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DAS ZWEITE
BUCH SAMUEL
Kapitel 13 -
24
Amnons Schandtat an Absaloms Schwester
Kapitel 13
Und es begab sich danach:
Absalom, der Sohn Davids, hatte eine schöne Schwester, die
Thamar hieß; und Amnon, der Sohn Davids, gewann sie lieb.
Und Amnon grämte sich, so
daß er fast krank wurde, um seiner Schwester Thamar willen;
denn sie war eine Jungfrau, und es schien Amnon unmöglich zu
sein, ihr etwas anzutun.
Amnon aber hatte einen Freund,
der hieß Jonadab, ein Sohn von Davids Bruder Schima, und
dieser Jonadab war ein sehr erfahrener Mann.
Der sprach zu ihm: Warum wirst
du so mager von Tag zu Tag, du Königssohn? Willst du mir's
nicht sagen? Da sprach Amnon zu ihm: Ich habe Thamar, die
Schwester meines Bruders Absalom, lieb gewonnen.
Jonadab sprach zu ihm: Lege
dich auf dein Bett und stelle sich krank. Wenn dann dein Vater
kommt, dich zu besuchen, so sprich zu ihm: Laß doch meine
Schwester Thamar kommen, damit sie mir Krankenkost gebe und vor
meinen Augen das Essen bereite, daß ich zusehe und von
ihrer Hand nehme und esse.
So legte sich Amnon hin und
stellte sich krank. Als nun der König kam, ihn zu besuchen,
sprach Amnon zum König: Laß doch meine Schwester
Thamar kommen, daß sie vor meinen Augen einen Kuchen oder
zwei mache und ich von ihrer Hand nehme und esse.
Da sandte David zu Thamar ins
Haus und ließ ihr sagen: Geh hin ins Haus deines Bruders
Amnon und mache ihm eine Krankenspeise.
Thamar ging hin ins Haus ihres
Bruders Amnon; er aber lag zu Bett. Und sie nahm den Teig und
knetete ihn und bereitete ihn vor seinen Augen und backte die
Kuchen.
Und sie nahm die Pfanne und
schüttete sie vor ihm aus; aber er weigerte sich zu essen.
Und Amnon sprach: Laßt jedermann von mir hinausgehen. Und
es ging jedermann von ihm hinaus.
Da sprach Amnon zu Thamar:
Bringe die Krankenspeise in die Kammer, damit ich von deiner Hand
nehme und esse. Da nahm Thamar die Kuchen, die sie gemacht hatte,
und brachte sie zu Amnon, ihrem Bruder, in die Kammer.
Und als sie diese zu ihm
brachte, damit er esse, ergriff er Thamar und sprach zu ihr:
Komm, meine Schwester, lege dich zu mir!
Sie aber sprach zu ihm: Nicht
doch, mein Bruder, schände mich nicht; denn so tut man nicht
in Israel. Tu nicht solch eine Schandtat!
Wo soll ich mit meiner Schande
hin? Und du wirst in Israel sein wie ein Ruchloser. Rede aber mit
dem König, der wird mich dir nicht versagen.
Aber er wollte nicht auf sie
hören und ergriff sie und überwältigte sie und
wohnte ihr bei.
Und Amnon wurde ihrer
überdrüssig, so daß sein Widerwille größer
war als vorher seine Liebe. Und Amnon sprach zu ihr: Auf, geh
deiner Wege!
Sie aber sprach zu ihm: Daß
du mich von dir stößt, dies Unrecht ist größer
als das andere, das du an mir getan hast. Aber er wollte nicht
auf sie hören,
sondern rief seinen Diener,
der ihm aufwartete, und sprach: Treibe diese von mir hinaus und
schließ die Tür hinter ihr zu!
Und sie hatte ein Ärmelkleid
an; denn solche Kleider trugen des Königs Töchter,
solange sie Jungfrauen waren. Und als sein Diener sie
hinausgetrieben und die Tür hinter ihr zugeschlossen hatte,
warf Thamar Asche auf ihr
Haupt und zerriß das Ärmelkleid, das sie anhatte, und
legte ihre Hand auf das Haupt und ging laut schreiend davon.
Und ihr Bruder Absalom sprach
zu ihr: Ist dein Bruder Amnon bei dir gewesen? Nun, meine
Schwester, schweig still; es ist dein Bruder, nimm dir die Sache
nicht so zu Herzen. So blieb Thamar einsam im Hause ihres Bruders
Absalom.
Und als der König
David dies alles hörte, wurde er sehr zornig. Aber er tat
seinem Sohn Amnon nichts zuleide, denn er liebte ihn, weil er
sein Erstgeborener war. Doch Absalom redete nicht mit Amnon,
weder Böses noch Gutes.
Denn Absalom haßte
Amnon, weil er seine Schwester Thamar geschändet hatte.
Absaloms Rache an Amnon
Nach zwei Jahren aber hatte
Absalom Schafschur in Baal-Hazor, das bei Ephraim liegt. Und
Absalom lud alle Söhne des Königs ein
und kam zum König und
sprach: Siehe, dein Knecht hat Schafschur; der König und
seine Großen mögen mit seinem Knecht hingehen.
Der König aber sprach zu
Absalom: Nicht doch, mein Sohn, laß uns nicht alle gehen,
damit wir dich nicht beschweren. Und obgleich er ihn nötigte,
wollte er doch nicht hingehen, sondern entließ ihn mit
seinem Segen.
Absalom sprach: Soll denn
nicht mein Bruder Amnon mit uns gehen? Der König sprach zu
ihm: Warum soll er mit dir gehen?
Da nötigte ihn Absalom,
daß er Amnon und alle Söhne des Königs mit ihm
gehen ließ. Und Absalom machte ein Mahl, wie wenn der König
ein Mahl gibt.
Absalom aber gebot
seinen Leuten: Seht darauf, wenn Amnon guter Dinge wird vom Wein
und ich zu euch spreche: Schlagt Amnon nieder!, so sollt ihr ihn
töten. Fürchtet euch nicht, denn ich hab's euch
geboten; seid nur getrost und geht tapfer dran!
So taten die Leute Absaloms
mit Amnon, wie ihnen Absalom geboten hatte. Da sprangen alle
Söhne des Königs auf, ein jeder setzte sich auf sein
Maultier, und sie flohen.
Und als sie noch auf dem Wege
waren, kam das Gerücht vor David, Absalom habe alle Söhne
des Königs erschlagen, daß nicht einer von
ihnen übriggeblieben sei.
Da stand der König auf
und zerriß seine Kleider und legte sich auf die Erde, und
alle seine Großen, die um ihn herstanden, zerrissen ihre
Kleider.
Da hob Jonadab, der Sohn
Schimas, des Bruders Davids, an und sprach: Mein Herr denke
nicht, daß alle jungen Männer, die Söhne des
Königs, tot sind; sondern Amnon allein wird tot sein. Denn
das hatte Absalom im Sinn von dem Tage an, da jener seine
Schwester Thamar geschändet hatte.
So möge nun mein Herr,
der König, nicht meinen, daß alle Söhne des
Königs tot seien, sondern Amnon allein ist tot.
Absalom aber floh. Und
als der Knecht auf der Warte seine Augen aufhob und ausschaute,
siehe, da war viel Volk auf dem Wege nach Horonajim, am Abhang.
Da sprach Jonadab zum König:
Siehe, die Söhne des Königs kommen; wie dein Knecht
gesagt hat, so ist's ergangen.
Und nachdem er das gesagt
hatte, siehe, da kamen die Söhne des Königs und erhoben
ihre Stimme und weinten. Der König und alle seine Großen
weinten auch gar sehr.
Absalom aber floh und ging zu
Talmai, dem Sohn Ammihuds, dem König von Geschur. David aber
trug Leid um seinen Sohn alle Tage.
Joab erwirbt Gnade für Absalom
Als aber Absalom geflohen und
nach Geschur gezogen war, blieb er dort drei Jahre.
Und der König David hörte
auf, Absalom zu grollen; denn er hatte sich getröstet über
Amnon, daß er tot war.
Kapitel 14
Joab aber, der Sohn der Zeruja, merkte, daß
des Königs Herz an Absalom hing,
und sandte hin nach Thekoa und ließ von dort eine
kluge Frau holen und sprach zu ihr: Stelle dich wie eine
Trauernde und zieh Trauerkleider an und salbe dich nicht mit Öl,
sondern stelle dich wie ein Weib, das eine lange Zeit Leid
getragen hat um einen Toten.
Und du sollst zum König hineingehen und mit ihm reden
so und so. Und Joab legte ihr die Worte in den Mund, die sie
reden sollte.
Und als die Frau aus Thekoa zum König kam, fiel sie
auf ihr Antlitz zur Erde und huldigte ihm und sprach: Hilf mir,
König!
Der König sprach zu ihr: Was hast du? Sie sprach:
Ach, ich bin eine Witwe, und mein Mann ist gestorben.
Und deine Magd hatte zwei Söhne, die zankten
miteinander auf dem Felde, und weil keiner da war, der zwischen
ihnen schlichtete, schlug der eine seinen Bruder nieder und
tötete ihn.
Und siehe, nun steht die ganze Sippe auf gegen deine Magd,
und sie sagen: Gib den her, der seinen Bruder erschlagen hat,
damit wir ihn töten für das Leben seines Bruders, den
er umgebracht hat; so wollen sie auch den Erben vertilgen und den
Funken auslöschen, der mir noch übriggeblieben ist, so
daß meinem Mann kein Name und kein Nachkomme bleibt auf
Erden.
Der König sprach zu der Frau: Geh heim, ich will die
Sache für dich ordnen.
Und die Frau aus Thekoa sprach zum König: Mein Herr
und König, die Schuld wird man auf mich und meines Vaters
Haus legen, den König aber und seinen Thron ohne Schuld sein
lassen.
Der König sprach: Wer gegen dich redet, den bringe zu
mir; er soll dich nicht mehr antasten.
Sie sprach: Der König möge doch den Namen des
HERRN, seines Gottes, nennen, damit der Bluträcher nicht
noch mehr Verderben anrichte und sie meinen Sohn nicht vertilgen.
Er sprach: So wahr der HERR lebt: es soll kein Haar von deinem
Sohn auf die Erde fallen.
Und die Frau sprach: Laß deine Magd meinem Herrn und
König etwas sagen. Er sprach: Sage an!
Die Frau sprach: Warum bist du so gesinnt gegen Gottes
Volk? Denn da der König nun ein solches Urteil gefällt
hat, ist er wie ein Schuldiger, wenn er den nicht zurückholen
läßt, den er verstoßen hat.
Denn wir sterben des Todes und sind wie Wasser, das auf
die Erde gegossen wird und das man nicht wieder sammeln kann;
aber Gott will nicht das Leben wegnehmen, sondern er ist darauf
bedacht, daß das Verstoßene nicht auch von ihm
verstoßen werde.
So bin ich nun gekommen, mit meinem Herrn und König
solches zu reden; denn das Volk macht mir angst. Deine Magd
dachte: Ich will mit dem König reden; vielleicht wird er
tun, was seine Magd sagt.
Denn der König wird seine Magd erhören, daß
er mich errette aus der Hand aller, die mich samt meinem Sohn
vertilgen wollen vom Erbe Gottes.
Und deine Magd dachte: Meines Herrn, des Königs, Wort
soll mir ein Trost sein; denn mein Herr, der König, ist wie
der Engel Gottes, daß er Gutes und Böses unterscheiden
kann. Der HERR, dein Gott, möge mit dir sein!
Der König antwortete und sprach zu der Frau:
Verhehle mir nicht, was ich dich frage. Die Frau sprach: Mein
Herr, der König, rede!
Der König sprach: Ist nicht die Hand Joabs mit dir in
alledem? Die Frau antwortete: So wahr du lebst, mein Herr und
König: man kann nicht vorüber an dem, was mein Herr und
König geredet hat, weder zur Rechten noch zur Linken. Ja,
dein Knecht Joab hat mir's geboten, und er hat alle diese Worte
deiner Magd in den Mund gelegt.
Daß ich diese Sache so wenden sollte, das hat dein
Knecht Joab gemacht. Aber mein Herr gleicht an Weisheit dem Engel
Gottes, so daß er alles weiß, was auf Erden
geschieht.
Da sprach der König zu Joab: Siehe, ich will
es tun; so geh hin und bringe meinen Sohn Absalom zurück.
Da fiel Joab auf sein Antlitz zur Erde, huldigte und
dankte dem König und sprach: Heute erkennt dein Knecht, daß
ich Gnade gefunden habe vor deinen Augen, mein Herr und König,
da der König tut, was sein Knecht sagt.
So machte sich Joab auf und zog nach Geschur und brachte
Absalom nach Jerusalem.
Aber der König sprach: Laß ihn wieder in sein
Haus gehen, doch mein Angesicht soll er nicht sehen. So kam
Absalom wieder in sein Haus, doch des Königs Angesicht sah
er nicht.
Es war aber in ganz Israel kein Mann so schön
wie Absalom, und er hatte dieses Lob vor allen; von der Fußsohle
bis zum Scheitel war nicht ein Fehl an ihm.
Und wenn man sein Haupt schor – das geschah alle
Jahre, denn es war ihm zu schwer, so daß man es abscheren
mußte -, so wog sein Haupthaar zweihundert Lot nach dem
königlichen Gewicht.
Und Absalom wurden drei Söhne geboren und eine
Tochter, die hieß Thamar, und sie war ein schönes
Mädchen.
Und Absalom wohnte zwei Jahre in Jerusalem, ohne
des Königs Angesicht zu sehen.
Und Absalom sandte zu Joab, um ihn zum König zu
senden; aber Joab wollte nicht zu ihm kommen. Er aber sandte zum
zweitenmal; aber er wollte immer noch nicht kommen.
Da sprach er zu seinen Knechten: Seht das Stück Acker
Joabs neben meinem; er hat Gerste darauf. So geht hin und
steckt's in Brand. Da steckten die Knechte Absaloms das Stück
in Brand.
Da machte sich Joab auf und kam zu Absalom ins Haus und
sprach zu ihm: Warum haben deine Knechte mein Feld in Brand
gesteckt?
Absalom sprach zu Joab: Siehe, ich sandte zu dir und ließ
dir sagen: Komm her, damit ich dich zum König sende und
fragen lasse: Warum bin ich von Geschur hierher gekommen? Es wäre
mir besser, daß ich noch dort wäre. So laß mich
nun das Angesicht des Königs sehen; liegt aber eine Schuld
auf mir, so soll er mich töten.
Und Joab ging hinein zum König und sagte es ihm an.
Und er rief Absalom, daß er hinein zum König kam; und
er fiel nieder vor dem König auf sein Antlitz zur Erde, und
der König küßte Absalom.
Absaloms Aufruhr
Kapitel 15
Und es begab sich danach, daß Absalom
sich einen Wagen anschaffte und Rosse und fünfzig Mann, die
seine Leibwache waren.
Auch machte sich Absalom des Morgens auf und
trat an den Weg bei dem Tor. Und wenn jemand einen Rechtshandel
hatte und deshalb zum König vor Gericht gehen wollte, rief
ihn Absalom zu sich und sprach: Aus welcher Stadt bist du? Wenn
der dann sprach: Dein Knecht ist aus dem und dem Stamm Israels,
so sprach Absalom zu ihm: Siehe, deine Sache
ist gut und recht; aber du hast keinen beim König, der dich
hört.
Und Absalom sprach: O, wer setzt mich zum
Richter im Lande, daß jedermann zu mir käme, der eine
Sache und Gerichtshandel hat, damit ich ihm zum Recht hülfe!
Und wenn jemand ihm nahte und vor ihm
niederfallen wollte, so streckte er seine Hand aus und ergriff
ihn und küßte ihn.
Auf diese Weise tat Absalom mit ganz Israel,
wenn sie vor Gericht kamen zum König. So stahl Absalom das
Herz der Männer Israels.
Nach vier Jahren sprach Absalom zum
König: Ich will hingehen und mein Gelübde in Hebron
erfüllen, das ich dem HERRN gelobt habe.
Denn dein Knecht hat ein Gelübde getan,
als ich in Geschur in Aram wohnte, und gesprochen: Wenn mich der
HERR nach Jerusalem zurückbringt, so will ich dem HERRN
einen Gottesdienst halten.
Der König sprach zu ihm: Geh hin mit
Frieden! Und er machte sich auf und ging nach Hebron.
Absalom aber hatte heimlich Boten ausgesandt in
alle Stämme Israels und sagen lassen: Wenn ihr den Schall
der Posaune hört, so ruft: Absalom ist König geworden
zu Hebron.
Es gingen aber mit Absalom zweihundert Mann von
Jerusalem, die geladen waren, und sie gingen ohne Argwohn und
wußten nichts von der Sache.
Als aber Absalom die Opfer darbrachte, sandte
er auch zu Ahithophel, dem Giloniter, Davids Ratgeber, und ließ
ihn holen aus seiner Stadt Gilo. Und die Verschwörung wurde
stark, und es sammelte sich immer mehr Volk um Absalom.
David verläßt Jerusalem
Da kam einer, der
sagte es David an und sprach: Jedermanns Herz in Israel hat sich
Absalom zugewandt.
David aber sprach
zu allen seinen Großen, die bei ihm in Jerusalem waren:
Auf, laßt uns fliehen! Denn hier wird kein Entrinnen sein
vor Absalom. Eilt, daß wir gehen, damit er uns nicht
einholt und uns ergreift und Unheil über uns bringt und die
Stadt schlägt mit der Schärfe des Schwerts.
Da sprachen die
Großen des Königs zu ihm: Ganz wie unser Herr und
König will; siehe, wir sind deine Knechte.
Und der König
zog hinaus und sein ganzes Haus ihm nach. Der König aber
ließ zehn Nebenfrauen zurück, um das Haus zu bewahren.
Und als der
König und alles Volk, das ihm nachfolgte, hinauskamen,
blieben sie stehen beim letzten Hause.
Und alle seine
Großen blieben an seiner Seite; aber alle Krether und
Plether, auch alle Gathiter, sechshundert Mann, die von Gath ihm
nachgefolgt waren, zogen an dem König vorüber.
Und der König
sprach zu Ittai, dem Gathiter: Warum gehst auch du mit uns? Kehre
um und bleibe bei dem neuen König, denn du bist ein
Ausländer und von deiner Heimat hierher gezogen.
Gestern bist du
gekommen, und heute sollte ich dich mit uns hin- und herziehen
lassen? Denn ich muß gehen, wohin ich gehen kann. Kehre um
und nimm deine Brüder mit dir; dir widerfahre Barmherzigkeit
und Treue.
Ittai antwortete
dem König und sprach: So wahr der HERR lebt, und so wahr
mein Herr und König lebt: wo immer mein Herr, der König,
ist, es gerate zum Tod oder zum Leben, da wird dein Knecht auch
sein.
David sprach zu
Ittai: So komm und zieh vorüber! Da zog Ittai, der Gathiter,
vorüber, und alle seine Männer und der ganze Haufe von
Frauen und Kindern, die bei ihm waren.
Und das ganze Land
weinte mit lauter Stimme, während das ganze Kriegsvolk
vorüberzog. Und der König ging über den Bach
Kidron, und das ganze Kriegsvolk zog weiter auf dem Wege, der zur
Wüste geht.
Und siehe,
Zadok war auch da und alle Leviten, die bei ihm waren, und sie
trugen die Lade des Bundes Gottes und stellten sie nieder. Und
Abjathar brachte Opfer dar, bis das ganze Kriegsvolk aus der
Stadt vorübergezogen war.
Aber der König
sprach zu Zadok: Bringe die Lade Gottes in die Stadt zurück.
Werde ich Gnade finden vor dem HERRN, so wird er mich
zurückbringen, daß ich sie und ihre Stätte
wiedersehe.
Spricht er aber:
Ich habe kein Wohlgefallen an dir – siehe, hier bin ich. Er
mach's mit mir, wie es ihm wohlgefällt.
Und der König
sprach zu dem Priester Zadok: Wohlan, du und Abjathar, kehrt
zurück in die Stadt mit Frieden und mit euch eure beiden
Söhne, Ahimaaz, dein Sohn, und Jonathan, der Sohn Abjathars!
Siehe, ich will
warten bei den Furten in der Wüste, bis von euch Botschaft
zu mir kommt.
So brachten Zadok
und Abjathar die Lade Gottes zurück nach Jerusalem und
blieben dort.
David aber
ging den Ölberg hinan und weinte, und sein Haupt war
verhüllt, und er ging barfuß. Auch alle vom Volk, die
bei ihm waren, hatten ihr Haupt verhüllt und gingen hinan
und weinten.
Und als David
gesagt wurde, daß Ahithophel im Bund mit Absalom sei,
sprach er: HERR, mache den Ratschlag Ahithophels zur Torheit!
Und als David auf
die Höhe kam, wo man Gott anzubeten pflegte, siehe, da
begegnete ihm Huschai, der Arkiter, mit zerrissenem Rock und Erde
auf seinem Haupt.
Und David sprach zu
ihm: Wenn du mit mir gehst, wirst du mir eine Last sein.
Wenn du aber in die
Stadt zurückkehrst und zu Absalom sprichst: Ich will dein
Knecht sein, König; wie ich zuvor deines Vaters Knecht war,
will ich nun dein Knecht sein -, so könntest du mir zugut
den Ratschlag Ahithophels zunichte machen.
Auch sind die
Priester Zadok und Abjathar mit dir. Alles, was du hörst aus
des Königs Hause, sollst du den Priestern Zadok und Abjathar
sagen.
Siehe, es sind bei
ihnen ihre beiden Söhne: Ahimaaz, Zadoks Sohn, und Jonathan,
Abjathars Sohn. Durch die könnt ihr mir alles zukommen
lassen, was ihr hören werdet.
So kam Huschai, der
Freund Davids, in die Stadt. Und Absalom zog in Jerusalem ein.
David auf der Flucht zum
Jordan
Kapitel 16
Und als David ein wenig über die Höhe
hinabgegangen war, siehe, da begegnete ihm Ziba, der Knecht
Mephiboscheths, mit einem Paar gesattelter Esel; darauf waren
zweihundert Brote und hundert Rosinenkuchen und hundert frische
Früchte und ein Schlauch Wein.
Da sprach der König zu Ziba: Was willst du damit
machen? Ziba sprach: Die Esel sollen für das Haus des Königs
sein, um darauf zu reiten, und die Brote und die Früchte
sind für die Leute zum Essen und der Wein zum Trinken, wenn
sie müde werden in der Wüste.
Der König sprach: Wo ist der Sohn deines Herrn? Ziba
sprach zum König: Siehe, er blieb in Jerusalem; denn er
denkt: Heute wird mir das Haus Israel meines Vaters Königtum
zurückgeben.
Der König sprach zu Ziba: Siehe, es soll dein sein
alles, was Mephiboscheth hat. Ziba sprach: Ich neige mich; laß
mich auch ferner Gnade finden vor dir, mein Herr und König.
Als aber der König David nach Bahurim kam,
siehe, da kam ein Mann von dort heraus, vom Geschlecht des Hauses
Saul, der hieß Simeï,
der Sohn Geras; der kam heraus und fluchte
und warf mit Steinen nach David und allen Großen des
Königs David, obwohl das ganze Kriegsvolk und alle seine
Helden zu seiner Rechten und Linken waren.
So aber rief Simeï, als er fluchte: Hinaus, hinaus,
du Bluthund, du ruchloser Mann!
Der HERR hat über dich gebracht alles Blut des Hauses
Sauls, an dessen Statt du König geworden bist. Jetzt hat der
HERR das Königtum gegeben in die Hand deines Sohnes Absalom;
und siehe, nun steckst du in deinem Unglück, denn du bist
ein Bluthund.
Aber Abisai, der Sohn der Zeruja, sprach zu dem König:
Sollte dieser tote Hund meinem Herrn, dem König, fluchen
dürfen? Ich will hingehen und ihm den Kopf abhauen.
Der König sprach: Ihr Söhne der Zeruja, was hab
ich mit euch zu schaffen? Laßt ihn fluchen; denn der HERR
hat ihm geboten: Fluche David! Wer darf dann sagen: Warum tust du
das?
Und David sprach zu Abisai und zu allen seinen Großen:
Siehe, mein Sohn, der von meinem Leibe gekommen ist, trachtet mir
nach dem Leben; warum nicht auch jetzt der Benjaminiter? Laßt
ihn ruhig fluchen, denn der HERR hat's ihm geboten.
Vielleicht wird der HERR mein Elend ansehen und mir mit
Gutem vergelten sein heutiges Fluchen.
So ging David mit seinen Leuten des Weges; aber Simeï
ging am Hang des Berges entlang, ihm gegenüber, und fluchte
und warf mit Steinen nach ihm und bewarf ihn mit Erdklumpen.
Und der König kam mit allem Volk, das bei ihm war,
müde an den Jordan und ruhte dort aus.
Die Ratschläge Huschais und Ahithophels
Aber Absalom und alles Volk, die Männer
Israels, kamen nach Jerusalem und Ahithophel mit ihm.
Als aber Huschai, der Arkiter, Davids Freund,
zu Absalom hineinkam, rief er Absalom zu: Es lebe der König!
Es lebe der König!
Absalom aber sprach zu Huschai: Ist das deine
Liebe zu deinem Freunde? Warum bist du nicht mit deinem Freunde
gezogen?
Huschai aber sprach zu Absalom: Nein! sondern
wen der HERR erwählt und dies Volk und alle Männer in
Israel, zu dem gehöre ich und bei dem will ich bleiben.
Zum andern, wem diene ich? Ist es nicht sein
Sohn, dem ich diene? Wie ich deinem Vater gedient habe, so will
ich auch vor dir sein.
Und Absalom sprach zu Ahithophel: Gebt
euren Rat, was sollen wir tun?
Ahithophel sprach zu Absalom: Geh ein zu den
Nebenfrauen deines Vaters, die er zurückgelassen hat, um das
Haus zu bewahren, so wird ganz Israel hören, daß du
dich bei deinem Vater in Verruf gebracht hast; dann werden alle,
die zu dir stehen, desto kühner werden.
Da machten sie Absalom ein Zelt auf dem Dach,
und Absalom ging zu den Nebenfrauen seines Vaters vor den Augen
ganz Israels.
Wenn damals Ahithophel einen Rat gab, dann war
das, als wenn man Gott um etwas befragt hätte; so viel
galten alle Ratschläge Ahithophels bei David und bei
Absalom.
Kapitel 17
Und Ahithophel sprach zu Absalom: Ich
will zwölftausend Mann auswählen und mich aufmachen und
David nachjagen in dieser Nacht
und will ihn überfallen, solange er matt
und verzagt ist. Wenn ich ihn dann erschrecke und das ganze
Kriegsvolk, das bei ihm ist, flieht, will ich den König
allein erschlagen
und das ganze Kriegsvolk zu dir zurückbringen,
wie die junge Frau zu ihrem Mann zurückkehrt. Du trachtest
ja nur einem Mann nach dem Leben, aber das ganze Volk soll
in Frieden bleiben.
Die Rede gefiel Absalom gut und allen Ältesten
in Israel.
Aber Absalom sprach: Laßt doch
auch Huschai, den Arkiter, rufen und hören, was er dazu
sagt.
Und als Huschai hinein zu Absalom kam, sprach
Absalom zu ihm: Das und das hat Ahithophel geredet; sage du,
sollen wir's tun oder nicht?
Da sprach Huschai zu Absalom: Es ist kein guter
Rat, den Ahithophel diesmal gegeben hat.
Und Huschai sprach weiter: Du kennst deinen
Vater und seine Leute, daß sie stark sind und zornigen
Gemüts wie eine Bärin auf dem Felde, der die Jungen
geraubt sind. Dazu ist dein Vater ein Kriegsmann und wird seinen
Leuten keine Nachtruhe gönnen.
Siehe, er hat sich jetzt vielleicht verkrochen
in irgendeiner Schlucht oder sonst einem Versteck. Wenn's dann
geschähe, daß gleich zu Anfang einige unter ihnen
fallen, und es käme das Gerücht auf: Das Heer, das
Absalom nachfolgt, ist geschlagen worden,
so würde jedermann verzagt werden, auch
wenn er ein Krieger ist und ein Herz hat wie ein Löwe. Denn
es weiß ganz Israel, daß dein Vater ein Held ist und
seine Leute tapfere Krieger sind.
Darum rate ich, daß du zu dir versammelst
ganz Israel von Dan bis Beerseba, soviel wie der Sand am Meer,
und daß du selbst mit ihnen ziehst.
So wollen wir ihn überfallen, wo wir ihn
finden, und wollen über ihn kommen, wie der Tau auf die Erde
fällt, daß wir von ihm und allen seinen Männern
nicht einen einzigen übrig lassen.
Zieht er sich aber in eine Stadt zurück,
so soll ganz Israel Stricke an die Stadt legen und sie ins Tal
schleifen, so daß man nicht einen Stein mehr dort finde.
Da sprachen Absalom und jedermann in Israel:
Der Rat Huschais, des Arkiters, ist besser als Ahithophels Rat.
So schickte es der HERR, daß der kluge Rat Ahithophels
verhindert wurde, damit der HERR Unheil über Absalom
brächte.
Und Huschai sprach zu den Priestern
Zadok und Abjathar: So und so hat Ahithophel Absalom und den
Ältesten in Israel geraten, ich aber habe so und so geraten.
So sendet nun eilends hin und laßt David
sagen: Bleibe nicht über Nacht an den Furten der Wüste,
sondern geh gleich hinüber, damit der König nicht
vernichtet werde und das ganze Volk, das bei ihm ist.
Jonathan aber und Ahimaaz standen bei
der Quelle Rogel; und eine Magd ging von Zeit zu Zeit hin und
brachte ihnen Nachricht, die sie dem König David
weitersagten; denn sie durften sich in der Stadt nicht sehen
lassen.
Es sah sie aber ein Knabe und sagte es Absalom
an. Da gingen die beiden eilends fort und kamen in das Haus eines
Mannes in Bahurim; der hatte einen Brunnen in seinem Hofe.
Dahinein stiegen sie.
Und die Frau nahm eine Decke und breitete sie
über das Brunnenloch und schüttete Körner darüber,
so daß man nichts merkte.
Als nun die Leute Absaloms zu der Frau ins Haus
kamen, sprachen sie: Wo sind Ahimaaz und Jonathan? Sie sprach zu
ihnen: Sie gingen weiter zum Wasser. Und als die Leute Absaloms
sie suchten und nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück.
Und als sie weg waren, stiegen jene aus dem
Brunnen und gingen hin und sagten's dem König David an und
sprachen zu David: Macht euch auf und geht eilends über den
Fluß, denn Ahithophel hat gegen euch den und den Rat
gegeben.
Da machte sich David auf und das ganze Volk,
das bei ihm war, und sie gingen über den Jordan, und als es
lichter Morgen wurde, fehlte nicht ein einziger, der nicht über
den Jordan gegangen war.
Als aber Ahithophel sah, daß sein
Rat nicht ausgeführt wurde, sattelte er seinen Esel, machte
sich auf und zog heim in seine Stadt und bestellte sein Haus und
erhängte sich und starb und wurde begraben in seines Vaters
Grab.
David in Mahanajim
Und David kam nach Mahanajim. Aber Absalom zog
über den Jordan und alle Männer Israels mit ihm.
Und Absalom hatte Amasa an Joabs Statt über
das Heer gesetzt. Amasa aber war der Sohn eines Mannes mit Namen
Jithra, eines Israeliters, der zu Abigal, der Tochter des
Nahasch, eingegangen war; diese war eine Schwester der Zeruja,
Joabs Mutter.
Israel aber und Absalom lagerten sich in
Gilead.
Als David nach Mahanajim gekommen war, da
brachten Schobi, der Sohn des Nahasch von Rabbath-Ammon, und
Machir, der Sohn Ammiëls
von Lo-Dabar, und Barsillai, ein Gileaditer von Roglim,
Betten, Becken, irdene Gefäße,
Weizen, Gerste, Mehl, geröstete Körner, Bohnen, Linsen,
Honig, Butter, Kuh- und Schafkäse, um
David und das Volk, das bei ihm war, zu stärken. Denn sie
dachten: Das Volk wird hungrig, müde und durstig geworden
sein in der Wüste.
Absaloms Ende
Kapitel 18
Und David ordnete das Kriegsvolk, das bei ihm
war, und setzte über sie Hauptleute über tausend und
über hundert
und stellte ein Drittel des Volks unter Joab
und ein Drittel unter Abisai, den Sohn der Zeruja, Joabs Bruder,
und ein Drittel unter Ittai, den Gathiter. Und der König
sprach zum Kriegsvolk: Ich will auch mit euch ausziehen.
Aber das Kriegsvolk sprach: Du sollst nicht
ausziehen, denn wenn wir fliehen oder die Hälfte von uns
stirbt, so werden sie unser nicht achten; aber du bist wie
zehntausend von uns. So ist's nun besser, daß du uns von
der Stadt aus helfen kannst.
Der König sprach zu ihnen: Was euch
gefällt, das will ich tun. Und der König trat ans Tor,
und das ganze Kriegsvolk zog aus zu hundert und zu tausend.
Und der König gebot Joab und Abisai und
Ittai und sprach: Verfahrt mir schonend mit meinem Sohn Absalom!
Und das ganze Kriegsvolk hörte es, als der König allen
Hauptleuten Absaloms wegen diesen Befehl gab.
Und als das Heer hinauskam aufs Feld Israel
entgegen, kam es zum Kampf im Walde Ephraim.
Und das Heer Israels wurde dort geschlagen von
den Männern Davids, so daß an diesem Tag eine große
Schlacht geschah – zwanzigtausend Mann.
Und der Kampf breitete sich dort aus über
die ganze Gegend, und der Wald fraß an diesem Tage viel
mehr Volk, als das Schwert fraß.
Und Absalom begegnete den Männern
Davids und ritt auf einem Maultier. Und als das Maultier unter
eine große Eiche mit dichten Zweigen kam, blieb sein Haupt
an der Eiche hängen, und er schwebte zwischen Himmel und
Erde; denn sein Maultier lief unter ihm weg.
Als das ein Mann sah, tat er's Joab kund und
sprach: Siehe, ich sah Absalom an einer Eiche hängen.
Und Joab sprach zu dem Mann, der's ihm
kundgetan hatte: Wenn du das gesehen hast, warum schlugst du ihn
nicht gleich zu Boden? So hätte ich dir zehn Silberstücke
und einen Gürtel gegeben.
Der Mann sprach zu Joab: Wenn du mir tausend
Silberstücke in meine Hand gewogen hättest, so hätte
ich dennoch meine Hand nicht an des Königs Sohn gelegt; denn
der König gebot dir und Abisai und Ittai vor unsern Ohren:
Gebt ja acht auf meinen Sohn Absalom!
Oder wenn ich etwas Falsches getan hätte
unter Lebensgefahr, würdest du selbst dich gegen mich
stellen, weil dem König ja nichts verborgen bleibt.
Joab sprach: Ich kann nicht so lange bei dir
verweilen. Da nahm Joab drei Stäbe in seine Hand und stieß
sie Absalom ins Herz, als er noch lebend an der Eiche hing.
Und zehn Knappen, Joabs Waffenträger,
umringten ihn und schlugen ihn tot.
Da ließ Joab die Posaune blasen,
und das Volk jagte Israel nicht weiter nach; denn Joab gebot dem
Volk Halt.
Und sie nahmen Absalom und warfen ihn im Wald
in eine große Grube und legten einen sehr großen
Haufen Steine auf ihn. Und ganz Israel floh, ein jeder in sein
Zelt.
Absalom aber hatte sich eine Säule
aufgerichtet, als er noch lebte; die steht im Königsgrund.
Denn er sprach: Ich habe keinen Sohn, der meinen Namen lebendig
erhält. Und er nannte die Säule nach seinem Namen, und
sie heißt auch bis auf diesen Tag «Absaloms
Mal».
Davids Trauer um Absalom
Ahimaaz, der Sohn Zadoks, sprach: Laß
mich doch laufen und dem König die gute Botschaft bringen,
daß der HERR ihm Recht verschafft hat gegen seine Feinde.
Joab aber sprach zu ihm: Du bist heute nicht
der Mann für eine gute Botschaft. An einem andern Tag darfst
du eine Botschaft bringen, aber heute nicht; denn des Königs
Sohn ist tot.
Und Joab befahl dem Mohren: Geh hin und sage
dem König an, was du gesehen hast. Und der Mohr neigte sich
vor Joab und lief hin.
Ahimaaz aber, der Sohn Zadoks, sprach abermals
zu Joab: Komme, was da will, ich möchte auch laufen, dem
Mohren nach. Joab sprach: Was willst du laufen, mein Sohn? Du
hast keine gute Botschaft zu bringen.
Ahimaaz sprach: Komme, was da will, ich laufe.
Er sprach zu ihm: So lauf! Da lief Ahimaaz auf dem Weg durchs
Jordantal und kam dem Mohren zuvor.
David aber saß zwischen den beiden Toren.
Und der Wächter ging aufs Dach des Tores an der Mauer und
hob seine Augen auf und sah einen Mann laufen allein
und rief und sagte es dem König an. Der
König aber sprach: Ist er allein, so ist eine gute Botschaft
in seinem Munde. Und als der Mann immer näher kam,
sah der Wächter einen zweiten Mann laufen
und rief in das Tor: Siehe, da kommt noch ein Mann allein. Der
König aber sprach: Der ist auch ein guter Bote.
Der Wächter sprach: Ich sehe den ersten
laufen, wie Ahimaaz, der Sohn Zadoks, läuft. Und der König
sprach: Es ist ein guter Mann und bringt eine gute Botschaft.
Ahimaaz aber rief und sprach zum König:
Friede! Und er fiel nieder vor dem König auf sein Antlitz
zur Erde und sprach: Gelobt sei der HERR, dein Gott, der die
Leute dahingegeben hat, die ihre Hand gegen meinen Herrn, den
König, erhoben haben.
Der König aber sprach: Geht es auch meinem
Sohn Absalom gut? Ahimaaz sprach: Ich sah ein großes
Getümmel, als Joab des Königs Knecht und mich, deinen
Knecht, sandte, aber ich weiß nicht, was es war.
Der König sprach: Tritt zur Seite und
stell dich dahin. Und er trat zur Seite und blieb stehen.
Siehe, da kam der Mohr und sprach: Hier gute
Botschaft, mein Herr und König! Der HERR hat dir heute Recht
verschafft gegen alle, die sich gegen dich auflehnten.
Der König aber sprach zu dem Mohren: Geht
es meinem Sohn Absalom auch gut? Der Mohr sprach: Es müsse
den Feinden meines Herrn, des Königs, ergehen, wie es dem
jungen Mann ergangen ist, und auch allen, die sich böswillig
gegen dich auflehnen.
Kapitel 19
° Da erbebte der König und ging hinauf in
das Obergemach des Tores und weinte, und im Gehen rief er: Mein
Sohn Absalom! Mein Sohn, mein Sohn Absalom! Wollte Gott, ich wäre
für dich gestorben! O Absalom, mein Sohn, mein Sohn!
Und es wurde Joab angesagt: Siehe, der König
weint und trägt Leid um Absalom.
So wurde aus dem Sieg an diesem Tag eine Trauer unter dem
ganzen Kriegsvolk; denn das Volk hatte an diesem Tage gehört,
daß sich der König um seinen Sohn gräme.
Und das Kriegsvolk stahl sich weg an diesem Tage in die
Stadt, wie sich Kriegsvolk wegstiehlt, das sich schämen muß,
weil es im Kampf geflohen ist.
Der König aber hatte sein Angesicht verhüllt und
schrie laut: Ach, mein Sohn Absalom! Absalom, mein Sohn, mein
Sohn!
Joab aber kam zum König ins Haus und sprach: Du hast
heute schamrot gemacht alle deine Knechte, die dir heute das
Leben gerettet haben und deinen Söhnen, deinen Töchtern,
deinen Frauen und Nebenfrauen,
weil du liebhast, die dich hassen, und hassest, die dich
liebhaben. Denn du läßt heute merken, daß dir
nichts gelegen ist an den Obersten und Kriegsleuten. Ja, ich
merke heute wohl: wenn nur Absalom lebte und wir heute alle tot
wären, das wäre dir recht.
So mache dich nun auf und komm heraus und rede mit deinen
Knechten freundlich. Denn ich schwöre dir bei dem HERRN:
Wirst du nicht herauskommen, so wird kein Mann bei dir bleiben
diese Nacht. Das wird für dich ärger sein als alles
Übel, das über dich gekommen ist von deiner Jugend auf
bis hierher.
Da stand der König auf und setzte sich ins Tor. Und
man sagte es allem Kriegsvolk: Siehe, der König sitzt im
Tor. Da kam alles Volk vor den König.
Davids Rückkehr nach Jerusalem
Als Israel geflohen war, ein jeder in sein Zelt,
stritt sich alles Volk in allen Stämmen
Israels, und sie sprachen: Der König hat uns errettet aus
der Hand unserer Feinde und uns erlöst aus der Hand der
Philister und hat jetzt aus dem Lande fliehen müssen vor
Absalom.
Aber Absalom, den wir über uns gesalbt
hatten, ist gefallen im Kampf. Warum seid ihr nun so still und
holt den König nicht wieder zurück?
Es kam aber die Rede ganz Israels vor den
König. Und der König sandte zu den Priestern Zadok und
Abjathar und ließ ihnen sagen: Redet mit den Ältesten
in Juda und sprecht: Warum wollt ihr die Letzten sein, den König
zurückzuholen in sein Haus?
Ihr seid meine Brüder, von meinem Gebein
und Fleisch; warum wollt ihr denn die Letzten sein, den König
zurückzuholen?
Und zu Amasa sprecht: Bist du nicht von meinem
Gebein und Fleisch? Gott tue mir dies und das, wenn du nicht
Feldhauptmann sein sollst vor mir dein Leben lang an Joabs Statt.
Und er wandte das Herz aller Männer Judas
wie eines Mannes Herz, und sie sandten hin zum König:
Komm zurück, du und alle deine Leute!
So kam der König zurück. Und als er
an den Jordan kam, waren die Männer Judas nach Gilgal
gekommen, um dem König entgegenzuziehen und den König
über den Jordan zu führen.
Und Simeï, der Sohn Geras, der
Benjaminiter, der in Bahurim wohnte, zog eilends mit den Männern
von Juda hinab dem König David entgegen
und mit ihm tausend Mann von Benjamin, dazu
auch Ziba, der Knecht des Hauses Saul, mit seinen fünfzehn
Söhnen und zwanzig Knechten, und sie gingen durch den
Jordan, bevor der König kam,
und machten eine Furt durch den Jordan, damit
sie das Haus des Königs hinüberführten und täten,
was ihm gefiele. Simeï aber, der Sohn Geras, fiel vor dem
König nieder, als dieser über den Jordan gehen wollte,
und sprach zum König: Mein Herr rechne es
mir nicht als Schuld an und denke nicht mehr daran, daß
dein Knecht sich an dir vergangen hat an dem Tage, da mein Herr,
der König, aus Jerusalem ging, und der König nehme es
nicht zu Herzen.
Denn dein Knecht erkennt, daß ich
gesündigt habe. Und siehe, ich bin heute als erster vom
ganzen Hause Joseph gekommen, daß ich meinem Herrn, dem
König, entgegenzöge.
Aber Abisai, der Sohn der Zeruja, hob an und
sprach: Sollte Simeï nicht sterben, da er doch dem Gesalbten
des HERRN geflucht hat?
David aber sprach: Was hab ich mit euch zu
schaffen, ihr Söhne der Zeruja, daß ihr mir heute zum
Satan werden wollt? Sollte heute jemand sterben in Israel? Meinst
du, ich wisse nicht, daß ich heute wieder König über
Israel geworden bin?
Und der König sprach zu Simeï: Du
sollst nicht sterben. Und der König schwor es ihm.
Mephiboscheth, der Enkel Sauls, kam auch
herab, dem König entgegen. Und er hatte seine Füße
und seinen Bart nicht gereinigt und seine Kleider nicht gewaschen
von dem Tage an, da der König weggegangen war, bis zu dem
Tag, da er wohlbehalten zurückkäme.
Als er nun von Jerusalem kam, dem König zu
begegnen, sprach der König zu ihm: Warum bist du nicht mit
mir gezogen, Mephiboscheth?
Und er sprach: Mein Herr und König, mein
Knecht hat mich betrogen. Dein Knecht dachte: Ich will einen Esel
satteln und darauf reiten und zum König ziehen, denn dein
Knecht ist lahm.
Dazu hat er deinen Knecht verleumdet vor meinem
Herrn, dem König. Aber mein Herr, der König, ist wie
der Engel Gottes; tu, was dir wohlgefällt.
Meines Vaters ganzes Haus hätte ja den Tod
erleiden müssen von meinem Herrn, dem König; du aber
hast deinen Knecht gesetzt unter die, die an deinem Tisch essen.
Was hab ich weiter für Recht oder Anspruch, zum König
um Hilfe zu schreien?
Der König sprach zu ihm: Was redest du
noch weiter? Nun bestimme ich: Du und Ziba, teilt den Besitz
miteinander.
Mephiboscheth sprach zum König: Er nehme
ihn auch ganz, nachdem mein Herr und König wohlbehalten
heimgekommen ist.
Und Barsillai, der Gileaditer, kam herab
von Roglim und zog mit dem König an den Jordan, um ihn über
den Jordan zu geleiten.
Und Barsillai war sehr alt, wohl achtzig Jahre.
Er hatte den König versorgt, als er in Mahanajim war; denn
er war ein Mann von großem Vermögen.
Und der König sprach zu Barsillai: Du
sollst mit mir ziehen, ich will dich versorgen bei mir in
Jerusalem.
Aber Barsillai sprach zum König: Was ist's
noch, das ich zu leben habe, daß ich mit dem König
hinaufziehen sollte nach Jerusalem?
Ich bin heute achtzig Jahre alt. Wie kann ich
noch unterscheiden, was gut und schlecht ist, oder schmecken, was
ich esse oder trinke, oder hören, was die Sänger oder
Sängerinnen singen? Warum sollte dein Knecht meinen Herrn,
den König, noch beschweren?
Dein Knecht wird ein kleines Stück mit dem
König über den Jordan gehen. Warum will mir der König
so reichlich vergelten?
Laß deinen Knecht umkehren, daß ich
sterbe in meiner Stadt bei meines Vaters und meiner Mutter Grab.
Siehe, da ist dein Knecht Kimham, den laß mit meinem Herrn,
dem König, ziehen und tu ihm, was dir wohlgefällt.
Der König sprach: Kimham soll mit mir
ziehen, und ich will ihm tun, was dir wohlgefällt; auch
alles, was du von mir begehrst, will ich dir tun.
Und als das ganze Volk über den Jordan
gegangen war und der König auch, küßte der König
den Barsillai und segnete ihn. Und er kehrte zurück in seine
Heimat.
Und der König zog weiter nach Gilgal, und
Kimham zog mit ihm. Und das ganze Volk von Juda hatte den König
hinübergeführt und auch die Hälfte des Volks von
Israel.
Streit zwischen Juda und Israel um den König
Und siehe, da kamen alle Männer von Israel
zum König und sprachen zu ihm: Warum haben dich unsere
Brüder, die Männer von Juda, gestohlen und haben den
König und sein Haus über den Jordan gebracht und alle
Männer Davids mit ihm?
Da antworteten alle Männer von Juda denen
von Israel: Der König steht uns doch näher; warum zürnt
ihr darüber? Meint ihr, daß wir etwa ein Stück
vom König aufgegessen oder ihn für uns weggeschleppt
hätten?
Aber es antworteten die von Israel denen von
Juda: Wir haben zehnfachen Anteil am König und sind auch die
Erstgeborenen vor euch. Warum habt ihr uns denn so gering
geachtet? Und haben wir nicht zuerst davon geredet, uns unsern
König zurückzuholen? Aber die von Juda redeten noch
heftiger als die von Israel.
Schebas Aufstand
Kapitel 20
Es traf sich aber, daß dort ein ruchloser
Mann war, der hieß Scheba, ein Sohn Bichris, ein
Benjaminiter. Der blies die Posaune und sprach: Wir haben kein
Teil an David noch Erbe am Sohn Isais. Ein jeder gehe in sein
Zelt, Israel!
Da fiel jedermann in Israel von David ab, und
sie folgten Scheba, dem Sohn Bichris. Aber die Männer von
Juda hingen ihrem König an und geleiteten ihn vom Jordan bis
Jerusalem.
Als aber der König David heimkam
nach Jerusalem, nahm er die zehn Nebenfrauen, die er
zurückgelassen hatte, um das Haus zu bewahren, und tat sie
in ein besonderes Haus und versorgte sie; aber er ging nicht ein
zu ihnen. Und so waren sie eingeschlossen bis an ihren Tod und
lebten wie Witwen.
Und der König sprach zu Amasa: Ruf
mir alle Männer von Juda auf den dritten Tag zusammen, und
du sollst dann auch hier stehen.
Und Amasa ging hin, um Juda zusammenzurufen;
aber er blieb über die Zeit hinaus, die ihm bestimmt war.
Da sprach David zu Abisai: Nun wird uns Scheba,
der Sohn Bichris, mehr Schaden tun als Absalom. Nimm du die
Männer deines Herrn und jage ihm nach, damit er nicht etwa
für sich feste Städte gewinne und entreiße sie
vor unsern Augen.
Da zogen die Männer Joabs aus und folgten
Abisai, dazu die Krether und Plether und alle Helden. Sie zogen
aber aus von Jerusalem, um Scheba, dem Sohn Bichris, nachzujagen.
Als sie aber bei dem großen Stein
bei Gibeon waren, war Amasa vor ihnen angekommen. Joab aber trug
einen Waffenrock und darüber einen Gürtel mit einem
Dolch; der war befestigt an seiner Hüfte in der Scheide, und
wenn diese heraustrat, entfiel ihr der Dolch.
Und Joab sprach zu Amasa: Friede mit dir, mein
Bruder! Und Joab faßte mit seiner rechten Hand Amasa bei
dem Bart, um ihn zu küssen.
Und Amasa hatte nicht acht auf den Dolch in der
linken Hand Joabs. Der stach ihn damit in den Bauch, so daß
seine Eingeweide auf die Erde fielen, und gab ihm keinen Stich
mehr, und er starb. Joab aber und sein Bruder Abisai jagten
Scheba, dem Sohn Bichris, nach.
Und es trat ein Mann von den Leuten Joabs neben
ihn und rief: Wer's mit Joab hält und für David ist,
der folge Joab nach!
Amasa aber lag in seinem Blut mitten auf der
Straße. Als aber der Mann sah, daß alles Volk da
stehen blieb, wälzte er Amasa von der Straße auf den
Acker und warf Kleider auf ihn, weil er sah, daß jeder
stehen blieb, der an ihm vorbeikam.
Als er nun von der Straße
weggeschafft war, folgte jedermann Joab nach, um Scheba, dem Sohn
Bichris, nachzujagen.
Und der zog durch alle Stämme Israels bis
Abel-Beth-Maacha, und es versammelten sich alle Bichriter und
folgten ihm nach.
Aber die Leute Joabs kamen und belagerten ihn
in Abel-Beth-Maacha und schütteten einen Wall gegen die
Stadt auf, daß er bis an die Vormauer reichte, und stürmten
und wollten die Mauer niederwerfen.
Da rief eine kluge Frau aus der Stadt: Hört
her! Hört her! Sprecht zu Joab: Komm hierher, ich will mit
dir reden.
Und als er zu ihr kam, sprach die Frau: Bist du
Joab? Er sprach: Ja. Sie sprach zu ihm: Höre die Rede deiner
Magd. Er sprach: Ich höre.
Sie sprach: Vorzeiten sagte man: Man frage doch
nach in Abel und in Dan, so geht es gut aus;
ich bin eine von den friedsamen und treuen
Städten in Israel, und du willst eine Stadt und Mutter in
Israel zugrunde richten? Warum willst du das Erbteil des HERRN
verderben?
Joab antwortete: Das sei ferne, das sei ferne
von mir, daß ich verderben und vernichten will! So steht es
nicht!
Sondern ein Mann vom Gebirge Ephraim mit Namen
Scheba, der Sohn Bichris, hat sich empört gegen den König
David. Gebt ihn allein heraus, so will ich von der Stadt
abziehen. Die Frau sprach zu Joab: Siehe, sein Kopf soll zu dir
über die Mauer geworfen werden.
Und die Frau beredete das ganze Volk mit ihrer
Klugheit. Und sie hieben Scheba, dem Sohn Bichris, den Kopf ab
und warfen ihn zu Joab hinaus. Da blies er die Posaune, und sie
zogen ab von der Stadt und zerstreuten sich, ein jeder in sein
Zelt. Joab aber kam zurück nach Jerusalem zum König.
Beamte in Davids Reich
Joab aber war über das ganze Heer Israels
gesetzt, Benaja, der Sohn Jojadas, über die Krether und
Plether.
Adoram war über die Fronarbeiter gesetzt.
Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Kanzler.
Scheja war Schreiber, Zadok und Abjathar waren
Priester.
Auch Ira, der Jaïriter,
war Davids Priester.
Die Vollendung des Gerichts am Hause Sauls
Kapitel 21
Es war eine Hungersnot zu Davids Zeiten drei Jahre
nacheinander. Und David suchte das Angesicht des HERRN, und der
HERR sprach: Auf Saul und auf seinem Hause liegt eine Blutschuld,
weil er die Gibeoniter getötet hat.
Da ließ der König die Gibeoniter rufen und
sprach mit ihnen. Die Gibeoniter aber gehörten nicht zu den
Israeliten, sondern waren übriggeblieben von den Amoritern.
Und die Kinder Israel hatten einen Bund mit ihnen geschlossen;
jedoch suchte Saul sie auszurotten in seinem Eifer für
Israel und Juda.
Da sprach David zu den Gibeonitern: Was soll ich für
euch tun? Und womit soll ich Sühne schaffen, daß ihr
das Erbteil des HERRN segnet?
Die Gibeoniter sprachen zu ihm: Es ist uns nicht um Gold
noch Silber zu tun bei Saul und seinem Hause, auch steht es uns
nicht zu, jemand zu töten in Israel. Er sprach: Was wollt
ihr denn, daß ich für euch tun soll?
Sie sprachen zum König: Von dem Mann, der uns
zunichte gemacht hat und der uns vertilgen wollte, daß uns
nichts bleibe in allen Landen Israels -
aus seinem Hause gebt uns sieben Männer, damit wir
sie aufhängen vor dem HERRN in Gibeon, auf dem Berge des
HERRN. Der König sprach: Ich will sie euch herausgeben.
Aber der König verschonte Mephiboscheth, den Sohn
Jonathans, des Sohnes Sauls, um des Eides willen, den David und
Jonathan, der Sohn Sauls, einander vor dem HERRN geschworen
hatten.
Aber die beiden Söhne der Rizpa, der Tochter Ajjas,
die sie Saul geboren hatte, Armoni und Mephiboscheth, dazu die
fünf Söhne der Merab, der Tochter Sauls, die sie dem
Adriël geboren
hatte, dem Sohn Barsillais aus Mehola, nahm der König
und gab sie in die Hand der Gibeoniter. Die hängten
sie auf dem Berge vor dem HERRN auf. So kamen diese sieben auf
einmal um und starben in den ersten Tagen der Ernte, wenn die
Gerstenernte anfängt.
David läßt die Gebeine Sauls und seiner
Nachkommen bestatten
Da nahm Rizpa, die Tochter Ajjas, ein
Sackgewand und breitete es für sich aus auf dem Fels am
Anfang der Ernte, bis Regen vom Himmel auf die Toten troff, und
ließ am Tage die Vögel des Himmels nicht an sie kommen
noch des Nachts die Tiere des Feldes.
Und es wurde David angesagt, was Rizpa, die
Tochter Ajjas, Sauls Nebenfrau, getan hatte.
Und David ging hin und nahm die Gebeine Sauls
und die Gebeine seines Sohnes Jonathan von den Bürgern von
Jabesch in Gilead. Die hatten sie vom Platz am Tor Beth-Scheans
heimlich weggenommen, wohin die Philister sie gehängt hatten
zu der Zeit, da die Philister Saul schlugen auf dem Berge Gilboa.
Und David brachte sie von dort herauf, und sie
sammelten die Gebeine der Gehängten
und begruben sie mit den Gebeinen Sauls und
seines Sohnes Jonathan im Lande Benjamin in Zela im Grabe seines
Vaters Kis und taten alles, wie der König geboten hatte.
Danach wurde Gott dem Lande wieder gnädig.
Heldentaten der Krieger Davids
Es erhob sich aber wieder ein Krieg der
Philister mit Israel. Und David zog hinab und seine Männer
mit ihm, und sie blieben in Gob, um mit den Philistern zu
kämpfen. Und David wurde müde.
Aber da war einer der Riesensöhne, und das
Gewicht seines Speers war dreihundert Lot Kupfer, dazu hatte er
eine neue Rüstung. Der wollte David erschlagen.
Aber Abisai, der Sohn der Zeruja, half David
und schlug den Philister tot. Da beschworen David seine Männer
und sprachen: Du sollst nicht mehr mit uns ausziehen in den
Kampf, damit nicht die Leuchte in Israel verlischt.
Danach erhob sich noch ein Krieg bei Gob
mit den Philistern. Da erschlug Sibbechai, der Huschathiter, den
Saph, der auch einer vom Geschlecht der Riesen war.
Und es erhob sich noch ein Krieg bei Gob mit
den Philistern. Da erschlug Elhanan, der Sohn Jaïrs
aus Bethlehem, den Goliath, den Gathiter; der hatte einen Spieß,
dessen Schaft war wie ein Weberbaum.
Und es erhob sich noch ein Krieg bei
Gath. Da war ein langer Mann, der hatte sechs Finger an seinen
Händen und sechs Zehen an seinen Füßen, das sind
vierundzwanzig an der Zahl, und auch er war vom Geschlecht der
Riesen.
Und als er Israel hohnsprach, erschlug ihn
Jonathan, der Sohn Schimas, der ein Bruder Davids war.
Diese vier stammten vom Geschlecht der Riesen
in Gath und fielen durch die Hand Davids und seiner Kriegsleute.
Davids Danklied
Kapitel 22
Und David redete vor dem HERRN die Worte dieses
Liedes zur Zeit, als ihn der HERR errettet hatte aus der Hand
aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls, und sprach:
Der HERR ist mein Fels und meine Burg
und mein Erretter.
Gott ist mein Hort, auf den ich traue, mein
Schild und Berg meines Heils, mein Schutz und meine Zuflucht,
mein Heiland, der du mir hilfst vor Gewalt.
Ich rufe an den HERRN, den Hochgelobten, so
werde ich vor meinen Feinden errettet.
Es hatten mich umfangen die Wogen des
Todes, und die Fluten des Unheils erschreckten mich.
Des Totenreichs Bande umfingen mich, und des
Todes Stricke überwältigten mich.
Als mir angst war, rief ich den HERRN an und
schrie zu meinem Gott. Da erhörte er meine Stimme von seinem
Tempel, und mein Schreinen kam vor ihn zu seinen Ohren.
Die Erde bebte und wankte, die Grundfesten des
Himmels bewegten sich und bebten, da er zornig war.
Rauch stieg auf von seiner Nase und verzehrend
Feuer aus seinem Munde, Flammen sprühten von ihm aus.
Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel
war unter seinen Füßen.
Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher, und
er schwebte auf den Fittichen des Windes.
Er machte Finsternis ringsum zu seinem Zelt und
schwarze, dicke Wolken.
Aus dem Glanz vor ihm brach hervor flammendes
Feuer.
Der HERR donnerte vom Himmel, und der Höchste
ließ seine Stimme erschallen.
Er schoß seine Pfeile und streute sie
aus, er sandte Blitze und jagte sie dahin.
Da sah man das Bett des Meeres, und des
Erdbodens Grund ward aufgedeckt bei dem Schelten des HERRN, vor
dem Odem und Schnauben seines Zornes.
Er streckte seine Hand aus von der Höhe
und faßte mich und zog mich aus großen Wassern.
Er errettete mich von meinen starken Feinden,
von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren;
sie überwältigten mich zur Zeit
meines Unglücks, aber der HERR ward mein Halt.
Er führte mich hinaus ins Weite, er riß
mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.
Der HERR tut wohl an mir nach meiner
Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände.
Denn ich halte die Wege des HERRN und bin nicht
gottlos wider meinen Gott.
Denn alle seine Rechte hab ich vor Augen, und
seine Gebote werfe ich nicht von mir,
sondern ich bin ohne Tadel vor ihm, und hüte
mich vor Schuld.
Darum vergilt mir der HERR nach meiner
Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände vor seinen
Augen.
Gegen die Heiligen bist du heilig, gegen
die Treuen bist du treu,
gegen die Reinen bist du rein, und gegen die
Verkehrten bist du verkehrt.
Denn du hilfst dem elenden Volk, und die Augen
aller Stolzen erniedrigest du.
Ja, du, HERR, bist meine Leuchte; der HERR
macht meine Finsternis licht.
Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen
und mit meinem Gott über Mauern springen.
Gottes Wege sind vollkommen, des HERRN Worte
sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm
vertrauen.
Denn wer ist Gott, wenn nicht der HERR?
Und wer ist ein Fels, wenn nicht unser Gott?
Gott stärkt mich mit Kraft und weist mir
den rechten Weg.
Er macht meine Füße gleich den
Hirschen und stellt mich auf meine Höhen.
Er lehrt meine Hände streiten und meinen
Arm den ehernen Bogen spannen.
Du gibst mir den Schild deines Heils, und deine
Huld macht mich groß.
Du gibst meinen Schritten weiten Raum, daß
meine Knöchel nicht wanken.
Meinen Feinden jagte ich nach und
vertilgte sie, und ich kehre nicht um, bis ich sie umgebracht
habe.
Ich brachte sie um und hab sie zerschmettert,
daß sie nicht mehr aufstehen können; sie sind unter
meine Füße gefallen.
Du hast mich gerüstet mit Stärke zum
Streit; du kannst mir unterwerfen, die sich gegen mich erheben.
Du hast meine Feinde zur Flucht gewandt, daß
ich vernichte, die mich hassen.
Sie sehen sich um – aber da ist kein
Helfer – nach dem HERRN, aber er antwortet ihnen nicht.
Ich will sie zerstoßen zu Staub der Erde,
wie Dreck auf der Gasse will ich sie zerstäuben und
zertreten.
Du hast mir aus dem Aufruhr meines
Volkes geholfen und machst mich zum Haupt über Heiden; ein
Volk, das ich nicht kannte, dient mir.
Die Söhne der Fremde huldigen mir und
gehorchen mir mit gehorsamen Ohren.
Die Söhne der Fremde verschmachten und
kommen mit Zittern aus ihren Burgen.
Der HERR lebt, und gelobt sei mein Fels, und
Gott, der Fels meines Heils, sei hoch erhoben,
der Gott, der mir Vergeltung schafft und mir
die Völker unterwirft.
Er hilft mir aus von meinen Feinden. Du erhöhst
mich über die, die sich gegen mich erheben, vor dem Mann der
Gewalttat rettest du mich.
Darum will ich dir danken, HERR, unter
den Heiden und deinem Namen lobsingen,
der seinem Könige großes Heil gibt
und Gnade erweist seinem Gesalbten, David und seinem Hause
ewiglich.
Davids letzte Worte
Kapitel 23
Dies sind die letzten Worte Davids. Es spricht
David, der Sohn Isais, es spricht der Mann, der hoch erhoben ist,
der Gesalbte des Gottes Jakobs, der Liebling der Lieder Israels:
Der Geist des HERRN hat durch mich
geredet, und sein Wort ist auf meiner Zunge.
Es hat der Gott Israels zu mir gesprochen, der
Fels Israels hat geredet: Wer gerecht herrscht unter den
Menschen, wer herrscht in der Furcht Gottes,
der ist wie das Licht des Morgens, wenn die
Sonne aufgeht, am Morgen ohne Wolken. Und wie das Gras nach dem
Regen aus der Erde bricht,
so ist mein Haus fest bei Gott; denn er hat mir
einen ewigen Bund gesetzt, in allem wohl geordnet und gesichert.
All mein Heil und all mein Begehren wird er gedeihen lassen.
Aber die nichtswürdigen Leute sind
allesamt wie verwehte Disteln, die man nicht mit der Hand fassen
kann;
sondern wer sie angreifen will, muß Eisen
und Spieß in der Hand haben; sie werden mit Feuer verbrannt
an ihrer Stätte.
Die Helden Davids
Dies sind die Namen der Helden Davids:
Jischbaal, der Hachmoniter, der Erste unter den Dreien; der
schwang seinen Spieß über achthundert, die auf einmal
erschlagen waren.
Nach ihm war unter den drei Helden Eleasar, der
Sohn Dodos, der Ahoachiter. Er war mit David in Pas-Dammim, als
die Philister dort versammelt waren zum Kampf und die Männer
Israels sich zurückzogen;
er aber hielt stand und schlug die Philister,
bis seine Hand müde war und am Schwert erstarrte. Und der
HERR gab großes Heil an jenem Tage, so daß das Volk
sich wieder umwandte hinter ihm her, um zu plündern.
Nach ihm war Schamma, der Sohn Ages aus Harar.
Als die Philister sich sammelten in Lehi – es war dort ein
Stück Acker mit Linsen – und das Volk vor den
Philistern floh,
da trat er mitten auf das Stück und entriß
es den Philistern und schlug sie, und Gott gab großes Heil.
Und drei von den dreißig Helden
kamen zu Beginn der Ernte hinab zu David, zu der Höhle
Adullam, und das Lager der Philister lag in der Ebene Rephaim.
David aber war damals in der Bergfeste, und die
Wache der Philister lag in Bethlehem.
Und David gelüstete es, und er sprach: Wer
will mir Wasser zu trinken holen aus dem Brunnen am Tor in
Bethlehem?
Da durchbrachen die drei Helden das Lager der
Philister und schöpften Wasser aus dem Brunnen am Tor in
Bethlehem und trugen's und brachten's zu David. Aber er wollte es
nicht trinken, sondern goß es aus für den HERRN
und sprach: Das lasse der HERR fern von mir
sein, daß ich das tue! Ist's nicht das Blut der Männer,
die ihr Leben gewagt haben und hingegangen sind? Und er wollte es
nicht trinken. Das taten die drei Helden.
Abisai, Joabs Bruder, der Sohn der
Zeruja, war der Erste der Dreißig. Er schwang seinen Spieß
über dreihundert Erschlagenen und war berühmt unter den
Dreißig.
Er war hochgeehrt unter den Dreißig und
war ihr Oberster, aber er kam nicht an jene Drei heran.
Und Benaja, der Sohn Jojadas, ein
streitbarer Mann von großen Taten, war aus Kabzeel; der
erschlug die beiden «Gotteslöwen»
der Moabiter. Er stieg hinab und erschlug einen Löwen in
einem Brunnen, als Schnee gefallen war.
Er erschlug auch einen ägyptischen Mann,
einen Riesen, der hatte einen Spieß in seiner Hand. Er aber
ging zu ihm hinab mit einem Stecken und riß dem Ägypter
den Spieß aus der Hand und durchbohrte ihn mit dessen
eigenem Spieß.
Das tat Benaja, der Sohn Jojadas. Er war
berühmt unter den dreißig Helden
und war hochgeehrt unter den Dreißig,
aber er kam nicht an jene Drei heran. Und David setzte ihn über
seine Leibwache.
Asahel, der Bruder Joabs, war unter den
Dreißig; auch Elhanan, der Sohn Dodos aus Bethlehem;
Schamma, der Haroditer; Elika, der Haroditer;
Helez, der Peletiter; Ira, der Sohn des
Ikkesch, aus Thekoa.
Abiëser,
der Anathothiter; Sibbechai, der Huschathiter;
Zalmon, der Ahoachiter; Mahrai, der
Netophathiter;
Heled, der Sohn Baanas, der Netophathiter;
Ittai, der Sohn Ribais, aus Gibea in Benjamin;
Benaja, der Pirathoniter; Hiddai, aus
Nahale-Gaasch;
Abialbon, der Arbathiter; Asmaweth, der
Bahurimiter;
Eljachba, der Schaalboniter; Jaschen, der
Guniter, und Jonathan,
der Sohn des Schamma, der Harariter; Ahiam, der
Sohn Scharars, der Harariter;
Eliphelet, der Sohn Ahasbais, der Maachathiter;
Eliam, der Sohn Ahithophels, der Giloniter;
Hezro, der Karmeliter; Paarai, der Arabiter;
Jigal, der Sohn Nathans, aus Zoba; Bani, der
Gaditer;
Zelek, der Ammoniter; Nachrai, der Beerothiter,
ein Waffenträger Joabs, des Sohnes der Zeruja;
Ira, der Jattiriter; Gareb, der Jattiriter;
Uria, der Hethiter. Das sind zusammen
siebenunddreißig.
Gott läßt David den Tempelplatz finden
Kapitel 24
Und der Zorn des HERRN entbrannte abermals
gegen Israel, und er reizte David gegen das Volk und sprach: Geh
hin, zähle Israel und Juda!
Und der König sprach zu Joab und zu den
Hauptleuten, die bei ihm waren: Geht umher in allen Stämmen
Israels von Dan bis Beerseba und zählt das Kriegsvolk, damit
ich weiß, wieviel ihrer sind.
Joab sprach zu dem König: Der HERR, dein
Gott, tue zu diesem Volk, wie es jetzt ist, noch hundertmal
soviel hinzu, daß mein Herr, der König, seiner Augen
Lust daran habe; aber warum verlangt es meinen Herrn, den König,
solches zu tun?
Aber des Königs Wort stand fest gegen Joab
und die Hauptleute des Heeres. So zog Joab mit den Hauptleuten
des Heeres aus von dem König, um das Volk Israel zu zählen.
Und sie gingen über den Jordan und fingen
an bei Aroër und
bei der Stadt, die mitten im Bachtal liegt, nach Gad und nach
Jaser zu
und kamen nach Gilead und zum Land der Hethiter
nach Kadesch zu und darauf nach Dan, und von Dan wandten sie sich
nach Sidon zu.
Dann kamen sie zu der festen Stadt Tyrus und
allen Städten der Hewiter und Kanaaniter und in das Südland
Judas nach Beerseba.
So durchzogen sie das ganze Land und kamen nach
neun Monaten und zwanzig Tagen nach Jerusalem zurück.
Und Joab gab dem König die Summe des Volks
an, das gezählt war. Und es waren in Israel
achthunderttausend streitbare Männer, die das Schwert
trugen, und in Juda fünfhunderttausend Mann.
Aber das Herz schlug David, nachdem das
Volk gezählt war. Und David sprach zum HERRN: Ich habe
schwer gesündigt, daß ich das getan habe. Und nun,
HERR, nimm weg die Schuld deines Knechts; denn ich hab sehr
töricht getan.
Und als David am Morgen aufstand, kam
des HERRN Wort zu Gad, dem Propheten, Davids Seher:
Geh hin und rede mit David: So spricht der
HERR: Dreierlei lege ich dir vor; erwähle dir eins davon,
daß ich es dir tue.
Gad kam zu David und sagte es ihm an und sprach
zu ihm: Willst du, daß drei Jahre lang Hungersnot in dein
Land kommt oder daß du drei Monate vor deinen Widersachern
fliehen mußt und sie dich verfolgen oder daß drei
Tage Pest in deinem Lande ist? So bedenke nun wohl, was ich
antworten soll dem, der mich gesandt hat.
David sprach zu Gad: Es ist mir sehr angst,
aber laß uns in die Hand des HERRN fallen, denn seine
Barmherzigkeit ist groß; ich will nicht in der Menschen
Hand fallen.
Da ließ der HERR die Pest über
Israel kommen vom Morgen an bis zur bestimmten Zeit, so daß
von dem Volk starben von Dan bis Beerseba siebzigtausend Mann.
Als aber der Engel seine Hand ausstreckte über
Jerusalem, um es zu verderben, reute den HERRN das Übel, und
er sprach zum Engel, der das Verderben anrichtete im Volk: Es ist
genug; laß nun deine Hand ab! Der Engel des HERRN aber war
bei der Tenne Arawnas, des Jebusiters.
Als aber David den Engel sah, der das Volk
schlug, sprach er zum HERRN: Siehe, ich habe gesündigt,
ich habe die Missetat getan; was haben diese Schafe getan?
Laß deine Hand gegen mich und meines Vaters Haus sein!
Und Gad kam zu David an jenem Tage und
sprach zu ihm: Geh hinauf und errichte dem HERRN einen Altar auf
der Tenne Arawnas, des Jebusiters.
Da ging David hinauf, wie Gad nach des HERRN
Gebot gesagt hatte.
Und als Arawna aufschaute, sah er den König
mit seinen Großen zu ihm herüberkommen und fiel nieder
vor dem König auf sein Angesicht zur Erde
und sprach: Warum kommt mein Herr, der König,
zu seinem Knecht? David sprach: Um von dir die Tenne zu kaufen
und dem HERRN einen Altar zu bauen, damit die Plage vom Volk
weiche.
Aber Arawna sprach zu David: Mein Herr, der
König, nehme und opfere, wie es ihm gefällt. Siehe, da
sind die Rinder zum Brandopfer und auch die Dreschschlitten und
das Geschirr der Rinder als Brennholz;
das alles gibt Arawna dem König. Und
Arawna sprach zum König: Der HERR, dein Gott, sei dir
gnädig.
Aber der König sprach zu Arawna: Nicht
doch, sondern ich will dir's abkaufen für seinen Preis; denn
ich will dem HERRN, meinem Gott, nicht Brandopfer darbringen, die
ich umsonst habe. So kaufte David die Tenne und die Rinder für
fünfzig Lot Silber.
Und David baute dort dem HERRN einen Altar und
opferte Brandopfer und Dankopfer. Und der HERR wurde dem Land
wieder gnädig, und die Plage wich von dem Volk Israel.
1.
Könige 1-11
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