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DAS ZWEITE BUCH DER CHRONIK

Kapitel 18 - 36







Josaphats Verbindung mit Ahab von Israel

Kapitel 18

  1. Und Josaphat hatte großen Reichtum und viel Ehre und verschwägerte sich mit Ahab.

  2. Und nach einigen Jahren zog er hinab zu Ahab nach Samaria. Und Ahab ließ für ihn und für das Volk, das bei ihm war, viele Schafe und Rinder schlachten. Und er beredete ihn, daß er hinaufzöge nach Ramoth in Gilead.

  3. Ahab, der König von Israel, sprach zu Josaphat, dem König von Juda: Willst du mit mir nach Ramoth in Gilead ziehen? Er sprach zu ihm: Ich bin wie du und mein Volk wie dein Volk; wir wollen mit dir in den Kampf.

  4. Aber Josaphat sprach zum König von Israel: Frage doch zuerst nach dem Wort des HERRN!

  5. Und der König von Israel versammelte vierhundert Propheten und sprach zu ihnen: Sollen wir nach Ramoth in Gilead in den Kampf ziehen, oder soll ich's lassen? Sie sprachen: Zieh hinauf! Gott wird es in des Königs Hand geben.

  6. Josaphat aber sprach: Ist nicht noch irgend ein Prophet des HERRN hier, daß wir durch ihn den Herrn befragen?

  7. Der König von Israel sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann hier, durch den man den HERRN befragen kann; aber ich bin ihm gram, denn er weissagt über mich nichts Gutes, sondern immer nur Böses, nämlich Micha, der Sohn Jimlas. Josaphat sprach: Der König rede so nicht!

  8. Und der König von Israel rief einen seiner Kämmerer und sprach: Bringe eilends her Micha, den Sohn Jimlas!

  9. Und der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, saßen ein jeder auf seinem Thron, mit ihren königlichen Kleidern angetan. Sie saßen aber auf dem Platz vor dem Tor von Samaria, und alle Propheten fingen an, vor ihnen zu weissagen.

  10. Und Zedekia, der Sohn Kenaanas, machte sich eiserne Hörner und sprach: So spricht der HERR: Hiermit wirst du die Aramäer niederstoßen, bis du sie aufreibst.

  11. Und alle Propheten weissagten ebenso und sprachen: Zieh hinauf nach Ramoth in Gilead! Es wird dir gelingen, der HERR wird es in des Königs Hand geben.

  12. Und der Bote, der hingegangen war, um Micha zu rufen, sprach zu ihm: Siehe, die Worte der Propheten sind einmütig gut für den König. Laß doch auch dein Wort wie ihr Wort sein und rede Gutes.

  13. Micha aber sprach: So wahr der HERR lebt: was mein Gott sagen wird, das will ich reden.

  14. Und als er zum König kam, sprach der König zu ihm: Micha, sollen wir nach Ramoth in Gilead in den Kampf ziehen, oder soll ich's lassen? Er sprach: Ja, zieht hinauf! Es wird euch gelingen, sie werden in eure Hände gegeben werden.

  15. Aber der König sprach zu ihm: Wie oft soll ich dich beschwören, daß du mir im Namen des HERRN nichts als die Wahrheit sagst!

  16. Da sprach er: Ich sah ganz Israel zerstreut auf den Bergen wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und der HERR sprach: Diese haben keinen Herrn. Ein jeder kehre wieder heim mit Frieden! -

  17. Da sprach der König von Israel zu Josaphat: Sagte ich dir nicht: Er weissagt nichts Gutes über mich, sondern nur Böses?

  18. Micha aber sprach: Darum höret des HERRN Wort! Ich sah den HERRN sitzen auf seinem Thron, und das ganze himmlische Heer stand zu seiner Rechten und zu seiner Linken.

  19. Und der HERR sprach: Wer will Ahab, den König von Israel, betören, daß er hinaufziehe und falle bei Ramoth in Gilead? Und als dieser so und jener anders redete,

  20. trat ein Geist vor und stellte sich vor den HERRN und sprach: Ich will ihn betören. Der HERR aber sprach zu ihm: Womit?

  21. Er sprach: Ich will ausfahren und ein Lügengeist sein in aller seiner Propheten Mund. Und der Herr sprach: Du wirst ihn betören und wirst es ausrichten; fahr hin und tu das!

  22. Nun siehe, der HERR hat einen Lügengeist in den Mund dieser deiner Propheten gegeben, und der HERR hat Unheil gegen dich geredet.

  23. Da trat herzu Zedekia, der Sohn Kenaanas, und schlug Micha auf die Backe und sprach: Auf welchem Wege sollte der Geist des HERRN von mir gewichen sein, um nun durch dich zu reden?

  24. Micha sprach: Wahrlich, an jenem Tage wirst du es sehen, wenn du von einer Kammer in die andere gehst, um dich zu verstecken.

  25. Aber der König von Israel sprach: Nehmt Micha und bringt ihn zu Amon, dem Stadthauptmann, und zu Joas, dem Sohn des Königs,

  26. und sagt: So spricht der König: Legt diesen ins Gefängnis und speist ihn nur kärglich mit Brot und Wasser, bis ich wiederkomme mit Frieden!

  27. Micha sprach: Kommst du mit Frieden wieder, so hat der HERR nicht durch mich geredet. Und er sprach: Höret, alle Völker!

  28. So zogen der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, hinauf nach Ramoth in Gilead.

  29. Und der König von Israel sprach zu Josaphat: Ich will mich verkleiden und in den Kampf ziehen, du aber behalte deine königlichen Kleider an! Und der König von Israel verkleidete sich, und sie zogen in den Kampf.

  30. Aber der König von Aram hatte den Obersten über seine Wagen geboten: Ihr sollt nicht kämpfen gegen Geringe und Hohe, sondern allein gegen den König von Israel.

  31. Als nun die Obersten der Wagen Josaphat sahen, dachten sie, es sei der König von Israel, und umringten ihn, um gegen ihn zu kämpfen. Aber Josaphat schrie, und der HERR half ihm, und Gott lockte sie von ihm weg.

  32. Denn als die Obersten der Wagen merkten, daß er nicht der König von Israel war, wandten sie sich von ihm ab.

  33. Es spannte aber ein Mann seinen Bogen von ungefähr und schoß den König von Israel zwischen Panzer und Wehrgehänge. Da sprach er zu seinem Wagenlenker: Wende um und führe mich aus dem Kampf; denn ich bin verwundet!

  34. Aber der Kampf nahm immer mehr zu an jenem Tage, und der König von Israel blieb in seinem Wagen stehen gegenüber den Aramäern bis zum Abend; und er starb, als die Sonne unterging.

Kapitel 19

  1. Josaphat aber, der König von Juda, kam wieder heim mit Frieden nach Jerusalem.

  2. Und es ging ihm der Seher Jehu, der Sohn Hananis, entgegen und sprach zum König Josaphat: Sollst du so dem Gottlosen helfen und die lieben, die den HERRN hassen? Darum kommt über dich der Zorn vom HERRN.

  3. Etwas Gutes ist aber doch an dir gefunden, daß du die Bilder der Aschera aus dem Lande ausgetilgt und dein Herz darauf gerichtet hast, Gott zu suchen.

Josaphat ordnet die Rechtsprechung

  1. Und Josaphat blieb in Jerusalem. Und er zog wieder im Volk umher von Beerseba an bis auf das Gebirge Ephraim und brachte sie zurück zu dem HERRN, dem Gott ihrer Väter.

  2. Und er bestellte Richter im Lande in allen festen Städten Judas, Stadt für Stadt,

  3. und sprach zu den Richtern: Seht zu, was ihr tut! Denn ihr haltet Gericht nicht im Namen von Menschen, sondern im Namen des HERRN, und er ist bei euch, wenn ihr Recht sprecht.

  4. Darum laßt die Furcht des HERRN bei euch sein, haltet und tut das Recht; denn bei dem HERRN, unserm Gott, ist kein Unrecht, weder Ansehen der Person noch Annehmen von Geschenken.

  5. Auch bestellte Josaphat in Jerusalem einige aus den Leviten und Priestern und Sippenhäuptern Israels für das Gericht des HERRN und für die Streitfälle der Einwohner Jerusalems.

  6. Ihnen gebot er und sprach: Tut also in der Furcht des HERRN, in Treue und mit ganzem Herzen!

  7. In allen Streitfällen, die vor euch kommen von euren Brüdern, die in ihren Städten wohnen, es gehe um Bluttat, um Gesetz und Gebot, um Satzungen und Rechte, da sollt ihr sie unterrichten, daß sie sich nicht am HERRN verschulden und ein Zorn über euch und eure Brüder komme. Tut also, so werdet ihr euch nicht verschulden.

  8. Siehe, der Hohepriester Amarja ist über euch bestellt in allen Sachen des HERRN, und Sebadja, der Sohn Ismaels, der Vorsteher im Hause Judas, in allen Sachen des Königs; und als Amtleute habt ihr die Leviten bei euch. Geht unverzagt ans Werk, und der HERR wird mit dem Guten sein.

Josaphats Sieg über die Ammoniter und Moabiter

Kapitel 20

  1. Danach kamen die Moabiter, die Ammoniter und mit ihnen auch Mëuniter, um gegen Josaphat zu kämpfen.

  2. Und man kam und sagte zu Josaphat: Es kommt gegen dich eine große Menge von jenseits des Salzmeeres, von Edom, und siehe, sie sind schon in Hazezon-Thamar, das ist En-Gedi.

  3. Josaphat aber fürchtete sich und richtete sein Angesicht darauf, den HERRN zu suchen; und er ließ in ganz Juda ein Fasten ausrufen.

  4. Und Juda kam zusammen, den HERRN zu suchen; auch aus allen Städten Judas kamen sie, den HERRN zu suchen.

  5. Und Josaphat trat hin unter die Gemeinde Judas und Jerusalems im Hause des HERRN vorn im neuen Vorhof

  6. und sprach: HERR, du Gott unserer Väter, bist du nicht Gott im Himmel und Herrscher über alle Königreiche der Heiden? Und in deiner Hand ist Kraft und Macht, und es ist niemand, der dir zu widerstehen vermag.

  7. Hast du, unser Gott, nicht die Bewohner dieses Landes vertrieben vor deinem Volk Israel und hast es den Nachkommen Abrahams, deines Freundes, gegeben für immer?

  8. Und sie wohnten darin und haben dir ein Heiligtum für deinen Namen gebaut und gesagt:

  9. Wenn Unglück, Schwert, Strafe, Pest oder Hungersnot über uns kommen, werden wir vor diesem Hause und vor dir stehen – denn dein Name ist in diesem Hause – und zu dir schreien in unserer Not, und du wirst hören und helfen.

  10. Nun siehe, die Ammoniter, Moabiter und die vom Gebirge Seïr, durch die du Israel nicht hindurchziehen ließest, als sie aus Ägyptenland kamen – sondern sie mußten vor ihnen weichen und durften sie nicht ausrotten -,

  11. siehe, sie lassen uns das entgelten und kommen, uns auszutreiben aus deinem Eigentum, das du uns gegeben hast.

  12. Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft gegen dies große Heer, das gegen uns kommt. Wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern unsere Augen sehen nach dir.

  13. Und ganz Juda stand vor dem HERRN mit seinen Alten, Frauen und Kindern.

  14. Aber der Geist des HERRN kam mitten in der Gemeinde auf Jahasiël, den Sohn Sacharjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes Jehiëls, des Sohnes Mattanjas, den Leviten aus den Söhnen Asaph.

  15. Und Jahasiël sprach: Merket auf, ganz Juda und ihr Einwohner von Jerusalem und du, König Josaphat! So spricht der HERR zu euch: Ihr sollt euch nicht fürchten und nicht verzagen vor diesem großen Heer; denn nicht ihr kämpft, sondern Gott.

  16. Morgen sollt ihr gegen sie hinabziehen. Wenn sie den Höhenweg von Ziz heraufkommen, werdet ihr auf sie treffen, wo das Tal endet, vor der Wüste Jeruël.

  17. Aber nicht ihr werdet dabei kämpfen; tretet nur hin und steht und seht die Hilfe des HERRN, der mit euch ist, Juda und Jerusalem! Fürchtet euch nicht und verzaget nicht! Morgen zieht ihnen entgegen! Der HERR ist mit euch.

  18. Da beugte sich Josaphat mit seinem Antlitz zur Erde, und ganz Juda und die Einwohner von Jerusalem fielen vor dem HERRN nieder und beteten den HERRN an.

  19. Und die Leviten von den Söhnen Kehath und von den Söhnen Korah schickten sich an, den HERRN, den Gott Israels, zu loben mit laut schallender Stimme.

  20. Und sie machten sich früh am Morgen auf und zogen aus zur Wüste Thekoa. Und als sie auszogen, trat Josaphat hin und sprach: Höret mir zu, Juda und ihr Einwohner von Jerusalem! Glaubet an den HERRN, euren Gott, so werdet ihr sicher sein, und glaubet seinen Propheten, so wird es euch gelingen.

  21. Und er beriet sich mit dem Volk und bestellte Sänger für den HERRN, daß sie in heiligem Schmuck Loblieder sängen und vor den Kriegsleuten herzögen und sprächen: Danket dem HERRN; denn seine Barmherzigkeit währet ewiglich.

  22. Und als sie anfingen mit Danken und Loben, ließ der HERR einen Hinterhalt kommen über die Ammoniter und Moabiter und die vom Gebirge Seïr, die gegen Juda ausgezogen waren, und sie wurden geschlagen.

  23. Es stellten sich die Ammoniter und Moabiter gegen die Leute vom Gebirge Seïr, um sie auszurotten und zu vertilgen. Und als sie die Leute vom Gebirge Seïr alle aufgerieben hatten, kehrte sich einer gegen den andern, und sie wurden einander zum Verderben.

  24. Als aber Juda an den Ort kam, wo man in die Wüste sehen kann, und sie sich gegen das Heer wenden wollten, siehe, da lagen nur Leichname auf der Erde; keiner war entronnen.

  25. Und Josaphat kam mit seinem Volk, die Beute auszuteilen, und sie fanden Vieh in Menge und Güter und Kleider und kostbare Geräte und nahmen sich so viel weg, daß es kaum zu tragen war, und teilten drei Tage die Beute aus; denn es war viel.

  26. Am vierzehnten Tage aber kamen sie zusammen im Lobetal; denn dort lobten sie den HERRN. Daher heißt die Stätte «Lobetal» bis auf diesen Tag.

  27. So kehrte jedermann von Juda und Jerusalem wieder um und Josaphat an der Spitze, daß sie nach Jerusalem zögen mit Freuden; denn der HERR hatte ihnen Freude gegeben an ihren Feinden.

  28. Und sie zogen in Jerusalem ein mit Psaltern, Harfen und Trompeten zum Hause des HERRN.

  29. Und der Schrecken Gottes kam über alle Königreiche der Länder, als sie hörten, daß der HERR gegen die Feinde Israels gestritten hatte.

  30. Also hatte das Königreich Josaphats Frieden, und sein Gott gab ihm Ruhe ringsumher.

Josaphats Vertrag mit Ahasja von Israel

  1. Und Josaphat regierte über Juda; er war fünfunddreißig Jahre alt, als er König wurde; und er regierte fünfundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Asuba, eine Tochter Schilhis.

  2. Und er wandelte in dem Wege seines Vaters Asa und ließ nicht davon ab und tat, was dem HERRN wohlgefiel.

  3. Nur die Opferhöhen wurden nicht entfernt; denn das Volk hatte sein Herz noch nicht ganz zu dem Gott seiner Väter gewandt.

  4. Was aber mehr von Josaphat zu sagen ist, die frühere und die spätere Geschichte, siehe, das steht geschrieben in den Geschichten Jehus, des Sohnes Hananis, die aufgenommen sind in das Buch der Könige von Israel.

  5. Danach schloß Josaphat, der König von Juda, einen Vertrag mit Ahasja, dem König von Israel, der gottlos war in seinem Tun.

  6. Er kam mit ihm überein, Schiffe zu bauen, um nach Tarsis zu fahren; und sie bauten die Schiffe in Ezjon-Geber.

  7. Aber Eliëser, der Sohn Dodawas von Marescha, weissagte gegen Josaphat und sprach: Weil du mit Ahasja übereingekommen bist, zerstört der HERR dein Werk. Und die Schiffe zerschellten und konnten nicht nach Tarsis fahren.

Jorams gottlose Regierung

Kapitel 21

  1. Und Josaphat legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Und sein Sohn Joram wurde König an seiner Statt.

  2. Und Joram hatte Brüder, Josaphats Söhne: Asarja, Jehiël, Sacharja, Asarja, Michael und Schephatja; diese alle waren Söhne Josaphats, des Königs von Juda.

  3. Und ihr Vater gab ihnen viele Gaben an Silber, Gold und Kleinoden, dazu feste Städte in Juda; aber das Königtum gab er Joram; denn der war der Erstgeborene.

  4. Als aber Joram das Königtum seines Vaters übernommen hatte und mächtig wurde, erschlug er alle seine Brüder mit dem Schwert, dazu auch einige Obere in Israel.

  5. Zweiunddreißig Jahre alt war Joram, als er König wurde; und er regierte acht Jahre zu Jerusalem

  6. und wandelte in dem Wege der Könige von Israel, wie das Haus Ahab getan hatte; denn Ahabs Tochter war seine Frau. Und er tat, was dem HERRN mißfiel.

  7. Aber der HERR wollte das Haus David nicht verderben um des Bundes willen, den er mit David geschlossen hatte, und wie er ihm zugesagt hatte, ihm eine Leuchte zu geben und seinen Söhnen immerdar.

  8. Zu seiner Zeit fielen die Edomiter von Juda ab und setzten einen König über sich.

  9. Da zog Joram hin mit seinen Obersten und alle Wagen mit ihm, und er machte sich des Nachts auf und schlug die Edomiter, die ihn umringt hatten, und die Obersten über die Wagen.

  10. Doch blieben die Edomiter abtrünnig von Juda bis auf diesen Tag. Zur selben Zeit fiel Libna auch von ihm ab; denn er hatte den HERRN, den Gott seiner Väter, verlassen.

  11. Auch machte er Opferhöhen in den Städten Judas und verleitete die Einwohner von Jerusalem zur Abgötterei und verführte Juda.

  12. Es kam aber ein Brief zu ihm von dem Propheten Elia, der lautete: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Weil du nicht gewandelt bist in den Wegen deines Vaters Josaphat und nicht in den Wegen Asas, des Königs von Juda,

  13. sondern wandelst in dem Wege der Könige von Israel und verleitest Juda und die Bewohner von Jerusalem zur Abgötterei nach der Abgötterei des Hauses Ahab und weil du dazu erschlagen hast deine Brüder, deines Vaters Haus, die besser waren als du,

  14. siehe, so wird dich der HERR mit einer großen Plage schlagen an deinem Volk, an deinen Kindern, an deinen Frauen und an aller deiner Habe.

  15. Du aber wirst viel Krankheit haben in deinen Eingeweiden, bis über Jahr und Tag deine Eingeweide vor Krankheit heraustreten.

  16. Und der HERR erweckte gegen Joram den Geist der Philister und Araber, die neben den Kuschitern wohnen.

  17. Und sie zogen herauf und brachen in Juda ein und führten alle Habe weg, die vorhanden war im Hause des Königs, dazu seine Söhne und seine Frauen, so daß ihm kein Sohn übrigblieb außer Joahas, seinem jüngsten Sohn.

  18. Und nach dem allen plagte ihn der HERR mit einer Krankheit in seinen Eingeweiden; die war nicht zu heilen.

  19. Und als das über Jahr und Tag währte, bis die Zeit von zwei Jahren um war, traten in seiner Krankheit seine Eingeweide heraus, und er starb unter schlimmen Schmerzen. Und man machte keinen Brand ihm zu Ehren, wie man seinen Vätern getan hatte.

  20. Zweiunddreißig Jahre alt war er, als er König wurde; und er regierte acht Jahre zu Jerusalem und ging dahin unbedauert. Und sie begruben ihn in der Stadt Davids, aber nicht in den Gräbern der Könige.

Ahasjas gottlose Regierung

Kapitel 22

  1. Und die Einwohner von Jerusalem machten Ahasja, Jorams jüngsten Sohn, zum König an seiner Statt; denn die streifende Rotte, die mit den Arabern ins Lager gekommen war, hatte die älteren Söhne alle erschlagen. Darum wurde Ahasja König, der Sohn Jorams, des Königs von Juda.

  2. Zweiundzwanzig Jahre alt war Ahasja, als er König wurde; und er regierte ein Jahr zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Athalja, die Tochter Omris.

  3. Und auch er wandelte in den Wegen des Hauses Ahab; denn seine Mutter hielt ihn dazu an, gottlos zu sein.

  4. Darum tat er, was dem HERRN mißfiel, wie das Haus Ahab; denn sie waren seine Ratgeber nach seines Vaters Tod, ihm zum Verderben.

  5. Er wandelte nach ihrem Rat; denn er zog hin mit Joram, dem Sohn Ahabs, dem König von Israel, in den Kampf nach Ramoth in Gilead gegen Hasaël, den König von Aram. Aber die Aramäer verwundeten Joram,

  6. so daß er umkehrte, um sich in Jesreel heilen zu lassen von den Wunden, die ihm bei Rama geschlagen waren, als er mit Hasaël, dem König von Aram, kämpfte. Und Ahasja, der Sohn Jorams, der König von Juda, zog hinab, um Joram, den Sohn Ahabs, in Jesreel zu besuchen, weil er krank lag;

  7. denn es war von Gott über Ahasja zu seinem Verderben beschlossen, daß er zu Joram käme. Und als er kam, zog er mit Joram aus gegen Jehu, den Sohn Nimschis, den der HERR gesalbt hatte, um das Haus Ahab auszurotten.

  8. Als nun Jehu die Strafe am Hause Ahab vollzog, traf er auf einige Obere aus Juda und auf die Söhne der Brüder Ahasjas, die Ahasja dienten, und er tötete sie.

  9. Und er suchte Ahasja, und man fing ihn in Samaria, wo er sich versteckt hatte, und er wurde zu Jehu gebracht. Der tötete ihn, und man begrub ihn; denn sie sprachen: Er ist Josaphats Sohn, der von ganzem Herzen den HERRN suchte. Und es war niemand mehr aus dem Hause Ahasjas, der zum Königtum tüchtig war.

Joas wird gegen Athalja zum König erhoben

  1. Als aber Athalja, die Mutter Ahasjas, sah, daß ihr Sohn tot war, machte sie sich auf und brachte um alle vom königlichen Geschlecht im Hause Juda.

  2. Aber Joschabath, eine Königstochter, nahm Joas, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn aus der Mitte der Söhne des Königs, die getötet wurden, und brachte ihn mit seiner Amme in die Bettenkammer. So verbarg ihn Joschabath, die Tochter des Königs Joram, die Frau des Priesters Jojada, - denn sie war Ahasjas Schwester – vor Athalja, so daß er nicht getötet wurde.

  3. Und er war bei ihnen im Hause Gottes versteckt sechs Jahre, solange Athalja im Lande Königin war.

Kapitel 23

  1. Aber im siebenten Jahr faßte Jojada Mut und schloß einen Bund mit den Hauptleuten über hundert, nämlich mit Asarja, dem Sohn Jerohams, Ismael, dem Sohn Johanans, Asarja, dem Sohn Obeds, Maaseja, dem Sohn Adajas, und Elischaphat, dem Sohn Sichris.

  2. Die zogen umher in Juda und brachten die Leviten aus allen Städten Judas zusammen und die Häupter der Sippen in Israel, daß sie nach Jerusalem kämen.

  3. Und die ganze Gemeinde schloß einen Bund im Hause Gottes mit dem König. Und Jojada sprach zu ihnen: Siehe, des Königs Sohn soll König sein, wie der HERR den Söhnen David zugesagt hat.

  4. So sollt ihr nun tun: Ein Drittel von euch, den Priestern und Leviten, die am Sabbat ihren Dienst antreten, soll Wache halten an den Toren

  5. und ein Drittel im Hause des Königs und ein Drittel am Grundtor; aber alles Volk soll in den Vorhöfen am Hause des HERRN sein.

  6. Und daß niemand in das Haus des HERRN gehe! Nur die Priester und die Leviten, die Dienst tun, die sollen hineingehen, denn sie sind heilig; und alles Volk tue nach dem Gebot des HERRN.

  7. Und die Leviten sollen sich rings um den König herumstellen, ein jeder mit seiner Waffe in der Hand. Und wer in das Haus des Herrn geht, der sei des Todes! Und sie sollen um den König sein, wenn er aus- und eingeht.

  8. Und die Leviten und ganz Juda taten, wie der Priester Jojada geboten hatte, und ein jeder nahm seine Leute, die am Sabbat antraten, samt denen, die am Sabbat abtraten. Denn der Priester Jojada ließ die Abteilungen nicht auseinandergehen.

  9. Und der Priester Jojada gab den Hauptleuten über hundert die Spieße und Schilde und Waffen des Königs David, die im Hause Gottes waren,

  10. und stellte alles Volk auf, einen jeden mit seiner Waffe in der Hand, von der rechten Seite des Hauses im Süden bis zur linken Seite im Norden vor dem Altar und dem Hause um den König herum.

  11. Und sie führten den Sohn des Königs heraus und setzten ihm die Krone auf und gaben ihm die Ordnung und machten ihn zum König. Und Jojada und seine Söhne salbten ihn und sprachen: Es lebe der König!

  12. Als aber Athalja das Geschrei des Volks hörte, das herzulief und den König umjubelte, ging sie zum Volk in das Haus des HERRN.

  13. Und sie sah, und siehe, der König stand an seiner Stätte im Eingang und die Oberen und die Trompeter um den König, und alles Volk des Landes war fröhlich, und man blies die Trompeten, und die Sänger mit allerlei Saitenspiel standen da und gaben das Zeichen zum Jubel. Da zerriß Athalja ihre Kleider und rief: Aufruhr, Aufruhr!

  14. Aber der Priester Jojada gebot den Hauptleuten über hundert, die über das Heer gesetzt waren: Führt sie zwischen den Reihen hinaus, und wer ihr nachfolgt, den soll man mit dem Schwert töten! Denn der Priester hatte befohlen, man sollte sie nicht töten im Hause des HERRN.

  15. Und sie legten die Hände an sie, und als sie zum Eingang des Roßtors kam am Hause des Königs, töteten sie sie dort.

  16. Und Jojada schloß einen Bund zwischen dem HERRN und dem ganzen Volk und dem König, daß sie des HERRN Volk sein sollten.

  17. Da ging das ganze Volk in das Haus Baals und brach es ab, und seine Altäre und Bilder zerbrachen sie und töteten Mattan, den Priester Baals, vor den Altären.

  18. Und Jojada bestellte die Ämter am Hause des HERRN aus den Priestern und den Leviten, die David für das Haus des HERRN verordnet hatte, dem HERRN Brandopfer zu bringen, wie es geschrieben steht im Gesetz des Mose, mit Freuden und mit Liedern, nach Davids Weisung,

  19. und er stellte Wachen an die Tore am Hause des HERRN, daß niemand hineinkäme, der sich an irgend etwas unrein gemacht hatte.

  20. Und er nahm die Hauptleute über hundert und die Mächtigen und die Herren im Volk und alles Volk des Landes und führte den König vom Hause des HERRN hinab; und sie zogen durch das obere Tor in das Haus des Königs und ließen den König sich auf den königlichen Thron setzen.

  21. Und alles Volk des Landes war fröhlich, aber die Stadt blieb still, obwohl Athalja mit dem Schwert erschlagen war.

Joas' Sorge für den Tempel

Kapitel 24

  1. Joas war sieben Jahre alt, als er König wurde; und er regierte vierzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Zibja, aus Beerseba.

  2. Und Joas tat, was dem HERRN wohlgefiel, solange der Priester Jojada lebte.

  3. Und Jojada nahm zwei Frauen für Joas, und er zeugte Söhne und Töchter.

  4. Danach nahm sich Joas vor, das Haus des HERRN zu erneuern,

  5. und versammelte die Priester und Leviten und sprach zu ihnen: Zieht hin in alle Städte Judas und sammelt Geld aus ganz Israel, um jährlich das Haus eures Gottes auszubessern, und eilet, solches zu tun! Aber die Leviten eilten nicht.

  6. Da rief der König den Hohenpriester Jojada und sprach zu ihm: Warum hast du nicht acht auf die Leviten, daß sie von Juda und Jerusalem die Steuer einbringen, die Mose, der Knecht des HERRN, und die Gemeinde für die Stiftshütte zu sammeln Israel geboten haben?

  7. Denn die gottlose Athalja und ihre Söhne haben das Haus Gottes verfallen lassen, und alles, was dem Hause des HERRN geheiligt war, haben sie an die Baale gebracht.

  8. Da befahl der König, daß man eine Lade machte, und man stellte sie außen ins Tor am Hause des HERRN;

  9. und sie ließen in Juda und Jerusalem ausrufen, daß man dem HERRN die Steuer bringen solle, die in der Wüste von Mose, dem Knecht Gottes, auf Israel gelegt war.

  10. Da freuten sich alle Oberen und alles Volk und brachten's und warfen's in die Lade, bis sie voll wurde.

  11. Und wenn man die Lade durch die Leviten zur Verwaltung des Königs brachte und man sah, daß viel Geld darin war, so kam der Schreiber des Königs und der Beauftragte des Hohenpriesters, und man schüttete die Lade aus, und sie trugen sie wieder hin an ihren Ort. So taten sie alle Tage und brachten viel Geld zusammen.

  12. Und der König und Jojada gaben es den Werkmeistern, die am Hause des HERRN arbeiteten. Diese stellten Steinmetzen und Zimmerleute an, um das Haus des HERRN zu erneuern, und auch Meister in Eisen und Kupfer, um das Haus des HERRN auszubessern.

  13. Und die Werkmeister sorgten dafür, daß durch sie die Ausbesserung fortschritt, und so stellten sie das Haus Gottes nach seinem alten Maß wieder her.

  14. Und als sie es vollendet hatten, brachten sie das übrige Geld vor den König und Jojada. Davon machte man Geräte für das Haus des HERRN, Geräte für den Dienst und für die Brandopfer, Löffel und goldene und silberne Geräte. Und sie opferten Brandopfer im Hause des HERRN allezeit, solange Jojada lebte.

  15. Und Jojada ward alt und lebenssatt und starb und war hundertunddreißig Jahre alt, als er starb.

  16. Und sie begruben ihn in der Stadt Davids bei den Königen, weil er an Israel und an Gott und seinem Hause wohlgetan hatte.

Joas' Abfall und Ende

  1. Und nach dem Tode Jojadas kamen die Oberen Judas und huldigten dem König; da hörte der König auf sie.

  2. Und sie verließen das Haus des HERRN, des Gottes ihrer Väter, und dienten den Bildern der Aschera und den Götzen. Da kam der Zorn über Juda und Jerusalem um dieser ihrer Schuld willen.

  3. Der HERR aber sandte Propheten zu ihnen, daß sie sich zum HERRN bekehren sollten, und die ermahnten sie, aber sie nahmen's nicht zu Ohren.

  4. Und der Geist Gottes ergriff Sacharja, den Sohn des Priesters Jojada. Der trat vor das Volk und sprach zu ihnen: So spricht Gott: Warum übertretet ihr die Gebote des HERRN, so daß ihr kein Gelingen habt? Denn ihr habt den HERRN verlassen, darum wird er euch auch verlassen.

  5. Aber sie machten eine Verschwörung gegen ihn und steinigten ihn auf Befehl des Königs im Vorhof am Hause des HERRN.

  6. Und der König Joas gedachte nicht an die Barmherzigkeit, die Jojada, der Vater Sacharjas, an ihm getan hatte, sondern tötete seinen Sohn. Der aber sprach, als er starb: Der HERR wird es sehen und strafen.

  7. Und als das Jahr um war, zog herauf das Heer der Aramäer, und sie kamen nach Juda und Jerusalem und brachten alle Oberen im Volk um, und all ihren Raub sandten sie dem König von Damaskus.

  8. Denn obwohl das Heer der Aramäer mit wenigen Männern kam, gab der HERR ein sehr großes Heer in ihre Hand, weil Juda den HERRN, den Gott ihrer Väter, verlassen hatte. Damit vollzogen sie an Joas die Strafe.

  9. Und als sie von ihm zogen, ließen sie ihn in großer Krankheit zurück. Es machten aber seine Großen eine Verschwörung gegen ihn um der Blutschuld willen an dem Sohn des Priesters Jojada und töteten ihn auf seinem Bett, und er starb. Und man begrub ihn in der Stadt Davids, aber nicht in den Gräbern der Könige.

  10. Diese aber machten die Verschwörung gegen ihn: Sabad, der Sohn der Schimath, der Ammoniterin, und Josabad, der Sohn der Schimrith, der Moabiterin.

  11. Aber seine Söhne und die Menge der Steuern, die er veranlaßte, und der Bau des Hauses Gottes, siehe, das steht geschrieben in den Geschichten im Buch der Könige. Und sein Sohn Amazja wurde König an seiner Statt.

Amazja

Kapitel 25

  1. Fünfundzwanzig Jahre alt war Amazja, als er König wurde; und er regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Joaddan, aus Jerusalem.

  2. Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, doch nicht von ganzem Herzen.

  3. Als er nun das Königtum fest in der Hand hatte, tötete er seine Großen, die den König, seinen Vater, erschlagen hatten.

  4. Aber ihre Söhne tötete er nicht; denn so steht es geschrieben im Gesetz, im Buch des Mose, wo der HERR gebietet: Die Väter sollen nicht sterben für die Kinder und die Kinder nicht für die Väter, sondern ein jeder soll nur um seiner Sünde willen sterben.

    5. Mose 24,16.

  5. Und Amazja bot Juda auf und ordnete sie, ganz Juda und Benjamin, nach ihren Sippen unter die Obersten über tausend und unter die Hauptleute über hundert und musterte sie von zwanzig Jahren an und darüber, und es fanden sich dreihunderttausend auserlesene Leute, die in den Krieg ziehen und Spieß und Schild führen konnten.

  6. Dazu warb er aus Israel hunderttausend Kriegsleute für hundert Zentner Silber.

  7. Es kam aber ein Mann Gottes zu ihm und sprach: König, laß nicht das Heer Israels mit dir ziehen, denn der HERR ist nicht mit Israel, mit allen Kindern Ephraim;

  8. denn wenn du denkst, mit ihnen stark zu sein zum Kampf, so wird Gott dich vor den Feinden fallen lassen. Denn bei Gott steht die Kraft zu helfen und fallen zu lassen.

  9. Amazja sprach zu dem Mann Gottes: Was soll man denn tun mit den hundert Zentnern, die ich den Kriegsleuten aus Israel gegeben habe? Der Mann Gottes sprach: Es steht beim HERRN, dir mehr zu geben als dies.

  10. Da sonderte Amazja die Kriegsleute ab, die zu ihm aus Ephraim gekommen waren, daß sie wieder heimkehrten. Da entbrannte ihr Zorn sehr gegen Juda, und sie zogen zurück an ihren Ort mit grimmigem Zorn.

  11. Und Amazja ward getrost und führte sein Volk aus und zog ins Salztal und erschlug zehntausend Männer von Seïr.

  12. Und die Kinder Juda fingen zehntausend von ihnen lebendig; die führten sie auf die Spitze eines Felsens und stürzten sie von der Spitze des Felsens, daß sie alle zerschellten.

  13. Aber die Kriegsleute, die Amazja hatte ziehen lassen, daß sie nicht mit seinem Volk in den Kampf zögen, fielen in die Städte Judas ein von Samaria bis nach Beth-Horon und erschlugen dreitausend Mann von ihnen und gewannen viel Beute.

  14. Und als Amazja vom Siege über die Edomiter wiederkam, brachte er die Götter der Leute von Seïr mit und stellte sie sich als Götter auf und betete sie an und opferte ihnen.

  15. Da entbrannte der Zorn des HERRN über Amazja, und er sandte einen Propheten zu ihm. Der sprach zu ihm: Warum suchst du die Götter des Volks, die ihr Volk nicht aus deiner Hand erretten konnten?

  16. Und als er so mit ihm redete, sprach der König zu ihm: Hat man dich zu des Königs Ratgeber gemacht? Höre auf! Warum willst du getötet werden? Da hörte der Prophet auf und sprach: Ich merke wohl, daß Gott beschlossen hat, dich zu verderben, weil du solches getan und auf meinen Rat nicht gehört hast.

  17. Und Amazja, der König von Juda, entschloß sich, hinzusenden zu Joas, dem Sohn des Joahas, des Sohnes Jehus, dem König von Israel, und ließ ihm sagen: Komm, wir wollen uns miteinander messen!

  18. Aber Joas, der König von Israel, sandte zu Amazja, dem König von Juda, und antwortete ihm: Der Dornstrauch im Libanon sandte zur Zeder im Libanon und ließ ihr sagen: Gib deine Tochter meinem Sohn zur Frau! - Aber das Wild im Libanon lief über den Dornstrauch und zertrat ihn.

  19. Du denkst: Siehe, ich habe die Edomiter geschlagen. - Darüber erhebt sich dein Herz, und du suchst noch mehr Ruhm. Bleib doch daheim, warum suchst du dein Unglück, daß du zu Fall kommst und Juda mit dir?

  20. Aber Amazja hörte nicht darauf; denn es geschah von Gott, um sie in die Hand des Joas zu geben, weil sie die Götter der Edomiter gesucht hatten.

  21. Da zog Joas, der König von Israel, herauf, und sie maßen sich miteinander, er und Amazja, der König von Juda, bei Beth-Schemesch, das in Juda liegt.

  22. Aber Juda wurde vor Israel her geschlagen, und sie flohen, ein jeder in sein Haus.

  23. Aber Amazja, den Sohn des Joas, den König von Juda, nahm Joas, der Sohn des Joahas, der König von Israel, bei Beth-Schemesch gefangen und brachte ihn nach Jerusalem und riß die Mauer von Jerusalem ein vom Tor Ephraim bis an das Ecktor, vierhundert Ellen lang.

  24. Und alles Gold und Silber und alle Geräte, die im Hause Gottes unter der Obhut von Obed-Edom vorhanden waren, und die Schätze im Hause des Königs und die Geiseln nahm er mit sich nach Samaria.

  25. Und Amazja, der Sohn des Joas, der König von Juda, lebte nach dem Tode des Joas, des Sohnes des Joahas, des Königs von Israel, noch fünfzehn Jahre.

  26. Was aber mehr von Amazja zu sagen ist, die frühere und die spätere Geschichte, siehe, das steht geschrieben im Buch der Könige von Juda und Israel.

  27. Und von der Zeit an, da Amazja von dem HERRN wich, machten sie eine Verschwörung gegen ihn in Jerusalem. Er aber floh nach Lachisch. Da sandten sie hinter ihm her nach Lachisch und töteten ihn dort.

  28. Und sie brachten ihn auf Rossen und begruben ihn bei seinen Vätern in der Stadt Davids.

Usia

Kapitel 26

  1. Da nahm das ganze Volk von Juda den Usia – der war sechzehn Jahre alt -, und sie machten ihn zum König an seines Vaters Amazja Statt.

  2. Der baute Elath aus und brachte es wieder an Juda, nachdem der König sich zu seinen Vätern gelegt hatte.

  3. Sechzehn Jahre alt war Usia, als er König wurde; und er regierte zweiundfünfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Jecholja, aus Jerusalem.

  4. Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater Amazja getan hatte.

  5. Und er suchte Gott, solange Sacharja lebte, der ihn unterwies in der Furcht Gottes; und solange er den HERRN suchte, ließ es ihm Gott gelingen.

  6. Er zog aus und kämpfte gegen die Philister und riß nieder die Mauer von Gath und die Mauer von Jabne und die Mauer von Asdod und baute Festungen um Asdod und im Philisterland;

  7. denn Gott half ihm gegen die Philister, gegen die Araber, die in Gur-Baal wohnten, und gegen die Mëuniter.

  8. Und die Ammoniter gaben Usia Geschenke, und er wurde berühmt bis hin nach Ägypten; denn er wurde immer mächtiger.

  9. Und Usia baute Türme in Jerusalem am Ecktor und am Taltor und am Winkel und befestigte sie.

  10. Er baute auch Türme in der Wüste und grub viele Brunnen; denn er hatte viel Vieh sowohl im Hügelland wie in der Ebene, auch Ackerleute und Weingärtner auf den Bergen und am Karmel; denn er hatte Lust am Ackerbau.

  11. Und Usia hatte ein kriegstüchtiges Heer, das in Abteilungen in den Kampf zog, nach seiner Zahl aufgestellt durch den Schreiber Jeïël und den Amtmann Maaseja unter dem Befehl Hananjas, eines der Obersten des Königs.

  12. Und die Zahl der Häupter der Sippen unter den Kriegern war 2 600,

  13. und unter ihrem Befehl stand eine Heeresmacht von 307 500 sehr kriegstüchtigen Männern, um dem König gegen die Feinde zu helfen.

  14. Und Usia beschaffte für das ganze Heer Schilde, Spieße, Helme, Panzer, Bogen und Schleudersteine

  15. und machte in Jerusalem kunstvolle Geschütze, die auf den Türmen und Ecken stehen sollten, um mit Pfeilen und großen Steinen zu schießen. Und sein Name drang weit hinaus, weil ihm wunderbar geholfen wurde, bis er sehr mächtig war.

  16. Und als er mächtig geworden war, überhob sich sein Herz zu seinem Verderben; denn er verging sich gegen den HERRN, seinen Gott, und ging in das Haus des HERRN, um auf dem Räucheraltar zu räuchern.

  17. Aber der Priester Asarja ging ihm nach und achtzig Priester des HERRN mit ihm, zuverlässige Leute,

  18. und sie traten Usia, dem König, entgegen und sprachen zu ihm: Es gebührt nicht dir, Usia, dem HERRN zu räuchern, sondern den Priestern, den Söhnen Aaron, die geweiht sind zu räuchern. Geh hinaus aus dem Heiligtum; denn du vergehst dich, und es wird dir keine Ehre bringen vor Gott, dem HERRN.

  19. Da wurde Usia zornig, als er bereits ein Räuchergefäß in der Hand hatte, um zu räuchern; und wie er so über die Priester zornig wurde, brach der Aussatz aus an seiner Stirn vor den Augen der Priester im Hause des HERRN am Räucheraltar.

  20. Und der Hohepriester Asarja wandte das Angesicht ihm zu und alle Priester, und siehe, da war der König aussätzig an seiner Stirn. Und sie stießen ihn fort, und er eilte auch selbst hinauszugehen; denn seine Plage war vom HERRN.

  21. So war der König Usia aussätzig bis an seinen Tod und wohnte als Aussätziger in einem besondern Hause; denn er war verstoßen vom Hause des HERRN. Jotham aber, sein Sohn, stand dem Hause des Königs vor und richtete das Volk des Landes.

  22. Was aber mehr von Usia zu sagen ist, die frühere und die spätere Geschichte, hat beschrieben der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz.

  23. Und Usia legte sich zu seinen Vätern, und sie begruben ihn bei seinen Vätern auf dem Felde neben der Grabstätte der Könige; denn sie sprachen: Er ist aussätzig: Und sein Sohn Jotham wurde König an seiner Statt.

Jotham

Kapitel 27

  1. Jotham war fünfundzwanzig Jahre alt, als er König wurde; und er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Jeruscha, eine Tochter Zadoks.

  2. Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater Usia getan hatte, nur drang er nicht in den Tempel des HERRN ein. Das Volk aber handelte noch immer böse.

  3. Er baute das obere Tor am Hause des HERRN, und an der Mauer des Ophel baute er viel

  4. und baute Städte auf dem Gebirge Juda, und in den Wäldern baute er Burgen und Türme.

  5. Auch kämpfte er mit dem König der Ammoniter und unterwarf sie, so daß ihm die Ammoniter in diesem Jahr hundert Zentner Silber, hunderttausend Scheffel Weizen und hunderttausend Scheffel Gerste gaben. So viel gaben ihm die Ammoniter auch im zweiten und im dritten Jahr.

  6. So wurde Jotham mächtig; denn er wandelte recht vor dem HERRN, seinem Gott.

  7. Was aber mehr von Jotham zu sagen ist und alle seine Kriege und wie er wandelte, siehe, das steht geschrieben im Buch der Könige von Israel und Juda.

  8. Fünfundzwanzig Jahre alt war er, als er König wurde; und er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem.

  9. Und Jotham legte sich zu seinen Vätern, und sie begruben ihn in der Stadt Davids. Und sein Sohn Ahas wurde König an seiner Statt.

Ahas

Kapitel 28

  1. Ahas war zwanzig Jahre alt, als er König wurde; und er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. Er tat nicht, was dem HERRN wohlgefiel, wie sein Vater David,

  2. sondern wandelte in den Wegen der Könige von Israel. Dazu machte er den Baalen gegossene Bilder

  3. und opferte im Tal Ben-Hinnom und verbrannte seine Söhne im Feuer nach den greulichen Sitten der Heiden, die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte,

  4. und opferte und räucherte auf den Höhen und auf den Hügeln und unter allen grünen Bäumen.

  5. Darum gab ihn der HERR, sein Gott, in die Hand des Königs von Aram, daß sie ihn schlugen und eine große Menge der Seinen gefangen wegführten und nach Damaskus brachten. Auch wurde er in die Hand des Königs von Israel gegeben; der schlug ihn hart;

  6. denn Pekach, der Sohn Remaljas, schlug in Juda hundertundzwanzigtausend streitbare Männer auf einen Tag, weil sie den HERRN, den Gott ihrer Väter, verlassen hatten.

  7. Und Sichri, ein Kriegsmann aus Ephraim, erschlug Maaseja, den Königssohn, und Asrikam, den Vorsteher des Königshauses, und Elkana, den Ersten nach dem König.

  8. Und die von Israel führten von ihren Brüdern zweihunderttausend Frauen, Söhne und Töchter gefangen weg und nahmen dazu große Beute von ihnen und brachten sie nach Samaria.

  9. Es war aber dort ein Prophet des HERRN, der hieß Oded. Der ging hinaus dem Heer entgegen, das nach Samaria kam, und sprach zu ihnen: Siehe, weil der HERR, der Gott eurer Väter, über Juda zornig ist, hat er sie in eure Hände gegeben; ihr aber habt sie mit solcher Wut erschlagen, daß es gen Himmel schreit.

  10. Nun gedenkt ihr, die Leute von Juda und Jerusalem zu unterwerfen, daß sie eure Sklaven und Sklavinnen seien. Ist denn das nicht Schuld bei euch gegenüber dem HERRN, eurem Gott?

  11. So hört nun auf mich und bringt die Gefangenen wieder hin, die ihr aus euren Brüdern weggeführt habt; denn des HERRN Zorn ist über euch entbrannt.

  12. Da traten auf einige Sippenhäupter der Kinder Ephraim – Asarja, der Sohn Johanans, Berechja, der Sohn Meschillemoths, Jehiskia, der Sohn Schallums, und Amasa, der Sohn Hadlais – gegen die, die aus dem Kampf kamen,

  13. und sprachen zu ihnen: Ihr sollt die Gefangenen nicht hierherbringen; denn ihr bringt Schuld vor dem HERRN über uns, so daß ihr unsere Sünde und Schuld nur noch größer macht. Es ist schon genug der Schuld, und der Zorn des HERRN ist über Israel entbrannt.

  14. Da gaben die Kriegsleute die Gefangenen und die Beute frei vor den Obersten und vor der ganzen Gemeinde.

  15. Und jene Männer, die mit Namen genannt sind, nahmen die Gefangenen und bekleideten alle, die bloß unter ihnen waren, mit Kleidern aus der Beute und zogen ihnen Schuhe an und gaben ihnen zu essen und zu trinken und salbten sie, und alle, die schwach waren, führten sie auf Eseln und brachten sie nach Jericho, zur Palmenstadt, zu ihren Brüdern und kehrten nach Samaria zurück.

  16. Zu derselben Zeit sandte der König Ahas zu dem König von Assur, daß er ihm helfe.

  17. Und es kamen abermals die Edomiter und schlugen Juda und führten einige weg.

  18. Auch die Philister fielen ein in die Städte im Hügelland und im Südlande Judas und eroberten Beth-Schemesch, Ajalon, Gederoth und Socho mit seinen Ortschaften und Timna mit seinen Ortschaften und Gimso mit seinen Ortschaften und wohnten darin;

  19. denn der HERR demütigte Juda um des Ahas willen, des Königs von Juda, weil er in Juda ein zuchtloses Wesen aufkommen ließ und sich am HERRN versündigte.

  20. So zog auch gegen ihn Tiglath-Pileser, der König von Assur; der bedrängte ihn und half ihm nicht;

  21. denn obwohl Ahas das Haus des HERRN und das Haus des Königs und die Häuser der Oberen plünderte und es dem König von Assur gab, half es ihm nichts.

  22. Dazu versündigte sich der König Ahas in seiner Not noch mehr am HERRN

  23. und opferte den Göttern von Damaskus, die ihn geschlagen hatten, und sprach: Die Götter der Könige von Aram helfen ihnen; darum will ich ihnen opfern, daß sie mir auch helfen. Aber diese brachten ihn und ganz Israel zu Fall.

  24. Und Ahas brachte die Geräte des Hauses Gottes zusammen und zerschlug sie und schloß die Türen zu am Hause des HERRN und machte sich Altäre in allen Winkeln Jerusalems.

  25. Und in den Städten Judas hin und her machte er Höhen, um andern Göttern zu opfern, und reizte den HERRN, den Gott seiner Väter.

  26. Was aber mehr von ihm zu sagen ist und sein ganzer Wandel, der frühere und der spätere, siehe, das steht geschrieben im Buch der Könige von Juda und Israel.

  27. Und Ahas legte sich zu seinen Vätern, und sie begruben ihn in der Stadt, in Jerusalem; denn sie brachten ihn nicht in die Gräber der Könige von Israel. Und sein Sohn Hiskia wurde König an seiner Statt.

Hiskia stellt den rechten Gottesdienst wieder her

Kapitel 29

  1. Hiskia war fünfundzwanzig Jahre alt, als er König wurde; und er regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Abia, eine Tochter Sacharjas.

  2. Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, wie sein Vater David.

  3. Er tat auf die Türen am Hause des HERRN im ersten Monat des ersten Jahres seiner Herrschaft und besserte sie aus

  4. und ließ die Priester und Leviten kommen und versammelte sie auf dem Platz im Osten

  5. und sprach zu ihnen: Hört mir zu, ihr Leviten! Heiligt euch nun, daß ihr weihet das Haus des HERRN, des Gottes eurer Väter, und tut heraus den Unrat aus dem Heiligtum.

  6. Denn unsere Väter haben sich versündigt und getan, was dem HERRN, unserm Gott, mißfällt, und haben ihn verlassen und haben ihr Angesicht von der Wohnung des HERRN abgewandt und ihr den Rücken zugekehrt;

  7. sie haben sogar die Türen an der Vorhalle zugeschlossen und die Lampen ausgelöscht und kein Räucherwerk geräuchert und dem Gott Israels kein Brandopfer im Heiligtum dargebracht.

  8. Daher ist der Zorn des HERRN über Juda und Jerusalem gekommen, und er hat sie dahingegeben zum Entsetzen und zum Erschrecken, daß man sie verspottet, wie ihr mit euren Augen seht;

  9. denn siehe, um dessentwillen sind unsere Väter durchs Schwert gefallen und unsere Söhne, Töchter und Frauen weggeführt.

  10. Nun habe ich im Sinn, einen Bund zu schließen mit dem HERRN, dem Gott Israels, daß sein Zorn und Grimm sich von uns wende.

  11. Nun, meine Söhne, seid nicht lässig; denn euch hat der HERR erwählt, daß ihr zum Dienst vor ihm stehen sollt und daß ihr seine Diener seid und ihm Opfer bringt!

  12. Da machten sich auf die Leviten Mahath, der Sohn Amasais, und Joel, der Sohn Asarjas, aus den Söhnen Kehath; aus den Söhnen Merari aber Kis, der Sohn Abdis, und Asarja, der Sohn Jehallelels; und aus den Söhnen Gerson Joach, der Sohn Simmas, und Eden, der Sohn Joachs;

  13. aus den Söhnen Elizaphan Schimri und Jeïël; aus den Söhnen Asaph Sacharja und Mattanja;

  14. aus den Söhnen Heman Jehiël und Simeï; aus den Söhnen Jeduthun Schemaja und Usiël.

  15. Sie versammelten ihre Brüder und heiligten sich und gingen hinein, um das Haus des HERRN zu reinigen, wie der König nach dem Wort des HERRN geboten hatte.

  16. Die Priester aber gingen ins Innere des Hauses des HERRN, um es zu reinigen, und taten alles Unreine, das im Tempel des HERRN gefunden wurde, auf den Vorhof am Hause des HERRN, und die Leviten nahmen es auf und trugen es hinaus an den Bach Kidron.

  17. Mit der Weihe aber fingen sie am ersten Tage des ersten Monats an, und am achten Tage des Monats gingen sie in die Vorhalle des HERRN und weihten das Haus des HERRN acht Tage lang, und am sechzehnten Tage des ersten Monats vollendeten sie das Werk.

  18. Und sie gingen hin zum König Hiskia und sprachen: Wir haben gereinigt das ganze Haus des HERRN, den Brandopferaltar und alle seine Geräte, den Tisch der Schaubrote und alle seine Geräte;

  19. und alle Geräte, die der König Ahas, als er König war, hatte wegwerfen lassen, als er sich versündigte, die haben wir wieder aufgestellt und geweiht; siehe, sie sind vor dem Altar des HERRN.

  20. Da machte sich der König Hiskia früh auf und versammelte die Oberen der Stadt und ging hinauf zum Hause des HERRN.

  21. Und sie brachten herzu sieben junge Stiere, sieben Widder, sieben Lämmer und sieben Ziegenböcke zum Sündopfer für das Königreich, für das Heiligtum und für Juda, und er sprach zu den Priestern, den Söhnen Aaron, daß sie auf dem Altar des HERRN opfern sollten.

  22. Da schlachteten sie die Rinder, und die Priester nahmen das Blut und sprengten es an den Altar, und sie schlachteten die Widder und sprengten das Blut an den Altar, und sie schlachteten die Lämmer und sprengten das Blut an den Altar.

  23. Und sie brachten die Böcke zum Sündopfer vor den König und die Gemeinde und legten ihre Hände auf sie;

  24. und die Priester schlachteten sie und taten ihr Blut zur Entsündigung an den Altar, um Sühne zu schaffen für ganz Israel; denn der König hatte befohlen, Brandopfer und Sündopfer darzubringen für ganz Israel.

  25. Und er stellte die Leviten auf im Hause des HERRN mit Zimbeln, Psaltern und Harfen, wie es David befohlen hatte und Gad, der Seher des Königs, und der Prophet Nathan; denn es war des HERRN Gebot durch seine Propheten.

  26. Und so standen die Leviten mit den Saitenspielen Davids und die Priester mit den Trompeten.

  27. Und Hiskia gebot, das Brandopfer auf dem Altar darzubringen. Und um die Zeit, da das Brandopfer anfing, begann auch der Gesang für den HERRN und die Trompeten und dazu die mancherlei Saitenspiele Davids, des Königs von Israel.

  28. Und die ganze Gemeinde betete an, und der Gesang erscholl und die Trompeten ertönten; und das alles währte so lange, bis das Brandopfer vollendet war.

  29. Als nun das Brandopfer verrichtet war, beugten der König und alle, die sich bei ihm befanden, die Knie und beteten an.

  30. Und der König Hiskia samt den Oberen gebot den Leviten, den HERRN zu loben mit den Liedern Davids und des Sehers Asaph. Und sie lobten mit Freuden und neigten sich und beteten an.

  31. Und Hiskia hob an und sprach: Nun habt ihr für den HERRN eure Hände gefüllt. Tretet herzu und bringt die Schlachtopfer und Lobopfer zum Hause des HERRN! Und die Gemeinde brachte herzu Schlachtopfer und Lobopfer, dazu jeder, der willigen Herzens war, Brandopfer.

  32. Und die Zahl der Brandopfer, die die Gemeinde brachte, war siebzig Rinder, hundert Widder und zweihundert Lämmer, dies alles zum Brandopfer für den HERRN.

  33. Es waren aber der geweihten Tiere sechshundert Rinder und dreitausend Schafe.

  34. Aber die Priester waren zu wenig, um allen Brandopfern die Haut abziehen zu können. Darum halfen ihnen ihre Brüder, die Leviten, bis die Arbeit verrichtet war und bis sich die Priester geheiligt hatten; denn die Leviten waren williger gewesen als die Priester, sich zu heiligen.

  35. Auch waren es viele Brandopfer mit dem Fett der Dankopfer und mit den Trankopfern zu den Brandopfern.

    So wurde der Dienst am Hause des HERRN geordnet.

  36. Und Hiskia freute sich samt allem Volk über das, was Gott dem Volke bereitet hatte; denn es war unvermutet schnell gekommen.

Hiskias Erneuerung des Passafestes

Kapitel 30

  1. Und Hiskia sandte hin zu ganz Israel und Juda und schrieb Briefe an Ephraim und Manasse, daß sie zum Hause des HERRN nach Jerusalem kommen sollten, Passa zu halten dem HERRN, dem Gott Israels.

  2. Und der König beriet sich mit seinen Oberen und der ganzen Gemeinde in Jerusalem, das Passa erst im zweiten Monat zu halten;

  3. denn sie konnten's nicht zur rechten Zeit halten, weil sich nicht genug Priester geheiligt hatten und das Volk noch nicht nach Jerusalem zusammengekommen war.

  4. Das gefiel dem König und der ganzen Gemeinde gut,

  5. und so beschlossen sie, durch ganz Israel von Beerseba an bis nach Dan auszurufen, daß man kommen sollte, dem HERRN, dem Gott Israels, Passa zu halten in Jerusalem; denn es war nicht von der ganzen Menge gehalten worden, wie es geschrieben steht.

  6. Und die Läufer gingen hin mit den Briefen von der Hand des Königs und seiner Oberen durch ganz Israel und Juda nach dem Befehl des Königs und sprachen: Ihr Kinder Israel, kehret um zu dem HERRN, dem Gott Abrahams, Isaaks und Israels, so wird er sich zu den Erretteten kehren, die die Könige von Assur von euch übriggelassen haben;

  7. und seid nicht wie eure Väter und Brüder, die sich am HERRN, dem Gott ihrer Väter, versündigt haben, so daß er sie in die Verwüstung dahingab, wie ihr selber seht.

  8. So seid nun nicht halsstarrig wie eure Väter, sondern gebt eure Hand dem HERRN und kommt zu seinem Heiligtum, das er geheiligt hat für alle Zeit, und dienet dem HERRN, eurem Gott, so wird sich sein grimmiger Zorn von euch wenden;

  9. denn wenn ihr euch bekehrt zu dem HERRN, so werden eure Brüder und Kinder Barmherzigkeit finden bei denen, die sie gefangen halten, so daß sie in dies Land zurückkehren. Denn der HERR, euer Gott, ist gnädig und barmherzig und wird sein Angesicht nicht von euch wenden, wenn ihr euch zu ihm bekehrt.

  10. Und die Läufer gingen von einer Stadt zur andern im Lande Ephraim und Manasse und bis nach Sebulon. Aber die verlachten und verspotteten sie.

  11. Doch einige von Asser und Manasse und Sebulon demütigten sich und kamen nach Jerusalem.

  12. Auch war Gottes Hand über Juda, daß er ihnen einerlei Sinn gab zu tun, wie der König und die Oberen geboten hatten nach dem Wort des HERRN.

  13. Und es kam viel Volk in Jerusalem zusammen, um im zweiten Monat das Fest der ungesäuerten Brote zu halten, eine sehr große Gemeinde.

  14. Und sie machten sich auf und entfernten die Altäre, die in Jerusalem waren, und alles, was man zum Räuchern braucht, taten sie weg und warfen es hin an den Bach Kidron.

  15. Und sie schlachteten das Passa am vierzehnten Tage des zweiten Monats. Und die Priester und Leviten bekannten ihre Schuld und heiligten sich und brachten die Brandopfer zum Hause des HERRN

  16. und stellten sich an ihren Platz, wie sich's gebührt nach dem Gesetz des Mose, des Mannes Gottes. Und die Priester nahmen das Blut aus der Hand der Leviten und sprengten es;

  17. denn es waren viele in der Gemeinde, die sich nicht geheiligt hatten; darum schlachteten die Leviten das Passa für alle, die nicht rein waren, daß sie dem HERRN geheiligt würden.

  18. Denn eine Menge Volk, vor allem von Ephraim, Manasse, Isaschar und Sebulon, hatte sich nicht gereinigt und aß das Passa nicht so, wie geschrieben steht. Doch Hiskia betete für sie und sprach: Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein

  19. allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen, den HERRN, den Gott ihrer Väter, auch wenn sie nicht die für das Heiligtum nötige Reinheit haben.

  20. Und der HERR erhörte Hiskia und vergab dem Volk.

  21. So hielten die Kinder Israel, die in Jerusalem versammelt waren, das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang mit großer Freude. Und die Leviten und Priester lobten den HERRN alle Tage mit den mächtigen Saitenspielen des HERRN.

  22. Und Hiskia redete herzlich zu allen Leviten, die sich gut auf den Dienst des HERRN verstanden hatten. Und sie aßen das Fest über, sieben Tage lang, und opferten Dankopfer und dankten dem HERRN, dem Gott ihrer Väter.

  23. Und die ganze Gemeinde beschloß, noch weitere sieben Tage zu halten, und sie hielten auch diese sieben Tage mit Freuden.

  24. Denn Hiskia, der König von Juda, spendete für die Gemeinde tausend junge Stiere und siebentausend Schafe. Die Oberen aber spendeten für die Gemeinde tausend junge Stiere und zehntausend Schafe. Auch von den Priestern hatten sich viele geheiligt.

  25. Und es freute sich die ganze Gemeinde Judas, die Priester und die Leviten und die ganze Gemeinde, die aus Israel gekommen war, und die Fremdlinge, die aus dem Lande Israel gekommen waren und die, die in Juda wohnten.

  26. Und es war eine große Freude in Jerusalem; denn seit der Zeit Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, war solches in Jerusalem nicht geschehen.

  27. Und die Priester und die Leviten standen auf und segneten das Volk, und ihre Stimme wurde erhört, und ihr Gebet kam in Gottes heilige Wohnung im Himmel.

Kapitel 31

  1. Und als dies alles vollendet war, zog ganz Israel, soweit es sich versammelt hatte, in die Städte Judas, und sie zerbrachen die Steinmale und hieben die Bilder der Aschera um und brachen ab die Opferhöhen und Altäre in ganz Juda, Benjamin, Ephraim und Manasse, bis sie alles vernichtet hatten. Und die Kinder Israel zogen alle wieder heim zu ihrem Besitz in ihre Städte.

Hiskia ordnet die Versorgung der Priester und Leviten

  1. Hiskia aber stellte die Priester und Leviten nach ihren Ordnungen auf, einen jeden nach seinem Amt, Priester und Leviten, für die Brandopfer und Dankopfer, daß sie dienten, dankten und lobten in den Toren des Lagers des HERRN.

  2. Und der König gab von seiner Habe seinen Anteil für die Brandopfer am Morgen und am Abend und für die Brandopfer an den Sabbaten und an den Neumonden und Festen, wie es geschrieben steht im Gesetz des HERRN.

  3. Und er sagte dem Volk, das in Jerusalem wohnte, daß auch sie ihr Teil den Priestern und Leviten geben sollten, damit diese um so besser sich an das Gesetz des HERRN halten könnten.

  4. Und als dies Wort erging, gaben die Kinder Israel reichlich die Erstlinge von Getreide, Wein, Öl, Honig und allem Ertrag des Feldes, und auch den Zehnten von allem brachten sie in Menge.

  5. Und die von Israel und Juda, die in den Städten Judas wohnten, brachten auch den Zehnten von Rindern und Schafen und den Zehnten von dem Geweihten, das sie dem HERRN, ihrem Gott, geweiht hatten, und legten es in Haufen zusammen.

  6. Im dritten Monat fingen sie an es aufzuhäufen, und im siebenten Monat vollendeten sie's.

  7. Und als Hiskia mit den Oberen hinging und sie die Haufen sahen, lobten sie den HERRN und sein Volk Israel.

  8. Und Hiskia befragte die Priester und Leviten wegen der Haufen.

  9. Und der Priester Asarja, der Erste im Hause Zadok, sprach zu ihm: Seit der Zeit, da man angefangen hat, die Abgaben ins Haus des HERRN zu bringen, haben wir gegessen und sind satt geworden, und es ist noch viel übriggeblieben; denn der HERR hat sein Volk gesegnet, darum ist so viel übriggeblieben.

  10. Da befahl der König, daß man Kammern herrichten sollte am Hause des HERRN. Und sie richteten sie her

  11. und taten die Abgaben, die Zehnten und das Geweihte gewissenhaft hinein. Und Vorsteher darüber wurde der Levit Kananja und als Zweiter sein Bruder Simeï.

  12. Und Jehiël, Asasja, Nahat, Asahel, Jerimoth, Josabad, Eliël, Jismachja, Mahath und Benaja wurden Aufseher unter Kananja und seinem Bruder Simeï nach dem Befehl des Königs Hiskia und Asarjas, des Vorstehers im Hause Gottes.

  13. Und der Levit Kore, der Sohn Jimnas, der Torhüter am Osttor, wurde über die freiwilligen Gaben für Gott gesetzt, daß er ausgebe die Abgaben für den HERRN und das Hochheilige.

  14. Und ihm zur Seite standen Eden, Minjamin, Jeschua, Schemaja, Amarja und Schechanja in den Städten der Priester, um ihren Brüdern nach ihren Ordnungen gewissenhaft auszugeben, dem Kleinen wie dem Großen,

  15. allen denen, die aufgezeichnet waren als männlich, drei Jahre alt und darüber, allen, die in das Haus des HERRN gingen, je an ihrem Tage zu ihrem Amt in ihrem Dienst nach ihren Ordnungen. -

  16. Die Priester waren aufgezeichnet nach ihren Sippen und die Leviten von zwanzig Jahren an und darüber nach ihrem Dienst in ihren Ordnungen. -

  17. Und man zeichnete sie auf mit allen Alten, Frauen, Söhnen und Töchtern für die ganze Gemeinde; denn in ihrer Treue heiligten sie sich für das Heilige.

  18. Auch waren Männer namentlich bestellt für die Söhne Aaron, die Priester, in dem Gebiet ihrer Städte, für jede Stadt, daß sie Anteile ausgäben allem, was männlich war unter den Priestern, und allen, die als Leviten aufgezeichnet waren.

  19. So tat Hiskia in ganz Juda; er tat, was gut, recht und wahrhaftig war vor dem HERRN, seinem Gott.

  20. Und alles, was er anfing für den Dienst des Hauses Gottes nach dem Gesetz und Gebot, seinen Gott zu suchen, tat er von ganzem Herzen, und es gelang ihm.

Jerusalem wird von Sanherib belagert und wunderbar errettet

Kapitel 32

  1. Nach solch treuem Verhalten kam Sanherib, der König von Assur, und zog heran gegen Juda und lagerte sich vor die festen Städte und gedachte, sie an sich zu reißen.

  2. Und als Hiskia sah, daß Sanherib kam und willens war, gegen Jerusalem zu kämpfen,

  3. beriet er sich mit seinen Obersten und Kriegshelden, ob man die Wasserquellen verdecken sollte, die draußen vor der Stadt waren; und sie stimmten ihm zu.

  4. Und es versammelte sich viel Volk, und sie verdeckten alle Quellen und den Bach, der durch die Erde geleitet wird, und sprachen: Daß die Könige von Assur nur kein Wasser finden, wenn sie kommen!

  5. Und Hiskia ward getrost und besserte alle Mauern aus, wo sie Lücken hatten, und führte Türme auf und baute draußen noch eine andere Mauer und befestigte den Millo an der Stadt Davids und machte viele Waffen und Schilde

  6. und setzte Hauptleute über das Kriegsvolk und sammelte sie zu sich auf dem Platz am Tor der Stadt und redete ihnen zu Herzen und sprach:

  7. Seid getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht und verzaget nicht vor dem König von Assur noch vor dem ganzen Heer, das bei ihm ist; denn mit uns ist ein Größerer als mit ihm.

  8. Mit ihm ist ein fleischlicher Arm, mit uns aber ist der HERR, unser Gott, daß er uns helfe und führe unsern Streit. Und das Volk verließ sich auf die Worte Hiskias, des Königs von Juda.

  9. Danach sandte Sanherib, der König von Assur, seine Großen nach Jerusalem – denn er lag vor Lachisch und seine ganze Heeresmacht mit ihm – zu Hiskia, dem König von Juda, und zu ganz Juda, das in Jerusalem war, und ließ ihm sagen:

  10. So spricht Sanherib, der König von Assur: Worauf wollt ihr euch verlassen, die ihr in dem belagerten Jerusalem wohnt?

  11. Hiskia verführt euch und gibt euch in den Tod durch Hunger und Durst, wenn er spricht: Der HERR, unser Gott, wird uns erretten aus der Hand des Königs von Assur. -

  12. Ist das nicht der Hiskia, der die Opferhöhen und Altäre seines Gottes entfernt und zu Juda und Jerusalem gesagt hat: Vor einem Altar sollt ihr anbeten und darauf opfern?

  13. Wißt ihr nicht, was ich und meine Väter getan haben allen Völkern in den Ländern? Haben die Götter der Völker in den Ländern ihr Land erretten können aus meiner Hand?

  14. Wo ist einer unter allen Göttern dieser Völker, die meine Väter mit dem Bann geschlagen haben, der sein Volk hätte erretten können aus meiner Hand, daß euer Gott euch aus meiner Hand sollte erretten können?

  15. So laßt euch nun von Hiskia nicht betrügen und laßt euch dadurch nicht verführen und glaubt ihm nicht; denn wenn kein Gott eines Volkes und Königreichs sein Volk aus meiner und meiner Väter Hand hat erretten können, so wird euch auch euer Gott nicht erretten aus meiner Hand.

  16. Dazu redeten seine Großen noch mehr gegen Gott, den HERRN, und gegen seinen Knecht Hiskia.

  17. Auch schrieb er einen Brief, um dem HERRN, dem Gott Israels, hohnzusprechen, und redete gegen ihn: Wie die Götter der Völker in den Ländern ihr Volk nicht aus meiner Hand errettet haben, so wird auch der Gott Hiskias sein Volk nicht erretten aus meiner Hand. -

  18. Und sie riefen mit lauter Stimme auf hebräisch zum Volk von Jerusalem, das auf der Mauer war, um sie furchtsam zu machen und zu erschrecken, damit sie die Stadt eroberten,

  19. und redeten gegen den Gott Jerusalems wie gegen die Götter der Völker auf Erden, die doch Werke von Menschenhänden waren.

  20. Aber der König Hiskia und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, beteten gegen solche Lästerung und schrien gen Himmel.

  21. Und der HERR sandte einen Engel; der vertilgte alle Kriegsleute und Obersten und Hauptleute im Lager des Königs von Assur, daß er mit Schanden wieder in sein Land zog. Und als er in seines Gottes Haus ging, fällten ihn dort durchs Schwert seine Söhne, die von seinem eigenen Leibe gekommen waren.

  22. So half der HERR dem Hiskia und denen zu Jerusalem aus der Hand Sanheribs, des Königs von Assur, und aus der Hand aller andern und gab ihnen Ruhe ringsumher,

  23. daß viele dem HERRN Geschenke brachten nach Jerusalem und Kleinode für Hiskia, den König von Juda. Und er wurde danach hoch erhoben vor allen Heiden.

Das Ende der Regierung Hiskias

  1. Zu dieser Zeit wurde Hiskia todkrank; und er betete zum HERRN. Der redete mit ihm und tat an ihm ein Wunder.

  2. Aber Hiskia vergalt nicht nach dem, was ihm geschehen war; denn sein Herz überhob sich. Darum kam der Zorn über ihn und über Juda und Jerusalem.

  3. Da demütigte sich Hiskia darüber, daß sein Herz sich überhoben hatte, samt denen in Jerusalem. Darum kam der Zorn des HERRN nicht mehr über sie, sondern Hiskia lebte.

  4. Und Hiskia hatte sehr großen Reichtum und Ehre und sammelte sich Schätze von Silber, Gold, Edelsteinen, Spezerei, Schilden und allerlei kostbarem Gerät

  5. und baute Vorratshäuser für den Ertrag an Getreide, Wein und Öl und Ställe für die verschiedenen Arten von Vieh und Hürden für die Schafe.

  6. Und er baute sich Städte und hatte Vieh die Menge an Schafen und Rindern; denn Gott gab ihm sehr großes Gut.

  7. Das ist der Hiskia, der die obere Wasserquelle des Gihon verschloß und sie hinunterleitete westwärts zur Stadt Davids; denn es gelangen Hiskia alle seine Werke.

  8. Als aber die Botschafter der Fürsten von Babel zu ihm gesandt waren, um nach dem Wunder zu fragen, das im Lande geschehen war, verließ ihn Gott, um ihn zu versuchen, damit kundwürde alles, was in seinem Herzen war.

  9. Was aber mehr von Hiskia zu sagen ist, und seine barmherzigen Taten, siehe, das steht geschrieben in den Gesichten des Propheten Jesaja, des Sohnes des Amoz, im Buch der Könige von Juda und Israel.

  10. Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern, und sie begruben ihn über den Gräbern der Söhne Davids. Und ganz Juda und die Einwohner von Jerusalem gaben ihm Ehre bei seinem Tod. Und sein Sohn Manasse wurde König an seiner Statt.

Manasse

Kapitel 33

  1. Manasse war zwölf Jahre alt, als er König wurde; und er regierte fünfundfünfzig Jahre zu Jerusalem

  2. und tat, was dem HERRN mißfiel, nach den greulichen Sitten der Heiden, die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte.

  3. Er baute die Opferhöhen wieder auf, die sein Vater Hiskia zerstört hatte, und errichtete den Baalen Altäre und machte Bilder der Aschera und betete das ganze Heer des Himmels an und diente ihnen.

  4. Er baute auch Altäre im Hause des HERRN, von dem doch der HERR gesagt hatte: Zu Jerusalem soll mein Name sein ewiglich,

  5. und baute Altäre dem ganzen Heer des Himmels in beiden Vorhöfen am Hause des HERRN.

  6. Und er ließ seine Söhne durchs Feuer gehen im Tal Ben-Hinnom und achtete auf Zeichen und Vogelgeschrei und trieb Zauberei und bestellte Geisterbeschwörer und Zeichendeuter und tat viel, was dem HERRN mißfiel, um ihn zu erzürnen.

  7. Er stellte auch das Bild des Götzen, das er machen ließ, ins Haus Gottes, von dem Gott zu David gesagt hatte und zu seinem Sohn Salomo: In diesem Hause zu Jerusalem, das ich erwählt habe vor allen Stämmen Israels, will ich meinen Namen wohnen lassen ewiglich

  8. und will nicht mehr den Fuß Israels weichen lassen von dem Lande, das ich ihren Vätern bestimmt habe, sofern sie halten und alles tun, was ich ihnen durch Mose geboten habe, nach dem ganzen Gesetz, den Geboten und Rechten.

  9. Aber Manasse verführte Juda und die Einwohner von Jerusalem, daß sie es ärger trieben als die Heiden, die der HERR vor den Kindern Israel vertilgt hatte.

  10. Und wenn der HERR zu Manasse und seinem Volk reden ließ, merkten sie nicht darauf.

  11. Darum ließ der HERR über sie kommen die Obersten des Heeres des Königs von Assur; die nahmen Manasse gefangen mit Fesseln und legten ihn in Ketten und brachten ihn nach Babel.

  12. Und als er in Angst war, flehte er zu dem HERRN, seinem Gott, und demütigte sich vor dem Gott seiner Väter.

  13. Und als er bat, ließ sich der Herr erbitten und erhörte sein Flehen und brachte ihn wieder nach Jerusalem in sein Königreich. Da erkannte Manasse, daß der HERR Gott ist.

  14. Danach baute er die äußere Mauer an der Stadt Davids westwärts zum Gihon hin im Tal und wo man zum Fischtor hineingeht, und führte sie um den Ophel und machte sie sehr hoch. Und er legte Hauptleute in alle festen Städte Judas.

  15. Er entfernte die fremden Götter und den Götzen aus dem Hause des HERRN und alle Altäre, die er gebaut hatte auf dem Berge des Hauses des HERRN und in Jerusalem, und warf sie hinaus vor die Stadt.

  16. Und er stellte den Altar des HERRN wieder her und opferte darauf Dankopfer und Lobopfer und befahl Juda, daß sie dem HERRN, dem Gott Israels, dienen sollten.

  17. Aber das Volk opferte noch auf den Höhen, jedoch dem HERRN, ihrem Gott.

  18. Was aber mehr von Manasse zu sagen ist, und sein Gebet zu seinem Gott und die Reden der Seher, die zu ihm redeten im Namen des HERRN, des Gottes Israels, siehe, das alles steht in den Geschichten der Könige von Israel.

  19. Und sein Gebet und wie der HERR ihn erhörte und alle seine Sünde und Missetat und die Stätten, wo er die Opferhöhen baute und die Bilder der Aschera und Götzenbilder aufstellte, ehe er sich demütigte, siehe, das steht geschrieben in den Geschichten der Seher.

  20. Und Manasse legte sich zu seinen Vätern, und sie begruben ihn in seinem Hause. Und sein Sohn Amon wurde König an seiner Statt.

Amon

  1. Zweiundzwanzig Jahre alt war Amon, als er König wurde; und er regierte zwei Jahre zu Jerusalem

  2. und tat, was dem HERRN mißfiel, wie sein Vater Manasse getan hatte. Und Amon opferte allen Götzen, die sein Vater Manasse gemacht hatte, und diente ihnen.

  3. Aber er demütigte sich nicht vor dem HERRN, wie sich sein Vater Manasse gedemütigt hatte, sondern häufte noch mehr Schuld auf.

  4. Und seine Großen machten eine Verschwörung gegen ihn und töteten ihn in seinem Hause.

  5. Da erschlug das Volk des Landes alle, die die Verschwörung gegen den König Amon gemacht hatten. Und das Volk des Landes machte seinen Sohn Josia zum König an seiner Statt.

Josia rottet den Götzendienst aus

Kapitel 34

  1. Acht Jahre alt war Josia, als er König wurde; und er regierte einunddreißig Jahre zu Jerusalem

  2. und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, und wandelte in den Wegen seines Vaters David und wich weder zur Rechten noch zur Linken.

  3. Im achten Jahr seiner Herrschaft fing er an, obwohl er noch jung war, den Gott seines Vaters David zu suchen, und im zwölften Jahr fing er an, Juda und Jerusalem zu reinigen von den Opferhöhen und den Bildern der Aschera, von den Götzen und gegossenen Bildern.

  4. Und er ließ vor seinen Augen abbrechen die Altäre der Baale, und die Rauchopfersäulen oben darauf hieb er ab, und die Bilder der Aschera und die geschnitzten und gegossenen Götzenbilder zerbrach er und machte sie zu Staub und streute ihn auf die Gräber derer, die ihnen geopfert hatten,

  5. und verbrannte die Gebeine der Priester auf ihren Altären und reinigte so Juda und Jerusalem.

  6. So tat er auch ringsumher in den Städten Manasses, Ephraims, Simeons und bis nach Naphthali auf ihren Plätzen.

  7. Und als er im ganzen Lande Israel die Altäre und Bilder der Aschera abgebrochen und die Götzenbilder zertrümmert und zermalmt und alle Rauchopfersäulen umgehauen hatte, kehrte er zurück nach Jerusalem.

Das Gesetzbuch wird gefunden und das Volk darauf verpflichtet

  1. Im achtzehnten Jahr seiner Herrschaft, als er das Land und das Haus des Herrn gereinigt hatte, sandte er Schaphan, den Sohn Azaljas, und den Stadthauptmann Maaseja und den Kanzler Joach, den Sohn des Joahas, das Haus des HERRN, seines Gottes, auszubessern.

  2. Und sie kamen zu dem Hohenpriester Hilkia, und man gab ihnen das Geld, das zum Hause Gottes gebracht war und das die Leviten, die an der Schwelle Wache hielten, von Manasse, Ephraim und von allen in Israel Übriggebliebenen gesammelt hatten und von ganz Juda und Benjamin und von denen, die in Jerusalem wohnten.

  3. Und sie gaben's in die Hände der Werkmeister, die bestellt waren am Hause des HERRN; und diese, die da arbeiteten am Hause des HERRN, daß sie das Haus ausbesserten und instand setzten,

  4. gaben's den Zimmerleuten und Bauleuten, um gehauene Steine zu kaufen und Holz zu Klammern und Balken für die Gebäude, die die Könige von Juda hatten verfallen lassen.

  5. Und die Männer arbeiteten am Werk auf Treu und Glauben.

    Und es waren über sie gesetzt als Aufseher Jahath und Obadja, die Leviten von den Söhnen Merari, Sacharja und Meschullam von den Söhnen der Kehathiter. Und die Leviten – alle waren kundig des Saitenspiels -

  6. waren über die Lastträger gesetzt und waren auch Aufseher über die Arbeiter bei jedem Werk; einige der Leviten waren Schreiber, Amtleute und Torhüter.

  7. Und als sie das Geld herausnahmen, das zum Hause des HERRN gebracht worden war, fand der Priester Hilkia das Buch des Gesetzes des HERRN, das durch Mose gegeben war.

  8. Und Hilkia hob an und sprach zu dem Schreiber Schaphan: Ich habe dies Gesetzbuch gefunden im Hause des HERRN. Und Hilkia gab das Buch Schaphan.

  9. Schaphan aber brachte es zum König und gab ihm Bericht und sprach: Alles, was deinen Knechten befohlen ist, tun sie.

  10. Sie haben das Geld ausgeschüttet, das im Hause des HERRN gesammelt ist, und haben's denen gegeben, die bestellt sind, und den Arbeitern.

  11. Und der Schreiber Schaphan sagte dem König: Der Priester Hilkia hat mir ein Buch gegeben. Und Schaphan las vor dem König daraus vor.

  12. Und als der König die Worte des Gesetzes hörte, zerriß er seine Kleider.

  13. Und der König gebot Hilkia und Ahikam, dem Sohn Schaphans, und Abdon, dem Sohn Michas, und Schaphan, dem Schreiber, und Asaja, dem Kämmerer des Königs, und sprach:

  14. Geht hin, befragt den HERRN für mich und für die Übriggebliebenen von Israel und Juda über die Worte des Buches, das gefunden ist; denn groß ist der Grimm des HERRN, der über uns entbrannt ist, weil unsere Väter nicht gehalten haben das Wort des HERRN und nicht alles taten, was geschrieben steht in diesem Buch.

  15. Da ging Hilkia samt den andern, die der König gesandt hatte, hin zu der Prophetin Hulda, der Frau Schallums, des Sohnes Tokhaths, des Sohnes Hasras, des Kleiderhüters, die in Jerusalem wohnte im zweiten Bezirk der Stadt, und sagten ihr dies.

  16. Und sie sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat:

  17. So spricht der HERR: Siehe, ich will Unheil bringen über diesen Ort und seine Einwohner, alle die Flüche, die geschrieben stehen in dem Buch, aus dem man vor dem König von Juda gelesen hat,

  18. weil sie mich verlassen und andern Göttern geopfert haben, um mich zu erzürnen mit allen Werken ihrer Hände. Und mein Grimm soll über diesen Ort entbrennen und nicht ausgelöscht werden.

  19. Und zum König von Juda, der euch gesandt hat, den HERRN zu befragen, sollt ihr so sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was die Worte angeht, die du gehört hast:

  20. «Weil du im Herzen betroffen bist und dich gedemütigt hast vor Gott, als du seine Worte hörtest gegen diesen Ort und gegen seine Einwohner, und dich vor mir gedemütigt hast und deine Kleider zerrissen und vor mir geweint, so habe ich dich auch erhört, spricht der HERR.

  21. Siehe, ich will dich versammeln zu deinen Vätern, daß du mit Frieden in dein Grab kommst und deine Augen nicht sehen all das Unheil, das ich über diesen Ort und seine Einwohner bringen will.» Und sie sagten's dem König wieder.

  22. Da sandte der König hin und ließ zusammenkommen alle Ältesten Judas und Jerusalems.

  23. Und der König ging hinauf ins Haus des HERRN und alle Männer Judas und die Einwohner von Jerusalem, die Priester, die Leviten und alles Volk, klein und groß, und es wurden vor ihren Ohren gelesen alle Worte aus dem Buch des Bundes, das im Hause des HERRN gefunden war.

  24. Und der König trat an seinen Platz und schloß einen Bund vor dem HERRN, daß man dem HERRN nachwandeln und seine Gebote, Ordnungen und Rechte von ganzem Herzen und von ganzer Seele halten wolle, zu tun nach allen Worten des Bundes, die geschrieben stehen in diesem Buch.

  25. Und er ließ hintreten alle, die in Jerusalem und in Benjamin waren. Und die Einwohner von Jerusalem taten nach dem Bund Gottes, des Gottes ihrer Väter.

  26. Und Josia entfernte alle greulichen Götzen aus allen Gebieten Israels und brachte es dahin, daß alle in Israel dem HERRN, ihrem Gott, dienten. Solange Josia lebte, wichen sie nicht von dem HERRN, dem Gott ihrer Väter.

Josia hält Passa nach dem Gesetz Gottes

Kapitel 35

  1. Und Josia hielt dem HERRN Passa in Jerusalem, und sie schlachteten das Passa am vierzehnten Tage des ersten Monats.

  2. Und er bestellte die Priester zu ihrem Dienst und ermutigte sie zu ihrem Amt im Hause des HERRN

  3. und sprach zu den Leviten, die ganz Israel lehrten und dem HERRN geheiligt waren: Bringt die heilige Lade ins Haus, das Salomo, der Sohn Davids, des Königs von Israel, gebaut hat. Nun sollt ihr sie nicht mehr auf den Schultern tragen. So dient nun dem HERRN, eurem Gott, und seinem Volk Israel

  4. und seid bereit nach euren Sippen in euren Ordnungen, wie sie aufgeschrieben sind von David, dem König von Israel, und seinem Sohn Salomo,

  5. und stellt euch im Heiligtum auf, entsprechend den Abteilungen der Sippen eurer Brüder aus dem Volk je eine Abteilung einer Sippe der Leviten,

  6. und schlachtet das Passa und heiligt euch und bereitet es für eure Brüder, daß sie tun nach dem Wort des HERRN durch Mose.

  7. Und Josia gab als Opfergabe für das Volk Lämmer und junge Ziegen – alles zu dem Passa für alle, die sich versammelt hatten – an Zahl dreißigtausend, und dreitausend Rinder, alles von dem Gut des Königs.

  8. Seine Oberen aber gaben als Opfergabe freiwillig für das Volk und für die Priester und Leviten. Hilkia, Sacharja und Jehiël, die Vorsteher im Hause Gottes, gaben den Priestern zum Passa zweitausendsechshundert Lämmer und Ziegen, dazu dreihundert Rinder.

  9. Kananja aber und seine Brüder, Schemaja und Nathanael, sowie Haschabja, Jeïël und Josabad, die Vorsteher der Leviten, gaben als Opfergabe den Leviten zum Passa fünftausend Lämmer und Ziegen und dazu fünfhundert Rinder.

  10. So wurde der Gottesdienst geordnet. Und die Priester standen an ihren Plätzen und die Leviten in ihren Abteilungen nach dem Gebot des Königs.

  11. Und sie schlachteten das Passa, und die Priester nahmen das Blut aus der Hand der Leviten und sprengten, und die Leviten zogen die Haut ab.

  12. Und die Brandopfer sonderten sie ab, um sie den Abteilungen der Sippen des Volkes zu geben, damit diese dem HERRN opferten, wie es geschrieben steht im Buch des Mose. So taten sie auch mit den Rindern.

  13. Und sie kochten das Passa am Feuer, wie sich's gebührt. Aber was geheiligt war, kochten sie in Töpfen, Kesseln und Schüsseln und brachten es schnell allem Volk.

  14. Danach aber bereiteten sie auch für sich und für die Priester; denn die Priester, die Söhne Aaron, hatten mit dem Brandopfer und dem Fett bis in die Nacht zu tun; darum mußten die Leviten für sich und für die Priester, die Söhne Aaron, zubereiten.

  15. Und die Sänger, die Söhne Asaph, standen an ihren Plätzen nach dem Gebot Davids und Asaphs und Hemans und Jeduthuns, der Seher des Königs, und die Torhüter an allen Toren, und sie wichen nicht von ihrem Dienst; denn die Leviten, ihre Brüder, bereiteten auch für sie zu.

  16. So wurde geordnet aller Gottesdienst des HERRN an diesem Tage, um hinfort Passa zu halten und Brandopfer darzubringen auf dem Altar des HERRN nach dem Gebot des Königs Josia.

  17. So hielten die Kinder Israel, die sich versammelt hatten, zu dieser Zeit das Passa und das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang.

  18. Man hatte aber kein Passa gehalten in Israel wie dies von der Zeit des Propheten Samuel an, und kein König in Israel hatte das Passa so gehalten, wie Josia Passa hielt, mit den Priestern, Leviten, ganz Juda und allen, die von Israel sich versammelt hatten, und den Einwohnern von Jerusalem.

  19. Im achtzehnten Jahr der Herrschaft Josias wurde dies Passa gehalten.

Josias Tod im Kampf gegen den Pharao Necho

  1. Nachdem aber Josia das Haus des Herrn hergerichtet hatte, zog Necho, der König von Ägypten, herauf, um Krieg zu führen bei Karkemisch am Euphrat. Und Josia zog aus ihm entgegen.

  2. Aber Necho sandte Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Was hab ich mit dir zu tun, König von Juda? Ich komme jetzt nicht gegen dich, sondern gegen das Königreich, mit dem ich Krieg habe, und Gott hat gesagt, ich soll eilen. Vergreif dich nicht an Gott, der mit mir ist, daß er dich nicht verderbe!

  3. Aber Josia ließ nicht ab von ihm, sondern schickte sich an, mit ihm zu kämpfen, und hörte nicht auf die Worte Nechos, die Gott zu ihm gesprochen hatte, und kam, mit ihm zu kämpfen in der Ebene von Megiddo.

  4. Aber die Schützen schossen auf den König Josia, und der König sprach zu seinen Männern: Führt mich fort; denn ich bin schwer verwundet!

  5. Und seine Männer hoben ihn von dem Wagen und brachten ihn auf einen von seinen andern Wagen und führten ihn nach Jerusalem. Und er starb und wurde begraben in den Gräbern seiner Väter. Und ganz Juda und Jerusalem trugen Leid um Josia.

  6. Und Jeremia sang ein Klagelied über Josia, und alle Sänger und Sängerinnen klagten in ihren Liedern über Josia bis auf diesen Tag, und das wurde zum festen Brauch in Israel. Siehe, diese Lieder stehen geschrieben unter den Klageliedern.

  7. Was aber mehr von Josia zu sagen ist und seine barmherzigen Taten, wie sie dem Gesetz des HERRN entsprachen,

  8. und seine Geschichte, die frühere und die spätere, siehe, das alles steht geschrieben im Buch der Könige von Israel und Juda.

Joahas, Jojakim, Jojachin

Kapitel 36

  1. Und das Volk des Landes nahm Joahas, den Sohn Josias, und machte ihn zum König an seines Vaters Statt zu Jerusalem.

  2. Dreiundzwanzig Jahre alt war Joahas, als er König wurde; und er regierte drei Monate zu Jerusalem;

  3. denn der König von Ägypten setzte ihn ab in Jerusalem und legte eine Geldbuße auf das Land von hundert Zentnern Silber und einem Zentner Gold.

  4. Und der König von Ägypten machte Eljakim, seinen Bruder, zum König über Juda und Jerusalem und wandelte seinen Namen um in Jojakim. Aber seinen Bruder Joahas nahm Necho und brachte ihn nach Ägypten.

  5. Fünfundzwanzig Jahre alt war Jojakim, als er König wurde; und er regierte Elf Jahre zu Jerusalem und tat, was dem HERRN, seinem Gott, mißfiel.

  6. Und Nebukadnezar, der König von Babel, zog gegen ihn herauf und legte ihn in Ketten, um ihn nach Babel zu führen.

  7. Auch brachte Nebukadnezar einige Geräte des Hauses des HERRN nach Babel und tat sie in seinen Tempel in Babel.

  8. Was aber mehr von Jojakim zu sagen ist und seine Greueltaten, die er tat, und was ihm sonst widerfuhr, siehe, das steht geschrieben im Buch der Könige von Israel und Juda. Und sein Sohn Jojachin wurde König an seiner Statt.

  9. Achtzehn Jahre alt war Jojachin, als er König wurde; und er regierte drei Monate und zehn Tage zu Jerusalem und tat, was dem HERRN mißfiel.

  10. Als aber das Jahr zu Ende ging, sandte Nebukadnezar hin und ließ ihn nach Babel holen mit den kostbaren Geräten aus dem Hause des HERRN und machte seinen Bruder Zedekia zum König über Juda und Jerusalem.

Zedekia und die Wegführung nach Babel

  1. Einundzwanzig Jahre alt war Zedekia, als er König wurde; und er regierte elf Jahre zu Jerusalem

  2. und tat, was dem HERRN, seinem Gott, mißfiel, und demütigte sich nicht vor dem Propheten Jeremia, der da redete, wie der HERR zu ihm gesprochen hatte.

  3. Auch wurde er abtrünnig von Nebukadnezar, dem König von Babel, der einen Eid bei Gott von ihm genommen hatte, und wurde halsstarrig und verstockte sein Herz, so daß er sich nicht bekehrte zu dem HERRN, dem Gott Israels.

  4. Auch alle Oberen Judas und die Priester und das Volk versündigten sich noch mehr mit all den greulichen Sitten der Heiden und machten unrein das Haus des HERRN, das er geheiligt hatte in Jerusalem.

  5. Und der HERR, der Gott ihrer Väter, ließ immer wieder gegen sie reden durch seine Boten; denn er hatte Mitleid mit seinem Volk und seiner Wohnung.

  6. Aber sie verspotteten die Boten Gottes und verachteten seine Worte und verhöhnten seine Propheten, bis der Grimm des HERRN über sein Volk wuchs und es kein Vergeben mehr gab.

  7. Da führte er gegen sie heran den König der Chaldäer und ließ ihre junge Mannschaft mit dem Schwert erschlagen im Hause ihres Heiligtums und verschonte weder die Jünglinge noch die Jungfrauen, weder die Alten noch die Greise; alle gab er sie in seine Hand.

  8. Und alle Geräte im Hause Gottes, große und kleine, die Schätze im Hause des HERRN und die Schätze des Königs und seiner Oberen, alles ließ er nach Babel führen.

  9. Und sie verbrannten das Haus Gottes und rissen die Mauer Jerusalems ein, und alle ihre Burgtürme brannten sie mit Feuer aus, so daß alle ihre kostbaren Geräte zunichte wurden.

  10. Und er führte weg nach Babel alle, die das Schwert übriggelassen hatte, und sie wurden seine und seiner Söhne Knechte, bis das Königtum der Perser zur Herrschaft kam,

  11. damit erfüllt würde das Wort des HERRN durch den Mund Jeremias. Das Land hatte die ganze Zeit über, da es wüste lag, Sabbat, bis es an seinen Sabbaten genug hatte, auf daß siebzig Jahre voll wurden.

Ende der babylonischen Gefangenschaft

  1. Aber im ersten Jahr des Cyrus, des Königs von Persien, erweckte der HERR – damit erfüllt würde das Wort des HERRN durch den Mund Jeremias – den Geist des Cyrus, des Königs von Persien, daß er in seinem ganzen Königreich mündlich und auch schriftlich verkünden ließ:

  2. So spricht Cyrus, der König von Persien: Der HERR, der Gott des Himmels, hat mir alle Königreiche der Erde gegeben und hat mir befohlen, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem in Juda. Wer nun unter euch von seinem Volk ist, mit dem sei der HERR, sein Gott, und er ziehe hinauf!

DAS BUCH ESRA