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DIE BIBEL
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Schrift
DAS BUCH ESRA
Kapitel 1 -
10
Erlaubnis zur Heimkehr und zum Tempelbau
Kapitel 1
Im ersten Jahr des Cyrus, des Königs von Persien,
erweckte der HERR – damit erfüllt würde das Wort
des HERRN, das durch den Mund Jeremias gesprochen war – den
Geist des Cyrus, des Königs von Persien, daß er in
seinem ganzen Königreich mündlich und auch schriftlich
verkünden ließ:
So spricht Cyrus, der König von Persien: Der HERR,
der Gott des Himmels, hat mir alle Königreiche der Erde
gegeben, und er hat mir befohlen, ihm ein Haus zu Jerusalem in
Juda zu bauen.
Wer nun unter euch von seinem Volk ist, mit dem sei sein
Gott, und er ziehe hinauf nach Jerusalem in Juda und baue das
Haus des HERRN, des Gottes Israels; das ist der Gott, der zu
Jerusalem ist.
Und wo auch immer einer übriggeblieben ist, dem
sollen die Leute des Orts, an dem er als Fremdling gelebt hat,
helfen mit Silber und Gold, Gut und Vieh außer dem, was sie
aus freiem Willen für das Haus Gottes zu Jerusalem geben.
Da machten sich auf die Häupter der Sippen aus
Juda und Benjamin und die Priester und Leviten, alle, deren Geist
Gott erweckt hatte, um hinaufzuziehen und das Haus des HERRN zu
Jerusalem zu bauen.
Und alle, die um sie her wohnten, halfen ihnen mit allem,
mit Silber und Gold, mit Gut und Vieh und Kleinoden außer
dem, was sie freiwillig gaben.
Und der König Cyrus gab heraus die Geräte
des Hauses des HERRN, die Nebukadnezar aus Jerusalem genommen und
in das Haus seines Gottes gebracht hatte.
Und Cyrus, der König von Persien, übergab sie
dem Schatzmeister Mithredath; der zählte sie Scheschbazar,
dem Fürsten Judas, vor.
Und dies war ihre Zahl: Dreißig goldene Becken und
tausendneunundzwanzig silberne Becken,
dreißig goldene Becher und vierhundertzehn silberne
Becher und tausend andere Geräte.
Alle Geräte, goldene und silberne, waren
fünftausendvierhundert*. Alles brachte Scheschbazar hinauf,
als man aus der Gefangenschaft von Babel nach Jerusalem
hinaufzog.
*Durch spätere Abänderungen
entspricht die Gesamtzahl jetzt nicht mehr der Summe der
Einzelangaben.
Verzeichnis der Heimkehrer
Kapitel 2
Dies sind die Leute der Landschaft Juda, die heraufzogen
aus der Gefangenschaft, die Nebukadnezar, der König von
Babel, nach Babel weggeführt hatte, und die nach Jerusalem
und Juda zurückkehrten, ein jeder in seine Stadt.
Sie kamen mit Serubabel, Jeschua, Nehemia, Seraja,
Reelaja, Mardochai, Bilschan, Mispar, Bigewai, Rehum und Baana.
Dies ist die Zahl der Männer des Volkes Israel:
die Söhne Parosch 2172;
die Söhne Schephatja 372;
die Söhne Arach 775;
die Söhne Pahath-Moab, nämlich die Söhne
Jeschua und die Söhne Joab, 2812;
sie Söhne Elam 1254;
die Söhne Sattu 945;
die Söhne Sakkai 760;
die Söhne Bani 642;
die Söhne Bebai 623;
die Söhne Asgad 1222;
die Söhne Adonikam 666;
die Söhne Bigewai 2056;
die Söhne Adin 454;
die Söhne Ater, nämlich die Söhne Hiskia,
98;
die Söhne Bezai 323;
die Söhne Jorah 112;
die Söhne Haschum 223;
die Söhne Gibbar 95;
die Männer von Bethlehem 123;
die Männer von Netopha 56;
die Männer von Anathoth 128;
die Männer von Beth-Asmaweth 42;
die Männer von Kirjath-Jearim, Kephira und Beeroth
743;
die Männer von Rama und Geba 621;
die Männer von Michmas 122;
die Männer von Bethel und Ai 223;
die Söhne Nebo 52;
die Söhne Magbisch 156;
die Söhne des andern Elam 1254;
die Söhne Harim 320;
die Männer von Lod, Hadid und Ono 725;
die Männer von Jericho 345;
die Söhne Senaa 3630.
Die Zahl der Priester: die Söhne Jedaja,
nämlich das Haus Jeschua, 973;
die Söhne Immer 1052;
die Söhne Paschhur 1247;
die Söhne Harim 1017.
Die Zahl der Leviten: die Söhne Jeschua,
nämlich Kadmiël,
Binnui und Hodawja, 74.
Die Zahl der Sänger: die Söhne Asaph 128.
Die Zahl der Torhüter: die Söhne
Schallum, die Söhne Ater, die Söhne Talmon, die Söhne
Akkub, die Söhne Hatita und die Söhne Schobai,
insgesamt 139.
Die Zahl der Tempelsklaven: die Söhne Ziha,
die Söhne Hasupha, die Söhne Tabbaoth,
die Söhne Keros, die Söhne Sia, die Söhne
Padon,
die Söhne Lebana, die Söhne Hagaba, die Söhne
Akkub,
die Söhne Hagab, die Söhne Salmai, die Söhne
Hanan,
die Söhne Giddel, die Söhne Gahar, die Söhne
Reaja,
die Söhne Rezin, die Söhne Nekoda, die Söhne
Gasam,
die Söhne Usa, die Söhne Paseach, die Söhne
Besai,
die Söhne Asna, die Söhne der Mëuniter,
die Söhne der Nephusiter,
die Söhne Bakbuk, die Söhne Hakupha, die Söhne
Harhur,
die Söhne Bazluth, die Söhne Mehida, die Söhne
Harscha,
die Söhne Barkos, die Söhne Sisera, die Söhne
Temach,
die Söhne Neziach, die Söhne Hatipha.
Die Zahl der Nachkommen der Sklaven Salomos: die
Söhne Sotai, die Söhne Sophereth, die Söhne
Peruda,
die Söhne Jaala, die Söhne Darkon, die Söhne
Giddel,
die Söhne Schephatja, die Söhne Hattil, die
Söhne Pochereth von Zebajim, die Söhne Amon.
Alle Tempelsklaven und Nachkommen der Sklaven Salomos
waren zusammen 392.
Und von denen, die heraufzogen aus Tel-Melach,
Tel-Harscha, Kerub-Addon und Immer, konnten nicht angeben, ob
ihre Sippe und ihre Nachkommen aus Israel stammten:
die Söhne Delaja, die Söhne Tobia, die Söhne
Nekoda, 652.
Und von den Priestern: die Söhne Habaja, die Söhne
Hakkoz, die Söhne Barsillai, deren Urahn eine von den
Töchtern des Gileaditers Barsillai zur Frau genommen hatte
und nach dessen Namen genannt wurde.
Die suchten ihre Geschlechtsregister und fanden sie nicht;
darum wurden sie für das Priestertum als untauglich erklärt.
Und der Statthalter gebot ihnen, sie sollten nicht essen
vom Hochheiligen, bis ein Priester für die heiligen Lose
«Licht und
Recht» aufstände.
Die ganze Gemeinde zählte insgesamt 42 360,
ausgenommen ihre Knechte und Mägde; diese waren 7337;
dazu 200 Sänger und Sängerinnen.
Und sie hatten 736 Rosse, 245 Maultiere,
435 Kamele und 6720 Esel.
Und als einige Häupter der Sippen zum Hause
des HERRN in Jerusalem kamen, gaben sie freiwillig für das
Haus Gottes, damit man's an seiner früheren Stätte
erbaue,
und gaben nach ihrem Vermögen zum Schatz für das
Werk 61 000 Gulden und 5000 Pfund Silber und 100 Priesterkleider.
So ließen sich die Priester und die Leviten
und einige andere Leute in Jerusalem nieder und die Sänger
und die Torhüter und die Tempelsklaven in ihren Städten
und alle übrigen aus Israel in ihren Städten.
Errichtung des Brandopferaltars und Beginn des Opferdienstes
Kapitel 3
Und als der siebente Monat herbeikam und die Kinder Israel
nun in ihren Städten waren, versammelte sich das ganze Volk
wie ein Mann in Jerusalem.
Und es machten sich auf Jeschua, der Sohn Jozadaks, und
seine Brüder, die Priester, und Serubabel, der Sohn
Sealthiëls, und seine Brüder und bauten den Altar des
Gottes Israels, um Brandopfer darauf zu opfern, wie es
geschrieben steht im Gesetz des Mose, des Mannes Gottes.
Und sie richteten den Altar wieder her an seiner früheren
Stätte – denn es war Furcht über sie gekommen vor
den Völkern des Landes – und opferten dem HERRN
Brandopfer darauf des Morgens und des Abends.
Und sie hielten das Laubhüttenfest, wie geschrieben
steht, und brachten Brandopfer dar alle Tage nach der Zahl, wie
sich's gebührt und jeder Tag es erforderte,
danach auch das tägliche Brandopfer und die Opfer für
die Neumonde und alle heiligen Festtage des HERRN und was sonst
einer dem HERRN freiwillig darbrachte.
Am ersten Tage des siebenten Monats fingen sie an, dem
HERRN Brandopfer zu bringen. Aber der Grund des Tempels des HERRN
war noch nicht gelegt.
Und sie gaben Geld den Steinmetzen und Zimmerleuten und
Speise und Trank und Öl den Leuten von Sidon und Tyrus,
damit sie Zedernholz vom Libanon zur See nach Japho brächten,
wie es ihnen Cyrus, der König von Persien, erlaubt hatte.
Beginn des Tempelbaus
Im zweiten Jahr nach ihrer Ankunft beim Hause Gottes in
Jerusalem, im zweiten Monat, begannen Serubabel, der Sohn
Sealthiëls, und Jeschua, der Sohn Jozadaks, und die übrigen
ihrer Brüder, Priester und Leviten, und alle, die aus der
Gefangenschaft nach Jerusalem gekommen waren, die Leviten von
zwanzig Jahren an und darüber zu bestellen, damit sie die
Arbeit am Hause des HERRN leiteten.
Und Jeschua mit seinen Söhnen und seinen Brüdern
Kadmiël, Binnui und Hodawja traten einmütig an, um die
Arbeiter am Hause Gottes anzuleiten, dazu die Söhne Henadads
mit ihren Söhnen und ihren Brüdern, die Leviten.
Und als die Bauleute den Grund legten zum Tempel des
HERRN, stellten sich die Priester auf in ihren Amtskleidern mit
Trompeten und die Leviten, die Söhne Asaph, mit Zimbeln, um
den HERRN zu loben nach der Ordnung Davids, des Königs von
Israel.
Und sie stimmten den Lobpreis an und dankten dem HERRN:
Denn er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt
ewiglich über Israel. Und das ganze Volk jauchzte laut beim
Lobe des HERRN, weil der Grund zum Hause des HERRN gelegt war.
Und viele von den betagten Priestern, Leviten und
Sippenhäuptern, die das frühere Haus noch gesehen
hatten, weinten laut, als nun dies Haus vor ihren Augen gegründet
wurde. Viele aber jauchzten mit Freuden, so daß das
Geschrei laut erscholl.
Und man konnte das Jauchzen mit Freuden und das laute
Weinen im Volk nicht unterscheiden; denn das Volk jauchzte laut,
so daß man den Schall weithin hörte.
Behinderung des Tempelbaus
Kapitel 4
Als aber die Widersacher Judas und Benjamins hörten,
daß die, die aus der Gefangenschaft zurückgekommen
waren, dem HERRN, dem Gott Israels, den Tempel bauten,
kamen sie zu Serubabel, Jeschua und den Sippenhäuptern
und sprachen zu ihnen: Wir wollen mit euch bauen; denn auch wir
suchen euren Gott und haben ihm geopfert seit der Zeit
Asar-Haddons, des Königs von Assur, der uns hierher gebracht
hat.
Aber Serubabel und Jeschua und die andern Häupter der
Sippen in Israel antworteten ihnen: Es ziemt sich nicht, daß
ihr und wir miteinander das Haus unseres Gottes bauen, sondern
wir allein wollen bauen dem HERRN, dem Gott Israels, wie uns
Cyrus, der König von Persien, geboten hat.
Da machte das Volk des Landes die Juden mutlos und
schreckte sie vom Bauen ab.
Und sie dingten Ratgeber gegen sie und hinderten ihr
Vorhaben, solange Cyrus, der König von Persien, lebte, bis
zur Herrschaft des Darius, des Königs von Persien.
Und als Ahasveros König war, im Anfang seiner
Herrschaft, schrieb man eine Anklage gegen die Bewohner von Juda
und Jerusalem.
Und zu den Zeiten Arthahsasthas schrieben Bischlam,
Mithredath, Tabeel und ihre andern Genossen an Arthahsastha, den
König von Persien. Der Brief war in aramäischer Schrift
geschrieben und ins Aramäische übertragen.
Der Kanzler Rehum und der Schreiber Schimschai schrieben
einen Brief gegen Jerusalem an den König Arthahsastha:
Wir, Rehum, der Kanzler, und Schimschai, der Schreiber,
und die andern Genossen, die Richter, die Befehlshaber, die
Schreiber, die Beamten, die Männer von Erech, von Babel, von
Susa, das sind die Elamiter,
und die andern Völker, die der große und
berühmte Osnappar
hergebracht und in den Städten Samariens und in den
andern Orten jenseits des Euphrat* angesiedelt hat.
*Mit «jenseits des Euphrat»
wird die persische Provinz westlich des Euphrat bezeichnet.
Und dies ist die Abschrift des Briefes, den sie an ihn
sandten: An König Arthahsastha, deine Knechte, die Männer
jenseits des Euphrat.
Und nun sei dem König kundgetan, daß die Juden,
die von dir heraufgezogen und zu uns nach Jerusalem gekommen
sind, die aufrührerische und böse Stadt wieder aufbauen
wollen; sie haben begonnen, die Mauern zu errichten, und die
Fundamente sind schon gelegt.
So sei nun dem König kundgetan: Wenn diese Stadt
wieder aufgebaut wird und die Mauern wieder errichtet werden, so
werden sie Steuern, Abgaben und Zoll nicht mehr geben, und
zuletzt wird es den Königen Schaden bringen.
Weil wir aber das Salz des Königshauses essen und die
Schmach des Königs nicht länger sehen wollen, darum
schicken wir hin und lassen es den König wissen.
Man lasse in den Chroniken deiner Väter suchen, so
wirst du in den Chroniken finden und erfahren, daß diese
Stadt aufrührerisch ist und Königen und Ländern
Schaden gebracht hat und man in ihr auch von alters her Aufruhr
gemacht hat, - darum ist diese Stadt auch zerstört worden.
Und nun tun wir dem König kund, daß du hernach
nichts behalten wirst von dem, was jenseits des Euphrat liegt,
wenn diese Stadt wieder aufgebaut wird und ihre Mauern wieder
errichtet werden.
Da sandte der König folgende Antwort: An
Rehum, den Kanzler, und Schimschai, den Schreiber, und ihre
andern Genossen, die in Samaria wohnen und in den andern Orten
jenseits des Euphrat: Friede zuvor!
Und nun, der Brief, den ihr uns zugeschickt habt, ist mir
Wort für Wort vorgelesen worden.
Und auf meinen Befehl hat man nachgeforscht, und man fand
bestätigt, daß diese Stadt von alters her gegen die
Könige sich empört hat und Aufruhr und Abfall in ihr
geschehen ist.
Auch hat es mächtige Könige zu Jerusalem
gegeben, die geherrscht haben über alles, was jenseits des
Euphrat ist, so daß ihnen Steuern, Abgaben und Zoll gegeben
wurden.
So gebt nun den Befehl, daß man diesen Männern
wehre, damit die Stadt nicht wieder aufgebaut werde, bis von mir
der Befehl gegeben wird!
Seht euch vor, daß ihr nicht lässig hierin
seid, damit nicht den Königen großer Schaden entstehe!
Als nun der Brief des Königs Arthahsastha
gelesen wurde von Rehum und dem Schreiber Schimschai und von
ihren andern Genossen, zogen sie eilends hin nach Jerusalem zu
den Juden und wehrten ihnen mit Gewalt.
Da hörte die Arbeit am Hause Gottes in Jerusalem auf
und blieb liegen bis ins zweite Jahr des Darius, des Königs
von Persien.
Wiederaufnahme des Tempelbaus
Kapitel 5
Es weissagten aber die Propheten Haggai und Sacharja, der
Sohn Iddos, den Juden, die in Juda und Jerusalem wohnten, im
Namen des Gottes Israels, der über ihnen war.
Da machten sich auf Serubabel, der Sohn Sealthiëls,
und Jeschua, der Sohn Jozadaks, und fingen an, das Haus Gottes zu
Jerusalem aufzubauen, und mit ihnen die Propheten Gottes, die sie
stärkten.
Zu der Zeit kamen zu ihnen Tatnai, der Statthalter
des Gebietes jenseits des Euphrat, und Schethar-Bosnai und ihre
Genossen und sprachen: Wer hat euch befohlen, dies Haus
aufzubauen und diese Mauern zu errichten?
Dann sagten sie zu ihnen: Wie heißen die Männer,
die diesen Bau aufführen?
Aber das Auge ihres Gottes war über den Ältesten
der Juden, so daß ihnen nicht gewehrt wurde, bis man den
Bericht an Darius gelangen ließe und darüber ein Brief
käme.
Dies ist die Abschrift des Briefes Tatnais, des
Statthalters jenseits des Euphrat, und Schethar-Bosnais und ihrer
Genossen, der Beamten, die jenseits des Euphrat waren, an den
König Darius.
Die Botschaft, die sie ihm sandten, lautete: Dem König
Darius allen Frieden!
Es sei dem König kundgetan, daß wir ins
jüdische Land gekommen sind zu dem Hause des großen
Gottes; dies baute man mit behauenen Steinen und legte Balken in
die Wände, und die Arbeit ging unter ihrer Hand frisch
vonstatten.
Wir aber haben die Ältesten gefragt und zu ihnen
gesagt: Wer hat euch befohlen, dies Haus zu bauen und diese
Mauern zu errichten?
Auch fragten wir, wie sie hießen, damit wir es dir
kundtäten und die Namen der Männer aufschrieben, die an
ihrer Spitze stehen.
Sie aber gaben uns dies zur Antwort: Wir sind Knechte des
Gottes des Himmels und der Erde und bauen das Haus wieder auf,
das einst vor vielen Jahren hier gestanden und das ein großer
König Israels gebaut und vollendet hat.
Aber als unsere Väter den Gott des Himmels erzürnten,
gab er sie in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel,
des Chaldäers; der zerstörte dies Haus und führte
das Volk weg nach Babel.
Aber im ersten Jahr des Cyrus, des Königs von Babel,
befahl der König Cyrus, dies Haus Gottes wieder zu bauen.
Auch die goldenen und silbernen Geräte im Hause
Gottes, die Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem genommen und
in den Tempel zu Babel gebracht hatte, nahm der König Cyrus
aus dem Tempel zu Babel und gab sie Scheschbazar, den er zum
Statthalter einsetzte,
und sprach zu ihm: Nimm diese Geräte, zieh hin und
bringe sie in den Tempel zu Jerusalem, und das Haus Gottes soll
gebaut werden an seiner früheren Stätte.
Da kam jener Scheschbazar und legte den Grund zum Hause
Gottes zu Jerusalem. Seit der Zeit baut man, und es ist noch
nicht vollendet.
Gefällt es nun dem König, so lasse er in Babel
im Schatzhaus des Königs suchen, ob es von dem König
Cyrus befohlen sei, das Haus Gottes zu Jerusalem wieder
aufzubauen, und man sende uns des Königs Meinung darüber.
Der Erlaß des Cyrus über den Tempelbau
Kapitel 6
Da befahl der König Darius, daß man in Babel in
den Schatzhäusern, in denen die Bücher aufbewahrt
wurden, nachforschen sollte.
Da fand man in der Festung Achmetha, die in Medien liegt,
eine Schriftrolle, auf der geschrieben stand: Aufzeichnung.
Im ersten Jahr des Königs Cyrus befahl der König
Cyrus, das Haus Gottes in Jerusalem wieder aufzubauen als eine
Stätte, an der man opfert, und seinen Grund zu legen: seine
Höhe sechzig Ellen und seine Breite auch sechzig Ellen,
und drei Schichten von behauenen Steinen und eine Schicht
von Holz, und die Mittel sollen vom Hause des Königs gegeben
werden.
Auch soll man zurückgeben die goldenen und silbernen
Geräte des Hauses Gottes, die Nebukadnezar aus dem Tempel zu
Jerusalem weggenommen und nach Babel gebracht hat; man soll sie
zurückbringen in den Tempel zu Jerusalem an ihre Stätte
im Hause Gottes.
Vollendung des Tempelbaus unter Darius
So haltet euch nun fern von dieser Sache, du, Tatnai,
Statthalter jenseits des Euphrat, und Schethar-Bosnai mit euren
Genossen, ihr Beamten, die ihr jenseits des Euphrat seid!
Laßt sie arbeiten am Hause Gottes, damit der
Statthalter der Juden und ihre Ältesten das Haus Gottes an
seiner früheren Stätte wieder aufbauen.
Auch ist von mir befohlen worden, was ihr den Ältesten
der Juden darreichen sollt, um das Haus Gottes zu bauen, nämlich
daß man aus des Königs Schatz von dem, was einkommt
aus der Landschaft jenseits des Euphrat, mit Sorgfalt nehme und
gebe den Leuten regelmäßig, was sie bedürfen.
Und was sie bedürfen an Stieren, Widdern und Lämmern
zum Brandopfer für den Gott des Himmels, an Weizen, Salz,
Wein und Öl nach dem Wort der Priester in Jerusalem, das
soll man ihnen täglich geben, und es soll nicht lässig
geschehen,
damit sie opfern zum lieblichen Geruch dem Gott des
Himmels und bitten für das Leben des Königs und seiner
Söhne.
Ferner wird von mir befohlen: Wenn irgend jemand diesen
Erlaß übertritt, so soll ein Balken aus seinem Haus
herausgerissen und er daran aufrecht angeschlagen werden, und
sein Haus soll um seiner Tat willen zum Schutthaufen gemacht
werden.
Der Gott aber, der seinen Namen dort wohnen läßt,
bringe jeden König um und jedes Volk, das seine Hand
ausreckt, diesen Erlaß zu übertreten und das Haus
Gottes in Jerusalem zu zerstören. Ich, Darius, habe diesen
Befehl gegeben, damit er sorgfältig befolgt werde.
Da taten Tatnai, der Statthalter jenseits des
Euphrat, und Schethar-Bosnai und ihre Genossen sorgfältig
nach dem, was der König Darius ihnen befohlen hatte.
Und die Ältesten der Juden bauten, und es ging
vonstatten durch die Weissagung der Propheten Haggai und
Sacharja, des Sohnes Iddos, und sie bauten und vollendeten es
nach dem Befehl des Gottes Israels und nach dem Befehl des Cyrus,
Darius und Arthahsastha, der Könige von Persien,
und sie vollendeten das Haus bis zum dritten Tag des
Monats Adar
im sechsten Jahr der Herrschaft des Königs Darius.
Und die Kinder Israel, die Priester, die Leviten und die
andern, die aus der Gefangenschaft zurückgekommen waren,
hielten die Einweihung des Hauses Gottes mit Freuden
und opferten zur Einweihung des Hauses Gottes hundert
Stiere, zweihundert Widder, vierhundert Lämmer und zum
Sündopfer für ganz Israel zwölf Ziegenböcke
nach der Zahl der Stämme Israels
und bestellten die Priester nach ihren Abteilungen und die
Leviten nach ihren Ordnungen zum Dienst am Hause Gottes in
Jerusalem, wie es im Buch des Mose geschrieben steht.
Feier des Passafestes
Und die, die aus der Gefangenschaft zurückgekommen
waren, hielten Passa am vierzehnten Tage des ersten Monats.
Denn die Leviten hatten sich gereinigt Mann für Mann,
so daß sie alle rein waren, und schlachteten das Passa für
alle, die aus der Gefangenschaft zurückgekommen waren, und
für ihre Brüder, die Priester, und für sich.
Und es aßen das Passa die Kinder Israel, die aus der
Gefangenschaft zurückgekommen waren, und alle, die sich zu
ihnen abgesondert hatten von der Unreinheit der Heiden im Lande,
um den HERRN, den Gott Israels, zu suchen.
Und sie hielten das Fest der ungesäuerten Brote
sieben Tage lang mit Freuden; denn der HERR hatte sie fröhlich
gemacht und das Herz des Königs von Assur* ihnen zugewandt,
damit sie gestärkt würden zur Arbeit am Hause des
Gottes, der der Gott Israels ist.
*Gemeint ist hiermit der König von
Persien.
Esras Beauftragung durch Artaxerxes
Kapitel 7
Nach diesen Geschichten zog unter der Regierung des
Arthahsastha, des Königs von Persien, Esra herauf, der Sohn
Serajas, des Sohnes Asarjas, des Sohnes Hilkias,
des Sohnes Schallums, des Sohnes Zadoks, des Sohnes
Ahitubs,
des Sohnes Amarjas, des Sohnes Asarjas, des Sohnes
Merajoths,
des Sohnes Serachjas, des Sohnes Usis, des Sohnes Bukkis,
des Sohnes Abischuas, des Sohnes des Pinhas, des Sohnes
Eleasars, des Sohnes Aarons, des Hohenpriesters.
Dieser Esra zog von Babel herauf. Er war ein
Schriftgelehrter, kundig im Gesetz des Mose, das der HERR, der
Gott Israels, gegeben hatte. Und der König gab ihm alles,
was er erbat, weil die Hand des HERRN, seines Gottes, über
ihm war.
Und mit ihm zogen herauf einige von den Kindern Israel und
von den Priestern und Leviten, von den Sängern, Torhütern
und Tempelsklaven nach Jerusalem im siebenten Jahr des Königs
Arthahsastha.
Und er kam nach Jerusalem im fünften Monat, im
siebenten Jahr des Königs.
Am ersten Tage des ersten Monats nämlich hatte er
beschlossen, von Babel heraufzuziehen, und am ersten Tage des
fünften Monats kam er nach Jerusalem, weil die gnädige
Hand Gottes über ihm war.
Denn Esra richtete sein Herz darauf, das Gesetz des HERRN
zu erforschen und danach zu tun und Gebote und Rechte in Israel
zu lehren.
Erlaß des Königs Artaxerxes über Esras
Vollmacht
Und dies ist die Abschrift des Schreibens, das der König
Arthahsastha Esra gab, dem Priester und Schriftgelehrten, der
kundig war in den Worten der Gebote und Satzungen des HERRN für
Israel:
Arthahsastha, König aller Könige, an Esra, den
Priester und Beauftragten für das Gesetz des Gottes des
Himmels: Friede zuvor!
Und nun, von mir ist befohlen worden, daß alle, die
von dem Volk Israel und den Priestern und Leviten in meinem Reich
willig sind, nach Jerusalem zu ziehen, mit dir ziehen können,
weil du vom König und seinen sieben Räten
gesandt bist, um auf Grund des Gesetzes deines Gottes, das in
deiner Hand ist, nachzuforschen, wie es in Juda und Jerusalem
steht,
und hinzubringen Silber und Gold, das der König und
seine Räte freiwillig geben dem Gott Israels, dessen Wohnung
zu Jerusalem ist,
und was du sonst an Silber und Gold erhältst in der
ganzen Landschaft Babel samt dem, was das Volk und die Priester
freiwillig geben für das Haus ihres Gottes zu Jerusalem.
Alles das nimm und kaufe mit Sorgfalt von diesem Geld
Stiere, Widder, Lämmer und Speisopfer und Trankopfer dazu,
damit man sie opfere auf dem Altar des Hauses eures Gottes zu
Jerusalem.
Dazu, was dir und deinen Brüdern mit dem übrigen
Gelde zu tun gefällt, das tut nach dem Willen eures Gottes.
Und die Geräte, die dir gegeben sind zum Dienst im
Hause deines Gottes, übergib alle vor Gott in Jerusalem.
Auch was du sonst noch brauchst für das Haus deines
Gottes, was du ausgeben mußt, das bekommst du aus den
Schatzhäusern des Königs.
Ich, König Arthahsastha, habe allen Schatzmeistern
jenseits des Euphrat befohlen: Alles, was Esra, der Priester und
Beauftragte für das Gesetz des Gottes des Himmels, von euch
fordert, das tut mit Sorgfalt,
bis zu hundert Zentner Silber und hundert Sack Weizen und
hundert Eimer Wein und hundert Eimer Öl, und Salz in jeder
Menge.
Alles, was dir Gott befohlen hat, daß es gegeben
werde, das soll für das Haus des Gottes des Himmels mit
Hingabe geleistet werden, damit nicht der Zorn über das
Reich des Königs und seiner Söhne komme.
Und euch sei kundgetan, daß ihr nicht Macht habt,
Steuern, Abgaben und Zoll zu legen auf irgendeinen Priester,
Leviten, Sänger, Torhüter, Tempelsklaven, auf alle, die
im Hause dieses Gottes Dienst tun.
Du aber, Esra, setze nach der Weisheit deines Gottes, die
in deiner Hand ist, Richter und Rechtspfleger ein, die allem Volk
Recht sprechen, das jenseits des Euphrat wohnt, nämlich
allen, die das Gesetz deines Gottes kennen; und wer es nicht
kennt, den sollt ihr es lehren.
Aber jeder, der nicht sorgfältig das Gesetz deines
Gottes und das Gesetz des Königs hält, der soll sein
Urteil empfangen, es sei Tod oder Acht oder Buße an Hab und
Gut oder Gefängnis.
Gelobt sei der HERR, der Gott unserer Väter,
der solches dem König eingegeben hat, daß er das Haus
des HERRN in Jerusalem so herrlich mache,
und der mir die Gunst des Königs und seiner Räte
und aller mächtigen Oberen des Königs zugewandt hat!
Und ich ward getrost, weil die Hand des HERRN, meines Gottes,
über mir war, und sammelte aus Israel Sippenhäupter,
daß sie mit mir hinaufzögen.
Verzeichnis der mit Esra Zurückgekehrten
Kapitel 8
Dies sind die Häupter der Sippen mit ihren
Geschlechtsregistern, die mit mir heraufzogen von Babel zur Zeit,
als der König Arthahsastha regierte.
Von den Söhnen Pinhas: Gerschom; von den Söhnen
Ithamar: Daniel; von den Söhnen David: Hattusch, der Sohn
Schechanjas;
von den Söhnen Parosch: Sacharja und mit ihm
verzeichnet hundertundfünfzig Männer;
von den Söhnen Pahath-Moab: Eljoënai, der Sohn
Serachjas, und mit ihm zweihundert Männer;
von den Söhnen Sattu: Schechanja, der Sohn Jahasiëls,
und mit ihm dreihundert Männer;
von den Söhnen Adin: Ebed, der Sohn Jonathans, und
mit ihm fünfzig Männer;
von den Söhnen Elam: Jesaja, der Sohn Athaljas, und
mit ihm siebzig Männer;
von den Söhnen Schephatja: Sebadja, der Sohn
Michaels, und mit ihm achtzig Männer;
von den Söhnen Joab: Obadja, der Sohn Jehiëls,
und mit ihm zweihundertundachtzehn Männer;
von den Söhnen Bani: Schelomith, der Sohn Josiphjas,
und mit ihm hundertundsechzig Männer;
von den Söhnen Bebai: Sacharja, der Sohn Bebais, und
mit ihm achtundzwanzig Männer;
von den Söhnen Asgad: Johanan, der Sohn Hakkatans,
und mit ihm hundertundzehn Männer;
von den Söhnen Adonikam: die letzten, und sie hießen:
Eliphelet, Jeiël und Schemaja, und mit ihnen sechzig Männer;
von den Söhnen Bigewai: Uthai, der Sohn Sabbuds, und
mit ihm siebzig Männer.
Vorbereitung zum Aufbruch nach Jerusalem
Und ich versammelte sie am Fluß, der nach Ahawa
fließt, und wir blieben dort drei Tage. Und ich sah wohl
Volk und Priester, aber ich fand keine Leviten.
Da sandte ich hin Eliëser, Ariël, Schemaja,
Elnathan, Jarib, Elnathan, Nathan, Sacharja und Meschullam,
verständige Sippenhäupter,
und schickte sie zu Iddo, dem Vorsteher in Kasiphja, damit
sie uns Diener für das Haus unseres Gottes holten. Und ich
legte ihnen in den Mund, was sie reden sollten mit Iddo und
seinen Brüdern, die in Kasiphja waren.
Und sie brachten uns, weil die gnädige Hand unseres
Gottes über uns war, einen klugen Mann von den Söhnen
Machlis, des Sohnes Levis, des Sohnes Israels, nämlich
Scherebja mit seinen Söhnen und Brüdern, achtzehn;
und Haschabja und Jesaja, seinen Bruder, von den Söhnen
Merari und ihre Söhne, zwanzig;
und von den Tempelsklaven, die David und die Oberen
bestimmt hatten, den Leviten zu dienen, zweihundertundzwanzig.
Sie alle sind mit Namen aufgezeichnet.
Und ich ließ dort am Fluß bei Ahawa ein
Fasten ausrufen, damit wir uns vor unserm Gott demütigten,
um von ihm eine Reise ohne Gefahren zu erbitten für uns und
unsere Kinder und alle unsere Habe.
Denn ich schämte mich, vom König Geleit und
Reiter zu fordern, um uns auf dem Wege vor Feinden zu helfen.
Denn wir hatten dem König gesagt: Die Hand unseres Gottes
ist zum Besten über allen, die ihn suchen, und seine Stärke
und sein Zorn gegen alle, die ihn verlassen.
So fasteten wir und erbaten solches von unserm Gott; und
er erhörte uns.
Und ich sonderte zwölf der obersten Priester
aus, dazu Scherebja und Haschabja und mit ihnen zehn von ihren
Brüdern,
und wog ihnen dar das Silber und Gold und die Geräte
als Abgabe für das Haus unseres Gottes, die der König
und seine Räte und Oberen und ganz Israel, soviel ihrer
waren, gegeben hatten.
Ich wog ihnen dar und gab in ihre Hand
sechshundertundfünfzig Zentner Silber und an silbernen
Geräten hundert Zentner und an Gold hundert Zentner,
zwanzig goldene Becher, tausend Gulden wert, und zwei
schöne Gefäße aus goldglänzendem Kupfer, so
kostbar wie Gold,
und sprach zu Ihnen: Ihr seid heilig dem HERRN, und die
Geräte sind heilig, und das Silber und Gold sind eine
freiwillige Gabe für den HERRN, den Gott eurer Väter.
Seid nun wachsam und bewahrt es, bis ihr es darwägt
in Jerusalem in den Kammern des Hauses des HERRN vor den obersten
Priestern und Leviten und den Sippenhäuptern in Israel.
Da nahmen die Priester und Leviten das dargewogene Silber
und Gold und die Geräte, um sie nach Jerusalem zum Hause
unseres Gottes zu bringen.
Ankunft in Jerusalem
Dann brachen wir auf von dem Fluß bei Ahawa am
zwölften Tage des ersten Monats, um nach Jerusalem zu
ziehen. Und die Hand unseres Gottes war über uns und
errettete uns vor Feinden und vor solchen, die uns auf dem Wege
nachstellten.
Und wir kamen nach Jerusalem und ruhten dort drei Tage
aus.
Aber am vierten Tage wurden im Hause unseres Gottes das
Silber und Gold und die Geräte dargewogen dem Priester
Meremoth, dem Sohn Urias, und mit ihm Eleasar, dem Sohn des
Pinhas, und mit ihnen den Leviten Josabad, dem Sohn Jeschuas, und
Noadja, dem Sohn Binnuis,
nach Zahl und Gewicht eines jeden Stückes; und das
ganze Gewicht wurde aufgeschrieben.
Zu dieser Zeit opferten die Leute, die aus der
Gefangenschaft gekommen waren, Brandopfer dem Gott Israels, zwölf
junge Stiere für ganz Israel, sechsundneunzig Widder,
siebenundsiebzig Lämmer, zwölf Böcke zum
Sündopfer, alles zum Brandopfer für den HERRN.
Und sie übergaben die Befehle des Königs
den Amtleuten des Königs und den Statthaltern jenseits des
Euphrat. Und diese halfen dem Volk und dem Hause Gottes.
Esras Bußgebet wegen der Mischehen
Kapitel 9
Als das alles ausgerichtet war, traten die Oberen zu mir
und sprachen: Das Volk Israel und die Priester und Leviten haben
sich nicht abgesondert von den Völkern des Landes mit ihren
Greueln, nämlich von den Kanaanitern, Hethitern, Perisitern,
Jebusitern, Ammonitern, Moabitern, Ägyptern und Amoritern;
denn sie haben deren Töchter genommen für sich
und für ihre Söhne, und das heilige Volk hat sich
vermischt mit den Völkern des Landes. Und die Oberen und
Ratsherren waren die ersten bei diesem Treubruch.
Als ich dies hörte, zerriß ich mein Kleid und
meinen Mantel und raufte mir Haupthaar und Bart und setzte mich
bestürzt hin.
Und es versammelten sich bei mir alle, die über die
Worte des Gottes Israels erschrocken waren wegen des Treubruchs
derer, die aus der Gefangenschaft gekommen waren; und ich saß
bestürzt da bis zum Abendopfer.
Und um das Abendopfer faßte ich mich und
stand auf in meinem zerrissenen Kleid und Mantel, fiel auf meine
Knie und breitete meine Hände aus zu dem HERRN, meinem Gott,
und sprach: Mein Gott, ich schäme mich und scheue
mich, meine Augen aufzuheben zu dir, mein Gott; denn unsere
Missetat ist über unser Haupt gewachsen, und unsere Schuld
ist groß bis an den Himmel.
Von der Zeit unserer Väter an sind wir in großer
Schuld gewesen bis auf diesen Tag, und um unserer Missetat willen
sind wir und unsere Könige und Priester in die Hand der
Könige der Länder gegeben worden, ins Schwert, ins
Gefängnis, zum Raub und zur Schmach, so wie es heute ist.
Nun aber ist uns einen kleinen Augenblick Gnade von dem
HERRN, unserm Gott, geschehen, daß er uns noch Errettete
übriggelassen und uns einen festen Halt an seiner heiligen
Stätte gegeben hat, um unsere Augen aufleuchten und uns ein
wenig aufleben zu lassen in unserer Knechtschaft.
Denn wir sind Knechte, aber unser Gott hat uns nicht
verlassen in unserer Knechtschaft und hat uns die Gunst der
Könige von Persien zugewandt, daß er uns wieder
aufleben läßt, um das Haus unseres Gottes aufzubauen
und es aus seinen Trümmern wieder aufzurichten, damit er uns
ein Bollwerk in Juda und Jerusalem gebe.
Und nun, unser Gott, was sollen wir nach alledem
sagen? Wir haben deine Gebote verlassen,
die du durch deine Knechte, die Propheten, gegeben hast,
als sie sagten: Das Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu
nehmen, ist ein unreines Land durch die Unreinheit der Völker
des Landes mit ihren Greueln, mit denen sie es von einem Ende bis
zum andern Ende in ihrer Unreinheit angefüllt haben.
So sollt ihr nun eure Töchter nicht ihren Söhnen
geben, und ihre Töchter sollt ihr nicht für eure Söhne
nehmen. Und laßt sie nicht zu Frieden und Wohlstand kommen
ewiglich, damit ihr mächtig werdet und das Gut des Landes
eßt und es euren Kindern vererbt auf ewige Zeiten. -
Aber nach allem, was über uns gekommen ist um unserer
bösen Werke und großen Schuld willen – und du,
unser Gott, hast unsere Missetat nicht bestraft, wie wir's
verdient hätten, und hast uns diese Schar von Erretteten
gegeben -,
sollten wir wiederum deine Gebote übertreten, daß
wir uns vermischten mit den Völkern, die diese Greuel tun?
Wirst du nicht über uns zürnen, bis es ganz aus ist, so
daß es weder einen Rest noch Entronnene gibt?
HERR, Gott Israels, du bist getreu; denn wir sind
übriggeblieben als Errettete, wie es heute ist. Siehe, hier
sind wir vor dir in unserer Schuld; darum können wir nicht
bestehen vor deinem Angesicht.
Auflösung der Mischehen
Kapitel 10
Und wie nun Esra vor dem Hause Gottes auf den Knien lag
und weinend betete und bekannte, sammelte sich um ihn aus Israel
eine sehr große Gemeinde von Männern, Frauen und
Kindern; denn das Volk weinte sehr.
Und Schechanja, der Sohn Jehiëls, von den Söhnen
Elam, hob an und sprach zu Esra: Wir haben unserm Gott die Treue
gebrochen, als wir uns fremde Frauen von den Völkern des
Landes genommen haben. Nun, es ist trotz allem noch Hoffnung für
Israel!
So laßt uns nun mit unserm Gott einen Bund
schließen, daß wir alle fremden Frauen und die
Kinder, die von ihnen geboren sind, hinaustun nach dem Rat meines
Herrn und derer, die die Gebote unseres Gottes fürchten, daß
man tue nach dem Gesetz.
So steh nun auf! Denn dir gebührt's zu handeln, und
wir wollen mit dir sein. Sei getrost und tu es!
Da stand Esra auf und nahm einen Eid von den
obersten Priestern, den Leviten und ganz Israel, daß sie
nach diesem Wort tun sollten. Und sie schworen.
Und Esra ging fort von dem Platz vor dem Hause Gottes und
ging in die Kammer Johanans, des Sohnes Eljaschibs. Und er blieb
dort über Nacht, aß kein Brot und trank kein Wasser;
denn er trug Leid um den Treubruch derer, die aus der
Gefangenschaft gekommen waren.
Und man ließ ausrufen in Juda und Jerusalem
für alle, die in der Gefangenschaft gewesen waren, daß
sie sich in Jerusalem versammeln sollten;
und wer nicht in drei Tagen nach dem Ratschluß der
Oberen und Ältesten käme, dessen ganze Habe sollte dem
Bann verfallen und er selbst ausgeschlossen sein aus der Gemeinde
derer, die aus der Gefangenschaft gekommen waren.
Da versammelten sich alle Männer von Juda und
Benjamin in Jerusalem auf den dritten Tag, den zwanzigsten im
neunten Monat. Und alles Volk saß auf dem Platz vor dem
Hause Gottes, zitternd wegen der Sache und des strömenden
Regens.
Und Esra, der Priester, stand auf und sprach zu ihnen: Ihr
habt dem Herrn die Treue gebrochen, als ihr euch fremde Frauen
genommen und so die Schuld Israels gemehrt habt.
Bekennt sie nun dem HERRN, dem Gott eurer Väter, und
tut seinen Willen und scheidet euch von den Völkern des
Landes und von den fremden Frauen.
Da antwortete die ganze Gemeinde und sprach mit lauter
Stimme: Es geschehe, wie du uns gesagt hast!
Aber es ist viel Volk hier, und es ist Regenzeit, und man
kann nicht draußen stehen; auch ist es nicht in ein oder
zwei Tagen getan, denn wir haben in dieser Sache viel gesündigt.
Unsere Oberen sollen die ganze Gemeinde vertreten, daß
alle, die sich in unsern Städten fremde Frauen genommen
haben, zu bestimmten Zeiten kommen und mit ihnen die Ältesten
einer jeden Stadt und ihre Richter, bis der Zorn unseres Gottes
um dieser Sache willen von uns gewendet werde.
Nur Jonathan, der Sohn Asahels, und Jachseja, der Sohn
Tikwas, widersetzten sich, und Meschullam und Schabthai, der
Levit, halfen ihnen.
Doch die aus der Gefangenschaft gekommen waren, taten, wie
sie versprochen hatten. Und der Priester Esra sonderte sich
Männer aus, die Häupter ihrer Sippen, alle namentlich
genannt, und sie traten zusammen am ersten Tage des zehnten
Monats, um diese Sache zu untersuchen.
Und sie brachten's zum Abschluß bei allen Männern,
die fremde Frauen hatten, bis zum ersten Tage des ersten Monats.
Und es wurden gefunden unter den Priestern, die
sich fremde Frauen genommen hatten: bei den Söhnen Jeschuas,
des Sohnes Jozadaks, und seinen Brüdern: Maaseja, Eliëser,
Jarib und Gedalja,
und sie gaben die Hand darauf, daß sie ihre Frauen
ausstoßen und einen Widder für ihre Schuld als
Schuldopfer geben wollten;
bei den Söhnen Immer: Hanani und Sebadja;
bei den Söhnen Harim: Maaseja, Elia, Schemaja, Jehiël
und Usia;
bei den Söhnen Paschhur: Eljoënai, Maaseja,
Ismael, Nathanael, Josabad und Elasa;
unter den Leviten: Josabad, Simeï
und Kelaja, das ist Kelita, Pethachja, Juda und Eliëser;
unter den Sängern: Eljaschib; unter den Torhütern:
Schallum, Telem und Uri.
Unter den übrigen Israeliten: bei den Söhnen
Parosch: Ramja, Jisia, Malkia, Mijjamin, Eleasar, Haschabja und
Benaja;
bei den Söhnen Elam: Mattanja, Sacharja, Jehiël,
Abdi, Jeremoth und Elia;
bei den Söhnen Sattu: Eljoënai, Eljaschib,
Mattanja, Jeremoth, Sabad und Asisa;
bei den Söhnen Bebai: Johanan, Hananja, Sabbai und
Athlai;
bei den Söhnen Bigewai: Meschullam, Malluch, Adaja,
Jaschub, Scheal und Jeremoth;
bei den Söhnen Pahath-Moab: Adna, Kelal, Benaja,
Maaseja, Mattanja, Bezalel, Binnui und Manasse;
bei den Söhnen Harim: Eliëser, Jischia, Malkia,
Schemaja, Simeon,
Benjamin, Malluch und Schemarja;
bei den Söhnen Haschum: Mattenai, Mattatta, Sabad,
Eliphelet, Jeremai, Manasse und Simeï;
bei den Söhnen Bani: Maadai, Amram, Uël,
Benaja, Bedja, Keluhi,
Wanja, Meremoth, Eljaschib,
Mattanja, Mattenai, Jaasai;
bei den Söhnen Binnui: Simeï,
Schelemja, Nathan, Adaja,
Machnadbai, Schaschai, Scharai,
Asarel, Schelemja, Schemarja,
Schallum, Amarja und Joseph;
bei den Söhnen Nebo: Jeiël, Mattithja, Sabad,
Sebina, Jaddai, Joel und Benaja.
Diese alle hatten sich fremde Frauen genommen; und nun
entließen sie Frauen und Kinder.
DAS
BUCH NEHEMIA
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