinen Brüdern der Zweite in diesem
Dienst, - und Abda, der Sohn Schammuas, des Sohnes Galals, des
Sohnes Jeduthuns.
Alle Leviten in der heiligen Stadt waren 284.
Und die Torhüter: Akkub und Talmon und ihre
Brüder, die an den Toren Wache hielten, 172.
Das übrige Israel aber, Priester und Leviten,
blieb in allen Städten Judas, ein jeder auf seinem Erbteil.
Und die Tempelsklaven wohnten am Ophel, und Ziha und
Gischpa waren über die Tempelsklaven gesetzt.
Der Vorsteher der Leviten aber in Jerusalem war Usi, der
Sohn Banis, des Sohnes Haschabjas, des Sohnes Mattanjas, des
Sohnes Michas, von den Söhnen Asaph, die beim Dienst im
Hause Gottes zu singen hatten.
Denn es gab ein Gebot des Königs für sie und
eine feste Abmachung, an welchem Tag jeder zu singen hatte.
Und Pethachja, der Sohn Meschesabels, von den
Söhnen Serachs, des Sohnes Judas, stand dem König zur
Seite in allem, was das Volk betraf.
Und einige von den Söhnen Juda wohnten draußen
in Höfen auf ihren Fluren in Kirjath-Arba und seinen
Ortschaften und in Dibon und seinen Ortschaften und in Kabzeel
und seinen Gehöften
und in Jeschua, Molada, Beth-Pelet,
Hazar-Schual, Beerseba und seinen Ortschaften
und in Ziklag und Mechona und seinen Ortschaften
und in En-Rimmon, Zora, Jarmuth,
Sanoach, Adullam und ihren Gehöften, in Lachisch und
seinen Fluren, in Aseka und seinen Ortschaften. So ließen
sie sich nieder von Beerseba bis zum Tal Hinnom.
Die Söhne Benjamin aber wohnten in Geba,
Michmas, Ajja, Bethel und seinen Ortschaften
und in Anathoth, Nob, Ananja,
Hazor, Rama, Gittajim,
Hadid, Zeboïm,
Neballat,
Lod und Ono und im Tal der Zimmerleute.
Und von den Leviten wohnten Ordnungen auch in Juda
und in Benjamin.
Listen von Priestern und Leviten
Kapitel 12
Dies sind die Priester und Leviten, die mit Serubabel, dem
Sohn Sealthiëls, und Jeschua zurückgekehrt waren:
Seraja, Jeremia, Esra,
Amarja, Malluch, Hattusch,
Schechanja, Rehum, Meremoth,
Iddo, Ginnethon, Abia,
Mijjamin, Maadja, Bilga,
Schemaja, Jojarib, Jedaja,
Sallu, Amok, Hilkia und Jedaja. Das waren die Häupter
der Priester und ihrer Brüder zur Zeit Jeschuas.
Die Leviten aber waren diese: Jeschua, Binnui,
Kadmiël, Scherebja, Juda und Mattanja; er und seine Brüder
waren für die Danklieder eingesetzt,
Bakbukja aber, Unni und ihre Brüder standen ihnen
gegenüber beim Dienst.
Jeschua zeugte Jojakim, Jojakim zeugte Eljaschib,
Eljaschib zeugte Jojada,
Jojada zeugte Johanan, Johanan zeugte Jaddua.
Und zur Zeit Jojakims waren diese die Häupter
der Sippen unter den Priestern: nämlich von der Sippe
Seraja: Meraja; von Jeremia: Hananja;
von Esra: Meschullam; von Amarja: Johanan;
von Malluch: Jonathan; von Schebanja: Joseph;
von Harim: Adna; von Merajoth: Helkai;
von Iddo: Sacharja; von Ginnethon: Meschullam;
von Abia: Sichri; von Mijjamin-Maadja: Piltai;
von Bilga: Schammua; von Schemaja: Jonathan;
von Jojarib: Mattenai; von Jedaja: Usi;
von Sallu: Kallai; von Amok: Eber;
von Hilkia: Haschabja; von Jedaja: Nathanael.
Und zur Zeit Eljaschibs, Jojadas, Johanans und
Jadduas wurden aufgezeichnet die Häupter der Sippen unter
den Leviten und die Priester bis zur Herrschaft des Darius, des
Königs von Persien.
Es wurden aber von den Leviten die Häupter der Sippen
aufgezeichnet in einer Chronik bis zur Zeit Johanans, des Sohnes
Eljaschibs.
Und dies waren die Häupter der Leviten: Haschabja,
Scherebja und Jeschua, Binnui, Kadmiël; und ihre Brüder
standen ihnen gegenüber, zu loben und zu danken, wie es
David, der Mann Gottes, geboten hatte, Chor um Chor,
nämlich Mattanja, Bakbukja und Obadja. Aber
Meschullam, Talmon und Akkub, die Torhüter, hatten die Wache
an den Vorratskammern der Tore.
Diese lebten zur Zeit Jojakims, des Sohnes
Jeschuas, des Sohnes Jozadaks, und zur Zeit des Statthalters
Nehemia und des Priesters Esra, des Schriftgelehrten.
Einweihung der Stadtmauer
Und bei der Einweihung der Mauer Jerusalems holte man die
Leviten aus allen ihren Orten nach Jerusalem, um Einweihung zu
halten mit Freuden, mit Danken und Singen, mit Zimbeln, Psaltern
und Harfen.
Und es versammelten sich die Sänger aus der Gegend um
Jerusalem und von den Gehöften der Netophathiter
und von Beth-Gilgal und von den Fluren um Geba und
Asmaweth; denn die Sänger hatten sich rings um Jerusalem her
Gehöfte gebaut.
Und die Priester und Leviten reinigten sich und reinigten
das Volk, die Tore und die Mauer.
Und ich ließ die Oberen von Juda oben auf die
Mauer steigen und stellte zwei große Dankchöre auf.
Die einen gingen zur Rechten oben auf der Mauer zum Misttor hin,
und hinter ihnen her gingen Hoschaja und die Hälfte
der Oberen von Juda
und Asarja, Esra, Meschullam,
Juda, Benjamin, Schemaja und Jeremia
und einige der Priester mit Trompeten, nämlich
Sacharja, der Sohn Jonathans, des Sohnes Schemajas, des Sohnes
Mattanjas, des Sohnes Michajas, des Sohnes Sakkurs, des Sohnes
Asaphs,
und seine Brüder Schemaja, Asarel, Milalai, Gilalai,
Maai, Nathanael und Juda, Hanani, mit den Saitenspielen Davids,
des Mannes Gottes; Esra aber, der Schriftgelehrte, ging vor ihnen
her.
Und sie zogen zum Quelltor hin und stiegen geradeaus die
Stufen zur Stadt Davids hinauf, wo die Mauer oberhalb des Hauses
Davids bis an das Wassertor im Osten verläuft.
Der andere Dankchor ging zur Linken hin, und ich ging
hinter ihm her und die andere Hälfte der Oberen des Volks
oben auf der Mauer oberhalb des Ofenturms bis an die breite Mauer
und oberhalb des Tores Ephraim zum alten Tor und zum
Fischtor und zum Turm Hananel und zum Turm Mea bis an das
Schaftor, und sie blieben am Wachttor stehen.
So standen die beiden Dankchöre am Hause Gottes und
ich und die Hälfte der Ratsherren mit mir
und die Priester, nämlich Eljakim, Maaseja, Mijjamin,
Michaja, Eljoënai, Sacharja, Hananja mit Trompeten,
und Maaseja, Schemaja, Eleasar, Usi, Johanan, Malkia, Elam
und Eser. Und die Sänger sangen laut, und Jisrachja stand
ihnen vor.
Und es wurden an diesem Tage große Opfer
dargebracht, und sie waren fröhlich, denn Gott hatte ihnen
eine große Freude gemacht, so daß sich auch Frauen
und Kinder freuten, und man hörte die Freude Jerusalems
schon von ferne.
Bestellung von Amtleuten für die Abgaben an die
Priester und Leviten
Zu der Zeit wurden Männer über die Kammern
bestellt für die Vorräte, für die Abgaben,
Erstlinge und Zehnten, um in ihnen die Anteile von den Äckern
um die Städte her zu sammeln, die nach dem Gesetz für
die Priester und Leviten bestimmt waren; denn Juda hatte seine
Freude an den Priestern und Leviten, die im Amt standen,
daß sie den Dienst Gottes und den Dienst der
Reinigung versahen. Und auch die Sänger und Torhüter
taten nach dem Gebot Davids und seines Sohnes Salomo.
Denn schon zu den Zeiten Davids und Asaphs wurden die
Vorsteher der Sänger eingesetzt, um Gott zu loben und zu
danken.
Und zur Zeit Serubabels und zur Zeit Nehemias gab ganz
Israel den Sängern und Torhütern Anteil an den heiligen
Gaben Tag für Tag; denn Israel gab das Geheiligte den
Leviten, die Leviten aber gaben davon den heiligen Anteil den
Söhnen Aaron.
Alle Fremden werden aus dem Gottesvolk ausgeschieden
Kapitel 13
Und in dieser Zeit las man aus dem Buch des Mose vor den
Ohren des Volks und fand darin geschrieben, daß die
Ammoniter und Moabiter niemals in die Gemeinde Gottes kommen
dürften,
weil sie den Kindern Israel nicht mit Brot und Wasser
entgegenkamen und gegen sie Bileam dingten, damit er sie
verfluche; aber unser Gott wandte den Fluch in Segen.
Als sie nun dies Gesetz hörten, schieden sie alles
fremde Volk aus Israel aus.
Nehemia beseitigt Mißstände im Tempel
Und es hatte einst der Priester Eljaschib, der über
die Kammern bestellt war am Hause unseres Gottes, ein Verwandter
des Tobia,
diesem eine große Kammer gegeben, in die man früher
die Speisopfer gelegt hatte, den Weihrauch, die Geräte und
den Zehnten vom Getreide, Wein und Öl, die Gebühr für
die Leviten, Sänger und Torhüter, dazu die Abgaben für
die Priester.
Aber bei alledem war ich nicht in Jerusalem; denn im
zweiunddreißigsten Jahr Arthahsasthas, des Königs von
Babel, war ich zum König gereist und hatte erst nach
längerer Zeit den König gebeten, daß er mich
wieder ziehen ließe.
Und als ich nach Jerusalem kam, merkte ich, daß es
Unrecht war, was Eljaschib für Tobia getan hatte, als er ihm
eine Kammer im Vorhof des Hauses Gottes gab.
Und es verdroß mich sehr, und ich warf allen Hausrat
des Tobia hinaus vor die Kammer
und befahl, daß sie die Kammer reinigten. Und ich
brachte wieder hinein, was zum Hause Gottes gehörte,
Speisopfer und Weihrauch.
Und ich erfuhr, daß die Anteile der Leviten
nicht eingegangen waren und deshalb die Leviten und Sänger,
die den Dienst ausrichten sollten, fortgegangen waren, ein jeder
auf sein Land.
Da schalt ich die Ratsherren und sprach: Warum wird das
Haus Gottes vernachlässigt? Und ich holte sie zurück
und stellte sie wieder in ihren Dienst.
Da brachte ganz Juda den Zehnten vom Getreide, Wein und Öl
in die Vorratskammern.
Und ich bestellte über die Vorräte den Priester
Schelemja und Zadok, den Schreiber, und von den Leviten Pedaja
und ihnen zur Hand Hanan, den Sohn Sakkurs, des Sohnes Mattanjas;
denn sie galten als zuverlässig, und ihnen wurde befohlen,
ihren Brüdern auszuteilen.
Gedenke, mein Gott, um dessentwillen an mich und
lösche nicht aus, was ich in Treue am Hause meines Gottes
und für den Dienst in ihm getan habe!
Nehemia setzt die Heiligung des Sabbats durch
Zur selben Zeit sah ich in Juda, daß man am Sabbat
die Kelter trat und Getreide herbeibrachte und auf Esel lud und
auch Wein, Trauben, Feigen und allerlei Last nach Jerusalem
brachte am Sabbattag. Und ich verwarnte sie an dem Tage, als sie
die Nahrung verkauften.
Es wohnten auch Tyrer dort; die brachten Fische und
allerlei Ware und verkauften sie am Sabbat den Leuten in Juda und
in Jerusalem.
Da schalt ich die Vornehmen von Juda und sprach zu ihnen:
Was ist das für eine böse Sache, die ihr da tut, und
entheiligt den Sabbattag?
Taten das nicht auch eure Väter, und unser Gott
brachte all das Unheil über uns und über diese Stadt?
Und ihr bringt noch mehr Zorn über Israel dadurch, daß
ihr den Sabbat entheiligt!
Und vor dem Anbruch des Sabbats, als es in den Toren
Jerusalems dunkel wurde, ließ ich die Tore schließen
und befahl, man sollte sie erst nach dem Sabbat auftun. Und ich
stellte einige meiner Leute an die Tore, damit man keine Last
hereinbringe am Sabbattag.
Da blieben die Händler und Verkäufer von
allerlei Ware über Nacht draußen vor Jerusalem, ein-
oder zweimal.
Da verwarnte ich sie und sprach zu ihnen: Warum bleibt ihr
über Nacht vor der Mauer? Werdet ihr das noch einmal tun, so
werde ich Hand an euch legen. Von der Zeit an kamen sie am Sabbat
nicht mehr.
Und ich befahl den Leviten, daß sie sich reinigten
und kämen und die Tore bewachten, um den Sabbattag zu
heiligen.
Mein Gott, gedenke auch um dessentwillen an mich und
sei mir gnädig nach deiner großen Barmherzigkeit!
Nehemia verbietet die Ehe mit ausländischen Frauen
Zu dieser Zeit sah ich auch Juden, die sich Frauen
genommen hatten aus Asdod, Ammon und Moab.
Und die Hälfte ihrer Kinder sprach asdodisch oder in
der Sprache eines der andern Völker, aber jüdisch
konnten sie nicht sprechen.
Und ich schalt sie und fluchte ihnen und schlug einige
Männer und packte sie bei den Haaren und beschwor sie bei
Gott: Ihr sollt eure Töchter nicht ihren Söhnen geben
noch ihre Töchter für eure Söhne oder euch selbst
nehmen.
Hat nicht Salomo, der König von Israel, gerade damit
gesündigt? Und es war doch unter vielen Völkern kein
König ihm gleich, und er war seinem Gott lieb, und Gott
setzte ihn zum König über ganz Israel. Dennoch
verleiteten ihn die ausländischen Frauen zur Sünde.
Und von euch muß man das hören, daß ihr
ein so großes Unrecht tut und unserm Gott die Treue brecht
damit, daß ihr euch ausländische Frauen nehmt?
Und einer von den Söhnen Jojadas, des Sohnes
Eljaschibs, des Hohenpriesters, war der Schwiegersohn des
Horoniters Sanballat; aber ich jagte ihn von mir.
Gedenke ihrer, mein Gott, daß sie das
Priestertum befleckt und den Bund des Priestertums und der
Leviten gebrochen haben!
So reinigte ich sie von allem Ausländischen
und ordnete die Ämter der Priester und Leviten, für
einen jeden nach seinem Dienst,
und die Lieferung von Brennholz zu bestimmten Zeiten und
die Abgabe der Erstlinge.
Gedenke mir's, mein Gott, zum Besten!
DAS
BUCH ESTHER
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