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Apokryphen
DAS BUCH
JESUS SIRACH.
Kapitel 41 –
51
Das 41. Kapitel.
Von der Todesfurcht. Fluch der Gottlosen. Guter Name.
Falsche und löbliche Scham.
O Tod, wie bitter bist
du, wenn an dich gedenkt ein Mensch, der gute Tage und genug hat,
und ohne Sorge lebt,
und dem es wohlgehet in allen
Dingen, und der noch wohl essen mag!
O Tod, wie wohl tust du dem
Dürftigen,
der da schwach und alt ist,
der in allen Sorgen steckt, und nichts Bessers zu hoffen, noch zu
gewarten hat!
Fürchte den Tod nicht.
Gedenke, daß es also vom Herrn geordnet ist über *
alles Fleisch, beide, derer, die vor dir gewesen sind, und nach
dir kommen werden.
*Psalm
89,49.
Und was weigerst du dich wider
Gottes Willen, du lebest zehn, hundert oder tausend Jahre?
Denn im Tod fraget man nicht,
wie lange einer gelebt habe.
Die Kinder der
Gottlosen, und die sich zu den Gottlosen gesellen, werden eitel
Greuel.
Weisheit
3,12.
Das Erbgut der Kinder von
Gottlosen kommt um, und ihre Nachkommen müssen verachtet
sein.
Die Kinder müssen klagen
über den gottlosen Vater; denn um seinetwillen sind sie
verachtet.
Weisheit
4,6.
Weh euch, Gottlose, die ihr
des Höchsten Gesetz verlaßt!
Ihr lebt oder sterbt, so seid
ihr * verflucht.
*5. Mose
27,26.
Gleichwie alles, so aus der
Erde kommt, wiederum zu Erde wird, also kommen die Gottlosen aus
dem Fluch zur Verdammnis.
Eines Menschen Leiden mag hie
währen, solange er lebet; aber * der Gottlosen Name muß
vertilget werden, denn er taugt nicht.
*Sprüche
10,7.
Siehe zu, daß du einen guten Namen behaltest; der
bleibet dir gewisser denn tausend große Schätze
Goldes.
Ein Leben, es sei wie gut es
wolle, so währet es eine kleine Zeit; aber ein guter Name
bleibt ewiglich.
Meine Kinder, wenn's
euch wohlgehet, so sehet zu und bleibet in Gottesfurcht.
So schämet euch nun des,
das ich nennen will.
Man schämet sich oft, da
man sich nicht schämen sollte; und billigt oft, das man
nicht billigen sollte.
Kapitel
4,25.
Es schäme sich Vater und
Mutter der Hurerei; ein Fürst und Herr der Lüge;
ein Richter und Rat des
Unrechten; die Gemeine und Volk des Ungehorsams;
ein Nächster und Freund,
Leid zu tun; ein Nachbar des Stehlens.
Schäme dich, daß du
mit deinem Arm auf dem Brot über Tisch liegest.
Schäme dich, daß du
übel bestehest, wenn du Rechnung tun sollst; und nicht
dankest, wenn man dich grüßet.
Schäme dich, nach den
Huren zu sehen; und dein Angesicht von deinen Blutsfreunden zu
wenden.
Schäme dich, das Erbteil
und Morgengabe zu entwenden; und eines andern Weib zu begehren.
Schäme dich, eines andern
Magd zu begehren, und um ihr Bette zu stehen.
Schäme dich, deinem
Freunde aufzurücken; und wenn du ihm etwas gibst, so
verweise es ihm nicht.
Kapitel
18,15; 20,15.
Schäme dich, nachzusagen
alles, was du gehöret hast, und zu offenbaren heimlich
vertrauete Rede. Also schämest du dich recht, und wirst
allen Leuten lieb und wert sein.
Kapitel
27,17.19.24.
Das 42. Kapitel.
Von Weibern und Töchtern.
Aber dieser Stücke
schäme dich keines, und um niemands willen tue unrecht:
nämlich des Gesetzes und Bundes des Höchsten;
den Gottesfürchtigen bei
Recht zu erhalten;
treulich handeln gegen den
Nächsten und Gesellen; den Freunden das Erbteil zuzuwenden;
fleißig sein; rechtes
Maß und Gewicht zu halten; zufrieden sein, du gewinnest
viel oder wenig;
recht handeln mit zeitlichem
Gut in Kaufen und Verkaufen; die Kinder mit Fleiß ziehen;
den bösen Knecht wohl stäupen (schlagen);
vor einem bösen Weib das
Deine wohl bewahren; wo viel Zugreifens ist, alles wohl
verschließen;
was man ihnen muß unter
die Hände geben, alles zählen und abwägen; alle
Ausgabe und Einnahme anschreiben;
die Unverständigen und
Toren unterweisen; auch die gar alten Leute, daß sie sich
nicht mit den jungen hadern. Also wirst du ein recht
wohlgeschickter Mensch, und bei allen Leuten gelobt.
Eine Tochter macht dem
Vater viel Wachens, davon niemand weiß, und das Sorgen für
sie nimmt ihm viel Schlafs: weil sie jung ist, daß sie
möchte veralten, oder wenn sie einen Mann krieget, daß
er ihr möchte gram werden;
oder weil sie noch Jungfrau
ist, daß sie möchte geschändet, und in des Vaters
Hause schwanger werden; oder wenn sie bei dem Mann ist, daß
sie sich nicht recht halten, oder er kein Kind mit ihr haben
möchte.
Wenn deine Tochter nicht
schamhaft ist, so halt sie hart, daß sie dich nicht deinen
Feinden zum Spott mache, und die ganze Stadt von dir sage, und du
von einem jeden Schande hören, und dich vor allen Leuten
schämen müssest.
Kapitel
26,13.
Siehe * dich nicht um
nach schönen Menschen, und sei nicht so gern um die Weiber.
*Hiob 31,1.
Denn gleichwie aus den
Kleidern Motten kommen, also kommt von Weibern viel Böses.
Es ist sicherer, bei einem
bösen Mann zu sein, denn bei einem freundlichen Weibe, die
einen zu Hohn und Spott macht.
Gottes Herrlichkeit in der Natur.
Ich will nun preisen
des Herrn Werke, und was ich gesehen habe, verkündigen. *
Durch das Wort des Herrn sind seine Werke worden.
*1. Mose
1,3.
Die Sonne gibt aller Welt
Licht, und des Herrn Werk ist seiner Herrlichkeit voll.
Es ist auch den Heiligen von
dem Herrn noch nie gegeben, daß sie alle seine Wunder
aussprechen könnten; denn der allmächtige Herr hat sie
zu groß gemacht, und alle Dinge sind zu groß, sie
nach Würden zu loben.
Kapitel
18,2-5.
Er allein erforschet den
Abgrund und der Menschen Herzen, und weiß, was sie
gedenken.
Psalm 139.
Jeremia 17,9.10.
Denn der Herr weiß alle
Dinge, und siehet, zu welcher Zeit ein jegliches geschehen werde.
Er verkündigt, was
vergangen und was zukünftig ist, und offenbart, was
verborgen ist; er vestehet alle Heimlichkeit, und ist ihm keine
Sache verborgen.
Er beweiset seine große
Weisheit herrlich, und er ist von Ewigkeit bis in Ewigkeit.
Man kann ihn weder größer
noch geringer machen, und er * bedarf keines Rats.
*Römer
11,34.
Wie * lieblich sind alle seine
Werke, wiewohl man kaum ein Fünklein davon erkennen kann.
*Kapitel
39,23.
Es lebt alles, und bleibet für
und für; und wozu er ihrer bedarf, sind sie alle gehorsam.
Es sind immer zwei und zwei,
eins gegen eins; und was er macht, daran ist kein Fehl.
Kapitel
33,16.
Und hat ein jegliches
geordnet, daß eins dem andern nütze sein soll.
Das 43. Kapitel.
Und wer kann sich seiner Herrlichkeit satt sehen? Man
siehet seine Herrlichkeit an der mächtig großen Höhe,
an dem hellen Firmament, an dem schönen Himmel.
Die Sonne, wenn sie aufgehet, verkündiget sie
den Tag; sie ist ein Wunderwerk des Höchsten.
Des Mittags trocknet sie die Erde, und wer kann vor ihrer
Hitze bleiben?
Sie macht's heißer denn viel Öfen, und brennet
die Berge, und bläset eitel Hitze von sich, und gibt so
hellen Glanz von sich, daß sie die Augen blendet.
Psalm 19,7.
Das muß ein großer Herr sein, der sie gemacht
hat, und hat sie heißen so schnell laufen.
Und der Mond in aller Welt muß scheinen zu seiner
Zeit, und die Monate unterscheiden, und das Jahr einteilen.
Nach dem Mond rechnet man die Feste; es ist ein Licht, das
abnimmt und wieder zunimmt.
Er machet den Monat; er wächst und verändert
sich wunderbarlich.
Es leuchtet auch das ganze himmlische Heer in der Höhe,
am Firmament, und die hellen Sterne zieren den Himmel.
Also hat sie der Herr in der Höhe heißen die
Welt erleuchten.
Durch Gottes Wort halten sie ihre Ordnung, und wachen sich
nicht müde.
Siehe den Regenbogen an, und lobe den, der ihn
gemacht hat; denn er hat sehr schöne Farben.
1. Mose 9,13.
Er hat über den Himmel hin einen glänzenden
Kreis gemacht; die Hand des Höchsten hat ihn ausgebreitet.
Durch sein Wort fällt ein großer Schnee; und er
lässet es wunderlich durch einander blitzen, daß sich
der Himmel auftut,
und die Wolken schweben, wie die Vögel fliegen.
Er macht durch seine Kraft die Wolken dicht, daß
Hagelsteine herausfallen.
Sein Donner erschreckt die Erde, und Berge zittern vor
ihm.
Durch seinen Willen wehet der Südwind und der
Nordwind.
Und wie die Vögel fliegen, so wenden sich die Winde,
und wehen den Schnee durch einander, daß er sich zu Haufen
wirft, als wenn sich die Heuschrecken niedertun.
Er ist so weiß, daß er die Augen blendet, und
das Herz muß sich verwundern solches seltsamen Regens.
Er schüttet den * Reif auf die Erde wie Salz; und
wenn es gefrieret, so werden Eiszacken wie die Spitzen an den
Stecken.
*Psalm 147,16.
Und wenn der kalte Nordwind wehet, so wird das Wasser zu
Eis; wo Wasser ist, da wehet er überher, und zeucht (zieht)
dem Wasser einen Harnisch an.
Er verderbt die Gebirge, und verbrennet die Wüste,
und verdorret alles, was grün ist, wie ein Feuer.
Dawider hilft ein dicker Nebel, und ein Tau nach der
Hitze, der erquickt alles wieder.
Durch sein Wort brachte er das Meer zu Ruhe; und
hat Inseln drein gesäet.
Die auf dem Meer fahren, die sagen von seiner
Fährlichkeit, und die wir's hören, verwundern uns.
Daselbst sind seltsame Wunder, mancherlei Tiere und
Walfische; durch dieselben schifft man hin.
Durch sein Wort bestehet alles.
Psalm 33,6.
Wenn wir gleich viel sagen, so können wir's doch
nicht erreichen; kurz: er ist alles.
Psalm 106,2.
Wenn wir gleich alles hoch rühmen, was ist das? Er
ist doch noch viel höher denn alle seine Werke.
Der Herr ist unaussprechlich groß, und seine Macht
ist wunderbarlich.
Lobet und preiset den Herrn, so hoch ihr vermögt; er
ist doch noch höher.
Preiset ihn aus allen Kräften, und laßt nicht
ab;
dennoch werdet ihr's nicht erreichen.
Wer hat ihn gesehen, daß er von ihm sagen könnte?
Wer kann ihn so hoch preisen, als er ist?
Wir sehen seiner Werke das wenigste; denn viel größere
sind uns noch verborgen.
Denn alles, was da ist, hat der Herr gemacht, und das gibt
er den Gottesfürchtigen zu wissen.
Das 44. Kapitel.
Lob der Erzväter: des Henoch, Noah, Abraham, Isaak,
Jakob.
Laßt uns loben
die berühmten Männer und unsere Väter nach
einander!
Viel herrliche Dinge hat der
Herr bei ihnen getan von Anfang durch seine große Macht.
Sie haben ihre Königreiche
wohl regieret, und löbliche Taten getan. Sie haben weislich
geraten und geweissaget.
Sie haben Land und Leute
regiert mit Rat und Verstand der Schrift.
Sie haben die Musik gelernet,
und geistliche Lieder gedichtet.
Sie sind auch reich gewesen,
und haben große Güter gehabt, und im Frieden regieret,
solange sie hie gewesen sind.
Also sind sie alle zu ihren
Zeiten löblich gewesen, und bei ihrem Leben gerühmt.
Und sie haben einen herrlichen
Namen hinter sich gelassen.
Aber die andern haben keinen
Ruhm, und sind umkommen, als wären sie nie gewesen. Und da
sie noch lebeten, waren sie eben, als lebeten sie nicht; und ihre
Kinder nach ihnen auch also.
Aber jenen heiligen Leuten,
welcher Gerechtigkeit nicht vergessen wird, ist ein gut Erbe
blieben samt ihren Kindern.
Ihre Nachkommen sind im Bund
blieben, und um ihretwillen sind ihre Kindeskinder immer für
und für blieben;
und ihr Lob wird nicht
untergehen.
Sie sind im Frieden begraben;
aber ihr Name lebt ewiglich.
Die Leute reden von ihrer
Weisheit,
und die Gemeine verkündiget
ihr Lob.
Henoch gefiel dem Herrn
wohl, und ist weggenommen, daß er der Welt eine Vermahnung
zur Buße wäre.
1. Mose
5,24.
Noah ward erfunden
unsträflich, und zur Zeit des Zorns hat er Gnade gefunden,
1. Mose 6,9;
7,1.
und ist übrig behalten
auf Erden, da die Sintflut kam.
Er empfing den Bund für
die Welt, daß nicht mehr alles Fleisch durch die Sintflut
vertilget werden sollte.
1. Mose
9,15.
Abraham, * der
hochberühmte Vater vieler Völker, hat seinesgleichen
nicht in der Ehre.
*1. Mose
17,2.5.
Er hielt das Gesetz des
Höchsten, und Gott machte mit ihm einen Bund, und stiftete
denselben Bund * an seinem Fleisch; und er + ward treu erfunden,
da er versucht ward.
*1. Mose
17,13. +1.
Mose 22,12.
Darum verhieß ihm Gott
mit einem Eide, daß durch seinen Samen die Heiden sollten
gesegnet werden, und er wie der Staub der Erde gemehret sollte
werden,
und sein Same erhöhet wie
die Sterne, und Erben werden von einem Meer bis ans andre, und
vom Strom an bis an der Welt Ende.
Und hat denselben Segen
über alle Menschen und den Bund auch also bestätigt *
mit Isaak um seines Vaters Abraham willen;
*1. Mose
26,3.4.
und hat's auf Jakob kommen und
bleiben lassen.
1. Mose
28,14.
Er hat ihn gnädiglich
gesegnet, und ihm das Erbe gegeben, und sein Teil * abgesondert,
und in die zwölf Stämme geteilet.
*5. Mose
32,8.9.
Das 45. Kapitel.
Von Mose, Aaron und Pinehas (Pinhas).
Er hat aus ihm kommen
lassen den heiligen Mann Mose, der * aller Welt lieb und wert
war, und beide Gott und Menschen, ihm hold waren, des Name hoch
gepriesen wird.
*2. Mose
11,3.
Er hat ihn auch geehret wie
die heiligen Väter, und hoch erhoben, daß ihn die
Feinde fürchten mußten; und ließ ihn mit Worten
viel Zeichen tun.
Er machte ihn herrlich vor
Königen, und gab ihm Befehl an sein Volk, und * zeigte ihm
seine Herrlichkeit.
*2. Mose
33,18-34,7.
Er hat ihn auserkoren zum
heiligen Stand um seiner * Treue und Sanftmut willen, und aus
allen Menschen erwählet.
*4. Mose
12,7.
Er ließ ihn hören
seine Stimme, und führte ihn in die finstre Wolke.
2. Mose
19,16-20.
Er hat ihm die Gebote gegeben
* von Angesicht zu Angesicht, das Gesetz des +
Lebens und der ** Weisheit, daß
er Jakob sollte den Bund lehren und Israel seine Rechte.
*2. Mose
33,11. +5. Mose 30,19. **5.
Mose 4,6.
Er hat * Aaron, seinen
Bruder, aus demselben Stamm Levi, auch erhöhet, und ihm
gleich auserkoren.
*2. Mose
4,14; 28.
Er machte einen ewigen Bund
mit ihm, und gab ihm das Priestertum im Volk.
Er hat ihn prächtig und
schön gekleidet, und legte ihm einen herrlichen Rock an, und
zog ihm allerlei Schmuck an.
Er rüstete ihn mit
köstlichem Geschmeide, und legte ihm an die Niederkleider,
den langen Rock und Leibrock,
und hing viel güldener
Granatäpfel und Schellen umher an ihn, daß es klänge,
wenn er aus- und einginge, und der Klang gehört würde
im Heiligtum, damit seines Volks vor Gott gedacht würde;
ja, den heiligen Rock mit
Golde, blauem und rotem Purpur gestickt;
das Amtsschildlein auf der
Brust mit dem Licht und Recht, künstlich gewirkt, mit den
edlen Steinen, darin die Namen der zwölf Stämme Israels
gegraben und in Gold gefasset durch die Steinschneider, daß
ihrer gedacht würde vor Gott;
das güldene Stirnblatt an
dem Hut, darin gegraben war: Heilig dem Herrn; welches alles war
herrlich, köstlich, lieblich und schön.
Man hat
desgleichen vor ihm nie gesehen.
Es
durfte sie auch kein andrer anziehen, ohne seine Kinder allein
und Kindeskinder für und für.
Seine
Opfer sollten täglich zweimal vollbracht werden immerdar.
2.
Mose 29,38.
Mose *
füllte ihm die Hände, und salbete ihn mit dem heiligen
Öle.
*2.
Mose 29,9.33. 3. Mose 8,30-33.
Es ward
der Bund mit ihm gemacht, daß er und * seine Söhne
ewiglich, solange die Tage des Himmels währen, ihm dienen,
Priester sein, und + sein Volk in seinem Namen segnen sollten.
*2.
Mose 40,15. 5. Mose 18,5. +4.
Mose 6,23-27.
Er hat
ihn erwählet aus allen Lebendigen, daß er dem Herrn
opfern sollte Speisopfer und Rauchopfer zum süßen
Geruch und Gedächtnis, das Volk zu versöhnen.
Er
befahl ihm das Amt seines Worts, daß er Jakob seine
Zeugnisse lehren, und Israel mit seinem Gesetze erleuchten
sollte.
5.
Mose 33,10.
Es
rotteten sich wohl andere wider ihn, und neideten ihn in der
Wüste: die mit Dathan und Abiram waren, und die wütende
Rotte Korahs;
4.
Mose 16.
aber
der Herr sah es, und gefiel ihm nicht; und sie wurden
verschlungen im grimmigen Zorn.
Er
erzeigete ein schrecklich Wunder an ihnen, und verschlang sie mit
seinem Feuer.
Er
ehrte Aaron noch weiter, und gab ihm ein Erbteil, nämlich
alle Erstlinge teilte er ihm zu; vor allem andern verordnete er
ihnen Brots genug;
4.
Mose 18,8-20.
denn
sie sollten essen des Herrn Opfer, die er ihm und seinem Samen
gab.
Aber
sie durften kein Teil am Lande haben, noch mit dem Volk erben,
sondern der Herr war ihr Teil und Erbe.
Pinehas
(Pinhas),
der Sohn Eleasars, war der dritte in solcher Ehre; der eiferte in
Gottesfurcht.
Und da
das Volk abfiel, stund er treulich, fest und keck, und versöhnte
Israel.
4.
Mose 25,7-13.
Darum
ward ihm gegeben der Bund des Friedens, daß er dem
Heiligtum und dem Volk vorstehen, und er und sein Same die
priesterliche Würdigkeit ewiglich haben sollte.
Gleichwie
mit David aus dem Stamm Juda der Bund gemacht ist, daß
allein aus seinen Söhnen einer König sein soll:
also
sollen auch Aaron und sein Same die Erben sein, daß man uns
Weisheit lehre, und sein Volk recht regiere; auf daß ihr
Stand und Herrlichkeit nicht untergehe, sondern für und für
bei ihnen bleibe.
Das 46.
Kapitel.
Von Josua und Kaleb, den
Richtern und Samuel.
*
Jesus, der Sohn Nuns, war ein Held im Streit und ein Prophet
nach Mose,
*Josua.
5. Mose 34,9.
der
große Siege behielt für die Auserwähleten Gottes,
wie sein Name gibt, und sie rächte an den Feinden, von
welchen sie angegriffen wurden, auf daß Israel sein Erbe
kriegete.
Er hat
Ehre erlanget, da er * die Hand ausreckte, und das Schwert zückte
wider die Städte.
*Josua
8,18.19.26.
Wer ist
jemals so dagestanden? Er fing die Feinde des Herrn.
Um
seinetwillen stund die Sonne, und ward ein Tag so lang als zween.
Josua
10,12-14.
Er rief
an den Höchsten und Mächtigen, da er seine Feinde
allenthalben drängte; und der Herr, der Große, erhörte
ihn, und ließ sehr große * Hagelsteine fallen auf die
Feinde;
*Josua
10,11.
und
schlug die Widersacher tot, da sie herunterzogen. Und die Heiden
wurde gewahr, was diese für Geschütz hatten,
und daß
der Herr selbst gegenwärtig wäre in dem Streit, darum
daß er * dem Allmächtigen treulich gefolget war.
*Josua
14,8.9.
Und
zur Zeit Moses tat er und Kaleb, der Sohn Jephunnes, ein gut
Werk: da stunden sie wider den Haufen, und wehreten dem Volk die
Sünde, und stilleten den schädlichen Aufruhr.
4.
Mose 14,6-9.
Darum
sind sie zween allein erhalten unter sechshunderttausend Mann,
und haben das Volk zum Erbe gebracht ins Land, da Milch und Honig
innen fleußt.
Und der
Herr erhielt * den Kaleb bei Leibeskräften bis in sein
Alter, daß er hinaufzog aufs Gebirge im Lande, und sein
Same besaß das Erbe;
*Josua
14,11.
auf daß
alle Kinder Israel sähen, wie gut es ist, dem Herrn
gehorchen.
Und
die Richter, ein jeglicher nach seinem Namen, welche nicht
Abgötterei trieben, noch vom Herrn abfielen, werden auch
gepriesen.
Ihre
Gebeine grünen noch immer, da sie liegen;
Kapitel
49,12.
und ihr
Name wird gepriesen in ihren Kindern, auf welche er geerbet ist.
Und
Samuel, der Prophet des Herrn, von seinem Gott geliebt, richtete
ein Königreich an, und salbete Fürsten über sein
Volk.
1.
Samuel 10,1; 16,13.
Er
richtete die Gemeine nach dem Gesetze des Herrn, und der Herr sah
Jakob wieder an.
Und der
Prophet ward rechtschaffen und treu erfunden, und man erkannte,
daß seine Weissagungen gewißlich wahr wurden.
Er rief
an den Herrn, den Mächtigen, da seine Feinde allenthalben
drängten, und opferte ein junges Lamm.
Und der
Herr donnerte vom Himmel herab, und ließ sich hören in
einem großen Wetter,
1.
Samuel 7,9.10; 12,18.
und
zerschlug die Fürsten der Feinde und alle Herren der
Philister.
Und vor
seinem Ende, ehe er starb, bezeugte er vor dem Herrn und seinem
Gesalbeten, daß er von keinem Menschen Geld, auch nicht
einen Schuh genommen hätte; und kein Mensch konnte ihn etwas
zeihen.
1.
Samuel 12,3-5.
Und da
er nun entschlafen war, weissagte er, und verkündigte dem
Könige sein Ende, und ließ sich hören aus der
Erde hervor, und weissagte, daß die gottlosen Leute sollten
umkommen.
1.
Samuel 28,15-19.
Das 47.
Kapitel.
Von den Königen David,
Salomo, Rehabeam und Jerobeam.
Danach zur Zeit Davids weissagete Nathan.
2. Samuel 7,4; 12,1.
Und David war unter den Kindern Israel auserkoren, wie das
Fette am Opfer Gott geeignet ist.
Er ging mit Löwen um, als scherzte er mit Böcklein,
und mit Bären als mit Lämmern.
1. Samuel 17,34.35.
In seiner Jugend schlug er den Riesen tot, und nahm weg
die Schmach von seinem Volk.
1. Samuel 17,49-51.
Auf hub er seine Hand, und warf mit der Schleuder, und
schlug den stolzen Goliath danieder.
Denn er rief den Herrn, den Höchsten, an, der stärkte
ihm seine Hand, daß er erwürgte den starken Krieger,
und erhöhte das Horn seines Volks.
Er ließ ihn * rühmen als zehntausend Mann wert,
und ehrte ihn mit göttlichem Segen, daß er die
königliche Krone kriegte.
*1. Samuel 18,7.
Er schlug die Feinde allenthalben, und vertilgte die
Philister, seine Widersacher, und zerbrach ihr Horn, wie es noch
heutiges Tages zerbrochen ist.
2. Samuel 8,1.
Für ein jegliches Werk dankte er dem Heiligen, dem
Höchsten, mit einem schönen Liede.
Er sang von ganzem Herzen, und liebete den, der ihn
gemacht hatte.
Er stiftete Sänger vor den Altar, und ließ sie
süße Lieder singen.
1. Chronik 25.
Und ordnete, die Feiertage herrlich zu halten, und daß
man die Jahrfeste durchs ganze Jahr schön begehen sollte,
loben den Namen des Herrn und singen des Morgens im Heiligtum.
Der Herr * vergab ihm seine Sünden, und + erhöhte
sein Horn ewiglich, und machte einen Bund mit ihm, daß **
das Königreich und königlicher Stuhl in Israel bei ihm
bleiben solle.
*2. Samuel 12,13. +Psalm 89,25.
**2. Samuel 7,12-16.
Nach * ihm ward König sein kluger Sohn Salomo,
dem der Vater gute Ruhe geschafft hatte, daß er im Frieden
regierte.
*1. Könige 2,12.
Denn Gott hatte alles umher stille gemacht, daß er
seinem Namen ein Haus bauete, und ein Heiligtum aufrichtete, das
für und für bliebe.
1. Könige 5,17-19.
O wie wohl lerntest du in deiner Jugend, und warest * voll
Verstandes, wie ein Wasser das Land bedeckt!
*1. Könige 5,9-14.
Und hast alles mit Sprüchen und Lehren erfüllet.
Und dein Name ward genannt fern in den Inseln, und um deines
Friedens willen warest du lieb und wert gehalten.
Alle Lande verwunderten sich deiner Lieder, Sprüche,
Gleichnisse und Auslegungen,
und lobeten den Herrn, der da heißet der Gott
Israels.
1. Könige 10,9.
Du brachtest so viel Gold zuwege als Zinn und so viel
Silber als Blei.
1. Könige 10,27.
Dein Herz hing sich an die Weiber, und ließest dich
durch sie betören, und hingest deiner Ehre einen
Schandflecken an,
1. Könige 11,1-13.
und machtest, daß deine Kinder verworfen sein
mußten, und der Zorn über deine Nachkommen ging zur
Strafe deiner Torheit,
da das Königreich zerteilet ward, und in Ephraim ein
abgöttisch Königreich entstund.
Aber der Herr wandte sich nicht von seiner Barmherzigkeit,
und änderte nicht sein verheißen Werk, und vertilgete
nicht gar seines Auserwähleten Nachkommen, und tat nicht weg
den Samen * seines Liebhabers,
*Vers 10.
sondern behielt noch etwas übrig dem Volk Jakob und
eine Wurzel von David.
Und Salomo entschlief mit seinen Vätern,
und ließ hinter sich seines Samens Rehabeam, * einen
unweisen Mann, das Volk zu regieren,
*1. Könige 12,13.
der keinen Verstand hatte, der das Volk mit seinem
Eigensinn abfällig machte;
dazu Jerobeam, den Sohn Nebats, der Israel zur Abgötterei
brachte, und führte Ephraim in Sünde.
1. Könige 12,28.
Und ihrer Sünden wurde sehr viel, daß sie
zuletzt aus ihrem Lande vertrieben wurden.
2. Könige 17,6-23.
Denn sie erdachten allerlei Abgötterei, bis die Rache
über sie kam.
Das 48. Kapitel.
Von Elia, Elisa, dem König Hiskia und Jesaja.
Und der Prophet Elia
brach hervor wie ein Feuer, und sein Wort brannte wie eine
Fackel;
1. Könige
17,1.
und brachte die teure Zeit
über sie, und machte sie geringer an der Zahl durch seinen
Eifer.
Denn durch das Wort des Herrn
* schloß er den Himmel zu; + dreimal brachte er Feuer
herab.
*Lukas 4,25.
+1. Könige 18,38. 2. Könige 1,10.12.
O wie herrlich bist du
gewesen, Elia, mit deinen Wunderzeichen! Wer ist so herrlich als
du?
Durch das Wort des Höchsten
hast du einen Toten auferweckt, und wieder aus der Hölle
gebracht.
1. Könige
17,22.
Du hast Könige gestürzt
und umgebracht, und aus ihrem Bette, die herrlich gehalten waren.
1. Könige
21,19.29. 2. Könige 1,4.16.
Du hast auf dem Berge Sinai
gehöret die zukünftige Strafe und in Horeb die Rache.
1. Könige
19,17.
Du hast Könige gesalbet,
die da strafen sollten, und Propheten nach dir verordnet.
1. Könige
19,15.16.19.
Du bist weggenommen in einem
Wetter mit einem feurigen Wagen und Rossen.
2. Könige
2,11.
Du bist verordnet, daß
du strafen sollst zu seiner Zeit, zu stillen den Zorn, ehe der
Grimm kommt, das Herz der Väter zu den Kindern zu kehren,
und die Stämme Jakobs wiederzubringen.
Maleachi
3,23.24.
Wohl denen, die dich sehen,
und mit Liebe geschmückt sein werden!
Da werden auch wir das rechte
Leben haben.
Da Elia im Wetter weg
war, da * kam sein Geist auf Elisa reichlich. Zu seiner Zeit
erschrak er vor keinem Fürsten, und niemand konnte ihn
überwinden.
*2. Könige
2,9.15.
Nichts war ihm zu schwer, und
da er * tot war, weissagte noch sein Leichnam.
*2. Könige
13,21.
Da er lebte, tat er Zeichen,
und da er tot war, tat er Wunder.
Doch half das alles nicht, daß
sich das Volk gebessert, und von ihren Sünden gelassen
hätte, bis sie aus ihrem Lande vertrieben, und in alle Lande
zerstreuet wurden,
und ein klein Häuflein
überblieb, und ein Fürst im Hause David.
Unter welchen etliche taten,
was Gott gefiel; aber etliche sündigten sehr.
Hiskia befestigte seine
Stadt, und leitete Wasser hinein; und er ließ in den Fels
graben und Brunnen machen.
2. Könige
20,20.
Zu seiner Zeit zog herauf
Sanherib, und sandte Rabsake (Rabschake);
er hub seine Hand auf wider Zion, und trotzte mit großem
Hochmut.
2. Könige
18,13.17.
Da erzitterten ihre Herzen und
Hände, und ward ihnen bange wie einem Weibe in Kindsnöten.
Und sie riefen den
barmherzigen Herrn an, und huben ihre Hände auf zu ihm.
Und der Heilige im Himmel
erhörte sie bald, und erlöste sie durch Jesaja.
Jesaja 37.
Er schlug das Heer der
Assyrer, und sein Engel vertilgte sie.
2. Könige
19,35.
Denn Hiskia tat, was dem Herrn
wohlgefiel, und blieb beständig auf dem Wege Davids, seines
Vaters, wie ihn lehrete Jesaja, der ein großer und
wahrhaftiger Prophet war in seiner Weissagung.
Zu derselbigen Zeit ging die
Sonne wieder zurück, und er verlängerte dem Könige
das Leben.
2. Könige
20,5-11.
Er weissagte mit reichem
Geist, was zuletzt geschehen sollte, und gab den Betrübten
zu Zion * Trost, damit sie sich für und für trösten
möchten.
*Jesaja
40,1.
Er verkündigte das
Zukünftige und Verborgne, ehe denn es kam.
Jesaja
46,10; 48,5.
Das 49. Kapitel.
Von Josia und den Königen in Juda, mehreren Propheten,
berühmten Männern und Erzvätern.
Der Name Josias ist wie
ein edel Räucherwerk aus der Apotheke;
er ist süß wie
Honig im Munde und wie ein Saitenspiel beim Wein.
Er hatte große Gnade,
das Volk zu bekehren, und die Greuel der Abgötterei abzutun.
2. Könige
23,1-25.
Er
wagte es mit ganzem Herzen auf den Herrn; er richtete den rechten
Gottesdienst wieder auf, da das Land voll Abgötterei war.
Alle
Könige, ausgenommen David, Hiskia und Josia, haben sich
verschuldet;
denn
sie verließen das Gesetz des Höchsten.
Danach
war es aus mit den Königen Judas; denn sie mußten ihr
Königreich andern lassen und ihre Herrlichkeit einem fremden
Volk.
Die
verbrannten die auserwählete Stadt des Heiligtums, und
machten ihre Gassen wüste, wie * Jeremia geweissagt hatte,
*Jeremia
21,10; 34,2; 37,8; 38,23.
welchen
sie übel plagten; der * in Mutterleib zum Propheten
auserkoren war, daß er ausrotten, zerbrechen und zerstören,
und wiederum auch bauen und pflanzen sollte.
*Jeremia
1,4-10.
Hesekiel
sah die Herrlichkeit des Herrn im Gesichte, welche er ihm zeigte
auf dem Wagen der Cherubim.
Hesekiel
1,4-28.
Er hat
geweissaget wider die Feinde, und Trost verkündiget denen,
die da rechttun.
Und der
zwölf Propheten * Gebeine grünen noch, da sie liegen.
Denn sie haben Jakob getröstet, und Erlösung verheißen,
der sie gewiß hoffen sollten.
*Kapitel
46,14.
Wie
wollen wir * Serubabel preisen, der wie ein + Siegelring an der
rechten Hand war?
*Esra
3,2. +Haggai 2,23.
und *
Jesus, den Sohn Jozadaks? welche zu ihrer Zeit den Tempel
baueten, und das heilige Haus dem Herrn wieder aufrichteten, das
da bleiben sollte zu ewiger + Herrlichkeit.
*Esra
3,2. +Haggai 2,7.9.
Und *
Nehemia ist allezeit zu loben, der uns die zerstöreten
Mauern wieder aufgerichtet hat, und die Tore mit Schlössern
gesetzt, und unsre Häuser wieder gebauet.
*Nehemia
2,17; 7,1.
Niemand
ist auf Erden geschaffen, der Henoch gleich sei; denn er ist von
der Erde weggenommen.
1.
Mose 5,24.
Dem
Joseph auch nicht, welcher war ein Herr über seine Brüder
und Erhalter seines Volks.
1.
Mose 42,6; 50,20.
Seine
Gebeine wurden wiederum heimgebracht.
1.
Mose 50,25. Josua 24,32.
* Seth
und + Sem sind unter den Leuten in großen Ehren gewesen.
*1.
Mose 4,25. +1. Mose 9,26.
Adam
aber ist geehret über alles, was da lebt, daß * er der
erste von Gott geschaffen ist.
*1.
Mose 2,7.
Das 50.
Kapitel.
Lob des Hohenpriesters Simon.
Dankgebet und Schluß des Buches.
Simon,
des Onias Sohn, der Hohepriester, der zu seiner Zeit das Haus
besserte, und den Tempel befestigte,
und den
Grund noch eins so hoch aufführte, und oben den Umgang am
Tempel wieder zurichtete;
zu
seiner Zeit war der Brunnen verfallen, den faßte er mit
Kupfer;
er
sorgete für den Schaden seines Volks, und machete die Stadt
fest wider die Feinde.
Wie
herrlich prangte er, wenn das Volk umzog!
Wenn er
hinter dem Vorhang hervorging, so leuchtete er wie der
Morgenstern durch die Wolken, wie der volle Mond;
wie die
Sonne scheinet auf den Tempel des Höchsten; wie der
Regenbogen mit seinen schönen Farben;
wie
eine schöne Rose im Lenze; wie die Lilien am Wasser, wie der
Weihrauchbaum zur Sommerszeit;
wie ein
angezündeter Weihrauch im Rauchfaß;
wie ein
Kelch von getriebenem Gold, mit allerlei Edelsteinen gezieret;
wie ein
fruchtbarer Ölbaum und wie der höchste Zypressenbaum.
Wenn er
den schönen langen Rock anlegte, und * den ganzen Schmuck
anzog, und zum heiligen Altar trat, so zierte er das ganze
Heiligtum umher.
*2.
Mose 28,4.
Wenn er
aber aus der Priester Händen die Opferstücke nahm, und
bei dem Feuer stund, das auf dem Altar brannte,
so
stunden seine Brüder rings um ihn her wie die Zedern, auf
dem Libanon gepflanzt, und umringeten ihn wie Palmzweige;
und
alle Kinder Aaron in ihrem Schmuck, und hatten des Herrn Opfer in
ihren Händen vor der ganzen Gemeine Israel.
Und er
richtete sein Amt aus auf dem Altar, und tat also dem Höchsten,
dem Allmächtigen, ein feines Opfer.
Er
reckte seine Hand aus mit dem Trankopfer, und opferte roten Wein,
und goß an den Boden des Altars zum süßen Geruch
dem Höchsten, der aller König ist.
Da
riefen die Kinder Aaron laut, und * bliesen mit Trompeten, und
töneten hoch, daß ihrer gedacht würde vor dem
Höchsten.
*2.
Chronik 7,6.
Da fiel
alsobald alles Volk mit einander zur Erde auf ihr Angesicht, und
beteten zum Herrn, ihrem allmächtigen, höchsten Gott.
Und die
Sänger lobeten ihn mit Psalmen, und das ganze Haus erscholl
von dem süßen Getöne.
Und das
Volk betete zum Herrn, dem Höchsten, daß er gnädig
sein wolle, bis der Gottesdienst aus war, und sie ihr Amt
vollendet hatten.
Wenn er
nun wieder herabging, so reckte er seine Hand aus über die
ganze Gemeine der Kinder Israel, und gab ihnen den Segen des
Herrn mit seinem Munde, und wünschte ihnen Heil in seinem
Namen.
Da
beteten sie abermal, und nahmen den Segen an von dem Höchsten.
Nun danket alle Gott, der
* große
Dinge tut an allen Enden; der uns von Mutterleib an lebendig
erhält, und tut uns alles Gute.
*Joel
2,21.
Er gebe uns ein fröhlich
Herz, und verleihe immerdar Frieden zu unsrer Zeit in Israel,
und daß seine Gnade
stets bei uns bleibe, und erlöse uns, solange wir leben.
Zweierlei
Volk bin ich von Herzen feind; dem dritten aber bin ich so gram
als sonst keinem:
dem
Volk, das da wohnet * auf dem Gebirge Seїr, den Philistern
und dem tollen Pöbel zu Sichem.
*1.
Mose 36,8.9.
Diese
Lehre und Weisheit hat in dies Buch geschrieben Jesus, der Sohn
Sirachs, von Jerusalem, und aus seinem Herzen solche Lehre
geschüttet.
Wohl
dem, der sich hierin übet! Und wer's zu Herzen nimmt, der
wird weise werden.
Und wo
er danach tut, so wird er zu allen Dingen tüchtig sein; denn
des Herrn Licht leitet ihn.
Das 51.
Kapitel.
Gebet und Schlußvermahnung.
Ein Gebet Jesu, des Sohns
Sirachs.
Ich
danke dir, Herr, mein König, und lobe dich, Gott, meinen
Heiland.
Ich
danke deinem Namen, daß du mein Schutz und Hilfe bist,
und
meinen Leib aus dem Verderben, vom Strick der falschen Zunge und
den Lügenmäulern erlöset hast;
und
hast mir geholfen wider die Feinde, und hast mich errettet nach
deiner großen und hochgerühmten Barmherzigkeit von dem
Brüllen derer, die mich fressen wollten;
aus der
Hand derer, die mir nach dem Leben stunden, aus vielen Trübsalen,
darin ich lag;
aus dem
Brande, der mich umgeben hatte, mitten aus dem Feuer, das ich
nicht angezündet hatte, aus dem tiefen Rachen der Hölle;
von den
falschen Kläffern und Lügnern vor dem Könige und
von ungerechtem Urteil.
Ich war
dem Tode nahe, und mein Leben war schier zur Hölle gesunken;
ich war
umringet, und niemand half mir;
ich
suchte Hilfe bei den Menschen, und fand keine.
Da
gedachte ich, Herr, an deine Barmherzigkeit, und wie du allezeit
geholfen hast;
denn du
errettest alle, die auf dich harren, und erlösest sie aus
den Händen der Heiden.
Ich
betete zu Gott wider ihren Grimm, und flehte um Erlösung vom
Tod;
und
rief an den Herrn, meinen Vater und Herrscher, daß er mich
nicht verließe in der Not, und wenn die Stolzen trotzeten,
und ich keine Hilfe hatte.
Ich
lobe deinen Namen ohne Unterlaß, und ich preise und danke
dir; denn mein Gebet ist erhöret,
und du
hast mich errettet aus dem Verderben und von allem Übel.
Darum
will ich dir, Herr, danken und loben, und deinen Namen preisen.
Da
ich noch jung war, ehe ich verführet ward, * suchte ich die
Weisheit ohne Scheu mit meinem Gebet.
*1.
Könige 3,9.
Im
Tempel bat ich drum, und will sie bis an mein Ende suchen.
Mein
Herz freute sich über ihr, als wenn die Trauben reifen.
Ich
ging strackes Weges zu ihr, und forschte von Jugend auf nach ihr;
ich horchte drauf, und nahm sie an.
Da
lernte ich wohl, und nahm sehr zu durch sie.
Darum
danke ich dem, der mir Weisheit gab.
Ich
setzte mir vor, danach zu tun, und mich zu fleißigen des
Guten; und ich werde nicht zu Schanden werden.
Ich
rang von Herzen danach, und war fleißig, danach zu tun.
Ich hub
meine Hände auf gen Himmel;
da ward
meine Seele erleuchtet durch die Weisheit, daß ich meine
Torheit erkannte.
Ich
stund mit Ernst nach ihr; sie und ich wurden Ein Herz von Anfang,
und fand sie rein. Darum werde ich nicht verworfen werden.
Meinem
Herzen verlangte nach ihr, und ich kriegte einen guten Schatz.
Der
Herr hat mir durch sie eine neue Zunge gegeben, damit will ich
ihn loben.
Macht
euch her zu mir, ihr Unerfahrnen, und kommt zu mir in die Schule;
und was
euch fehlet, das könnt ihr hie lernen; denn ihr seid
gewißlich sehr durstig.
Ich
habe meinen Mund aufgetan, und gelehret. Denkt nun, und kauft
euch Weisheit, weil ihr sie * ohne Geld haben könnt.
*Jesaja
55,1.
Und
ergebt euren Hals unter ihr Joch, und laßt euch ziehen; man
findet sie jetzt in der Nähe.
Sehet mich an; ich habe
eine kleine Zeit Mühe und Arbeit gehabt, und habe großen
Trost gefunden.
Nehmet
die Lehre an wie einen großen Schatz Silbers, und behaltet
sie wie einen großen Haufen Goldes.
Freuet
euch der Barmherzigkeit Gottes, und schämet euch seines
Lobens nicht.
Tut,
was euch geboten ist, weil ihr * die Zeit habt, so wird er's euch
wohl belohnen zu seiner Zeit.
*Galater
6,10.
DAS
BUCH BARUCH
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