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DAS ZWEITE
BUCH DER KÖNIGE
Kapitel 13 -
25
Reich Israel: Joahas. Joas
Kapitel 13
Im dreiundzwanzigsten Jahr des Joas, des Sohnes Ahasjas,
des Königs von Juda, wurde Joahas, der Sohn Jehus, König
über Israel und regierte zu Samaria siebzehn Jahre.
Und er tat, was dem HERRN mißfiel, und wandelte nach
den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen
machte, und ließ nicht davon ab.
Und des HERRN Zorn entbrannte über Israel, und er gab
sie in die Hand Hasaëls,
des Königs von Aram, und Benhadads, des Sohnes Hasaëls,
die ganze Zeit. -
Aber Joahas flehte zum HERRN, und der HERR erhörte
ihn; denn er sah den Jammer Israels an, wie der König von
Aram es bedrängte.
Und der HERR gab Israel einen Retter, der sie aus der
Gewalt der Aramäer befreite, daß die Kinder Israel in
ihren Häusern wohnen konnten wie zuvor.
Doch ließen sie nicht ab von der Sünde des
Hauses Jerobeams, der Israel sündigen machte, sondern
wandelten darin. Auch blieb das Bild der Aschera zu Samaria
stehen. -
Denn es waren vom Kriegsvolk des Joahas nicht mehr
übriggeblieben als fünfzig Gespannpferde, zehn Wagen
und zehntausend Mann Fußvolk; denn der König von Aram
hatte sie umgebracht und sie gemacht wie Staub beim Dreschen.
Was aber mehr von Joahas zu sagen ist und alles, was er
getan hat, und seine tapferen Taten, siehe, das steht geschrieben
in der Chronik der Könige von Israel.
Und Joahas legte sich zu seinen Vätern, und man
begrub ihn zu Samaria. Und sein Sohn Joas wurde König an
seiner Statt.
Im siebenunddreißigsten Jahr des Joas, des
Königs von Juda, wurde Joas, der Sohn des Joahas, König
über Israel und regierte zu Samaria sechzehn Jahre.
Und er tat, was dem HERRN mißfiel, und ließ
nicht ab von allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der
Israel sündigen machte, sondern wandelte darin.
Was aber mehr von Joas zu sagen ist und was er getan hat
und seine tapferen Taten, wie er mit Amazja, dem König von
Juda, gekämpft hat, siehe, das steht geschrieben in der
Chronik der Könige von Israel.
Und Joas legte sich zu seinen Vätern, und auf seinen
Thron setzte sich Jerobeam. Joas aber wurde begraben zu Samaria
bei den Königen von Israel.
Elisas Tod. Joas' Siege über Benhadad
Als aber Elisa an der Krankheit erkrankte, an der er
sterben sollte, kam Joas, der König von Israel, zu ihm hinab
und weinte vor ihm und sprach: Mein Vater, mein Vater! Du Wagen
Israels und sein Gespann!
Elisa aber sprach zu ihm: Nimm Bogen und Pfeile! Und als
er den Bogen und die Pfeile nahm,
sprach er zum König von Israel: Spanne mit deiner
Hand den Bogen! Und er spannte ihn mit seiner Hand. Und Elisa
legte seine Hand auf des Königs Hand
und sprach: Tu das Fenster auf nach Osten! Und er tat's
auf. Und Elisa sprach: Schieß! Und er schoß. Elisa
aber rief: Ein Pfeil des Siegs vom HERRN, ein Pfeil des Siegs
gegen Aram! Du wirst die Aramäer schlagen bei Aphek, bis sie
aufgerieben sind.
Und er sprach: Nimm die Pfeile! Und als er sie nahm,
sprach er zum König von Israel: Schlag auf die Erde! Und er
schlug dreimal und hielt inne.
Da wurde der Mann Gottes zornig auf ihn und sprach:
Hättest du fünf- oder sechsmal geschlagen, so hättest
du die Aramäer geschlagen, bis sie aufgerieben wären;
nun aber wirst du sie nur dreimal schlagen.
Als aber Elisa gestorben war und man ihn begraben
hatte, fielen streifende Rotten der Moabiter ins Land Jahr um
Jahr.
Und es begab sich, daß man einen Mann zu Grabe trug.
Als man aber einige Leute von ihnen sah, warf man den Mann in
Elisas Grab. Und als er die Gebeine Elisas berührte, wurde
er lebendig und trat auf seine Füße.
Hasaël,
der König von Aram, bedrängte Israel, solange Joahas
lebte.
Aber der HERR gab ihnen Gnade und erbarmte sich ihrer und
wandte sich ihnen wieder zu um seines Bundes willen mit Abraham,
Isaak und Jakob und wollte sie nicht verderben, verwarf sie auch
nicht von seinem Angesicht bis auf diese Stunde.
Und Hasaël, der König von Aram, starb, und sein
Sohn Benhadad wurde König an seiner Statt.
Joas aber gewann die Städte zurück aus der Hand
Benhadads, des Sohnes Hasaëls, die er im Kampf seinem Vater
Joahas genommen hatte. Dreimal schlug ihn Joas und gewann so die
Städte Israels zurück.
Reich Juda und Israel: Amazja von Juda und Joas von Israel
Kapitel 14
Im zweiten Jahr des Joas, des Sohnes des Joahas, des
Königs von Israel, wurde Amazja König, der Sohn des
Joas, des Königs von Juda.
Fünfundzwanzig Jahre alt war er, als er König
wurde; und er regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine
Mutter hieß Joaddan, aus Jerusalem.
Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, doch nicht wie sein
Vater David, sondern wie sein Vater Joas tat auch er.
Denn die Höhen wurden nicht entfernt, sondern das
Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen.
Als er nun das Königtum fest in seiner Hand hatte,
brachte er die Großen um, die seinen Vater, den König,
erschlagen hatten.
Aber die Söhne der Totschläger tötete er
nicht, wie es denn geschrieben steht im Gesetzbuch des Mose, wo
der HERR geboten hat: Die Väter sollen nicht um der Söhne
willen sterben, und die Söhne sollen nicht um der Väter
willen sterben, sondern jeder soll um seiner Sünde willen
sterben.
5. Mose 24,16.
Er schlug auch die Edomiter im Salztal, zehntausend Mann,
und eroberte die Stadt Sela im Kampf und nannte sie Joktheel bis
auf diesen Tag.
Und Amazja sandte Boten zu Joas, dem Sohn des
Joahas, des Sohnes Jehus, dem König von Israel, und ließ
ihm sagen: Komm her, wir wollen uns miteinander messen!
Aber Joas, der König von Israel, sandte zu Amazja,
dem König von Juda, und antwortete ihm: Der Dornstrauch, der
im Libanon ist, sandte zur Zeder im Libanon und ließ ihr
sagen: Gib deine Tochter meinem Sohn zur Frau! Aber das Wild auf
dem Libanon lief über den Dornstrauch und zertrat ihn.
Du hast die Edomiter geschlagen; darüber erhebt sich
dein Herz. Habe den Ruhm und bleib daheim! Warum suchst du dein
Unglück, daß du zu Fall kommst und Juda mit dir?
Aber Amazja hörte nicht darauf. Da zog Joas, der
König von Israel, herauf, und sie maßen sich
miteinander, er und Amazja, der König von Juda, bei
Beth-Schemesch, das in Juda liegt.
Aber Juda wurde vor Israel her geschlagen, und sie flohen,
jeder in sein Haus.
Und Joas, der König von Israel, nahm Amazja gefangen,
den Sohn des Joas, des Sohnes des Ahasja, den König von
Juda, in Beth-Schemesch und kam nach Jerusalem und riß die
Mauer Jerusalems ein von dem Tor Ephraim bis an das Ecktor,
vierhundert Ellen lang,
und er nahm alles Gold und Silber und Gerät, das
gefunden wurde im Hause des HERRN und im Schatz des Königshauses,
dazu die Geiseln, und zog nach Samaria zurück.
Was aber mehr von Joas zu sagen ist, was er getan hat, und
seine tapferen Taten und wie er mit Amazja, dem König von
Juda, gekämpft hat, siehe, das steht geschrieben in der
Chronik der Könige von Israel.
Und Joas legte sich zu seinen Vätern und wurde
begraben zu Samaria bei den Königen von Israel. Und sein
Sohn Jerobeam wurde König an seiner Statt.
Amazja aber, der Sohn des Joas, des Königs von
Juda, lebte nach dem Tod des Joas, des Sohnes des Joahas, des
Königs von Israel, noch fünfzehn Jahre.
Was aber mehr von Amazja zu sagen ist, das steht
geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.
Und sie machten eine Verschwörung gegen ihn in
Jerusalem; er aber floh nach Lachisch. Und sie sandten hin, ihm
nach, bis nach Lachisch und töteten ihn dort.
Und sie brachten ihn auf Rossen, und er wurde begraben zu
Jerusalem bei seinen Vätern in der Stadt Davids.
Und das ganze Volk von Juda nahm Asarja in seinem
sechzehnten Jahr und machte ihn zum König anstatt seines
Vaters Amazja.
Er baute Elath aus und brachte es wieder an Juda, nachdem
der König sich zu seinen Vätern gelegt hatte.
Reich Israel: Jerobeam der Zweite
Im fünfzehnten Jahr Amazjas, des Sohnes des Joas, des
Königs von Juda, wurde Jerobeam, der Sohn des Joas, König
über Israel und regierte zu Samaria einundvierzig Jahre.
Und er tat, was dem HERRN mißfiel, und ließ
nicht ab von allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der
Israel sündigen machte.
Er stellte wieder her das Gebiet Israels von Hamath
bis ans Salzmeer nach dem Wort des HERRN, des Gottes Israels, das
er geredet hatte durch seinen Knecht Jona, den Sohn Amittais, den
Propheten, der von Gath-Hepher war.
Denn der HERR sah den bitteren Jammer Israels an, daß
sie allesamt dahin waren und kein Helfer in Israel war.
Und der HERR hatte nicht gesagt, daß er den Namen
Israels austilgen wollte unter dem Himmel, und errettete sie
durch Jerobeam, den Sohn des Joas.
Was aber mehr von Jerobeam zu sagen ist und alles, was er
getan hat, und seine tapferen Taten, wie er gekämpft hat,
und wie er Damaskus und Hamath wieder an Israel gebracht hat,
siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von
Israel.
Und Jerobeam legte sich zu seinen Vätern, den Königen
von Israel. Und sein Sohn Sacharja wurde König an seiner
Statt.
Reich Juda: Asarja (Usia)
Kapitel 15
Im siebenundzwanzigsten Jahr Jerobeams, des Königs
von Israel, wurde Asarja* König, der Sohn Amazjas, des
Königs von Juda.
*Asarja trägt auch den Namen Usia.
Sechzehn Jahre war er alt, als er König wurde, und er
regierte zweiundfünfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter
hieß Jecholja, aus Jerusalem.
Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater
Amazja,
nur, daß die Höhen nicht entfernt wurden; denn
das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen.
Der HERR aber plagte den König, daß er
aussätzig war bis an seinen Tod, und er wohnte in einem
besonderen Hause. Jotham aber, der Sohn des Königs, stand
dem Hause des Königs vor und richtete das Volk des Landes. -
Was aber mehr von Asarja zu sagen ist und alles, was er
getan hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige
von Juda.
Und Asarja legte sich zu seinen Vätern, und man
begrub ihn bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Und sein
Sohn Jotham wurde König an seiner Statt.
Reich Israel: Sacharja. Schallum. Menahem. Pekachja. Pekach.
Anfang der assyrischen Gefangenschaft
Im achtunddreißigsten Jahr Asarjas, des Königs
von Juda, wurde Sacharja, der Sohn Jerobeams, König über
Israel und regierte zu Samaria sechs Monate.
Und er tat, was dem HERRN mißfiel, wie seine Väter
getan hatten. Er ließ nicht ab von den Sünden
Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte.
Und Schallum, der Sohn des Jabesch, machte eine
Verschwörung gegen ihn und schlug ihn tot und wurde König
an seiner Statt. -
Was aber mehr von Sacharja zu sagen ist, siehe, das steht
geschrieben in der Chronik der Könige von Israel.
Und das ist's, was der HERR zu Jehu geredet hatte: Dir
sollen Söhne auf dem Thron Israels sitzen bis ins vierte
Glied. Und so ist es geschehen.
Schallum aber, der Sohn des Jabesch, wurde König
im neununddreißigsten Jahr Usias, des Königs von Juda,
und regierte einen Monat zu Samaria.
Denn Menahem, der Sohn Gadis, zog herauf von Tirza und kam
nach Samaria und schlug Schallum, den Sohn des Jabesch, in
Samaria tot und wurde König an seiner Statt.
Was aber mehr von Schallum zu sagen ist und seine
Verschwörung, die er gemacht hat, siehe, das steht
geschrieben in der Chronik der Könige von Israel.
Damals schlug Menahem die Stadt Tiphsach und alle, die
darin waren, und ihr Gebiet von Tirza aus, weil sie ihn nicht
einlassen wollten, und schlug sie, und alle ihre Schwangeren ließ
er aufschlitzen.
Im neununddreißigsten Jahr Asarjas, des
Königs von Juda, wurde Menahem, der Sohn Gadis, König
über Israel und regierte zehn Jahre zu Samaria.
Und er tat, was dem HERRN mißfiel. Er ließ
sein Leben lang nicht ab von den Sünden Jerobeams, des
Sohnes Nebats, der Israel sündigen machte.
Und es kam Pul, der König von Assyrien*, ins Land.
Und Menahem gab Pul tausend Zentner Silber, damit er's mit ihm
hielte und sein Königtum befestigte.
*Sein eigentlicher Name ist
Tiglath-Pileser; als König von Babel wird er auch Pul
genannt.
Und Menahem legte eine Steuer auf die Reichsten in Israel,
fünfzig Silberstücke auf jeden Mann, um es dem König
von Assyrien zu geben. So zog der König von Assyrien wieder
heim und blieb nicht im Lande.
Was aber mehr von Menahem zu sagen ist und alles, was er
getan hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige
von Israel.
Und Menahem legte sich zu seinen Vätern, und sein
Sohn Pekachja wurde König an seiner Statt.
Im fünfzigsten Jahr Asarjas, des Königs
von Juda, wurde Pekachja, der Sohn Menahems, König über
Israel und regierte zu Samaria zwei Jahre.
Und er tat, was dem HERRN mißfiel, denn er ließ
nicht ab von der Sünde Jerobeams, des Sohnes Nebats, der
Israel sündigen machte.
Und es machte Pekach, der Sohn Remaljas, sein Ritter, eine
Verschwörung gegen ihn – und mit ihm waren fünfzig
Mann von den Gileaditern – und schlug ihn tot in Samaria im
Burgturm des Königshauses samt Argob und Arje und wurde
König an seiner Statt. -
Was aber mehr von Pekachja zu sagen ist und alles, was er
getan hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige
von Israel.
Im zweiundfünfzigsten Jahr Asarjas, des Königs
von Juda, wurde Pekach, der Sohn Remaljas, König über
Israel und regierte zu Samaria zwanzig Jahre.
Und er tat, was dem HERRN mißfiel, denn er ließ
nicht ab von der Sünde Jerobeams, des Sohnes Nebats, der
Israel sündigen machte.
Zu der Zeit Pekachs, des Königs von Israel, kam
Tiglath-Pileser, der König von Assyrien, und nahm Ijjon,
Abel-Beth-Maacha, Janoach, Kedesch, Hazor, Gilead und von Galiläa
das ganze Land Naphthali und führte sie weg nach Assyrien.
Und Hosea, der Sohn Elas, machte eine Verschwörung
gegen Pekach, den Sohn Remaljas, und schlug ihn tot und wurde
König an seiner Statt im zwanzigsten Jahr Jothams, des
Sohnes Usias. -
Was aber mehr von Pekach zu sagen ist und alles, was er
getan hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige
von Israel.
Reich Juda: Jotham
Im zweiten Jahr Pekachs, des Sohnes Remaljas, des Königs
von Israel, wurde Jotham König, der Sohn Usias, des Königs
von Juda.
Er war fünfundzwanzig Jahre alt, als er König
wurde; und er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter
hieß Jeruscha, eine Tochter Zadoks.
Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater
Usia getan hatte,
nur, daß die Höhen nicht entfernt wurden; denn
das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen. Er
baute das obere Tor am Hause des HERRN. -
Was aber mehr von Jotham zu sagen ist und alles, was er
getan hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige
von Juda.
Zu der Zeit begann der HERR, gegen Juda zu senden Rezin,
den König von Aram, und Pekach, den Sohn Remaljas.
Und Jotham legte sich zu seinen Vätern und wurde
begraben bei seinen Vätern in der Stadt Davids, seines
Vaters. Und sein Sohn Ahas wurde König an seiner Statt.
Reich Juda: Ahas stellt einen heidnischen Altar auf und baut
den Tempel um
Kapitel 16
Im siebzehnten Jahr Pekachs, des Sohnes Remaljas, wurde
Ahas König, der Sohn Jothams, des Königs von Juda.
Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er König wurde; und
er regierte sechzehn Jahre zu Jerusalem. Und er tat nicht, was
dem HERRN, seinem Gott, wohlgefiel, wie sein Vater David,
denn er wandelte auf dem Wege der Könige von Israel.
Dazu ließ er seinen Sohn durchs Feuer gehen nach den
greulichen Sitten der Heiden, die der HERR vor den Kindern Israel
vertrieben hatte,
und brachte Opfer dar und räucherte auf den Höhen
und auf den Hügeln und unter allen grünen Bäumen.
Damals zogen Rezin, der König von Aram, und
Pekach, der Sohn Remaljas, der König von Israel, hinauf, um
gegen Jerusalem zu kämpfen, und belagerten Ahas in der
Stadt; aber sie konnten sie nicht erobern.
Zu dieser Zeit brachte Rezin, der König von Aram,
Elath wieder an Edom und vertrieb die Judäer aus Elath.
Danach kamen die Edomiter und wohnten darin bis auf diesen Tag.
Aber Ahas sandte Boten zu Tiglath-Pileser, dem König
von Assyrien, und ließ ihm sagen: Ich bin dein Knecht und
dein Sohn. Komm herauf und hilf mir aus der Hand des Königs
von Aram und des Königs von Israel, die sich gegen mich
aufgemacht haben!
Und Ahas nahm das Silber und Gold, das sich in dem Hause
des HERRN und in den Schätzen des Königshauses fand,
und sandte dem König von Assyrien Geschenke.
Und der König von Assyrien hörte auf ihn und zog
herauf gegen Damaskus und eroberte es und führte die
Einwohner weg nach Kir und tötete Rezin.
Und der König Ahas zog Tiglath-Pileser
entgegen, dem König von Assyrien, nach Damaskus. Und als er
den Altar sah, der in Damaskus war, sandte der König Ahas
zum Priester Uria Maße und Abbild des Altars, ganz wie
dieser gemacht war.
Und der Priester Uria baute einen Altar und machte ihn so,
wie der König Ahas zu ihm gesandt hatte von Damaskus, bis er
selbst von Damaskus kam.
Und als der König aus Damaskus zurückkam und den
Altar sah, trat er heran, stieg hinauf
und verbrannte darauf sein Brandopfer und Speisopfer und
goß darauf sein Trankopfer und sprengte das Blut der
Dankopfer, die er opferte, an den Altar.
Aber den kupfernen Altar, der vor dem HERRN stand, tat er
weg, damit er nicht stehe zwischen dem Altar und dem Hause des
HERRN, sondern setzte ihn an die Seite des neuen Altars gegen
Norden.
Und der König Ahas gebot dem Priester Uria: Auf dem
großen Altar sollst du anzünden die Brandopfer des
Morgens und die Speisopfer des Abends und die Brandopfer des
Königs und sein Speisopfer und die Brandopfer des ganzen
Volks samt ihrem Speisopfer und Trankopfer; und alles Blut der
Brandopfer und das Blut der Schlachtopfer sollst du daran
sprengen. Aber wegen des kupfernen Altars will ich bedenken, was
ich mache.
Der Priester Uria tat alles, was ihm der König Ahas
geboten hatte.
Und der König Ahas brach die Leisten der Gestelle ab
und nahm die Kessel von ihnen herunter. Und das Meer nahm er von
den kupfernen Rindern herunter, die darunter waren, und setzte es
auf ein steinernes Pflaster.
Auch die bedeckte Sabbathalle, die am Tempel gebaut war,
und den äußeren Königseingang am Hause des HERRN
änderte er, dem König von Assyrien zuliebe.
Was aber mehr von Ahas zu sagen ist, was er getan hat,
siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von
Juda.
Und Ahas legte sich zu seinen Vätern und wurde
begraben bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Und sein
Sohn Hiskia wurde König an seiner Statt.
Reich Israel: Hosea letzter König.
Eroberung Samarias. Die assyrische Gefangenschaft
Kapitel 17
Im zwölften Jahr des Ahas, des Königs von Juda,
wurde Hosea, der Sohn Elas, König über Israel und
regierte zu Samaria neun Jahre.
Und er tat, was dem HERRN mißfiel, doch nicht wie
die Könige von Israel, die vor ihm waren.
Gegen ihn zog herauf Salmanasser, der König
von Assyrien. Und Hosea wurde ihm untertan und brachte ihm
Abgaben.
Als aber der König von Assyrien innewurde, daß
Hosea eine Verschwörung gemacht und Boten gesandt hatte zu
So, dem König von Ägypten, und keine Abgaben dem König
von Assyrien brachte wie alle Jahre, nahm er ihn fest und legte
ihn ins Gefängnis.
Und der König von Assyrien zog durch das ganze Land
und gegen Samaria und belagerte es drei Jahre lang.
Und im neunten Jahr Hoseas eroberte der König von
Assyrien Samaria und führte Israel weg nach Assyrien und
ließ sie wohnen in Helach und am Habor, dem Fluß von
Gosan, und in den Städten der Meder.
Der Grund für die Verwerfung des Reiches Israel
Denn die Kinder Israel hatten gegen den HERRN, ihren Gott,
gesündigt, der sie aus Ägyptenland geführt hatte,
aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten, und
fürchteten andere Götter
und wandelten nach den Satzungen der Heiden, die der HERR
vor Israel vertrieben hatte, und taten wie die Könige von
Israel.
Und die Kinder Israel ersannen, was nicht recht war gegen
den HERRN, ihren Gott, so daß sie sich Höhen bauten in
allen Orten, von den Wachttürmen bis zu den festen Städten,
und richteten Steinmale auf und Ascherabilder auf allen
hohen Hügeln und unter allen grünen Bäumen
und opferten auf allen Höhen wie die Heiden, die der
HERR vor ihnen weggetrieben hatte, und trieben böse Dinge,
womit sie den HERRN erzürnten,
und dienten den Götzen, von denen der HERR zu ihnen
gesagt hatte: Das sollt ihr nicht tun!
Und doch hatte der HERR Israel und Juda gewarnt durch alle
Propheten und alle Seher und ihnen sagen lassen: Kehrt um von
euren bösen Wegen und haltet meine Gebote und Rechte nach
dem ganzen Gesetz, das ich euren Vätern geboten habe und das
ich zu euch gesandt habe durch meine Knechte, die Propheten.
Aber sie gehorchten nicht, sondern versteiften ihren
Nacken wie ihre Väter, die nicht an den HERRN, ihren Gott,
glaubten.
Dazu verachteten sie seine Gebote und seinen Bund, den er
mit ihren Vätern geschlossen hatte, und seine Warnungen, die
er ihnen gab, und wandelten ihren nichtigen Götzen nach und
trieben Nichtiges. Sie taten wie die Heiden um sie her, von denen
der HERR ihnen geboten hatte, sie sollten nicht wie diese tun.
Aber sie verließen alle Gebote des HERRN, ihres
Gottes, und machten sich zwei gegossene Kälber und ein Bild
der Aschera und beteten alles Heer des Himmels an und dienten
Baal
und ließen ihre Söhne und Töchter durchs
Feuer gehen und gingen mit Wahrsagen und Zauberei um und
verkauften sich, zu tun, was dem HERRN mißfiel, um ihn zu
erzürnen.
Da wurde der HERR sehr zornig über Israel und tat es
von seinem Angesicht weg, so daß nichts übrigblieb als
der Stamm Juda allein. -
Auch Juda hielt nicht die Gebote des HERRN, seines Gottes,
sondern wandelte nach den Satzungen, nach denen Israel gelebt
hatte. -
Darum verwarf der HERR das ganze Geschlecht Israel und
bedrängte sie und gab sie in die Hände der Räuber,
bis er sie von seinem Angesicht wegstieß.
Denn der HERR riß Israel vom Hause David los, und
sie machten zum König Jerobeam, den Sohn Nebats. Der wandte
Israel ab vom HERRN und machte, daß sie schwer sündigten.
So wandelte Israel in allen Sünden Jerobeams, die er
getan hatte, und sie ließen nicht davon ab,
bis der HERR Israel von seinem Angesicht wegtat, wie er
geredet hatte durch alle seine Knechte, die Propheten. So wurde
Israel aus seinem Lande weggeführt nach Assyrien bis auf
diesen Tag.
Die Entstehung des Volkes der Samaritaner
Der König von Assyrien aber ließ Leute von
Babel kommen, von Kutha, von Awwa, von Hamath und Sepharwajim,
und ließ sie wohnen in den Städten von Samarien an
Israels Statt. Und sie nahmen Samarien ein und wohnten in seinen
Städten.
Als sie aber anfingen, dort zu wohnen, und den HERRN nicht
fürchteten, sandte der HERR unter sie Löwen, die
töteten sie.
Und man ließ dem König von Assyrien sagen: Die
Völker, die du hergebracht und mit denen du die Städte
Samariens besetzt hast, wissen nichts von der Verehrung des
Gottes dieses Landes. Darum hat er Löwen unter sie gesandt,
und siehe, diese töten sie, weil sie nichts wissen von der
Verehrung des Gottes dieses Landes.
Der König von Assyrien gebot: Bringt dorthin einen
der Priester, die von dort weggeführt sind; er ziehe hin und
wohne dort und lehre sie die Verehrung des Gottes des Landes.
Da kam einer der Priester, die von Samarien weggeführt
waren, und wohnte in Bethel und lehrte sie, wie sie den HERRN
fürchten sollten.
Aber jedes Volk machte sich seinen Gott und tat ihn in die
Heiligtümer auf den Höhen, die die Samaritaner gemacht
hatten, jedes Volk in seinen Städten, in denen es wohnte.
Die von Babel machten sich Sukkoth-Benoth, die von Kutha
machten sich Nergal, die von Hamath machten sich Aschima,
die von Awwa machten sich Nibhas und Tartak; die von
Sepharwajim verbrannten ihre Söhne dem Adrammelech und
Anammelech, den Göttern derer von Sepharwajim.
Und weil sie auch den HERRN fürchteten, bestellten
sie sich Priester auf den Höhen aus allem Volk unter ihnen;
die opferten für sie in den Heiligtümern auf den Höhen.
So fürchteten sie den HERRN, dienten aber auch den
Göttern nach dem Brauch der Völker, von denen man sie
hergebracht hatte.
Und bis auf diesen Tag tun sie nach den früheren
Bräuchen: sie fürchten weder den HERRN, noch halten sie
Satzungen und Rechte nach dem Gesetz und Gebot, das der HERR
geboten hat den Söhnen Jakobs, dem er den Namen Israel gab,
hatte doch der HERR einen Bund mit ihnen geschlossen und
ihnen geboten: Fürchtet keine andern Götter und betet
sie nicht an und dienet ihnen nicht und opfert ihnen nicht,
sondern den HERRN, der euch aus Ägyptenland geführt
hat mit großer Kraft und ausgestrecktem Arm, den fürchtet,
den betet an und dem opfert.
Und die Satzungen, Rechte, Gesetze und Gebote, die er euch
hat aufschreiben lassen, die haltet, daß ihr danach tut
allezeit, und fürchtet nicht andere Götter.
Und vergeßt nicht den Bund, den er mit euch
geschlossen hat, und fürchtet nicht andere Götter,
sondern fürchtet den HERRN, euren Gott; der wird euch
erretten von allen euren Feinden.
Aber sie gehorchten nicht, sondern taten nach ihren
früheren Bräuchen.
So fürchteten diese Völker den HERRN und dienten
zugleich ihren Götzen. Auch ihre Kinder und Kindeskinder
tun, wie ihre Väter getan haben, bis auf diesen Tag.
Reich Juda: Hiskia
Kapitel 18
Im dritten Jahr Hoseas, des Sohnes Elas, des Königs
von Israel, wurde Hiskia König, der Sohn des Ahas, des
Königs von Juda.
Er war fünfundzwanzig Jahre alt, als er König
wurde; und er regierte neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine
Mutter hieß Abi, eine Tochter Sacharjas.
Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater
David.
Er entfernte die Höhen und zerbrach die Steinmale und
hieb das Bild der Aschera um und zerschlug die eherne Schlange,
die Mose gemacht hatte. Denn bis zu dieser Zeit hatte ihr Israel
geräuchert, und man nannte sie Nehuschtan.
Er vertraute dem HERRN, dem Gott Israels, so daß
unter allen Königen von Juda seinesgleichen nach ihm nicht
war noch vor ihm gewesen ist.
Er hing dem HERRN an und wich nicht von ihm ab und hielt
seine Gebote, die der HERR dem Mose geboten hatte.
Und der HERR war mit ihm, und alles, was er sich vornahm,
gelang ihm.
Und er wurde abtrünnig vom König von Assyrien
und war ihm nicht mehr untertan.
Er schlug auch die Philister bis nach Gaza und seinem
Gebiet, von den Wachttürmen bis zu den festen Städten.
Im vierten Jahr Hiskias, des Königs von Juda –
das war das siebente Jahr Hoseas, des Sohnes Elas, des Königs
von Israel -, zog Salmanasser, der König von Assyrien,
herauf gegen Samaria und belagerte es
und nahm es ein nach drei Jahren. Im sechsten Jahr
Hiskias, das ist im neunten Jahr Hoseas, des Königs von
Israel, wurde Samaria eingenommen.
Und der König von Assyrien führte Israel weg
nach Assyrien und ließ sie wohnen in Helach und am Habor,
dem Fluß von Gosan, und in den Städten der Meder,
weil sie nicht gehorcht hatten der Stimme des HERRN, ihres
Gottes, und seinen Bund übertreten hatten und alles, was
Mose, der Knecht des HERRN, geboten hatte; sie hatten nicht
gehorcht und nicht danach getan.
Sanherib zieht gegen Jerusalem
Im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia zog herauf
Sanherib, der König von Assyrien, gegen alle festen Städte
Judas und nahm sie ein.
Da sandte Hiskia, der König von Juda, zum König
von Assyrien nach Lachisch und ließ ihm sagen: Ich hab
Unrecht getan, zieh weg von mir. Was du mir auferlegst, will ich
tragen. Da legte der König von Assyrien Hiskia, dem König
von Juda, dreihundert Zentner Silber auf und dreißig
Zentner Gold.
So gab Hiskia all das Silber, das sich im Hause des HERRN
und in den Schätzen des Hauses des Königs fand.
Zur selben Zeit zerbrach Hiskia, der König von Juda,
die Türen am Tempel des HERRN und das Goldblech, das er
selbst hatte darüberziehen lassen, und gab es dem König
von Assyrien.
Und der König von Assyrien sandte den Tartan
und den Rabsaris und den Rabschake von Lachisch zum König
Hiskia mit großer Heeresmacht nach Jerusalem, und sie zogen
hinauf. Und als sie hinkamen, hielten sie an der Wasserleitung
des oberen Teiches, der an der Straße bei dem Acker des
Walkers liegt.
Und sie riefen nach dem Könige. Da kamen zu ihnen
heraus der Hofmeister Eljakim, der Sohn Hilkias, und der
Schreiber Schebna und der Kanzler Joach, der Sohn Asaphs.
Und der Rabschake sprach zu ihnen: Sagt doch dem König
Hiskia: So spricht der große König, der König von
Assyrien: Was ist das für ein Vertrauen, das du da hast?
Meinst du, bloße Worte seien schon Rat und Macht zum
Kämpfen? Auf wen verläßt du dich denn, daß
du von mir abtrünnig geworden bist?
Siehe, verläßt du dich auf diesen zerbrochenen
Rohrstab, auf Ägypten, der jedem, der sich darauf stützt,
in die Hand dringen und sie durchbohren wird? So ist der Pharao,
der König von Ägypten, für alle, die sich auf ihn
verlassen.
Oder wollt ihr zu mir sagen: Wir verlassen uns auf den
HERRN, unsern Gott! Ist er es denn nicht, dessen Höhen und
Altäre Hiskia entfernt und zu Juda und zu Jerusalem gesagt
hat: Nur vor diesem Altar, der in Jerusalem ist, sollt ihr
anbeten?
Wohlan, nimm eine Wette an mit meinem Herrn, dem König
von Assyrien: Ich will dir zweitausend Rosse geben, ob du Reiter
dazu stellen kannst?
Wie willst du denn zurücktreiben auch nur einen der
Geringsten von meines Herrn Untertanen? Und du verläßt
dich auf Ägypten um der Wagen und Gespanne willen.
Meinst du aber, ich sei ohne den HERRN heraufgezogen, daß
ich diese Stätte verderbe? Der HERR hat mir's geboten: Zieh
hinauf in dies Land und verdirb es!
Da sprachen Eljakim, der Sohn Hilkias, und Schebna und
Joach zum Rabschake: Rede mit deinen Knechten aramäisch,
denn wir verstehen's, und rede nicht mit uns hebräisch vor
den Ohren des Volks, das auf der Mauer ist.
Aber der Rabschake sprach zu ihnen: Hat mich denn mein
Herr zu deinem Herrn oder zu dir gesandt, daß ich solche
Worte rede, und nicht vielmehr zu den Männern, die auf der
Mauer sitzen, daß sie mit euch ihren eigenen Mist fressen
und ihren Harn saufen?
Da trat der Rabschake hin und rief mit lauter Stimme auf
hebräisch und sprach: Hört das Wort des großen
Königs, des Königs von Assyrien!
So spricht der König: Laßt euch von Hiskia
nicht betrügen, denn er vermag euch nicht zu erretten aus
meiner Hand.
Und laßt euch von Hiskia nicht vertrösten auf
den HERRN, wenn er sagt: Der HERR wird uns erretten, und diese
Stadt wird nicht in die Hände des Königs von Assyrien
gegeben werden.
Hört nicht auf Hiskia! Denn so spricht der König
von Assyrien: Schließt Freundschaft mit mir und kommt zu
mir heraus, so soll jedermann von seinem Weinstock und seinem
Feigenbaum essen und von seinem Brunnen trinken,
bis ich komme und euch hole in ein Land, das eurem Lande
gleich ist, darin Korn, Wein, Brot, Weinberge, Ölbäume
und Honig sind; dann werdet ihr am Leben bleiben und nicht
sterben. Hört nicht auf Hiskia, denn er verführt euch,
wenn er spricht: Der HERR wird uns erretten.
Haben etwa die Götter der andern Völker ihr Land
errettet aus der Hand des Königs von Assyrien?
Wo sind die Götter von Hamath und Arpad? Wo sind die
Götter von Sepharwajim, Hena und Iwwa? Wo sind die Götter
des Landes Samarien? Haben sie Samaria errettet aus meiner Hand?
Wo ist ein Gott unter den Göttern aller Länder,
der sein Land aus meiner Hand errettet hätte, daß
allein der HERR Jerusalem aus meiner Hand erretten sollte?
Das Volk aber schwieg still und antwortete ihm nichts,
denn der König hatte geboten: Antwortet ihm nichts.
Da kamen der Hofmeister Eljakim, der Sohn Hilkias, und der
Schreiber Schebna und der Kanzler Joach, der Sohn Asaphs, zu
Hiskia mit zerrissenen Kleidern und sagten ihm die Worte des
Rabschake an.
Hiskias Gebet. Jesaja verheißt Rettung
Kapitel 19
Als der König Hiskia das hörte, zerriß er
seine Kleider und legte einen Sack an und ging in das Haus des
HERRN.
Und er sandte den Hofmeister Eljakim und den Schreiber
Schebna samt den Ältesten der Priester, mit Säcken
angetan, zu dem Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz.
Und sie sprachen zu ihm: So sagt Hiskia: Das ist ein Tag
der Not, der Strafe und der Schmach – wie wenn Kinder eben
geboren werden sollen, aber die Kraft fehlt, sie zu gebären.
Vielleicht hört der HERR, dein Gott, alle Worte des
Rabschake, den sein Herr, der König von Assyrien, gesandt
hat, um hohnzusprechen dem lebendigen Gott, und straft die Worte,
die der HERR, dein Gott, gehört hat. So erhebe dein Gebet
für die Übriggebliebenen, die noch vorhanden sind.
Und als die Großen des Königs Hiskia zu Jesaja
kamen,
sprach Jesaja zu ihnen: So sagt eurem Herrn: So spricht
der HERR: Fürchte dich nicht vor den Worten, die du gehört
hast, mit denen mich die Knechte des Königs von Assyrien
gelästert haben.
Siehe, ich will einen Geist über ihn bringen, daß
er ein Gerücht hören und in sein Land zurückziehen
wird, und will ihn durchs Schwert fällen in seinem Lande.
Und als der Rabschake zurückkam, fand er den
König von Assyrien gegen Libna kämpfen, denn er hatte
gehört, daß er von Lachisch abgezogen war.
Der König von Assyrien hatte nämlich gehört
über Tirhaka, den König von Kusch: Siehe, er ist
ausgezogen, mit dir zu kämpfen. Da sandte er abermals Boten
zu Hiskia und ließ ihm sagen:
So sprecht zu Hiskia, dem König von Juda: Laß
dich von deinem Gott nicht betrügen, auf den du dich verläßt
und sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand des Königs
von Assyrien gegeben werden.
Siehe, du hast gehört, was die Könige von
Assyrien allen Ländern getan haben, daß sie den Bann
an ihnen vollstreckten, und du allein solltest errettet werden?
Haben die Götter der Völker, die von meinen
Vätern vernichtet sind, sie errettet: Gosan, Haran, Rezeph
und die Leute von Eden, die zu Telassar waren?
Wo ist der König von Hamath, der König von Arpad
und der König der Stadt Sepharwajim, von Hena und Iwwa?
Als Hiskia den Brief von den Boten empfangen und
gelesen hatte, ging er hinauf zum Hause des HERRN und breitete
ihn aus vor dem HERRN
und betete vor dem HERRN und sprach: HERR, Gott Israels,
der du über den Cherubim thronst, du bist allein Gott über
alle Königreiche auf Erden, du hast Himmel und Erde gemacht.
HERR, neige deine Ohren und höre, tu deine Augen auf
und sieh und höre die Worte Sanheribs, der hergesandt hat,
um dem lebendigen Gott hohnzusprechen.
Es ist wahr, HERR, die Könige von Assyrien haben die
Völker mit dem Schwert umgebracht und ihre Länder
verwüstet
und haben ihre Götter ins Feuer geworfen, denn es
waren nicht Götter, sondern Werk von Menschenhänden,
Holz und Stein; darum haben sie sie vertilgt.
Nun aber, HERR, unser Gott, errette uns aus seiner Hand,
damit alle Königreiche auf Erden erkennen, daß du,
HERR, allein Gott bist.
Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und
ließ ihm sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was
du zu mir gebetet hast um Sanheribs willen, des Königs von
Assyrien, das habe ich gehört.
Das ist's, was der HERR gegen ihn geredet hat: Die
Jungfrau, die Tochter Zion, verachtet dich und spottet deiner.
Die Tochter Jerusalem schüttelt ihr Haupt hinter dir her.
Wen hast du gehöhnt und gelästert? Über wen
hast du deine Stimme erhoben? Du hast deine Augen erhoben wider
den Heiligen Israels!
Du hast den HERRN durch deine Boten verhöhnt und
gesagt: Ich bin mit der Menge meiner Wagen auf die Höhen der
Berge gestiegen, in den innersten Libanon. Ich habe seine hohen
Zedern und auserlesenen Zypressen abgehauen und bin gekommen bis
zur äußersten Herberge darin im dichtesten Walde.
Ich habe gegraben und getrunken die fremden Wasser und
werde austrocknen mit meinen Fußsohlen alle Flüsse
Ägyptens. -
Hast du nicht gehört, daß ich es lange zuvor
bereitet und von Anfang an geplant habe? Nun aber habe ich's
kommen lassen, daß du feste Städte zerstörtest zu
wüsten Steinhaufen.
Und die darin wohnen, wurden ohne Kraft und fürchteten
sich und wurden zuschanden. Sie wurden wie das Gras auf dem Felde
und wie das grüne Kraut, wie Gras auf den Dächern, das
verdorrt, ehe es reif wird.
Ich weiß von deinem Aufstehen und Sitzen, deinem
Ausziehen und Einziehen, und daß du tobst gegen mich.
Weil du denn gegen mich tobst und dein Übermut vor
meine Ohren gekommen ist, so will ich dir meinen Ring in deine
Nase legen und meinen Zaum in dein Maul und will dich den Weg
wieder zurückführen, den du hergekommen bist.
Und das sei dir, Hiskia, ein Zeichen: In diesem
Jahr iß, was von selber nachwächst, im nächsten
Jahr, was auch dann noch wächst, im dritten Jahr sät
und erntet und pflanzt Weinberge und eßt ihre Früchte.
Und was vom Hause Juda errettet und übriggeblieben
ist, wird von neuem nach unten Wurzeln schlagen und oben Frucht
tragen.
Denn von Jerusalem werden ausgehen, die übriggeblieben
sind, und die Erretteten vom Berge Zion. Der Eifer des HERRN
Zebaoth wird solches tun.
Darum spricht der HERR über den König von
Assyrien: Er soll nicht in diese Stadt kommen und keinen Pfeil
hineinschießen und mit keinem Schild davorkommen und soll
keinen Wall gegen sie aufschütten,
sondern er soll den Weg wieder zurückziehen, den er
gekommen ist, und soll in diese Stadt nicht kommen; der HERR
sagt's.
Und ich will diese Stadt beschirmen, daß ich sie
errette um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.
Und in dieser Nacht fuhr aus der Engel des HERRN
und schlug im Lager von Assyrien hundertfünfundachtzigtausend
Mann. Und als man sich früh am Morgen aufmachte, siehe, da
lag alles voller Leichen.
So brach Sanherib, der König von Assyrien, auf und
zog ab, kehrte um und blieb zu Ninive.
Und als er anbetete im Haus seines Gottes Nisroch,
erschlugen ihn mit dem Schwert seine Söhne Adrammelech und
Sarezer, und sie entkamen ins Land Ararat. Und sein Sohn
Asar-Haddon wurde König an seiner Statt.
Hiskias Krankheit und Genesung
Kapitel 20
Zu dieser Zeit wurde Hiskia todkrank. Und der Prophet
Jesaja, der Sohn des Amoz, kam zu ihm und sprach zu ihm: So
spricht der HERR: Bestelle dein Haus, denn du wirst sterben und
nicht am Leben bleiben.
Er aber wandte sein Antlitz zur Wand und betete zum HERRN
und sprach:
Ach, HERR, gedenke doch, daß ich vor dir in Treue
und mit rechtschaffenem Herzen gewandelt bin und getan habe, was
dir wohlgefällt. Und Hiskia weinte sehr.
Als aber Jesaja noch nicht zum mittleren Hof
hinausgegangen war, kam des HERRN Wort zu ihm:
Kehre um und sage Hiskia, dem Fürsten meines Volks:
So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein
Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Siehe, ich will
dich gesund machen – am dritten Tage wirst du hinauf in das
Haus des HERRN gehen -,
und ich will fünfzehn Jahre zu deinem Leben hinzutun
und dich und diese Stadt erretten vor dem König von Assyrien
und diese Stadt beschirmen um meinetwillen und um meines Knechtes
David willen.
Und Jesaja sprach: Bringt her ein Pflaster von Feigen! Und
als sie das brachten, legten sie es auf das Geschwür, und er
wurde gesund.
Hiskia aber sprach zu Jesaja: Was ist das Zeichen,
daß mich der HERR gesund machen wird und ich in des HERRN
Haus hinaufgehen werde am dritten Tage?
Jesaja sprach: Dies Zeichen wirst du vom HERRN haben, daß
der HERR tun wird, was er zugesagt hat: Soll der Schatten an der
Sonnenuhr zehn Striche vorwärts gehen oder zehn Striche
zurückgehen?
Hiskia sprach: Es ist leicht, daß der Schatten zehn
Striche vorwärts gehe. Das will ich nicht, sondern daß
er zehn Striche zurückgehe.
Da rief der Prophet Jesaja den HERRN an, und der Herr ließ
den Schatten an der Sonnenuhr des Ahas zehn Striche zurückgehen,
die er vorwärts gegangen war.
Gesandtschaft des Königs von Babel
Zu dieser Zeit sandte Merodach-Baladan, der Sohn Baladans,
der König von Babel, Brief und Geschenke an Hiskia; denn er
hatte gehört, daß Hiskia krank gewesen war.
Hiskia aber freute sich über die Boten und zeigte
ihnen das ganze Schatzhaus, Silber, Gold, Spezerei und das beste
Öl und das Zeughaus und alles, was an Schätzen
vorhanden war. Es war nichts in seinem Hause und in seiner ganzen
Herrschaft, was ihnen Hiskia nicht gezeigt hätte.
Da kam der Prophet Jesaja zum König Hiskia und sprach
zu ihm: Was haben diese Leute gesagt? Und woher sind sie zu dir
gekommen? Hiskia sprach: Sie sind aus fernen Landen zu mir
gekommen, aus Babel.
Er sprach: Was haben sie gesehen in deinem Hause? Hiskia
sprach: Sie haben alles gesehen, was in meinem Hause ist, und es
gibt von meinen Schätzen nichts, was ich ihnen nicht gezeigt
hätte.
Da sprach Jesaja zu Hiskia: Höre des HERRN Wort:
Siehe, es kommt die Zeit, daß alles nach Babel
weggeführt werden wird, was in deinem Hause ist und was
deine Väter gesammelt haben bis auf diesen Tag, und es wird
nichts übriggelassen werden, spricht der HERR.
Dazu werden von den Söhnen, die von dir kommen, die
du zeugen wirst, einige genommen werden, daß sie Kämmerer
seien im Palast des Königs von Babel.
Hiskia aber sprach zu Jesaja: Das Wort ist gut, das der
HERR geredet hat durch dich; denn er dachte: Es wird doch Friede
und Sicherheit sein zu meinen Zeiten.
Was aber mehr von Hiskia zu sagen ist und alle
seine tapferen Taten und wie er den Teich und die Wasserleitung
gebaut hat, durch die er Wasser in die Stadt geleitet hat, siehe,
das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.
Und Hiskia legte sich zu seinen Vätern. Und sein Sohn
Manasse wurde König an seiner Statt.
Reich Juda: Manasse. Amon
Kapitel 21
Manasse war zwölf Jahre alt, als er König wurde;
und er regierte fünfundfünfzig Jahre zu Jerusalem.
Seine Mutter hieß Hephzibah.
Und er tat, was dem HERRN mißfiel, nach den
greulichen Sitten der Heiden, die der HERR vor Israel vertrieben
hatte,
und baute wieder die Höhen auf, die sein Vater Hiskia
zerstört hatte, und richtete dem Baal Altäre auf und
machte ein Bild der Aschera, wie Ahab, der König von Israel,
getan hatte, und betete alles Heer des Himmels an und diente
ihnen.
Und er baute Altäre im Hause des HERRN, von dem der
HERR gesagt hatte: Ich will meinen Namen zu Jerusalem wohnen
lassen,
und er baute allem Heer des Himmels Altäre in beiden
Vorhöfen am Hause des HERRN.
Und er ließ seinen Sohn durchs Feuer gehen und
achtete auf Vogelgeschrei und Zeichen und hielt Geisterbeschwörer
und Zeichendeuter; so tat er viel von dem, was dem HERRN mißfiel,
um ihn zu erzürnen.
Er stellte auch das Bild der Aschera, das er gemacht
hatte, in das Haus, von dem der HERR zu David und zu seinem Sohn
Salomo gesagt hatte: In diesem Hause und in Jerusalem, das ich
erwählt habe aus allen Stämmen Israels, will ich meinen
Namen wohnen lassen ewiglich,
und ich will den Fuß Israels nicht mehr weichen
lassen von dem Lande, das ich ihren Vätern gegeben habe,
sofern sie alles halten und tun, was ich geboten habe, das ganze
Gesetz, das mein Knecht Mose ihnen geboten hat.
Aber sie gehorchten nicht, sondern Manasse verführte
sie, daß sie es ärger trieben als die Heiden, die der
HERR vor Israel vertilgt hatte.
Da redete der HERR durch seine Knechte, die
Propheten, und sprach:
Weil Manasse, der König von Juda, diese Greuel getan
hat, die ärger sind als alle Greuel, die die Amoriter getan
haben, die vor ihm gewesen sind, und weil er auch Juda sündigen
gemacht hat mit seinen Götzen,
darum spricht der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will
Unheil über Jerusalem und Juda bringen, so daß dem,
der es hören wird, beide Ohren gellen sollen.
Und ich will an Jerusalem die Meßschnur anlegen wie
an Samaria und das Lot wie ans Haus Ahab und will Jerusalem
auswischen, wie man Schüsseln auswischt, und will's
umstürzen.
Und wer von meinem Erbteil übrigbleiben wird, den
will ich verstoßen und will sie geben in die Hände
ihrer Feinde, daß sie Raub und Beute aller ihrer Feinde
werden,
weil sie getan haben, was mir mißfällt, und
mich erzürnt haben von dem Tage an, da ihre Väter aus
Ägypten gezogen sind, bis auf diesen Tag.
Auch vergoß Manasse sehr viel unschuldiges
Blut, bis Jerusalem ganz voll davon war – außer der
Sünde, durch die er Juda sündigen machte, daß sie
taten, was dem HERRN mißfiel.
Was aber mehr von Manasse zu sagen ist und alles, was er
getan hat, und seine Sünde, die er tat, siehe, das steht
geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.
Und Manasse legte sich zu seinen Vätern und wurde
begraben im Garten an seinem Hause, im Garten Usas. Und sein Sohn
Amon wurde König an seiner Statt.
Zweiundzwanzig Jahre alt war Amon, als er König
wurde; und er regierte zwei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß
Meschullemeth, eine Tochter des Haruz aus Jotba.
Und er tat, was dem HERRN mißfiel, wie sein Vater
Manasse getan hatte,
und wandelte ganz in dem Wege, den sein Vater gewandelt
war, und diente den Götzen, denen sein Vater gedient hatte,
und betete sie an
und verließ den HERRN, den Gott seiner Väter,
und wandelte nicht im Wege des HERRN.
Und seine Großen machten eine Verschwörung
gegen Amon und töteten den König in seinem Hause.
Aber das Volk des Landes erschlug alle, die die
Verschwörung gegen den König Amon gemacht hatten. Und
das Volk des Landes machte seinen Sohn Josia zum König an
seiner Statt.
Was aber Amon mehr getan hat, siehe, das steht geschrieben
in der Chronik der Könige von Juda.
Und man begrub ihn in seinem Grabe im Garten Usas. Und
sein Sohn Josia wurde König an seiner Statt.
Reich Juda: Josia und die Auffindung des Gesetzbuches
Kapitel 22
Josia war acht Jahre alt, als er König wurde; und er
regierte einunddreißig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter
hieß Jedida, eine Tochter Adajas aus Bozkath.
Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, und wandelte ganz in
dem Wege seines Vaters David und wich nicht davon ab, weder zur
Rechten noch zur Linken.
Und im achtzehnten Jahr des Königs Josia
sandte der König den Schreiber Schaphan, den Sohn Azaljas,
des Sohnes Meschullams, in das Haus des HERRN und sprach:
Geh hinauf zu dem Hohenpriester Hilkia, daß er
abgebe alles Geld, was zum Hause des HERRN gebracht ist, das die
Hüter an der Schwelle gesammelt haben vom Volk,
damit man es gebe den Werkmeistern, die bestellt sind im
Hause des HERRN, und sie es geben den Arbeitern am Hause des
HERRN, damit sie ausbessern, was baufällig ist am Hause,
nämlich den Zimmerleuten und Bauleuten und Maurern
und denen, die Holz und gehauene Steine kaufen sollen, um das
Haus auszubessern;
doch daß sie keine Rechnung zu legen brauchen von
dem Geld, das ihnen gegeben wird, sondern daß sie auf Treu
und Glauben handeln.
Und der Hohepriester Hilkia sprach zu dem Schreiber
Schaphan: Ich habe dies Gesetzbuch gefunden im Hause des HERRN.
Und Hilkia gab das Buch Schaphan, und der las es.
Und der Schreiber Schaphan kam zum König und gab ihm
Bericht und sprach: Deine Knechte haben das Geld ausgeschüttet,
das im Hause des Herrn gesammelt ist, und haben's den
Werkmeistern gegeben, die bestellt sind am Hause des HERRN.
Dazu sagte der Schreiber Schaphan dem König: Der
Priester Hilkia gab mir ein Buch. Und Schaphan las es vor dem
König.
Als aber der König die Worte des Gesetzbuches hörte,
zerriß er seine Kleider.
Und der König gebot dem Priester Hilkia und Ahikam,
dem Sohn Schaphans, und Achbor, dem Sohn Michajas, und Schaphan,
dem Schreiber, und Asaja, dem Kämmerer des Königs, und
sprach:
Geht hin und befragt den HERRN für mich, für das
Volk und für ganz Juda über die Worte dieses Buches,
das gefunden ist; denn groß ist der Grimm des HERRN, der
über uns entbrannt ist, weil unsere Väter nicht den
Worten dieses Buches gehorcht haben und nicht alles taten, was
darin geschrieben ist.
Da gingen hin der Priester Hilkia, Ahikam, Achbor,
Schaphan und Asaja zu der Prophetin Hulda, der Frau Schallums,
des Sohnes Tikwas, des Sohnes des Harhas, des Hüters der
Kleider, und sie wohnte in Jerusalem im zweiten Bezirk der Stadt;
und sie redeten mit ihr.
Sie aber sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott
Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat:
So spricht der HERR: Siehe, ich will Unheil über
diese Stätte und ihre Einwohner bringen, alle Worte des
Buches, das der König von Juda hat lesen lassen,
weil sie mich verlassen und andern Göttern geopfert
haben, mich zu erzürnen mit allen Werken ihrer Hände;
darum wird mein Grimm gegen diese Stätte entbrennen und
nicht ausgelöscht werden.
Aber dem König von Juda, der euch gesandt hat, den
HERRN zu befragen, sollt ihr sagen: So spricht der HERR, der Gott
Israels: Was die Worte angeht, die du gehört hast:
Weil du im Herzen betroffen bist und dich gedemütigt
hast vor dem HERRN, als du hörtest, was ich geredet habe
gegen diese Stätte und ihre Einwohner, daß sie sollen
zum Entsetzen und zum Fluch werden, und weil du deine Kleider
zerrissen hast und vor mir geweint hast, so habe ich's auch
erhört, spricht der HERR.
Darum will ich dich zu deinen Vätern versammeln,
damit du mit Frieden in dein Grab kommst und deine Augen nicht
sehen all das Unheil, das ich über diese Stätte bringen
will. Und sie sagten es dem König wieder.
Josia erneuert den Bund mit Gott und schafft den
Götzendienst ab
Kapitel 23
Und der König sandte hin, und es versammelten sich
bei ihm alle Ältesten Judas und Jerusalems.
Und der König ging hinauf ins Haus des HERRN und alle
Männer Judas und alle Einwohner von Jerusalem mit ihm,
Priester und Propheten, und alles Volk, klein und groß. Und
man las vor ihren Ohren alle Worte aus dem Buch des Bundes, das
im Hause des HERRN gefunden war.
Und der König trat an die Säule und schloß
einen Bund vor dem HERRN, daß sie dem HERRN nachwandeln
sollten und seine Gebote, Ordnungen und Rechte halten von ganzem
Herzen und von ganzer Seele, um zu erfüllen die Worte dieses
Bundes, die geschrieben stehen in diesem Buch. Und alles Volk
trat in den Bund.
Und der König gebot dem Hohenpriester Hilkia
und dem zweitobersten Priester und den Hütern der Schwelle,
daß sie aus dem Tempel des HERRN hinaustun sollten alle
Geräte, die dem Baal und der Aschera und allem Heer des
Himmels gemacht waren. Und er ließ sie verbrennen draußen
vor Jerusalem im Tal Kidron und ihre Asche nach Bethel bringen.
Und er setzte die Götzenpriester ab, die die Könige
von Juda eingesetzt hatten, um auf den Höhen zu opfern in
den Städten Judas und um Jerusalem her; auch die dem Baal
geopfert hatten, der Sonne und dem Mond und den Planeten und
allem Heer am Himmel.
Und er ließ das Bild der Aschera aus dem Hause des
HERRN bringen hinaus vor Jerusalem an den Bach Kidron und
verbrennen am Bach Kidron und zu Staub mahlen und den Staub auf
die Gräber des einfachen Volks werfen.
Und er brach ab die Häuser der Tempelhurer, die an
dem Hause des HERRN waren, in denen die Frauen Gewänder für
die Aschera wirkten.
Und er ließ kommen alle Priester aus den Städten
Judas und machte unrein die Höhen, wo die Priester opferten,
von Geba an bis nach Beerseba und brach ab die Höhe der
Feldgeister, die vor dem Tore Josuas, des Stadtvogts, war zur
Linken, wenn man zum Tor der Stadt hineingeht.
Doch durften die Priester der Höhen nicht opfern auf
dem Altar des HERRN in Jerusalem, sondern aßen ungesäuertes
Brot unter ihren Brüdern.
Er machte auch unrein das Topheth
im Tal Ben-Hinnom, damit niemand seinen Sohn oder seine Tochter
dem Moloch
durchs Feuer gehen ließe.
Und er schaffte die Rosse ab, die die Könige von Juda
für den Dienst der Sonne bestimmt hatten am Eingang des
Hauses des HERRN, bei der Kammer Nethan-Melechs, des Kämmerers,
die am Parwarhause war, und die Wagen der Sonne verbrannte er mit
Feuer.
Und die Altäre auf dem Dach, dem Obergemach des Ahas,
die die Könige von Juda gemacht hatten, und die Altäre,
die Manasse gemacht hatte in den beiden Vorhöfen des Hauses
des HERRN, brach der König ab und ging hin und warf ihren
Staub in den Bach Kidron.
Auch die Höhen, die östlich von Jerusalem waren,
zur Rechten am Berge des Verderbens, die Salomo, der König
von Israel, gebaut hatte der Astarte, dem greulichen Götzen
von Sidon, und Kemosch, dem greulichen Götzen von Moab, und
Milkom, dem greulichen Götzen der Ammoniter, machte der
König unrein
und zerbrach die Steinmale und hieb die Ascherabilder um
und füllte ihre Stätte mit Menschenknochen.
Auch den Altar in Bethel, die Höhe, die Jerobeam
gemacht hatte, der Sohn Nebats, der Israel sündigen machte,
diesen Altar brach er ab, zerschlug seine Steine und machte sie
zu Staub und verbrannte das Bild der Aschera.
Und Josia wandte sich um und sah die Gräber, die auf
dem Berge waren, und sandte hin und ließ die Knochen aus
den Gräbern holen und verbrannte sie auf dem Altar und
machte ihn unrein nach dem Wort des HERRN, das der Mann Gottes
ausgerufen hatte, als er es verkündete.
Und er sprach: Was ist das für ein Grabmal, das ich
sehe? Und die Leute in der Stadt sprachen zu ihm: Es ist das Grab
des Mannes Gottes, der von Juda kam und ausrief, was du getan
hast an dem Altar in Bethel.
Und er sprach: Laßt ihn liegen, niemand rühre
seine Gebeine an! Und so blieben mit seinen Gebeinen auch die
Gebeine des Propheten unberührt, der von Samaria gekommen
war.
Und er entfernte auch alle Heiligtümer auf den
Höhen in den Städten Samariens, die die Könige von
Israel gemacht hatten, um den HERRN zu erzürnen, und tat mit
ihnen, ganz wie er in Bethel getan hatte.
Und er ließ alle Priester der Höhen, die dort
waren, schlachten auf den Altären und verbrannte
Menschengebeine darauf und kam nach Jerusalem zurück.
Und der König gebot dem Volk: Haltet dem
HERRN, eurem Gott, Passa, wie es geschrieben steht in diesem Buch
des Bundes!
Denn es war kein Passa so gehalten worden wie dies von der
Zeit der Richter an, die Israel gerichtet haben, und in allen
Zeiten der Könige von Israel und der Könige von Juda,
sondern im achtzehnten Jahr des Königs Josia wurde in
Jerusalem dies Passa gehalten dem HERRN.
Auch rottete Josia aus alle Geisterbeschwörer,
Zeichendeuter, Abgötter und Götzen und alle Greuel, die
im Lande Juda und in Jerusalem zu sehen waren, damit er erfüllte
die Worte des Gesetzes, die geschrieben standen in dem Buch, das
der Priester Hilkia im Hause des HERRN gefunden hatte.
Seinesgleichen war vor ihm kein König gewesen,
der so von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften
sich zum HERRN bekehrte, ganz nach dem Gesetz des Mose, und nach
ihm kam seinesgleichen nicht auf.
Doch kehrte sich der HERR nicht ab von dem Grimm seines
großen Zorns, mit dem er über Juda erzürnt war um
all der Ärgernisse willen, durch die ihn Manasse erzürnt
hatte.
Und der HERR sprach: Ich will auch Juda von meinem
Angesicht tun, wie ich Israel weggetan habe, und will diese Stadt
verwerfen, die ich erwählt hatte, Jerusalem, und das Haus,
von dem ich gesagt hatte: Mein Name soll dort sein.
Was aber mehr von Josia zu sagen ist und alles, was er
getan hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige
von Juda.
Zu seiner Zeit zog der Pharao Necho, der König
von Ägypten, herauf gegen den König von Assyrien an den
Strom Euphrat. Und der König Josia zog ihm entgegen, aber
Necho tötete ihn in Megiddo, als er ihn sah.
Und seine Männer brachten den Toten von Megiddo und
führten ihn nach Jerusalem und begruben ihn in seinem Grabe.
Und das Volk des Landes nahm Joahas, den Sohn Josias, und sie
salbten ihn und machten ihn zum König an seines Vaters
Statt.
Reich Juda: Joahas. Jojakim
Dreiundzwanzig Jahre war Joahas alt, als er König
wurde; und er regierte drei Monate zu Jerusalem. Seine Mutter
hieß Hamutal, eine Tochter Jeremias aus Libna.
Und er tat, was dem HERRN mißfiel, wie seine Väter
getan hatten.
Aber der Pharao Necho legte ihn ins Gefängnis in
Ribla im Lande Hamath, damit er nicht mehr in Jerusalem regieren
sollte, und legte eine Geldbuße aufs Land von hundert
Zentnern Silber und einem Zentner Gold.
Und der Pharao Necho machte Eljakim, den Sohn Josias, zum
König anstatt seines Vaters Josia und wandelte seinen Namen
um in Jojakim. Aber Joahas nahm er und brachte ihn nach Ägypten;
dort starb er.
Und Jojakim gab das Silber und Gold dem Pharao. Doch legte
er eine Steuer auf das Land, um das Geld aufzubringen, auf Befehl
des Pharao. Von jedem unter dem Volk des Landes trieb er Silber
und Gold ein, je nach seinem Vermögen, um es dem Pharao
Necho zu geben.
Fünfundzwanzig Jahre alt war Jojakim, als er König
wurde; und er regierte elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß
Sebuda, eine Tochter Pedajas aus Ruma.
Und er tat, was dem HERRN mißfiel, wie seine Väter
getan hatten.
Kapitel 24
Zu seiner Zeit zog herauf Nebukadnezar, der König
von Babel, und Jojakim war ihm untertan drei Jahre. Aber er wurde
wieder abtrünnig von ihm.
Da ließ der HERR über ihn Scharen von
Kriegsleuten kommen aus Chaldäa, aus Aram, aus Moab und aus
Ammon und sandte sie gegen Juda, daß sie ihn vernichteten
nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch seine
Knechte, die Propheten.
Aber das geschah Juda nach dem Wort des HERRN, daß
er es von seinem Angesicht täte um der Sünden Manasses
willen, die er getan hatte,
auch um des unschuldigen Blutes willen, das er vergoß,
so daß er Jerusalem mit unschuldigem Blut erfüllte.
Das wollte der HERR nicht vergeben.
Was aber mehr zu sagen ist von Jojakim und alles, was er
getan hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige
von Juda.
Und Jojakim legte sich zu seinen Vätern, und sein
Sohn Jojachin wurde König an seiner Statt.
Und der König von Ägypten zog nicht mehr
aus seinem Lande; denn der König von Babel hatte ihm alles
genommen, was dem König von Ägypten gehörte, vom
Bach Ägyptens bis an den Strom Euphrat.
Reich Juda: Jojachin und die erste Wegführung nach
Babel
Achtzehn Jahre alt war Jojachin, als er König wurde;
und er regierte drei Monate zu Jerusalem. Seine Mutter hieß
Nehuschta, eine Tochter Elnathans aus Jerusalem.
Und er tat, was dem HERRN mißfiel, wie sein Vater
getan hatte.
Zu der Zeit zogen herauf die Kriegsleute
Nebukadnezars, des Königs von Babel, gegen Jerusalem und
belagerten die Stadt.
Und Nebukadnezar kam zur Stadt, als seine Kriegsleute sie
belagerten.
Aber Jojachin, der König von Juda, ging hinaus zum
König von Babel mit seiner Mutter, mit seinen Großen,
mit seinen Obersten und Kämmerern. Und der König von
Babel nahm ihn gefangen im achten Jahr seiner Herrschaft.
Und er nahm von dort weg alle Schätze im Hause des
HERRN und im Hause des Königs und zerschlug alle goldenen
Gefäße, die Salomo, der König von Israel, gemacht
hatte im Tempel des HERRN, wie denn der HERR geredet hatte.
Und er führte weg das ganze Jerusalem, alle Obersten,
alle Kriegsleute, zehntausend Gefangene und alle Zimmerleute und
alle Schmiede und ließ nichts übrig als geringes Volk
des Landes.
Und er führte weg nach Babel Jojachin und die Mutter
des Königs, die Frauen des Königs und seine Kämmerer;
dazu die Mächtigen im Lande führte er auch gefangen von
Jerusalem nach Babel.
Und von den besten Leuten siebentausend und von den
Zimmerleuten und Schmieden tausend, lauter starke Kriegsmänner,
die brachte der König von Babel gefangen nach Babel.
Und der König von Babel machte Mattanja, Jojachins
Oheim, zum König an seiner Statt und wandelte seinen Namen
um in Zedekia.
Reich Juda: Zedekia letzter König. Zerstörung
Jerusalems. Wegführung nach Babel
Einundzwanzig Jahre alt war Zedekia, als er König
wurde; und er regierte elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß
Hamutal, eine Tochter Jeremias aus Libna.
Und er tat, was dem HERRN mißfiel, wie Jojakim getan
hatte.
Denn so geschah es mit Jerusalem und Juda um des Zornes
des HERRN willen, bis er sie von seinem Angesicht wegstieß.
Und Zedekia wurde abtrünnig vom König von
Babel.
Kapitel 25
Im neunten Jahr seiner Herrschaft, am zehnten Tag des
zehnten Monats, zog heran Nebukadnezar, der König von Babel,
mit seiner ganzen Macht gegen Jerusalem, und sie belagerten die
Stadt und bauten Bollwerke um sie her.
So wurde die Stadt belagert bis ins elfte Jahr des Königs
Zedekia.
Aber am neunten Tage des vierten Monats wurde der Hunger
stark in der Stadt, so daß das Volk des Landes nichts mehr
zu essen hatte.
Da brach man in die Stadt ein. Und der König und alle
Kriegsmänner flohen bei Nacht durch das Tor zwischen den
zwei Mauern auf dem Wege, der zu dem Garten des Königs geht.
Aber die Chaldäer lagen um die Stadt. Und der König
floh zum Jordantal hin.
Aber die Kriegsleute der Chaldäer jagten dem König
nach, und sie holten ihn ein im Jordantal von Jericho, und alle
Kriegsleute, die bei ihm waren, zerstreuten sich von ihm.
Die Chaldäer aber nahmen den König gefangen und
führten ihn hinauf zum König von Babel nach Ribla, und
sie sprachen das Urteil über ihn.
Und sie erschlugen die Söhne Zedekias vor seinen
Augen und blendeten Zedekia die Augen und legten ihn in Ketten
und führten ihn nach Babel.
Am siebenten Tage des fünften Monats, das ist
das neunzehnte Jahr Nebukadnezars, des Königs von Babel, kam
Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, als Feldhauptmann des
Königs von Babel nach Jerusalem
und verbrannte das Haus des HERRN und das Haus des Königs
und alle Häuser in Jerusalem; alle großen Häuser
verbrannte er mit Feuer.
Und die ganze Heeresmacht der Chaldäer, die dem
Obersten der Leibwache unterstand, riß die Mauern
Jerusalems nieder.
Das Volk aber, das übrig war in der Stadt, und die
zum König von Babel abgefallen waren und was übrig war
von den Werkleuten, führte Nebusaradan, der Oberste der
Leibwache, weg;
aber von den Geringen im Lande ließ er Weingärtner
und Ackerleute zurück.
Die kupfernen Säulen am Hause des HERRN und die
Gestelle und das kupferne Meer, das am Hause des HERRN war,
zerbrachen die Chaldäer und brachten das Kupfer nach Babel.
Und die Töpfe, Schaufeln, Messer, Löffel und
alle kupfernen Gefäße, die man beim Opferdienst
brauchte, nahmen sie weg.
Dazu nahm der Oberste der Leibwache die Pfannen und
Becken, alles, was golden und silbern war,
die beiden Säulen, das Meer und die Gestelle, die
Salomo gemacht hatte für das Haus des HERRN. Das Kupfer
aller dieser Gefäße aber war nicht zu wägen.
Achtzehn Ellen hoch war eine Säule, und ihr Knauf
darauf war auch aus Kupfer und drei Ellen hoch, und das
Gitterwerk und die Granatäpfel an dem Knauf umher, alles war
aus Kupfer. Genauso war auch die andere Säule mit ihrem
Gitterwerk.
Und der Oberste der Leibwache nahm den obersten
Priester Seraja und Zephanja, den zweitobersten Priester, und die
drei Hüter an der Schwelle
und aus der Stadt einen Kämmerer, der über die
Kriegsmänner gesetzt war, und fünf Männer, die
stets vor dem König waren, die sich in der Stadt fanden, und
den Schreiber des Feldhauptmanns, der das Volk des Landes zum
Heere aufbot, und sechzig Mann vom Volk des Landes, die in der
Stadt sich fanden, -
diese alle nahm Nebusaradan, der Oberste der Leibwache,
und brachte sie zum König von Babel nach Ribla.
Und der König von Babel schlug sie tot in Ribla im
Lande Hamath. So wurde Juda weggeführt aus seinem Lande.
Gedalja als Statthalter
Aber über das Volk, das übrig war im Lande Juda,
das Nebukadnezar, der König von Babel, übriggelassen
hatte, setzte er Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Schaphans.
Als nun alle Hauptleute des Kriegsvolkes und ihre Männer
hörten, daß der König von Babel Gedalja
eingesetzt hatte, kamen sie zu Gedalja nach Mizpa, nämlich
Ismael, der Sohn Nethanjas, und Johanan, der Sohn Kareachs, und
Seraja, der Sohn Tanhumeths, der Netophathiter, und Jaasanja, der
Sohn eines Maachathiters, samt ihren Männern.
Und Gedalja schwor ihnen und ihren Männern und sprach
zu ihnen: Fürchtet euch nicht vor den Chaldäern; bleibt
im Lande und seid dem König von Babel untertan, so wird's
euch gut gehen.
Aber im siebenten Monat kam Ismael, der Sohn
Nethanjas, des Sohnes Elischamas, von königlichem
Geschlecht, und zehn Männer mit ihm und schlugen Gedalja
tot, dazu die Judäer und Chaldäer, die bei ihm waren in
Mizpa.
Da machte sich das ganze Volk auf, klein und groß,
und die Obersten des Kriegsvolkes und zogen nach Ägypten;
denn sie fürchteten sich vor den Chaldäern.
Jojachin wird begnadigt
Aber im siebenunddreißigsten Jahr, nachdem Jojachin,
der König von Juda, weggeführt war, am
siebenundzwanzigsten Tage des zwölften Monats ließ
Evil-Merodach, der König von Babel, im ersten Jahr seiner
Herrschaft Jojachin, den König von Juda, aus dem Kerker
kommen
und redete freundlich mit ihm und setzte seinen Sitz über
die Sitze der Könige, die bei ihm waren zu Babel.
Und Jojachin legte die Kleider seiner Gefangenschaft ab,
und er aß alle Tage bei dem König sein Leben lang.
Und es wurde ihm vom König sein ständiger
Unterhalt bestimmt, den man ihm gab an jedem Tag sein ganzes
Leben lang.
1.
Chronik 1-14
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