|
DIE BIBEL
Heilige
Schrift
DAS
EVANGELIUM NACH MATTHÄUS
Kapitel 1 -
14
Jesu Stammbaum
Kapitel 1
Dies ist das Buch von der
Geschichte Jesu Christi, der da ist ein Sohn Davids, des Sohnes
Abrahams.
Abraham zeugte Isaak.
Isaak zeugte Jakob. Jakob zeugte Juda und seine Brüder.
Juda zeugte Perez und Serach
von der Thamar. Perez zeugte Hezron. Hezron zeugte Ram.
Ram zeugte Amminadab.
Amminadab zeugte Nachschon. Nachschon zeugte Salma.
Salma zeugte Boas von der
Rahab. Boas zeugte Obed von der Ruth. Obed zeugte Jesse.
Jesse zeugte den König
David. David zeugte Salomo von dem Weib des Uria.
Salomo zeugte Rehabeam.
Rehabeam zeugte Abia. Abia zeugte Asa.
Asa zeugte Josaphat. Josaphat
zeugte Joram. Joram zeugte Usia.
Usia zeugte Jotham. Jotham
zeugte Ahas. Ahas zeugte Hiskia.
Hiskia zeugte Manasse. Manasse
zeugte Amon. Amon zeugte Josia.
Josia zeugte Jojachin und
seine Brüder um die Zeit der babylonischen Gefangenschaft.
Nach der babylonischen
Gefangenschaft zeugte Jojachin Sealthiël.
Sealthiël zeugte Serubabel.
Serubabel zeugte Abiud. Abiud
zeugte Eliakim. Eliakim zeugte Asor.
Asor zeugte Zadok. Zadok
zeugte Achim. Achim zeugte Eliud.
Eliud zeugte Eleasar. Eleasar
zeugte Matthan. Matthan zeugte Jakob.
Jakob zeugte Joseph, den Mann
der Maria, von welcher ist geboren Jesus, der da heißt
Christus.
Alle Glieder von
Abraham bis auf David sind vierzehn Glieder. Von David bis auf
die babylonische Gefangenschaft sind vierzehn Glieder. Von der
babylonischen Gefangenschaft bis auf Christus sind vierzehn
Glieder.
Jesu Geburt
Die Geburt Jesu Christi
geschah aber also. Als Maria, seine Mutter, dem Joseph vertrauet
war, erfand sich's, ehe er sie heimholte, daß sie schwanger
war von dem heiligen Geist.
Joseph aber, ihr Mann, war
fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie
heimlich zu verlassen.
Indem er aber also gedachte,
siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sprach:
Joseph, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, dein
Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist
von dem heiligen Geist.
Und sie wird einen Sohn
gebären, des Namen sollst du Jesus heißen, denn er
wird sein Volk retten von ihren Sünden.
Das ist aber alles geschehen,
auf daß erfüllt würde, was der Herr durch den
Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja
7,14):
«Siehe,
eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären,
und sie werden seinen Namen Immanuel heißen», das ist
verdolmetscht: Gott mit uns.
Da nun Joseph vom
Schlaf erwachte, tat er, wie ihm des Herrn Engel befohlen hatte,
und nahm sein Gemahl zu sich.
Und er berührte sie
nicht, bis sie einen Sohn gebar; und hieß seinen Namen
Jesus.
Die Weisen aus dem Morgenland
Kapitel 2
Da Jesus geboren war zu
Bethlehem im jüdischen Lande zur Zeit des Königs
Herodes, siehe, da kamen Weise vom Morgenland nach Jerusalem und
sprachen:
Wo ist der neugeborene König
der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind
gekommen, ihn anzubeten.
Da das der König Herodes
hörte, erschrak er und mit ihm das ganze Jerusalem
und ließ versammeln alle
Hohenpriester und Schriftgelehrten unter dem Volk und erforschte
von ihnen, wo der Christus sollte geboren werden.
Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jüdischen Lande;
denn also steht geschrieben durch den Propheten (Micha
5,1):
«Und du Bethlehem im jüdischen Lande bist
mitnichten die kleinste unter den Städten in Juda; denn aus
dir soll mir kommen der Herzog, der über mein Volk Israel
ein Herr sei.»
Da berief Herodes die Weisen heimlich und erkundete mit
Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre,
und wies sie nach Bethlehem und sprach: Ziehet hin und
forschet fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet,
so sagt mir's wieder, daß ich auch komme und es anbete.
Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie
hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten,
ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stand oben über,
wo das Kindlein war.
Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut
und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria,
seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre
Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Und Gott befahl ihnen im Traum, daß sie nicht
sollten wieder zu Herodes gehen, und sie zogen auf einem andern
Weg wieder in ihr Land.
Flucht nach Ägypten
Da sie aber
hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem
Joseph im Traum und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und
seine Mutter zu dir und flieh nach Ägyptenland und bleib
allda, bis ich dir's sage; denn Herodes geht damit um, daß
er das Kindlein suche, es umzubringen.
Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu
sich bei der Nacht und entwich nach Ägyptenland
und blieb allda bis nach dem Tod des Herodes, auf daß
erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt
hat, der da spricht (Hosea 11,1):
«Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.»
Kindermord des Herodes
Da Herodes nun
sah, daß er von den Weisen betrogen war, ward er sehr
zornig und schickte aus und ließ alle Knäblein zu
Bethlehem töten und in der ganzen Gegend, die da zweijährig
und darunter waren, nach der Zeit, die er mit Fleiß von den
Weisen erkundet hatte.
Da ist erfüllt, was gesagt ist von dem Propheten
Jeremia, der da spricht (Jeremia 31,15):
«Zu Rama hat man ein Geschrei gehört, viel
Weinen und Heulen; Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich
nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen.»
Rückkehr aus Ägypten
Da aber Herodes
gestorben war, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph
im Traum in Ägyptenland
und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine
Mutter zu dir und zieh hin in das Land Israel; sie sind
gestorben, die dem Kinde nach dem Leben standen.
Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu
sich und kam in das Land Israel.
Da er aber hörte, daß Archelaus im jüdischen
Lande König war anstatt seines Vaters Herodes, fürchtete
er sich, dahin zu kommen. Und im Traum empfing er Befehl von Gott
und zog ins galiläische Land
und kam und wohnte in der Stadt, die da heißt
Nazareth; auf das erfüllt würde, was da gesagt ist
durch die Propheten: Er soll Nazarener heißen.
Bußpredigt Johannes des Täufers
Kapitel 3
Zu der Zeit kam
Johannes der Täufer und predigte in der Wüste des
jüdischen Landes
und sprach: Tut Buße, denn das Himmelreich ist
nahe herbeigekommen!
Und er ist der, von dem der
Prophet Jesaja gesagt hat und gesprochen (Jesaja
40,3): «Es ist eine Stimme eines Predigers in der
Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg und machet richtig seine
Steige!»
Er aber, Johannes, hatte ein
Kleid von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine
Lenden; seine Speise aber war Heuschrecken und wilder Honig.
Da ging zu ihm hinaus die
Stadt Jerusalem und das ganze jüdische Land und alle Länder
an dem Jordan
und bekannten ihre Sünden
und ließen sich taufen von ihm im Jordan.
Als er nun viele Pharisäer
und Sadduzäer sah zur Taufe kommen, sprach er zu ihnen: Ihr
Otterngezüchte, wer hat denn euch gewiesen, daß ihr
dem künftigen Zorn entrinnen werdet?
Sehet zu, tut rechtschaffene
Frucht der Buße!
Denket nur nicht, daß
ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Ich sage
euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu
erwecken.
Es ist schon die Axt den
Bäumen an die Wurzel gelegt. Darum, welcher Baum nicht gute
Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
Ich taufe euch mit Wasser zur
Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich,
und ich bin nicht genug, ihm die Schuhe abzunehmen; der wird euch
mit dem heiligen Geist und mit Feuer taufen.
Und er hat seine Worfschaufel
in der Hand; er wird seine Tenne fegen und den Weizen in seine
Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit
unauslöschlichem Feuer.
Jesu Taufe
Zu der Zeit kam Jesus aus
Galiläa an den Jordan zu Johannes, daß er sich von ihm
taufen ließe.
Aber Johannes wehrte ihm und
sprach: Ich bedarf wohl, daß ich von dir getauft werde, und
du kommst zu mir?
Jesus aber antwortete und
sprach zu ihm: Laß es jetzt also geschehen, denn so gebührt
es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er's
ihm zu.
Und da Jesus getauft war,
stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich
der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube
herabfahren und über sich kommen.
Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies
ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe.
Jesu Versuchung
Kapitel 4
Da ward Jesus vom Geist in die
Wüste geführt, auf daß er von dem Teufel versucht
würde.
Und da er vierzig Tage und
vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn.
Und der Versucher trat zu ihm
und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß diese
Steine Brot werden.
Und er antwortete und sprach:
Es steht geschrieben (5. Mose 8,3):
«Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von
einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht.»
Da führte ihn der
Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die
Zinne des Tempels
und sprach zu ihm: Bist du
Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn es steht geschrieben (Psalm
91,11.12): «Er wird seinen Engeln über dir
Befehl tun, und sie werden dich auf den Händen tragen, auf
daß du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.»
Da sprach Jesus zu ihm:
Wiederum steht auch geschrieben (5. Mose
6,16): «Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht
versuchen.»
Wiederum führte
ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm
alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit
und sprach zu ihm: Das alles
will ich dir geben, so du niederfällst und mich anbetest.
Da sprach Jesus zu ihm: Hebe
dich weg von mir, Satan! denn es steht geschrieben (5.
Mose 6,13): «Du sollst anbeten Gott, deinen
Herrn, und ihm allein dienen.»
Da verließ ihn der
Teufel. Und siehe, da traten die Engel zu ihm und dienten ihm.
Beginn der Wirksamkeit Jesu.
Jüngerberufung
Da nun Jesus hörte, daß
Johannes gefangen gelegt war, zog er in das galiläische Land
und verließ die Stadt
Nazareth, kam und wohnte zu Kapernaum, das da liegt am See im
Lande Sebulon und Naphthali;
auf das erfüllt würde,
was da gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da spricht
(Jesaja 8,23; 9,1):
«Das Land Sebulon und
das Land Naphthali, die Straße am See, das Land jenseits
des Jordan, das heidnische Galiläa,
das Volk, das in Finsternis
saß, hat ein großes Licht gesehen; und die da saßen
am Ort und Schatten des Todes, denen ist ein Licht aufgegangen.»
Seit der Zeit fing Jesus an zu
predigen und zu sagen: Tut Buße, denn das Himmelreich
ist nahe herbeigekommen!
Als nun Jesus an dem
Galiläischen Meer ging, sah er zwei Brüder, Simon, der
da heißt Petrus, und Andreas, seinen Bruder, die warfen
ihre Netze ins Meer; denn sie waren Fischer.
Und er sprach zu ihnen: Folget
mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!
Alsbald verließen sie
ihre Netze und folgten ihm nach.
Und als er von dannen
weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des
Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Schiff mit ihrem
Vater Zebedäus, daß sie ihre Netze flickten. Und er
rief sie.
Alsbald verließen sie
das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach.
Und Jesus ging umher im
ganzen galiläischen Lande, lehrte in ihren Synagogen und
predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheit
und alle Gebrechen im Volk.
Und die Kunde von ihm erscholl
durch ganz Syrienland. Und sie brachten zu ihm alle Kranken, mit
mancherlei Leiden und Plagen behaftet, die Besessenen, die
Mondsüchtigen und die Gichtbrüchigen; und er machte sie
gesund.
Und es folgte ihm nach viel
Volks aus Galiläa, aus den Zehn Städten, von Jerusalem,
aus dem jüdischen Lande und von jenseits des Jordan.
DIE BERGPREDIGT
(KAPITEL 5-7)
Seligpreisungen
Kapitel 5
Da er aber das Volk sah, ging
er auf einen Berg und setzte sich; und seine Jünger traten
zu ihm.
Und er tat seinen Mund auf,
lehrte sie und sprach:
Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das
Himmelreich ist ihr.
Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen
getröstet werden.
Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das
Erdreich besitzen.
Selig sind, die da hungert und dürstet nach der
Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden
Barmherzigkeit erlangen.
Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden
Gott schauen.
Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes
Kinder heißen.
Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt
werden; denn das Himmelreich ist ihr.
Selig seid ihr, wenn
euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und
reden allerlei Übles wider euch, so sie daran lügen.
Seid fröhlich und
getrost; es wird euch im Himmel wohl belohnt werden. Denn also
haben sie verfolgt die Propheten, die vor euch gewesen sind.
Salz und Licht
Ihr seid das Salz der Erde.
Wenn nun das Salz kraftlos wird, womit soll man's salzen? Es ist
zu nichts hinfort nütze, denn daß man es hinausschütte
und lasse es die Leute zertreten.
Ihr seid das Licht der
Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht
verborgen sein.
Man zündet auch nicht ein
Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen
Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.
So soll euer Licht leuchten
vor den Leuten, daß sie eure guten Werke sehen und euren
Vater im Himmel preisen.
Jesu Stellung zum Gesetz
Ihr sollt nicht wähnen,
daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten
aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern
zu erfüllen.
Denn ich sage euch wahrlich:
Bis daß Himmel und Erde vergehe, wird nicht vergehen der
kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis daß
es alles geschehe.
Wer nun eines von diesen
kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird
der Kleinste heißen im Himmelreich; wer es aber tut und
lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.
Denn ich sage euch: Es
sei denn eure Gerechtigkeit besser als die der Schriftgelehrten
und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich
kommen.
Vom Töten
Ihr habt gehört, daß
zu den Alten gesagt ist (2. Mose 20,13;
21,12): «Du sollst nicht töten; wer aber tötet,
der soll des Gerichts schuldig sein.»
Ich aber sage euch: Wer mit
seinem Bruder zürnt, der ist des Gerichts schuldig; wer aber
zu seinem Bruder sagt: Du Nichtsnutz! der ist des Hohen Rats
schuldig; wer aber sagt: Du gottloser Narr! der ist des
höllischen Feuers schuldig.
Darum: wenn du deine Gabe auf
dem Altar opferst und wirst allda eingedenk, daß dein
Bruder etwas wider dich habe,
so laß allda vor dem
Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und versöhne dich mit
deinem Bruder und alsdann komm und opfere deine Gabe.
Sei willfährig deinem
Widersacher bald, solange du noch mit ihm auf dem Wege bist, auf
daß dich der Widersacher nicht überantworte dem
Richter und der Richter dem Diener und werdest in den Kerker
geworfen.
Wahrlich, ich sage dir: Du
wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten
Heller bezahlest.
Vom Ehebrechen
Ihr habt gehört, daß
gesagt ist (2. Mose 20,14): «Du
sollst nicht ehebrechen.»
Ich aber sage euch: Wer eine
Frau ansieht, ihrer zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe
gebrochen in seinem Herzen.
Wenn dir aber dein rechtes
Auge Ärgernis schafft, so reiß es aus und wirf's von
dir. Es ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe
und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde.
Wenn dir deine rechte Hand
Ärgernis schafft, so haue sie ab und wirf sie von dir. Es
ist dir besser, daß eins deiner Glieder verderbe und nicht
der ganze Leib in die Hölle fahre.
Es ist auch gesagt (5. Mose
24,1): «Wer sich von seiner Frau scheidet, der soll
ihr geben einen Scheidebrief.»
Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es
sei denn wegen Ehebruchs, der macht, daß sie die Ehe
bricht; und wer eine Geschiedene freit, der bricht die Ehe.
Lukas 16,18. 1. Korinther 7,10.11.
Vom Schwören
Ihr habt weiter
gehört, daß zu den Alten gesagt ist (3.
Mose 19,12; 4. Mose 30,3): «Du sollst keinen
falschen Eid tun und sollst Gott deinen Eid halten.»
Ich aber sage euch, daß ihr überhaupt nicht
schwören sollt, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes
Thron;
noch bei der Erde, denn sie ist seiner Füße
Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs
Stadt.
Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schwören; denn
du vermagst nicht ein einziges Haar weiß oder schwarz zu
machen.
Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber
ist, das ist vom Übel.
Von der Feindesliebe
Ihr habt gehört, daß
da gesagt ist (2. Mose 21,24): «Auge
um Auge, Zahn um Zahn.»
Ich aber sage euch, daß
ihr nicht widerstreben sollt dem Übel; sondern, wenn dir
jemand einen Streich gibt auf deine rechte Backe, dem biete die
andere auch dar.
Und wenn jemand mit dir
rechten will und deinen Rock nehmen, dem laß auch den
Mantel.
Und wenn dich jemand nötigt
eine Meile, so gehe mit ihm zwei.
Gib dem, der dich bittet, und
wende dich nicht von dem, der dir abborgen will.
Ihr habt gehört,
daß gesagt ist (3. Mose 19,18):
«Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind
hassen.»
Ich aber sage euch: Liebet
eure Feinde; <segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die
euch hassen;> bittet für die, so euch <beleidigen und>
verfolgen,
auf daß ihr Kinder seid
eures Vaters im Himmel. Denn er läßt seine Sonne
aufgehen über die Bösen und über die Guten und
läßt regnen über Gerechte und Ungerechte.
Denn wenn ihr liebet, die euch
lieben, was werdet ihr für Lohn haben? Tun nicht dasselbe
auch die Zöllner?
Und wenn ihr nur zu euren
Brüdern freundlich seid, was tut ihr Sonderliches? Tun nicht
dasselbe auch die Heiden?
Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater
im Himmel vollkommen ist.
Vom Almosengeben
Kapitel 6
Habt acht auf
eure Frömmigkeit, daß ihr die nicht übt vor den
Leuten, auf daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt
sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.
Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht lassen
vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Synagogen und auf
den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepriesen werden.
Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin.
Wenn du aber Almosen gibst, so laß deine linke Hand
nicht wissen, was die rechte tut,
auf daß dein Almosen verborgen sei; und dein Vater,
der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten.
Vom Beten. Das Vaterunser
Und wenn ihr
betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen
und beten in den Synagogen und an den Ecken auf den Gassen, auf
daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage
euch: Sie haben ihren Lohn dahin.
Wenn du aber betest, so gehe in dein Kämmerlein und
schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im
Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht,
wird dir's vergelten.
Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die
Heiden; denn sie meinen, sie werden erhöret, wenn sie viel
Worte machen.
Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Euer Vater weiß,
was ihr bedürfet, ehe denn ihr ihn bittet.
Darum sollt ihr also beten:
Unser Vater in dem Himmel!
Dein Name werde geheiligt.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.
Unser täglich Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unsern
Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse
uns von dem Übel*.
<Denn dein ist das Reich und die Kraft und die
Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.>
*Andere
Übersetzung: «erlöse
uns vom dem Bösen».
Denn wenn ihr den Menschen
ihre Übertretungen vergebet, so wird euch euer himmlischer
Vater auch vergeben.
Wenn ihr aber den Menschen
nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Übertretungen
auch nicht vergeben.
Vom Fasten
Wenn ihr fastet, sollt ihr
nicht sauer sehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr
Angesicht, auf daß sie vor den Leuten etwas scheinen mit
ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn
dahin.
Wenn du aber fastest, so salbe
dein Haupt und wasche dein Angesicht,
auf daß du nicht
scheinest vor den Leuten mit deinem Fasten, sondern vor deinem
Vater, welcher im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das
Verborgene sieht, wird dir's vergelten.
Vom Schätzesammeln und Sorgen
Ihr sollt euch nicht Schätze
sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo
die Diebe nachgraben und stehlen.
Sammelt euch aber Schätze
im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe
nicht nachgraben noch stehlen.
Denn wo euer Schatz ist, da
ist auch euer Herz.
Das Auge ist des Leibes
Leuchte. Wenn dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib
licht sein.
Wenn aber dein Auge böse
ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht,
das in dir ist, Finsternis ist, wie groß wird dann die
Finsternis sein!
Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den
einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen
anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott
dienen und dem Mammon.
Darum sage ich euch: Sorget
nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht
um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr
als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung?
Sehet die Vögel unter dem
Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln
nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie
doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?
Wer ist unter euch, der seines
Lebens Länge eine Spanne zusetzen kann, ob er gleich
darum sorget?
Und warum sorget ihr für
die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen:
sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht.
Ich sage euch, daß auch
Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist
wie derselben eine.
So denn Gott das Gras auf dem
Felde also kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen
geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr
Kleingläubigen?
Darum sollt ihr nicht sorgen
und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit
werden wir uns kleiden?
Nach solchem allen trachten
die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr
des alles bedürfet.
Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach
seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.
Darum sorget nicht für
den andern Morgen, denn der morgende Tag wird für das Seine
sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene
Plage habe.
Wider den Richtgeist
Kapitel 7
Richtet nicht, auf daß
ihr nicht gerichtet werdet.
Denn mit welcherlei Gericht
ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß
ihr messet, wird euch gemessen werden.
Was siehst du aber den
Splitter in deines Bruders Auge und wirst nicht gewahr des
Balkens in deinem Auge?
Oder wie darfst du sagen zu
deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge
ziehen? Und siehe, ein Balken ist in deinem Auge.
Du Heuchler, zieh zuerst den
Balken aus deinem Auge; danach sieh zu, wie du den Splitter aus
deines Bruders Auge ziehest.
Ihr sollt das Heilige
nicht den Hunden geben, und eure Perlen sollt ihr nicht vor die
Säue werfen, auf daß sie dieselben nicht zertreten mit
ihren Füßen und sich wenden und euch zerreißen.
Von der Gebetserhörung
Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr
finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
Denn wer da bittet, der
empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft,
dem wird aufgetan.
Welcher ist unter euch
Menschen, so ihn sein Sohn bittet ums Brot, der ihm einen Stein
biete?
oder, so er ihn bittet um
einen Fisch, der ihm eine Schlange biete?
So nun ihr, die ihr doch arg
seid, könnt dennoch euren Kindern gute Gaben geben, wieviel
mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten.
Vom Tun des göttlichen Willens
Alles nun, was ihr wollt, daß
euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch! Das ist das Gesetz
und die Propheten.
Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist
weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt, und
ihrer sind viele, die darauf wandeln.
Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum
Leben führt, und wenige sind ihrer, die ihn finden.
Sehet euch vor vor den
falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen,
inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
An ihren Früchten sollt
ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder
Feigen von den Disteln?
Also ein jeglicher guter Baum
bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge
Früchte.
Ein guter Baum kann nicht arge
Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte
bringen.
Ein jeglicher Baum, der nicht
gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
Kapitel
3,10. Johannes 15,2.6.
Darum: an ihren Früchten
sollt ihr sie erkennen.
Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in
das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters
im Himmel.
Es werden viele zu mir sagen
an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen
geweissagt? Haben wir nicht in deinem Namen böse Geister
ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan?
Dann werde ich ihnen bekennen:
Ich habe euch nie gekannt; weichet von mir, ihr Übeltäter!
Darum, wer diese meine
Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der
sein Haus auf den Felsen baute.
Da nun ein Platzregen fiel und
die Wasser kamen und wehten die Winde und stießen an das
Haus, fiel es doch nicht; denn es war auf den Felsen gegründet.
Und wer diese meine Rede hört
und tut sie nicht, der ist einem törichten Mann gleich, der
sein Haus auf den Sand baute.
Da nun ein Platzregen fiel und
kamen die Wasser und wehten die Winde und stießen an das
Haus, da fiel es und tat einen großen Fall.
Und es begab sich, da
Jesus diese Rede vollendet hatte, entsetzte sich das Volk über
seine Lehre;
denn er lehrte mit Vollmacht
und nicht wie ihre Schriftgelehrten.
Heilung eines Aussätzigen
Kapitel 8
Als er aber vom Berge
herabging, folgte ihm viel Volks nach.
Und siehe, ein Aussätziger
kam und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, so du willst,
kannst du mich wohl reinigen.
Und Jesus streckte seine Hand
aus, rührte ihn an und sprach: Ich will's tun; sei
gereinigt! Und alsbald ward er von seinem Aussatz rein.
Und Jesus sprach zu ihm: Siehe
zu, sage es niemand, sondern gehe hin und zeige dich dem Priester
und opfere die Gabe, die Mose befohlen hat, ihnen zum Zeugnis.
Der Hauptmann zu Kapernaum
Da aber Jesus hineinging nach
Kapernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn
und sprach: Herr, mein Knecht
liegt zu Hause und ist gichtbrüchig und hat große
Qual.
Jesus sprach zu ihm: Ich will
kommen und ihn gesund machen.
Der Hauptmann antwortete und
sprach: Herr, ich bin nicht wert, daß du unter mein Dach
gehst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.
Denn auch ich bin ein Mensch,
der Obrigkeit untertan, und habe unter mir Kriegsknechte; und
wenn ich sage zu einem: Gehe hin! so geht er; und zum andern:
Komm her! so kommt er; und zu meinem Knecht: Tu das! so tut er's.
Da das Jesus hörte,
verwunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten:
Wahrlich, ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Israel bei
keinem gefunden!
Aber ich sage euch: Viele
werden kommen vom Osten und vom Westen und mit Abraham und Isaak
und Jakob im Himmelreich sitzen;
aber die Kinder des Reichs
werden ausgestoßen in die Finsternis hinaus; da wird sein
Heulen und Zähneklappen.
Und Jesus sprach zu dem
Hauptmann: Gehe hin; dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein
Knecht ward gesund zu derselben Stunde.
Jesus im Hause des Petrus
Und Jesus kam in des Petrus
Haus und sah, daß dessen Schwiegermutter lag und hatte das
Fieber.
Da ergriff er ihre Hand, und
das Fieber verließ sie. Und sie stand auf und diente ihm.
Am Abend aber brachten sie
viele Besessene zu ihm; und er trieb die Geister aus durch sein
Wort und machte alle Kranken gesund,
auf daß erfüllt
würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da
spricht (Jesaja 53,4): «Er hat
unsre Schwachheit auf sich genommen, und unsre Krankheit hat er
getragen.»
Vom Ernst der Nachfolge
Und da Jesus viel Volks um
sich sah, hieß er hinüber ans andre Ufer fahren.
Und es trat zu ihm ein
Schriftgelehrter, der sprach zu ihm: Meister, ich will dir
folgen, wo du hingehst.
Jesus sagt zu ihm: Die
Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel
haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, wo er sein Haupt
hinlege.
Und ein anderer unter den
Jüngern sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, daß ich
hingehe und zuvor meinen Vater begrabe.
Aber Jesus spricht zu ihm:
Folge du mir und laß die Toten ihre Toten begraben!
Stillung des Sturmes
Und er trat in das Schiff, und
seine Jünger folgten ihm.
Und siehe, da erhob sich ein
großes Ungestüm im Meer, so daß auch das Schiff
mit Wellen bedeckt ward. Und er schlief.
Und die Jünger traten zu
ihm und weckten ihn auf und sprachen: Herr, hilf uns, wir
verderben!
Da sagt er zu ihnen: Ihr
Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stand auf
und bedrohte den Wind und das Meer. Da ward es ganz stille.
Die Menschen aber verwunderten
sich und sprachen: Was ist das für ein Mann, daß ihm
Wind und Meer gehorsam sind?
Heilung zweier Besessener
Und er kam ans andere Ufer in
die Gegend der Gadarener. Da liefen ihm entgegen zwei Besessene,
die kamen aus den Grabhöhlen und waren sehr gefährlich,
so daß niemand diese Straße gehen konnte.
Und siehe, sie schrien und
sprachen: Was willst du von uns, du Sohn Gottes? Bist du
hergekommen, uns zu quälen, ehe denn es Zeit ist?
Es war aber ferne von ihnen
eine große Herde Säue auf der Weide.
Da baten ihn die bösen
Geister und sprachen: Willst du uns austreiben, so laß uns
in die Herde Säue fahren.
Und er sprach: Fahret hin! Da
fuhren sie aus und fuhren in die Säue. Und siehe, die ganze
Herde stürzte sich den Abhang hinunter ins Meer und ersoffen
im Wasser.
Und die Hirten flohen und
gingen hin in die Stadt und sagten das alles und wie es mit den
Besessenen ergangen war.
Und siehe, da ging die ganze
Stadt heraus Jesus entgegen. Und da sie ihn sahen, baten sie ihn,
daß er aus ihrer Gegend weichen möchte.
Heilung des Gichtbrüchigen
Kapitel 9
Da trat er in das Schiff und
fuhr wieder herüber und kam in seine Stadt.
Und siehe, da brachten sie zu
ihm einen Gichtbrüchigen, der lag auf einem Bette. Da nun
Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrüchigen:
Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.
Und siehe, etliche unter den
Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert
Gott.
Da aber Jesus ihre Gedanken
merkte, sprach er: Warum denkt ihr so Arges in euren Herzen?
Was ist leichter, zu sagen:
Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Stehe auf und
wandle?
Auf daß ihr aber wisset,
daß des Menschen Sohn Vollmacht hat, auf Erden die Sünden
zu vergeben, - sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Stehe auf,
hebe dein Bett auf und gehe heim!
Und er stand auf und ging
heim.
Da das Volk das sah, fürchtete
es sich und pries Gott, der solche Macht den Menschen gegeben
hat.
Berufung des Matthäus
Und da Jesus von dannen ging,
sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus;
und sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm.
Und es begab sich, als er zu
Tisch saß im Hause, siehe, da kamen viele Zöllner und
Sünder und saßen zu Tische mit Jesus und seinen
Jüngern.
Da das die Pharisäer
sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum isset euer
Meister mit den Zöllnern und Sündern?
Da das Jesus hörte,
sprach er: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern
die Kranken.
Gehet aber hin und lernet, was
das ist (Hosea 6,6): «Ich habe
Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.» Ich
bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten.
Über das Fasten
Da kamen die Jünger des
Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir und die Pharisäer,
und deine Jünger fasten nicht?
Jesus sprach zu ihnen: Wie
können die Hochzeitleute Leid tragen, solange der Bräutigam
bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, daß der
Bräutigam von ihnen genommen wird; alsdann werden sie
fasten.
Niemand flickt ein altes Kleid
mit einem Lappen von neuem Tuch; denn der Lappen reißt doch
wieder vom Kleid, und der Riß wird ärger.
Man füllt auch nicht
jungen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißen die
Schläuche, und der Wein wird verschüttet, und die
Schläuche kommen um. Sondern man füllt jungen Wein in
neue Schläuche, so werden sie beide miteinander erhalten.
Des Jairus Tochter. Blutflüssige Frau
Da er solches mit ihnen
redete, siehe, da kam einer von den Obersten der Gemeinde und
fiel vor ihm nieder und sprach: Meine Tochter ist soeben
gestorben; aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie
lebendig.
Und Jesus stand auf und folgte
ihm und seine Jünger.
Und siehe, eine Frau,
die zwölf Jahre den Blutfluß gehabt, trat von hinten
zu ihm und rührte seines Kleides Saum an.
Denn sie sprach bei sich
selbst: Könnte ich nur sein Kleid anrühren, so würde
ich gesund.
Da wandte sich Jesus um und
sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat
dir geholfen. Und die Frau ward gesund zu derselben Stunde.
Und als er in des
Obersten Haus kam und sah die Pfeifer und das Getümmel des
Volks,
sprach er: Weichet! denn das
Mägdlein ist nicht tot, sondern es schläft. Und sie
verlachten ihn.
Als aber das Volk
hinausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand.
Da stand das Mägdlein auf.
Und diese Kunde erscholl in
jenes ganze Land.
Zwei Blinde und ein Stummer
Und als Jesus von dannen
weiterging, folgten ihm zwei Blinde nach, die schrien und
sprachen: Ach, du Sohn Davids, erbarme dich unser!
Und da er heimkam, traten die
Blinden zu ihm. Und Jesus sprach zu ihnen: Glaubt ihr, daß
ich euch solches tun kann? Da sprachen sie zu ihm: Herr, ja.
Da rührte er ihre Augen
an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben.
Und ihre Augen wurden
geöffnet. Und Jesus bedrohte sie und sprach: Sehet zu, daß
es niemand erfahre!
Aber sie gingen hinaus und
verbreiteten die Kunde von ihm in jenem ganzen Lande.
Da nun diese waren
hinausgegangen, siehe, da brachten sie zu ihm einen Menschen, der
war stumm und besessen.
Und da der böse Geist war
ausgetrieben, redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich
und sprach: Solches ist noch nie in Israel gesehen worden.
Aber die Pharisäer
sprachen: Er treibt die bösen Geister aus durch ihren
Obersten.
Die große Ernte
Und Jesus ging umher in alle
Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen und
predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheit
und alle Gebrechen.
Und da er das Volk sah,
jammerte ihn desselben; denn sie waren verschmachtet und
zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben.
Da sprach er zu seinen
Jüngern: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der
Arbeiter.
Darum bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter
in seine Ernte sende.
Berufung der zwölf Jünger
Kapitel 10
Und er rief seine
zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht über
die unsauberen Geister, daß sie die austrieben und heilten
alle Krankheit und alle Gebrechen.
Die Namen aber der zwölf Apostel sind diese: der
erste Simon, genannt Petrus, und Andreas, sein Bruder; Jakobus,
des Zebedäus Sohn, und Johannes, sein Bruder;
Philippus und Bartholomäus; Thomas und Matthäus,
der Zöllner; Jakobus, des Alphäus Sohn, und Thaddäus;
Simon Kananäus und Judas Ischarioth, welcher ihn
verriet.
Aussendung der Jünger
Diese zwölf
sandte Jesus, gebot ihnen und sprach: Gehet nicht auf der Heiden
Straße und ziehet nicht in der Samariter Städte,
sondern gehet hin zu den verlorenen Schafen aus dem Hause
Israel.
Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist
nahe herbeigekommen.
Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige,
treibt böse Geister aus. Umsonst habt ihr's empfangen,
umsonst gebt es auch.
Ihr sollt nicht Gold noch Silber noch Kupfer in euren
Gürteln haben,
auch keine Tasche zur Wegfahrt, auch nicht zwei Röcke,
keine Schuhe, auch keinen Stecken. Denn der Arbeiter ist seiner
Speise wert.
Wenn ihr aber in eine Stadt oder ein Dorf geht, da
erkundigt euch, ob jemand darin sei, der es wert ist; und bei
demselben bleibet, bis ihr von dannen zieht.
Wenn ihr aber in ein Haus geht, so grüßet es;
und wenn es das Haus wert ist, wird euer Friede auf sie
kommen. Ist es aber nicht wert, so wird sich euer Friede wieder
zu euch wenden.
Und wenn euch jemand nicht aufnehmen wird noch eure Rede
hören, so geht heraus von jenem Hause oder jener Stadt und
schüttelt den Staub von euren Füßen.
Wahrlich, ich sage euch: Dem Lande der Sodomer und
Gomorrer wird es erträglicher gehen am Tage des Gerichts als
solcher Stadt.
Mahnung zum mutigen Bekennen
Siehe, ich sende
euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Darum seid klug wie
die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.
Hütet euch aber vor den Menschen; denn sie werden
euch überantworten den Gerichten und werden euch geißeln
in ihren Synagogen.
Und man wird euch vor Fürsten und Könige führen
um meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis.
Wenn sie euch nun überantworten werden, so sorget
nicht, wie oder was ihr reden sollt; denn es soll euch zu der
Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt.
Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters
Geist ist es, der durch euch redet.
Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod überantworten
und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empören
wider ihre Eltern und ihnen zum Tode helfen.
Und ihr müsset gehaßt werden von jedermann um
meines Namens willen. Wer aber bis ans Ende beharret, der wird
selig.
Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so fliehet in
eine andere. Wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit den Städten
Israels nicht zu Ende kommen, bis des Menschen Sohn kommt.
Der Jünger ist nicht über den Meister, noch der
Knecht über seinen Herrn.
Es ist dem Jünger genug, daß er sei wie sein
Meister und der Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausvater
Beelzebub geheißen, wieviel mehr werden sie seine
Hausgenossen so heißen!
Darum fürchtet
euch nicht vor ihnen.
Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werde, und
ist nichts heimlich, was man nicht wissen werde.
Was ich euch sage in der Finsternis, das redet im Licht;
und was euch gesagt wird in das Ohr, das predigt auf den Dächern.
Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten
und die Seele nicht können töten; fürchtet euch
aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der
Hölle.
Kauft man nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig? Dennoch
fällt deren keiner auf die Erde ohne euren Vater.
Nun aber sind euch eure Haare auf dem Haupte alle gezählt.
Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser als viele
Sperlinge.
Wer nun mich bekennet vor den Menschen, den will ich
auch bekennen vor meinem himmlischen Vater.
Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich
auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater.
Anfeindung um Jesu willen
Ihr sollt nicht wähnen,
daß ich gekommen sei, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich
bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
Denn ich bin gekommen, den
Menschen zu erregen wider seinen Vater und die Tochter wider ihre
Mutter und die Schwiegertochter wider ihre Schwiegermutter.
Und des Menschen Feinde werden
seine eignen Hausgenossen sein.
Wer Vater oder Mutter mehr
liebt als mich, der ist mein nicht wert; und wer Sohn oder
Tochter mehr liebt als mich, der ist mein nicht wert.
Und wer nicht sein Kreuz auf
sich nimmt und folgt mir nach, der ist mein nicht wert.
Wer sein Leben findet, der
wird's verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen,
der wird's finden.
Wer euch aufnimmt, der
nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der
mich gesandt hat.
Wer einen Propheten aufnimmt
darum, daß er ein Prophet ist, der wird eines Propheten
Lohn empfangen. Wer einen Gerechten aufnimmt darum, daß er
ein Gerechter ist, der wird eines Gerechten Lohn empfangen.
Und wer einen dieser Geringen
nur mit einem Becher kalten Wassers tränkt darum, daß
er mein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch: es wird ihm
nicht unbelohnt bleiben.
Des Täufers Frage
Kapitel 11
Und es begab sich, da Jesus
solch Gebot an seine zwölf Jünger vollendet hatte, ging
er von dannen weiter, zu lehren und zu predigen in ihren Städten.
Da aber Johannes im Gefängnis
die Werke Christi hörte, sandte er seine Jünger
und ließ ihm sagen: Bist
du, der da kommen soll, oder sollen wir eines andern warten?
Jesus antwortete und sprach zu
ihnen: Gehet hin und saget Johannes wieder, was ihr höret
und sehet:
Blinde sehen und Lahme gehen,
Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf
und Armen wird das Evangelium gepredigt;
und selig ist, der nicht
Ärgernis nimmt an mir.
Jesu Zeugnis über den Täufer
Da die hingingen, fing Jesus
an, zu reden zu dem Volk von Johannes: Was seid ihr
hinausgegangen in die Wüste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr
sehen, das der Wind hin und her weht?
Oder was seid ihr
hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen
Kleidern sehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der
Könige Häusern.
Oder was seid ihr
hinausgegangen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage
euch: er ist mehr als ein Prophet.
Dieser ist's, von dem
geschrieben steht (Maleachi 3,1):
«Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg
vor dir bereiten soll.»
Wahrlich, ich sage
euch: Unter allen, die vom Weibe geboren sind, ist keiner
aufgestanden, der größer sei als Johannes der Täufer;
der aber der Kleinste ist im Himmelreich, ist größer
als er.
Aber von den Tagen Johannes
des Täufers bis hierher leidet das Himmelreich Gewalt, und
die Gewalt tun, reißen es weg.
Denn alle Propheten und das
Gesetz haben geweissagt bis zur Zeit des Johannes;
und so ihr's wollt annehmen:
er ist der Elia, der da kommen soll.
Wer Ohren hat, der höre!
Wem soll ich aber dies
Geschlecht vergleichen? Es ist den Kindern gleich, die an dem
Markt sitzen und rufen ihren Gespielen zu
und sprechen: Wir haben euch
aufgespielt, und ihr wolltet nicht tanzen; wir haben euch
vorgeklagt, und ihr wolltet nicht trauern.
Johannes ist gekommen, aß nicht und trank nicht; so
sagen sie: Er ist besessen.
Des Menschen Sohn ist gekommen, isset und trinket; so
sagen sie: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsäufer,
der Zöllner und der Sünder Geselle! Und doch ist die
Weisheit gerechtfertigt worden aus ihren Werken.
Weherufe über galiläische Städte
Da fing er an, die Städte
zu schelten, in welchen die meisten seiner Taten geschehen waren,
und hatten doch nicht Buße getan:
Wehe dir, Chorazin! Weh dir,
Bethsaida! Wären solche Taten zu Tyrus und Sidon geschehen,
wie bei euch geschehen sind, sie hätten längst in Sack
und Asche Buße getan.
Doch ich sage euch: Es wird
Tyrus und Sidon erträglicher gehen am Tage des Gerichts als
euch.
Und du, Kapernaum, wirst du
bis zum Himmel erhoben? Du wirst bis in die Hölle
hinuntergestoßen werden. Denn so zu Sodom die Taten
geschehen wären, die bei dir geschehen sind, es stünde
noch heutigen Tages.
Doch ich sage euch: Es wird
dem Land der Sodomer erträglicher gehen am Tage des Gerichts
als dir.
Lobpreis des Vaters. Der Heilandsruf
Zu der Zeit hob Jesus an und
sprach: Ich preise dich, Vater und Herr Himmels und der Erde, daß
du solches den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den
Unmündigen offenbart.
Ja, Vater; denn es ist also
wohlgefällig gewesen vor dir.
Alle Dinge sind mir übergeben
von meinem Vater; und niemand kennt den Sohn denn nur der Vater;
und niemand kennt den Vater denn nur der Sohn und wem es der Sohn
will offenbaren.
Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und
beladen seid; ich will euch erquicken.
Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich
bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr
Ruhe finden für eure Seelen.
Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.
Jesus und der Sabbat
Kapitel 12
Zu der Zeit ging Jesus durch
ein Kornfeld am Sabbat; und seine Jünger waren hungrig,
fingen an, Ähren auszuraufen, und aßen.
Da das die Pharisäer
sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was am
Sabbat nicht erlaubt ist.
Er aber sprach zu ihnen: Habt
ihr nicht gelesen, was David tat, da ihn und die mit ihm waren
hungerte?
wie er in das Gotteshaus ging
und aß die Schaubrote, die er doch nicht durfte essen noch
die, die mit ihm waren, sondern allein die Priester?
Oder habt ihr nicht gelesen im
Gesetz, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen
und sind doch ohne Schuld?
Ich sage euch aber: Hier ist
Größeres als der Tempel.
Wenn ihr aber wüßtet,
was das ist (Hosea 6,6): «Ich
habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer»,
hättet ihr die Unschuldigen nicht verdammt.
Des Menschen Sohn ist ein Herr
auch über den Sabbat.
Und er ging von dannen
weiter und kam in ihre Synagoge.
Und siehe, da war ein Mensch,
der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen:
Ist's auch recht, am Sabbat zu heilen?, auf daß sie eine
Sache wider ihn hätten.
Aber er sprach zu ihnen:
Welcher ist unter euch, wenn er ein einziges Schaf hat und es
fällt ihm am Sabbat in eine Grube, der es nicht ergreife und
ihm heraushelfe?
Wieviel mehr ist nun ein
Mensch als ein Schaf! Darum darf man wohl am Sabbat Gutes tun.
Da sprach er zu dem Menschen:
Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und sie ward ihm
wieder gesund gleichwie die andere.
Da gingen die Pharisäer
hinaus und hielten einen Rat über ihn, wie sie ihn
umbrächten.
Der Gottesknecht
Aber da Jesus das erfuhr, wich
er von dannen. Und ihm folgten viele nach, und er heilte sie alle
und bedrohte sie, daß
sie die Kunde von ihm nicht ausbreiten sollten,
auf daß erfüllt
würde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der da
spricht (Jesaja 42, 1 – 4):
«Siehe, das ist mein
Knecht, den ich erwählt habe, und mein Geliebter, an dem
meine Seele Wohlgefallen hat; ich will meinen Geist auf ihn
legen, und er soll den Heiden das Recht verkündigen.
Er wird nicht hadern noch
schreien, und man wird seine Stimme nicht hören auf den
Gassen;
das zerstoßene Rohr wird
er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht
auslöschen, bis daß er hinausführe das Recht zum
Sieg;
und die Heiden werden auf
seinen Namen hoffen.»
Jesu Macht über die bösen Geister
Da ward ein
Besessener zu ihm gebracht, der war blind und stumm; und er
heilte ihn, so daß der Stumme redete und sah.
Und alles Volk entsetzte sich und sprach: Ist dieser nicht
Davids Sohn?
Aber die Pharisäer, da sie es hörten, sprachen
sie: Er treibt die bösen Geister nicht anders aus denn durch
Beelzebub, ihren Obersten.
Jesus wußte aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen:
Ein jegliches Reich, wenn es mit sich selbst uneins wird, das
wird verwüstet; und eine jegliche Stadt oder Haus, wenn es
mit sich selbst uneins wird, kann nicht bestehen.
Wenn nun Satan den Satan austreibt, so muß er mit
sich selbst uneins sein; wie kann dann sein Reich bestehen?
Wenn ich aber die bösen Geister durch Beelzebub
austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum
werden sie eure Richter sein.
Wenn ich aber die bösen Geister durch den Geist
Gottes austreibe, so ist das Reich Gottes zu euch gekommen.
Oder wie kann jemand in eines Starken Haus gehen und ihm
seinen Hausrat rauben, es sei denn, daß er zuvor den
Starken binde und alsdann sein Haus beraube?
Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht
mit mir sammelt, der zerstreut.
Die Sünde wider den Geist
Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung
wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung wider den
Geist wird den Menschen nicht vergeben.
Und wer etwas redet wider des Menschen Sohn, dem wird es
vergeben; aber wer etwas redet wider den heiligen Geist, dem
wird's nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt.
Setzet entweder einen guten Baum, so wird die Frucht gut;
oder setzet einen faulen Baum, so wird die Frucht faul. Denn an
der Frucht erkennt man den Baum.
Ihr Otterngezüchte, wie könnt ihr Gutes reden,
die ihr böse seid? Wes das Herz voll ist, des geht der Mund
über.
Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz
seines Herzens; und ein böser Mensch bringt Böses
hervor aus seinem bösen Schatz.
Ich sage euch aber, daß die Menschen müssen
Rechenschaft geben am Tage des Gerichts von einem jeglichen
nichtsnutzigen Wort, das sie geredet haben.
Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus
deinen Worten wirst du verdammt werden.
Zeichenforderung der Pharisäer
Da hoben an
etliche unter den Schriftgelehrten und Pharisäern und
sprachen: Meister, wir wollten gerne ein Zeichen von dir sehen.
Und er antwortete und sprach zu ihnen: Das böse und
abtrünnige Geschlecht sucht ein Zeichen; und es wird ihm
kein Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona.
Denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nächte in des
Fisches Bauch war, so wird des Menschen Sohn drei Tage und drei
Nächte im Schoß der Erde sein.
Die Leute von Ninive werden auftreten beim Gericht mit
diesem Geschlecht und werden es verdammen; denn sie taten Buße
nach der Predigt des Jona. Und siehe, hier ist mehr als Jona.
Die Königin vom Süden wird auftreten beim
Gericht mit diesem Geschlecht und wird es verdammen, denn sie kam
vom Ende der Erde, Salomos Weisheit zu hören. Und siehe,
hier ist mehr als Salomo.
Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen
ausgefahren ist, so durchwandelt er dürre Stätten,
sucht Ruhe und findet sie nicht.
Da spricht er denn: Ich will wieder umkehren in mein Haus,
daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's leer,
gekehrt und geschmückt.
Dann geht er hin und nimmt zu sich sieben andere Geister,
die ärger sind als er selbst; und wenn sie hineinkommen,
wohnen sie allda; und es wird mit demselben Menschen hernach
ärger, als es zuvor war. So wird's auch diesem argen
Geschlecht gehen.
Jesu wahre Verwandte
Da er noch zu dem
Volk redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder
draußen, die wollten mit ihm reden.
Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine
Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden.
Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte:
Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?
Und reckte die Hand aus über seine Jünger und
sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder!
Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist
mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.
Vom Säemann. Sinn der Gleichnisse
Kapitel 13
An demselben Tage
ging Jesus aus dem Hause und setzte sich an das Meer.
Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, so daß er
in das Schiff trat und sich setzte, und alles Volk stand am Ufer.
Und er redete zu ihnen mancherlei in Gleichnissen und
sprach: Siehe, es ging ein Säemann aus, zu säen.
Und indem er säte, fiel etliches an den Weg; da kamen
die Vögel und fraßen's auf.
Etliches fiel auf das Felsige, wo es nicht viel Erde
hatte, und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde
hatte.
Als aber die Sonne hochstieg, verwelkte es, und weil es
nicht Wurzel hatte, ward es dürre.
Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf
und erstickten's.
Etliches fiel auf ein gutes Land und trug Frucht, etliches
hundertfältig, etliches sechzigfältig, etliches
dreißigfältig.
Wer Ohren hat, der höre!
Und die Jünger traten zu ihm und sprachen:
Warum redest du zu ihnen in Gleichnissen?
Er antwortete und sprach: Euch ist's gegeben, daß
ihr die Geheimnisse des Himmelreichs verstehet, diesen aber ist's
nicht gegeben.
Denn wer da hat, dem wird gegeben, daß er die Fülle
habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat.
Darum rede ich zu ihnen in Gleichnissen. Denn mit sehenden
Augen sehen sie nicht, und mit hörenden Ohren hören sie
nicht; und sie verstehen es auch nicht.
Und an ihnen wird die Weissagung Jesajas erfüllt, die
da sagt (Jesaja 6, 9.10): «Mit
den Ohren werdet ihr hören und werdet es nicht verstehen;
und mit sehenden Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht
erkennen.
Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren
hören übel, und ihre Augen schlummern, auf daß
sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören
und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich ihnen
hülfe.»
Aber selig sind eure Augen, daß sie sehen, und eure
Ohren, daß sie hören.
Wahrlich, ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte
haben begehrt zu sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen,
und zu hören, was ihr höret, und haben's nicht gehört.
So höret nun ihr dieses Gleichnis von dem
Säemann:
Wenn jemand das Wort von dem Reich hört und nicht
versteht, so kommt der Arge und reißt hinweg, was da gesät
ist in sein Herz; das ist der, bei dem an den Weg gesät ist.
Bei dem aber auf das Felsige gesät ist, das ist, der
das Wort hört und es alsbald aufnimmt mit Freuden;
aber er hat nicht Wurzel in sich, sondern er ist
wetterwendisch; wenn sich Trübsal und Verfolgung erhebt um
des Wortes willen, so nimmt er Ärgernis.
Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, das ist, der
das Wort hört, und die Sorge der Welt und der Betrug des
Reichtums erstickt das Wort, und er bringt nicht Frucht.
Bei dem aber in das gute Land gesät ist, das ist, der
das Wort hört und versteht es und dann auch Frucht bringt;
und der eine trägt hundertfältig, der andere
sechzigfältig, der andere dreißigfältig.
Vom Unkraut unter dem Weizen
Er legte ihnen
ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich ist gleich
einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte.
Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte
Unkraut zwischen den Weizen und ging davon.
Da nun aber die Saat wuchs und Frucht brachte, da fand
sich auch das Unkraut.
Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr,
hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat
er denn das Unkraut?
Er sprach zu ihnen: Das hat ein Feind getan. Da sprachen
die Knechte: Willst du denn, daß wir hingehen und es
ausjäten?
Er sprach: Nein! auf daß ihr nicht zugleich den
Weizen mit ausraufet, wenn ihr das Unkraut ausjätet.
Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um
der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor
das Unkraut und bindet es in Bündel, daß man es
verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune.
Vom Senfkorn
Ein anderes
Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich ist
gleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und säte es auf
seinen Acker;
welches das kleinste ist unter allem Samen; wenn es aber
gewachsen ist, so ist es größer als alle Sträucher
und wird ein Baum, daß die Vögel unter dem Himmel
kommen und wohnen in seinen Zweigen.
Vom Sauerteig
Ein anderes
Gleichnis redete er zu ihnen: Das Himmelreich ist einem Sauerteig
gleich, den ein Weib nahm und vermengte ihn unter drei Scheffel
Mehl, bis daß es ganz durchsäuert ward.
Solches alles redete Jesus in Gleichnissen zu dem
Volk, und ohne Gleichnis redete er nichts zu ihnen,
auf daß erfüllt würde, was gesagt ist
durch den Propheten, der da spricht (Psalm
78,2): «Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen
und will aussprechen, was verborgen war von Anfang der Welt.»
Deutung des Gleichnisses vom Unkraut
Da ließ Jesus das Volk von sich und kam heim. Und
seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das
Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker.
Er antwortete und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn
ist's, der den guten Samen sät.
Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des
Reichs. Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit.
Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist
das Ende der Welt. Die Schnitter sind die Engel.
Gleichwie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer
verbrennt, so wird's auch am Ende dieser Welt gehen.
Des Menschen Sohn wird seine Engel senden, und sie werden
sammeln aus seinem Reich alle, die Ärgernis geben und die da
Unrecht tun,
und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und
Zähneklappen sein.
Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres
Vaters Reich. Wer Ohren hat, der höre!
Schatz im Acker und kostbare Perle
Das Himmelreich
ist gleich einem verborgenen Schatz im Acker, welchen ein Mensch
fand und verbarg ihn; und in seiner Freude darüber geht er
hin und verkauft alles, was er hat, und kauft den Acker.
Abermals ist das Himmelreich gleich einem Kaufmann,
der gute Perlen suchte,
und da er eine köstliche Perle fand, ging er
hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.
Vom Fischnetz
Abermals ist das
Himmelreich gleich einem Netze, das ins Meer geworfen ward und
allerlei Gattung fing.
Als es aber voll war, zogen sie es heraus an das Ufer,
saßen und lasen die guten in Gefäße zusammen,
aber die unnützen warfen sie weg.
Also wird es auch am Ende der Welt gehen: die Engel werden
ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden
und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und
Zähneklappen sein.
Habt ihr das alles verstanden? Sie sprachen: Ja.
Da sprach er: Darum, ein jeglicher Schriftgelehrter, der
ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, gleicht einem
Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.
Verwerfung in Nazareth
Und es begab
sich, da Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er von
dannen
und kam in seine Vaterstadt und lehrte sie in ihrer
Synagoge, so daß sie sich entsetzten und sprachen: Woher
kommt diesem solche Weisheit und Taten?
Ist er nicht des Zimmermanns Sohn? Heißt nicht seine
Mutter Maria und seine Brüder Jakobus und Joseph und Simon
und Judas?
Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher
kommt ihm denn das alles?
Und sie nahmen Ärgernis an ihm. Jesus aber sprach zu
ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger als in seinem Vaterland
und im eigenen Hause.
Und er tat daselbst nicht viel Zeichen um ihres Unglaubens
willen.
Herodes und Jesus. Ende des Täufers
Kapitel 14
Zu der Zeit kam
die Kunde über Jesus vor den Vierfürst Herodes.
Und er sprach zu seinen Leuten: Das ist Johannes der
Täufer; der ist von den Toten auferstanden, deshalb wirken
in ihm solche Kräfte.
Denn Herodes hatte Johannes gegriffen, gebunden und in das
Gefängnis gelegt wegen der Herodias, der Frau seines Bruders
Philippus.
Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: Es ist nicht recht, daß
du sie hast.
Und er hätte ihn gerne getötet, fürchtete
sich aber vor dem Volk; denn sie hielten ihn für einen
Propheten.
Da aber Herodes seinen Geburtstag beging, da tanzte
die Tochter der Herodias vor ihnen. Das gefiel Herodes wohl.
Darum verhieß er ihr mit einem Eide, er wollte ihr
geben, was sie fordern würde.
Und wie sie zuvor von ihrer Mutter angestiftet war, sprach
sie: Gib mir her auf einer Schüssel das Haupt Johannes des
Täufers!
Und der König ward traurig; doch um des Eides willen
und derer, die mit ihm zu Tisch saßen, befahl er, es ihr zu
geben.
Und schickte hin und ließ Johannes im Gefängnis
enthaupten.
Und sein Haupt ward hergetragen auf einer Schüssel
und dem Mädchen gegeben; und sie brachte es ihrer Mutter.
Da kamen seine Jünger und nahmen seinen Leib und
begruben ihn und kamen und verkündeten das Jesus.
Speisung der Fünftausend
Da das Jesus
hörte, wich er von dannen auf einem Schiff in eine einsame
Gegend allein. Und da das Volk das hörte, folgte es ihm nach
zu Fuß aus den Städten.
Und Jesus stieg aus und sah die große Menge; und es
jammerte ihn derselben, und er heilte ihre Kranken.
Am Abend aber traten seine Jünger zu ihm und
sprachen: Die Gegend ist öde, und die Nacht fällt
herein; laß das Volk von dir, daß sie hin in die
Dörfer gehen und sich Speise kaufen.
Aber Jesus sprach zu ihnen: Es ist nicht not, daß
sie hingehen; gebt ihr ihnen zu essen.
Sie sprachen: Wir haben hier nichts als fünf Brote
und zwei Fische.
Und er sprach: Bringet mir sie her.
Und er hieß das Volk sich lagern auf das Gras und
nahm die fünf Brote und die zwei Fische, sah auf gen Himmel
und dankte und brach's und gab die Brote den Jüngern, und
die Jünger gaben sie dem Volk.
Und sie aßen alle und wurden satt und hoben auf, was
übrigblieb von Brocken, zwölf Körbe voll.
Die aber gegessen hatten, waren bei fünftausend Mann,
ohne die Frauen und Kinder.
Jesus wandelt auf dem Meer.
Der sinkende Petrus
Und alsbald trieb
Jesus seine Jünger, daß sie in das Schiff traten und
vor ihm hinüberfuhren, bis er das Volk von sich ließe.
Und da er das Volk von sich gelassen hatte, stieg er auf
einen Berg allein, daß er betete. Und am Abend war er
allein daselbst.
Und das Schiff war schon mitten auf dem Meer und litt Not
von den Wellen; denn der Wind war ihnen entgegen.
Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging
auf dem Meer.
Und da ihn die Jünger sahen auf dem Meer gehen,
erschraken sie und sprachen: Es ist ein Gespenst! und schrien vor
Furcht.
Aber alsbald redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid
getrost, ich bin's; fürchtet euch nicht!
Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es,
so heiß mich zu dir kommen auf dem Wasser.
Und er sprach: Komm her! Und Petrus trat aus dem Schiff
und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu.
Als er aber den Wind sah, erschrak er und hob an zu
sinken, schrie und sprach: Herr, hilf mir!
Jesus aber reckte alsbald die Hand aus und ergrifft ihn
und sprach zu ihm: O du Kleingläubiger, warum zweifeltest
du?
Und sie traten in das Schiff, und der Wind legte sich.
Die aber im Schiff waren, fielen vor ihm nieder und
sprachen: Du bist wahrlich Gottes Sohn!
Und sie fuhren hinüber und kamen ans Land nach
Genezareth.
Und da die Leute an diesem Ort sein gewahr wurden,
schickten sie aus in das ganze Land umher und brachten alle
Kranken zu ihm
und baten ihn, daß sie nur seines Kleides Saum
anrühren dürften. Und alle, die ihn anrührten,
wurden gesund.
DAS
EVANGELIUM NACH MATTHÄUS 15 - 28
|