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DAS ZWEITE
BUCH DER CHRONIK
Kapitel 18 -
36
Josaphats Verbindung mit Ahab von Israel
Kapitel 18
Und Josaphat hatte großen Reichtum und viel Ehre und
verschwägerte sich mit Ahab.
Und nach einigen Jahren zog er hinab zu Ahab nach Samaria.
Und Ahab ließ für ihn und für das Volk, das bei
ihm war, viele Schafe und Rinder schlachten. Und er beredete ihn,
daß er hinaufzöge nach Ramoth in Gilead.
Ahab, der König von Israel, sprach zu Josaphat, dem
König von Juda: Willst du mit mir nach Ramoth in Gilead
ziehen? Er sprach zu ihm: Ich bin wie du und mein Volk wie dein
Volk; wir wollen mit dir in den Kampf.
Aber Josaphat sprach zum König von Israel:
Frage doch zuerst nach dem Wort des HERRN!
Und der König von Israel versammelte vierhundert
Propheten und sprach zu ihnen: Sollen wir nach Ramoth in Gilead
in den Kampf ziehen, oder soll ich's lassen? Sie sprachen: Zieh
hinauf! Gott wird es in des Königs Hand geben.
Josaphat aber sprach: Ist nicht noch irgend ein Prophet
des HERRN hier, daß wir durch ihn den Herrn befragen?
Der König von Israel sprach zu Josaphat: Es ist noch
ein Mann hier, durch den man den HERRN befragen kann; aber
ich bin ihm gram, denn er weissagt über mich nichts Gutes,
sondern immer nur Böses, nämlich Micha, der Sohn
Jimlas. Josaphat sprach: Der König rede so nicht!
Und der König von Israel rief einen seiner
Kämmerer und sprach: Bringe eilends her Micha, den Sohn
Jimlas!
Und der König von Israel und Josaphat, der König
von Juda, saßen ein jeder auf seinem Thron, mit ihren
königlichen Kleidern angetan. Sie saßen aber auf dem
Platz vor dem Tor von Samaria, und alle Propheten fingen an, vor
ihnen zu weissagen.
Und Zedekia, der Sohn Kenaanas, machte sich eiserne Hörner
und sprach: So spricht der HERR: Hiermit wirst du die Aramäer
niederstoßen, bis du sie aufreibst.
Und alle Propheten weissagten ebenso und sprachen: Zieh
hinauf nach Ramoth in Gilead! Es wird dir gelingen, der HERR wird
es in des Königs Hand geben.
Und der Bote, der hingegangen war, um Micha zu rufen,
sprach zu ihm: Siehe, die Worte der Propheten sind einmütig
gut für den König. Laß doch auch dein Wort wie
ihr Wort sein und rede Gutes.
Micha aber sprach: So wahr der HERR lebt: was mein Gott
sagen wird, das will ich reden.
Und als er zum König kam, sprach der König
zu ihm: Micha, sollen wir nach Ramoth in Gilead in den Kampf
ziehen, oder soll ich's lassen? Er sprach: Ja, zieht hinauf! Es
wird euch gelingen, sie werden in eure Hände gegeben werden.
Aber der König sprach zu ihm: Wie oft soll ich dich
beschwören, daß du mir im Namen des HERRN nichts als
die Wahrheit sagst!
Da sprach er: Ich sah ganz Israel zerstreut auf den Bergen
wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und der HERR sprach: Diese
haben keinen Herrn. Ein jeder kehre wieder heim mit Frieden! -
Da sprach der König von Israel zu Josaphat: Sagte ich
dir nicht: Er weissagt nichts Gutes über mich, sondern nur
Böses?
Micha aber sprach: Darum höret des HERRN Wort! Ich
sah den HERRN sitzen auf seinem Thron, und das ganze himmlische
Heer stand zu seiner Rechten und zu seiner Linken.
Und der HERR sprach: Wer will Ahab, den König von
Israel, betören, daß er hinaufziehe und falle bei
Ramoth in Gilead? Und als dieser so und jener anders redete,
trat ein Geist vor und stellte sich vor den HERRN und
sprach: Ich will ihn betören. Der HERR aber sprach zu ihm:
Womit?
Er sprach: Ich will ausfahren und ein Lügengeist sein
in aller seiner Propheten Mund. Und der Herr sprach: Du wirst ihn
betören und wirst es ausrichten; fahr hin und tu das!
Nun siehe, der HERR hat einen Lügengeist in den Mund
dieser deiner Propheten gegeben, und der HERR hat Unheil gegen
dich geredet.
Da trat herzu Zedekia, der Sohn Kenaanas, und schlug Micha
auf die Backe und sprach: Auf welchem Wege sollte der Geist des
HERRN von mir gewichen sein, um nun durch dich zu reden?
Micha sprach: Wahrlich, an jenem Tage wirst du es sehen,
wenn du von einer Kammer in die andere gehst, um dich zu
verstecken.
Aber der König von Israel sprach: Nehmt Micha und
bringt ihn zu Amon, dem Stadthauptmann, und zu Joas, dem Sohn des
Königs,
und sagt: So spricht der König: Legt diesen ins
Gefängnis und speist ihn nur kärglich mit Brot und
Wasser, bis ich wiederkomme mit Frieden!
Micha sprach: Kommst du mit Frieden wieder, so hat der
HERR nicht durch mich geredet. Und er sprach: Höret, alle
Völker!
So zogen der König von Israel und Josaphat,
der König von Juda, hinauf nach Ramoth in Gilead.
Und der König von Israel sprach zu Josaphat: Ich will
mich verkleiden und in den Kampf ziehen, du aber behalte deine
königlichen Kleider an! Und der König von Israel
verkleidete sich, und sie zogen in den Kampf.
Aber der König von Aram hatte den Obersten über
seine Wagen geboten: Ihr sollt nicht kämpfen gegen Geringe
und Hohe, sondern allein gegen den König von Israel.
Als nun die Obersten der Wagen Josaphat sahen, dachten
sie, es sei der König von Israel, und umringten ihn, um
gegen ihn zu kämpfen. Aber Josaphat schrie, und der HERR
half ihm, und Gott lockte sie von ihm weg.
Denn als die Obersten der Wagen merkten, daß er
nicht der König von Israel war, wandten sie sich von ihm ab.
Es spannte aber ein Mann seinen Bogen von ungefähr
und schoß den König von Israel zwischen Panzer und
Wehrgehänge. Da sprach er zu seinem Wagenlenker: Wende um
und führe mich aus dem Kampf; denn ich bin verwundet!
Aber der Kampf nahm immer mehr zu an jenem Tage, und der
König von Israel blieb in seinem Wagen stehen gegenüber
den Aramäern bis zum Abend; und er starb, als die Sonne
unterging.
Kapitel 19
Josaphat aber, der König von Juda, kam wieder
heim mit Frieden nach Jerusalem.
Und es ging ihm der Seher Jehu, der Sohn Hananis, entgegen
und sprach zum König Josaphat: Sollst du so dem Gottlosen
helfen und die lieben, die den HERRN hassen? Darum kommt über
dich der Zorn vom HERRN.
Etwas Gutes ist aber doch an dir gefunden, daß du
die Bilder der Aschera aus dem Lande ausgetilgt und dein Herz
darauf gerichtet hast, Gott zu suchen.
Josaphat ordnet die Rechtsprechung
Und Josaphat blieb in Jerusalem. Und er zog wieder im Volk
umher von Beerseba an bis auf das Gebirge Ephraim und brachte sie
zurück zu dem HERRN, dem Gott ihrer Väter.
Und er bestellte Richter im Lande in allen festen Städten
Judas, Stadt für Stadt,
und sprach zu den Richtern: Seht zu, was ihr tut! Denn ihr
haltet Gericht nicht im Namen von Menschen, sondern im Namen des
HERRN, und er ist bei euch, wenn ihr Recht sprecht.
Darum laßt die Furcht des HERRN bei euch sein,
haltet und tut das Recht; denn bei dem HERRN, unserm Gott, ist
kein Unrecht, weder Ansehen der Person noch Annehmen von
Geschenken.
Auch bestellte Josaphat in Jerusalem einige aus den
Leviten und Priestern und Sippenhäuptern Israels für
das Gericht des HERRN und für die Streitfälle der
Einwohner Jerusalems.
Ihnen gebot er und sprach: Tut also in der Furcht des
HERRN, in Treue und mit ganzem Herzen!
In allen Streitfällen, die vor euch kommen von euren
Brüdern, die in ihren Städten wohnen, es gehe um
Bluttat, um Gesetz und Gebot, um Satzungen und Rechte, da sollt
ihr sie unterrichten, daß sie sich nicht am HERRN
verschulden und ein Zorn über euch und eure Brüder
komme. Tut also, so werdet ihr euch nicht verschulden.
Siehe, der Hohepriester Amarja ist über euch bestellt
in allen Sachen des HERRN, und Sebadja, der Sohn Ismaels, der
Vorsteher im Hause Judas, in allen Sachen des Königs; und
als Amtleute habt ihr die Leviten bei euch. Geht unverzagt ans
Werk, und der HERR wird mit dem Guten sein.
Josaphats Sieg über die Ammoniter und Moabiter
Kapitel 20
Danach kamen die Moabiter, die Ammoniter und mit ihnen
auch Mëuniter, um
gegen Josaphat zu kämpfen.
Und man kam und sagte zu Josaphat: Es kommt gegen dich
eine große Menge von jenseits des Salzmeeres, von Edom, und
siehe, sie sind schon in Hazezon-Thamar, das ist En-Gedi.
Josaphat aber fürchtete sich und richtete sein
Angesicht darauf, den HERRN zu suchen; und er ließ in ganz
Juda ein Fasten ausrufen.
Und Juda kam zusammen, den HERRN zu suchen; auch aus allen
Städten Judas kamen sie, den HERRN zu suchen.
Und Josaphat trat hin unter die Gemeinde Judas und
Jerusalems im Hause des HERRN vorn im neuen Vorhof
und sprach: HERR, du Gott unserer Väter, bist du
nicht Gott im Himmel und Herrscher über alle Königreiche
der Heiden? Und in deiner Hand ist Kraft und Macht, und es ist
niemand, der dir zu widerstehen vermag.
Hast du, unser Gott, nicht die Bewohner dieses Landes
vertrieben vor deinem Volk Israel und hast es den Nachkommen
Abrahams, deines Freundes, gegeben für immer?
Und sie wohnten darin und haben dir ein Heiligtum für
deinen Namen gebaut und gesagt:
Wenn Unglück, Schwert, Strafe, Pest oder Hungersnot
über uns kommen, werden wir vor diesem Hause und vor dir
stehen – denn dein Name ist in diesem Hause – und zu
dir schreien in unserer Not, und du wirst hören und helfen.
Nun siehe, die Ammoniter, Moabiter und die vom Gebirge
Seïr, durch die
du Israel nicht hindurchziehen ließest, als sie aus
Ägyptenland kamen – sondern sie mußten vor ihnen
weichen und durften sie nicht ausrotten -,
siehe, sie lassen uns das entgelten und kommen, uns
auszutreiben aus deinem Eigentum, das du uns gegeben hast.
Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist
keine Kraft gegen dies große Heer, das gegen uns kommt. Wir
wissen nicht, was wir tun sollen, sondern unsere Augen sehen nach
dir.
Und ganz Juda stand vor dem HERRN mit seinen Alten,
Frauen und Kindern.
Aber der Geist des HERRN kam mitten in der Gemeinde auf
Jahasiël, den Sohn Sacharjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes
Jehiëls, des Sohnes Mattanjas, den Leviten aus den Söhnen
Asaph.
Und Jahasiël sprach: Merket auf, ganz Juda und ihr
Einwohner von Jerusalem und du, König Josaphat! So spricht
der HERR zu euch: Ihr sollt euch nicht fürchten und nicht
verzagen vor diesem großen Heer; denn nicht ihr kämpft,
sondern Gott.
Morgen sollt ihr gegen sie hinabziehen. Wenn sie den
Höhenweg von Ziz heraufkommen, werdet ihr auf sie treffen,
wo das Tal endet, vor der Wüste Jeruël.
Aber nicht ihr werdet dabei kämpfen; tretet nur hin
und steht und seht die Hilfe des HERRN, der mit euch ist, Juda
und Jerusalem! Fürchtet euch nicht und verzaget nicht!
Morgen zieht ihnen entgegen! Der HERR ist mit euch.
Da beugte sich Josaphat mit seinem Antlitz zur
Erde, und ganz Juda und die Einwohner von Jerusalem fielen vor
dem HERRN nieder und beteten den HERRN an.
Und die Leviten von den Söhnen Kehath und von den
Söhnen Korah schickten sich an, den HERRN, den Gott Israels,
zu loben mit laut schallender Stimme.
Und sie machten sich früh am Morgen auf und
zogen aus zur Wüste Thekoa. Und als sie auszogen, trat
Josaphat hin und sprach: Höret mir zu, Juda und ihr
Einwohner von Jerusalem! Glaubet an den HERRN, euren Gott, so
werdet ihr sicher sein, und glaubet seinen Propheten, so wird es
euch gelingen.
Und er beriet sich mit dem Volk und bestellte Sänger
für den HERRN, daß sie in heiligem Schmuck Loblieder
sängen und vor den Kriegsleuten herzögen und sprächen:
Danket dem HERRN; denn seine Barmherzigkeit währet ewiglich.
Und als sie anfingen mit Danken und Loben, ließ der
HERR einen Hinterhalt kommen über die Ammoniter und Moabiter
und die vom Gebirge Seïr, die gegen Juda ausgezogen waren,
und sie wurden geschlagen.
Es stellten sich die Ammoniter und Moabiter gegen die
Leute vom Gebirge Seïr, um sie auszurotten und zu vertilgen.
Und als sie die Leute vom Gebirge Seïr alle aufgerieben
hatten, kehrte sich einer gegen den andern, und sie wurden
einander zum Verderben.
Als aber Juda an den Ort kam, wo man in die Wüste
sehen kann, und sie sich gegen das Heer wenden wollten, siehe, da
lagen nur Leichname auf der Erde; keiner war entronnen.
Und Josaphat kam mit seinem Volk, die Beute auszuteilen,
und sie fanden Vieh in Menge und Güter und Kleider und
kostbare Geräte und nahmen sich so viel weg, daß es
kaum zu tragen war, und teilten drei Tage die Beute aus; denn es
war viel.
Am vierzehnten Tage aber kamen sie zusammen im Lobetal;
denn dort lobten sie den HERRN. Daher heißt die Stätte
«Lobetal»
bis auf diesen Tag.
So kehrte jedermann von Juda und Jerusalem wieder
um und Josaphat an der Spitze, daß sie nach Jerusalem zögen
mit Freuden; denn der HERR hatte ihnen Freude gegeben an ihren
Feinden.
Und sie zogen in Jerusalem ein mit Psaltern, Harfen und
Trompeten zum Hause des HERRN.
Und der Schrecken Gottes kam über alle Königreiche
der Länder, als sie hörten, daß der HERR gegen
die Feinde Israels gestritten hatte.
Also hatte das Königreich Josaphats Frieden, und sein
Gott gab ihm Ruhe ringsumher.
Josaphats Vertrag mit Ahasja von Israel
Und Josaphat regierte über Juda; er war
fünfunddreißig Jahre alt, als er König wurde; und
er regierte fünfundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter
hieß Asuba, eine Tochter Schilhis.
Und er wandelte in dem Wege seines Vaters Asa und ließ
nicht davon ab und tat, was dem HERRN wohlgefiel.
Nur die Opferhöhen wurden nicht entfernt; denn das
Volk hatte sein Herz noch nicht ganz zu dem Gott seiner Väter
gewandt.
Was aber mehr von Josaphat zu sagen ist, die frühere
und die spätere Geschichte, siehe, das steht geschrieben in
den Geschichten Jehus, des Sohnes Hananis, die aufgenommen sind
in das Buch der Könige von Israel.
Danach schloß Josaphat, der König von
Juda, einen Vertrag mit Ahasja, dem König von Israel, der
gottlos war in seinem Tun.
Er kam mit ihm überein, Schiffe zu bauen, um nach
Tarsis zu fahren; und sie bauten die Schiffe in Ezjon-Geber.
Aber Eliëser, der Sohn Dodawas von Marescha,
weissagte gegen Josaphat und sprach: Weil du mit Ahasja
übereingekommen bist, zerstört der HERR dein Werk. Und
die Schiffe zerschellten und konnten nicht nach Tarsis fahren.
Jorams gottlose Regierung
Kapitel 21
Und Josaphat legte sich zu seinen Vätern und wurde
begraben bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Und sein
Sohn Joram wurde König an seiner Statt.
Und Joram hatte Brüder, Josaphats Söhne:
Asarja, Jehiël, Sacharja, Asarja, Michael und Schephatja;
diese alle waren Söhne Josaphats, des Königs von Juda.
Und ihr Vater gab ihnen viele Gaben an Silber, Gold und
Kleinoden, dazu feste Städte in Juda; aber das Königtum
gab er Joram; denn der war der Erstgeborene.
Als aber Joram das Königtum seines Vaters übernommen
hatte und mächtig wurde, erschlug er alle seine Brüder
mit dem Schwert, dazu auch einige Obere in Israel.
Zweiunddreißig Jahre alt war Joram, als er
König wurde; und er regierte acht Jahre zu Jerusalem
und wandelte in dem Wege der Könige von Israel, wie
das Haus Ahab getan hatte; denn Ahabs Tochter war seine Frau. Und
er tat, was dem HERRN mißfiel.
Aber der HERR wollte das Haus David nicht verderben um des
Bundes willen, den er mit David geschlossen hatte, und wie er ihm
zugesagt hatte, ihm eine Leuchte zu geben und seinen Söhnen
immerdar.
Zu seiner Zeit fielen die Edomiter von Juda ab und
setzten einen König über sich.
Da zog Joram hin mit seinen Obersten und alle Wagen mit
ihm, und er machte sich des Nachts auf und schlug die Edomiter,
die ihn umringt hatten, und die Obersten über die Wagen.
Doch blieben die Edomiter abtrünnig von Juda bis auf
diesen Tag. Zur selben Zeit fiel Libna auch von ihm ab; denn er
hatte den HERRN, den Gott seiner Väter, verlassen.
Auch machte er Opferhöhen in den Städten
Judas und verleitete die Einwohner von Jerusalem zur Abgötterei
und verführte Juda.
Es kam aber ein Brief zu ihm von dem Propheten
Elia, der lautete: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters
David: Weil du nicht gewandelt bist in den Wegen deines Vaters
Josaphat und nicht in den Wegen Asas, des Königs von Juda,
sondern wandelst in dem Wege der Könige von Israel
und verleitest Juda und die Bewohner von Jerusalem zur Abgötterei
nach der Abgötterei des Hauses Ahab und weil du dazu
erschlagen hast deine Brüder, deines Vaters Haus, die besser
waren als du,
siehe, so wird dich der HERR mit einer großen Plage
schlagen an deinem Volk, an deinen Kindern, an deinen Frauen und
an aller deiner Habe.
Du aber wirst viel Krankheit haben in deinen Eingeweiden,
bis über Jahr und Tag deine Eingeweide vor Krankheit
heraustreten.
Und der HERR erweckte gegen Joram den Geist der
Philister und Araber, die neben den Kuschitern wohnen.
Und sie zogen herauf und brachen in Juda ein und führten
alle Habe weg, die vorhanden war im Hause des Königs, dazu
seine Söhne und seine Frauen, so daß ihm kein Sohn
übrigblieb außer Joahas, seinem jüngsten Sohn.
Und nach dem allen plagte ihn der HERR mit einer
Krankheit in seinen Eingeweiden; die war nicht zu heilen.
Und als das über Jahr und Tag währte, bis die
Zeit von zwei Jahren um war, traten in seiner Krankheit seine
Eingeweide heraus, und er starb unter schlimmen Schmerzen. Und
man machte keinen Brand ihm zu Ehren, wie man seinen Vätern
getan hatte.
Zweiunddreißig Jahre alt war er, als er König
wurde; und er regierte acht Jahre zu Jerusalem und ging dahin
unbedauert. Und sie begruben ihn in der Stadt Davids, aber nicht
in den Gräbern der Könige.
Ahasjas gottlose Regierung
Kapitel 22
Und die Einwohner von Jerusalem machten Ahasja, Jorams
jüngsten Sohn, zum König an seiner Statt; denn die
streifende Rotte, die mit den Arabern ins Lager gekommen war,
hatte die älteren Söhne alle erschlagen. Darum wurde
Ahasja König, der Sohn Jorams, des Königs von Juda.
Zweiundzwanzig Jahre alt war Ahasja, als er König
wurde; und er regierte ein Jahr zu Jerusalem. Seine Mutter hieß
Athalja, die Tochter Omris.
Und auch er wandelte in den Wegen des Hauses Ahab; denn
seine Mutter hielt ihn dazu an, gottlos zu sein.
Darum tat er, was dem HERRN mißfiel, wie das Haus
Ahab; denn sie waren seine Ratgeber nach seines Vaters Tod, ihm
zum Verderben.
Er wandelte nach ihrem Rat; denn er zog hin mit Joram, dem
Sohn Ahabs, dem König von Israel, in den Kampf nach Ramoth
in Gilead gegen Hasaël, den König von Aram. Aber die
Aramäer verwundeten Joram,
so daß er umkehrte, um sich in Jesreel heilen zu
lassen von den Wunden, die ihm bei Rama geschlagen waren, als er
mit Hasaël, dem König von Aram, kämpfte. Und
Ahasja, der Sohn Jorams, der König von Juda, zog hinab, um
Joram, den Sohn Ahabs, in Jesreel zu besuchen, weil er krank lag;
denn es war von Gott über Ahasja zu seinem Verderben
beschlossen, daß er zu Joram käme. Und als er kam, zog
er mit Joram aus gegen Jehu, den Sohn Nimschis, den der HERR
gesalbt hatte, um das Haus Ahab auszurotten.
Als nun Jehu die Strafe am Hause Ahab vollzog, traf er auf
einige Obere aus Juda und auf die Söhne der Brüder
Ahasjas, die Ahasja dienten, und er tötete sie.
Und er suchte Ahasja, und man fing ihn in Samaria, wo er
sich versteckt hatte, und er wurde zu Jehu gebracht. Der tötete
ihn, und man begrub ihn; denn sie sprachen: Er ist Josaphats
Sohn, der von ganzem Herzen den HERRN suchte. Und es war niemand
mehr aus dem Hause Ahasjas, der zum Königtum tüchtig
war.
Joas wird gegen Athalja zum König erhoben
Als aber Athalja, die Mutter Ahasjas, sah, daß ihr
Sohn tot war, machte sie sich auf und brachte um alle vom
königlichen Geschlecht im Hause Juda.
Aber Joschabath, eine Königstochter, nahm Joas, den
Sohn Ahasjas, und stahl ihn aus der Mitte der Söhne des
Königs, die getötet wurden, und brachte ihn mit seiner
Amme in die Bettenkammer. So verbarg ihn Joschabath, die Tochter
des Königs Joram, die Frau des Priesters Jojada, - denn sie
war Ahasjas Schwester – vor Athalja, so daß er nicht
getötet wurde.
Und er war bei ihnen im Hause Gottes versteckt sechs
Jahre, solange Athalja im Lande Königin war.
Kapitel 23
Aber im siebenten Jahr faßte Jojada Mut und
schloß einen Bund mit den Hauptleuten über hundert,
nämlich mit Asarja, dem Sohn Jerohams, Ismael, dem Sohn
Johanans, Asarja, dem Sohn Obeds, Maaseja, dem Sohn Adajas, und
Elischaphat, dem Sohn Sichris.
Die zogen umher in Juda und brachten die Leviten aus allen
Städten Judas zusammen und die Häupter der Sippen in
Israel, daß sie nach Jerusalem kämen.
Und die ganze Gemeinde schloß einen Bund im Hause
Gottes mit dem König. Und Jojada sprach zu ihnen: Siehe, des
Königs Sohn soll König sein, wie der HERR den Söhnen
David zugesagt hat.
So sollt ihr nun tun: Ein Drittel von euch, den Priestern
und Leviten, die am Sabbat ihren Dienst antreten, soll Wache
halten an den Toren
und ein Drittel im Hause des Königs und ein Drittel
am Grundtor; aber alles Volk soll in den Vorhöfen am Hause
des HERRN sein.
Und daß niemand in das Haus des HERRN gehe! Nur die
Priester und die Leviten, die Dienst tun, die sollen
hineingehen, denn sie sind heilig; und alles Volk tue nach dem
Gebot des HERRN.
Und die Leviten sollen sich rings um den König
herumstellen, ein jeder mit seiner Waffe in der Hand. Und wer in
das Haus des Herrn geht, der sei des Todes! Und sie sollen um den
König sein, wenn er aus- und eingeht.
Und die Leviten und ganz Juda taten, wie der
Priester Jojada geboten hatte, und ein jeder nahm seine Leute,
die am Sabbat antraten, samt denen, die am Sabbat abtraten. Denn
der Priester Jojada ließ die Abteilungen nicht
auseinandergehen.
Und der Priester Jojada gab den Hauptleuten über
hundert die Spieße und Schilde und Waffen des Königs
David, die im Hause Gottes waren,
und stellte alles Volk auf, einen jeden mit seiner Waffe
in der Hand, von der rechten Seite des Hauses im Süden bis
zur linken Seite im Norden vor dem Altar und dem Hause um den
König herum.
Und sie führten den Sohn des Königs heraus und
setzten ihm die Krone auf und gaben ihm die Ordnung und machten
ihn zum König. Und Jojada und seine Söhne salbten ihn
und sprachen: Es lebe der König!
Als aber Athalja das Geschrei des Volks hörte,
das herzulief und den König umjubelte, ging sie zum Volk in
das Haus des HERRN.
Und sie sah, und siehe, der König stand an seiner
Stätte im Eingang und die Oberen und die Trompeter um den
König, und alles Volk des Landes war fröhlich, und man
blies die Trompeten, und die Sänger mit allerlei Saitenspiel
standen da und gaben das Zeichen zum Jubel. Da zerriß
Athalja ihre Kleider und rief: Aufruhr, Aufruhr!
Aber der Priester Jojada gebot den Hauptleuten über
hundert, die über das Heer gesetzt waren: Führt sie
zwischen den Reihen hinaus, und wer ihr nachfolgt, den soll man
mit dem Schwert töten! Denn der Priester hatte befohlen, man
sollte sie nicht töten im Hause des HERRN.
Und sie legten die Hände an sie, und als sie zum
Eingang des Roßtors kam am Hause des Königs, töteten
sie sie dort.
Und Jojada schloß einen Bund zwischen dem
HERRN und dem ganzen Volk und dem König, daß sie des
HERRN Volk sein sollten.
Da ging das ganze Volk in das Haus Baals und brach es ab,
und seine Altäre und Bilder zerbrachen sie und töteten
Mattan, den Priester Baals, vor den Altären.
Und Jojada bestellte die Ämter am Hause des HERRN aus
den Priestern und den Leviten, die David für das Haus des
HERRN verordnet hatte, dem HERRN Brandopfer zu bringen, wie es
geschrieben steht im Gesetz des Mose, mit Freuden und mit
Liedern, nach Davids Weisung,
und er stellte Wachen an die Tore am Hause des HERRN, daß
niemand hineinkäme, der sich an irgend etwas unrein gemacht
hatte.
Und er nahm die Hauptleute über hundert und die
Mächtigen und die Herren im Volk und alles Volk des Landes
und führte den König vom Hause des HERRN hinab; und sie
zogen durch das obere Tor in das Haus des Königs und ließen
den König sich auf den königlichen Thron setzen.
Und alles Volk des Landes war fröhlich, aber die
Stadt blieb still, obwohl Athalja mit dem Schwert erschlagen war.
Joas' Sorge für den Tempel
Kapitel 24
Joas war sieben Jahre alt, als er König wurde; und er
regierte vierzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß
Zibja, aus Beerseba.
Und Joas tat, was dem HERRN wohlgefiel, solange der
Priester Jojada lebte.
Und Jojada nahm zwei Frauen für Joas, und er zeugte
Söhne und Töchter.
Danach nahm sich Joas vor, das Haus des HERRN zu
erneuern,
und versammelte die Priester und Leviten und sprach zu
ihnen: Zieht hin in alle Städte Judas und sammelt Geld aus
ganz Israel, um jährlich das Haus eures Gottes auszubessern,
und eilet, solches zu tun! Aber die Leviten eilten nicht.
Da rief der König den Hohenpriester Jojada und sprach
zu ihm: Warum hast du nicht acht auf die Leviten, daß sie
von Juda und Jerusalem die Steuer einbringen, die Mose, der
Knecht des HERRN, und die Gemeinde für die Stiftshütte
zu sammeln Israel geboten haben?
Denn die gottlose Athalja und ihre Söhne haben das
Haus Gottes verfallen lassen, und alles, was dem Hause des HERRN
geheiligt war, haben sie an die Baale gebracht.
Da befahl der König, daß man eine Lade
machte, und man stellte sie außen ins Tor am Hause des
HERRN;
und sie ließen in Juda und Jerusalem ausrufen, daß
man dem HERRN die Steuer bringen solle, die in der Wüste von
Mose, dem Knecht Gottes, auf Israel gelegt war.
Da freuten sich alle Oberen und alles Volk und brachten's
und warfen's in die Lade, bis sie voll wurde.
Und wenn man die Lade durch die Leviten zur Verwaltung des
Königs brachte und man sah, daß viel Geld darin war,
so kam der Schreiber des Königs und der Beauftragte des
Hohenpriesters, und man schüttete die Lade aus, und sie
trugen sie wieder hin an ihren Ort. So taten sie alle Tage und
brachten viel Geld zusammen.
Und der König und Jojada gaben es den Werkmeistern,
die am Hause des HERRN arbeiteten. Diese stellten Steinmetzen und
Zimmerleute an, um das Haus des HERRN zu erneuern, und auch
Meister in Eisen und Kupfer, um das Haus des HERRN auszubessern.
Und die Werkmeister sorgten dafür, daß durch
sie die Ausbesserung fortschritt, und so stellten sie das Haus
Gottes nach seinem alten Maß wieder her.
Und als sie es vollendet hatten, brachten sie das übrige
Geld vor den König und Jojada. Davon machte man Geräte
für das Haus des HERRN, Geräte für den Dienst und
für die Brandopfer, Löffel und goldene und silberne
Geräte. Und sie opferten Brandopfer im Hause des HERRN
allezeit, solange Jojada lebte.
Und Jojada ward alt und lebenssatt und starb und
war hundertunddreißig Jahre alt, als er starb.
Und sie begruben ihn in der Stadt Davids bei den Königen,
weil er an Israel und an Gott und seinem Hause wohlgetan hatte.
Joas' Abfall und Ende
Und nach dem Tode Jojadas kamen die Oberen Judas und
huldigten dem König; da hörte der König auf sie.
Und sie verließen das Haus des HERRN, des Gottes
ihrer Väter, und dienten den Bildern der Aschera und den
Götzen. Da kam der Zorn über Juda und Jerusalem um
dieser ihrer Schuld willen.
Der HERR aber sandte Propheten zu ihnen, daß sie
sich zum HERRN bekehren sollten, und die ermahnten sie, aber sie
nahmen's nicht zu Ohren.
Und der Geist Gottes ergriff Sacharja, den Sohn des
Priesters Jojada. Der trat vor das Volk und sprach zu ihnen: So
spricht Gott: Warum übertretet ihr die Gebote des HERRN, so
daß ihr kein Gelingen habt? Denn ihr habt den HERRN
verlassen, darum wird er euch auch verlassen.
Aber sie machten eine Verschwörung gegen ihn und
steinigten ihn auf Befehl des Königs im Vorhof am Hause des
HERRN.
Und der König Joas gedachte nicht an die
Barmherzigkeit, die Jojada, der Vater Sacharjas, an ihm getan
hatte, sondern tötete seinen Sohn. Der aber sprach, als er
starb: Der HERR wird es sehen und strafen.
Und als das Jahr um war, zog herauf das Heer der
Aramäer, und sie kamen nach Juda und Jerusalem und brachten
alle Oberen im Volk um, und all ihren Raub sandten sie dem König
von Damaskus.
Denn obwohl das Heer der Aramäer mit wenigen Männern
kam, gab der HERR ein sehr großes Heer in ihre Hand, weil
Juda den HERRN, den Gott ihrer Väter, verlassen hatte. Damit
vollzogen sie an Joas die Strafe.
Und als sie von ihm zogen, ließen sie ihn in großer
Krankheit zurück. Es machten aber seine Großen eine
Verschwörung gegen ihn um der Blutschuld willen an dem Sohn
des Priesters Jojada und töteten ihn auf seinem Bett, und er
starb. Und man begrub ihn in der Stadt Davids, aber nicht in den
Gräbern der Könige.
Diese aber machten die Verschwörung gegen ihn: Sabad,
der Sohn der Schimath, der Ammoniterin, und Josabad, der Sohn der
Schimrith, der Moabiterin.
Aber seine Söhne und die Menge der Steuern, die er
veranlaßte, und der Bau des Hauses Gottes, siehe, das steht
geschrieben in den Geschichten im Buch der Könige. Und sein
Sohn Amazja wurde König an seiner Statt.
Amazja
Kapitel 25
Fünfundzwanzig Jahre alt war Amazja, als er König
wurde; und er regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine
Mutter hieß Joaddan, aus Jerusalem.
Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, doch nicht von
ganzem Herzen.
Als er nun das Königtum fest in der Hand hatte,
tötete er seine Großen, die den König, seinen
Vater, erschlagen hatten.
Aber ihre Söhne tötete er nicht; denn so steht
es geschrieben im Gesetz, im Buch des Mose, wo der HERR gebietet:
Die Väter sollen nicht sterben für die Kinder und die
Kinder nicht für die Väter, sondern ein jeder soll nur
um seiner Sünde willen sterben.
5. Mose 24,16.
Und Amazja bot Juda auf und ordnete sie, ganz Juda
und Benjamin, nach ihren Sippen unter die Obersten über
tausend und unter die Hauptleute über hundert und musterte
sie von zwanzig Jahren an und darüber, und es fanden sich
dreihunderttausend auserlesene Leute, die in den Krieg ziehen und
Spieß und Schild führen konnten.
Dazu warb er aus Israel hunderttausend Kriegsleute für
hundert Zentner Silber.
Es kam aber ein Mann Gottes zu ihm und sprach:
König, laß nicht das Heer Israels mit dir ziehen, denn
der HERR ist nicht mit Israel, mit allen Kindern Ephraim;
denn wenn du denkst, mit ihnen stark zu sein zum Kampf, so
wird Gott dich vor den Feinden fallen lassen. Denn bei Gott steht
die Kraft zu helfen und fallen zu lassen.
Amazja sprach zu dem Mann Gottes: Was soll man denn tun
mit den hundert Zentnern, die ich den Kriegsleuten aus Israel
gegeben habe? Der Mann Gottes sprach: Es steht beim HERRN, dir
mehr zu geben als dies.
Da sonderte Amazja die Kriegsleute ab, die zu ihm aus
Ephraim gekommen waren, daß sie wieder heimkehrten. Da
entbrannte ihr Zorn sehr gegen Juda, und sie zogen zurück an
ihren Ort mit grimmigem Zorn.
Und Amazja ward getrost und führte sein Volk aus und
zog ins Salztal und erschlug zehntausend Männer von Seïr.
Und die Kinder Juda fingen zehntausend von ihnen lebendig;
die führten sie auf die Spitze eines Felsens und stürzten
sie von der Spitze des Felsens, daß sie alle zerschellten.
Aber die Kriegsleute, die Amazja hatte ziehen lassen, daß
sie nicht mit seinem Volk in den Kampf zögen, fielen in die
Städte Judas ein von Samaria bis nach Beth-Horon und
erschlugen dreitausend Mann von ihnen und gewannen viel Beute.
Und als Amazja vom Siege über die Edomiter
wiederkam, brachte er die Götter der Leute von Seïr mit
und stellte sie sich als Götter auf und betete sie an und
opferte ihnen.
Da entbrannte der Zorn des HERRN über Amazja, und er
sandte einen Propheten zu ihm. Der sprach zu ihm: Warum suchst du
die Götter des Volks, die ihr Volk nicht aus deiner Hand
erretten konnten?
Und als er so mit ihm redete, sprach der König zu
ihm: Hat man dich zu des Königs Ratgeber gemacht? Höre
auf! Warum willst du getötet werden? Da hörte der
Prophet auf und sprach: Ich merke wohl, daß Gott
beschlossen hat, dich zu verderben, weil du solches getan und auf
meinen Rat nicht gehört hast.
Und Amazja, der König von Juda, entschloß
sich, hinzusenden zu Joas, dem Sohn des Joahas, des Sohnes Jehus,
dem König von Israel, und ließ ihm sagen: Komm, wir
wollen uns miteinander messen!
Aber Joas, der König von Israel, sandte zu Amazja,
dem König von Juda, und antwortete ihm: Der Dornstrauch im
Libanon sandte zur Zeder im Libanon und ließ ihr sagen: Gib
deine Tochter meinem Sohn zur Frau! - Aber das Wild im Libanon
lief über den Dornstrauch und zertrat ihn.
Du denkst: Siehe, ich habe die Edomiter geschlagen. -
Darüber erhebt sich dein Herz, und du suchst noch mehr Ruhm.
Bleib doch daheim, warum suchst du dein Unglück, daß
du zu Fall kommst und Juda mit dir?
Aber Amazja hörte nicht darauf; denn es
geschah von Gott, um sie in die Hand des Joas zu geben, weil sie
die Götter der Edomiter gesucht hatten.
Da zog Joas, der König von Israel, herauf, und sie
maßen sich miteinander, er und Amazja, der König von
Juda, bei Beth-Schemesch, das in Juda liegt.
Aber Juda wurde vor Israel her geschlagen, und sie flohen,
ein jeder in sein Haus.
Aber Amazja, den Sohn des Joas, den König von Juda,
nahm Joas, der Sohn des Joahas, der König von Israel, bei
Beth-Schemesch gefangen und brachte ihn nach Jerusalem und riß
die Mauer von Jerusalem ein vom Tor Ephraim bis an das Ecktor,
vierhundert Ellen lang.
Und alles Gold und Silber und alle Geräte, die im
Hause Gottes unter der Obhut von Obed-Edom vorhanden waren, und
die Schätze im Hause des Königs und die Geiseln nahm er
mit sich nach Samaria.
Und Amazja, der Sohn des Joas, der König von
Juda, lebte nach dem Tode des Joas, des Sohnes des Joahas, des
Königs von Israel, noch fünfzehn Jahre.
Was aber mehr von Amazja zu sagen ist, die frühere
und die spätere Geschichte, siehe, das steht geschrieben im
Buch der Könige von Juda und Israel.
Und von der Zeit an, da Amazja von dem HERRN wich, machten
sie eine Verschwörung gegen ihn in Jerusalem. Er aber floh
nach Lachisch. Da sandten sie hinter ihm her nach Lachisch und
töteten ihn dort.
Und sie brachten ihn auf Rossen und begruben ihn bei
seinen Vätern in der Stadt Davids.
Usia
Kapitel 26
Da nahm das ganze Volk von Juda den Usia – der war
sechzehn Jahre alt -, und sie machten ihn zum König an
seines Vaters Amazja Statt.
Der baute Elath aus und brachte es wieder an Juda, nachdem
der König sich zu seinen Vätern gelegt hatte.
Sechzehn Jahre alt war Usia, als er König wurde; und
er regierte zweiundfünfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter
hieß Jecholja, aus Jerusalem.
Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater
Amazja getan hatte.
Und er suchte Gott, solange Sacharja lebte, der ihn
unterwies in der Furcht Gottes; und solange er den HERRN suchte,
ließ es ihm Gott gelingen.
Er zog aus und kämpfte gegen die Philister und
riß nieder die Mauer von Gath und die Mauer von Jabne und
die Mauer von Asdod und baute Festungen um Asdod und im
Philisterland;
denn Gott half ihm gegen die Philister, gegen die Araber,
die in Gur-Baal wohnten, und gegen die Mëuniter.
Und die Ammoniter gaben Usia Geschenke, und er wurde
berühmt bis hin nach Ägypten; denn er wurde immer
mächtiger.
Und Usia baute Türme in Jerusalem am Ecktor und am
Taltor und am Winkel und befestigte sie.
Er baute auch Türme in der Wüste und grub viele
Brunnen; denn er hatte viel Vieh sowohl im Hügelland wie in
der Ebene, auch Ackerleute und Weingärtner auf den Bergen
und am Karmel; denn er hatte Lust am Ackerbau.
Und Usia hatte ein kriegstüchtiges Heer, das in
Abteilungen in den Kampf zog, nach seiner Zahl aufgestellt durch
den Schreiber Jeïël und den Amtmann Maaseja unter dem
Befehl Hananjas, eines der Obersten des Königs.
Und die Zahl der Häupter der Sippen unter den
Kriegern war 2 600,
und unter ihrem Befehl stand eine Heeresmacht von 307 500
sehr kriegstüchtigen Männern, um dem König gegen
die Feinde zu helfen.
Und Usia beschaffte für das ganze Heer Schilde,
Spieße, Helme, Panzer, Bogen und Schleudersteine
und machte in Jerusalem kunstvolle Geschütze, die auf
den Türmen und Ecken stehen sollten, um mit Pfeilen und
großen Steinen zu schießen. Und sein Name drang weit
hinaus, weil ihm wunderbar geholfen wurde, bis er sehr mächtig
war.
Und als er mächtig geworden war, überhob
sich sein Herz zu seinem Verderben; denn er verging sich gegen
den HERRN, seinen Gott, und ging in das Haus des HERRN, um auf
dem Räucheraltar zu räuchern.
Aber der Priester Asarja ging ihm nach und achtzig
Priester des HERRN mit ihm, zuverlässige Leute,
und sie traten Usia, dem König, entgegen und sprachen
zu ihm: Es gebührt nicht dir, Usia, dem HERRN zu räuchern,
sondern den Priestern, den Söhnen Aaron, die geweiht sind zu
räuchern. Geh hinaus aus dem Heiligtum; denn du vergehst
dich, und es wird dir keine Ehre bringen vor Gott, dem HERRN.
Da wurde Usia zornig, als er bereits ein Räuchergefäß
in der Hand hatte, um zu räuchern; und wie er so über
die Priester zornig wurde, brach der Aussatz aus an seiner Stirn
vor den Augen der Priester im Hause des HERRN am Räucheraltar.
Und der Hohepriester Asarja wandte das Angesicht ihm zu
und alle Priester, und siehe, da war der König aussätzig
an seiner Stirn. Und sie stießen ihn fort, und er eilte
auch selbst hinauszugehen; denn seine Plage war vom HERRN.
So war der König Usia aussätzig bis an seinen
Tod und wohnte als Aussätziger in einem besondern Hause;
denn er war verstoßen vom Hause des HERRN. Jotham aber,
sein Sohn, stand dem Hause des Königs vor und richtete das
Volk des Landes.
Was aber mehr von Usia zu sagen ist, die frühere
und die spätere Geschichte, hat beschrieben der Prophet
Jesaja, der Sohn des Amoz.
Und Usia legte sich zu seinen Vätern, und sie
begruben ihn bei seinen Vätern auf dem Felde neben der
Grabstätte der Könige; denn sie sprachen: Er ist
aussätzig: Und sein Sohn Jotham wurde König an seiner
Statt.
Jotham
Kapitel 27
Jotham war fünfundzwanzig Jahre alt, als er König
wurde; und er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter
hieß Jeruscha, eine Tochter Zadoks.
Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater
Usia getan hatte, nur drang er nicht in den Tempel des HERRN ein.
Das Volk aber handelte noch immer böse.
Er baute das obere Tor am Hause des HERRN, und
an der Mauer des Ophel
baute er viel
und baute Städte auf dem Gebirge Juda, und in den
Wäldern baute er Burgen und Türme.
Auch kämpfte er mit dem König der Ammoniter und
unterwarf sie, so daß ihm die Ammoniter in diesem Jahr
hundert Zentner Silber, hunderttausend Scheffel Weizen und
hunderttausend Scheffel Gerste gaben. So viel gaben ihm die
Ammoniter auch im zweiten und im dritten Jahr.
So wurde Jotham mächtig; denn er wandelte recht vor
dem HERRN, seinem Gott.
Was aber mehr von Jotham zu sagen ist und alle
seine Kriege und wie er wandelte, siehe, das steht geschrieben im
Buch der Könige von Israel und Juda.
Fünfundzwanzig Jahre alt war er, als er König
wurde; und er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem.
Und Jotham legte sich zu seinen Vätern, und sie
begruben ihn in der Stadt Davids. Und sein Sohn Ahas wurde König
an seiner Statt.
Ahas
Kapitel 28
Ahas war zwanzig Jahre alt, als er König wurde; und
er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. Er tat nicht, was dem
HERRN wohlgefiel, wie sein Vater David,
sondern wandelte in den Wegen der Könige von Israel.
Dazu machte er den Baalen gegossene Bilder
und opferte im Tal Ben-Hinnom und verbrannte seine Söhne
im Feuer nach den greulichen Sitten der Heiden, die der HERR vor
den Kindern Israel vertrieben hatte,
und opferte und räucherte auf den Höhen und auf
den Hügeln und unter allen grünen Bäumen.
Darum gab ihn der HERR, sein Gott, in die Hand des Königs
von Aram, daß sie ihn schlugen und eine große Menge
der Seinen gefangen wegführten und nach Damaskus brachten.
Auch wurde er in die Hand des Königs von Israel gegeben; der
schlug ihn hart;
denn Pekach, der Sohn Remaljas, schlug in Juda
hundertundzwanzigtausend streitbare Männer auf einen
Tag, weil sie den HERRN, den Gott ihrer Väter, verlassen
hatten.
Und Sichri, ein Kriegsmann aus Ephraim, erschlug Maaseja,
den Königssohn, und Asrikam, den Vorsteher des Königshauses,
und Elkana, den Ersten nach dem König.
Und die von Israel führten von ihren Brüdern
zweihunderttausend Frauen, Söhne und Töchter gefangen
weg und nahmen dazu große Beute von ihnen und brachten sie
nach Samaria.
Es war aber dort ein Prophet des HERRN, der hieß
Oded. Der ging hinaus dem Heer entgegen, das nach Samaria kam,
und sprach zu ihnen: Siehe, weil der HERR, der Gott eurer Väter,
über Juda zornig ist, hat er sie in eure Hände gegeben;
ihr aber habt sie mit solcher Wut erschlagen, daß es gen
Himmel schreit.
Nun gedenkt ihr, die Leute von Juda und Jerusalem zu
unterwerfen, daß sie eure Sklaven und Sklavinnen seien. Ist
denn das nicht Schuld bei euch gegenüber dem HERRN, eurem
Gott?
So hört nun auf mich und bringt die Gefangenen wieder
hin, die ihr aus euren Brüdern weggeführt habt; denn
des HERRN Zorn ist über euch entbrannt.
Da traten auf einige Sippenhäupter der Kinder Ephraim
– Asarja, der Sohn Johanans, Berechja, der Sohn
Meschillemoths, Jehiskia, der Sohn Schallums, und Amasa, der Sohn
Hadlais – gegen die, die aus dem Kampf kamen,
und sprachen zu ihnen: Ihr sollt die Gefangenen nicht
hierherbringen; denn ihr bringt Schuld vor dem HERRN über
uns, so daß ihr unsere Sünde und Schuld nur noch
größer macht. Es ist schon genug der Schuld, und der
Zorn des HERRN ist über Israel entbrannt.
Da gaben die Kriegsleute die Gefangenen und die Beute frei
vor den Obersten und vor der ganzen Gemeinde.
Und jene Männer, die mit Namen genannt sind, nahmen
die Gefangenen und bekleideten alle, die bloß unter ihnen
waren, mit Kleidern aus der Beute und zogen ihnen Schuhe an und
gaben ihnen zu essen und zu trinken und salbten sie, und alle,
die schwach waren, führten sie auf Eseln und brachten sie
nach Jericho, zur Palmenstadt, zu ihren Brüdern und kehrten
nach Samaria zurück.
Zu derselben Zeit sandte der König Ahas zu dem
König von Assur, daß er ihm helfe.
Und es kamen abermals die Edomiter und schlugen Juda und
führten einige weg.
Auch die Philister fielen ein in die Städte im
Hügelland und im Südlande Judas und eroberten
Beth-Schemesch, Ajalon, Gederoth und Socho mit seinen Ortschaften
und Timna mit seinen Ortschaften und Gimso mit seinen Ortschaften
und wohnten darin;
denn der HERR demütigte Juda um des Ahas willen, des
Königs von Juda, weil er in Juda ein zuchtloses Wesen
aufkommen ließ und sich am HERRN versündigte.
So zog auch gegen ihn Tiglath-Pileser, der König von
Assur; der bedrängte ihn und half ihm nicht;
denn obwohl Ahas das Haus des HERRN und das Haus des
Königs und die Häuser der Oberen plünderte und es
dem König von Assur gab, half es ihm nichts.
Dazu versündigte sich der König Ahas in seiner
Not noch mehr am HERRN
und opferte den Göttern von Damaskus, die ihn
geschlagen hatten, und sprach: Die Götter der Könige
von Aram helfen ihnen; darum will ich ihnen opfern, daß sie
mir auch helfen. Aber diese brachten ihn und ganz Israel zu Fall.
Und Ahas brachte die Geräte des Hauses Gottes
zusammen und zerschlug sie und schloß die Türen zu am
Hause des HERRN und machte sich Altäre in allen Winkeln
Jerusalems.
Und in den Städten Judas hin und her machte er Höhen,
um andern Göttern zu opfern, und reizte den HERRN, den Gott
seiner Väter.
Was aber mehr von ihm zu sagen ist und sein ganzer
Wandel, der frühere und der spätere, siehe, das steht
geschrieben im Buch der Könige von Juda und Israel.
Und Ahas legte sich zu seinen Vätern, und sie
begruben ihn in der Stadt, in Jerusalem; denn sie brachten ihn
nicht in die Gräber der Könige von Israel. Und sein
Sohn Hiskia wurde König an seiner Statt.
Hiskia stellt den rechten Gottesdienst wieder her
Kapitel 29
Hiskia war fünfundzwanzig Jahre alt, als er König
wurde; und er regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine
Mutter hieß Abia, eine Tochter Sacharjas.
Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, wie sein Vater
David.
Er tat auf die Türen am Hause des HERRN im ersten
Monat des ersten Jahres seiner Herrschaft und besserte sie aus
und ließ die Priester und Leviten kommen und
versammelte sie auf dem Platz im Osten
und sprach zu ihnen: Hört mir zu, ihr Leviten!
Heiligt euch nun, daß ihr weihet das Haus des HERRN, des
Gottes eurer Väter, und tut heraus den Unrat aus dem
Heiligtum.
Denn unsere Väter haben sich versündigt und
getan, was dem HERRN, unserm Gott, mißfällt, und haben
ihn verlassen und haben ihr Angesicht von der Wohnung des HERRN
abgewandt und ihr den Rücken zugekehrt;
sie haben sogar die Türen an der Vorhalle
zugeschlossen und die Lampen ausgelöscht und kein
Räucherwerk geräuchert und dem Gott Israels kein
Brandopfer im Heiligtum dargebracht.
Daher ist der Zorn des HERRN über Juda und Jerusalem
gekommen, und er hat sie dahingegeben zum Entsetzen und zum
Erschrecken, daß man sie verspottet, wie ihr mit euren
Augen seht;
denn siehe, um dessentwillen sind unsere Väter durchs
Schwert gefallen und unsere Söhne, Töchter und Frauen
weggeführt.
Nun habe ich im Sinn, einen Bund zu schließen mit
dem HERRN, dem Gott Israels, daß sein Zorn und Grimm sich
von uns wende.
Nun, meine Söhne, seid nicht lässig; denn euch
hat der HERR erwählt, daß ihr zum Dienst vor ihm
stehen sollt und daß ihr seine Diener seid und ihm Opfer
bringt!
Da machten sich auf die Leviten Mahath, der Sohn
Amasais, und Joel, der Sohn Asarjas, aus den Söhnen Kehath;
aus den Söhnen Merari aber Kis, der Sohn Abdis, und Asarja,
der Sohn Jehallelels; und aus den Söhnen Gerson Joach, der
Sohn Simmas, und Eden, der Sohn Joachs;
aus den Söhnen Elizaphan Schimri und Jeïël;
aus den Söhnen Asaph Sacharja und Mattanja;
aus den Söhnen Heman Jehiël und Simeï; aus
den Söhnen Jeduthun Schemaja und Usiël.
Sie versammelten ihre Brüder und heiligten sich und
gingen hinein, um das Haus des HERRN zu reinigen, wie der König
nach dem Wort des HERRN geboten hatte.
Die Priester aber gingen ins Innere des Hauses des HERRN,
um es zu reinigen, und taten alles Unreine, das im Tempel des
HERRN gefunden wurde, auf den Vorhof am Hause des HERRN, und die
Leviten nahmen es auf und trugen es hinaus an den Bach Kidron.
Mit der Weihe aber fingen sie am ersten Tage des ersten
Monats an, und am achten Tage des Monats gingen sie in die
Vorhalle des HERRN und weihten das Haus des HERRN acht Tage lang,
und am sechzehnten Tage des ersten Monats vollendeten sie das
Werk.
Und sie gingen hin zum König Hiskia und sprachen: Wir
haben gereinigt das ganze Haus des HERRN, den Brandopferaltar und
alle seine Geräte, den Tisch der Schaubrote und alle seine
Geräte;
und alle Geräte, die der König Ahas, als er
König war, hatte wegwerfen lassen, als er sich versündigte,
die haben wir wieder aufgestellt und geweiht; siehe, sie sind vor
dem Altar des HERRN.
Da machte sich der König Hiskia früh auf
und versammelte die Oberen der Stadt und ging hinauf zum Hause
des HERRN.
Und sie brachten herzu sieben junge Stiere, sieben Widder,
sieben Lämmer und sieben Ziegenböcke zum Sündopfer
für das Königreich, für das Heiligtum und für
Juda, und er sprach zu den Priestern, den Söhnen Aaron, daß
sie auf dem Altar des HERRN opfern sollten.
Da schlachteten sie die Rinder, und die Priester nahmen
das Blut und sprengten es an den Altar, und sie schlachteten die
Widder und sprengten das Blut an den Altar, und sie schlachteten
die Lämmer und sprengten das Blut an den Altar.
Und sie brachten die Böcke zum Sündopfer vor den
König und die Gemeinde und legten ihre Hände auf sie;
und die Priester schlachteten sie und taten ihr Blut zur
Entsündigung an den Altar, um Sühne zu schaffen für
ganz Israel; denn der König hatte befohlen, Brandopfer und
Sündopfer darzubringen für ganz Israel.
Und er stellte die Leviten auf im Hause des HERRN mit
Zimbeln, Psaltern und Harfen, wie es David befohlen hatte und
Gad, der Seher des Königs, und der Prophet Nathan; denn es
war des HERRN Gebot durch seine Propheten.
Und so standen die Leviten mit den Saitenspielen Davids
und die Priester mit den Trompeten.
Und Hiskia gebot, das Brandopfer auf dem Altar
darzubringen. Und um die Zeit, da das Brandopfer anfing, begann
auch der Gesang für den HERRN und die Trompeten und dazu die
mancherlei Saitenspiele Davids, des Königs von Israel.
Und die ganze Gemeinde betete an, und der Gesang erscholl
und die Trompeten ertönten; und das alles währte so
lange, bis das Brandopfer vollendet war.
Als nun das Brandopfer verrichtet war, beugten der König
und alle, die sich bei ihm befanden, die Knie und beteten an.
Und der König Hiskia samt den Oberen gebot den
Leviten, den HERRN zu loben mit den Liedern Davids und des Sehers
Asaph. Und sie lobten mit Freuden und neigten sich und beteten
an.
Und Hiskia hob an und sprach: Nun habt ihr für
den HERRN eure Hände gefüllt. Tretet herzu und bringt
die Schlachtopfer und Lobopfer zum Hause des HERRN! Und die
Gemeinde brachte herzu Schlachtopfer und Lobopfer, dazu jeder,
der willigen Herzens war, Brandopfer.
Und die Zahl der Brandopfer, die die Gemeinde brachte, war
siebzig Rinder, hundert Widder und zweihundert Lämmer, dies
alles zum Brandopfer für den HERRN.
Es waren aber der geweihten Tiere sechshundert Rinder und
dreitausend Schafe.
Aber die Priester waren zu wenig, um allen Brandopfern die
Haut abziehen zu können. Darum halfen ihnen ihre Brüder,
die Leviten, bis die Arbeit verrichtet war und bis sich die
Priester geheiligt hatten; denn die Leviten waren williger
gewesen als die Priester, sich zu heiligen.
Auch waren es viele Brandopfer mit dem Fett der Dankopfer
und mit den Trankopfern zu den Brandopfern.
So wurde der Dienst am Hause des HERRN geordnet.
Und Hiskia freute sich samt allem Volk über das, was
Gott dem Volke bereitet hatte; denn es war unvermutet schnell
gekommen.
Hiskias Erneuerung des Passafestes
Kapitel 30
Und Hiskia sandte hin zu ganz Israel und Juda und schrieb
Briefe an Ephraim und Manasse, daß sie zum Hause des HERRN
nach Jerusalem kommen sollten, Passa zu halten dem HERRN, dem
Gott Israels.
Und der König beriet sich mit seinen Oberen und der
ganzen Gemeinde in Jerusalem, das Passa erst im zweiten Monat zu
halten;
denn sie konnten's nicht zur rechten Zeit halten, weil
sich nicht genug Priester geheiligt hatten und das Volk noch
nicht nach Jerusalem zusammengekommen war.
Das gefiel dem König und der ganzen Gemeinde gut,
und so beschlossen sie, durch ganz Israel von Beerseba an
bis nach Dan auszurufen, daß man kommen sollte, dem HERRN,
dem Gott Israels, Passa zu halten in Jerusalem; denn es war nicht
von der ganzen Menge gehalten worden, wie es geschrieben steht.
Und die Läufer gingen hin mit den Briefen von der
Hand des Königs und seiner Oberen durch ganz Israel und Juda
nach dem Befehl des Königs und sprachen: Ihr Kinder Israel,
kehret um zu dem HERRN, dem Gott Abrahams, Isaaks und Israels, so
wird er sich zu den Erretteten kehren, die die Könige von
Assur von euch übriggelassen haben;
und seid nicht wie eure Väter und Brüder, die
sich am HERRN, dem Gott ihrer Väter, versündigt haben,
so daß er sie in die Verwüstung dahingab, wie ihr
selber seht.
So seid nun nicht halsstarrig wie eure Väter, sondern
gebt eure Hand dem HERRN und kommt zu seinem Heiligtum, das er
geheiligt hat für alle Zeit, und dienet dem HERRN, eurem
Gott, so wird sich sein grimmiger Zorn von euch wenden;
denn wenn ihr euch bekehrt zu dem HERRN, so werden eure
Brüder und Kinder Barmherzigkeit finden bei denen, die sie
gefangen halten, so daß sie in dies Land zurückkehren.
Denn der HERR, euer Gott, ist gnädig und barmherzig und wird
sein Angesicht nicht von euch wenden, wenn ihr euch zu ihm
bekehrt.
Und die Läufer gingen von einer Stadt zur
andern im Lande Ephraim und Manasse und bis nach Sebulon. Aber
die verlachten und verspotteten sie.
Doch einige von Asser und Manasse und Sebulon demütigten
sich und kamen nach Jerusalem.
Auch war Gottes Hand über Juda, daß er ihnen
einerlei Sinn gab zu tun, wie der König und die Oberen
geboten hatten nach dem Wort des HERRN.
Und es kam viel Volk in Jerusalem zusammen, um im
zweiten Monat das Fest der ungesäuerten Brote zu halten,
eine sehr große Gemeinde.
Und sie machten sich auf und entfernten die Altäre,
die in Jerusalem waren, und alles, was man zum Räuchern
braucht, taten sie weg und warfen es hin an den Bach Kidron.
Und sie schlachteten das Passa am vierzehnten Tage des
zweiten Monats. Und die Priester und Leviten bekannten ihre
Schuld und heiligten sich und brachten die Brandopfer zum Hause
des HERRN
und stellten sich an ihren Platz, wie sich's gebührt
nach dem Gesetz des Mose, des Mannes Gottes. Und die Priester
nahmen das Blut aus der Hand der Leviten und sprengten es;
denn es waren viele in der Gemeinde, die sich nicht
geheiligt hatten; darum schlachteten die Leviten das Passa für
alle, die nicht rein waren, daß sie dem HERRN geheiligt
würden.
Denn eine Menge Volk, vor allem von Ephraim, Manasse,
Isaschar und Sebulon, hatte sich nicht gereinigt und aß das
Passa nicht so, wie geschrieben steht. Doch Hiskia betete für
sie und sprach: Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig
sein
allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen, den
HERRN, den Gott ihrer Väter, auch wenn sie nicht die für
das Heiligtum nötige Reinheit haben.
Und der HERR erhörte Hiskia und vergab dem Volk.
So hielten die Kinder Israel, die in Jerusalem
versammelt waren, das Fest der ungesäuerten Brote sieben
Tage lang mit großer Freude. Und die Leviten und Priester
lobten den HERRN alle Tage mit den mächtigen Saitenspielen
des HERRN.
Und Hiskia redete herzlich zu allen Leviten, die sich gut
auf den Dienst des HERRN verstanden hatten. Und sie aßen
das Fest über, sieben Tage lang, und opferten Dankopfer und
dankten dem HERRN, dem Gott ihrer Väter.
Und die ganze Gemeinde beschloß, noch weitere sieben
Tage zu halten, und sie hielten auch diese sieben Tage mit
Freuden.
Denn Hiskia, der König von Juda, spendete für
die Gemeinde tausend junge Stiere und siebentausend Schafe. Die
Oberen aber spendeten für die Gemeinde tausend junge Stiere
und zehntausend Schafe. Auch von den Priestern hatten sich viele
geheiligt.
Und es freute sich die ganze Gemeinde Judas, die Priester
und die Leviten und die ganze Gemeinde, die aus Israel gekommen
war, und die Fremdlinge, die aus dem Lande Israel gekommen waren
und die, die in Juda wohnten.
Und es war eine große Freude in Jerusalem; denn seit
der Zeit Salomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel,
war solches in Jerusalem nicht geschehen.
Und die Priester und die Leviten standen auf und segneten
das Volk, und ihre Stimme wurde erhört, und ihr Gebet kam in
Gottes heilige Wohnung im Himmel.
Kapitel 31
Und als dies alles vollendet war, zog ganz Israel,
soweit es sich versammelt hatte, in die Städte Judas, und
sie zerbrachen die Steinmale und hieben die Bilder der Aschera um
und brachen ab die Opferhöhen und Altäre in ganz Juda,
Benjamin, Ephraim und Manasse, bis sie alles vernichtet hatten.
Und die Kinder Israel zogen alle wieder heim zu ihrem Besitz in
ihre Städte.
Hiskia ordnet die Versorgung der Priester und Leviten
Hiskia aber stellte die Priester und Leviten nach ihren
Ordnungen auf, einen jeden nach seinem Amt, Priester und Leviten,
für die Brandopfer und Dankopfer, daß sie dienten,
dankten und lobten in den Toren des Lagers des HERRN.
Und der König gab von seiner Habe seinen Anteil für
die Brandopfer am Morgen und am Abend und für die Brandopfer
an den Sabbaten und an den Neumonden und Festen, wie es
geschrieben steht im Gesetz des HERRN.
Und er sagte dem Volk, das in Jerusalem wohnte, daß
auch sie ihr Teil den Priestern und Leviten geben sollten, damit
diese um so besser sich an das Gesetz des HERRN halten könnten.
Und als dies Wort erging, gaben die Kinder Israel
reichlich die Erstlinge von Getreide, Wein, Öl, Honig und
allem Ertrag des Feldes, und auch den Zehnten von allem brachten
sie in Menge.
Und die von Israel und Juda, die in den Städten Judas
wohnten, brachten auch den Zehnten von Rindern und Schafen und
den Zehnten von dem Geweihten, das sie dem HERRN, ihrem Gott,
geweiht hatten, und legten es in Haufen zusammen.
Im dritten Monat fingen sie an es aufzuhäufen, und im
siebenten Monat vollendeten sie's.
Und als Hiskia mit den Oberen hinging und sie die
Haufen sahen, lobten sie den HERRN und sein Volk Israel.
Und Hiskia befragte die Priester und Leviten wegen der
Haufen.
Und der Priester Asarja, der Erste im Hause Zadok, sprach
zu ihm: Seit der Zeit, da man angefangen hat, die Abgaben ins
Haus des HERRN zu bringen, haben wir gegessen und sind satt
geworden, und es ist noch viel übriggeblieben; denn der HERR
hat sein Volk gesegnet, darum ist so viel übriggeblieben.
Da befahl der König, daß man Kammern
herrichten sollte am Hause des HERRN. Und sie richteten sie her
und taten die Abgaben, die Zehnten und das Geweihte
gewissenhaft hinein. Und Vorsteher darüber wurde der Levit
Kananja und als Zweiter sein Bruder Simeï.
Und Jehiël, Asasja, Nahat, Asahel, Jerimoth, Josabad,
Eliël, Jismachja, Mahath und Benaja wurden Aufseher unter
Kananja und seinem Bruder Simeï nach dem Befehl des Königs
Hiskia und Asarjas, des Vorstehers im Hause Gottes.
Und der Levit Kore, der Sohn Jimnas, der Torhüter am
Osttor, wurde über die freiwilligen Gaben für Gott
gesetzt, daß er ausgebe die Abgaben für den HERRN und
das Hochheilige.
Und ihm zur Seite standen Eden, Minjamin, Jeschua,
Schemaja, Amarja und Schechanja in den Städten der Priester,
um ihren Brüdern nach ihren Ordnungen gewissenhaft
auszugeben, dem Kleinen wie dem Großen,
allen denen, die aufgezeichnet waren als männlich,
drei Jahre alt und darüber, allen, die in das Haus des HERRN
gingen, je an ihrem Tage zu ihrem Amt in ihrem Dienst nach ihren
Ordnungen. -
Die Priester waren aufgezeichnet nach ihren Sippen und die
Leviten von zwanzig Jahren an und darüber nach ihrem Dienst
in ihren Ordnungen. -
Und man zeichnete sie auf mit allen Alten, Frauen, Söhnen
und Töchtern für die ganze Gemeinde; denn in ihrer
Treue heiligten sie sich für das Heilige.
Auch waren Männer namentlich bestellt für
die Söhne Aaron, die Priester, in dem Gebiet ihrer Städte,
für jede Stadt, daß sie Anteile ausgäben allem,
was männlich war unter den Priestern, und allen, die als
Leviten aufgezeichnet waren.
So tat Hiskia in ganz Juda; er tat, was gut, recht und
wahrhaftig war vor dem HERRN, seinem Gott.
Und alles, was er anfing für den Dienst des Hauses
Gottes nach dem Gesetz und Gebot, seinen Gott zu suchen, tat er
von ganzem Herzen, und es gelang ihm.
Jerusalem wird von Sanherib belagert und wunderbar errettet
Kapitel 32
Nach solch treuem Verhalten kam Sanherib, der König
von Assur, und zog heran gegen Juda und lagerte sich vor die
festen Städte und gedachte, sie an sich zu reißen.
Und als Hiskia sah, daß Sanherib kam und willens
war, gegen Jerusalem zu kämpfen,
beriet er sich mit seinen Obersten und Kriegshelden, ob
man die Wasserquellen verdecken sollte, die draußen vor der
Stadt waren; und sie stimmten ihm zu.
Und es versammelte sich viel Volk, und sie verdeckten alle
Quellen und den Bach, der durch die Erde geleitet wird, und
sprachen: Daß die Könige von Assur nur kein Wasser
finden, wenn sie kommen!
Und Hiskia ward getrost und besserte alle Mauern aus, wo
sie Lücken hatten, und führte Türme auf und baute
draußen noch eine andere Mauer und befestigte den Millo an
der Stadt Davids und machte viele Waffen und Schilde
und setzte Hauptleute über das Kriegsvolk und
sammelte sie zu sich auf dem Platz am Tor der Stadt und redete
ihnen zu Herzen und sprach:
Seid getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht und
verzaget nicht vor dem König von Assur noch vor dem ganzen
Heer, das bei ihm ist; denn mit uns ist ein Größerer
als mit ihm.
Mit ihm ist ein fleischlicher Arm, mit uns aber ist der
HERR, unser Gott, daß er uns helfe und führe unsern
Streit. Und das Volk verließ sich auf die Worte Hiskias,
des Königs von Juda.
Danach sandte Sanherib, der König von Assur,
seine Großen nach Jerusalem – denn er lag vor
Lachisch und seine ganze Heeresmacht mit ihm – zu Hiskia,
dem König von Juda, und zu ganz Juda, das in Jerusalem war,
und ließ ihm sagen:
So spricht Sanherib, der König von Assur: Worauf
wollt ihr euch verlassen, die ihr in dem belagerten Jerusalem
wohnt?
Hiskia verführt euch und gibt euch in den Tod durch
Hunger und Durst, wenn er spricht: Der HERR, unser Gott, wird uns
erretten aus der Hand des Königs von Assur. -
Ist das nicht der Hiskia, der die Opferhöhen und
Altäre seines Gottes entfernt und zu Juda und Jerusalem
gesagt hat: Vor einem Altar sollt ihr anbeten und darauf
opfern?
Wißt ihr nicht, was ich und meine Väter getan
haben allen Völkern in den Ländern? Haben die Götter
der Völker in den Ländern ihr Land erretten können
aus meiner Hand?
Wo ist einer unter allen Göttern dieser Völker,
die meine Väter mit dem Bann geschlagen haben, der sein Volk
hätte erretten können aus meiner Hand, daß euer
Gott euch aus meiner Hand sollte erretten können?
So laßt euch nun von Hiskia nicht betrügen und
laßt euch dadurch nicht verführen und glaubt ihm
nicht; denn wenn kein Gott eines Volkes und Königreichs sein
Volk aus meiner und meiner Väter Hand hat erretten können,
so wird euch auch euer Gott nicht erretten aus meiner Hand.
Dazu redeten seine Großen noch mehr gegen Gott, den
HERRN, und gegen seinen Knecht Hiskia.
Auch schrieb er einen Brief, um dem HERRN, dem Gott
Israels, hohnzusprechen, und redete gegen ihn: Wie die Götter
der Völker in den Ländern ihr Volk nicht aus meiner
Hand errettet haben, so wird auch der Gott Hiskias sein Volk
nicht erretten aus meiner Hand. -
Und sie riefen mit lauter Stimme auf hebräisch zum
Volk von Jerusalem, das auf der Mauer war, um sie furchtsam zu
machen und zu erschrecken, damit sie die Stadt eroberten,
und redeten gegen den Gott Jerusalems wie gegen die Götter
der Völker auf Erden, die doch Werke von Menschenhänden
waren.
Aber der König Hiskia und der Prophet Jesaja,
der Sohn des Amoz, beteten gegen solche Lästerung und
schrien gen Himmel.
Und der HERR
sandte einen Engel; der vertilgte alle Kriegsleute und Obersten
und Hauptleute im Lager des Königs von Assur, daß er
mit Schanden wieder in sein Land zog. Und als er in seines Gottes
Haus ging, fällten ihn dort durchs Schwert seine Söhne,
die von seinem eigenen Leibe gekommen waren.
So half der HERR dem Hiskia und denen zu Jerusalem aus der
Hand Sanheribs, des Königs von Assur, und aus der Hand aller
andern und gab ihnen Ruhe ringsumher,
daß viele dem HERRN Geschenke brachten nach
Jerusalem und Kleinode für Hiskia, den König von Juda.
Und er wurde danach hoch erhoben vor allen Heiden.
Das Ende der Regierung Hiskias
Zu dieser Zeit wurde Hiskia todkrank; und er betete zum
HERRN. Der redete mit ihm und tat an ihm ein Wunder.
Aber Hiskia vergalt nicht nach dem, was ihm geschehen war;
denn sein Herz überhob sich. Darum kam der Zorn über
ihn und über Juda und Jerusalem.
Da demütigte sich Hiskia darüber, daß sein
Herz sich überhoben hatte, samt denen in Jerusalem. Darum
kam der Zorn des HERRN nicht mehr über sie, sondern Hiskia
lebte.
Und Hiskia hatte sehr großen Reichtum und
Ehre und sammelte sich Schätze von Silber, Gold,
Edelsteinen, Spezerei, Schilden und allerlei kostbarem Gerät
und baute Vorratshäuser für den Ertrag an
Getreide, Wein und Öl und Ställe für die
verschiedenen Arten von Vieh und Hürden für die Schafe.
Und er baute sich Städte und hatte Vieh die Menge an
Schafen und Rindern; denn Gott gab ihm sehr großes Gut.
Das ist der Hiskia, der die obere Wasserquelle des Gihon
verschloß und sie hinunterleitete westwärts zur Stadt
Davids; denn es gelangen Hiskia alle seine Werke.
Als aber die Botschafter der Fürsten von Babel zu ihm
gesandt waren, um nach dem Wunder zu fragen, das im Lande
geschehen war, verließ ihn Gott, um ihn zu versuchen, damit
kundwürde alles, was in seinem Herzen war.
Was aber mehr von Hiskia zu sagen ist, und seine
barmherzigen Taten, siehe, das steht geschrieben in den Gesichten
des Propheten Jesaja, des Sohnes des Amoz, im Buch der Könige
von Juda und Israel.
Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern, und sie
begruben ihn über den Gräbern der Söhne Davids.
Und ganz Juda und die Einwohner von Jerusalem gaben ihm Ehre bei
seinem Tod. Und sein Sohn Manasse wurde König an seiner
Statt.
Manasse
Kapitel 33
Manasse war zwölf Jahre alt, als er König wurde;
und er regierte fünfundfünfzig Jahre zu Jerusalem
und tat, was dem HERRN mißfiel, nach den greulichen
Sitten der Heiden, die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben
hatte.
Er baute die Opferhöhen wieder auf, die sein Vater
Hiskia zerstört hatte, und errichtete den Baalen Altäre
und machte Bilder der Aschera und betete das ganze Heer des
Himmels an und diente ihnen.
Er baute auch Altäre im Hause des HERRN, von dem doch
der HERR gesagt hatte: Zu Jerusalem soll mein Name sein ewiglich,
und baute Altäre dem ganzen Heer des Himmels in
beiden Vorhöfen am Hause des HERRN.
Und er ließ seine Söhne durchs Feuer gehen im
Tal Ben-Hinnom und achtete auf Zeichen und Vogelgeschrei und
trieb Zauberei und bestellte Geisterbeschwörer und
Zeichendeuter und tat viel, was dem HERRN mißfiel, um ihn
zu erzürnen.
Er stellte auch das Bild des Götzen, das er machen
ließ, ins Haus Gottes, von dem Gott zu David gesagt hatte
und zu seinem Sohn Salomo: In diesem Hause zu Jerusalem, das ich
erwählt habe vor allen Stämmen Israels, will ich meinen
Namen wohnen lassen ewiglich
und will nicht mehr den Fuß Israels weichen lassen
von dem Lande, das ich ihren Vätern bestimmt habe, sofern
sie halten und alles tun, was ich ihnen durch Mose geboten habe,
nach dem ganzen Gesetz, den Geboten und Rechten.
Aber Manasse verführte Juda und die Einwohner
von Jerusalem, daß sie es ärger trieben als die
Heiden, die der HERR vor den Kindern Israel vertilgt hatte.
Und wenn der HERR zu Manasse und seinem Volk reden ließ,
merkten sie nicht darauf.
Darum ließ der HERR über sie kommen die
Obersten des Heeres des Königs von Assur; die nahmen Manasse
gefangen mit Fesseln und legten ihn in Ketten und brachten ihn
nach Babel.
Und als er in Angst war, flehte er zu dem HERRN, seinem
Gott, und demütigte sich vor dem Gott seiner Väter.
Und als er bat, ließ sich der Herr erbitten und
erhörte sein Flehen und brachte ihn wieder nach Jerusalem in
sein Königreich. Da erkannte Manasse, daß der HERR
Gott ist.
Danach baute er die äußere Mauer an der
Stadt Davids westwärts zum Gihon hin im Tal und wo man zum
Fischtor hineingeht, und führte sie um den Ophel und machte
sie sehr hoch. Und er legte Hauptleute in alle festen Städte
Judas.
Er entfernte die fremden Götter und den Götzen
aus dem Hause des HERRN und alle Altäre, die er gebaut hatte
auf dem Berge des Hauses des HERRN und in Jerusalem, und warf sie
hinaus vor die Stadt.
Und er stellte den Altar des HERRN wieder her und opferte
darauf Dankopfer und Lobopfer und befahl Juda, daß sie dem
HERRN, dem Gott Israels, dienen sollten.
Aber das Volk opferte noch auf den Höhen, jedoch dem
HERRN, ihrem Gott.
Was aber mehr von Manasse zu sagen ist, und sein
Gebet zu seinem Gott und die Reden der Seher, die zu ihm redeten
im Namen des HERRN, des Gottes Israels, siehe, das alles steht in
den Geschichten der Könige von Israel.
Und sein Gebet und wie der HERR ihn erhörte und alle
seine Sünde und Missetat und die Stätten, wo er die
Opferhöhen baute und die Bilder der Aschera und Götzenbilder
aufstellte, ehe er sich demütigte, siehe, das steht
geschrieben in den Geschichten der Seher.
Und Manasse legte sich zu seinen Vätern, und sie
begruben ihn in seinem Hause. Und sein Sohn Amon wurde König
an seiner Statt.
Amon
Zweiundzwanzig Jahre alt war Amon, als er König
wurde; und er regierte zwei Jahre zu Jerusalem
und tat, was dem HERRN mißfiel, wie sein Vater
Manasse getan hatte. Und Amon opferte allen Götzen, die sein
Vater Manasse gemacht hatte, und diente ihnen.
Aber er demütigte sich nicht vor dem HERRN, wie sich
sein Vater Manasse gedemütigt hatte, sondern häufte
noch mehr Schuld auf.
Und seine Großen machten eine Verschwörung
gegen ihn und töteten ihn in seinem Hause.
Da erschlug das Volk des Landes alle, die die Verschwörung
gegen den König Amon gemacht hatten. Und das Volk des Landes
machte seinen Sohn Josia zum König an seiner Statt.
Josia rottet den Götzendienst aus
Kapitel 34
Acht Jahre alt war Josia, als er König wurde; und er
regierte einunddreißig Jahre zu Jerusalem
und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, und wandelte in den
Wegen seines Vaters David und wich weder zur Rechten noch zur
Linken.
Im achten Jahr seiner Herrschaft fing er an, obwohl
er noch jung war, den Gott seines Vaters David zu suchen, und im
zwölften Jahr fing er an, Juda und Jerusalem zu reinigen von
den Opferhöhen und den Bildern der Aschera, von den Götzen
und gegossenen Bildern.
Und er ließ vor seinen Augen abbrechen die Altäre
der Baale, und die Rauchopfersäulen oben darauf hieb er ab,
und die Bilder der Aschera und die geschnitzten und gegossenen
Götzenbilder zerbrach er und machte sie zu Staub und streute
ihn auf die Gräber derer, die ihnen geopfert hatten,
und verbrannte die Gebeine der Priester auf ihren Altären
und reinigte so Juda und Jerusalem.
So tat er auch ringsumher in den Städten Manasses,
Ephraims, Simeons und bis nach Naphthali auf ihren Plätzen.
Und als er im ganzen Lande Israel die Altäre und
Bilder der Aschera abgebrochen und die Götzenbilder
zertrümmert und zermalmt und alle Rauchopfersäulen
umgehauen hatte, kehrte er zurück nach Jerusalem.
Das Gesetzbuch wird gefunden und das Volk darauf
verpflichtet
Im achtzehnten Jahr seiner Herrschaft, als er das Land und
das Haus des Herrn gereinigt hatte, sandte er Schaphan, den Sohn
Azaljas, und den Stadthauptmann Maaseja und den Kanzler Joach,
den Sohn des Joahas, das Haus des HERRN, seines Gottes,
auszubessern.
Und sie kamen zu dem Hohenpriester Hilkia, und man gab
ihnen das Geld, das zum Hause Gottes gebracht war und das die
Leviten, die an der Schwelle Wache hielten, von Manasse, Ephraim
und von allen in Israel Übriggebliebenen gesammelt hatten
und von ganz Juda und Benjamin und von denen, die in Jerusalem
wohnten.
Und sie gaben's in die Hände der Werkmeister, die
bestellt waren am Hause des HERRN; und diese, die da arbeiteten
am Hause des HERRN, daß sie das Haus ausbesserten und
instand setzten,
gaben's den Zimmerleuten und Bauleuten, um gehauene Steine
zu kaufen und Holz zu Klammern und Balken für die Gebäude,
die die Könige von Juda hatten verfallen lassen.
Und die Männer arbeiteten am Werk auf Treu und
Glauben.
Und es waren über sie gesetzt als Aufseher Jahath
und Obadja, die Leviten von den Söhnen Merari, Sacharja und
Meschullam von den Söhnen der Kehathiter. Und die Leviten –
alle waren kundig des Saitenspiels -
waren über die Lastträger gesetzt und waren auch
Aufseher über die Arbeiter bei jedem Werk; einige der
Leviten waren Schreiber, Amtleute und Torhüter.
Und als sie das Geld herausnahmen, das zum Hause
des HERRN gebracht worden war, fand der Priester Hilkia das Buch
des Gesetzes des HERRN, das durch Mose gegeben war.
Und Hilkia hob an und sprach zu dem Schreiber Schaphan:
Ich habe dies Gesetzbuch gefunden im Hause des HERRN. Und Hilkia
gab das Buch Schaphan.
Schaphan aber brachte es zum König und gab ihm
Bericht und sprach: Alles, was deinen Knechten befohlen ist, tun
sie.
Sie haben das Geld ausgeschüttet, das im Hause des
HERRN gesammelt ist, und haben's denen gegeben, die bestellt
sind, und den Arbeitern.
Und der Schreiber Schaphan sagte dem König: Der
Priester Hilkia hat mir ein Buch gegeben. Und Schaphan las vor
dem König daraus vor.
Und als der König die Worte des Gesetzes hörte,
zerriß er seine Kleider.
Und der König gebot Hilkia und Ahikam, dem Sohn
Schaphans, und Abdon, dem Sohn Michas, und Schaphan, dem
Schreiber, und Asaja, dem Kämmerer des Königs, und
sprach:
Geht hin, befragt den HERRN für mich und für die
Übriggebliebenen von Israel und Juda über die Worte des
Buches, das gefunden ist; denn groß ist der Grimm des
HERRN, der über uns entbrannt ist, weil unsere Väter
nicht gehalten haben das Wort des HERRN und nicht alles taten,
was geschrieben steht in diesem Buch.
Da ging Hilkia samt den andern, die der König
gesandt hatte, hin zu der Prophetin Hulda, der Frau Schallums,
des Sohnes Tokhaths, des Sohnes Hasras, des Kleiderhüters,
die in Jerusalem wohnte im zweiten Bezirk der Stadt, und sagten
ihr dies.
Und sie sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott
Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat:
So spricht der HERR: Siehe, ich will Unheil bringen über
diesen Ort und seine Einwohner, alle die Flüche, die
geschrieben stehen in dem Buch, aus dem man vor dem König
von Juda gelesen hat,
weil sie mich verlassen und andern Göttern geopfert
haben, um mich zu erzürnen mit allen Werken ihrer Hände.
Und mein Grimm soll über diesen Ort entbrennen und nicht
ausgelöscht werden.
Und zum König von Juda, der euch gesandt hat, den
HERRN zu befragen, sollt ihr so sagen: So spricht der HERR, der
Gott Israels: Was die Worte angeht, die du gehört hast:
«Weil du im Herzen betroffen bist und dich
gedemütigt hast vor Gott, als du seine Worte hörtest
gegen diesen Ort und gegen seine Einwohner, und dich vor mir
gedemütigt hast und deine Kleider zerrissen und vor mir
geweint, so habe ich dich auch erhört, spricht der HERR.
Siehe, ich will dich versammeln zu deinen Vätern, daß
du mit Frieden in dein Grab kommst und deine Augen nicht sehen
all das Unheil, das ich über diesen Ort und seine Einwohner
bringen will.»
Und sie sagten's dem König wieder.
Da sandte der König hin und ließ
zusammenkommen alle Ältesten Judas und Jerusalems.
Und der König ging hinauf ins Haus des HERRN und alle
Männer Judas und die Einwohner von Jerusalem, die Priester,
die Leviten und alles Volk, klein und groß, und es wurden
vor ihren Ohren gelesen alle Worte aus dem Buch des Bundes, das
im Hause des HERRN gefunden war.
Und der König trat an seinen Platz und schloß
einen Bund vor dem HERRN, daß man dem HERRN nachwandeln und
seine Gebote, Ordnungen und Rechte von ganzem Herzen und von
ganzer Seele halten wolle, zu tun nach allen Worten des Bundes,
die geschrieben stehen in diesem Buch.
Und er ließ hintreten alle, die in Jerusalem und in
Benjamin waren. Und die Einwohner von Jerusalem taten nach dem
Bund Gottes, des Gottes ihrer Väter.
Und Josia entfernte alle greulichen Götzen aus allen
Gebieten Israels und brachte es dahin, daß alle in Israel
dem HERRN, ihrem Gott, dienten. Solange Josia lebte, wichen sie
nicht von dem HERRN, dem Gott ihrer Väter.
Josia hält Passa nach dem Gesetz Gottes
Kapitel 35
Und Josia hielt dem HERRN Passa in Jerusalem, und sie
schlachteten das Passa am vierzehnten Tage des ersten Monats.
Und er bestellte die Priester zu ihrem Dienst und
ermutigte sie zu ihrem Amt im Hause des HERRN
und sprach zu den Leviten, die ganz Israel lehrten und dem
HERRN geheiligt waren: Bringt die heilige Lade ins Haus, das
Salomo, der Sohn Davids, des Königs von Israel, gebaut hat.
Nun sollt ihr sie nicht mehr auf den Schultern tragen. So dient
nun dem HERRN, eurem Gott, und seinem Volk Israel
und seid bereit nach euren Sippen in euren Ordnungen, wie
sie aufgeschrieben sind von David, dem König von Israel, und
seinem Sohn Salomo,
und stellt euch im Heiligtum auf, entsprechend den
Abteilungen der Sippen eurer Brüder aus dem Volk je eine
Abteilung einer Sippe der Leviten,
und schlachtet das Passa und heiligt euch und bereitet es
für eure Brüder, daß sie tun nach dem Wort des
HERRN durch Mose.
Und Josia gab als Opfergabe für das Volk
Lämmer und junge Ziegen – alles zu dem Passa für
alle, die sich versammelt hatten – an Zahl dreißigtausend,
und dreitausend Rinder, alles von dem Gut des Königs.
Seine Oberen aber gaben als Opfergabe freiwillig für
das Volk und für die Priester und Leviten. Hilkia, Sacharja
und Jehiël, die Vorsteher im Hause Gottes, gaben den
Priestern zum Passa zweitausendsechshundert Lämmer und
Ziegen, dazu dreihundert Rinder.
Kananja aber und seine Brüder, Schemaja und
Nathanael, sowie Haschabja, Jeïël
und Josabad, die Vorsteher der Leviten, gaben als Opfergabe den
Leviten zum Passa fünftausend Lämmer und Ziegen und
dazu fünfhundert Rinder.
So wurde der Gottesdienst geordnet. Und die
Priester standen an ihren Plätzen und die Leviten in ihren
Abteilungen nach dem Gebot des Königs.
Und sie schlachteten das Passa, und die Priester nahmen
das Blut aus der Hand der Leviten und sprengten, und die Leviten
zogen die Haut ab.
Und die Brandopfer sonderten sie ab, um sie den
Abteilungen der Sippen des Volkes zu geben, damit diese dem HERRN
opferten, wie es geschrieben steht im Buch des Mose. So taten sie
auch mit den Rindern.
Und sie kochten das Passa am Feuer, wie sich's gebührt.
Aber was geheiligt war, kochten sie in Töpfen, Kesseln und
Schüsseln und brachten es schnell allem Volk.
Danach aber bereiteten sie auch für sich und für
die Priester; denn die Priester, die Söhne Aaron, hatten mit
dem Brandopfer und dem Fett bis in die Nacht zu tun; darum mußten
die Leviten für sich und für die Priester, die Söhne
Aaron, zubereiten.
Und die Sänger, die Söhne Asaph, standen an
ihren Plätzen nach dem Gebot Davids und Asaphs und Hemans
und Jeduthuns, der Seher des Königs, und die Torhüter
an allen Toren, und sie wichen nicht von ihrem Dienst; denn die
Leviten, ihre Brüder, bereiteten auch für sie zu.
So wurde geordnet aller Gottesdienst des HERRN an
diesem Tage, um hinfort Passa zu halten und Brandopfer
darzubringen auf dem Altar des HERRN nach dem Gebot des Königs
Josia.
So hielten die Kinder Israel, die sich versammelt hatten,
zu dieser Zeit das Passa und das Fest der ungesäuerten Brote
sieben Tage lang.
Man hatte aber kein Passa gehalten in Israel wie dies von
der Zeit des Propheten Samuel an, und kein König in Israel
hatte das Passa so gehalten, wie Josia Passa hielt, mit den
Priestern, Leviten, ganz Juda und allen, die von Israel sich
versammelt hatten, und den Einwohnern von Jerusalem.
Im achtzehnten Jahr der Herrschaft Josias wurde dies Passa
gehalten.
Josias Tod im Kampf gegen den Pharao Necho
Nachdem aber Josia das Haus des Herrn hergerichtet hatte,
zog Necho, der König von Ägypten, herauf, um Krieg zu
führen bei Karkemisch am Euphrat. Und Josia zog aus ihm
entgegen.
Aber Necho sandte Boten zu ihm und ließ ihm sagen:
Was hab ich mit dir zu tun, König von Juda? Ich komme jetzt
nicht gegen dich, sondern gegen das Königreich, mit dem ich
Krieg habe, und Gott hat gesagt, ich soll eilen. Vergreif dich
nicht an Gott, der mit mir ist, daß er dich nicht verderbe!
Aber Josia ließ nicht ab von ihm, sondern
schickte sich an, mit ihm zu kämpfen, und hörte nicht
auf die Worte Nechos, die Gott zu ihm gesprochen hatte, und kam,
mit ihm zu kämpfen in der Ebene von Megiddo.
Aber die Schützen schossen auf den König Josia,
und der König sprach zu seinen Männern: Führt mich
fort; denn ich bin schwer verwundet!
Und seine Männer hoben ihn von dem Wagen und brachten
ihn auf einen von seinen andern Wagen und führten ihn nach
Jerusalem. Und er starb und wurde begraben in den Gräbern
seiner Väter. Und ganz Juda und Jerusalem trugen Leid um
Josia.
Und Jeremia sang ein Klagelied über Josia, und alle
Sänger und Sängerinnen klagten in ihren Liedern über
Josia bis auf diesen Tag, und das wurde zum festen Brauch in
Israel. Siehe, diese Lieder stehen geschrieben unter den
Klageliedern.
Was aber mehr von Josia zu sagen ist und seine
barmherzigen Taten, wie sie dem Gesetz des HERRN entsprachen,
und seine Geschichte, die frühere und die spätere,
siehe, das alles steht geschrieben im Buch der Könige von
Israel und Juda.
Joahas, Jojakim, Jojachin
Kapitel 36
Und das Volk des Landes nahm Joahas, den Sohn Josias, und
machte ihn zum König an seines Vaters Statt zu Jerusalem.
Dreiundzwanzig Jahre alt war Joahas, als er König
wurde; und er regierte drei Monate zu Jerusalem;
denn der König von Ägypten setzte ihn ab in
Jerusalem und legte eine Geldbuße auf das Land von hundert
Zentnern Silber und einem Zentner Gold.
Und der König von Ägypten machte Eljakim, seinen
Bruder, zum König über Juda und Jerusalem und wandelte
seinen Namen um in Jojakim. Aber seinen Bruder Joahas nahm Necho
und brachte ihn nach Ägypten.
Fünfundzwanzig Jahre alt war Jojakim, als er
König wurde; und er regierte Elf Jahre zu Jerusalem und tat,
was dem HERRN, seinem Gott, mißfiel.
Und Nebukadnezar, der König von Babel, zog gegen ihn
herauf und legte ihn in Ketten, um ihn nach Babel zu führen.
Auch brachte Nebukadnezar einige Geräte des Hauses
des HERRN nach Babel und tat sie in seinen Tempel in Babel.
Was aber mehr von Jojakim zu sagen ist und seine
Greueltaten, die er tat, und was ihm sonst widerfuhr, siehe, das
steht geschrieben im Buch der Könige von Israel und Juda.
Und sein Sohn Jojachin wurde König an seiner Statt.
Achtzehn Jahre alt war Jojachin, als er König
wurde; und er regierte drei Monate und zehn Tage zu Jerusalem und
tat, was dem HERRN mißfiel.
Als aber das Jahr zu Ende ging, sandte Nebukadnezar hin
und ließ ihn nach Babel holen mit den kostbaren Geräten
aus dem Hause des HERRN und machte seinen Bruder Zedekia zum
König über Juda und Jerusalem.
Zedekia und die Wegführung nach Babel
Einundzwanzig Jahre alt war Zedekia, als er König
wurde; und er regierte elf Jahre zu Jerusalem
und tat, was dem HERRN, seinem Gott, mißfiel, und
demütigte sich nicht vor dem Propheten Jeremia, der da
redete, wie der HERR zu ihm gesprochen hatte.
Auch wurde er abtrünnig von Nebukadnezar, dem König
von Babel, der einen Eid bei Gott von ihm genommen hatte, und
wurde halsstarrig und verstockte sein Herz, so daß er sich
nicht bekehrte zu dem HERRN, dem Gott Israels.
Auch alle Oberen Judas und die Priester und das Volk
versündigten sich noch mehr mit all den greulichen Sitten
der Heiden und machten unrein das Haus des HERRN, das er
geheiligt hatte in Jerusalem.
Und der HERR, der Gott ihrer Väter, ließ immer
wieder gegen sie reden durch seine Boten; denn er hatte Mitleid
mit seinem Volk und seiner Wohnung.
Aber sie verspotteten die Boten Gottes und verachteten
seine Worte und verhöhnten seine Propheten, bis der Grimm
des HERRN über sein Volk wuchs und es kein Vergeben mehr
gab.
Da führte er gegen sie heran den König der
Chaldäer und ließ ihre junge Mannschaft mit dem
Schwert erschlagen im Hause ihres Heiligtums und verschonte weder
die Jünglinge noch die Jungfrauen, weder die Alten noch die
Greise; alle gab er sie in seine Hand.
Und alle Geräte im Hause Gottes, große und
kleine, die Schätze im Hause des HERRN und die Schätze
des Königs und seiner Oberen, alles ließ er nach Babel
führen.
Und sie verbrannten das Haus Gottes und rissen die Mauer
Jerusalems ein, und alle ihre Burgtürme brannten sie mit
Feuer aus, so daß alle ihre kostbaren Geräte zunichte
wurden.
Und er führte weg nach Babel alle, die das Schwert
übriggelassen hatte, und sie wurden seine und seiner Söhne
Knechte, bis das Königtum der Perser zur Herrschaft kam,
damit erfüllt würde das Wort des HERRN durch den
Mund Jeremias. Das Land hatte die ganze Zeit über, da es
wüste lag, Sabbat, bis es an seinen Sabbaten genug hatte,
auf daß siebzig Jahre voll wurden.
Ende der babylonischen Gefangenschaft
Aber im ersten Jahr des Cyrus, des Königs von
Persien, erweckte der HERR – damit erfüllt würde
das Wort des HERRN durch den Mund Jeremias – den Geist des
Cyrus, des Königs von Persien, daß er in seinem ganzen
Königreich mündlich und auch schriftlich verkünden
ließ:
So spricht Cyrus, der König von Persien: Der HERR,
der Gott des Himmels, hat mir alle Königreiche der Erde
gegeben und hat mir befohlen, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem
in Juda. Wer nun unter euch von seinem Volk ist, mit dem sei der
HERR, sein Gott, und er ziehe hinauf!
DAS
BUCH ESRA
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