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DIE BIBEL
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DAS ZWEITE
BUCH DER CHRONIK
Kapitel 1- 17
Salomos Opfer und sein Gebet um Weisheit
Kapitel 1
Und Salomo, der Sohn Davids, wurde mächtig in seinem
Königtum, und der HERR, sein Gott, war mit ihm und machte
ihn immer größer.
Und Salomo redete mit ganz Israel, mit den Obersten über
tausend und über hundert, mit den Richtern und mit allen
Fürsten in Israel, mit den Häuptern der Sippen,
daß sie hingingen, Salomo und die ganze Gemeinde mit
ihm, zu der Höhe, die bei Gibeon war; denn dort war die
Stiftshütte Gottes, die Mose, der Knecht des HERRN, in der
Wüste gemacht hatte.
- Nur die Lade Gottes hatte David heraufgebracht von
Kirjath-Jearim an den Ort, den er ihr bereitet hatte; denn er
hatte ihr ein Zelt aufgeschlagen zu Jerusalem. -
Auch der kupferne Altar, den Bezalel, der Sohn Uris, des
Sohnes Hurs, gemacht hatte, war dort vor der Wohnung des HERRN.
Und Salomo und die Gemeinde pflegten ihn aufzusuchen.
Und Salomo opferte vor dem HERRN tausend Brandopfer auf
dem kupfernen Altar, der vor der Stiftshütte stand.
In derselben Nacht aber erschien Gott dem Salomo
und sprach zu ihm: Bitte, was ich dir geben soll.
Und Salomo sprach zu Gott: Du hast große
Barmherzigkeit an meinem Vater David getan und hast mich an
seiner Statt zum König gemacht.
So laß nun, HERR, Gott, dein Wort an meinen Vater
David wahr werden; denn du hast mich zum König gemacht über
ein Volk, das so viel ist wie Staub auf Erden.
So gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, daß ich vor
diesem Volk aus- und eingehe; denn wer kann dies dein großes
Volk richten?
Da sprach Gott zu Salomo: Weil du dies im Sinn hast und
nicht gebeten um Reichtum noch um Gut noch um Ehre noch um deiner
Feinde Tod noch um langes Leben, sondern hast um Weisheit und
Erkenntnis gebeten, mein Volk zu richten, über das ich dich
zum König gemacht habe,
so sei dir Weisheit und Erkenntnis gegeben. Dazu will ich
dir Reichtum, Gut und Ehre geben, wie sie die Könige vor dir
nicht gehabt haben und auch die nach dir nicht haben werden.
So kam Salomo von der Höhe, die bei Gibeon war, von
der Stiftshütte, nach Jerusalem und regierte über
Israel.
Salomos Heeresmacht und Reichtum
Und Salomo brachte Wagen und Reiter zusammen, so daß
er tausendvierhundert Wagen und zwölftausend Reiter hatte,
und legte sie in die Wagenstädte und zum König nach
Jerusalem.
Und der König brachte es dahin, daß es in
Jerusalem so viel Silber und Gold gab wie Steine und so viele
Zedern wie Maulbeerbäume im Hügelland.
Und man brachte Salomo Pferde aus Ägypten und aus
Koë; die
Kaufleute des Königs kauften sie aus Koë zu ihrem
Preis;
aus Ägypten aber brachten sie herauf den Wagen für
sechshundert Silberstücke und das Pferd für
hundertfünfzig. Dann führten sie diese wieder aus an
alle Könige der Hethiter und an die Könige von Aram.
Salomos Vertrag mit Hiram von Tyrus
° Und Salomo gedachte dem Namen des HERRN ein Haus zu
bauen und auch ein Haus für sich als König.
Kapitel 2
° Und Salomo zählte siebzigtausend ab, die
Lasten tragen, und achtzigtausend, die im Gebirge Steine hauen
sollten, und dreitausendsechshundert Aufseher über sie.
Und Salomo sandte zu Hiram, dem König von Tyrus, und
ließ ihm sagen: Wie du mit meinem Vater David tatest und
ihm Zedern sandtest, daß er sich ein Haus baute, in dem er
wohnte, -
siehe, ich will dem Namen des HERRN, meines Gottes, ein
Haus bauen, das ihm geheiligt werde, um gutes Räucherwerk
vor ihm darzubringen und ständig Schaubrote zuzurichten und
Brandopfer am Morgen und am Abend, an den Sabbaten und Neumonden
und an den Festen des HERRN, unseres Gottes, wie es allezeit für
Israel gilt.
Und das Haus, das ich bauen will, soll groß sein;
denn unser Gott ist größer als alle Götter.
Aber wer vermag es, ihm ein Haus zu bauen? Denn der Himmel
und aller Himmel Himmel können ihn nicht fassen. Wer bin ich
denn, daß ich ihm ein Haus baue, es sei denn, um vor ihm zu
opfern?
So sende mir nun einen tüchtigen Mann, der mit Gold,
Silber, Kupfer, Eisen, rotem Purpur, Scharlach und blauem Purpur
arbeiten kann und der Bildwerk zu schnitzen versteht zusammen mit
den Meistern, die bei mir in Juda und Jerusalem sind und die mein
Vater David bestellt hat.
Und sende mir Zedern-, Zypressen- und Sandelholz vom
Libanon; denn ich weiß, daß deine Leute verstehen,
das Holz auf dem Libanon zu hauen. Und siehe, meine Leute sollen
mit deinen Leuten sein,
daß man mir viel Holz zubereite; denn das Haus, das
ich bauen will, soll groß und prächtig sein.
Und siehe, ich will den Holzhauern, deinen Leuten, die das
Holz behauen, zweihunderttausend Scheffel Weizen und
zweihunderttausend Scheffel Gerste und zwanzigtausend Eimer Wein
und zwanzigtausend Eimer Öl zur Speise geben.
Da antwortete Hiram, der König von Tyrus, in
einem Brief und sandte zu Salomo: Da der HERR sein Volk liebt,
hat er dich zum König über sie gemacht.
Und Hiram schrieb weiter: Gelobt sei der HERR, der Gott
Israels, der Himmel und Erde gemacht hat, daß er dem König
David einen weisen, klugen und verständigen Sohn gegeben
hat, der dem HERRN ein Haus bauen will und auch ein Haus für
sich als König!
So sende ich nun einen tüchtigen und verständigen
Mann, Hiram, meinen Berater;
er ist der Sohn einer Frau von den Töchtern Dans, und
sein Vater ist ein Tyrer gewesen. Der versteht zu arbeiten mit
Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Steinen, Holz, rotem und blauem
Purpur, feiner Leinwand und Scharlach, und Bildwerk zu schnitzen
und alles, was man ihm aufgibt, kunstreich zu machen mit deinen
Meistern und mit den Meistern meines Herrn, des Königs
David, deines Vaters.
Mein Herr sende nun seinen Leuten, wie er gesagt hat,
Weizen, Gerste, Öl und Wein,
so wollen wir das Holz hauen auf dem Libanon, soviel du
bedarfst, und wollen es auf Flößen übers Meer
nach Japho bringen. Von da mußt du es hinauf nach Jerusalem
schaffen.
Und Salomo ließ alle Fremdlinge im Lande
Israel zählen, nachdem schon sein Vater David sie gezählt
hatte, und es fanden sich 153 600.
Und er machte von ihnen 70 000 zu Trägern und 80 000
zu Steinhauern im Gebirge und 3 600 zu Aufsehern, die die Leute
zum Dienst anhielten.
Der Bau des Tempels
Kapitel 3
Und Salomo fing an, das Haus des HERRN zu bauen in
Jerusalem auf dem Berge Morija, wo der HERR seinem Vater David
erschienen war, an der Stätte, die David auf der Tenne
Ornans, des Jebusiters, zubereitet hatte.
Im zweiten Monat am zweiten Tage im vierten Jahr seiner
Herrschaft fing er an zu bauen.
Und dies sind die Maße, nach denen Salomo das Haus
Gottes baute: die Länge sechzig Ellen nach altem Maß,
die Breite zwanzig Ellen.
Und die Vorhalle, die sich davor befand, war nach der
Breite des Hauses zwanzig Ellen lang, die Höhe aber war
hundertzwanzig* Ellen, und er überzog sie innen mit lauterem
Gold.
*Nach anderer Überlieferung:
zwanzig Ellen.
Die große Halle aber täfelte er mit
Zypressenholz und überzog sie mit dem besten Gold und
brachte darauf Palmen und Blumenwerk an.
Und er zierte die Halle mit edlen Steinen zum Schmuck, das
Gold aber war Parwajim-Gold.
Und er überzog die Halle, die Balken und die
Schwellen samt ihren Wänden und Türen mit Gold und ließ
auf die Wände Cherubim schnitzen.
Er machte auch den Raum des Allerheiligsten. Dessen Länge
war zwanzig Ellen nach der Breite des Baues, und seine Breite war
auch zwanzig Ellen, und er überzog ihn mit dem besten Gold,
an sechshundert Zentner;
und er gab auch für die Nägel fünfzig Lot
Gold an Gewicht und überzog die Obergemächer mit Gold.
Er machte auch im Raum des Allerheiligsten zwei Cherubim,
kunstreiche Werke, und überzog sie mit Gold.
Und die Länge der Flügel der Cherubim war
zwanzig Ellen, so daß ein Flügel fünf Ellen hatte
und an die Wand des Hauses rührte und der andere Flügel
auch fünf Ellen hatte und an den Flügel des andern
Cherubs rührte.
So hatte auch der eine Flügel des andern Cherubs fünf
Ellen und rührte an die Wand des Hauses, und sein anderer
Flügel hatte auch fünf Ellen und rührte an den
Flügel des andern Cherubs,
so daß diese Flügel der Cherubim zwanzig Ellen
weit ausgebreitet waren. Und sie standen auf ihren Füßen,
und ihr Antlitz war zur Halle hingewandt.
Er machte auch einen Vorhang von blauem und rotem Purpur,
von Scharlach und feiner Leinwand und brachte Cherubim darauf an.
Die beiden Säulen vor dem Tempel
Und er machte vor dem Hause zwei Säulen,
fünfunddreißig Ellen hoch, und den Knauf oben darauf
fünf Ellen
und machte Ketten zum Gitterwerk und tat sie oben an die
Säulen und machte hundert Granatäpfel und tat sie an
die Ketten
und richtete die Säulen auf vor dem Tempel, eine zur
Rechten und die andere zur Linken, und nannte die zur Rechten
Jachin und die zur Linken Boas.
Beschreibung einzelner Geräte des Tempels
Kapitel 4
Er machte auch einen kupfernen Altar, zwanzig Ellen lang
und breit und zehn Ellen hoch.
Und er machte das Meer, gegossen, von einem Rand
zum andern zehn Ellen breit, ganz rund, fünf Ellen hoch, und
eine Schnur von dreißig Ellen konnte es umspannen.
Und unter ihm umgaben es ringsum Gestalten, Rindern
vergleichbar; und es waren um das Meer her zehn Knoten je Elle;
zwei Reihen bildeten die Knoten, die bei dem Guß mit
angegossen waren.
Es stand aber auf zwölf Rindern, von denen drei nach
Norden gewandt waren, drei nach Westen, drei nach Süden und
drei nach Osten, und das Meer stand oben auf ihnen; und ihre
Hinterteile waren alle nach innen gekehrt.
Die Stärke seiner Wand war eine Hand breit, und sein
Rand war wie eines Bechers Rand, wie eine aufgegangene Lilie, und
es faßte dreitausend Eimer.
Und er machte zehn Kessel. Von ihnen stellte er
fünf zur Rechten und fünf zur Linken, um in ihnen zu
waschen – nämlich was zum Brandopfer gehört,
sollte man darin abspülen -; das Meer aber stellte er auf,
daß sich die Priester darin waschen sollten.
Er machte auch zehn goldene Leuchter, wie sie sein
sollten, und stellte sie in die Tempelhalle, fünf zur
Rechten und fünf zur Linken,
und machte zehn Tische und tat sie in die Tempelhalle,
fünf zur Rechten und fünf zur Linken, und machte
hundert goldene Schalen.
Er machte auch einen Vorhof für die Priester
und einen großen Vorhof und Türen für den Vorhof
und überzog die Türen mit Kupfer
und setzte das Meer rechts vor das Haus nach Süden
hin.
Und Hiram machte Töpfe, Schaufeln und Becken.
Danach vollendete Hiram die Arbeit, die er für den
König Salomo tat am Hause Gottes,
nämlich die zwei Säulen mit den kugligen Knäufen
oben auf beiden Säulen und die zwei Gitterwerke, zu bedecken
beide kugligen Knäufe oben auf den Säulen,
und die vierhundert Granatäpfel an den beiden
Gitterwerken, zwei Reihen Granatäpfel an jedem Gitterwerk,
zu bedecken beide kugligen Knäufe, die oben auf den Säulen
waren.
Auch machte er die Gestelle und die Kessel auf den
Gestellen
und das Meer und die zwölf Rinder darunter;
dazu machte Hiram, sein Berater, dem König Salomo
Töpfe, Schaufeln, Gabeln samt allen Gefäßen für
das Haus des HERRN von geglättetem Kupfer.
In der Gegend des unteren Jordan ließ sie der König
gießen in der Gießerei von Adama, zwischen Sukkoth
und Zereda.
Und Salomo machte sehr viel von allen diesen Geräten,
so daß das Gewicht des Kupfers nicht zu erforschen war.
Und Salomo machte alles Gerät für das Haus
Gottes, nämlich den goldenen Altar und die Tische mit den
Schaubroten darauf,
die Leuchter mit ihren Lampen von lauterem Gold, daß
sie brennen vor dem Chorraum nach der Ordnung.
Und die Blumen und die Lampen und die Scheren waren
golden, das war alles ganz aus Gold;
auch die Messer, Schalen, Löffel und Pfannen waren
von lauterem Gold. Und an den Eingängen des Hauses waren die
inneren Türen zum Allerheiligsten und die Türen zur
Tempelhalle aus Gold.
Kapitel 5
Also wurde alle Arbeit vollbracht, die Salomo am
Hause des HERRN tat. Und Salomo brachte hinein alles, was sein
Vater David geheiligt hatte, und legte das Silber und Gold und
alle Geräte in den Schatz im Hause Gottes.
Einweihung des Tempels
Da versammelte Salomo alle Ältesten Israels, alle
Häupter der Stämme und die Fürsten der Sippen
Israels in Jerusalem, damit sie die Lade des Bundes des HERRN
hinaufbrächten aus der Stadt Davids, das ist Zion.
Und es versammelten sich beim König alle Männer
Israels zum Fest, das im siebenten Monat gefeiert wird.
Und es kamen alle Ältesten Israels, und die Leviten
hoben die Lade auf
und brachten sie hinauf samt der Stiftshütte und
allem heiligen Gerät, das in der Stiftshütte war; es
brachten sie hinauf die Priester und Leviten.
Aber der König Salomo und die ganze Gemeinde Israel,
die bei ihm vor der Lade versammelt war, opferten Schafe und
Rinder so viel, daß es niemand zählen noch berechnen
konnte.
So brachten die Priester die Lade des Bundes des HERRN an
ihre Stätte, in den Chorraum des Hauses, in das
Allerheiligste, unter die Flügel der Cherubim,
daß die Cherubim ihre Flügel ausbreiteten über
die Stätte der Lade. Und die Cherubim bedeckten die Lade und
ihre Stangen von obenher.
Die Stangen aber waren so lang, daß man ihre Enden
vor dem Chorraum in der Tempelhalle sah, aber von außen sah
man sie nicht. Und sie war dort bis auf diesen Tag.
Und es war nichts in der Lade außer den zwei Tafeln,
die Mose am Horeb hineingelegt hatte, die Tafeln des Bundes, den
der HERR mit Israel geschlossen hatte, als sie aus Ägypten
zogen.
Und die Priester gingen heraus aus dem Heiligtum –
denn alle Priester, die sich eingefunden hatten, hatten sich
geheiligt, ohne daß sie sich an die Ordnungen hielten -,
und alle Leviten, die Sänger waren, nämlich
Asaph, Heman und Jeduthun und ihre Söhne und Brüder,
angetan mit feiner Leinwand, standen östlich vom Altar mit
Zimbeln, Psaltern und Harfen und bei ihnen hundertundzwanzig
Priester, die mit Trompeten bliesen.
Und es war, als wäre es einer, der trompetete
und sänge, als hörte man eine Stimme loben und
danken dem HERRN. Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln
und Saitenspiele erhob und man den HERRN lobte: Er ist gütig,
und seine Barmherzigkeit währt ewig -, da wurde das Haus des
HERRN erfüllt mit einer Wolke,
so daß die Priester nicht zum Dienst hinzutreten
konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte
das Haus Gottes.
Salomos Gebet bei der Einweihung des Tempels
Kapitel 6
Da sprach Salomo: Der HERR hat gesagt, er wolle im Dunkel
wohnen.
So habe ich nun ein Haus gebaut dir zur Wohnung und einen
Sitz, da du ewiglich wohnest.
Und der König wandte sein Antlitz und segnete
die ganze Gemeinde Israel, während sie stand,
und sprach: Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, der
durch seinen Mund meinem Vater David zugesagt und es mit seiner
Hand erfüllt hat, als er sagte:
Seit der Zeit, da ich mein Volk aus Ägyptenland
geführt habe, habe ich keine Stadt erwählt aus allen
Stämmen Israels, ein Haus zu bauen, daß mein Name
daselbst sein sollte, und habe auch keinen Mann erwählt, daß
er Fürst sein sollte über mein Volk Israel;
aber Jerusalem habe ich erwählt, daß mein Name
daselbst sei, und David habe ich erwählt, daß er über
mein Volk Israel Herr sei.
Und als mein Vater David im Sinn hatte, dem Namen des
HERRN, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen,
sprach der HERR zu meinem Vater David: Du hast wohlgetan,
daß du im Sinn hast, meinem Namen ein Haus zu bauen.
Doch nicht du sollst das Haus bauen, sondern dein Sohn,
der von dir kommen wird, soll meinem Namen das Haus bauen.
So hat nun der HERR sein Wort wahr gemacht, das er geredet
hat; denn ich bin zur Macht gekommen an meines Vaters David Statt
und sitze auf dem Thron Israels, wie der HERR zugesagt hat, und
habe dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, ein Haus gebaut
und habe die Lade hineingebracht, in der die Tafeln des
Bundes des HERRN sind, den er mit den Kindern Israel geschlossen
hat.
Und er trat vor den Altar des HERRN angesichts der
ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus
- aber Salomo hatte eine Kanzel aus Kupfer gemacht und
mitten in den Vorhof gestellt, fünf Ellen lang und breit und
drei Ellen hoch; auf diese trat er und fiel nieder auf seine Knie
angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände
aus gen Himmel -
und sprach: HERR, Gott Israels, es ist kein Gott dir
gleich weder im Himmel noch auf Erden, der du hältst den
Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln
von ganzem Herzen.
Du hast deinem Knecht David, meinem Vater, gehalten, was
du ihm zugesagt hast; mit deinem Mund hast du es geredet, und mit
deiner Hand hast du es erfüllt, so wie es heute ist.
Nun, HERR, Gott Israels, halte deinem Knecht David, meinem
Vater, was du ihm zugesagt hast: Es soll dir nicht fehlen an
einem Mann, der vor mir steht, der auf dem Thron Israels sitzt,
sofern deine Söhne ihren Weg bewahren, daß sie wandeln
in meinem Gesetz, wie du vor mir gewandelt bist.
Nun, HERR, Gott Israels, laß dein Wort wahr werden,
das du deinem Knecht David zugesagt hast.
Aber sollte Gott wirklich bei den Menschen auf
Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können
dich nicht fassen; wie sollte es denn dies Haus tun, das ich
gebaut habe?
Wende dich aber, HERR, mein Gott, zu dem Gebet deines
Knechts und zu seinem Flehen, daß du erhörest das
Bitten und Beten deines Knechtes vor dir!
Laß deine Augen offen sein über diesem Hause
Tag und Nacht, über der Stätte, von der du gesagt hast,
du wollest deinen Namen daselbst wohnen lassen, daß du
hörest das Gebet, das dein Knecht an dieser Stätte
beten wird.
So höre nun das Flehen deines Knechts und deines
Volkes Israel, wenn sie bitten werden an dieser Stätte; höre
es von der Stätte deiner Wohnung, vom Himmel her, und wenn
du es hörst, wollest du gnädig sein!
Wenn jemand an seinem Nächsten sündigt
und es wird ihm ein Fluch auferlegt, sich selbst zu verfluchen,
und er kommt und verflucht sich vor deinem Altar in diesem Hause,
so wollest du hören im Himmel und Recht schaffen
deinen Knechten, daß du den Frevler als Frevler erkennen
und seine Tat auf sein Haupt kommen läßt, den aber,
der im Recht ist, gerecht sprichst und ihm gibst nach seiner
Gerechtigkeit.
Wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen
wird, weil sie an dir gesündigt haben, und sie bekehren sich
dann und bekennen deinen Namen, bitten und flehen vor dir in
diesem Hause,
so wollest du hören vom Himmel her und vergeben die
Sünde deines Volkes Israel und sie in das Land
zurückbringen, das du ihnen und ihren Vätern gegeben
hast.
Wenn der Himmel verschlossen ist, daß es
nicht regnet, weil sie an dir gesündigt haben, und sie beten
dann an dieser Stätte und bekennen deinen Namen und bekehren
sich von ihren Sünden, weil du sie bedrängt hast,
so wollest du hören im Himmel und vergeben die Sünde
deiner Knechte und deines Volkes Israel, daß du sie den
guten Weg lehrest, auf dem sie wandeln sollen, und regnen lassest
auf dein Land, das du deinem Volk zum Erbe gegeben hast.
Wenn eine Hungersnot im Lande sein wird oder Pest
oder Dürre, Getreidebrand, Heuschrecken, Raupen, oder wenn
sein Feind im Lande seine Städte belagert oder irgendeine
Plage oder Krankheit da ist, -
wer dann bittet oder fleht, es seien einzelne Menschen
oder dein ganzes Volk Israel, wenn jemand seine Plage und
Schmerzen fühlt und seine Hände ausbreitet zu diesem
Hause,
so wollest du hören vom Himmel her, vom Sitz deiner
Wohnung, und gnädig sein und jedermann geben nach all seinem
Wandel, wie du sein Herz erkennst – denn du allein erkennst
das Herz der Menschenkinder -,
damit sie dich fürchten und wandeln in deinen Wegen
alle Tage, solange sie in dem Lande leben, das du unsern Vätern
gegeben hast.
Auch wenn ein Fremder, der nicht von deinem Volk
Israel ist, aus fernen Landen kommt um deines großen Namens
und deiner mächtigen Hand und deines ausgereckten Arms
willen und zu diesem Hause hin betet,
so wollest du hören vom Himmel her, vom Sitz deiner
Wohnung, und alles tun, worum er dich anruft, auf daß alle
Völker auf Erden deinen Namen erkennen und dich fürchten
wie dein Volk Israel und innewerden, daß dein Name über
diesem Hause genannt ist, das ich gebaut habe.
Wenn dein Volk auszieht in den Krieg gegen seine
Feinde auf dem Wege, den du sie senden wirst, und sie zu dir
beten nach dieser Stadt hin, die du erwählt hast, und nach
dem Hause hin, das ich deinem Namen gebaut habe,
so wollest du ihr Gebet und Flehen hören vom Himmel
her und ihnen zu ihrem Recht helfen.
Wenn sie an dir sündigen werden – denn
es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt – und du
über sie zürnst und sie vor ihren Feinden dahingibst
und diese sie gefangen wegführen in ein fernes oder nahes
Land
und sie nehmen es sich dann zu Herzen in dem Lande, in dem
sie gefangen sind, und bekehren sich und flehen zu dir im Lande
ihrer Feinde und sprechen: Wir haben gesündigt, übel
getan und sind gottlos gewesen,
und sich von ganzem Herzen und von ganzer Seele zu dir
bekehren im Lande ihrer Feinde, in dem man sie gefangen hält,
und sie beten nach ihrem Lande hin, das du ihren Vätern
gegeben hast, und nach der Stadt hin, die du erwählt hast,
und nach dem Hause hin, das ich deinem Namen gebaut habe,
so wollest du ihr Gebet und Flehen hören vom Himmel
her, vom Sitz deiner Wohnung, und ihnen zu ihrem Recht helfen und
deinem Volk vergeben, das an dir gesündigt hat.
So laß nun, mein Gott, deine Augen offen sein
und deine Ohren aufmerken auf das Gebet an dieser Stätte.
Und nun mache dich auf, HERR, Gott, zu deiner Ruhe, du und
die Lade deiner Macht. Laß deine Priester, HERR, Gott, mit
Heil angetan werden und deine Heiligen sich freuen des Guten.
Du, HERR, Gott, weise nicht ab das Antlitz deines
Gesalbten! Gedenk an die Gnaden, die du deinem Knechte David
verheißen hast!
Salomos Festopfer
Kapitel 7
Und als Salomo sein Gebet vollendet hatte, fiel Feuer vom
Himmel und verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer, und
die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus,
so daß die Priester nicht ins Haus des HERRN
hineingehen konnten, weil des HERRN Herrlichkeit das Haus des
HERRN füllte.
Und alle Kinder Israel sahen das Feuer herabfallen und die
Herrlichkeit des HERRN über dem Hause, und sie fielen auf
ihre Knie mit dem Antlitz zur Erde aufs Pflaster und beteten an
und dankten dem HERRN, daß er gütig ist und seine
Barmherzigkeit ewiglich währt.
Der König aber und das ganze Volk opferten vor
dem HERRN;
zweiundzwanzigtausend Rinder und hundertzwanzigtausend
Schafe opferte der König Salomo. Und so weihten der König
und das ganze Volk das Haus Gottes ein.
Die Priester aber übten ihren Dienst aus, und die
Leviten standen dabei mit den Saitenspielen des HERRN, die der
König David hatte machen lassen, dem HERRN zu danken, daß
seine Barmherzigkeit ewiglich währt, mit den Psalmen Davids,
die sie sangen. Und die Priester bliesen Trompeten ihnen
gegenüber, und ganz Israel stand.
Und Salomo weihte die Mitte des Vorhofes, der vor dem
Hause des HERRN war; denn er hatte dort Brandopfer und das Fett
der Dankopfer dargebracht. Denn der kupferne Altar, den Salomo
hatte machen lassen, konnte nicht alle Brandopfer, Speisopfer und
das Fett fassen.
Und Salomo hielt damals das Fest sieben Tage lang
und ganz Israel mit ihm, eine sehr große Gemeinde, von
Hamath an bis an den Bach Ägyptens.
Am achten Tage aber hielten sie eine Versammlung; denn die
Einweihung des Altars hielten sie sieben Tage und das Fest auch
sieben Tage.
So ließ er am dreiundzwanzigsten Tage des siebenten
Monats das Volk fröhlich heimgehen und guten Mutes über
all das Gute, das der HERR an David, Salomo und seinem Volk
Israel getan hatte.
So vollendete Salomo das Haus des HERRN und das Haus des
Königs. Und es gelang ihm alles, was ihm in den Sinn
gekommen war, am Hause des HERRN und an seinem Hause auszuführen.
Gottes Antwort auf Salomos Gebet
Und der HERR erschien Salomo des Nachts und sprach zu ihm:
Ich habe dein Gebet erhört und diese Stätte mir zum
Opferhaus erwählt.
Siehe, wenn ich den Himmel verschließe, daß es
nicht regnet, oder die Heuschrecken das Land fressen oder eine
Pest unter mein Volk kommen lasse
und dann mein Volk, über das mein Name genannt ist,
sich demütigt, daß sie beten und mein Angesicht suchen
und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom
Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land
heilen.
So sollen nun meine Augen offen sein und meine Ohren
aufmerken auf das Gebet an dieser Stätte.
So habe ich nun dies Haus erwählt und geheiligt, daß
mein Name dort sein soll ewiglich, und meine Augen und mein Herz
sollen dort sein allezeit.
Und wenn du vor mir wandelst, wie dein Vater David
gewandelt ist, daß du alles tust, was ich dich heiße,
und meine Gebote und Rechte hältst,
so will ich den Thron deines Königtums bestätigen,
wie ich mit deinem Vater David einen Bund geschlossen habe und
gesagt: Es soll dir nicht fehlen an einem Mann, der über
Israel Herr sei.
Werdet ihr euch aber abkehren und meine Rechte und Gebote,
die ich euch vorgelegt habe, verlassen und hingehen und andern
Göttern dienen und sie anbeten,
so werde ich Israel ausreißen aus meinem Lande, das
ich ihnen gegeben habe, und dies Haus, das ich meinem Namen
geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht verwerfen und
werde es zum Hohn machen und zum Spott unter allen Völkern.
Und vor diesem Hause, das so hoch erhoben wurde, werden
sich entsetzen alle, die vorübergehen, und sagen: Warum ist
der HERR mit diesem Lande und mit diesem Hause so verfahren?
Und man wird sagen: Weil sie den HERRN, den Gott ihrer
Väter, verlassen haben, der sie aus Ägyptenland geführt
hat, und sie sich an andere Götter gehängt und sie
angebetet und ihnen gedient haben, darum hat er all dies Unheil
über sie gebracht.
Salomos weitere Maßnahmen
Kapitel 8
Und nach zwanzig Jahren, in denen Salomo des HERRN Haus
und sein Haus gebaut hatte
- er hatte auch die Städte, die Hiram Salomo gegeben
hatte, ausgebaut und ließ die Kinder Israel darin wohnen -,
da zog Salomo gegen Hamath-Zoba und eroberte es.
Er baute Tadmor in der Wüste aus und alle Städte
mit Kornspeichern, die er in Hamath angelegt hatte;
auch das obere und untere Beth-Horon, daß sie feste
Städte wurden mit Mauern, Toren und Riegeln;
dazu Baalath und alle Städte mit Kornspeichern, die
Salomo hatte, und alle Wagen- und Reiterstädte und alles,
was Salomo in Jerusalem und auf dem Libanon und im ganzen Lande
seiner Herrschaft zu bauen wünschte.
Alles Volk, das noch übrig war von den
Hethitern, Amoritern, Perisitern, Hewitern und Jebusitern, die
nicht zu Israel gehörten
- ihre Nachkommen, die im Lande übriggeblieben waren,
die Israel nicht vertilgt hatte -, machte Salomo zu Fronarbeitern
bis auf diesen Tag.
Aber von den Kindern Israel machte Salomo keinen zum
Knecht für sein Werk, sondern sie waren Kriegsleute, seine
Obersten und Ritter und Hauptleute über seine Wagen und
Reiter.
Und es waren zweihundertundfünfzig oberste Amtleute
des Königs Salomo, die über die Leute geboten.
Und Salomo führte die Tochter des Pharao
herauf aus der Stadt Davids in das Haus, das er für sie
gebaut hatte. Denn er sprach: Eine Frau soll mir nicht wohnen im
Hause Davids, des Königs von Israel; denn es ist geheiligt,
weil die Lade des HERRN hineingekommen ist.
Von da an opferte Salomo dem HERRN Brandopfer auf
dem Altar des HERRN, den er gebaut hatte vor der Vorhalle,
wie es vorgeschrieben war im Gesetz des Mose, zu opfern an
jedem Tag, an den Sabbaten, Neumonden und Festen des Jahres
dreimal, nämlich am Fest der ungesäuerten Brote, am
Wochenfest und am Laubhüttenfest.
Und er bestellte die Ordnungen der Priester zu ihrem Amt,
wie es sein Vater David bestimmt hatte, und die Leviten zu ihrem
Dienst, daß sie lobten und dienten vor den Priestern, wie
es jeder Tag erforderte, und die Torhüter nach ihren
Ordnungen, jede an ihrem Tor. Denn so hatte es David, der Mann
Gottes, befohlen.
Und man wich in keiner Hinsicht vom Gebot des Königs
über die Priester und Leviten, auch nicht bei den Schätzen.
So wurde alles Werk Salomos ausgeführt von dem Tage
an, da des HERRN Haus gegründet wurde, bis er das Haus des
HERRN ganz vollendet hatte.
Zu der Zeit zog Salomo nach Ezjon-Geber und nach
Elath am Ufer des Meeres im Lande Edom.
Und Hiram sandte ihm durch seine Leute Schiffe und auch
Leute, die des Meeres kundig waren, und sie fuhren mit den Leuten
Salomos nach Ophir und holten von da vierhundertundfünfzig
Zentner Gold und brachten's dem König Salomo.
Besuch der Königin von Saba
Kapitel 9
Und als die Königin von Saba die Kunde von Salomo
vernahm, kam sie mit einem sehr großen Gefolge nach
Jerusalem, mit Kamelen, die viel Spezerei und Gold trugen und
Edelsteine, um Salomo mit Rätselfragen zu prüfen. Und
als sie zu Salomo kam, redete sie mit ihm alles, was sie sich
vorgenommen hatte.
Und der König gab ihr Antwort auf alles, was sie
fragte, und es war Salomo nichts verborgen, was er ihr nicht
hätte sagen können.
Und als die Königin von Saba die Weisheit Salomos sah
und das Haus, das er gebaut hatte,
die Speisen für seinen Tisch, die Rangordnung seiner
Großen, das Aufwarten seiner Diener und ihre Kleider, seine
Mundschenken mit ihren Kleidern und seine Brandopfer, die er im
Hause des HERRN darbrachte, da geriet sie vor Staunen außer
sich
und sprach zum König: Es ist wahr, was ich in meinem
Lande von deinen Taten und von deiner Weisheit gehört habe.
Ich aber wollte es nicht glauben, bis ich gekommen bin und
es mit meinen Augen gesehen habe. Und siehe, nicht die Hälfte
von deiner großen Weisheit hat man mir gesagt. Du bist
größer, als die Kunde sagte, die ich vernommen habe.
Glücklich sind deine Männer und glücklich
diese deine Großen, die allezeit vor dir stehen und deine
Weisheit hören.
Der HERR, dein Gott, sei gelobt, der dich lieb hat, daß
er dich auf seinen Thron gesetzt hat zum König des HERRN,
deines Gottes. Weil dein Gott Israel lieb hat, auf daß er
es ewiglich bestehen lasse, darum hat er dich über sie zum
König gesetzt, daß du Recht und Gerechtigkeit übest.
Und sie gab dem König hundertzwanzig Zentner Gold und
sehr viel Spezerei und Edelsteine. Es gab keine Spezerei wie
diese, die die Königin von Saba dem König Salomo gab.
Die Leute Hirams und die Leute Salomos, die Gold
aus Ophir einführten, brachten auch Sandelholz und
Edelsteine.
Und Salomo ließ aus dem Sandelholz Treppen im Hause
des HERRN und im Hause des Königs machen und Harfen und
Zithern für die Sänger. Solches Holz hatte man früher
im Lande Juda nie gesehen.
Und der König Salomo gab der Königin von
Saba alles, was ihr gefiel und was sie erbat, mehr als die
Gastgeschenke, die sie dem König gebracht hatte. Und sie
wandte sich und zog in ihr Land mit ihrem Gefolge.
Salomos Reichtum
Und es war das Gewicht des Goldes, das Salomo in einem
Jahr gebracht wurde, sechshundertsechsundsechzig Zentner,
außer dem, was die Händler und Kaufleute
brachten. Auch alle Könige der Araber und die Statthalter
brachten Gold und Silber zu Salomo.
Daraus machte der König Salomo zweihundert große
Schilde von bestem Gold, so daß sechshundert Lot Gold auf
einen Schild kam,
und dreihundert kleine Schilde von bestem Gold, so daß
dreihundert Lot Gold auf einen kleinen Schild kam. Und der
König brachte sie in das Libanon-Waldhaus.
Und der König machte einen großen
elfenbeinernen Thron und überzog ihn mit lauterem Gold.
Und der Thron hatte sechs Stufen und einen goldenen
Fußschemel am Thron, und er hatte Lehnen auf beiden Seiten
am Sitz, und zwei Löwen standen neben den Lehnen.
Und zwölf Löwen standen auf den sechs Stufen zu
beiden Seiten. Dergleichen ist nicht gemacht worden in
irgendeinem Königreich.
Und alle Trinkgefäße des Königs Salomo
waren aus Gold, und alle Gefäße des Libanon-Waldhauses
waren aus lauterem Gold – denn das Silber wurde zur Zeit
Salomos für nichts geachtet -.
Denn die Schiffe des Königs, die mit den Leuten
Hirams nach Tarsis fuhren, kamen in drei Jahren einmal und
brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.
So wurde der König Salomo größer an
Reichtum und Weisheit als alle Könige auf Erden.
Und alle Könige auf Erden begehrten, Salomo zu sehen,
um seine Weisheit zu hören, die ihm Gott in sein Herz
gegeben hatte.
Und sie brachten ihm jährlich ein jeder sein
Geschenk, silberne und goldene Gefäße, Kleider,
Waffen, Spezerei, Rosse und Maultiere.
Und Salomo hatte viertausend Pferde und Wagen und
zwölftausend Reiter, und man legte sie in die Wagenstädte
und zu dem König nach Jerusalem.
Und er war ein Herr über alle Könige vom Euphrat
an bis zu dem Land der Philister und bis zu der Grenze Ägyptens.
Und der König brachte es dahin, daß es in
Jerusalem so viel Silber gab wie Steine und so viele Zedern wie
Maulbeerbäume im Hügelland.
Und man führte für Salomo Rosse ein aus Ägypten
und aus allen Ländern.
Salomos Tod
Was aber mehr von Salomo zu sagen ist, das Frühere
und das Spätere, siehe, das steht geschrieben in der
Geschichte des Propheten Nathan, sowie in den Prophezeiungen
Ahias von Silo und in den Gesichten des Sehers Jedo gegen
Jerobeam, den Sohn Nebats.
Und Salomo regierte zu Jerusalem über ganz Israel
vierzig Jahre.
Und Salomo legte sich zu seinen Vätern, und man
begrub ihn in der Stadt Davids, seines Vaters. Und sein Sohn
Rehabeam wurde König an seiner Statt.
Israels Abfall vom Hause David
Kapitel 10
Rehabeam zog nach Sichem; denn ganz Israel war nach Sichem
gekommen, um ihn zum König zu machen.
Und als das Jerobeam hörte, der Sohn Nebats, der in
Ägypten war, wohin er vor dem König Salomo geflohen
war, kam er aus Ägypten zurück.
Und sie sandten hin und ließen ihn rufen. Und
Jerobeam kam mit ganz Israel, und sie redeten mit Rehabeam und
sprachen:
Dein Vater hat unser Joch zu hart gemacht. So erleichtere
nun du den harten Dienst deines Vaters und das schwere Joch, das
er auf uns gelegt hat, so wollen wir dir untertan sein.
Er sprach zu ihnen: Kommt nach drei Tagen wieder zu mir!
Und das Volk ging hin.
Und der König Rehabeam hielt einen Rat mit den
Ältesten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als
er noch am Leben war, und sprach: Wie ratet ihr, daß ich
diesem Volk Antwort gebe?
Sie sprachen zu ihm: Wirst du zu diesem Volk freundlich
sein und sie gütig behandeln und ihnen gute Worte geben, so
werden sie dir untertan sein allezeit.
Er aber ließ außer acht den Rat der Ältesten,
den sie ihm gegeben hatten, und hielt einen Rat mit den Jüngeren,
die mit ihm aufgewachsen waren und vor ihm standen,
und sprachen zu ihnen: Was ratet ihr, daß wir diesem
Volk antworten, das zu mir gesagt hat: Erleichtere das Joch, das
dein Vater auf uns gelegt hat?
Die Jüngeren aber, die mit ihm aufgewachsen waren,
sprachen zu ihm: So sollst du sagen zu dem Volk, das zu dir
gesprochen hat: Dein Vater hat unser Joch zu schwer gemacht; mach
du unser Joch leichter! - so sollst du zu ihnen sagen: Mein
kleiner Finger soll dicker sein als meines Vaters Lenden.
Hat nun mein Vater auf euch ein schweres Joch gelegt, so
will ich euer Joch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit
Peitschen gezüchtigt, ich will euch mit Skorpionen
züchtigen.
Als nun Jerobeam und alles Volk am dritten Tage zu
Rehabeam kam, wie der König gesagt hatte: Kommt wieder zu
mir am dritten Tage,
antwortete ihnen der König hart. Und der König
Rehabeam ließ außer acht den Rat der Ältesten
und redete mit ihnen nach dem Rat der Jüngeren und
sprach: Hat mein Vater euer Joch schwer gemacht, so will ich's
noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen
gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen.
So hörte der König nicht auf das Volk; denn es
war so von Gott bestimmt, damit der HERR sein Wort wahr machte,
das er durch Ahia von Silo zu Jerobeam, dem Sohn Nebats, gesagt
hatte.
Als aber ganz Israel sah, daß der König nicht
auf es hörte, antwortete das Volk dem König und sprach:
Was haben wir für Teil an David oder Erbe am Sohn Isais?
Jedermann von Israel, auf zu seiner Hütte! So sorge nun du
für dein Haus, David! - Und ganz Israel ging heim,
so daß Rehabeam nur über die Kinder Israel
regierte, die in den Städten Judas wohnten.
Und als der König Rehabeam den Fronvogt Adoram
sandte, steinigten ihn die von Israel zu Tode. Aber der König
Rehabeam stieg eilends auf seinen Wagen und floh nach Jerusalem.
Also fiel Israel ab vom Hause David bis auf diesen Tag.
Kapitel 11
Und als Rehabeam nach Jerusalem kam, sammelte er
das Haus Juda und Benjamin, hundertundachtzigtausend streitbare
Männer, um gegen Israel zu kämpfen, damit sie das
Königtum an Rehabeam zurückbrächten.
Aber des HERRN Wort kam zu Schemaja, dem Mann Gottes:
Sage Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von Juda,
und all denen von Israel, die in Juda und Benjamin wohnen:
So spricht der HERR: Ihr sollt nicht hinaufziehen und
gegen eure Brüder kämpfen. Ein jeder gehe wieder heim;
denn das ist von mir geschehen! - Sie gehorchten den Worten des
HERRN, kehrten um und zogen nicht gegen Jerobeam.
Rehabeams erste Regierungsjahre
Rehabeam aber wohnte in Jerusalem und baute Städte in
Juda zu Festungen aus,
nämlich: Bethlehem, Etam, Thekoa,
Beth-Zur, Socho, Adullam,
Gath, Marescha, Siph,
Adorajim, Lachisch, Aseka,
Zora, Ajalon und Hebron. Das waren die festen Städte
in Juda und Benjamin.
Und er machte die Festungen stark und setzte Hauptleute
über sie und legte Vorrat von Speise, Öl und Wein,
sowie Schilde und Spieße in alle Städte; so
machte er sie sehr stark. Und Juda und Benjamin waren ihm
untertan.
Die Priester aber und die Leviten von ganz Israel
hielten sich zu ihm aus ihrem ganzen Gebiet;
denn die Leviten verließen ihre Ortschaften und ihre
Habe und kamen nach Juda und Jerusalem. - Denn Jerobeam und seine
Söhne hatten sie verstoßen, daß sie das
Priesteramt vor dem HERRN nicht mehr ausüben konnten,
und er bestellte sich Priester für die Höhen und
die Feldgeister und für die Kälber, die er machen ließ.
-
Und die den HERRN, den Gott Israels, von Herzen suchten,
folgten den Leviten aus allen Stämmen Israels nach
Jerusalem, daß sie opferten dem HERRN, dem Gott ihrer
Väter.
So machten sie das Königreich Juda mächtig und
stärkten Rehabeam, den Sohn Salomos, für drei Jahre;
denn drei Jahre wandelten sie in dem Wege Davids und Salomos.
Und Rehabeam nahm zur Frau Mahalath, die Tochter
Jerimoths, des Sohnes Davids, und der Abihail, der Tochter
Eliabs, des Sohnes Isais.
Die gebar ihm diese Söhne: Jëusch, Schemarja und
Saham.
Nach ihr nahm er Maacha, die Tochter Absaloms, zur Frau;
die gebar ihm Abia, Attai, Sisa und Schelomith.
Aber Rehabeam hatte Maacha, die Tochter Absaloms, lieber
als alle seine Frauen und Nebenfrauen; denn er hatte achtzehn
Frauen und sechzig Nebenfrauen und zeugte achtundzwanzig Söhne
und sechzig Töchter.
Und Rehabeam setzte Abia, den Sohn der Maacha, als Ersten
unter seinen Brüdern, als Thronfolger, ein; denn er
gedachte, ihn zum König zu machen.
Und er handelte klug und verteilte alle seine Söhne
in die Gebiete von Juda und Benjamin, in alle festen Städte,
und gab ihnen Nahrung in Menge und verschaffte ihnen viele
Frauen.
Rehabeams Demütigung vor Gott
Kapitel 12
Als aber das Königtum Rehabeams sich gefestigt hatte
und er mächtig war, verließ er das Gesetz des HERRN
und ganz Israel mit ihm.
Da zog im fünften Jahr des Königs Rehabeam
herauf Schischak, der König von Ägypten, gegen
Jerusalem – denn sie hatten sich am HERRN versündigt -
mit tausendzweihundert Wagen und mit sechzigtausend
Reitern; und das Volk war nicht zu zählen, das mit ihm aus
Ägypten kam, Libyer, Sukkijiter und Kuschiter.
Und er nahm die festen Städte ein, die in Juda waren,
und kam bis vor Jerusalem.
Da kam der Prophet Schemaja zu Rehabeam und zu den
Obersten Judas, die sich in Jerusalem aus Furcht vor Schischak
versammelt hatten, und sprach zu ihnen: So spricht der HERR: Ihr
habt mich verlassen; darum habe ich euch auch verlassen und in
Schischaks Hand gegeben.
Da demütigten sich die Obersten in Israel mit dem
König und sprachen: Der HERR ist gerecht.
Als aber der HERR sah, daß sie sich demütigten,
kam das Wort des HERRN zu Schemaja: Sie haben sich gedemütigt;
darum will ich sie nicht verderben, sondern ich will sie in Kürze
erretten, daß mein Grimm sich nicht durch Schischak auf
Jerusalem ergieße.
Doch sollen sie ihm untertan sein, damit sie innewerden,
was es heißt, mir zu dienen oder den Königreichen der
Länder.
So zog Schischak, der König von Ägypten,
gegen Jerusalem herauf und nahm die Schätze im Hause des
HERRN und die Schätze im Hause des Königs; alles nahm
er weg, auch die goldenen Schilde, die Salomo hatte machen
lassen.
An ihrer Statt ließ der König Rehabeam kupferne
Schilde machen und übergab sie den Obersten der Leibwache,
die das Tor am Haus des Königs bewachte.
Und sooft der König in des HERRN Haus ging, kam die
Leibwache und trug sie und brachte sie dann wieder in ihre
Kammer.
Und weil er sich demütigte, wandte sich des HERRN
Zorn von ihm, daß er ihn nicht ganz verdarb; denn auch in
Juda war noch manches Gute.
Und der König Rehabeam wurde wieder mächtig in
Jerusalem und regierte weiter.
Einundvierzig Jahre alt war Rehabeam, als er König
wurde, und regierte siebzehn Jahre zu Jerusalem in der Stadt, die
der HERR erwählt hatte aus allen Stämmen Israels, daß
er seinen Namen daselbst wohnen lasse. Seine Mutter hieß
Naama, eine Ammoniterin.
Aber er tat übel und richtete sein Herz nicht darauf,
daß er den HERRN suchte.
Die Geschichte Rehabeams aber, die frühere und die
spätere, steht geschrieben in den Geschichten des Propheten
Schemaja und des Sehers Iddo, ebenso auch die Kriege zwischen
Rehabeam und Jerobeam, die sie ihr Leben lang führten.
Und Rehabeam legte sich zu seinen Vätern und wurde
begraben in der Stadt Davids. Und sein Sohn Abia wurde König
an seiner Statt.
Abia
Kapitel 13
Im achtzehnten Jahr des Königs Jerobeam wurde Abia
König über Juda
und regierte drei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß
Michaja, eine Tochter Uriëls, aus Gibea. Es war aber Krieg
zwischen Abia und Jerobeam.
Und Abia rüstete sich zum Kampf mit einem Heer von
Kriegsleuten, vierhunderttausend Mann, auserlesenen Leuten.
Jerobeam aber rüstete sich, gegen ihn zu kämpfen, mit
achthunderttausend auserlesenen Leuten, streitbaren Männern.
Und Abia stellte sich hin oben auf den Berg
Zemarajim, der im Gebirge Ephraim liegt, und sprach: Hört
mir zu, Jerobeam und ganz Israel!
Wisset ihr nicht, daß der HERR, der Gott Israels,
das Königtum über Israel David gegeben hat ewiglich,
ihm und seinen Söhnen durch einen Salzbund?
Aber Jerobeam, der Sohn Nebats, der Knecht Salomos, des
Sohnes Davids, erhob sich und wurde seinem Herrn abtrünnig.
Und es schlugen sich auf seine Seite ruchlose Leute, böse
Menschen, und wurden mächtiger als Rehabeam, der Sohn
Salomos; denn Rehabeam war noch jung und zaghaft, so daß er
sich nicht gegen sie wehrte.
Nun denkt ihr euch zu empören gegen das Königtum
des HERRN, das in der Hand der Söhne Davids ist, weil ihr
ein großer Haufe seid und die goldenen Kälber bei euch
habt, die euch Jerobeam zu Göttern gemacht hat.
Habt ihr nicht die Priester des HERRN, die Söhne
Aaron, und die Leviten verstoßen und euch eigene Priester
gemacht wie sonst die Völker in den Ländern? Wer da kam
mit einem jungen Stier und sieben Widdern, um sich die Hand
füllen zu lassen, der wurde Priester derer, die nicht Götter
sind.
Wir aber sind gewiß: Der HERR ist unser Gott; ihn
haben wir nicht verlassen; denn die Priester, die dem HERRN
dienen, sind die Söhne Aaron und die Leviten stehen in ihrem
Amt,
um dem HERRN alle Morgen und alle Abende Brandopfer
darzubringen, dazu das gute Räucherwerk, und Brote
aufzulegen auf den Tisch aus reinem Gold und den goldenen
Leuchter anzuzünden mit seinen Lampen alle Abende; denn wir
halten die Gebote des HERRN, unseres Gottes, ihr aber habt ihn
verlassen.
Siehe, mit uns ist an der Spitze Gott und seine Priester
und die Kriegstrompeten, um sie gegen euch zu blasen. Ihr Kinder
Israel, streitet nicht gegen den HERRN, den Gott eurer Väter;
denn es wird euch nicht gelingen!
Aber Jerobeam legte einen Hinterhalt, daß er
ihnen in den Rücken fiele, so daß sie vor Juda waren
und der Hinterhalt hinter Juda.
Als sich nun Juda umwandte, siehe, da wurden sie von vorn
und von hinten angegriffen. Da schrien sie zum HERRN, und die
Priester bliesen die Trompeten,
und die Männer von Juda erhoben das Kriegsgeschrei.
Und als sie schrien, schlug Gott Jerobeam und ganz Israel vor
Abia und Juda.
Und Israel floh vor Juda, und Gott gab sie in ihre Hände,
so daß Abia mit seinem Volk sie hart schlug, und es
blieben von Israel erschlagen liegen fünfhunderttausend
auserlesene Leute.
Also wurden die Kinder Israel zu der Zeit gedemütigt,
aber die Kinder Juda blieben unverzagt; denn sie verließen
sich auf den HERRN, den Gott ihrer Väter.
Und Abia jagte Jerobeam nach und gewann ihm Städte
ab: Bethel mit seinen Ortschaften, Jeschana mit seinen
Ortschaften und Ephron mit seinen Ortschaften,
so daß Jerobeam keine Macht mehr hatte, solange Abia
lebte. Und der HERR schlug ihn, daß er starb.
Abia aber wurde mächtig. Und er nahm vierzehn
Frauen und zeugte zweiundzwanzig Söhne und sechzehn Töchter.
Was aber mehr von Abia zu sagen ist, sein Wandel und seine
Worte, das steht geschrieben in der Geschichte des Propheten
Iddo.
° Und Abia legte sich zu seinen Vätern, und sie
begruben ihn in der Stadt Davids. Und sein Sohn Asa wurde König
an seiner Statt. Zu dessen Zeiten hatte das Land zehn Jahre Ruhe.
Asas erste Regierungsmaßnahmen
Kapitel 14
° Und Asa tat, was recht war und dem HERRN, seinem
Gott, wohlgefiel,
und entfernte die Altäre der fremden Götter und
die Opferhöhen und zerbrach die Steinmale und hieb die
Bilder der Aschera um
und gebot Juda, daß sie den HERRN, den Gott ihrer
Väter, suchten und täten nach dem Gesetz und Gebot.
Und er entfernte aus allen Städten Judas die
Opferhöhen und die Rauchopfersäulen; und das Königreich
hatte Ruhe unter ihm.
Und er baute feste Städte in Juda, weil das Land Ruhe
hatte und in diesen Jahren kein Krieg gegen ihn war; denn der
HERR hatte ihm Ruhe gegeben.
Und er sprach zu Juda: Laßt uns diese Städte
ausbauen und um sie Mauern herumführen mit Türmen,
Toren und Riegeln, solange das Land noch unser ist; denn wir
haben den HERRN, unsern Gott, gesucht, und er hat uns Ruhe
gegeben ringsumher. - Also bauten sie, und es ging glücklich
vonstatten.
Und Asa hatte eine Heeresmacht, aus Juda
dreihunderttausend, die große Schilde und Spieße
trugen, und aus Benjamin zweihundertachtzigtausend, die kleine
Schilde trugen und mit dem Bogen schießen konnten; und
diese alle waren starke Kriegsleute.
Asas Sieg über die Kuschiter
Es zog aber gegen sie Serach, der Kuschiter, mit einer
Heeresmacht von tausendmal tausend, dazu dreihundert Wagen, und
sie kamen bis nach Marescha.
Und Asa zog ihm entgegen; und sie rüsteten sich zum
Kampf im Tal Zephatha bei Marescha.
Und Asa rief den HERRN, seinen Gott, an und sprach: HERR,
es ist dir nicht schwer, dem Schwachen gegen den Starken zu
helfen. Hilf uns, HERR, unser Gott; denn wir verlassen uns auf
dich, und in deinem Namen sind wir gekommen gegen diese Menge.
HERR, du bist unser Gott, gegen dich vermag kein Mensch etwas.
Und der HERR schlug die Kuschiter vor Asa und vor
Juda, so daß sie flohen.
Und Asa samt dem Volk, das bei ihm war, jagte ihnen nach
bis nach Gerar. Und die Kuschiter fielen, so daß keiner von
ihnen am Leben blieb, sondern sie wurden zerschlagen vor dem
HERRN und vor seinem Heer. Und Juda trug sehr viel Beute davon.
Und sie schlugen alle Städte um Gerar her; denn der
Schrecken des HERRN kam über sie. Und sie plünderten
alle Städte; denn es war viel Beute darin.
Auch schlugen sie die Zeltlager der Hirten und führten
eine Menge Schafe und Kamele weg und kamen wieder nach Jerusalem.
Der Prophet Asarja und Asas Reformen
Kapitel 15
Und auf Asarja, den Sohn Odeds, kam der Geist Gottes.
Da zog er hinaus Asa entgegen und sprach zu ihm: Höret
mir zu, Asa und ganz Juda und Benjamin! Der HERR ist mit euch,
weil ihr mit ihm seid; und wenn ihr ihn sucht, wird er sich von
euch finden lassen. Werdet ihr ihn aber verlassen, so wird er
euch auch verlassen.
Lange Zeit hindurch war Israel ohne rechten Gott, ohne
Priester, der da lehrte, und ohne Gesetz.
Als sie sich aber in ihrer Not zu dem HERRN, dem Gott
Israels, bekehrten und ihn suchten, ließ er sich von ihnen
finden.
Zu der Zeit gab es keine Sicherheit für den, der aus-
und einging; denn es war große Verwirrung bei allen, die in
diesen Ländern wohnten.
Denn ein Volk zerschlug das andere und eine Stadt die
andere; denn Gott erschreckte sie mit Ängsten aller Art.
Ihr aber, seid getrost und laßt eure Hände
nicht sinken; denn euer Werk hat seinen Lohn.
Als aber Asa diese Worte hörte und die
Weissagung, die der Prophet Asarja, der Sohn Odeds, gesprochen
hatte, ward er getrost, und er tat weg die greulichen Götzen
aus dem ganzen Lande Juda und Benjamin und aus den Städten,
die er auf dem Gebirge Ephraim erobert hatte, und erneuerte den
Altar des HERRN, der vor der Vorhalle des HERRN stand.
Und er versammelte ganz Juda und Benjamin und alle aus
Ephraim, Manasse und Simeon, die bei ihnen wohnten; denn es fiel
ihm eine große Menge aus Israel zu, als sie sahen, daß
der HERR, sein Gott, mit ihm war.
Und sie versammelten sich in Jerusalem im dritten Monat
des fünfzehnten Jahres der Herrschaft Asas
und opferten dem HERRN am selben Tage von der Beute, die
sie hergebracht hatten, siebenhundert Rinder und siebentausend
Schafe.
Und sie traten in den Bund, den HERRN, den Gott ihrer
Väter, zu suchen von ganzem Herzen und von ganzer Seele.
Wer aber den HERRN, den Gott Israels, nicht suchen würde,
sollte sterben, klein und groß, Mann und Frau.
Und sie schworen dem HERRN mit lauter Stimme, unter
Freudengeschrei und unter Trompeten- und Posaunenschall.
Und ganz Juda war fröhlich über den Schwur; denn
sie hatten geschworen von ganzem Herzen, und sie suchten den
Herrn mit ganzem Willen, und er ließ sich von ihnen finden.
Und der HERR gab ihnen Ruhe ringsumher.
Auch setzte der König Asa seine Mutter Maacha
ab, daß sie nicht mehr Herrin war, weil sie der Aschera ein
Greuelbild gemacht hatte. Und Asa zerschlug ihr Greuelbild und
zermalmte es und verbrannte es am Bach Kidron.
Aber die Opferhöhen in Israel wurden nicht entfernt;
doch war das Herz Asas rechtschaffen sein Leben lang.
Und er brachte ins Haus Gottes, was sein Vater geheiligt
und was er geheiligt hatte, Silber, Gold und Gefäße.
Und es war kein Krieg bis in das fünfunddreißigste
Jahr der Herrschaft Asas.
Asas Abfall und Tod
Kapitel 16
Im sechsunddreißigsten Jahr der Herrschaft Asas zog
Baësa, der König von Israel, herauf gegen Juda und
baute Rama aus, damit niemand bei Asa, dem König von Juda,
aus- und eingehen sollte.
Aber Asa nahm aus dem Schatz im Hause des HERRN und aus
dem Schatz im Hause des Königs Silber und Gold und sandte zu
Benhadad, dem König von Aram, der zu Damaskus herrschte, und
ließ ihm sagen:
Es ist ein Bund zwischen mir und dir, zwischen meinem und
deinem Vater. Darum schicke ich dir Silber und Gold, daß du
den Bund mit Baësa, dem König von Israel, aufgibst,
damit er von mir abzieht.
Benhadad hörte auf die Bitte des Königs Asa und
sandte seine Obersten gegen die Städte Israels; die schlugen
Ijjon, Dan und Abel-Majim und von Naphthali alle Städte mit
Kornspeichern.
Als Baësa das hörte, ließ er ab, Rama
auszubauen, und hörte auf mit seinem Werk.
Aber der König Asa bot ganz Juda auf, und sie nahmen
die Steine und das Holz von Rama weg, womit Baësa gebaut
hatte, und er baute damit Geba und Mizpa aus.
Zu der Zeit kam der Seher Hanani zu Asa, dem König
von Juda, und sprach zu ihm: Weil du dich auf den König von
Aram verlassen hast und nicht auf den HERRN, deinen Gott, darum
ist das Heer des Königs von Aram deiner Hand entronnen.
Hatten nicht die Kuschiter und Libyer eine große
Heeresmacht mit sehr viel Wagen und Reitern? Doch der HERR gab
sie in deine Hand, da du dich auf ihn verließest.
Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, daß er
stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind. Du hast
töricht getan, darum wirst du auch von nun an Krieg haben.
Aber Asa wurde zornig über den Seher und legte ihn
ins Gefängnis; denn er grollte ihm darüber. Auch
bedrückte er zu dieser Zeit einige vom Volk.
Die Geschichte Asas aber, die frühere und die
spätere, siehe, die steht geschrieben im Buch der Könige
von Juda und Israel.
Und Asa wurde krank an seinen Füßen im
neununddreißigsten Jahr seiner Herrschaft, und seine
Krankheit nahm sehr zu; und er suchte auch in seiner Krankheit
nicht den HERRN, sondern die Ärzte.
So legte sich Asa zu seinen Vätern und starb im
einundvierzigsten Jahr seiner Herrschaft.
Und man begrub ihn in seinem Grabe, das er sich in der
Stadt Davids hatte aushauen lassen. Und sie legten ihn auf sein
Lager, das man mit gutem Räucherwerk und allerlei kunstvoll
zubereiteter Spezerei gefüllt hatte, und sie machten ihm zu
Ehren einen sehr großen Brand.
Josaphats Regierung
Kapitel 17
Und sein Sohn Josaphat wurde König an seiner Statt
und wurde mächtig gegenüber Israel.
Er legte Kriegsvolk in alle festen Städte Judas und
setzte Amtleute ein im Lande Juda und in den Städten
Ephraims, die sein Vater Asa erobert hatte.
Und der HERR war mit Josaphat; denn er wandelte wie
vormals sein Vater David und suchte nicht die Baale,
sondern den Gott seines Vaters und wandelte in seinen
Geboten und nicht so wie Israel.
Darum stärkte der HERR das Königtum in seiner
Hand. Und ganz Juda gab Josaphat Geschenke, und er hatte großen
Reichtum und viel Ehre.
Und als er in den Wegen des HERRN noch mutiger wurde,
entfernte er wieder die Opferhöhen und die Ascherabilder aus
Juda.
Im dritten Jahr seiner Herrschaft sandte er seine
Oberen Ben-Hajil, Obadja, Sacharja, Nathanael und Michaja, daß
sie in den Städten Judas lehren sollten,
und mit ihnen die Leviten Schemaja, Nethanja, Sebadja,
Asaël, Schemiramoth, Jonathan, Adonia, Tobia und Tob-Adonia
und mit ihnen die Priester Elischama und Joram.
Und sie lehrten in Juda und hatten das Gesetzbuch des
HERRN bei sich und zogen in allen Städten Judas umher und
lehrten das Volk.
Da kam der Schrecken des HERRN über alle
Königreiche der Länder, die um Juda herum lagen, so daß
sie nicht gegen Josaphat kämpften.
Sogar einige von den Philistern brachten Josaphat
Geschenke und Silber als Abgabe; auch die Araber brachten ihm
siebentausendundsiebenhundert Widder und
siebentausendundsiebenhundert Böcke.
So wurde Josaphat immer mächtiger. Und er
baute in Juda Burgen und Städte mit Kornspeichern
und hatte viel Vorrat in den Städten Judas und
Kriegsleute, streitbare Männer, zu Jerusalem.
Und dies war ihre Ordnung nach ihren Sippen: in Juda waren
Oberste über tausend: Adna, der Oberste, und unter ihm
dreihunderttausend streitbare Männer;
neben ihm Johanan, der Oberste, und unter ihm
zweihundertundachtzigtausend;
neben ihm Amasja, der Sohn Sichris, der sich freiwillig in
den Dienst des HERRN gestellt hatte, und unter ihm
zweihunderttausend streitbare Männer;
und aus Benjamin: Eljada, ein streitbarer Mann, und unter
ihm zweihunderttausend, die mit Bogen und Schild gerüstet
waren;
neben ihm Josabad und unter ihm hundertundachtzigtausend
zum Kampf gerüstete Männer.
Diese alle dienten dem König außer denen, die
der König in die festen Städte von ganz Juda gelegt
hatte.
2.
Chronik 18-36
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